Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 15.02.17, 8:54

Aus einem Interview mit Peter und Sabine Ansari :)

Wir haben festgestellt, dass auch in der Arztausbildung immer noch ein großes Informationsdefizit besteht. Hilfreich war hier ein Brief aus Wien, den wir von einer Ärztin erhalten haben. Sie war selber von Depressionen betroffen und beklagte, dass ihr während ihres Studiums vermittelt wurde, Antidepressiva wären hochwirksam und hätten keine Nebenwirkungen. Sie entschied sich deswegen die Medikamente einzunehmen, was sie später sehr bereute. Während ihres qualvollen Entzugs konnte sie sechs Monate lang nicht arbeiten. Heute rät sie ihren Patienten von Antidepressiva ab.

http://my-free-mind.at/depression-heute ... ne-ansari/

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Montag, 20.02.17, 20:28

Helma :)

Jetzt war ich gestern beim internisten. In meinem Zustand eine qual dort hin zu müssen. Aber die Untersuchungsergebnisse sind überraschend gut. Die extrasystolen sind runter von 2000 auf 650. Der rechtschenkelblock ist verschwunden. Blutwerte sind top. Selbst der erhöhte cholesterin ist wieder im normalbereich. Er sagt ich empfinde die rytmustörungen durch den entzug so schlimm. Ich meinte das glaubt mir doch wieder kein psychater. Er sagt das ist quatsch. Die neurotransmittler brauchen sehr lange um sich zu regenerieren. So seine worte. Sie brauchen nur psychologische Unterstützung. Halten sie durch. Es kann lange dauern aber es ist zu schaffen.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 86#p179686

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 22.03.17, 6:50

Helma :)

Ich war bei der psychaterin. Diese extremen absetzerscheinungen die ich habe sind ihr nicht unbekannt. Am meisten nach ihrer aussage vom velafaxin. Sie selber geht auch nicht von der Rückkehr der grunderkrankung aus. Jedoch meint sie das das gehirn sich in manchen Fällen nicht komplett regeneriert. Und manchmal musste man auch nach sehr langer zeit eine kleine dosis ads neu eindosieren damit der patient von den entzugserscheinungen runter kommt.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 43#p185143

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Claudiiii » Mittwoch, 22.03.17, 7:18

Hallo,

Ich wurde erst von meinem Psychologen auf das problematische Absetzen der ADs hingewiesen. Er war es, der mir dazu riet, mich über Irwing Kirsch zu belesen und dann das Absetzen empfahl. Aber mit so extremen Problemen wie bei mir hat er auch nicht gerechnet, zumal ich das Zeug ja nur 1 Monat genommen hatte.
Liebe Grüße,
Claudi
Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 29.03.17, 7:52

Guennie :)
Als ich vor 10 Jahren das Cymbalta bekommen hat, hat es mir aus einer tiefen Lebenskrise geholfen, mein Fehler war, das ich es nicht nach einem Jahr wieder abgesetzt habe, leider habe ich auch nicht gwußt was das Absetzen für ein desaster werden kann - habe jüngst meine eigenen Erfahrungen gemacht. trotzdem verteufele ich nicht das Medikament, das hat mir ja für eine gewisse Zeit wirklich geholfen, was ich verteufele ist die Aufklärung die über solche Medikamente betrieben werden, denn mein jetziger Psychiater hat mich zwar wiederauf 60 mg hochdosiert um mich zu stabilisieren, will es aber auch lanfristig absetzen. Er sagt ich hätte es ganicht 10 Jahre nehmen dürfen, sondern nach 6 bis 10 Monaten auschleichen sollen, davon hat mir mein alter Neurologe nichts erzählt. Mit Ruhe und Geduld ist alles wieder hinzukriegen - das Zauberwort ist Zeit und Geduld. (...) nun habe ich einen Psychiater der beim Absetzen genau so denkt wie das Forum hier - IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 89#p186089

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 06.04.17, 13:40

Borusse09 :)

