TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Dane
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Dane » Montag, 09.10.17, 18:10

Hallo zusammen,

08.10.2017 | 50:13 Min

Zudröhnen oder Ausschleichen? Die neuen Pfade der Psychiatrie

Das Feature: Pharmafirmen versprachen psychische Krankheiten mit Medikamenten zu heilen - und sind gescheitert. Jetzt steigen sie aus der Forschung aus. Studien zeigen: frühzeitiges Ausschleichen der Psychopharmaka hilft Patienten besser, als sie langfristig einzunehmen. Die Psychiatrie auf neuen Wegen? Von: Martin Hubert; Redaktion: Dorothea Runge; Produktion WDR 2017


http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5 ... e-100.html

Viele Grüße
Dane
In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 11.10.17, 11:42

Mein böser Kommentar zu der Idee "Lithium ins Trinkwasser "wurde leider von der DocCheck Redaktion gelöscht. :(

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Gwen
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Gwen » Donnerstag, 12.10.17, 11:44

Hallo, es gibt ein weiteres schönes Feature vom WDR, in dem es ums Stimme hören geht. Hier wird auch kurz auf die Behandlung mit Medikamenten eingegangen, die sehr kritisch dargestellt werden.

Ich fand den Beitrag sehr gut und informativ. (Das Feature ist schon ein paar ein Monate alt. Falls es den Link schon gibt, bitte löschen :wink: )

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5 ... n-100.html

WDR 5 Dok 5 - Das Feature: Mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland hören irgendwann einmal in ihrem Leben fremde Stimmen im eigenen Kopf. Reden tut kaum einer darüber. Die Angst, als schizophren stigmatisiert zu werden, ist groß.

Liebe Grüße Gwen

Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Arianrhod » Freitag, 13.10.17, 13:42

ist zwar schon älter, aber immer wieder wichtig:

Die Reduktion oder das Absetzen der medikamentösen Therapie hat langfristig positive Effekte auf das Leben psychisch kranker Menschen - zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine eben veröffentlichte Studie.......Sowohl bei der funktionellen, als auch bei der symptomatischen Remission schnitt die Gruppe ohne medikamentöse Dauertherapie besser ab.
Rückfälle vermeiden - oder soziale Fähigkeiten steigern?
Für die Forscher stellt sich nun eine entscheidende Frage: Ist der bisher gepflegte Therapieansatz, Rückfälle um jeden Preis zu vermeiden, langfristig der richtige? Sollte nicht eigentlich die Fähigkeit des Patienten im Vordergrund stehen, im sozialen Leben und im Alltag zurechtzukommen? Medikamentöse Langzeittherapie wirkt nach einem Rückgang der Symptome in diesem Fall offenbar kontraproduktiv.


https://www.netdoktor.at/therapie/antip ... ehr-300201
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
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wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon Arianrhod » Samstag, 14.10.17, 19:54

Anstatt EKT........

Die Diagnose lautet: "therapieresistent". Für die Betroffenen ist das sehr schwer, nichts kann ihr Leid lindern. Nun hat ein Wissenschaftlerteam in einer neuen Studie möglicherweise erste Erfolge für diese Gruppe vorzuweisen – und zwar mit Hilfe von Magic Mushrooms.----
Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass der Drogentrip die für Depressionen typische Hirnaktivität kurzzeitig unterbrochen haben könnte. Danach könne das Gehirn womöglich besser als vorher wieder mit normalen Abläufen beginnen.

Das Psilocybin könnte also wie ein Reset auf ein überlastetes System wirken.


http://www.bento.de/today/depression-st ... ssortblock
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Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
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Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitragvon padma » Samstag, 14.10.17, 23:15

hallo zusammen,

das passt zwar nicht ganz in diese Rubrik, aber ich setze es mal hier rein.

Auf Arte gibt es ein sehr berührendes und, wie ich finde, wunderschönes Porträt über David Helfgott, das ist der Pianist, dessen Geschichte in Shine verfilmt wurde.

Eine einzigartige Künstlerpersönlichkeit, dessen Wunderkindkarriere in den 70er Jahren mit dem Auftreten von Symptomen einer schizoaffektiven Störung zu Ende schien. Doch nach einem schweren Nervenzusammenbruch und vielen Jahren in einer psychiatrischen Klinik gelang es ihm, sich durch die heilende Kraft der Musik und seine große Liebe zu seiner zweiten Frau, Gillian Murray, ins Leben und auf die Konzertbühne zurück zu kämpfen.
Auf David Helfgotts Europatournee mit den Stuttgarter Symphonikern war die Filmemacherin Cosima Lange mit der Kamera immer ganz nah und intim dabei und lässt miterleben, wie Davids "innere Musik" sich Bahn bricht und die Menschen um ihn herum fasziniert. "Das Porträt eines glücklichen Menschen in einem der schönsten Musikfilme seit Langem!

https://www.arte.tv/de/videos/068387-00 ... -am-david/

Verfügbar bis 22. Oktober.

lg padma


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