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Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Rachael
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Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 09.11.16, 10:52

Hey ihr,

Es würde mich interessieren, ob ihr nach eurer Abhängigkeit dasselbe Medikament später nochmal als Bedarfsmedikament genommen habt?
Zur Zeit stehen bei mir sehr viele Dinge an, die mich sehr unruhig, ängstlich und aufgedreht machen. Wahrscheinlich wäre ich auch trotz Tavor so nervös, es würde nicht viel bringen und ich würde es auch nicht nehmen wollen.
Ich habe demnächst wahrscheinlich sehr wichtige Vorstellungsgespräche, bei denen ich auf keinen Fall durch meine Angst scheitern möchte.
Einerseits habe ich während meiner Abhängigkeit in solchen Situationen keinen Effekt gespürt und mittlerweile hätte ich auch etwas Angst vor der Einnahme. Andererseits sind mir die Gespräche so wichtig, dass ich es mir nicht leisten kann, es zu vermasseln, da da sehr viel dran hängt.

Ich frage mich, ob es möglich ist, Tavor nach der Abhängigkeit als Bedarf zu nehmen, also in echten Notfallsituationen.
Nach einem guten Monat Tavorfreiheit fühle ich mich noch nicht ganz frei, ich denke es dauert noch lange, bis mein Körper sich umgestellt hat.
Ist es vielleicht auch ein Zeichen, dass ich psychisch noch daran hänge, da ich mir nicht zutraue, schwierige Situationen alleine zu meistern und meinen Erfolg von Tavor abhängig mache?

Ist es generell sinnvoll, es als Bedarf zu nehmen? Mein Kopf sagt, dass ich es nicht wieder nehmen sollte, aus Prinzip und zum Schutz. Trotzdem spiele ich mit dem Gedanken. Wobei es eigentlich Unsinn ist, da ich wenn ich zu mehreren Gesprächen eingeladen werde, es eben nicht nur die eine Ausnahme ist.
Eine Alternative wäre, mich an einen Coach zu wenden um mich bestmöglich auf die Situation vorzubereiten.
Wobei ich Angst habe trotzdem von Angst übermannt zu werden und mir die beste Vorbereitung nicht hilft, wenn ich meine Angst nicht im Griff habe. Wenn ich Angst habe, werde ich mutistisch und dann wars das mit dem Job.

Wie seid ihr damit umgegangen?

LG,
Rachael
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 09.11.16, 11:05

Liebe Rachael,

für mich persönlich ist es so, dass ich prinzipiell kein Benzo mehr als Bedarfsmedikament nehmen würde, weil ich schon das erste mal unglaublich schnell schwer körperlich abhängig wurde. Das nächste mal würde das wahrscheinlich noch schneller gehen und der Entzug noch härter werden, und das wäre kaum eine denkbare Situation wert. Ich denke, es hängt aber sehr von der individuellen Situation ab und davon, wie oft man es nimmt und aus welchen Beweggründen.

Ich unterscheide auch zwischen Bedarf und Notfall.

Ein Notfall wären für mich z.b. schwere Krampfanfälle, oder so schreckliche psychische Zustände wo ich akut Suizidgefährdet wäre. Ein Vorstellungsgespräch, so wichtig das auch ist, wäre für mich kein Notfall.

Ich denke du hast das für dich gut erkannt, dass du vielleicht noch an dem Benzo psychisch hängst und deswegen drüber nachdenkst. Genau das wäre für mich ein deutliches Zeichen, dass du es nicht nehmen solltest.

Ich bin ganz zuversichtlich dass du Wege finden wirst, auch ohne die Einnahme eines Benzos einen Job zu bekommen. Ein Coach wäre bestimmt einen Versuch wert. Dazu gibt es noch pflanzliche Alternativen die du probieren kannst, vielleicht ist das für den Übergang eine Hilfe. Manche machen mit homöopathischen Mitteln gute Erfahrungen, oder pflanzliche Substanzen wie Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 09.11.16, 11:33

Hallo Rachael,

auch für mich wäre es keine Option. Ich hab es nämlich mal so versucht und war ruck-zuck wieder in der Sucht. So wie Lina es beschrieb: schneller, mit rascherer Toleranz und noch schwieriger zu entziehen.

Ich fürchte, man findet immer wieder eine Ausrede oder von mir aus einen Grund, Bedarf an einem Benzo zu haben.