Heute hat sich der Dr. Schwarz bei mir gemeldet und der hat mir einiges an Hoffnung gemacht. Er ist ja Neurologe und behandelt ganz viele Menschen die Psychopharmaka absetzen und so sensiebel auf alles sind.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 43#p187243
Er hat mir gestern erzählt das er Antidepressiver schlimmer im Entzug findet wie Benzos. Für ihn sind Antidepressiver total schlecht und er ist Neurologe.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 15#p187315

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Dienstag, 11.04.17, 17:41

Fledermaus :)

ich habe etwas POSITIVES zu berichten. Meine Psych-Tante wollte ja unbedingt die Meinung eines anderen Facharztes da sie von dieser Problematik noch nie etwas gehört hat, bzw. dass es so extreme Auswirkungen haben kann. Der Termin war heute.
Er hat mich eine komplette Stunde angehört und beraten. Seine Worte: "Venla ist bekannt dafür, dass es zu schwierigen Absetzsymptomen kommen kann.
Bei einer 13-jährigen Einnahme, (ist eine Hausnummer, seine Worte) kann nicht damit gerechnet werden, dass es sagen wir innerhalb 8 Monaten abgesetzt wird. Auch die lange Einnahmezeit beeinflusst das Absetzen. Der Körper gewöhnt sich daran und genau das will er auch haben. Er muss erst wieder lernen, dass der Stoff genommen wird und sich angleichen. Hier spielt auch die lange Einnahmezeit ein großer Faktor beim Absetzen. Außerdem habe ich ja schon durch die gescheiterten Versuche bewiesen, dass das mit dem Absetzen zu tun hat, hier muss nicht noch lange experimentiert werden. Ich hatte auch Berichte dabei gehabt, Rezeptorenbelegung usw. Er brauche sie nicht sehen, es reiche ihm was ich berichte.

Ich habe ihm vom Forum erzählt und wie hier geraten wird abzusetzen.
Darauf meinte er, na den Plan haben wir ja schon. Versuchen sie es mit 5% oder weniger. Gucken Sie wie es sich auswirkt. Eventuell können sie ja auch etwas mehr oder ggf. eben langsamer machen. Das kann vorher niemand sagen. Versuchen Sie es mit Wochen Abstand. Evtl wäre auch eine Möglichkeit, diese 5% nochmal auf 4 Wochen aufzuteilen. Also z.B. 1, Woche 3 Kügelchen weniger, in der 2. Woche 6 usw. Das muss ich aber austesten, denn auch er kann nicht sagen, wie es sich auswirkt.

Dann hat er mir noch gleich eine 100-Pck. 37,5 mg Venla von neuraxpharm verschrieben, 1 komplett nehmen und nur eine mit weniger Kügelchen zählen, damit das Auszählen leichter ist und nicht so viel Zeit nötig ist wie bei einer 75mg Kapsel. Und ich kann, wenn ich will, mich auch weiter an ihn wenden, wenn ich nicht mehr zu der Psych-Tante gehen möchte. Sollte etwas sein, kann ich ihn jederzeit anrufen.

Ich war perplex, am liebsten hätte ich geknutscht


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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Montag, 08.05.17, 14:01

LakeSonne1

Ich habe bisher mit 2 Ärzten meine Fall diskutiert: Dem behandelnden Psychiater und meinem Hausarzt. Beide kannten das Problem nicht in diesem Ausmaß. Das man Ausschleichen sollte ja, beide meinten etwa 4-6 Wochen. Ich glaube ihnen, denn sie sagen, sie hätten so schon viele Patienten abgesetzt. Sie sagen aber auch, dass sie mir glauben, das es Fälle geben kann, die so ablaufen. Sie haben sich dann schlau gemacht und unterstützen mich jetzt beide, ohne wenn und aber, beim langsamen absetzen.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 79#p191279
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon LinLina » Montag, 08.05.17, 16:56

