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edgar
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von edgar » Montag, 05.03.18, 17:17

Hallo miteinander,

aus Zeitmangel -leider wie immer bei mir- kann ich mich nur ganz kurz zur Diskussion zu Wort melden.
Einiges wurde auch schon gesagt, was ich hiermit nochmal bekräftigen möchte.

Die zitierte Tierstudie machte man bei nicht voll ausgewachsenen Affen, wie LinLina schon sagte. Ein Antidepressivum sollte daher auch nicht an unter 25.-jährige gegeben werden, da hier die Hirnreifung noch nicht abgeschlossen ist. Wird leider viel zu häufig dennoch gemacht, was aber nicht unbedingt gleich bedeutet, dass ein irreparabler Schaden entsteht, wenngleich die Gefahr bei Jüngeren natürlich größer ist.

Zum anderen ist es so, dass natürlich Ergebnisse von Tierversuchen nicht 1:1 auf Menschen übertragbar sind.

Die anderen genannten Studien sagen nicht aus, dass es irreparable Schäden gibt.

Letztlich kann man nur eins mit Sicherheit sagen: Keiner weiß es. Also ist alles offen und Genesung eben auch.

Dies bedeutet wiederum, dass jeder auf sich selbst verwiesen ist in puncto Optimismus, ja oder nein. Besser gesagt: Realismus. Der Realismus beinhaltet die Möglichkeit der Genesung.

Ich finde es nur ehrlich gesagt sehr übergriffig, den eigenen Pessimismus auf andere zu übertragen. Das kann man für sich selbst entscheiden, aber bitte nicht die anderen mit dieser negativen Haltung negativ beeinflussen.

Das Betroffene viele Jahre mit Symptomen zu kämpfen haben, ist schon schlimm genug. Ihnen dann noch den Optimismus, den sie berechtigter- und realistischerweise haben, nehmen zu wollen,ist das Schlimmste, was man machen kann.

Wie auch schon geschrieben wurde, läuft vieles über die Zeitschiene. Hinzu kommt, dass jeder sich selbst am besten kennt und erforschen muss, was hilft für die Genesung. Es liegen einfach keine eindeutigen Daten bisher vor und wird es vermutlich auch nicht geben. Daher ist jeder aufgerufen, seinen eigenen Weg zur Genesung zu finden und sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, dass es angeblich nicht mehr wird.

Auch Gedanken sollten nicht unterschätzt werden, wobei völlig klar ist, dass Langzeitbetroffene auch immer mal wieder hoffnungslos sind, aber sie sollten es nicht nur sein, was ja auch bei den meisten nicht der Fall ist.

Von daher kann ich allen nur Mut machen.

Herzliche Grüße
Edgar
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HOPE85
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 05.03.18, 19:56

Hallo edgar.
Es geht hier nicht darum so wie von dir behauptet seinen eigenen pessimismus zu übertragen.
Viel eher geht es darum informationen auszutauschen.
Und diese sind nun mal nicht immer wie im Märchen.
Man sollte beide Seiten betrachten.
Der Kopf spielt dabei natürlich auch eine wesentliche Rolle. Dazu gibt es auch einige gute Beispiele wie z.b die Geschichte von Vance Vanders( voodoo man) fals das jemanden bekannt ist.((nocebo-effekt))

Aber man darf sich dabei natürlich nicht nur auf sowas beschränken.
Wer Fehler sucht der findet Sie sogar im Paradies.
Doch das geht auch anderst rum.
Laut diesen Studien ist aber eindeutig eine Wirkung bei Langzeiteinnahme festzustellen.
Das ändert nichts daran welche Einstellung man hat.
Es ist genauso wie wenn mir jemand eine Pistole gegen den Kopf hält und abdrückt. Es spielt keine Rolle wie positiv oder negativ ich denke die Wirkung wird eintreten, in diesem Fall der Schaden.
Was ich damit sagen will ist das diese Medikamente eindeutige Wirkungen/Schäden anrichten in uns egal in welchem psychischen Gemütszustand ich mich befinde, den das ist die Wirkung. Natürlich kommt es da auf die Menge und Einnahmedauer etc. auch an.

Das sollte man auch nicht alles leugnen.

