Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->


Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Antworten
Marsupilami

die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Marsupilami » Freitag, 26.06.09, 15:23

Hallo,

heute ist ja Antidrogentag, und im ADR-Mittagsmagazin ging es auch um Benzos. Es ist mal wieder überraschend, wie überraschend es für Fachwelt ist, wie viele Leute von dem Zeug abhängig sind.

Hier der Artikel:
Tabletten (c) MiMa
Leistungsdruck erhöht Drogenkonsum

Beim Thema Drogen assoziieren die meisten Menschen sofort Kokain oder Haschisch, denken an Begriffe wie Illegalität und Dealer. Doch die meisten Drogen, die in Deutschland genommen werden, sind legal. Es sind so genannte smart drugs. Medikamente, die -je nach Bedarf genommen- wach und konzentriert oder entspannt und müde machen. Eine neue Studie belegt den Zusammenhang zwischen Leistungsdruck und dem Konsum von legalen oder illegalen Drogen. Eine gedopte Gesellschaft?

Die Zahl der von Schlaf- und Beruhigungsmitteln Abhängigen ist nach einer Untersuchung von Suchtforschern wesentlich höher als bisher bekannt. Das belegt eine neue Studie des Hamburger Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung. Danach erhalten mehr als 1,5 Millionen Patienten die süchtig machenden Präparate aus der Medikamentengruppe der Benzodiazepine länger als in den Leitlinien vorgesehen."Häufig wissen auch Ärzte nichts darüber", so Dr. Rüdiger Holzbach, Institut für Interdisziplinäre Suchtforschung. Die Ärzte sprechen zwar mit den Patienten über deren Probleme, wie Angst, Stimmungsschwankungen oder fehlender Energie, aber die Zusammenhänge mit den Medikamenten werden nicht erkannt. "Und das führt zur weiteren Einnahme oder - besonders fatal - auch zu einer Dosissteigerung", so Dr. Holzbach.
In der bisher umfänglichsten Untersuchung zur Tablettensucht in Deutschland haben die Forscher insgesamt 3,5 Millionen Kassenrezepte analysiert. Knapp 800 000 Patienten werden demnach druch ihre Ärzte zu Dauerkonsumenten. In 130 000 Fällen hätten die Verschreibungen die Opfer zu Schwerstabhängigen gemacht, denen der Ausstieg aus der Sucht nur noch in seltenen Fällen aus eigener Kraft gelinge. "Wir waren völlig überrascht über den Umfang des Benzodiazepin-Missbrauchs in Deutschland", erklärt der Studienleiter Peter Raschke.
Kopfschüttelnde Grüße,

vom Marsu

cano
Beiträge: 82
Registriert: Montag, 22.01.07, 18:44

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von cano » Montag, 06.07.09, 21:48

1.5 millionen ist eine erschreckend hohe zahl, wobei die dunkelziffer in meinen augen noch viel höher liegt. was ich so schockierend empfinde ist dass es bei der hohen menge an abhängigen nach wie vor so gut wie keine spezialisierten entzugskliniken oder überhaupt entzugskonzepte gibt. wenn man sich überlegt was in deutschland für ein aufwand bei heroin abhängigen (70.000 substituierende) betrieben wird und im vergleich dazu sieht wie bei bei 1.5 millionen garnichts getan wird, dann sollte einem sowas zu denken geben.
Medikation: 8 Jahre tgl. 5-6mg Flunitrazepam
Absetzverlauf: Aprubtes Absetzen Anfang 2007, mit daraus Anfangs resultierender Entzugspsychose. Seitdem geht mein Leben wieder Stück für Stück bewusst aufwärts.

Marsupilami

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Marsupilami » Dienstag, 07.07.09, 13:37

Vermutlich, weil die Pharmaindustrie an den Methadon-Konsumenten einen Haufen Geld verdient, ebenso wie an den Tablettenabhängigen. Warum sollte man dafür sorgen, dass die aufhören, das Zeug zu nehmen. Deshalb gibt es ja auch nicht ausreichend Psychotherapie, weil die Pharmas da nix dran verdienen und wollen, dass die Leute ihre Pillen fressen. Unser sog. Gesundheitssystem ist doch eigentlich ein System, das die Leute krank hält durch lebenslange Pillenfresserei, daran, wirklich Ursachen zu erforschen und echte Heilmethoden zu finden, besteht doch gar kein Interesse. Zynismus pur...