Claudii

Dazu hatte ich auch ein sehr gutes Gespräch mit meinem Psychologen. Er war am Freitag wirklich erschüttert, wie es mir geht, weil er mich als fröhlichen Menschen mit vielen Hobbies und Freunden kennengelernt hat und meine Angststörung als vergangen eingeschätzt hatte. Er hat mich dann nochmal nach meinem Befinden ausgefragt und ist sich sicher, dass das nichts mit meiner ursprünglichen Angst zu tun hat. Gerade auch die Scheu mich mit Freunden zu treffen hatte ich ja auch in der Zeit nicht, wo ich solche Angst vor Krankheiten hatte. Seiner Meinung nach ist meine Angst (mittlerweile vor einer Welle und den Symptomen) völlig begründet und überhaupt nicht krankhaft. Auch die Studie zur Rezeptorenbelegung hat ihn sehr interessiert und ich sollte ihm dann auch gleich den Link schicken. Er überlegt, ob er zu der Sache eine Art Bericht oder Artikel schreibt. In welchem Rahmen genau weiß ich nicht, aber ich freue mich wirklich, dass er den Absetzschwierigkeiten mehr Beachtung ermöglichen will. Wenn ich dazu weitere Informationen bekomme, erfahrt ihr es natürlich, ich denke es ist wieder ein Schritt in die richtige Richtung um auf die Gefahren der Psychopharmaka hinzuweisen. Es tat sehr gut zu hören, dass er es so einschätzt und es nicht doch "an mir" bzw. meiner Grunderkrankung liegt.


viewtopic.php?f=18&t=12356&p=191346#p191325
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Seit 2014 chronische Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle) und OP wegen Tumorverdacht

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
► Text zeigen
Seit 3.10.2017: 0,55 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Freitag, 12.05.17, 13:22

OTC :)
Gestern Abend eine Stunde sehr gutes und intensives Gespräch mit meinem Neurologen gehabt. Habe nochmal alles was ich in den letzten Wochen durchgemacht habe erzählt und auch meine Vermutungen, paroxetin absetzsyndrom, Einschleichsymtome setralin und dann das Serotonin-Syndrom was ich bei 200 mg Setralin vermutete. Mein Arzt bestätigt nun, dass ich vollkommen recht hatte und ich im Krankenhaus total falsch behandelt wurde und dass dort die Ärzte es nicht erkannt haben. Er war sehr ärgerlich, dass sie mich so entlassen haben, denn er sagte mir, das die Syntomatik die ich hatte und jetzt auch noch mit dem Tremor habe, doch eigentlich genug Wahrnzeichen waren und sind, die auf ein Serotonin-Syndrom hindeuten. Auch das Ssri syndrom kennt er und wundert sich, dass der Oberarzt so versagt hat.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 64#p191964
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Freitag, 30.06.17, 6:30

Ana19 :)

Mein freund hat ganz zufällig eine "heilerin/therapeutin"
Er wusste nicht mehr genau ihre Titel kennen gelernt ,
und hat ihr meine Geschichte plus mein jetzigen Zustand erklärt... und ketzt kommts!
Sie hatte bereits zwei Patienten/klienten welche sich durch nen harten AD Entzug gekämpft haben!
Somit kennt sie sich mit der Symptomatik aus !
Und sagt auch das die Ärzte garrrrr keine Ahnung haben !

Sie will mir gerne helfen! Auch ein Hausbesuch ist möglich!
Was anderes könnte ich im moment eh nicht !

Ich hatte ein Heulkrampf weil ich diesen "Zufall" nicht fassen kann!

Und das meik Freund nun auch etwas besser aufgeklärt wurde ist wunderbar!
Sie hat auch zu ihm gesagt das ich völlig entkräftet zu hause liege ist normal ...


viewtopic.php?p=197645#p197645
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 02.08.17, 12:25

Mauersegler :)
Anfang der Woche war ich beim Hausarzt, habe alles beschrieben. Und er bestätigte mir das die Symptome durchaus vom Entzug der Medikamente sein könnten. Da war ich erstaunt, kein anderer Arzt hat das bisher gemacht!

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 30#p201530

Rosenrot
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Rosenrot » Mittwoch, 02.08.17, 13:04

Liebe Alle, :group:

Ich möchte euch von einer positiven Erfahrung berichten.

