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Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Eva
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Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 9:50

 ! Nachricht von: LinLina
Die folgenden Beiträge wurden aus einem persönlichen Thread abgetrennt http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 65#p244765 bitte hier weiter zum Thema schreiben, wenn Bedarf besteht - Danke
ihr Lieben,

Ich habe Eure Diskussion oben nachtgelesen, und ich hoffe, Ihr erlaubt mir eine kleine Stellungnahme.

Vorab: Familienzusammenhalt ist etwas Wunderbares und Schönes, aber ich frage mich wirklich, ob man darauf tatsächlich so etwas wie einen Anspruch hat und, wenn er verwehrt wird - vielleicht von der Seite der Familie aus Gründen wie Überforderung? - ob man dann bewusst mit Vorwurf und Verbitterung reagieren sollte.

Ich sehe das eher wie Clarissa. Es geht gar nicht um dieses Recht, sauer zu sein und nachzutragen - das mag ja bestehen - sondern im Endeffekt darum, ob die eigene Haltung einem eher nützt oder schadet. Wie fühle ich mich wohler? Wenn ich sauer bin über lange Zeit, den Kontakt meide oder abbreche, oder wenn ich es schaffe, zu vergeben und mir zu sagen, na ja, sie können es halt nicht so, wie es mir lieber wäre? Lang belastende Gefühle tun mir überhaupt nicht gut und ich riskiere in dem Fall auch, dass die Familie mir fremd wird. Deshalb ziehe ich das offene Gespräch vor, in dem ich, auch wenn es ruhig abläuft, mir Luft machen kann. Dann Schwamm drüber, und ich hake es wenn eben möglich ab.

MIr gibt es mehr inneren Frieden, verzeihen zu können. Und ich bin sicher, auch Clarissa meint es so. "Wer sich ärgert, büßt für die Sünden seiner Mitmenschen", an den Spruch denke ich häufiger. Aufkommende Wut - okay, das ist eine gesunde Emotion, die ihren Ausdruck finden sollte, anhaltener Ärger dagegen nicht. Ich kann ihn mir schon deshalb nicht leisten, weil es MIR damit auf Dauer schlecht geht, selbst wenn die anderen die Sache kaum zur Kenntnis nehmen oder sie schon längst vergessen haben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einem gut tut, in Ablehnung zu verharren, aber auch das ist natürlich, wie immer, Einstellungs- und Typsache. So unterschiedllich kann man das sehen; wollte ich nur gesagt haben.

Liebe Grüße, Eva

- 2 x Rechtschreibung korrigiert, sorry-
Zuletzt geändert von Eva am Montag, 30.04.18, 10:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Montag, 30.04.18, 10:05

Liebe Eva!

das sind interessante Überlegungen

würdest du so freundlich sein, einen extra thread über Familie in dem privaten Bereich dazu zu eröffnen und deine Überlegung dazu dort ein zu tragen?

Vielen Dank,

Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 10:14

Off Topic
Liebe Katharina,

das geht nun ja schlecht, ich kann nicht selbst löschen oder verschieben, aber wenn die Threadstarterin sowie die Moderatoren auch dieser Meinung sein sollten, würde ich um Verschiebung bitten.

Ich war der Meinung, es gehört durchaus hierher, weil diese Diskussion ja schon in diesen Faden weiter oben stattfand.

Viele Grüße, Eva
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Montag, 30.04.18, 10:20

Liebe Eva,

Vielen Dank
genauso so wird es geschehen.

Gruß
Katharina
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von LinLina » Montag, 30.04.18, 10:41

Hallo :-)

hier ist jetzt ein eigener Thread zum Thema Familie, und Unterstützung im Entzug. Ich finde es ist ein wichtiges thema, aber es ist wirklich besser das separat zu diskutieren und nicht im persönlichen Thread.

Wenn der Titel noch geändert werden soll, bitte bescheid geben.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Muryell » Montag, 30.04.18, 10:56

Ihr Lieben!

