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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Austausch und Hilfe für Depressive

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Luisa1974
Beiträge: 164
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Austausch und Hilfe für Depressive

Beitrag von Luisa1974 » Sonntag, 12.11.17, 12:29

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, mein Beitrag passt hier rein. Ich würde mich gerne mit anderen Depressiven austauschen. Nicht nur was die Medikamente und deren Entzug angeht. Es gibt so viele Foren im Internet, aber ich bin im Moment so platt, dass ich keine Energie habe sie alle zu erforschen, ob sie noch aktuell sind.. seit einigen Tagen bin ich ja wieder total in das depressive Loch gerutscht.. vielleicht lag es an der neuen Packung von Citalopram. Das werde ich nächste Woche wissen, falls ich ein neues Rezept für das alte Präparat erhalte..

Ansonsten.. ich schaffe es im Moment kaum aufzustehen... mit meinem Hund rauszumüssen kostet meine ganze Kraft.. dazu muss ich sagen, dass sie ein sehr anstrengender Hund ist, das ist oft kein entspannendes Glasigeren, sondern ich muss vorausschauend gehen, sind da andere Hunde, Kinder, Radfahrer, Menschen die "böse" gucken, sie ständig korrigieren.. immer Angst, sie wird gebissen von einem freilaufenden Hund

Meine Wohnung schon seit langem nicht sauber gemacht, mich nicht gewaschen, Haare nicht gewaschen seit einer Woche.. außer Essen machen und Hund raus schaffe ich nichts...

Dieser Rückfall macht mir so zu schaffen... im Sommer hatte ich so gute Fortschritte gemacht.. hatte so eine Energie. die Wohnung zu putzen fiel mir so leicht..

Wem geht es ähnlich? Was macht ihr dann?

liebe Grüße
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
Anfang August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankungen bleiben extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedanken fast täglich,Weinkrämpfe, aber Tinnitus wird besser, bzw. ich kann besser damit leben, da ich durch meinen Urlaub gemerkt habe, dass es besser wird und dass es auch manchmal still ist, der Urlaub gab mir viel Kraft und vor allem Hoffnung
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg

Katharina
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Re: Austausch und Hilfe für Depressive

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 08.02.18, 6:58

Liebe Luisa!

Es ist schwer, dann geht nur das was geht, so wie Du es beschreibst.

Zwang geht gar nicht die wenige Energie reicht nur für das Allernötigste.

Ich bin zur Zeit einfach schwach,
nicht mehr depressiv
oft sehe ich, was alles in der Wohnung sehr lange nicht erledigt werden konnte, meine Wände sind sehr hoch,
ich habe nicht die Kraft, dorthin zu gelangen.
Ich versuche, dies zu akzeptieren.
Ich verkomme nicht
(das Gefühl hatte ich in der Depression).

Ich kann nicht anders.
Mich jetzt auf eine Leiter zu zwingen
wäre gefährlicher Leichtsinn, es bleibt wie es ist.

Ich informierte mich, was es kostet eine einmalige Grundreinigung machen zu lassen, damit ich mich in meinen vier Wänden wohler fühle, um nicht immer in die Bereiche zu sehen wo es immer zunimmt
mit dem Gefühl, ich kriege das nicht hin zur Zeit.


Ebenso wenn es mit dem Waschen nicht klappt, ich versuche dann die kkeinste schnellste Katzenwäsche,
ich trage die Haare extra so kurz wie möglich,
ich überlege, sie mir etwas ausdűnnen zu lassen,
alles soll so einfach wie möglich sein, und schnell erledigt.
Dann habe ich weniger traurige Gefühle.

Alles Liebe für Dich, :hug:
Katharina
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