Vor 10 Tagen habe ich mich mit starken Schmerzen im linken Kniegelenk und Oberschenkel bei einer Orthopädin vorgestellt. Das Bein ist seit 7 Jahren teilgelähmt (hat nichts mit Psychopharmaka zu tun). Sie hat zunächst während der körperlichen Untersuchung Arthrose und Schleimbeutelentzündung ausgeschlossen.

Ich fühlte mich im weiteren Verlauf der Konsultation ernstgenommen und gut behandelt, so dass ich gegen Ende des Gesprächs Vertrauen gefasst hatte und den AD-Entzug erwähnte. Sie hat es sofort aufgegriffen und erklärt, dass die Verkrampfung der Muskulatur durch AD-Entzug zusammen mit den durch Lähmung verkürzten Muskeln sehr schmerzhaft sein kann.

Es hat so gut getan, sich verstanden zu fühlen. Und so eine Ärztin macht einfach Hoffnung auf eine künftig patientenorientiertere Entwicklung in diesem Berufsstand. :)

Euch allen gute Besserung

Rosenrot
2010 Schlaganfall
2012 - 2016 Escitalopram 10 mg wegen Panikstörung

Januar bis September 2016 Escitalopram 9, 8, 7, 6, 5, 4 mg monatlich (3 Absetzgrippen, die nicht als solche erkannt wurden)

Oktober 2016 von 3 mg auf 0 mg unter Cortison-Einfluss (wegen Colitis Ulcerosa 70 % = Pancolitis)

Februar 2017 Schwindel, vermehrte Spastik im gelähmten Bein, Feuerwehreinsatz, Klinikaufenthalt
Februar/März 2017 Escitalopram 5, 10 mg in Klinik wegen "Grunderkrankung"

März 2017 Escitalopram 9 mg zu Hause
21. März 2017 9,5 mg (Tabletten + Wasserlösemethode mit Tropfen)
15. April 2017 9,0 mg
19. Mai 2017 8,5 mg (Wasserlösemethode mit Tabletten)
28. Juni 2017 8,5 mg (Tabletten + Wasserlösemethode mit Tropfen)
09. Juli 2017 8,25 mg
05. August 2017 8,0 mg
14. Oktober 2017 7,5 mg (Wasserlösemethode mit Tabletten)

seit 2010 Betablocker Metoprololsuccinat
Baldrian

Symptome: Kraftlosigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Spastik, Schwitzen, Tinitus, Nase links verstopft, Ein- und Durchschlafstörungen

Teyata om bekandze bekandze maha bekandze radza samudgate soha

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Offene Reise » Freitag, 18.08.17, 17:24

Hallo liebe ADFDler,

mein langjähriger Psychiater (Oberarzt und Privatdozent) hat mich vor schlimmen Nebenwirkungen gewarnt (wenn auch nur sehr unkonkret) und mich dazu angeleitet, sehr langsam auszuschleichen.

Auch cool: mein letzter Psychiater-Besuch ist zwar schon über zwei Jahre her, aber ich hatte vor ein paar Wochen nochmal Telefonkontakt mit ihm, wegen einer SWR-Radiosendung, in der ich vorkommen werde - ich wollte ihn fragen, ob er als Interviewpartner zur Verfügung stehen würde. Da kam raus, dass er von Diagnosen im Allgemeinen nichts hält:

"Ich will nicht der blöde Psychiater sein, der mit dicker Brille durchexerziert, was Borderline ist. Diagnosen sind für den psychisch ringenden Menschen nicht gut, weil sie stigmatisieren und nicht hilfreich sind. Wenn es in der Sendung darum geht, zu erzählen wie Sie sich von den Diagnosen gelöst haben und Ihr Leben leben, mache ich das gerne. Und wenn ich Sie irgendwo reindingsen würde, es wäre nicht Borderline gewesen."

