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Liebe ADFDler,

seit alle technischen Probleme behoben sind, hat das Forum wieder täglich Neuanmeldungen. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, kann aber aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl oft nicht mehr zeitnah antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, sie zum Beispiel auf relevante Infothreads aufmerksam machen oder die mit ihren persönlichen Erfahrungen in den Austausch untereinander gehen. Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Falls noch nicht geschehen, lest euch bitte die wichtigsten Absetz-Informationen gründlich durch und verlinkt sie gerne auch an neue Teilnehmer:

Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Viele Grüße vom Team

TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Kimeta
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Kimeta » Montag, 07.08.17, 18:53

Ich habe den Artikel nur quergelesen und mich noch nicht gründlich damit befasst, trotzdem möchte ich ihn empfehlen:

ADHS und die Suche nach dem Heiligen Gral - Die Krise der molekularbiologischen Psychiatrie
von Stephan Schleim

Nachzulesen bei Telepolis (Achtung: geht über 5 Seiten): https://www.heise.de/tp/features/ADHS-u ... 92622.html
oder direkt in seinem Blog (dort auf einer Seite): https://scilogs.spektrum.de/menschen-bi ... igen-gral/

Zwischenüberschriften:
Sind es doch nicht Gehirn und Gene?
Wie wirken die Medikamente?
Seit 2013 wurden in den USA mehr als 100 Tonnen Amphetamin und Methylphenidat produziert
Situation in Deutschland
Wurzel der molekularbiologischen Psychiatrie
Suche nach Biomarkern
Einflussreiche Köpfe in Deutschland
Was bringt die Neuro-Forschung?
Kritik gegen den Mainstream
Systematische Probleme des herrschenden Ansatzes der Psychiatrie
Erfolge am laufenden Band
Auch Gesundheitsmarkt muss wachsen
Vom Zweiten Weltkrieg zum "War on Drugs"
Werturteile und Drogen
Stigmatisierende Diagnosen
Negative Folgen von Diagnosen
Gesellschaft und Gesundheitsmarketing
Die Suche geht weiter
Mehr als 65.000 Arten von ADHS
Natur und das DSM
Effektgrößen von Genstudien
Riesige Studien, mäßige Effekte
Immer mehr Daten statt Lösungen
Vergessene Umwelt
Einseitigkeit hat ihren Preis
Mensch an Umwelt anpassen oder andersherum?
Bilanz des "immer weiter so"
Statt Medikalisierung und Diagnosen
Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
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Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013
Derzeitiger Stand seit 14.06.2017: 3,0 mg

Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Katharina » Mittwoch, 09.08.17, 23:17

Hallo!
Ich kann nicht verlinken.

Das sagt der doch:
"..... Dann wird schon mal aus einer Depression eine SCHWERE
Depression.."

NUR FÜR DIE KRANKENKASSE!!!

1502312766999.jpeg



Gut das wir hier sind.

Katharina
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Lorazepam 1mg 1 - 1 - 2
Atarax 25mg 1 - 0 - 1/2
Zolpidem 10mg 0 - 0 - 1

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meine Schreibfehler sind Müdigkeit - und Tastatur Eigenwilligkeit, ich bitte um Nachsicht,vielen Dank.

Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Arianrhod » Donnerstag, 10.08.17, 9:47

Antidepressiva
Teuer und null Wirkung
Bis für einen Patienten, der an Depressionen leidet, das geeignete Medikament gefunden wird, können Wochen vergehen. Schnelltests wollen den richtigen Wirkstoff dagegen in Windeseile ermitteln. Doch der Blick hinter die Kulissen ist entlarvend. Eine Glosse.


http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 41454.html
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 10.08.17, 11:16

Hallo Arian, :)

danke für den Link.

Über das hier bin ich gestolpert:

Nun ist es einerseits ein kompliziertes Geschäft mit den Antidepressiva, andererseits aber auch nicht. Denn eine Arbeit aus dem online schon vorab erschienenen Septemberheft der Fachzeitschrift „Archives of Neuropsychiatry“ sagt uns jetzt bereits einen Monat im Voraus, dass künftig die Wirksamkeit von Antidepressiva vergleichsweise simpel feststellbar sein wird. Wirken sie, dann wirken sie innerhalb der ersten Woche, sonst wirken sie vermutlich selbst dann nicht, wenn man sie viele Wochen gibt, so das Fazit der Veröffentlichung. Diese Erkenntnis kostet die Patienten keinen müden Cent. Und die Geduld der Ärzte wird obendrein auch nicht überstrapaziert.


Ich bin gespannt, was es dazu mehr an Ergebnissen gibt.

Ärzte sagen ja oft, man müsse ein paar Wochen durchhalten, ehe es wirken würde.
Meine Erfahrung ist, je schlechter man es verträgt, auch gerade am Beginn, desto weniger Sinn macht es sich weiterhin zur Einnahme zu zwingen und desto wahrscheinlicher sind Nebenwirkungen.
Der gesunde Menschenverstand sollte einem eigentlich das sagen, was zB auch ich beobachte, aber die Praxis sieht anders aus.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Katharina » Donnerstag, 10.08.17, 16:54

Hallo!

Heftig fand ich in der Sendung der Mediathek das die Kassen lieber eine schwere Depression haben möchten,mehr Geld kommt so für die raus.

Fazit : fresst gefälligst eure Ads !! Und die Psychofarmaka.

Einen Überschuss haben die Kassen,laut dieser Sendung.

Da so etwas gesendet wird.-

Gruß,
Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Kassiopeia » Freitag, 11.08.17, 16:08

Hey liebe Foris,

Da tut sich was in UK...

http://cepuk.org/2017/08/10/cep-2017-pr ... al-survey/

offen für grundsätzlich alle, aber wichtig sind ihnen die Briten als Teilnehmende

Alles Liebe
Kassiopeia
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

Murmeline
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 16.08.17, 6:34

Kassiopeia hat geschrieben:Hey liebe Foris,

Da tut sich was in UK...

http://cepuk.org/2017/08/10/cep-2017-pr ... al-survey/

offen für grundsätzlich alle, aber wichtig sind ihnen die Briten als Teilnehmende

Alles Liebe
Kassiopeia


Es gibt schon 400 Teilnehmer, hab ich auf Twitter gesehen, davon 150 Briten. Man sieht, Entzug ist ein internationales Phänomen und jeder ist froh, wenn er seine Erfahrungen loswerden kann.
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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