Wenn man jetzt hergeht und nimmt sich einen Zettel , schreibt die Berichte bei SA oder hier im Forum von den Langzeitkonsumenten auf, sprich: einnahmedauer, medikation/Menge, absetzdauer, symptome am anfang und am ende, und die Beurteilung wie es ihnen am ende geht , erhält man ein ERGEBNIS. Dann sieht man wohin der Trend führt.
DIESES VORGEHEN IST BESTIMMT KEIN PESSIMISMUS.


UND DAS LIEBER EDGAR IST REALISMUS!!!

Alles andere ist verzerrte oder selektive Wahrnehmung.
Dann wird man schnell sehen das nicht alles wie im Märchenbuch verläuft.

Natürlich hofft jeder auf Heilung und ein Leben wie zuvor , bevor wie mit diesen Drogen vergiftet worden sind.
Das tue und hoffe ich auch , nicht nur für mich sondern für jeden einzelnen da draußen.

Doch man darf diese Tatsachen nicht einfach weglassen.

In diesem Sinne

LG HOPE
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carlotta » Montag, 05.03.18, 21:08

Hallo Hope,
HOPE85 hat geschrieben:
Montag, 05.03.18, 19:56
Wenn man jetzt hergeht und nimmt sich einen Zettel , schreibt die Berichte bei SA oder hier im Forum von den Langzeitkonsumenten auf, sprich: einnahmedauer, medikation/Menge, absetzdauer, symptome am anfang und am ende, und die Beurteilung wie es ihnen am ende geht , erhält man ein ERGEBNIS. Dann sieht man wohin der Trend führt.
Hast Du das gemacht? Wie fiel Dein Studienergebnis aus? Und wie gestalteten sich die Details im Studiendesign?

Fragende Grüße
Carlotta
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 05.03.18, 22:01

Hallo Carlotta.
Damit wollte ich sagen das es genug Berichte gibt über bleibende Schäden.
Wenn man Sie denn überhaubt sehen will.
Und das Sie durch einfache Maßnahmen wie diese(Zettelbeispiel) zu erfassen sind, wenn man den bereit für die Warheit ist.
Ich habe das Wort Studie und das ich eine durchgeführt hätte nie erwähnt. :rotfl:

Aber wenn wir doch schon dabei sind und so offen darüber reden können dann zeigt mir doch bitte ein paar Studien von den Heilungsprozessen, nach jahrelanger Einnahme und schwerer Symptomatik, von denen ihr so berichtet.
Vorallem das das ZNS heilt würde mich interessieren.
Das wäre sehr wichtig für mich und für andere vl auch.

:group:

Danke im vorraus .

Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Montag, 05.03.18, 22:31

Hallo :-)
hope hat geschrieben: Es ist genauso wie wenn mir jemand eine Pistole gegen den Kopf hält und abdrückt. Es spielt keine Rolle wie positiv oder negativ ich denke die Wirkung wird eintreten, in diesem Fall der Schaden.
Was ich damit sagen will ist das diese Medikamente eindeutige Wirkungen/Schäden anrichten in uns egal in welchem psychischen Gemütszustand ich mich befinde, den das ist die Wirkung. Natürlich kommt es da auf die Menge und Einnahmedauer etc. auch an.

Das sollte man auch nicht alles leugnen.
Niemand hier leugnet dass die Medikamente eindeutige Schäden anrichten :shock: das wäre auch gegen die Forenregeln. Es ist allerdings ein großer Unterschied, einen Kopfschuss zu bekommen oder Antidepressiva abzusetzen. zum Glück, sonst bräuchten wir das Forum nicht :?

Dass es Betroffene gibt, die auch nach vielen Jahren noch Symptome haben, ist uns glaube ich allen klar, aber das erlaubt keine individuelle Prognose, denn es gibt eben ganz unterschiedliche Verläufe.

