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Kann ich zur Einnahme von AD gezwungen werden?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Snosa
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Re: Kann ich zur Einnahme von AD gezwungen werden?

Beitrag von Snosa » Montag, 26.03.18, 11:54

Hallo!
Ein großes liebes DANKESCHÖN an euch alle! :) :group:
Bin sehr froh, dass ich euch gefunden habe!!!

Meine Frage habt ihr mir beantwortet...und bin jetzt echt erleichtert! An dieser Stelle auch noch mal großes Danke an edgar :)

Ich habe mich für die Psychotherapie entschieden! Unter andrem, weil ich diesbezüglich in all den Jahren sehr positive Erfahrungen gemacht hab (mit der "passenden" Therapeutin). Sport... :( Sportlich war ich körperlich gar nicht in der Lage dazu. Jede körperliche u. psychische Belastung verschlimmerten meine Beschwerden...vorallem Erschöpfung u. Müdigkeit. Trotzdem habe ich mich vor einigen Monat aufgerafft und habe begonnen REGELMÄßIG meine Kinder in KiGa u. Schule ZU FUSS zu bringen - trotz Schmerzen u. anschließender Erschöpfung. Mittlerweile habe ich diesen Weg erweitert und versuche es weiter. Es ist eher ein Spazierengehen... Es ist jeden Tag anders. Mal klappts besser, mal schlechter - wegen Schmerzen. Aber hab gemerkt, dass es rotzdem irgendwie gut tut psychisch. Bisschen wie Meditation. Nur ICH und die NATUR. :)
Will das erstmal beibehalten und die "Runde" Stück f. Stück erweitern. Eine andere Art Sport kann ich mir vorerst NICHT vorstellen. Später könnte ich mir durchaus Schwimmen gut vorstellen. 1-2 die Woche für eine Std. meine Bahnen schwimmen, nach meinem Leistungsvermögen halt.

Ich hoffe, dass mein Entzug nach meinem (fast kalten) Absetzen v. AD 11/2016 irgendwann sein Ende findet und damit all meine Beschwerden!

Hab einen GBd von 20. Einfach Antrag an's Versorgungsamt geschickt. Nützen tut mir das aber gar nix und interessiert niemanden.

LG Snosa
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Bin 43, 3 Kinder (19, 9 u. 4)
2003 erstmals mittelschwere Depression diagnostiziert
Tagesklinikaufenthalt
2004 - 2006 Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2003 - 2008 Antidepressiva TREVILOR (v. Psychologen/Psychiater d. Tagesklinik bekommen - Dosis weiß ich nicht mehr) mit Unterbrechungen (1 Absetzversuch kalt in Eigenregie u. Absetzen wegen Schwangerschaft)
2010 Venlafaxin v. Hausärztin weil depressiv u. erneute Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2013 Venlafaxin abgesetzt wegen Schwangerschaft
2014 nach Geburt Medikament Betablocker wegen zu hohen Blutdruck ... wurde wieder depressiv (oder waren es Entzugserscheinungen und/oder Nebenwirkungen d. Betablockers?) ...immer mehr ...Hausärztin verschrieb wieder Venlafaxin
Depressivität nahm stetig zu inclusive vieler Beschwerden. ...bis hin zur akuten Suizidgefahr 04/2015
Zum Glück hatte ich einen "lichten" Moment wo ich meine "alte" Psychotherapeutin anrief und ich sofort zu ihr konnte...Überweisung in Psychatrie...
09/2015 Tagesklinik - Dosiserhöhung Venlafaxin auf 125mg u. weiter Betablocker
Diagnose: Dysthymie mittelschwere Episode
2016 psychosomatische REHA - weiter Venlafaxin u. Betablocker
Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
10/2016 eigenständiges Absetzen Betablocker
11/2016 eigenständiges Absetzen Venlafaxin innerhalb v. 3-4 Wochen
Beides ohne Rücksprache eines Arztes, weil meine Beschwerden KEINEN Arzt wirklich interesierten.
Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
Bin seit 02/2017 in Psychotherapie (tiefenpsychologisch)
Beschwerden bis heute:
- leichte Depressivität (eigenes Empfinden)
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- sehr starke Leistungsminderung
- sehr geringe Belastbarkeit (körperlich u. psychisch)
Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
- Schwellungen (Ödeme???) an Handgelenkaußenseiten
- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
- Muskelschmerzen beide Oberschenkel
- unruhige Beine in Ruhezustand (vorzugsweise Nachts)
- leichte bis starke Rückenschmerzen
- Hals-/ Nacken-/ Schulterschmerzen
- Ganzkörperschmerzen (brennen)
...
aufgeführte Schmerzen variieren von Tag zu Tag und ist immer unterschiedlich
Bin seit 06/2017 ununterbrochen AU.
Lehne seit Ende 2016 vehement AD ab!!!