Ich kann keine langen Texte schreiben. Ich wollte nur sagen, es ist für alle schwer. Es ist für uns schwer, es ist für unsere Angehörigen und Freunde schwer.

Ich wünsche uns allen Erleichterung.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 11:24

Liebe Lina,

danke fürs "Auslagern".

Ja, Ihr Lieben - es ist schwer. Und wenn wir es uns gegenseitig ein wenig leichter machen könnten, wäre schon viel erreicht. Was ich oben schrieb, ist bitte nur als Vorschlag, als Möglichkeit, zu verstehen; mir liegt daran, dass es auch so ankommt.

Herzlich, Eva
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Arianrhod » Montag, 30.04.18, 16:56

Bei mir war es sehr gemischt. Das liegt aber auch daran, weil jeder in meiner Familie seine eigenen Konzepte und Ideen über Psyche, Psychiatrie, Pp
hat .
Beispiel:
Mein Vater : hält alles für Quatsch, und die Psychiater für die Verrücktesten der Verrückten. Er persönlich fand auch die Medikamente unnötig, konnte aber auf Grund seiner Einstellung auch nicht verstehen, dass ich solche Entzugsprobleme hatte und ordnete das als Einbildung ein.
Meine Mutter meinte, ich solle den Ärzten nicht widersprechen und die Medikamente nehmen - im übrigen darüber schweigen, denn die Schande, jemand psychisch Kranken in der Familie zu haben, wäre ohnehin peinlich.
Meine Geschwister: halten alles für ein Symptom dafür, dass ich zu wenig arbeite.....für psychische Probleme hat man nur Zeit, wenn man beruflich unterfordert ist.... :roll:

Meinen Mann wollte ich raushalten. Die Psychiatrie sollte nicht noch hier einen Schatten werfen, hier galt:
Ihr. Kriegt. Mich. Nicht.
daher habe ich mir lieber außerhalb der Familie Hilfe gesucht.

liebe Grüße Arian
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 17:43

Hallo Arian,

was Du oben beschreibst, ist nicht schön, ich glaube aber, für das Gros der Familien ziemlich typisch. Jeder reagiert anders, und jeder kann es (wieder) nur auf dem Hintergrund seines persönlichen Erlebens und Wissensstandes. Und wenn wir als die direkt Betroffenen schon wenig informiert sind, so sind es die anderen eher noch dürftiger.

Eine spannende Frage ist, wie man selbst dem gegenüberstünde, wäre man nie mit diesen Dingen so hautnah wie wir hier konfrontiert gewesen, sondern hätte sich in der Lage eines reagierenden Familienmitglieds befunden.

Ich kann nicht vollmundig behaupten, dass ich voller Verständnis wäre! Wie hilfsbereit ich ggf. wäre, hätte sicherlich, außer mit meineer eigenen Einstellung dazu, auch mit der Haltung des Hilfesuchenden zu tun.

Um sich in die Lage eines anderen wirklich hineinversetzen zu können, muss man wohl sowieso ein paar Tage - Monate oder Jahre? - in seinen Schuhen laufen. Erst dann wüsste man mehr. So bleibt alles weitgehend nur der - ungeliebten - Theorie verhaftet.

Lieber Gruß, Eva
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Flummi » Montag, 30.04.18, 18:30

Hallo,
ich habe einen verständnisvollen psychiatrieerfahrenen Mann. Vorteile bei meiner Mutter/Eltern ist, dass sie KH inzwischen ablehen und wenn es geht, auf eine Zu-Hause-Behandlung drängen würden. Mein Vater sieht das leider simpel: ich nehm Tabletten->keine Symptome->gesund. Also alles gut.

Wir wohnen alle in einem großen Mietshaus und ich bin sehr dankbar über meinen Mann, weil nur mit den Eltern hätte ich das nicht ausgehalten, so pharma-unkritisch, wenn auch bereit zum Lernen. Mit meinem Mann kann ich auch meine leichte Traumatisierung durch Kinik/Tabketten aufarbeiten.

