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Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Jamie » Sonntag, 11.02.18, 21:32

Psychotherapie Notstand!

Große Mängel bei der Psychotherapiereform 2017, verzweifelte Patienten, unlautere Methoden bei den Krankenkassen, Aushebelung des Kostenerstattungsverfahrens für Psychotherapie


http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 90627.html

MfG
Jamie
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weg
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von weg » Freitag, 16.02.18, 12:15

hallo
Was ist nur mit Mama los?
Wenn Eltern psychisch erkranken, leiden die Kinder mit. Das Risiko, selbst krank zu werden, ist drei- bis siebenfach erhöht. Ein neues Beratungsangebot soll die Situation verbessern.
tagesanzeiger freitag, 16.2.2018
https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/re ... y/31673051

weitere informationen http://www.iks-ies.ch/ und http://www.iks-ies.ch/jugendliche-und-k ... s-ist-los/
hier gibt es auch videos für kinder und jugendliche und viele weitere links für jugendliche und kinder.
aber auch für eltern, familie, freunde, umfeld, fachpersonen, schule, veranstaltungen......

ich habe mal einiges unten zitiert. auf der webseite kann man dann zu
Ängste und Zwänge
Bipolare Störung
Borderline Störung
Depressionen
Posttraumatische Belastungsstörung
Schizophrenie
Sucht
videos anschauen
Was ist mit meinen Eltern los?
Es kann sein, dass deine Mutter oder dein Vater an einer psychischen Erkrankung leidet.
Das kann zu schwierigen Situationen in deiner Familie führen, weil die erkrankte Person ihre Gefühle oft nicht mehr kontrollieren kann. Betroffene Eltern leiden sehr.

Ganz wichtig ist, dass du weisst, dass du ganz sicher nicht schuld daran bist.

Ein Ausnahmefall ist deine Familie damit nicht. Psychische Krankheiten gehören zu den häufigsten Krankheiten in der Schweiz. Ungefähr jeder Zweite bis Dritte ist im Verlauf seines Lebens einmal psychisch krank. Wie sich das auf die ganze Familie auswirken kann, wird dir in unseren Kurzfilmen von Emily und Michi erklärt.

Emilys Mutter ist depressiv
Michis Vater trinkt zu viel Alkohol
Wir haben auch Kurzfilme produziert, in denen dir zwei Jugendliche die häufigsten psychischen Erkrankungen erklären. Die Filme beschreiben häufige Gefühle und Reaktionen von erkrankten Menschen. Deine Mutter oder dein Vater erleben die Krankheit möglicherweise aber auch etwas anders.

Schau Sie dir an:

Ängste und Zwänge
Bipolare Störung
Borderline Störung
Depressionen
Posttraumatische Belastungsstörung
Schizophrenie
Sucht
Und wir haben Antworten auf deine weiteren Fragen: Hat mein Vater/meine Mutter ein psychisches Problem? Was für psychische Krankheiten gibt es? Warum ist mein Vater/meine Mutter krank? Wird er/sie wieder gesund? Und werde ich ebenfalls krank?

Was ist mit mir los?
Fühlst du dich manchmal durch die schwierige Situation
ich bin völlig begeistert über diese fülle von informationsmöglichkeiten.

herzlich
weg
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Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Katharina » Freitag, 16.02.18, 12:51

Guten Tag.

Ich komme zur Sekunde aus einer Praxis für
Psychologie, Psychotherapie
Suchtpsychologie:

Die Dame in der Anmeldung am Telefon :

Termine?
Bitte rufen Sie im April wieder an.


Ein schönes Wochenende,

Katharina
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Sommersprosse
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 16.02.18, 18:51

Hallo :)

Ein informativer Beitrag:

Studie

Patienten, die Benzodiazepinrezeptor-Agonisten einnehmen, müssen häufiger wegen einer Pneumonie stationär behandelt werden.
Das Risiko variiert je nach Medikation und Patienteneigenschaften.

Schlafmittel-Nutzer haben erhöhtes Risiko für Lungenentzündung

Quelle | ärztezeitung.de | von Beate Schumacher | Artikel vom 16.02.2018

Liebe Grüße Sommersprosse (n) Bild
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Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
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Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

weg
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von weg » Freitag, 16.02.18, 22:32

hallo sommersprosse,
Sommersprosse hat geschrieben:
Freitag, 16.02.18, 18:51
Hallo :)

Ein informativer Beitrag:

Studie

Patienten, die Benzodiazepinrezeptor-Agonisten einnehmen, müssen häufiger wegen einer Pneumonie stationär behandelt werden.
Das Risiko variiert je nach Medikation und Patienteneigenschaften.