VG sendet sleepless.
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 09.11.16, 15:21

Hallo,

Danke für eure Antworten.
Es wäre es wirklich nicht wert, wieder abhängig zu werden. Ich hatte, auch wenn es mir kein Arzt glaubt, nach 3 Tagen (0.5-0.5-0.5-0.5) Tavor Einnahme schon heftige Probleme beim Versuch es Absetzen.

Es stimmt, ein Vorstellungsgespräch wäre kein Notfall. Es wäre eine rein prophylaktische Einnahme.
Im Grunde würde ich so ja abhängig bleiben - bestimmte Situationen könnte ich nicht ohne Tablette meistern. Es ist irgendwie auch eine Flucht vor der Verantwortung. Anstatt daran zu arbeiten die Situationen selbstständig zu lösen, habe ich die naive Vorstellung, dass mir die Tablette die Arbeit abnimmt.

Während ich abhängig war, dachte ich auch oft, mir kann gar nichts passieren, da ich ja genug Tavor genommen hab. Gebracht hat es null, es war eine Lüge oder Wunschdenken.

Ich habe jetzt einen Termin bei einem spezialisierten Coach ausgemacht. Die Investition ist nachhaltiger als eine Tablette, es kann zumindest nicht schaden.

Liebe Grüße!
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 16.11.16, 14:23

Hey ihr,

Ich würde gerne meine Erfahrung teilen.
Gestern hatte ich die Prüfung und das Gespräch.
Es lief besser als gedacht.

Ich hatte während der Prüfung eine totale Panikattacke, ich war ganz plötzlich so panisch und dachte ich kippe um. Ich wollte eine Tavor nehmen aber auch wenn ich alleine war, hätte ich beobachtet werden können. Ich hab es daher dann doch gelassen.
Nach 5-10 Minuten ging es mir genau so plötzlich wieder gut.
Hätte ich eine Tablette genommen, hätte ich danach gedacht, dass die Attacke nur deswegen vorbei gegangen ist. Beim nächsten Mal hätte ich dann sicher schon vorher eine Tablette genommen weil ich überzeugt gewesen wäre, dass ich das ohne Tablette nicht geschafft hätte..
aber ich habs trotzdem geschafft. Ohne alles.
Ich bin froh dass das passiert ist, weil mir so nochmal bewusst wird, wie überflüssig und Tabletten sein können.
Es hätte nichts gebracht. Das Problem wäre gelöst ehe die Tablette hätte wirken können.

Was mich allerdings ärgert ist die Tatsache, dass ich bisher in meinem Leben noch nie ernsthafte Panikattacken oder ähnliches hatte. Das ganze begann erst mit der Einnahme von Tavor.

ich bin jedenfalls sehr stolz, weil ich weiss, dass ich in Notfällen das gleiche leisten kann wie Tavor. Ich fühle mich dadurch weniger abhängig.

Vielleicht hilft die Erfahrung dem ein oder anderem.

LG


Ps: heute ist Tag 41 und ich fühle mich wieder mehr wie 'ich', die Depersonalisation legt sich also langsam.
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 16.11.16, 14:46

Hallo Rachael :),

Glückwunsch, sehr gut gemacht *Daumen hoch* :party2: .

Du kannst auf dich stolz sein.
Wenn man so etwas liest, dann wird (zumindest mir) einem nochmal bewusst, welche Macht diese Medikamente über das Leben von Menschen haben.
Man erahnt jetzt schon die hohe psychische Suchtkomponente. Dieses "ich schaff es nicht ohne! Ich schaff es nicht ohne!"... :( - dabei ist das Erlebte von dir der komplette Gegenbeweis: Du hast es geschafft! Ohne.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 16.11.16, 21:58

Hallo,

Danke, Jamie :-)

Ich finde es spannend, was da eigentlich abläuft, psychisch.

Ich habe nochmal versucht meine Situation exemplarisch zu 'analysieren'.
Ich hatte eine Expidet vor Augen..einfach auf die Zunge legen und alles wird gut.. Hatte mal gelesen, dass die schneller wirken als normale. Keine Ahnung ob es stimmt.
Jedenfalls kam mir für einen kurzen Moment der Gedanke auf, ob ich überhaupt noch eine expidet im Portemonnaie habe. Ich habe nur noch normale drin. Ich erinnere mich daran dass ich ganz kurz gedacht habe, dass wenn ich nur ne normale hab, dass sich das dann sowieso nicht lohnt und ich dann besser keine nehme Weil sie angeblich länger braucht bis sie wirkt und ich sofort Hilfe brauchte.
Ich frage mich was da in mir vorging. Anscheinend hab ich wohl selber nicht dran geglaubt, dass die Panik länger als 1 Stunde da ist..

