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Beitrag von Psycho » Freitag, 15.02.13, 2:35

Am folgenden Montag gibt es in der ARD um 22.45 Uhr eine kritische Reportage über Antidepressiva. Vielleicht für einige Mitglieder ganz interessant!
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 14.03.18, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel abgeändert
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Re: Info

Beitrag von nix » Freitag, 15.02.13, 7:22

Danke für den Hinweis, klingt ja wirklick interessant.

http://www.daserste.de/information/repo ... n-100.html
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Zeitungsbericht und Fernsehbeitrag

Beitrag von flickflauder » Sonntag, 17.02.13, 9:49

Hallo an Alle

ich weiss nicht, ob es hierhin passt:
In der Süddeutschen Zeitung von 16./17. Februar 2013 findet sich auf V2/3 eine Reportage über die Gefährlichkeit von SSRI's. Titel: Die Pille zum Glück. Wie die Pharmaindustrie trickste, um die Zulassung für gefährliche Antidepressiva zu erhalten.

Edit: Link zum Artikel http://www.n-fuchs.de/artikel/Antidepre ... utsche.pdf

Morgen Abend um 22.45 Uhr läuft dann auf ARD die Fernsehreportage mit demselben Titel.

Gut, dass endlich etwas ins Rollen kommt...

Einen schönen Sonntag und Grüsse, flickflauder
Zuletzt geändert von Murmeline am Sonntag, 08.04.18, 9:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link hinzugefügt
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Frühjahr 2009: Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Motivationsprobleme
Februar-Mai 2010: jeden Tag Übelkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Gewichtsverlust
Juni-Juli 2010: Früherwachen, Konzentrationsverlust, Motivationsprobleme, Erschöpfung, Weinerlichkeit ==> weiterhin Deanxit, kurzzeitig Paroxetin
August-September 2010: Zunahme obiger Symptome und Angstattacken ==> Ende Sept. Eintritt in Tagesklinik==> dort kommt es vor lauter Erschöpfung zum total Zusammenbruch es folgte:
Okt. 2010-Januar 2011: Klinikaufenthalt stationär ==>Medis: Venlafaxin, Remeron, Moclobemid, Temesta, Seroquel ==> Diagnose: mittelgradige Depression, generalisierte Angststörung, Panikstörung
Medikation bei Entlassung im Januar 2011: Temesta (Lorazepam) (am Tag der Entlassung zum letzten Mal bekommen-Entzugsymptome dann zu Hause in voller Wucht, wurde nie aufgeklärt-die Klinik agiert nach dem Motto: nach uns die Sintflut), 15 mg Cipralex, 25 mg Seroquel
März 2011: Cipralex durch Zoloft (70 mg) ersetzt
April 2011: Zoloft abgesetzt (innerhalb 5 Tage)
Seit 17.2.2012: Opipramol 25-25-50; Seroquel 48 mg
3.4.2012: Opipramol " "; Seroquel 47 mg
5.5.2012: Opipramol " "; Seroquel 46 mg
14.5.2012: Opipramol " "; Seroquel 45mg
28.5. 2012: Opipramol " "; Seroquel 44 mg
2.7.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 44mg
27.8.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 43mg
18.9.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 42mg
4.10.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 40mg
3.12.2012: " "; Seroquel 39mg
20.12.2012: " "; Seroquel 38mg
10.01.2013: " "; Seroquel 37mg
27.01.2013: " "; Seroquel 36mg
==> weiter in 1 mg Schritten
09.12.13: " "; Seroquel 16mg
18.12.13: "-"; Seroquel 15mg
29.12.13: " "; Seroquel 14mg
10.01.14: " "; Seroquel 13mg
Seit 1.5.2015: Seroquel 0mg; Opipramol Tropfen 5-4-50 mg (Dragee) (seit Juli 2014)

endelee
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Re: Zeitungsbericht und Fernsehbeitrag

Beitrag von endelee » Sonntag, 17.02.13, 10:14

Danke flickflauder für den hinweis. :hug:

Ja morgen ARD 22:45 "Gefährliche Glückspillen"

und im Anschluss daran um 23:30

" Wege aus der Depression" - Der Kampf gegen eine Volkskrankheit

LG endelee
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Ex-Depressiver
Nehme wegen Nervenschmerzen seit 16.8.2010 Lyrica Es wurde ab und an weiter gesteigert. Bis 5.3.12 nahm ich 100 - 100 - 75.
Dann hab ich reduziert wie folgt:
5.3.12 -25 mg mittags
20.3.12 - 25 mg morgens
30.4.12 - 25 mg mittags
14.5.2 - 25 mg mittags
21.5.2 -25 mg mittags
Bis auf den letzten Schritt, der war nach einer Woche definitiv zu schnell, ging alles ziemlich problemlos.
Bei der letzten Reduktion 3 - 4 Tage Durchfall, Mattigkeit, etwas grippeartiges Gefühl, aber dann wieder gut.
Seit 21.5.12 75 - 0 - 75 Seit 10.12.12. 75 - 25 - 75
Habe im März 2013 25 abgesetzt und umgestellt auf 3 x täglich 50

Seit März 2013 Lyrica 50-50-50
Weitere Versuche abzusetzen stelle ich zurück, bis das mit dem Doxepin endgültig vorbei ist und der Körper etwas Ruhe hatte.

Zwischenzeitlich habe ich 10 mg Doxepin abgesetzt, wie ich jetzt weiß, zu schnell
15.09.12 - 2,5 mg
23.09.12 -2,5 mg
01.10.12 -2,5 mg
15.10.12 -2,5 mg

Oliver
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von Oliver » Dienstag, 19.02.13, 8:50

Hallo,

hat's jemand geguckt? Ich habe es aufgenommen und schau es mir heut abend an - bin mal gespannt ...

Grüße
Oliver
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von nix » Dienstag, 19.02.13, 11:45

Beide Beiträge kann man sich noch 7 Tage in der ARD-Mediathek anschauen, für alle die es verpasst habe. ;)

Hatte sie mir grad angesehen und fand beide Beiträge ziemlich gut & interressant. Lohnt sich auf jeden Fall mal reinzuschaunen!
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irat
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von irat » Dienstag, 19.02.13, 19:37

Dies wurde ja im zweiten Teil erwähnt:

http://www.aphs.ch/d/wissen/nadf/index. ... +blockiert

Den ersten Teil fand ich auch schonungslos offen,leider hat mir gefehlt,dass kein Wort über die Absetzproblematik gefallen ist.

irat

Oliver
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 20.02.13, 9:23

Hallo,

ich fand' die Doku sehr gut, aber der Fokus war wirklich ausschließlich auf Suizidalität und erhöhter Aggression. Aber besser als nichts - ich finde es wäre schon viel erreicht, wenn SSRI und Co. nicht mehr so leichtfertig verschrieben würden. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn SSRI und Co. komplett von der Bildfläche verschwinden, aber dafür bringen sie immer noch zu hohe Profite und die nächste Wunderdroge wurde scheinbar noch nicht "entdeckt".

Der Aspekt, den ich besonders gut an der Doku fand, war die Darstellung der Korruption hinter den Kulissen (durch SSRI induzierte Suizidalität und andere Probleme sind den Herstellern seit 30 Jahren bekannt und kamen schon in den Zulassungsstudien zu Tage, wurden aber so gut es ging vertuscht) .

Auch die aggressiven Vermarktungsmethoden, die am Beispiel des amerikanischen Pharmavertreters verdeutlicht wurden, werfen ein interessantes Licht auf das Thema. Diese Show von GSK für ihre Verkäufer war ja wohl einfach nur eklig und es wurde ganz klar, worum es denen bei Paroxetin geht: um unverschämte Profite - den Verkäufern da wurde erzählt, dass sie mit dem Verkauf von Paxil Millionäre werden können.