Übrigens, um nochmal auf die Studie mit den Rhesusaffen zurück zu kommen: die langfristige Rezeptorenveränderung ist ein durchschnittswert. Schaut man sich die einzelnen Werte an, kann man nicht sagen dass z.b. bei allen mit Ad die Rezeptoren weniger aktiv sind als bei allen ohne AD, sie sind nur im mittel runter reguliert. was das genau klinisch bedeutet, ist aber nicht bekannt - im Verhalten der Affen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied gefunden werden.
HOPE85 hat geschrieben:
Montag, 05.03.18, 19:56
Wenn man jetzt hergeht und nimmt sich einen Zettel , schreibt die Berichte bei SA oder hier im Forum von den Langzeitkonsumenten auf, sprich: einnahmedauer, medikation/Menge, absetzdauer, symptome am anfang und am ende, und die Beurteilung wie es ihnen am ende geht , erhält man ein ERGEBNIS. Dann sieht man wohin der Trend führt.
das habe ich mir auch überlegt, aber das ist gar nicht so einfach. Erstmal müsste man sich genaue Kriterien überlegen, wen man mit aufnimmt, und nach welchen Kriterien man auswählt. Nimmt man nur die 100 oder 200 Beiträge und filtert dort raus, bekommt man nur die derzeit aktivsten Mitglieder, was wieder nicht objektiv ist. Man müsste also nach Anmeldedatum gehen, und alle die sich angemeldet haben chronologisch durchlesen und beurteilen und in Kategorien einteilen was ziemlich schwierig sein dürfte.

Davor müsste man überlegen, ab wann genau ist man Langzeitkonsument, geht es um die Gesamtjahresdauer an egal welchen Psychopharmaka, oder nur um Antidepressiva, mit Unterbrechung oder ohne - auch wenn jemand schon vorher oder zwischendurch viele Benzos genommen hat - werden Betroffene mit rein genommen die keine/wenig Symptome nach dem Absetzen haben (davon gibt es auch nach Langzeiteinnahme einige). Wann hat man viele Symptome, wann wenig? Ab wann genau ist man im protrahierten Entzug? Nach welcher Skala beurteilt man die schwere der Symptome? Wie kann mit dem subjektive Empfinden von Heilung oder nicht Heilung umgehen?

Man darf nicht subjektiv Betroffene rausnehmen die dem entsprechen was man gefühlsmäßig denkt wer dazu gehören würde, das ist nicht objektiv und realistisch und nicht nachprüfbar. Die Kriterien müssen vorher für jeden einzelnen Punkt ganz genau festgelegt werden und objektiv nachvollziehbar und begründbar sein.

Dann kommt noch hinzu: was ist was "ende"? nach wievielen Jahren nimmt man den "endpunkt" des Entzugs an? auch das müsste man für alle gleich machen, sonst ist es kaum vergleichbar.

Eine wirklich Aussagekräftige Bestandsaufnahme/Statistik zu erstellen, ist extrem schwer und arbeitsaufwendig, ich habe immer mal wieder über etwas ähnliches nachgedacht aber es ist wirklich sehr schwierig. Nur dann kann man einigermaßen für sich in Anspruch nehmen, objektive "Wahrheiten" zu beschreiben.

Daher wird wahrscheinlich niemand von uns eine rein objektive Sichtweise haben (können). Meist sieht man eher das, was man erwartet zu sehen, im positiven und im negativen das ist ganz menschlich (Bestätigungsfehler). Aber niemand kann hier sagen, es ist so und so und das für jeden.

Wir können uns m.M.n. nur darauf einigen: Es gibt nach Lang- oder manchmal auch Kurzzeiteinnahme Schwerstbetroffene, die auch viele Jahre nach null noch sehr zu kämpfen haben und über wenig Besserung berichten. Und Betroffene die nach vielen Jahren endlich wieder sagen können "ich habe wieder ein Leben, mir geht es gut" (dazu habe ich ja auch schon Berichte verlinkt) Es gibt auch Betroffene, die keine/kaum Symptome haben, und alles dazwischen.

Niemand kann die eigene Zukunft und den Verlauf vorhersehen, genausowenig was sonst so im Leben passiert. Letztlich können wir sowieso immer nur im Moment das beste daraus machen und unseren Körper unterstützen.

Als es mir am allerschlechtesten ging, hat mir meine Therapeutin immer gesagt, wenn du sonst nichts tun kannst, dann visualisiere vor deinem inneren Auge deine Heilung, den Zustand in den du wieder kommen möchtest, wo du dich wieder gut und gesund fühlst. Sie hat das dann auch gemacht, und ich habe das als sehr kraftvoll erlebt.