Gruß,

Marsu

hooked
Beiträge: 50
Registriert: Samstag, 22.09.07, 13:21

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von hooked » Sonntag, 30.08.09, 13:13

Die Leute nehmen das Zeug immer noch freiwillig, weil es (anfangs) ja auch sofort enorm gut hilft bei fast keinen Nebenwirkungen. Die Suchtgefahr ist ausdrücklich im Beipackzettel jeder Packung erwähnt. Das Ammenmärchen von der 'bösen Pharmafia' halte ich für schwachsinnig. Die produzieren auch nur das, wofür eine Nachfrage besteht. Meist ist die Sucht zudem nur ein Begleitsymptom einer psychischen Erkrankung. Der Suchtstoff ist Medizin, die zur (Selbst-)Behandlung der Erkrankung eingenommen wird. Bei Heroin bzw. der Substitution mit Methadon etc. ist das nicht anders als bei Benzos. Ohne den Stoff wären viele Leute deutlich schlechter dran.

Das mit den "smart drugs" ist auch eine Phantasie der Journalisten. Der Konsum richtiger Smart Drugs wie z.B. Piracetam, durch Leute ohne medizinische Indikation, ist nahezu inexistent. Das einzige Aufputschmittel, was wirklich verbreitet eingenommen wird, ist Coffein oder auch noch Nikotin. Der entsprechende Downer, um am Abend wieder abzuschalten, ist der Alkohol.

StillAlive
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 25.08.09, 18:36
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von StillAlive » Sonntag, 30.08.09, 15:54

hooked hat geschrieben:Meist ist die Sucht zudem nur ein Begleitsymptom einer psychischen Erkrankung. Der Suchtstoff ist Medizin, die zur (Selbst-)Behandlung der Erkrankung eingenommen wird. Bei Heroin bzw. der Substitution mit Methadon etc. ist das nicht anders als bei Benzos. Ohne den Stoff wären viele Leute deutlich schlechter dran.
Da kann ich Dir nicht generell zustimmen. Zumindestens hatte ich eine Hepatitis C Therapie, welche ich durch 32 x Blutkonserven im Jahre 1974 bekkommen hatte (Nie Dorgen etc. genommen). Die Hep. C Therapie war bei mir erfolgreich, allerdings wurde mir vorsorglich Lorazepam verschrieben, da die Suicid Quote bei Hepatitis C Therapien enorm hoch ist. Die Therapie hatte 14 Monate gedauert und Lorazepam wurde immer weiter verschrieben. Dies hatte schlicht und einfach bei einer Anfangsdosisierung von 4.5 mg/pro Tag Lorazepam über lange Zeit zwangsläufig zu einer Abhängigkeit geführt. Mein früherer Arzt hatte eben keine Ahnung und ich erst, als es schon zu spät war.

Liebe Grüsse

StillAlive
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor StillAlive für den Beitrag:
Katharina

Azure
Beiträge: 30
Registriert: Mittwoch, 14.09.16, 15:51

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Azure » Freitag, 16.09.16, 21:44

Marsupilami hat geschrieben:Hallo,

heute ist ja Antidrogentag, und im ADR-Mittagsmagazin ging es auch um Benzos. Es ist mal wieder überraschend, wie überraschend es für Fachwelt ist, wie viele Leute von dem Zeug abhängig sind.

Hier der Artikel:
Tabletten (c) MiMa

Die Zahl der von Schlaf- und Beruhigungsmitteln Abhängigen ist nach einer Untersuchung von Suchtforschern wesentlich höher als bisher bekannt. Das belegt eine neue Studie des Hamburger Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung. Danach erhalten mehr als 1,5 Millionen Patienten die süchtig machenden Präparate aus der Medikamentengruppe der Benzodiazepine länger als in den Leitlinien vorgesehen."Häufig wissen auch Ärzte nichts darüber", so Dr. Rüdiger Holzbach, Institut für Interdisziplinäre Suchtforschung. Die Ärzte sprechen zwar mit den Patienten über deren Probleme, wie Angst, Stimmungsschwankungen oder fehlender Energie, aber die Zusammenhänge mit den Medikamenten werden nicht erkannt. "Und das führt zur weiteren Einnahme oder - besonders fatal - auch zu einer Dosissteigerung", so Dr. Holzbach.
Kopfschüttelnde Grüße,
vom Marsu

Hallo ihr Lieben,

Auch wenn der Beitrag älter ist,interessiert mich folgendes:

Über diesen Dr. HOLZBACH...habe ich schon einiges gehört. Und dass er eine Fachklinik für Medikamententzug betreibt.