Dann frage ich mich auch, warum ich keine genommen habe, nur weil ich nicht wusste ob man mich beobachtet. Das ist unlogisch, weil ich ja eigentlich dachte, dass ich zusammenklappe, Nasenbluten bekomme, mich übergebe, in Tränen ausbreche und alles abbrechen muss weil das nicht aufhört. Wenn ich geglaubt hätte, dass das wirklich so passiert, hätte ich wahrscheinlich eine Tablette genommen. Dann wäre nämlich der Job schlimmstenfalls auch weg, aber es wäre längst nicht so peinlich geworden.

In dem Moment ging es mir sehr schlecht, aber anscheinend noch nicht schlecht genug, als dass sich eine Tablette gelohnt hätte.
Vor ein paar Monaten habe ich in solchen Situationen direkt zwei auf einmal genommen. Rückblickend denke ich, dass die Abhängigkeit überflüssig war. Ich wusste nur nicht, dass ich es auch ohne schaffe, wahrscheinlich wäre ich nicht abhängig geworden wenn ich mich direkt am Anfang getraut hätte, es auszuhalten.
Ich finde dass das auch ein Anlass ist, mich selbst kritisch zu hinterfragen und sich zu überlegen, was mir eine Tablette wert ist.
Wenn ich noch dazu in der Lage bin, darüber nachzudenken, ob ich eine Tablette nehmen soll, bzw auch noch rational abwägen kann, dann ist das eigentlich kein Notfall für mich. Für eine Kerze ruft man auch nicht direkt die Feuerwehr. Wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich jeden tag 10min Panik habe, oder ich jeden tag 1mg tavor nehme, ich würde mich für die Angst entscheiden.

Die Tabletten nehmen einem jedes Selbstwertgefühl. Man hält sich für schwach weil man nie erfährt dass tavor überhaupt nicht die Lösung war.

Ich glaube, dass ich bei dem nächsten Gespräch keine Tabletten mehr mitnehme. Mal schauen, was passiert..
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 16.11.16, 22:35

Hallo Rachael,

danke, dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt. Ich freu mich gerade total zu lesen wie du das reflektierst und erkannt hast :-) du bringst das echt gut auf den Punkt.

Du schaffst das, wenn auch nicht gleich alles auf Anhieb perfekt laufen mag, aber ich bin mir sicher du hast die Fähigkeit ohne diese Medikamente - die ja auf lange Sicht wirklich eher schwächend wirken, körperlich aber auch psychisch, das kann ich zu 100 % bestätigen - auch schwierige Situationen zu meistern und dadurch am Ende stärker und sicherer zu werden.

Alles gute für dein nächstes Gespräch :hug:

Liebe Grüße
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Re: Benzos als Bedarf nach Abhängigkeit?

Beitrag von Eva » Samstag, 31.03.18, 13:11

Hallo,

eine andere Diskussion hat mich hierhergeleitet. Auch für mich ist das immer noch ein spannender Punkt, Notfallbenzo ja oder nein ...

Ich merke, wenn ich die Diskussion, die im November 2017 stattfand, nachlese, dass sich bei mir schon ein bisschen was geändert hat. Die Angst vor der Angst ist nicht mehr so riesengroß, dass sie mir bereits beim daran Denken wie nicht zu bewältigen erscheint. Mir ist viel klarer geworden, dass ich ein Notfallbenzo kaum überstehen würde, ohne in die Sucht zumindest vorübergehend zurückzurutschen - fast zwangsäufig dann verbunden mit erneutem Ausschleichen. Es wäre für mich also zumindest eine Inkaufnahme dessen, würde ich zu einem Notfallbenzo greifen.

Auch bei mir war ja dieses "Sogenannte" der Einstieg in die Benzoabhängigkeit.

Notfallbenzos "auf Verdacht" aufzuschreiben, finde ich heute nicht mehr in Ordnung. Wenn ein Arzt direkt beim Eintreffen einer Situation, die unerträglich empfunden wird, aber durchgestanden werden muss, für EINEN TAG oder max. für 2-3 Tage abgezählte Tabletten verschreiben würde, sähe ich das für beide Seiten schon als vernünftiger an. Einen eventuellen Einstieg in eine erneute Abhängigkeit könnte es natürlich nicht verhindern, aber dafür scheint es eh keine Generallösung zu geben - außer eben "nie mehr ein Benzo!" und das durchziehen.

Grüße, Eva
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