Dies kann man auch für andere tun, oder Angehörige bitten das zu tun, wenn sie sonst nicht viel helfen können.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 05.03.18, 23:08

Hallo Lina.
Danke für die Antwort.

Ich gebe zu das das mit dem Beispiel mit der Pistole wohl etwas unglücklich ausgewählt war.
Ich wollte jedoch nicht einen Kopfschuss mit dem Absetzen gleichsetzen. :shock: Bitte um Verzeihung fals das bei dir oder allgemein so angekommen ist. Ich wollte lediglich darauf hinweisen , das der Gemütszustand selbst bei diesem Extrembeispiel die körperlichen Folgen nicht abfedern kann. Genauso wie man die Folgen der SSRI durchs denken nicht beeinflussen kann (Rezeptorregulierung etc).

Ansonsten stimme Ich dir in allen Punkten zu.
Es ist manchmal nur so das ich den Eindruck habe alles wird verhamlost und das sollte man nicht tun, der Menschen willen.

Wollte nicht mit meinem Beitrag dazu beitragen oder annimieren SSRI wieder einzunehmen, sondern einfach darauf hinweisen, das wenn diese Studien stimmen und sich die Rezeptoren evtl. nicht wieder zurückbilden es ja im Umkehrschluss bedeuten würde/könnte das es nur evtl. mit der Einnahme besser werden würde.
Natürlich ist das alles russisches Roulette, aber 8, 9, 10 Jahre warten ohne Besserung in bestimmten Fällen , wäre das besser? :?


GRUß
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.03.18, 1:38

HOPE85 hat geschrieben:
Montag, 05.03.18, 13:11
Hier hab ich noch was gefunden:

http://survivingantidepressants.org/top ... tan-story/

Das ist nur ein Beispiel von einigen bei SA.

Soll sich jeder seine Eigene Meinung bilden.
Aber die Kuh muss beim Namen genannt werden.

Grüße
Hallo liebe Hope :)

Ich hab mir den Thread durchgelesen aber verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst. Es gibt auch hier im Forum unzählige Berichte über die Härte eines kalten Entzugs und jedem, der sich neu anmeldet und fragt ob er wieder eindosieren soll wird geraten, dies vorsichtig zu probieren weil jeder Mensch anders reagiert. Und dass hier was verharmlost wird hätte ich überhaupt nicht so wahrgenommen. Was sollte man deiner Meinung nach noch tun, außer wie bisher schon nicht müde werdend auf die fatalen Auswirkungen der Medikamente hinzuweisen bzw darauf hinzuweisen, dass ein Entzug eben dauert? Was wäre denn die Alternative? Einfach sagen du hör Mal du weißt aber schon, dass du jetzt auf ewig kaputt bist!? Das wäre nicht nur extrem kontraproduktiv, sondern würde nicht den Tatsachen entsprechen, da es immer wieder Langzeitbetroffene hier gibt, die sehr wohl erfolgreich abgesetzt haben.

Eine Liste wie von dir angedacht ist eigentlich unmöglich zu erstellen, da nicht ausreichend über Lebensumstände, etc bekannt ist. Gerade was das ZNS betrifft spielen so viele Faktoren (Epi-(Genetik), Umwelt-(Gifte), Alltag, Ernährung) zusammen, dass eine wissenschaftlich haltbare Studie selbst für große Labore kaum zu stemmen ist. Wie man an den dürftigen Ergebnissen sehen kann, sonst gäbe es schon konkrete Aussagen dazu. Nur weil es keine dezidierte Aussage zu einem positiven Verlauf gibt, ist das nicht die Bestätigung für einen negativen.

Der Verlauf ist viel zu individuell als dass man eine Aussage treffen könnte. Manche sind sogar nach einer minimalen Menge schwerst betroffen. Ich weiß nicht inwiefern Versuche an jungen Affen eine Aussagekraft haben sollen, wo wir doch hier direkt im Forum tagtäglich erleben, wie unterschiedlich und unvorhersehbar die Verläufe sind.

Und es ist nicht so, dass hier jmd behauptet nach dem Entzug sind wir wieder 100% hergestellt. Im Gegenteil, es wird wiederholend diskutiert, dass wir uns mit einer gewissen bleibenden Veränderung arrangieren müssen.

