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Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

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HOPE85
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Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von HOPE85 » Sonntag, 04.03.18, 15:04

 ! Nachricht von: Oliver
Dieser Thread wude abgetrennt von: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung, weil durch diese Diskussion hier klar wurde, dass es zu diesem diesem Thread verschiedene Erwartungen gibt. Daher wurde der Titel des alten Threads angepasst und die Diskussion zu der Fragestellung, wie die Heilungsaussichten sind und was es da für wissenschaftliche Erkenntnisse zu gibt, kann hier von denen die daran interessiert sind weitergeführt werden.
Hallo.
Wollte fragen wie es den meisten hier so geht nach all den Jahren ?
So was ich hier rauslesen kann hört sich das nicht so gut .
Bei Surviving ist auch so zu sehen das es einfach so ist das die meisten die die tabletten knapp ein jahrzent genommen haben(besonders paroxetin oder effexor) nie wieder sich vollständig regenerieren.
Das Problem ist nach einigen Recherchen das wohl bleibende Schäden bleiben. Habe von wirkich fast keinem der langzeituser gehört das sich jemand vollständig erholt hat ( es scheint wohl eher die aussname als regel).
Das Gehirn ist wohl neuroplastisch aber auch nur begrenzt.

https://www.helmholtz.de/gesundheit/was ... en-laesst/

Wünschte die Prognose wäre besser.

Gruß
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Katharina » Sonntag, 04.03.18, 15:48

Liebe Hope !

Danke das Du schreibst;

eine südländische Freundin nimmt Effexor /Venlafaxin.
Retardiert, sagt sie.
Als Mensch höchst betagt, im vollen Besitz ihrer geistigen Kapazitäten, interessiert an extrem vielen Bereichen, Künstlerin, Mutter, Enkel,
aber - Venlafaxin.

Nun ist es manchmal schwer in einer anderen Menthalität und unter gewissen Lebensumständen immer die betroffene Person betrachtend, in diesem Fall ist es nur möglich, sie zu ermutigen, ruhig zu bleiben.
sie weiß das ich weiß und was ich mache.
Es käme für sie nie inFrage.

Sie nimmt es und lässt es seit Jahren, mal so mal so und ist überzeugt, es sei ok.
Es ist ok für sie.

Ich höre ihre Stimme und weiß wie es ihr geht.
Ich rühre nicht daran, ich bin erstens hier und nicht mehr dort, und außerdem wäre es mehr als vermessen, meinen Mund aufzumachen, sie weiß eh.

Im Süden stand Tavor/Lorazepam im Regal vieler Familien neben Zucker und Salz.

Es gab in den 80gern ein Rezept welches 5mal abgestempelt werden mußte, also konnte man innerhalb einer Woche 5mal Lorazepam abholen obwohl die Apotheker medizinisch sehr gut ausgebildet sind, dort, aber die Denkensart war damals naiv.

In der Türkei gibt es Atarax und andere psychoaktive Substanzen frei verkäuflich in der Apotheke.

Ich würde gern in die Zukunft schauen können, diesbezüglich, um zu erfahren wann sich was wie und ob, wandelt.

Gruß, Katharina alles Gute weiterhin für Dich, liebe Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von BobdB » Sonntag, 04.03.18, 17:37

HOPE85 hat geschrieben:
Sonntag, 04.03.18, 15:04
Hallo.
Wollte fragen wie es den meisten hier so geht nach all den Jahren ?
So was ich hier rauslesen kann hört sich das nicht so gut .
Bei Surviving ist auch so zu sehen das es einfach so ist das die meisten die die tabletten knapp ein jahrzent genommen haben(besonders paroxetin oder effexor) nie wieder sich vollständig regenerieren.
Das Problem ist nach einigen Recherchen das wohl bleibende Schäden bleiben. Habe von wirkich fast keinem der langzeituser gehört das sich jemand vollständig erholt hat ( es scheint wohl eher die aussname als regel).
Das Gehirn ist wohl neuroplastisch aber auch nur begrenzt.

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Wünschte die Prognose wäre besser.