Mit David Healy und Müller-Oerlinghausen haben sie sich auch tatsächlich kompetente Vertreter der kritischen Seite geholt und nicht irgendwelche Sprachrohre der Pharmaindustrie, die das übliche Geschwurbel von sich geben (wie z.B. dass durch die bessernde Wirkung der Medikamente möglicherweise bereits vorhandene Selbstmordgedanken in die Tat umgesetzt würden). Die Beispiele haben das ganz eindeutig gemacht. Vor allem die deutsche Frau, die SSRI zur Vorbeugung genommen hat und sich nach 7 Tagen vor einen Zug geworfen hat. Sie war vor der Einnahme werde depressiv noch suzidal.

Jetzt wünsche ich mir noch eine ARD Doku über die Absetzproblematik.

Alles Gute
Oliver
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carlotta
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 20.02.13, 19:49

Hallo Ihr,

ich fand die Doku auch sehr gut, auch den Artikel in der Süddeutschen, der war ja ganz ähnlich gelagert.

Endlich mal was Kritisches zu AD in etwas größerem Stil! :) :!:

Wahrscheinlich ist die Absetzproblematik einfach nicht so spektakulär wie die geschilderten Todes-/Gewaltfälle und daher nicht so interessant für die Öffentlichkeit. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns hier austauschen und als Anlaufstelle für Betroffene eine superwichtige Funktion erfüllen.

Übrigens war neulich im Spiegel auch ein Artikel über inflationäre Diagnosen von sog. Geisteskrankheiten, die natürlich zu haufenweisen Verordnungen von AD etc. führen. Gab dort auch einen kleinen Zusatzartikel zu Gefahren von Neuroleptika. Weiß nicht, ob ich hier verlinken darf... Gebt mal bei Spiegel online "Hirnschwund durch Psychopillen ein" und "Wahnsinn wird normal".

Liebe Grüße :)
Carlotta
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Oliver
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 20.02.13, 23:40

Weiß nicht, ob ich hier verlinken darf...
Darfst Du :)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90638344.html

Alles Gute
Oliver
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schroelo
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von schroelo » Montag, 04.03.13, 16:36

Hallo miteinander,

zuerst einmal möchte ich mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Lothar Schröder und ich bin der Witwer der Frau, über deren Suizid in der ARD-Dokumentation berichtet wurde.
Ich war in der Dokumentation nur kurz im Hintergrund der eingespielten Videos zu sehen.
Da ich schon mehrfach im Fernsehen aufgetreten war, unter anderem in der Frontal21 Dokumentation "Das Pharmakartell", sollte diesmal nur die Tochter meiner Frau, Frau Berit Kranz, gezeigt werden und über ihre Mutter erzählen. Ich finde, sie hat das sehr gut gemacht, was ihr auch nach fast acht Jahren nach dem Tod ihrer Mutter nicht leicht gefallen ist.

Auch ich fand die Reportage sehr gut gemacht, insbesondere zu der Korruption in der Branche und zu den Methoden, wie damals Ende der 80er Jahre in Deutschland die Zulassung von Fluctin durch Beeinflussung der Mitglieder der Zulassungskommission erreicht wurde. Hier geht die Reportage in der Süddeutschen Zeitung auch noch weiter als das Fernsehen und nennt auch einige Namen. Damals war Prof. H.J. Möller der Rapporteur der Kommission für die Medikamentengruppe der Antidepressiva und wenn man der Zeitung glauben kann, dann wurde er von Eli Lilly während des Zulassungsverfahrens angesprochen.
Ob hier auch Geld im Spiel war, kann man nur vermuten. Wahrscheinlich ist es damals aber genauso gelaufen, wie auch schon John Virapen in "Das Pharmakartell" vermutet hatte.

Natürlich konnte in den 45 Minuten nicht über alle Fakten zu den Antidepressiva berichtet werden, z.B. über die anderen Nebenwirkungen neben dem erhöhten Suizidrisiko, über die Absetzrproblematik und über die geringe Wirksamkeit. Kaum jemand weiß, dass diese Mittel bei leichten und mittelschweren Depressionen kaum besser wirken als Placebos. Aber dafür hätte eine dreiviertel Stunde bei weitem nicht ausgereicht.