Ich persönlich finde das aber nicht als Nachteil, denn ob mit oder ohne Medikamente hätte ich mich definitiv zu einem anderen Menschen entwickelt, als ich es vor 12 Jahren war.

Ich habe durch den Entzug so viel über mich gelernt, über meinen Körper und worauf es im Leben wirklich ankommt, dass diese Herausforderung auch etwas positives hatte. Zum Beispiel, dass es mir nicht hilft die negativen Dinge in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit zu setzen. Ich kann es jetzt sowieso nicht ändern, ich kann nur darüber grübeln ob es noch schlechter wird, wie lange es wohl so bleibt etc. Doch genau dieses negative Denken hat mich dahin gebracht wo ich jetzt bin. Ich hab daraus gelernt und versuche jeden Tag so positiv wie möglich zu sehen. Warum? Nicht weil es naiv ist, sondern weil positives Denken das eine Leben das man hat lebenswert macht.

Natürlich ändert positives Denken keine Rezeptoren, aber Studien haben bewiesen, dass negatives Denken krank macht und positives heilen kann.

Viele Grüße
Anna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.03.18, 2:22

Hallo :)

Hier noch ein Zitat und der zugehörige Artikel, wie weitreichend positives bzw negatives Denken sein kann.

"Eine wichtige Erkenntnis dazu, wie die Kraft positiver Gedanken den Körper beeinflusst, liefert auch eine Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health von Ende 2016.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Frauen, die optimistischer durchs Leben gehen, ein geringeres Risiko haben, an Krankheiten wie Krebs, Herzleiden, einem Schlaganfall, Erkrankungen der Atemwege oder Infektionen zu sterben.

Für ihre Studie analysierten die Harvard-Wissenschaftler die Daten von 70.000 Frauen über einen Zeitraum von acht Jahren."


Artikel: http://m.huffingtonpost.de/2017/04/16/p ... 93220.html
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Dienstag, 06.03.18, 11:12

Hallo,
ich habe diesen thread eröffnet,damit Langzeitbetroffene HOFFNUNG :!: bekommen !

Nicht, damit sie hier lesen müssen,dass alles sinnlos ist und es keine Hoffnung gibt.
Es sollte und SOLL(insbesondere) eine Sammlung von POSITIVEN Berichten sein,ein thread der aufbaut und hilft.

Keine Sammlung von " Das könnt ihr euch abschminken,seht der "Wahrheit" ins Gesicht :frust: !
Ihr glaubt an Märchen.........
Solche "Berichte" können übelst triggern und auch gefährlich sein :!:

Wenn sich jemand bezüglich " Es wird nie wieder was,das ist das Ende" austauschen möchte,dann soll er einen
neuen thread eröffnen.

Nichts für Ungut,aber das war nicht der Sinn dieses threads.

Vor allem nicht,wenn daraus ein endloses "Ja,aber....." wird.

Gruß
Nospie

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Oliver » Dienstag, 06.03.18, 12:02

Hallo Hope,

Du hast ja jetzt die Sichtweise mehrerer Teilnehmer hier gehört und jetzt schalte ich mich mal als Schiedsrichter ein. Für mich ist ganz klar, dass es zwei Ideen davon gibt, wofür dieser Thread hier gedacht ist und darum gibt es Reibungen. Mit Deiner Idee, wie man mit dem Thema umgehen sollte, stehst Du wohl gerade recht alleine da und Nospie hat jetzt nochmal genau erklärt, was die Intention dieses Threads ist. Vielleicht muss das noch ein wenig klarer herausgestellt werden. Was aber klar ist, ist dass die Diskussion, die Du hier angestoßen hast für diesen speziellen Thread nicht konstruktiv ist.

Als jemand der von Anfang an hier dabei ist, muss ich sagen: es ist dem Forum gegenüber sehr unfair, wenn Du ihm Verharmlosung vorwirfst. Der überwiegende Rest der Welt tut uns als Spinner ab, weil wir die Risiken von SSRIs und Co. aufzeigen und versuchen die Betroffenen zu informieren und Ihnen eine Plattform geben, um sich gegenseitig zu unterstützen. In gewissen anderen Foren zum Thema hätte ich Deine Kritik verstanden, aber hier beim Besten Willen nicht. Wenn Du für dich selbst Zweifel hast und unter Deiner gegenwärtigen Situation leidest, dann hast Du hier Raum das zu teilen, aber bleib in diesem Thread bitte bei Dir und stelle Deine Sichtweisen nicht als wissenschaftlich bewiesene Tatsachen dar - das ist unkonstruktiv und löst Konflikte aus, die nicht nötig sind. Du denkst, dass Du handfeste Beweise in der Hand hast, dabei hast Du im Endeffekt nur Deine eigene Erfahrungen und das was Du liest. Was von dem was du liest, wahr ist und was nicht, kannst Du nicht wissen.