Schlafmittel-Nutzer haben erhöhtes Risiko für Lungenentzündung

Quelle | ärztezeitung.de | von Beate Schumacher | Artikel vom 16.02.2018

Liebe Grüße Sommersprosse (n) Bild
danke für diesen artikel. ich habe im moment erhebliche probleme mit der atmung und meine lungenwerte sind sehr schlecht. Lina :wink: hat mich letzthin in meinem thread auch darauf aufmerksam gemacht.
LinLina hat geschrieben:
Montag, 12.02.18, 19:10
Es kann auch teilweise dem Absetzen geschuldet sein, wenn du vermehrt Probleme mit der Atmung hast. Benzodiazepine wirken ja zum einen Muskelrelaxierend und beruhigend, beim Absetzen tritt das Gegenteil ein, und Verkrampfung und Unruhe ist ja nicht gut bei Asthma, aber das sollte sich wieder einpendeln :hug:
Liebe Grüße
Lina
da ich sehr ratlos war, warum meine werte in so kurzer zeit derart schlecht geworden sind, bin ich froh darüber noch mehr zu wissen. ich hoffe sehr, dass sich das nach dem absetzen dann wieder einpendeln wird.

herzlich
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Clarice » Samstag, 17.02.18, 13:27

Hallo!
Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 11.02.18, 21:32
Psychotherapie Notstand!

Große Mängel bei der Psychotherapiereform 2017, verzweifelte Patienten, unlautere Methoden bei den Krankenkassen, Aushebelung des Kostenerstattungsverfahrens für Psychotherapie


http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 90627.html

MfG
Jamie
Ich hatte es 2015 auch mit Kostenerstattungsverfahren probiert (bin bei der TK), wurde abgelehnt und man hat mir eine Liste mit Therapeuten aus meiner Gegend gesandt, nur wenn ich da nichts fände, könne man drüber reden. Nun, ich habe zum Glück sehr schnell jemanden gefunden. Aber ich denke im Großraum Frankfurt ist es insgesamt auch leichter.

viele Grüße
Clarice
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Jamie » Samstag, 17.02.18, 16:35

Menschenversuche, Missbrauch und Misshandlung, Zwangsmedikamentierung mit Neuroleptika in Kinderheimen.

Schrecklich :(

http://www.fr.de/rhein-main/hephata-in- ... -1449687-0
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Katharina » Samstag, 17.02.18, 21:17

Hallo -

( Das kann ich nicht ansehen/ lesen.
Ich weiss ich muss es nicht.

Denn dann....
könnte ich .... )

Wenigstens wird es gedruckt.
Betet, das es etwas bewirkt.
Ich möchte so lange leben das ich erlebe das es zu einem Durchbruch kommt.

Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von LinLina » Dienstag, 20.02.18, 16:06

Artikel über die Opioid-Krise in den USA http://www.spektrum.de/wissen/5-fakten- ... sa/1544581
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,02 mg Mein Thread
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 22.02.18, 8:33

Hallo,
im Spiegel ist ein Artikel über die neue Leitlinie bei Blasentzündungen. Da leiden ja viele hier auch immer wieder dran.
Hier der Link: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 93465.html
Antibiotika können zwar viele Bakterien im Urin effektiv vernichten. Aber es gibt immer mehr Bakterienstämme, die gegen die Arzneien resistent sind. Und je mehr Antibiotika verabreicht werden, desto besser können sich die Erreger an die Medikamente anpassen. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, eine Blasenentzündung mit dem Wirkstoff Ibuprofen zu behandeln - zumindest, wenn der Infekt auf die Blase beschränkt ist. Diese Empfehlung geht aufeine Studie aus dem Jahr 2015 zurück. Demnach waren 70 Prozent der Frauen, die Ibuprofen einnahmen, nach einer Woche beschwerdefrei. Bei Antibiotika-Einnahme waren es 80 Prozent.
Viele Grüße Gwen
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 22.02.18, 12:50

Hallo Gwen,

ich bin nicht so euphorisch wie in dem Artikel , denn ich selbst habe als junge Frau Blasenentzündungen mit Omas Hausmitteln - Blasentee und Warmhalten behandelt - und das gab dann eine Nierenbeckenentzündung. Ob es dazu kommt, kann ich als Laie nicht beurteilen.
Einfach nur ein Schmerzmittel einwerfen - ich weiss nicht.
Auch der Satz mit den 70% und 80% sagt imho nicht viel, was ist mit den 10% passiert? Eine Blasenentzündung länger als eine Woche , die sollte man schon ernst nehmen, zumal sich das neigt, zu wiederholen. Und haben diese Patientinnen dann letzendlich Antibiotika bekommen müssen?
Ich hoffe sehr auf die Entwicklung dieser neuen Medikamente, die die Blasenwand stärken, so dass Coli- Bakterien keine Chance haben, rüberzuwandern,
also verstärkte Cranberrys sozusagen.

liebe Grüße Arian
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 22.02.18, 15:16

Hallo Arian,
ich selbst kenne mich mit Blasenentzündungen fast gar nicht aus. Ich glaube ich hatte nur vor 20 Jahren Mal eine. Daher hab ich mich da nie mit beschäftigt und kann auch nicht beurteilen, wie sinnvoll diese neuen Empfehlungen sind.
Liebe Grüße Gwen
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Zimtsterni » Donnerstag, 22.02.18, 18:37