Was auch interessant gewesen wäre, wäre ein Interview mit einem Vertreter der Aufsichtsbehörde oder einem Staatsanwalt. Denn man fragt sich bei alledem ja unweigerlich, wie es denn sein kann, dass die Zulassungsbehörden nicht schon bei der Zulassung entsprechende Warnhinweise zum Suizidrisiko vorgeschrieben haben, da sie doch die Risiken kannten und warum die Pharmaunternehmen in Europa bisher so glimpflich davon gekommen sind. Denn obwohl es auch bei uns nach dem Arzneimittelgesetz strafbar ist, bedenkliche Arzneimittel in Verkehr zu bringen oder nur mit unzureichenden Risikoinformationen, so wurde bisher noch kein Pharmaunternehmen in Europa zur Rechenschaft gezogen oder zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Wie es scheint, sind wir in Europa nur Bürger zweiter Klasse. Was hier passiert, das schreit zum Himmel, doch die Politiker und Aufsichtsbehörden sind auf beiden Ohren taub.
Deswegen ist es erforderlich, dass die Betroffenen und Angehörigen nicht länger schweigen und Antworten von den Verantwortlichen einfordern.

In dem Beitrrag kam zur Sprache, dass wir Klage gegen das pharmazeutische Unternehmen eingereicht haben. Schön wäre, wenn noch mehr unserem Beispiel folgen würden. Ich hätte mir auch gewünscht, wenn neben dem Fall meiner Frau auch über andere Fälle aus Deutschland berichtet worden wäre, z.B. von versuchten Suiziden, in denen die Überlebeneden darüber hätten berichten können, wie sie sich hierbei gefühlt haben, als sie den versuch unternommen hatten. Denn obwohl dies eine deutsche TV-Produktion war, wurde nur über einen Fall aus Deutschland berichtet, dafür aber über mehrere Fälle aus den USA. Der Zuschauer könnte so den Eindruck haben, dass hier etwas aufgebauscht wird und es dieses Problem der Suizide und Aggressivität unter Antidepressiva eigentlich nur in Amerika gibt. Typisch Amerika wird vielleicht der eine oder andere Zuschauer sagen und dass die sowieso spinnen.
Vielleicht hat ja der eine oder andere in diesem Forum ähnliches erlebt, wie ich und vielleicht jetzt auch den Mut, hierüber im Fernsehen zu sprechen. Dass dies nicht einfach ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber leider führt daran kein Weg vorbei, wenn sich etwas ändern soll.

Übrigens läuft diese Woche im SWR ein weiterer Beitrag über Antidepressiva, in dem auch über die Risiken gesprochen wird:
Odysso "Die Psychofalle", 07.03.2013, 22:00 Uhr.
Diesmal werde auch ich zu Wort kommen und kein Blatt vor den Mund nehmen.
Doch seht am besten selbst...

Viele Grüße,

Lothar Schröder
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carlotta
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von carlotta » Montag, 28.10.13, 16:33

Hallo in die Runde,

der Beitrag "Gefährliche Glückspillen" ist übrigens nach wie vor in der ARD-Mediathek abrufbar - für diejenigen, die ihn verpasst haben:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_ ... m=20110409

Er ist wirklich sehr zu empfehlen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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rosalienchen
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von rosalienchen » Montag, 28.10.13, 17:12