Was macht er denn in seiner Entzugsklinik anders?...wenn die Krankenkassen im allgemeinen nur 3-4 Wochen genehmigen.Oder ist das eine Privatklinik?
Arbeitet er in Richtung Ashton Manual oder was macht er denn anders?

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit ihm gemacht.
Oder war schonmal jemand in Lippstadt zur Behandlung?

Freue mich auf Antworten.
Eure Azure
Diagnosen: PTBS, Depressionen und massive körperliche Missemfindungen.

Viel Erfahrung mit AD's ....Fluoxetin,Sertralin, Venlavaxin usw.

Nach Schwangerschaft brach mein Trauma auf. Gleichzeitig massive Probleme im Privatleben.

2012 schleichend Lorazepam,alle paar Tage 1-2 mg
2013 langsam wurde es zum täglichen Gebrauch ca: 2-3 mg
Ab 2014 täglich 5 mg bis 7,5 mg :frust:
Zwischenzeitlich immer AD's versucht und wieder abgesetzt! Zuletzt Escitalopramtropfen.

stationärer Entzug....ein Albtraum, Horror! Dies war vom 07.09.-16.09.16

Entzugsklinik nach etwa 9 Tagen verlassen.
Versuche noch die Dosis wieder einzupendeln. Sehr schwierig, da bei mir alles durcheinander geraten ist.
Herzrasen, Angstzustände, Magenprobleme, Unruhe Depri und massive Abgeschlagenheit. Fühle mich wie Blei. :zombie:
Neue Herausforderungen warten!

Nov.2016: stationärer Entzug von 7,5mg Lorazepam. Runterdosiert bis 2 mg in 5 Wochen. Dann ging nichts mehr. Hochdosiert auf 2,5 mg. Zusätzlich 15 mg Cipralex und 100 mg Quetiapin.

Jan. 2017: Umstellung auf 30 Tropfen Clonazepam, entspricht etwa 3 mg Lorazepam.
Nach knapp 2 Wochen massive Angstzustände, Depression mit SM-Gedanken und Unruhe sowieso.

Nach ärztlicher Meinung: Nebenwirkung von Clonazepam.
Unverträglichkeit bei Oxazepam, Diazepam und nun leider auch Clonazepam.

Lorazepam 3 mg wieder eindosiert und die Zustände sind weg. Trotzdem niedergeschlagen und massiv antriebslos. Bekomme jetzt Fluoxetin 10 mg und weiterhin Quetiapin 100 mg zur Nacht.

Würde am liebsten alle Medikamente in die Tonne werfen.Fühle mich wie ein Zombie :cry:

padma
Team
Beiträge: 14214
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 34823 Mal
Danksagung erhalten: 18312 Mal

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von padma » Freitag, 16.09.16, 22:23

hallo Azure, :)

schau mal hier haben wir Einträge zu H.Holzbach.
http://www.adfd.org/austausch/search.ph ... s=Holzbach

Es gab vor einiger Zeit eine Fersehdoku zu der Klinik, leider fällt mir der Titel gerade nicht ein.
Die Klinik arbeitet nicht nach Ashton, sie stellen auf Oxazepam um und entziehen dann sehr schnell, aus unserer Sicht viel zu schnell.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaKatharina
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Murmeline
Team
Beiträge: 12426
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 13968 Mal
Danksagung erhalten: 12395 Mal

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Murmeline » Freitag, 16.09.16, 22:28

Hallo,

War es nicht diese Doku?
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... lm#p127120

Fiindet sich bestimmt irgendwo im Netz.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
padma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Azure
Beiträge: 30
Registriert: Mittwoch, 14.09.16, 15:51
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 48 Mal

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Azure » Freitag, 16.09.16, 23:43

Hallo,

also der Dr. Holzbach scheint ja eine Koryphäe auf diesem Gebiet zu sein. Und wenn ich das richtig verstanden habe laut der Öfflentlichkeitsarbeit von ihm, ist es ja wichtig Medikamente vorsichtig und langsam abzusetzen. Aber wenn ich mir die Homepage so anschaue ist es genauso eine Entzugsklinik, die von den Krankenkassen bestimmt werden, so nach de Motte. Der Entzug dauert 21 Tage...vielleicht bekommst du noch 5 Tage drauf und dann tschüß.
Das verstehe ich jetzt echt nicht, liegt doch total im Wiederspruch zu dem, was er sagt, mit dem langsamen runterdosieren. Oder hat er als Chefarzt nicht wirklich viel zu melden. Ich finde es irgendwie komisch.