Gruß
Hi.
Ganz ehrlich, das ist auch mein Gedanke. Ich bin jetzt lange auf 0 und mir ging es auch lange gut und ich dachte ich wär übern Berg.
Von wegen. Es ist lange nicht mehr so schlimm wie es schon war. Vieles ist auch verschwunden, aber ganz "normal" ist es nicht und wird es auch nicht mehr, da bin ich mir sicher.
Es macht einfach keinen Sinn soooo lange Absetzsymptome zu haben. Mehrere Monate hätte ich ja noch für möglich gehalten, aber ne, irgendwann entbehrt es jeder rationellen Grundlage. Irgendetwas wurde durch die langjährige Einnahme (>10 Jahre) irreparabel geschädigt. Punkt. Dem muss man ins Auge sehen.
Ich versuche jetzt einfach damit zu leben und das Beste draus zu machen. Ändern kann ich es eh nicht mehr. Bei mir ist es so, dass nach wie vor die kleinste Menge Alkohol massig Symptome triggert. Dann kommen wieder extreme Schlafprobleme, krasses Schwitzen, Hautprobleme, miese Laune und Verstimmungen...
Das dauert dann etwa 3 Tage danach ist alles wieder soweit OK. Es fühlt sich dann an wie in der Anfangszeit des Absetzens.
Aber auch ohne Alkohol überkommt mich in etwa wöchentlichen Abständen aus heiterem Himmel ein Anfall von richtig mieser Laune, da will ich einfach gar nicht mehr mich mit irgendwem unterhalten. Bin genervt von absolut banalen Dingen, könnte ausrasten wenn jemand mich im Bus anschaut etc.
Dazu hab ich seit neuestem Probleme mit den Ohren. Es ist zum Glück kein Tinnitus, aber ich höre dann alles nur noch irgendwie "dumpf" und als würde ein kompletter Frequenzbereich fehlen. Fällt alltäglich kaum auf, aber beim (aufmerksamen) Musik hören..
Hitzewallungen, Appetitlosigkeit, alles auch noch dabei. Und natürlich die Histaminsache, zuviel Kaffee etc.
Ich hatte zwischendurch die Schnauze so voll, dass ich zum Arzt bin und mir Opipramol verschreiben hab lassen. Hauptsächlich um meine Laune etwas zu "stabilisieren". Wie gesagt ich finde mich damit ab, dass irgendwas kaputt ist und versuche jetzt das Beste draus zu machen. Wollte eigentlich keine Medikamente mehr nehmen, aber wenn es das ist was mir ein angenehmes restliches Leben bringt?
Auf jeden Fall hab ich es nach dem dritten Tag und der dritten Einnahme bleiben lassen, weil es mich doch sehr müde gemacht hat. Das wurde zwar am zweiten und dritten Tag schon besser, aber ich hab sofort richtig miese Haut bekommen mit entzündeten kleinen Pusteln so wie ich es in der Zeit vom Paroxetin gekannt habe. Das habe ich sooo gehasst damals.
Das wurde auch direkt nach Weglassen des Opipramols wieder besser und ging wieder weg.
Mal schaun was ich als nächstes probiere. Vielleicht Escitalopram.
Gruß
Bob
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Sonntag, 04.03.18, 17:50

Hallo hope :-)

leider gibt es ja keine Aussagekräftigen Studien über Verläufe nach dem Absetzen, deswegen kann man dazu nichts definitives sagen wie lange es maximal dauern kann bis es besser wird, man weiß ja nichtmal was eigentlich genau bei einem schweren Entzugsverlauf im Körper passiert :-(

Sicher scheint mir aber, dass sich Menschen auch nach langer Zeit erholen, Symptome auch nach Jahren sich noch verbessern können. Wie es bei jedem einzelnen verläuft, kann man aber natürlich nicht vorhersagen.

Bezüglich Foren wie unserem oder Surviving Antidepressants sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass sich viele nicht mehr melden wenn sie das Absetzen und die Symptome überwunden haben, während sich natürlich Menschen eher weiter austauschen, die immer noch zu kämpfen haben. Nach jahrzehntelanger Einnahme ist es aber sicher oft schwerer und hartnäckiger für den Körper zu einem Gleichgewicht zurück zu finden :hug:
HOPE85 hat geschrieben:
Sonntag, 04.03.18, 15:04
Das Gehirn ist wohl neuroplastisch aber auch nur begrenzt.
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Dieser Artikel beschäftigt sich soweit ich das sehe mit physischen Nervenverletzungen/durchtrennungen, also organischen Schäden. Davon ist bei einer Antidepressiva-Einnahme und dem Absetzen nicht auszugehen, es handelt sich wohl eher um Funktionsstörungen im Nervensystem. Das ist nicht vergleichbar mit einer Querschnittslähmung oder einer organischen Hirnverletzung.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von StefanKremer377 » Sonntag, 04.03.18, 18:11

Hallo Bob und Lina!