In Bezug auf das Ungewisse gibt es verschiedene Herangehensweisen. Die realistischste in diesem Fall ist zuzugeben, dass wir es in Bezug auf das Individuum nicht sagen können, was die Langzeitfolgen sind, weil wir es wirklich nicht wissen. Dann muss jedes Individuum sich entscheiden, wie es mit der Ungewissheit umgeht.

Alles Gute
Oliver

P.S. Wenn diese Diskussion hier abgeschlossen ist, trennen wir sie am Besten ab und führen diesen Thread wieder seiner eigentlilchen Funktion zu (und erklären sie vielleicht ein bisschen besser, durch einen anderen Titel und/oder Einführungstext).
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Dienstag, 06.03.18, 12:54

Hallo Oliver :) ,
Oliver hat geschrieben:
Dienstag, 06.03.18, 12:02
P.S. Wenn diese Diskussion hier abgeschlossen ist, trennen wir sie am Besten ab und führen diesen Thread wieder seiner eigentlilchen Funktion zu (und erklären sie vielleicht ein bisschen besser, durch einen anderen Titel und/oder Einführungstext).
Das ist eine gute Idee !
Danke !
LG
Nospie

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 06.03.18, 13:52

Wow!!!!
Was ist hier los? Hier scheinen ja einige sich angegriffen zu fühlen.
Natürlich sollte man Menschen Hoffnung geben und um Gotteswillen ich will Sie bestimmt keinem nehmen. So war das hier nicht gedacht.
Eine Diskussion beeinhaltet nun mal pro und contra. Wenn man nichtmal darüber reden kann mit Betroffenen und auch mal diese auch für mich negativen Studien besprechen kann , wozu dann die Antwort funktion?
Ich respektiere die Arbeit und die Hilfe des Forums und bin glücklich das es sowas gibt.
Um was es mir ging ist eben nicht wie hier behauptet den Menschen hier die Hoffnung zu nehmen , sondern ernst über auch diese negativen Sachen zu reden.
Aber man wird ja da sofort angegriffen.
Ich bin auch ein langzeitbetroffener und weiß ganz genau was das heißt!!!!
Jedoch finde ich es echt schwach wie das dargestellt wird: pesimismus übertragen, negativ alles darstellen , Studien Durchführung etc. Das alles wird mir an den Kopf geworfen.

Ich habe persönlich zu keinem gesagt das alles nicht mehr wird, das man aufgeben soll usw.
Aber ich finde man sollte halt auch über diese Sachen miteinander reden können.
Offenbar geht das aber nicht.
Ich denke jeder sucht irgendwie nach Antworten warum , weshalb.....

Grüße Hope ( wie der Name schon sagt)
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 06.03.18, 14:09

HALLO Oliver.
Das mit der Verhamlosung war auch nicht so gemeint wie oben dargestellt. Keiner weiß wie das endet , was genau zu 100% mit unserem Körper passiert, wann alles vergeht und wir wieder Leben können. Da gebe ich euch recht.
Doch sollte man diese Dinge auch in Betracht ziehen weil ich finde , sie gehen uns alle an als SSRI BETROFFENE.
UND LEIDER IST ES HALT MAL SO DAS BEI EINER UNBESTIMMTEN ZAHL DIE SYMPTOME NOCH MEHRERE JAHRE BESTEHEN BLEIBEN KÖNNEN.-wie man oben den Berichten entnehmen kann und evtl. ist das eine mögliche Ursache wie in der Studie.