Ich sehe das wie Eva: nicht über anderer Leute Fehler/Sünden ärgern, sondern verzeihen lernen. Es heißt sogar: immer, überall, jedem, alles.
Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von LinLina » Montag, 30.04.18, 19:03

Ihr Lieben :-)

ich sehe das ähnlich, wenn man es kann, ist vergeben sehr heilsam.

Aber vor dem wirklich von innen heraus vergeben können, steht denke ich individuell erstmal die Anerkennung des Leids das man erlebt hat, auch das Leid, nicht wahrgenommen zu werden und nicht ausreichend Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Da geht es für mich erstmal nur darum, was das mit mir selbst macht.

Dazu finde ich gehört auch Wut und Enttäuschung und Trauer zu durchleben und zuzulassen.

Das ist wie eine Art Trauerprozess, denke ich, wo man erst in der letzten Phase immer mehr loslassen und akzeptieren kann und auch vergeben. Aber um in diesem Prozess zu durchleben, gehören eben auch zuerst die anderen Gefühle dazu.
Abhängig von der Situation können die verschiedenen Phasen und Gefühle auch nebeneinander oder wiederholt durchlebt werden.

Das ist denke ich ganz normal und gesund.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 19:15

Liebe Lina,
Dazu finde ich gehört auch Wut und Enttäuschung und Trauer zu durchleben und zuzulassen.
Aber ja! Ich finde Wut* sogar heilend, wenn sie sich entladen kann.

(Zitat Eva, im ersten Beitrag oben:)
Aufkommende Wut - okay, das ist eine gesunde Emotion, die ihren Ausdruck finden sollte,
Ich stelle ja nur das bewusste Festhalten an Groll und Ärger infrage, denn das kann zu Verbitterung führen, und bei allem was ich selbst erlebt habe, kann ich in Verbitterung nichts erkennen, was positiiv wäre. Aber ich kann natürlich auch nur für mich sprechen.

Liebe Grüße, Eva

*Im übrigen ist jedes Gefühl erst mal "da" und an sich nichts Schlechtes. Es führt ganz schnell zu Spannungen und Missverständnissen bei dieser Frage, sofern das nicht geklärt ist.
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Clarice » Montag, 30.04.18, 19:30

Eva hat geschrieben:
Montag, 30.04.18, 17:43


Um sich in die Lage eines anderen wirklich hineinversetzen zu können, muss man wohl sowieso ein paar Tage - Monate oder Jahre? - in seinen Schuhen laufen. Erst dann wüsste man mehr. So bleibt alles weitgehend nur der - ungeliebten - Theorie verhaftet.

Lieber Gruß, Eva

Und deshalb habe ich ein Tattoo:
Auf dem linken Arm "Before you come to any conclusions...."
Auf dem rechten Fuss "...try walking in my shoes"

ist ein Song meiner Lieblingsband Depeche Mode. <3
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 20:56

Hi Clarissa,

Du hast ein Tattoo? 8-) Und dann noch so was Tolles! :)

Faszinierte Grüße,
Eva
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Clarissa » Montag, 30.04.18, 21:00

Clarice, nicht Clarissa :wink:

Ich habe kein Tattoo :lol:

Amüsierte Grüße von Clarissa
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Katharina » Dienstag, 01.05.18, 7:57

Hallo, guten Morgen!

Ich glaube nicht dass man das verallgemeinern sollte.

Sagt jemanden:
"vergib, verzeihe immerfort und alles,bedingungslos
ärgere dich und steigere dich nicht hinein niemals"

wenn beispielsweise jemand jahrzehntelang ua. in einen Keller gezogen gefesselt uvm.
vom eigenen.. und dessen Kumpanen, über Jahrzehnte usw -

wäre das nicht vielleicht ein bisschen vermessen, um es gelinde auszudrücken?