Ich fand eure beiden Beiträge sehr interessant. Das mit dem Alkohol kenne ich. Trinke schon lange nichts mehr, weil ich einfach Angst vor dem nächsten Tag habe. Gerade das Herzrasen ist dann besonders schlimm. Hatte ich aber auch das letzte Jahr unter Citalopram oder Sertralin.
Den Artikel las ich nur teilweise. Hatte Angst da was zu lesen, dass ich nicht gut verarbeiten kann. Deshalb danke für deine Umschreibung, Lina
Bei mir ist es zur Zeit auch nicht so gut. Morgens habe ich immer das Gefühl von Herzrasen und extremer Benommenheit. Ab dem Mittag geht es eigentlich. Zum Abend wird es dann immer wieder ein wenig schlimmer
Das ist dann wohl der besagte böse 5. Monat bei mir. Fühle mich aber oft schlecht wenn ich hier rum heule mit meinen 5 Monaten. Andere hane ja echt schon Jahre zu kämpfen.
Bin aber trotzdem stolz diese für mich harte und lange Zeit überstanden zu haben.
Lg Stefan
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Danach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Sonntag, 04.03.18, 18:40

Hallo Lina und Bob.
Es mag sein das sich dieser Artikel mehr mit diesen Schädigungen befasst. Jedoch findet man bei suche im Web und selbst in diesem Artikel die Auskunft das das ZNS nicht heilt.
Man solte schon bei der Warheit bleiben. Ich habe hier schon damals verschiedene Publikationen verlinkt mit der Rückbildung der Rezeptoren nach SSRI einnahme.
Einmal wurde der Versuch glaub mit Resusaffen gemacht und einmal mit Labormäusen.

Und es ist nicht richtig das sich bei surviving viele nicht mehr melden weil die Spontanheilung eingetreten ist.
Sondern vielmehr das die Leute einfach keine Lust mehr haben zu schreiben weil es Sie depremiert und es nichts bringt immer ,, still healing" zu schreiben!!!
Wenn man da mal richtig schaut dann findet man die richtigen antworten.

Und Bob ich findr du hast Recht. Es kommt nicht drauf an jetzt einfach stur keine Medis zumehmen wie der Rambo hauptsache mn ist Medi frei , sondern das es einem einigermaßen gut geht mit oder ohne SSRi.
Wenn schon die rezeptoren nicht nachregeln muss man mit denen wo noch verbleiben auskommen.

Gruß
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von BobdB » Sonntag, 04.03.18, 18:51

Hallo alle,
Ich finde auch man sollte bei der Wahrheit bleiben. Man muss sich doch nur hier umsehen. Es mag einige wenige Fälle geben, wo sich alles wieder normalisiert hat. Und bei denen bin ich mir nichtmal sicher, ob sie nach all der anfänglichen Euphorie es geschafft zu haben, die Realität und die Symptome wieder eingeholt haben. Und sich dann einfach nicht mehr gemeldet haben weil sie sich das selber nicht eingestehen wollten.
Schaut Euch bitte einmal um, die meisten (fast alle) hier leiden. Seit Jahren.
Meiner Meinung nach wurden nie wirklich Langzeitstudien und damit mein ich 10 Jahre und mehr mit den ganzen SSRIs und Co. gemacht, bevor sie auf den Markt geschmissen wurden. Findet Euch bitte damit ab, dass Sie das ZNS zumindest bei sehr langer Einnahme irreparabel schädigen.
Gruß, Bob

P.s.: Ich glaub noch nichtmal, dass es wirklich am Absetzen an sich liegt. Bei mir haben die ganzen Symptome eigentlich während der letzten Zeit der (jahrelangen) Paroxetin Einnahme angefangen. Da war dann wohl schon irgendwas kaputt.
Zuletzt geändert von BobdB am Sonntag, 04.03.18, 19:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 04.03.18, 19:09

Hallo, Ihr Lieben.

Bedauerlicherweise muß ich HOPE und Bob zustimmen.

Ich bin fast 4 Jahre komplett auf Null und von einem normalen Leben Lichtjahre entfernt, auch wenn es mir nicht mehr so unterirdisch schlecht geht wie anfangs oder wie dann nochmals vor 1,5 Jahren.