hallo charlotta habe mir es angeschaut und mir sind die tränen gelaufen, mehr kann ich dazu nicht schreiben es stimmt einen sehr nachdenklich :(
mittelschwere Depressionen, Angst und Panik, Sept-Nov. trimiparin, weiss aber nicht mehr genau wieviel, musste es dann absetzen weil ich nicht mit klar gekommen bin,
seit november 2010 venlafaxin 37,5mg
nach 2 wochen hoch auf 75 mg
september 2011 von 75mg runter auf 37,5mg
starke stromstösse, übelkeit, nervosität, traurig, unruhig
genau weiss ich es nicht mehr ich glaube im dezember runter auf 18 mg und im januar auf 12,5mg dann im februar ganz abgesetzt
seitdem alle symptome die es gibt in verschiedenen abständen jeden monat was anderes habe ich das gefühl, seit märz betablocker morgens 25mg abends 25mg, nur mit nebenwirkungen zu kämpfen, seit anfang september nur noch morgens 25 mg, nebenwirkungen lassen langsam nach, seit 3 wochen nur ne viertel metobeta, jetzt seit einer woche nur noch jeden zweiten tag eine viertel metobeta, dann tgl. eine viertel metobeta also12,5mg, jetzt seit weihnachten aufgrund von herzstolpern und einer panikattacke wieder auf 25mg, seit april 2013 nur noch ein krümel also 12 mg metobeta, und ich glaube ich habe das schlimmste überstanden, sicherlich gibt es noch tage wo stundenweise symptome auftreten, aber es ist auszuhalten, ich sage mir immer das geht vorbei und motiviere mich selbst. im juli eine op mit kurznarkose, 2 wochen später kommen alle absetzerscheinungen wieder zurück, jeden tag was anderes, schwindel, üelkeit, frieren, schwitzen, zittern, weinerlichkeit ect
seit 30.10.2013 letzten krümel betablocker abgesetzt, nun medikamentenfrei.. symptome weiterhin stundenweise am tag... frieren, schwindel, muskelzittern, nackenverspannungen und schmerzen, blutdruck sehr niedrig, müdigkeit, stimmungsschwankungen,
Im Februar 2015 werden es 3 Jahre ohne Ad und mein Zustand ist oft einfach katastrophal.

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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 28.10.13, 18:08

Hallo Carlotta!
Ich habe mir den Film angesehen,die Sache an sich ist nichts Neues für mich,aber diesen Film kannte ich nicht.
Es gibt nicht umsonst in den U.S.A. soviel Amokläufe ,die auch mit den SSRI`s in Zusammenhang gebracht werden.
Liebe Grüße Monika :hug:
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Dia_HB
Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

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Fernsehbeitrag über Depressionen

Beitrag von carriecat » Freitag, 15.11.13, 8:57

Im Moment läuft im Rahmen der Sendung Planet Wissen im WDR eine Sendung über Depressionen http://www.planet-wissen.de/
In dem Link steht es aber unter SWR, das mit Sven Hannawald, der ist auch Gast im Studio.
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

Hinweis:
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carlotta
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Re: Fernsehbeitrag über Depressionen

Beitrag von carlotta » Freitag, 15.11.13, 12:56

Hallo in die Runde,

habe in den Beitrag ein wenig reingeschaut, es war das Übliche, was man in den Medien zum Thema serviert bekommt. Zum Thema Medikamente leider auch. :x Auf eine differenzierte Sichtweise zu diesem Thema muss man wohl noch sehr lange warten. :(

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von carriecat » Samstag, 14.12.13, 19:50

Ich guck das grade...ich versteh nicht, wieso Frau Kranz Zoloft nahm um Depressionen vorzubeugen?
Liebe Grüße,
Anja
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15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Jamie
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von Jamie » Samstag, 14.12.13, 23:50

carriecat, das hab ich mich auch gefragt. Aber diese Frage kann man ihr nun nicht mehr stellen :(
Ich hatte den Eindruck, es ging darum, zu funktionieren und leistungsfähig zu bleiben - was das jedoch für ein Bild von unserer Gesellschaft und der eigenen Selbsteinschätzung der Betroffenen zeichnet, das bleibt verstörend.... :(
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carriecat
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Re: Info: Doku über ADs (Montag ARD - 22:45 Uhr)

Beitrag von carriecat » Sonntag, 15.12.13, 16:45

Dieser Film hat mich wirklich schockiert...da passieren Morde und die Leute wissen es selber nicht mehr, sind nicht mehr sie selbst...wirklich schockierend :(
Liebe Grüße,
Anja
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Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Syntia222
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Doku zum Thema Depression

Beitrag von Syntia222 » Samstag, 08.02.14, 1:09

Eine recht spannende Dokumentation zum Thema Depressionen. Leider aber auch erschreckend zu hören, welchen Lobbyismus die Pharmaindistrie übt:

http://dokumonster.de/sehen/7903-wege-a ... -ard-doku/

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