Um des eigenen Friedens Willen,
um Hass Zorn Groll Wut

- wer will da ewig drin verharren, in diesen Gefühlen -

ablegen zu können ausschließen um des eigenen Friedens willen
gäbe es die Alternative
Ursache und Reaktion zu betrachten.

Einen schönen 1.Mai

Katharina
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 01.05.18, 9:11

Hallo zurück.

Niemand will das verallgemeinern.

Ich bleibe dabei, MIR mit anhaltender Wut, Groll, Ärger und anderen negativen Gefühlen gegenüber den Defiziten meiner Familie (beispielsweise) nicht das Leben zusätzlich vermiesen zu wollen.

Wie immer spreche ich nur für mich und bei mir wäre das der Fall. Mich behindern negative Gefühle, ich kann daraus keine Kraft schöpfen.

Natürlich haben sie mich nicht in einen Keller gezogen und gefesselt, vielleicht würde ich dann anders drauf sein hinsichtlich Vergeben und Vergessen.
Sie sind lediglich mit meiner anhaltend unbefriedigenden Verfassung überfordert und halten sich fern, was ich teils sogar verstehe.

Einen hoffentlich angenehmen friedvollen Feiertag wünscht allen mit VG Clarissa.
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Katharina » Dienstag, 01.05.18, 9:35

Hallo,

deswegen "sollte", die entlastende Möglichkeittsform,
Clarissa.


( Gott sei Dank kannst Du schreiben
"natürlich hat man mich nicht...." usw

denn wie Du oben gelesen hast
ist es nicht natürlich,
das es so etwas
nicht geschieht.)



Einen schönen Tag,

Katharina
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Dienstag, 01.05.18, 10:25

Off Topic
Oh Mann ...

ich BLINDFISCH, ich! :rotfl:

Sorry an Euch beide. Ich brauch 'ne neue Brille. Und stell inzwischen schon mal die Schrift größer ein. <3

Verschämte Grüße, :wink:
Eva
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Re: Familie und (mangelnde) Unterstützung im Entzug

Beitrag von Eva » Dienstag, 01.05.18, 10:32

Hallo,

nochmal zu Hass und Wut und deren "Berechtigung".

Es gibt viele Menschen, die das Furchtbarste erleben, was ein Mensch erleben kann. Besteht damit ein Recht auf Wut? Natürlich!

Darum gehts hier ja erstmal nicht. Es geht um die Familie und deren Dynamik und ob sie uns im Entzug helfen können und wollen; ich denke, das kann und sollte man nicht vergeichen.

Wer einem Verbrechen zum Opfer fällt, wer bis aufs Blut gequält wird, MUSS er nicht hassen? Als Reaktion sehe ich es nicht als falsch an, aber dauerhaft, und darauf kommt es mir an, wäre es die eine Seite am Ende der beiden Extreme: hier nur Wut und Hass - und auf der anderen Seite das Gefühl der Abwehr, das in Verdrängen mündet, und vielleicht noch so tun, als ob es einem nichts ausmacht. Ich halte beides nicht für gut, soweit es um innerlich wachgehaltene Gefühlszustände geht. Sie belasten schließlich extrem und können ihrerseits Depressionen auslösen; aber eben beide, völlige Verdrängung auch.

Deshalb ist mein Fazit zu Hass und Wut: ja, soweit es uns helfen kann, mit den Ereignissen fertigzuwerden. Hass und Wut nur um der Gegner willen, wegen des Unrechts, das sie taten: nein; die trifft es auch meist gar nicht unmittelbar, diese starken Emotionen verhindern aber häufig die Möglichkeit der Weiterentwicklung, auch der eigenen.

Das ist natürlich auch wieder NUR EINE Meinung. Aber man kann eben verschiedener sein, auch in dieser Frage ... dass diese Diskussion zu triggern vermag, verstehe ich, man könnte dann vielleicht besser gleich vermeiden, hier mitzulesen.

Gruß von Eva
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