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Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Buetzfeld
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Buetzfeld » Montag, 30.04.18, 12:09

Hallo,
meine Frage bei meinem Psychiater bezüglich der Absetzmöglichkeit von Citalopram gefragt. Antwort sinngemäß: "Warum wollen Sie denn absetzen. 2 Absetzversuche sind doch schon gescheitert. Das Ihre Depression wieder auftritt ist um ein Vielfaches erhöht. Dann folgten die typischen Psychofragen: "Erzählen Sie doch mal, wie geht es Ihnen heute ? Was denken Sie ? Sind Sie traurig ? Ich sehe, dass Sie unaufmerksam sind...." etc. Ich kam mir vor wie in der typischen Beschreibung eine "Klapse". Fehlte bloß noch die "Eidschi-Beidschi-Kindersprache". Daraufhin habe ich beschlossen mich zu informieren und selber von dem Zeug wegzukommen. Bin jetzt innerhalb eines Jahres von 20mg auf 5mg runter. Der letzte Schritt war vielleicht etwas zu groß von 10mg auf 5mg, da merke ich schon Absetzsymptome. ich gebe aber nicht auf. Bei meinem früheren Hausarzt war ich vor Jahren schon mal, wegen der Absetzmöglichkeit. Antwort damals: "Ich habe nur 10 Minuten Zeit für Sie. Nehmen Sie die Medikamente weiter, dann geht es Ihnen auch weiter gut". Wo gibt es heute noch einfühlsame Ärzte, die einem wirklich ernst nehmen und vor allen Dingen zuhören ? Unser gesamtes Ärztewesen verkommt, weil es nur nur um Effektivität und Wirtschaftlichkeit geht. Ich kann nur jedem raten die Sachen selber in die Hand zu nehmen, immer zu hinterfragen, selbst sich Fachwissen aneignen auch was Medikamentengabe und Wechselwirkung mit anderen Medikamenten angeht. Da achtet nämlich kein Arzt mehr drauf. LG Buetzfeld
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padma
2009 Beginn der Depressionen mit extremen Schwindel, Angstzustände, Hypochondrie, Panikattacken.
Hausarzt: 20mg Citalopram mit extremen Nebenwirkungen (Schwindel, extreme Ängste, Panik) für 8 Wochen
Psychiater20 mg Citalopram 8 Wochen krankgeschrieben
2009 - 2011 kaum Probleme, jedoch Beginn von leichten Taubheitsgefühlen an den Zehen
2011 Absetzen von Citalopram dann im 4 Wochen Rythmus -20mg-15mg-10mg-5mg , danach 3 Monaten keine Probleme
Mitte 2012 nach großer psychischer Belastung wieder extremer Schwindel, Angstzustände, Hypochondrie, Panikattacken. Psychiater20 mg Citalopram 8 Wochen krankgeschrieben
2014 Nach 2 Jahren guten Befinden außer den immer leicht tauben Zehen, 2.Absetzversuch, wie beim ersten Mal. Reduzierung alle 4 Wochen von 20mg-15mg-10mg-5mg.
Mitte 2014 nach 3 Monaten AD-frei wieder Beginn von massivem Schwindel, Panik, Hypochondrie etc. Psychiater20 mg Citalopram 10 Wochen krankgeschrieben. Danach für lange Zeit richtig gut
Mitte 2017 3.Absetzversuch, dieses Mal langsamer, 6 Monate auf 15mg, dann 3 Monate auf 10 mg.
Anfang April 2018 Reduzierung auf 5mg. Seitdem haben die Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen stark zugenommen. Dadurch hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen wie Tumor oder MS. Zeitweise stehen jedoch auch unterschiedlich andere Symptome wie Schwindelgefühle im Vordergrund und die Missempfindungen in den Füssen sind im Hintergrund so stark ausgeprägt. Die Symptome sind allerdings auszuhalten und ich kann nach wie vor meinem Job nachgehen.
Am 17.05.18 mit Wasserlösemethode wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
seit 24.05.18 plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18 Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos, kein Vergleich und genau das Gegenteil von letzte Woche. Ich bin am Boden zerstört.
Juni 2016 So ganz langsam wechseln sich leichte Fenster mit zum Teil noch heftigen Wellen ab. Geht es mir zum Teil tagelang ganz mies, ändert sich das Befinden dann plötzlich innerhalb einer Stunde. Die Beschwerden sind dann weitaus geringer ausgeprägt und die Stimmung verbessert sich sehr. Für jemanden, der das noch nie erlebt hat, ist das unbegreiflich und kaum nachvollziehbar. Eben noch bricht die Welt zusammen und etwas später dann genau das Gegenteil. Allerdings schlägt es danach auch sehr schnell wieder um und die Ängste und Missempfindungen sind massiv wieder präsent. Ich hoffe jedoch auf zunehmende Stabilisierung. Die Fenster machen mir Mut, dass es tatsächlich nur Absetzsymptome sind und keine ernsthafte Krankheit. Aber die Symptome sind schon sehr heftig.

Li-la022
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Li-la022 » Montag, 30.04.18, 12:51

Mein alter Hausarzt hat mir 2017 Opipramol verschrieben da ich SchlafStörungen hatte. Im Dezember 2017 besprach ich mit ihm das ich fast Gefühl habe es wirkt nicht mehr. Nahm100mg zur Nacht. Er sagte mir ich soll 5 Tage 50mg nehmen und dann weg lassen... 3 Tage nach null fingen die ersten Symptome an. Er sagte mir dann 11 Tage später ich soll wieder auf 50mg eindosieren.. ich reagiere wohl sehr sensibel. Dann ging er in Rente... mein neuer Hausarzt beschloss bei unserem 1. Termin das ich mit der Psyche habe.. das war 3 wochen nach wieder eindosierung... er bemerkte nicht das meine Symptome vom absetzen / wieder eindosieren/ wirkungsverlust kommen... er beschloss opipramol sofort weg und 5mg Escitalopram. .. aber da ging die Post ab. Sein Chef und seine Kollegin waren mit dem Symptomen vertraut wussten das es ein entzug ist und redeten mir zu es auszusitzen... mit der Aussage 6-8 wochen dauert sowas. Naja mit 6-8 wochen ist es bei mir leider nicht getan, aber immerhin konnten sie meine Symptome einordnen. Meine psychotherapeutin sagten klar bei opipramol gibt es keinen entzug. Ruderte dann aber zurück...

Liebe Grüße
Lila
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padma
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 18 Wochen opipramol 0 , 17 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

23.05.18 Aktuelle Symptome :
Inneres zittern hauptsächlich an den Beinen
inneres zittern direkt nach dem aufwachen (in der Nacht oder früh beim erwachen)
Ab und an Angst: Angst alleine zu sein, Angst das die Symptome nie wieder weg gehen oder doch etwas anderes dahinter steckt.
Verspannungen Nacken und gelegentlich Kopfschmerzen

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