Und bei der Eröffnung vom Thread ging es ja um Langzeitbetroffenen und die Symptome( Siehe Nospie erster Beitrag)



GRÜßE

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 06.03.18, 14:31

:pillowtalk: :group:

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Dienstag, 06.03.18, 14:46

Hallo Hope :-)

niemand stellt doch in Frage, dass bei einigen Betroffenen die Symptome über viele Jahre anhalten, mit nur wenig Besserung. Da sind wir uns doch alle einig :group:

Du hattest aber geschrieben
Bei Surviving ist auch so zu sehen das es einfach so ist das die meisten die die tabletten knapp ein jahrzent genommen haben(besonders paroxetin oder effexor) nie wieder sich vollständig regenerieren.
Das Problem ist nach einigen Recherchen das wohl bleibende Schäden bleiben. Habe von wirkich fast keinem der langzeituser gehört das sich jemand vollständig erholt hat ( es scheint wohl eher die aussname als regel).
Damit sagst du nicht nur, dass manche viele Jahre lang Symptome haben, sondern dass das die meisten betrifft, und diese auch noch nie wieder ganz gesund werden - dafür gibt es keine Studiengrundlage. Ich habe persönlich gar nicht den Eindruck, sondern ich würde eher sagen dass es die meisten sind die sich innerhalb einiger Jahre wieder weitestgehend erholen, manche auch viel früher (wie geschrieben, hinterlassen schwere Zeiten eigentlich immer Spuren) und dass es leider auch einige gibt, wo sich der Heilungsprozess sehr lange hinzieht und die auch nach vielen Jahren noch keine deutliche Besserung verzeichnen können.

Deine Aussage belegst dann mit einem Link, der absolut nichts mit dem Antidepressiva-Entzug zu tun hat sondern wo es um organische Nervenverletzungen geht
Das Gehirn ist wohl neuroplastisch aber auch nur begrenzt.
https://www.helmholtz.de/gesundheit/was ... en-laesst/
Wünschte die Prognose wäre besser.
Dass dies Widerspruch auslöst, sollte doch nachvollziehbar sein?

Danach schreibst du
Es mag sein das sich dieser Artikel mehr mit diesen Schädigungen befasst. Jedoch findet man bei suche im Web und selbst in diesem Artikel die Auskunft das das ZNS nicht heilt.
Dies ist nicht wahr, es finden sich im Internet keine belastbaren und nachvollziehbare Aussagen darüber dass das ZNS nach Antidepressiva-Einnahme grundsätzlich nicht mehr heilt.
Man solte schon bei der Warheit bleiben. Ich habe hier schon damals verschiedene Publikationen verlinkt mit der Rückbildung der Rezeptoren nach SSRI einnahme.
Einmal wurde der Versuch glaub mit Resusaffen gemacht und einmal mit Labormäusen.
Du schreibst, man sollte bei der Wahrheit bleiben, bitte überprüfe dann doch deine Links und deine Studien genau, bevor du sie als angeblichen Beweis für ein unabwendbares Schicksal für Langzeitbetroffene postest :?

Wissenschaftliche Studien sind ganz wichtig, aber was man daraus entnimmt kann sehr von der Interpretation abhängen :? die meisten Studien geben, aber nur wenn man Glück hat, einen kleinen Einblick in einen Aspekt eines Themas, und die Ergebnisse sind allein für sich noch nicht aussagekräftig. Von einer (durchschnittlichen) Rezeptorenveränderung sicher auf ein individuelles Lebensschicksal und komplexe Symptome zu schließen, ist i.d.R. gar nicht möglich :shock:

Es zeigt m.N.n., wenn überhaupt, nur, dass die Vulnerabilität nach dem Absetzen tendenziell erhöht ist, etwas das wir auch immer wieder beobachten und schreiben.

Absetzsymptome und protrahierte Entzüge sind ein sehr komplexes Geschehen. Genausowenig wie Antidepressiva nur die Serotoininrezeptoren beeinflussen (sie wirken u.a. auch Entzündungshemmend und auf ganz viele Rezeptoren) genauso wenig spielen wahrscheinlich beim Entzug nur die Serotoninrezeptoren eine Rolle. Diese stark vereinfachte Sichtweise wird höchstwahrscheinlich überhaupt nicht der "Wahrheit" gerecht, auch wenn wir uns natürlich alle einfache Antworten wünschen.