Ich habe eine recht lange Zeit PP bekommen, bin Ü60, habe Benzos bzw. Zolpidem kalt absetzen müssen, aber v.a. bin ich beim Entzug mit eine Unmenge von PP in kurzem Wechsel gedeckelt worden aufgrund ziemlicher Ahnungs- und leider auch Interessenlosigkeit der Behandler.

Ich habe mich abgefunden und arrangiert, aber, wie gesagt, von Beschwerdefreiheit und Belastbarkeit kann keine Rede sein. Alles mögliche triggert, mit Alkohol oder Koffein geht es mir richtig schlechter, lasse ich alles komplett weg.

Ich für meinen Teil bin überzeugt, eine dauerhafte Schädigung davongetragen zu haben.
Ich werde, sofern ich die Kraft dazu habe, weiter über die Entwicklung berichten.

VG von Clarissa.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Montag, 05.03.18, 6:37

Ein kleines P.S. noch:

Im Unterschied zu HOPE und Bob glaube ich allerdings nicht an den Nutzen einer erneuten PP-Einnahme bzw. habe das durch, und es wurde alles nur schlimmer. BEI MIR!

Ich versuche, weiter auszuhalten und die Hoffnung nicht aufzugeben.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von BobdB » Montag, 05.03.18, 6:46

Guten morgen liebe Clarissa,
ich glaube ja ehrlichgesagt auch nicht an die erneute Einnahme. Wie gesagt fing das mit den ganzen Symptomen ja zum Ende der Paroxetin-Einnahme an. Und der Wirkmechanismus aller SSRIs ist ja zumindest grundlegend der selbe.
Ich hatte allerdings durch die kurze Einnahme des Opipramols schon den Eindruck, dass es mir hilft. Ruhiger, gelassener zu sein. Nun gut, hier ist allerdings auch der Wirkmechanismus wieder ein anderer.
Ich werde die nächste Zeit einfach mal wieder versuchen es "auszusitzen" und schauen wie es weitergeht.
LG
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von stubi » Montag, 05.03.18, 8:53

Liebe Clarissa,

mir geht es ähnlich, ich möchte auch nicht zurückkehren zu den Pillen und ich hoffe weiterhin das es besser werden wird.

Ich bin auch seit März 2015 ohne PP.

Liebe Grüße
Stubi
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Montag, 05.03.18, 9:25

Genauso machen wir das, Ihr Lieben.

Ich sehe keine Alternative dazu. Ich möchte keine weiteren Schäden durch PP davontragen.

VG von Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Montag, 05.03.18, 10:34

Hallo :-)

ich kann wirklich gut verstehen, dass es ganz schlimm ist wenn es einem jahrelang nicht wirklich viel besser geht :hug:

Ich weiß auch jetzt schon, dass auch bei mir manche Schäden die Folge der langen Entzugszeit sind nicht mehr oder nicht ganz rückgängig zu machen sind, wie meine kaputten Zähne, meine Wirbelsäule, wahrscheinlich mein Tinnitus, evtl. die ganzen Empfindlichkeiten und Unverträglichkeiten und möglicherweise auch andere Dinge, das wird sich noch herausstellen. Außerdem hinterlässt eine lange schwere Zeit natürlich immer Spuren, seelisch, im Nervensystem, ich denke oft vergleichbar mit einem seelischen Trauma.

Für mich hieße Heilung aber auch nicht, nicht alle Schäden wieder rückgängig zu machen, sondern einfach dass es überhaupt besser wird, manche Symptome verschwinden, ich mit manchem lerne umzugehen, und ich in ein neues Leben, vielleicht mit dauerhaften Einschränkungen, aber auch vielem Bereichernden finde.

Sich selbst zu sagen es wird nicht mehr besser, kann ja vielleicht in gewisser Weise hilfreich sein, nämlich wenn man das braucht um sich ggf. mit der Situation erstmal zu arrangieren und das beste draus zu machen, und das ist ja auch ganz wichtig, irgendwie muss man ja diese Zeit überstehen. Ich würde aber immer auch Raum in meinen Gedanken lassen für eine Verbesserung, die ja wirklich möglich und wahrscheinlich ist, davon bin ich überzeugt.

Ich denke einfach, bei allem Bedürfnis die Verzweiflung auszusprechen und "realistisch" zu sein, ist es dennoch nicht gut sich mit negativen Zukunftsprognosen und Diagnosen zu belasten die die Situation noch schlimmer klingen lassen als sie sowieso schon ist und somit gar keine Hoffnung mehr zu haben :? Der von Hope :-) gepostete Link hat zum Beispiel m.M.n. wirklich nichts mit unserer Situation als Medikamentengeschädigte zu tun.