Das war mal eine erfrischende Überraschung für mich, da ich Diagnosen auch kritisch sehe (wenn auch nicht so pauschal wie er)... :)

LG

Lukas
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Ein Update zwei Jahre danach


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Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

Meine PN-Funktion ist ausgeschaltet, danke für euer Verständnis.

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Arianrhod » Samstag, 19.08.17, 17:31

Offene Reise hat geschrieben:"Ich will nicht der blöde Psychiater sein, der mit dicker Brille durchexerziert, was Borderline ist. Diagnosen sind für den psychisch ringenden Menschen nicht gut, weil sie stigmatisieren und nicht hilfreich sind. Wenn es in der Sendung darum geht, zu erzählen wie Sie sich von den Diagnosen gelöst haben und Ihr Leben leben, mache ich das gerne. Und wenn ich Sie irgendwo reindingsen würde, es wäre nicht Borderline gewesen."



Ein Psychiater ( war mein Liebling, aber als ich ihn kennen lernte, war er schon beim Wechsel seines Arbeitsplatzes) sagte immer: "Diagnosen sind nur Behandlungsvorschläge."

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Montag, 21.08.17, 19:17

Undead :)

so, nun hab ich heute ja den Termin gehabt. Die Ärztin hat sofort gewusst, dass man das nicht von heut auf morgen absetzten darf. Ich soll auf jeden Fall ausschleichen. War total überrascht, dass sich mal ein Arzt auskennt ^^ Also jetzt soll ich erst mal einen Monat bei 0,5 bleiben und dann auf 2,5 mg gehen. Und das L-Thyroxin ist nebenbei auch noch zu hoch dosiert, damit muss ich auch noch etwas runter. Ich werd das jetzt mal angehen. Aber es ist irgendwie ein ganz anderes Gefühl, das nicht allein machen zu müssen und das ein Arzt mal dahinter steht.

Sie hat auch gesagt, in Ihrer Praxis verschreibt sie das so gut wie nie, das kann sie an einer Hand abzählen. Das ist ein absolutes Notfallmedikament und auch gefährlich. Das war heute echt mal ganz gut!

Ich hab ihr dann auch gesagt, dass ich es heute eigentlich ganz absetzen wollte, davon hat sie mir strickt abgeraten. Lieber dauert es etwas länger zum Ausschleichen und der Körper hat es nich so schwer, als schnell schnell. Ihr wisst ja was ich mein, aber das ein Arzt das mal so weiss, kenn ich so nicht.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 09#p204309

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 31.08.17, 15:29

Nillo :) im Gespräch mit dem Chefarzt einer neurologischen Klinik

Zitat
Das war dann auch meine Chance ihn auf absetzsymptome grundsätzlich anzusprechen.
Und ja, die gibt es laut ihm wirklich.
Da war ich erstaunt. Man müsse sowas grundsätzlich sehr langsam Ausschleichen.
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 39#p205739

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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon Murmeline » Dienstag, 05.09.17, 9:09

Helma :)

Natürlich würde ich nichts mehr eindosieren was sich die psychaterin auch nicht traut auf grund des Herzens. Sie sagt selber das es sich zu einem prothierten entzug entwickelt hat.

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claudiaef
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon claudiaef » Freitag, 22.09.17, 10:38

Hallo.
In der packungsbeilage werden die entzugssymptome manchmal für Neugeborene aufgelistet.
man findet sie auch auf http://www.embryotox.org
Könnte insofern interessant sein als dass sie denen für Erwachsene manchmal ähnlich sind.
"Alle Psychopharmaka können bei Behandlung bis zur Geburt zu zentralnervösen, gastrointestinalen und respiratorischen Anpassungsstörungen beim Neugeborenen führen."
eure
Claudia
2010: Diagnose polymorph-psychotische Episode mit verschiedenen nl durchweg in niedriger Dosierung
2012: Beginn der Behandlung mit citalopram 20 mg
2016: Behandlung mit dem nl aripiprazol 5 mg
2017: Diagnose schizoaffektive störung

12.8.2017: Heirat und sofortiges absetzen von citalopram 20 mg, keine absetzsymptome

