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Studie verschiedene ssri

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Yogi0512
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Studie verschiedene ssri

Beitrag von Yogi0512 » Samstag, 01.04.17, 0:12

https://www.infomed.ch/screen_template. ... icleid=620

Studienziele
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer ("selective serotonin reuptake inhibitors", SSRI) gehören zu den am meisten verwendeten Antidepressiva. Länger dauernde Vergleichsstudien zwischen verschiedenen SSRI wurden bisher nicht durchgeführt, insbesondere nicht bei ambulant behandelten Depressiven.
Methoden
In 2 amerikanischen Erstversorgernetzen mit über 8'600 in der Grundversorgung tätigen Ärztinnen und Ärzte wurden Personen mit einer Depression für diese randomisierte Studie ausgewählt. Sie erhielten entweder Paroxetin (Deroxat®), Fluoxetin (Fluctine® u.a.) oder Sertralin (Gladem®, Zoloft®). Die Behandlungsdauer betrug 9 Monate, wobei je nach klinischem Verlauf Dosisanpassungen oder ein Wechsel auf ein anderes Antidepressivum, auch auf einen anderen SSRI, vorgenommen werden konnte. Der Schweregrad der Depression wurde telefonisch mittels standardisierter Fragebogen erfasst (Basisinterviews). Nach 1, 3, 6 und 9 Monaten wurden zudem strukturierte Fragen über die verwendeten Medikamente erhoben.
Ergebnisse
Bei 573 Personen konnte das Basisinterview durchgeführt werden, initial erhielten 189 Paroxetin, 193 Fluoxetin und 191 Sertralin. In allen drei Gruppen waren zwischen 71% und 74% der Behandelten von einer schweren Depression betroffen. Unter der Behandlung reduzierte sich dieser Anteil in allen drei Gruppen nach drei Monaten auf 32% und nach neun Monaten auf 26% . Zwischen den einzelnen Substanzen ergaben sich keine entscheidenden Wirkungsunterschiede. Auch bezüglich Sistieren der Medikamente (20-24%) und Wechsel auf ein anderes Antidepressivum (14-22%) zeigten sich keine markanten Differenzen. Im Gegensatz zu den anderen Medikamenten genügten täglich 50 mg Sertralin bei deutlich mehr Kranken jedoch nicht, was eine höhere Durchschnittsdosierung von 72,8 mg (initial 50 mg) gegenüber 23,5 mg (initial 20 mg) in der Paroxetin-Gruppe und 23,4 mg (initial 20 mg) in der Fluoxetin-Gruppe erforderte. Bezüglich unerwünschten Wirkungen fanden sich keine nennenswerten Unterschiede.
Schlussfolgerungen.
Die drei selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin unterscheiden sich kaum in ihrer Wirkung auf depressive Symptome und weisen auch keine Unterschiede im Nebenwirkungsprofil auf. (FT)

Die recht aufwendige Studie ist zwar naturalistisch und pragmatisch ausgelegt, bietet aber kaum zusätzliche klinische Entscheidungshilfen. Sie bestätigt - hier für Kranke der ambulanten Grundversorgung - erneut den Eindruck, dass die neuen Antidepressiva durchschnittlich gleich wirksam und durchschnittlich gleich verträglich sind (bezüglich Wirksamkeit dürfte dies letztlich auf alle etablierten Antidepressiva zutreffen). Wenn sich die einzelnen Substanzen auch in Einzelaspekten wie Halbwertszeit, Interaktionspotential oder Rezeptorenaffinität durchaus unterscheiden, bleibt für den individuellen Kranken weiterhin "trial and error" angesagt, ein Wechsel des primär eingesetzten Antidepressivums fast eher die Regel als die Ausnahme. Dabei kann im Falle von unerwünschten Wirkungen - beim individuellen Kranken - ein Wechsel auch innerhalb der Gruppe der sogenannten SSRI hilfreich sein.

Peter Zingg-Müller
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Yogi0512 für den Beitrag:
Arianrhod
Grüsse Yogi
Grunderkrankung Depression und Generalisierte Angststörung

2007-2014 citalopram 40mg
2014-2017 cipralex 20mg (direkter Umstieg)
Januar 2017 sertralin. Direkter Umstieg. 25,50,100.die 100 nicht Vertragen. 75mg über 4 wochen.dann auf 50 wegen Probleme Wo man nicht wusste ob Symptome der Krankheit oder Nebenwirkungen. Paar Tage ausgelassen aus angst. Jetzt aktuell 25 mg sertralin zum stabilisieren.
Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
November 2017
Teils Flashback ähnliche Effekte. Gehirn wirft einfach was im Kopf wo man oft nicht weiss ob erlebt, geträumt, oder ungewollt gedacht.
Gedächtnisstörung. Teils auch Gedankenblitze und Abreissen. Erlebtes schwer aufrufbar. Häufigkeit der Fenster wurde mal mehr. Stimmung öfter gut trotz symptome. Schlaf normal. Gewicht wieder wie vor der Tabletten einnahme. Mal das Gefühl wieder ins Leben geholt zu werden aber auch oft das Gefühl woanders hin zu verschwinden bzw total crash.
Teils Gefühl verwirrt zu sein .
Aktuell Januar 2018
Verschlechterung. Neuartige Symptome. Gefühl das Gedankenbilder neben dem Kopf statt finden. Matschaugen. Momentan Symptome auch abends und nachts nach dem aufwachen ca 1 Stunde das Gefühl das das Gehirn weg sei. Und andere Effekte die sich nicht beschreiben lassen. Zwischendurch aber Linderung. Alltag einigermassen im Griff zu bekommen. Gedächtnisstörung.
Angst Geistig nicht mehr da zu sein

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