Zur Akzeptanz der langen schweren Zeit finde ich viel Trost und Hilfe in den Texten von Toni Bernhard "Turning Straw into Gold". Ich habe hier ein paar längere Texte übersetzt, wenn ich die Kraft finde werde ich auch noch weitere hinzufügen http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... +into+gold

Ganz Liebe Grüße
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 05.03.18, 11:56

Hallo Clarissa,
kannst du mal berichten ab wann es dir besser ging. oder du merkest das da ein wenig Licht ist?! Kannst du das an Monaten festmachen. Nach 1 1/2 dann wohl nochmals schlechter....

Ansonsten bewundere ich dich für deine Kraft bzw. Hoffnung. Für mich zur Zeit fast unvorstellbar das es je besser werden kann.
Von einer erneuten Einnahme halte ich auch nix. Habe jetzt bereits das zweite Rezept über PP zu Hause. Sicherlich würde ich es aber dann doch nehmen, wenn der Punkt erreicht ist, wo es keinen Sinn mehr macht.
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Danach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
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Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
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Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
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Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
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Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Montag, 05.03.18, 11:58

Hallo Lina,

ich bin dir unendlich dankbar für deinen sehr ausgewogenen Text, der mich nicht in völliger Hoffnungslosigkeit ausharren lässt.

Ich gehöre ja auch zu den Langzeitentzüglern, wobei ich dir zustimme, dass die seelischen Strapazen, die wir erleiden mussten, auch ihre Spuren im Hirn hinterlassen haben. Meine Therapeutin spricht in diesem Zusammenhang von Narben auf der Seele.

Nicht desto trotz, habe ich auch Symptome, die noch einen anderen Ursprung haben müssen. So vertrage ich fast keine Medikamente mehr, ich musste ein Mittel gegen eine aktive Arthrose, so es denn eine war, unverzüglich absetzen, weil ich davon genau die gleichen Symptome wie von Mirtazipin bekam, Juckreiz und Hautrötungen am ganzen Körper. Darüberhinaus auch noch starke Muskelkrämpfe. Ich vertrage nicht einmal mehr ein Hustenmittel. Wahrscheinlich kann man da immer noch einen Zusammenhang mit Histamin sehen.

Was sich nach einer sehr langen Zeit gebessert hat, ist der Schlafrhythmus, ich kann wieder durchschlafen. Aber auch da gibt es einen Wermutstropfen, der Albträume heisst und jähes Erwachen, anstatt wie früher aus dem Schlaf zu gleiten. Und ja, auch noch vieles andere, z.B. auch den Tinnitus und grenzenlose Erschöpfbarkeit.

Ich will mir aber auch noch Raum für eine Verbesserung lassen, mit einem ungewissen Ausgang, wobei ich an Altostrata denke, der es nach einem äußerst schwierigen Entzug nun wieder viel besser zu gehen scheint, wenn ich mich nicht irre.

Mir hilft es auch, wenn ich in dem mutmachenden Buch von Prof. Reinhardt Tausch mit dem Titel " Hilfe bei Stress und Belastung" lese, auch wenn es sich hierbei nicht um Absetzsymptome handelt.

Auch wenn es mir langsam immer schwerer fällt, versuche ich, noch zu hoffen.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 05.03.18, 12:03

Hallo
Hier nochmal die Studie mit den Rhesusaffen


https://www.neuro-depesche.de/nachricht ... im-gehirn/

Hier wurde nur ein Jahr getestet mit folgen, was passiert wohl bei mehreren Jahren....

Die andere Studie findet ihr irgendwo in meinen Beiträgen.

Warum ich die Studie oben verlinkt habe ist einfach aus folgendem Grund: Es ist fakt das das ZNS nicht heilt!!!!
Hier noch was dazu:

https://m.huffpost.com/us/entry/1077185

Heilen=Vollstndige Genesung

Bitte versteht das nicht falsch, ich bin nicht pesimistisch
aber man muss der Warheit ins Auge sehen.
Und um an diese zu gelangen muss man immer graben.

Warum es keine Studien zu diesen Schäden gibt bzw. nur einzelne kann sich ja wohl jeder denken: Die Pharma pinkelt nicht gegen den Wind.