21.9.2017 aripiprazol 4 mg
1.Woche nach dem absetzen: leicht hypoman, lichtempfindlich, gereizt, Verstärkung der seltenen Hautkrankheit Morbus Darier (schon seit 20 Jahren vorhanden), aber: falsche Diagnose "Gürtelrose"; dagegen: 7 tage zostex (brivutin), nw: grippeähnliche Zustände, Ängste, Depressionen, akathasie, Zweifel etc. bei der gemeinsamen Einnahme mit Abilify
Ab 2. Woche: schwere Beine

13.10.2017 aripiprazol 3,5 mg
Nervöse tics werden stärker (unruhige Zunge, auf innenwangen kauen), weniger Schlaf->geht wieder, dafür wieder schwere Beine

DasSteffi
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Re: Praktiker in und ausserhalb der Psychiatrie, die Psychopharmaka-Problematiken anerkennen

Beitragvon DasSteffi » Freitag, 13.10.17, 7:50

Hallo Zusammen,

Ich möchte hier auch meine positiven Erfahrungen teilen.

Ich war aus meiner Heimatstadt in meine Arbeitsstadt umgezogen, bekam dort Venlafaxin und bin der Liebe wegen wieder zurückgezogen und wieder in die Praxis meines alten Hausarztes gegangen. Der kennt mich seit 15 Jahren, weiß dass ich allgemein stärker von Nebenwirkungen betroffen bin als der Durchschnitt (von einem Hustenmittel hatte ich mal einen 2-wöchigen Tremor in den Händen). Die Problematik rund um AD war ihm nicht bekannt, aber das ist für ihn kein Grund es zu leugnen, er recherchiert dann, und hat klinische Belege für das Vorkommen meiner Nebenwirkungen gefunden. Auch die diese Wortklauberei rund um Abhängigkeit und Entzug aka Absetzsyndrom hat er recherchiert. Er hat also durchweg meine Probleme ernstgenommen und geprüft. Von der Methode via 10% Reduzierung hat er nichts gehört, was aber nur dazu führte, dass ich meinen Plan und meine Schritte nach meinem Empfinden gestalte soll. Er hat eine Apotheke (die einzige der Stadt) aufgetrieben, die mir die Kapseln mg-genau zusammenmischt.
Ich habe mit 6 Wochen zwischen den Schritten gestartet und habe mich nun bei 5 Wochen eingependelt. Sogar die Sprechstundenhilfen haben mich privat angesprochen und wollten mehr erfahren, über Abhängigkeit und Entzug aber auch ganz konkret über das Schema der Entschleichung.

So kann es zum Glück auch laufen, ich hoffe nur, dass er nicht mit 63 in Rente geht, habe viele Vertretungsärzte kennengelernt und war mit allen nicht so zufrieden.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenenede
Symptome: wiederkehrende Phasen starker Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Schuldgefühle, Versagensängste, soziale Ängste, Impulsivität (seltener Kontrollverlust), Ein-; Durchschlafprobleme, Reizdarm, Reflux
Diagnose: Borderline Persönlichkeitsstörung (nicht geheilt, aber ich leb ganz gut trotz dessen :) ), wiederkehrende teils schwere Depressionen

Juli 2008
Sertralin 50 mg; Einnahme 3 Wochen; dann sofortiges Absetzen wegen gefährlicher Nebenwirkungen

Mai 2016
Venlafaxin 75 mg retard Kapseln

Juni 2016
Venlafaxin 150 mg retard Kapseln

Oktober 2016
Venlafaxin 150 mg runter auf 75 mg retard Kapseln

November 2016
Venlafaxin 75 mg runter auf 52,25 mg, ab da in Tablettenform

Dezember 2016
Venlafaxin 52,25 mg runter auf 37,5 mg

2017

Juni: Venlafaxin 33,75 mg
Juli: Venlafaxin 30,4 mg
September: Venlafaxin 27,3 mg
Oktober: Venlafaxin 24,6 mg


Gibt das Leben dir Zitronen, mach einfach Limonade


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