Hope :-) du wolltest bestimmte Dinge diskutieren, und das ist dir ja gelungen - du hast sehr viel ausführliches Feedback bekommen. Du stellst ziemlich starke und für Betroffene ziemlich schwerwiegende Behauptungen auf und die Belege sind nicht geeignet deine Aussagen in dieser schwere zu unterstützen, das ist doch logisch dass wir da kritisch nachhaken?
LEIDER IST ES HALT MAL SO DAS BEI EINER UNBESTIMMTEN ZAHL DIE SYMPTOME NOCH MEHRERE JAHRE BESTEHEN BLEIBEN KÖNNEN.
ja... so ist das leider, darüber gibt es doch gar keinen Zweifel :?

Ich verstehe deine Verzweiflung und deine Not, aber es ist so wenn du solche Dinge wie oben erwähnt schreibst kann das bei anderen ziemlich viel auslösen, das ist doch nicht verwunderlich.

Pass auf dich auf

:group:

Liebe Grüße
Lina
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Dienstag, 06.03.18, 15:00

Hallo :group: ,
diese Texte,die Hope hier eingestellt hat,haben bei mir
übelst getriggert ! Und nicht nur bei mir !
Es gibt genug Betroffene,die so in den Seilen hängen,dass sie auf solche Sachen
nicht reagieren können !(Ich wurde angeschrieben!)
Ich hab jetzt 2 schlaflose Nächte hinter mir,ganz abgesehen von anderen, durch diese
Berichte, getriggerten Symptome !
Mag ja sein,dass "man" solche Meinungen aushalten sollte,aber NICHT in dieser Situation
als Langzeitbetroffener !
Und wer es aushält : OK ! Aber NICHT in diesem Thread.
Wir haben schon genug :censored: um die Ohren. :frust:
Und wie ich das einschätze ,geht es munter weiter....

Und um meiner Genesung nicht weiter zu schaden ,werde ich mich jetzt abmelden !
In ein paar Jahren melde ich mich wieder.
Ich wünsche euch alles Gute !

Nospie

BobdB
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von BobdB » Dienstag, 06.03.18, 15:12

Oliver hat geschrieben:
Dienstag, 06.03.18, 12:02
Mit Deiner Idee, wie man mit dem Thema umgehen sollte, stehst Du wohl gerade recht alleine da.
Nein tut sie nicht.

LG
Bob
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HOPE85
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 06.03.18, 15:24

Hallo Nospie.
Also alles jetzt auf andere abzuwälzen ist leicht.

ICH WILL NICHT LANGE DRUMHERUM REDEN.

Wenn ich so schlimmes durch diese Diskussion angerichtet haben soll und das diskutieren hier nicht erwünscht ist und man gleich für alles verantwortlich gemacht wird,
dann verbannt mich doch einfach aus dem Forum.

Also sowas ist echt der Hammer.
Eine PN an mich hätte es auch getan und ich hätte die Beiträge gelöscht , wenn das jemanden ein Dorn im Auge ist.

Sowas hätte ich in keinster weise erwartet.
Nospie musst dich nicht abmelden, ich schreibe hier nichts mehr rein , nicht das gleich triggert.

Trotzdem liebe Grüße an alle auch an dich nospie :group:
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Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Dienstag, 06.03.18, 17:07

Hallo,

so, hier darf ich jetzt auch schreiben, bei den "Langzeitlern" ging das ja nicht ...

Solche Diskussionen wie diese sind immer schwierig, und oft bauen sich die Probleme dabei aus Missverständnissen heraus auf. Verletzte Reaktionen treten dann wechselseitig auf, und meistens schaden sie uns, indem sie unnötig schmerzen.

Tief durchatmen und davon ausgehen, dass man sich ja nichts Böses will ... dann gehts wieder.

Grüße an alle "Diskutanten" :)
Eva
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Selbstwirksamkeit ist ein viel schöneres Wort als Resilienz.
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Guglhupf
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.03.18, 18:29

Hallo :)

In diesem abgetrennten Diskussionsthread möchte ich mich klar formulieren - es geht in meinen Augen schon lange nicht mehr um das Einbringen einer anderen Sichtweise, sondern ums Prinzip, koste es was es wolle.

Was das bringen soll erschließt sich mir nicht, zumal hier wie mehrmals erwähnt nichts geschönt oder falsche Hoffnungen gemacht werden.

VG
Anna
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