Grüße
Zuletzt geändert von HOPE85 am Montag, 05.03.18, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Montag, 05.03.18, 12:44

Hallo Hope :-)

Ich stimme dir zu, dass es bestimmt zu langfristigen Veränderungen kommen kann, insbesondere wenn man Kindern oder Jugendlichen diese Medikamente länger und/oder hochdosiert verabreicht. Wie lange diese anhalten, was das für Folgen hat und ob sie anderweitig kompensiert werden können, ist allerdings nicht bekannt (unser Nervensystem ist sehr komplex und nicht linear).

Ich bin mir sicher, dass man nach seelischen Traumata auch anhaltende Veränderungen im Nervensystem messen kann. Dennoch gibt es viele Trauma-Überlebende denen es nach und nach besser geht und die sich ein neues Leben aufbauen.

Die Studie mit den Rhesusaffen ist sehr interessant, aber ist nur begrenzt aussagekräftig was den Langzeitentzug betrifft. Sie bekamen zum einen eine extrem hohe Dosis (ein 70 kg schwerer Mensch müsste 210 mg Fluoxetin täglich nehmen um auf die gleiche Dosis zu kommen) und außerdem wurde soweit ich das lesen kann die Entwicklung bis ca. 1,5 jahre nach dem Absetzen verfolgt. Dass es oft eine Zeit dauert um sich zu regulieren, ist unter Betroffenen ja sehr gut bekannt, da ist eben auch zu erwarten dass die Rezeptoren noch Veränderungen aufweisen, das ist nicht überraschend.

Ich widerspreche ja auch gar nicht, dass es zu längerfristigen Beeinträchtigungen und Folgeproblematiken kommen kann, das ist uns ja allen klar, sonst wären wir nicht hier. Aber genauso gibt es viele Berichte von Heilung und Verbesserung, auch nach Jahren.

Und es gibt viel mehr Studien die die erstaunliche Regenerations- und Kompensationsfähigkeit des Gehirns zeigen, ich würde glaube ich eher danach suchen und mich daran orientieren.

Bei Surviving Antidepressants gibt es viele Erfolgsgeschichten, ich habe gerade nochmal kurz reingeschaut und gleich das erste was ich fand war dies:
I believe I am a success story. I took Paxil for 12 years. I weaned down but have been off medication since Aug 2012, so it was 5 years on Aug 15 2017. I was SEVERELY sick for a long time , but I refused to go back on the meds,I have the majority of my life back. I continue to teach full time, I play hockey, I hike daily. I am on a very restrictive diet,( Paleo with no grains and I really restrict sugar) I do have a chemical sensitivity but I live a very clean life. I did 1 full year of the Dynamic Neural Retraining System which has helped me big time. I have had an MRI and I have developed a small lesion in my right hemisphere. I am not able to eat things like everyone else but I look at it as though I am going to be healthier in the long run and it keeps me trim. I do yoga, i see a naturopath every month, I see a massage therapist every month. I eat well, exercise, drink alot of water, do brain retraining 20 min a day. The way I look at it there is no quick fix to withdrawal. It is an absolute hell that I wouldn't wish on anyone. Everyday it is something else but I do WHATEVER it takes and I am living a great life. So there is no quick fix. It takes time and alot of hard work. I also had my faith and knew that I was going to be well one day. I hope this shows that there is life after meds.
https://survivingantidepressants.org/to ... ess-story/

Übersetzung:

Ich glaube meine Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Ich habe 12 Jahre lang Paxil (Paroxetin) genommen. Ich habe ausgeschlichen aber seit August 2012 bin ich Medikamentenfrei, also waren es im August 2017 5 Jahre. Ich war lange Zeit SCHWER krank, aber habe mich geweigert wieder Medikamente einzunehmen, ich habe den Großteil meines Lebens zurück. Ich lehre weiterhin Vollzeit, ich spiele hockey, ich wandere täglich. Meine Ernährung ist sehr restriktiv (Paleo ohne Getreide und Zucker schränke ich sehr ein).

Ich leide unter Chemikalien-Sensitivität aber ich lebe ein sehr "cleanes" (sauberes, ich denke z.b. im Sinne von Chemikalienfrei, anm. Lina) Leben. Ich habe ein Jahr lang das Dynamic Neural Retraining System absolviert, das mir sehr geholfen hat. Ich hatte ein MRT und ich habe eine kleine Läsion in der rechten Hemisphäre entwickelt. Ich kann nicht wie andere Leute Essen aber ich habe die Einstellung dass ich auf lange Sicht gesünder werde und es hält mich schlank.