Viele Grüße Azure
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Azure für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaMurmeline
Diagnosen: PTBS, Depressionen und massive körperliche Missemfindungen.

Viel Erfahrung mit AD's ....Fluoxetin,Sertralin, Venlavaxin usw.

Nach Schwangerschaft brach mein Trauma auf. Gleichzeitig massive Probleme im Privatleben.

2012 schleichend Lorazepam,alle paar Tage 1-2 mg
2013 langsam wurde es zum täglichen Gebrauch ca: 2-3 mg
Ab 2014 täglich 5 mg bis 7,5 mg :frust:
Zwischenzeitlich immer AD's versucht und wieder abgesetzt! Zuletzt Escitalopramtropfen.

stationärer Entzug....ein Albtraum, Horror! Dies war vom 07.09.-16.09.16

Entzugsklinik nach etwa 9 Tagen verlassen.
Versuche noch die Dosis wieder einzupendeln. Sehr schwierig, da bei mir alles durcheinander geraten ist.
Herzrasen, Angstzustände, Magenprobleme, Unruhe Depri und massive Abgeschlagenheit. Fühle mich wie Blei. :zombie:
Neue Herausforderungen warten!

Nov.2016: stationärer Entzug von 7,5mg Lorazepam. Runterdosiert bis 2 mg in 5 Wochen. Dann ging nichts mehr. Hochdosiert auf 2,5 mg. Zusätzlich 15 mg Cipralex und 100 mg Quetiapin.

Jan. 2017: Umstellung auf 30 Tropfen Clonazepam, entspricht etwa 3 mg Lorazepam.
Nach knapp 2 Wochen massive Angstzustände, Depression mit SM-Gedanken und Unruhe sowieso.

Nach ärztlicher Meinung: Nebenwirkung von Clonazepam.
Unverträglichkeit bei Oxazepam, Diazepam und nun leider auch Clonazepam.

Lorazepam 3 mg wieder eindosiert und die Zustände sind weg. Trotzdem niedergeschlagen und massiv antriebslos. Bekomme jetzt Fluoxetin 10 mg und weiterhin Quetiapin 100 mg zur Nacht.

Würde am liebsten alle Medikamente in die Tonne werfen.Fühle mich wie ein Zombie :cry:

Sunny30
Beiträge: 236
Registriert: Samstag, 10.02.18, 10:09
Hat sich bedankt: 101 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal

Re: die Fachwelt ist mal wieder überrascht...

Beitrag von Sunny30 » Freitag, 01.06.18, 20:29

Hi,

Ich denke das Dr. Holzbach sich schon sehr viel Mühe gibt und versucht die individuellen Bedürfnisse des Patienten zu sehen.
Er versucht auf den Patienten einzugehen und das auch im menschlichen Bereich.

Ich denke das auch er mittlerweile weiß, das nicht bei jedem Patienten ein schneller Enntzug machbar ist.
Er ist sehr bemüht und engagiert.

Nur nicht jeder Mensch reagiert gleich, dem einem fällt es leichter, dem anderen schwerer. Im zweiten Fall hat dann letztlich auch ein Arzt nur noch wenig Spielraum.

Mittlerweile ist er auch nicht mehr in Warstein/Lippstadt tätig, so das auch längere Aufenthalte möglich sind.

Ich denke er ist aufjedenfall ein Arzt mit Herz für seine Patienten im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Und für jemanden der ambulante oder stationäre Hilfe braucht oder sucht aufjedenfall eine gute Adresse.

Ob es für jeden passt mag dahin gestellt sein.

Nicht jeder funktioniert nach Schema und jeder reagiert anders.

Nicht jedes Konzept passt zu jedem.

Aber auch da ist er sehr bemüht um darauf einzugehen.

Genauso wie ganz sicher nicht jeder geschafft hat nach dem Forum abzusetzen.
Viele dennoch zusätzlich Medikamente brauchen oder brauchten.


Weil es individuell bei jedem anders ist.

Viele Grüße Sunny
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sunny30 für den Beitrag:
Jamie

Antworten