Snosa
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Re: Kann ich zur Einnahme von AD gezwungen werden?

Beitrag von Snosa » Montag, 26.03.18, 13:17

Ich wollte noch etwas nachtragen zu edgars letzten Eintrag.

Eigentlich kann mir kein Arzt, keine KV u. kein MDK vorwerfen, dass ich meiner Mitwirkungspflicht NICHT nachgekommen bin bzw. nicht nachkomme!!! :?
03/2014 Beginn Einnahme AD, was mir weder eine Besserung gebracht hat, weder bekommen ist (u.a. immer wiederkehrende Todessehnsucht und 03/2015 akute Suizidgefahr).
09/2015 Tagesklinikaufenthalt
03/2016 REHA
11/2016 AD abgesetzt (weil KEINERLEI Besserung)
02/2017 Beginn Psychotherapie (tiefenpsychologisch)
leichte Besserung (weniger depressiv + keine Suizidgedanken/Todessehnsucht)
Aktuell immer noch in tiefenpsychologischer Therapie.
Psychisch stückchenweise Besserung und stabiler. Zu 2015 ein Unterschied wie Tag und Nacht. :roll:

Snosa
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Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
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- Müdigkeit
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Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
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- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
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Re: Kann ich zur Einnahme von AD gezwungen werden?

Beitrag von edgar » Mittwoch, 04.04.18, 22:25

Hallo Snosa,

ich habe Dir hier die gesetzliche Grundlage reinkopiert. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__63.html

Dort steht, dass der Patient aufgefordert werden kann, sich einer "Heilbehandlung zu unterziehen". Dies heißt aber wie gesagt nicht, dass Du ein Antidepressivum nehmen musst, sondern dass Du - wie in meinen Beiträgen oben aufgeführt" eine Wahlmöglichkeit hast zwischen den Therapien, die nachgewiesenermaßen alle helfen können.

Aber: Deine Krankenkasse kann Dir übrigens die Leistung nicht einstellen mit der Begründung, dass Du gar keine Therapie machst (falls das der Fall wäre), sondern nur bei anderen fehlenden Mitwirkungen, nachzulesen hier:

https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de ... ten-sgb-i/

Alles Gute !
Edgar
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Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

Snosa
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Re: Kann ich zur Einnahme von AD gezwungen werden?

Beitrag von Snosa » Samstag, 07.04.18, 7:36

Lieben Dank nochmals edgar! :)
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Depressivität nahm stetig zu inclusive vieler Beschwerden. ...bis hin zur akuten Suizidgefahr 04/2015
Zum Glück hatte ich einen "lichten" Moment wo ich meine "alte" Psychotherapeutin anrief und ich sofort zu ihr konnte...Überweisung in Psychatrie...
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Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
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Beides ohne Rücksprache eines Arztes, weil meine Beschwerden KEINEN Arzt wirklich interesierten.
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- leichte Depressivität (eigenes Empfinden)
- Müdigkeit
- Erschöpfung
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