Ich mache Yoga, treffe jeden Monat einen Heilpraktiker, jeden Monat gehe ich zu einem Masseur. Ich esse gut, trainiere, trinke viel Wasser, mache jeden Tag 20 min Gehirn(re)training. So wie ich das sehe gibt es keine einfach Lösung für den Entzug. Es ist eine absolute Hölle, die ich niemandem Wünsche. Jeden Tag ist was anderes, aber ich mache alles was nötig ist und ich lebe ein großartiges Leben. Also gibt es keine einfache Lösung. Es braucht Zeit und viel harte Arbeit. Ich hatte auch meinen Glauben und ich wusste, dass es mir eines Tages gut gehen würde. Ich hoffe dies zeigt, dass es ein Leben nach den Medikamenten gibt.


Liebe Monalinde :-)

ich kann mir gut vorstellen, dass die Medikamente und der Entzug bei manchen Menschen gewisse Spuren hinterlassen haben, die sich selbstständig gemacht haben und sich auch längerfristig in Unverträglichkeiten äußern können, so wie du es beschreibst.

Ich lese gerade sehr viel zu Mastzellenüberaktivierung, und könnte mir vorstellen dass dies manche im Entzug oder nach dem Entzug betrifft, vorübergehend oder manchmal auch längerfristig. Wenn ich es schaffe, will ich irgendwann eine ausführliche Zusammenfassung schreiben, und auch darüber was hilfreich sein könnte. Aber auch hier gibt es keine schnelle Lösung und jeder reagiert etwas unterschiedlich.

Du schreibst von Narben auf der Seele, das finde ich trifft es ganz gut.

Körperlich sichtbare Verletzungen heilen ja auch, dennoch gibt es oft Narben, die auch weiterhin mehr oder weniger Probleme machen können.

Alles Liebe Euch
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 05.03.18, 13:11

Hier hab ich noch was gefunden:

http://survivingantidepressants.org/top ... tan-story/

Das ist nur ein Beispiel von einigen bei SA.

Soll sich jeder seine Eigene Meinung bilden.
Aber die Kuh muss beim Namen genannt werden.

Grüße

Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Montag, 05.03.18, 14:00

Guter Beitrag Lina
Ich glaube fest daran, das der Körper langsam heilt. Mir ist bewusst zu was der Körper in der Lage ist wenn man ihn lässt und hilft und daher kann ich meinem Körper vertrauen,dass er heilt. Möglich ist, dass vielleicht was für immer bleibt wie zb Bandscheibenschäden usw aber das wird die Zeit zeigen.

Ich war wirklich schwer krank und konnte nichts machen. Das habe ich längst nicht mehr so schlimm. Konnte vieles bessern und einiges ist weg gegangen wenn auch noch längst nicht alles. Bei der Ernährung muss ich achtsam sein aber sowas bleibt nicht ewig. Auch habe ich mal heftig auf Chemie reagiert. Zb Duftstoffe usw. Nur ein Sprühstoß Parfüm und ich bekam fiese Symptome. Bevor mir das klar war, hatte ich zig massive Symptome und merkte nicht was alles triggert.
Inzwischen reagiere ich nicht mehr so heftig auf Chemie.

Ja auch das meiden ist anstrengend aber damit komme ich inzwischen zurecht, weil es mir ja hilft und hin und wieder gönne ich mir auch was auch wenn ich dann zb nicht gut schlafe oder so. Für die Psyche halt Kleinkram und nicht zu häufig. Sich was gönnen war lange nicht möglich ohne stärkere Symptome.

Fast symptomfreie Zeiten hatte ich zwischendurch gehabt und die kommen sicher wieder.
Vor einer Weile probierte ich mal an meiner Ernährung neues aus und das ging nach hinten los.
Mein Körper erholt sich noch davon. Ich bekam Schmerzen die ich lange nicht mehr hatte. So muss ich noch gut achtsam sein aber ich merke kleine Schritte in Richtung Besserung und jeder winzige Schritt ist ein Schritt.

Ich habe keine Schilddrüsenprobleme mehr, mein Körper kann Vitamin also Hormon D wieder verstoffwechseln und daher habe ich keinen Mangel mehr. Künstliches habe ich keins genommen nachdem ich mal ende 2015 einem Tropfen nicht vertragen habe. Mein Körper lernt wieder selbst solche Sachen zu verstoffwechseln und Hormone zu produzieren. Das kann der Körper aber es sind alles kleine Schritte. Kleine Heilungsschritte.
Es ist eine große Baustelle aber daran wird gearbeitet. Nichts heilt von heute auf morgen. Einige Organe brauchen relativ lange. Man darf nicht vergessen, dass der gesamte Körper betroffen ist.
Ich habe großes Vertrauen in meinem Körper, dass er das meiste oder alles heilen kann.
Für mich ist es wichtig positiv nach vorne zu schauen und nicht nach Negativen zu schauen.

Bei vielen Krankheiten wird gesagt...unheilbar aber die meisten Krankheiten sind heilbar solange man den Körper auch heilen lässt. Für mich ohne Chemie.
Mir ist der Glaube und die Hoffnung auch wichtig, weil sie mich stärkt.
Selbst wenn das noch viele Jahre dauert...meine Hoffnung stirbt zuletzt und für mich gibt es kein zurück mehr zur Chemie.
Ich kann verstehen wenn das alles einen kraftlos macht und man verzweifelt ist. Auch ich habe Tage wo ich viel weine und meine Hoffnung kippt aber diese Barriere kommt und geht. Ich kämpfe mich da durch und wachse weiter.
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Montag, 05.03.18, 14:41

Hi,,Stefan.

Einige Monate nach dem Zolpidem-bzw. Benzokaltenzug ging es mir unterirdisch schlecht. Ich lag fast nur im Bett, aß kaum was, schlief kaum. Ich bekam allerdings noch verschiedene NL zum Schlafanstoß, alles überflüssiger Müll gewesen.

Fünf Monate nach dem Entzug musste ich zu einer Langzeit Reha, das verlangten KK und Ärzte, weil es ja nicht vorwärts ging bei mir. Alternative wäre stationäre Einweisung mit erneuter EKT gewesen, was für ein Unfug. Da bin ich dann doch lieber zur Reha gefahren und trat kurz zuvor noch meinen Rest Dominal forte in die Tonne. Ich kam mehr tot als lebendig dort an.
Die Reha tat mir gut, ich war versorgt und wurde etwas geschont bei dem ganzen Feriencampprogramm. Ich traf dort auch auf die einzige Therapeutin, die mir je was genützt hat. Sie lehrte mich Akzeptanz.

Als ich wieder zu Hause war nach 3 1/2 Monaten dachte ich: Hossa, jetzt geht es aber los und voran! Das waren auch die Anforderungen meiner Familie und Behandler an mich. Weit gefehlt.
Je mehr ich mich belastete und je mehr Normalität ich probte, desto schlechter ging es mir. Gut ein Jahr nach der Reha ging dann gar nichts mehr.
Ich war vollkommen auf Anfang zurückgeworfen und habe mich davon nur mühsam erholt.

Mir halfen nur Geduld und Schonung, Schonung, Schonung..

Ich habe nie wieder ein PP genommen, zumal ich keinerlei Verlangen hatte. AD und NL hatten mir sowieso bei wiederholten Einnahmen nichts als NW beschert. Die rühre ich auch nie wieder an, die würden meinem immer noch gereiztem ZNS gerade noch fehlen!

Ich vertrage, ebenso wie Monalinde, keinerlei andere Medikamente mehr. Günstigenfalls wirken sie bloss nicht, ansonsten triggern sie ganz böse. Finger weg, heisst das für mich.

Ich esse weitgehend schonend und clean, das macht mir nichts aus, damit komme ich gut klar.
Dreimal am Tag gehe ich mit dem Hund, unter Beschwerden zwar, aber schaffe um die 6 km insgesamt mindestens.

Ich kann mich und meinen Hund momentan wieder selbst versorgen, fahre auch wieder etwas Auto, jippie!

Das war es dann aber auch schon.

An eine Berufstätigkeit wäre nicht zu denken, die meisten sozialen Kontakte belasten mich über Gebühr.

Mir sind v.a. (neuropathische?) Schmerzen und eine Akathisie geblieben. Daran ruckt und zuckt sich nichts.

Der Schlaf bleibt meine Achillesferse wie schon vor den PP. Meist knapp 6 Stunden, passt!

Neuroemotionen haben mich nicht nie gequält.

Ich nehme es nun so, wie es ist und kommt.

Weiter machen.

VG von Clarissa :wink:
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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