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/dep ... 62273.html

FAZ: Jeder vierte junge Mensch hat psychische Probleme.
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 23.02.18, 16:28

Zimtsterni , aus dem verlinkten FAZ- Artikel :
. „Gerade bei den angehenden Akademikern steigen Zeit- und Leistungsdruck kontinuierlich, hinzu kommen finanzielle Sorgen und Zukunftsängste“, diagnostizierte der Mediziner Straub.
Zimtsterni hat geschrieben:
Donnerstag, 22.02.18, 18:37
FAZ: Jeder vierte junge Mensch hat psychische Probleme.
Und das nennt sich dann endogene Depression, oder ? :roll:
Anstatt die Umwelt und die Arbeitswelt so zu gestalten, dass man sie bei guter Gesundheit durchleben kann, werden junge Menschen als psychisch krank diagnostiziert, behandelt und mediziert ( der Artikel geht nicht darum, die Zukunftsängste abzubauen, sondern den jungen Leuten schneller eine Behandlung zu ermöglichen. ) .

Schon im Roman "Schöne neue Welt" nehmen die Leute die Droge Soma, um einwandfrei im System zu funktionieren. (1932).

liebe Grüße Arian
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Zimtsterni » Freitag, 23.02.18, 16:57

Und ich dachte immer, ich bin der einzige, der so denkt. Oft habe ich nämlich auch schon gefragt, warum man nicht einfach alles ein wenig langsamer angeht in dieser Welt und mit weniger Leistungsdruck. Im Grunde genommen läuft der Menschheit ja nichts weg. Aber wir müssen heute alle schneller, höher und weiter - und wenn es nicht geht, gibt's vielleicht Tabletten, die "helfen" können.
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Zimtsterni » Freitag, 23.02.18, 16:58

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/unt ... ssion=true

Iberogast - verschweigt Bayer Nebenwirkungen des Magenmittels?
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 23.02.18, 18:44

Heute in SPON:
Das Ergebnis: Alle untersuchten Antidepressiva können eine Depression besser als Placebos lindern.
klingt ja vielversprechend, wird aber gleich relativiert:
Allerdings haben die meisten Wirkstoffe auch Nebenwirkungen, die manche Patienten dazu zwingen, die Behandlung abzubrechen.
und
Und sie helfen nicht jedem.
"Antidepressiva sind wirksame Medikamente", sagt Andrea Cipriani von der University of Oxford, Hauptautor der Studie
wieder vielversprechend , wird wieder relativiert:
"
Aber leider spricht etwa ein Drittel der Patienten mit Depression nicht auf die Mittel an."
und
Und weil ihr Effekt insgesamt klein bis mäßig sei, sei klar, dass man die Therapiemöglichkeiten verbessern müsste.
Wie es den Patienten nach einem halben Jahr oder einem Jahr ging, wissen wir ebenfalls nicht, da der gewählte Zeitraum acht Wochen waren. Deshalb ist zum Beispiel auch nicht erfasst, wie viele Patienten erst später unter Nebenwirkungen der Medikamente litten.
und
Bei der Datenanalyse merkten die Forscher: Wirkstoffe schnitten besser ab, wenn sie neu waren. Warum? Es könnte daran liegen, dass Patienten ebenso wie Ärzte bei einem neuen, experimentellen Mittel besonders optimistisch sind, was dann den weiteren Verlauf positiv beeinflusst.
das IST ja dann der Placeboefekt, doch die Überschrift war doch, dass sie besser sind als Placebos....
nur wo? wie ? wann?
8-)
Es könnte aber auch daran liegen, dass rund um die Markteinführung eines neuen Medikaments eben vor allem jene Daten veröffentlicht werden, die für dieses Mittel sprechen.

Wer hat's bezahlt?

Die aktuelle Arbeit wurde nicht von Pharmaunternehmen finanziert. Aber knapp 80 Prozent der ausgewerteten Studien wurden im Auftrag von Medikamentenherstellern durchgeführt. Einige der an der Analyse beteiligten Forscher geben an, von verschiedenen Pharmakonzernen Vortrags- oder Beraterhonorare erhalten zu haben.
Fazit: mangelhaft

Quelle http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 94880.html
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Katharina » Montag, 26.02.18, 9:31

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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Clarice » Montag, 26.02.18, 10:41

Arianrhod hat geschrieben:
Freitag, 23.02.18, 18:44

Heute in SPON:
(...)
"Antidepressiva sind wirksame Medikamente", sagt Andrea Cipriani von der University of Oxford, Hauptautor der Studie
wieder vielversprechend , wird wieder relativiert:
"
Aber leider spricht etwa ein Drittel der Patienten mit Depression nicht auf die Mittel an."
(...)

Fazit: mangelhaft

Quelle http://www.spiegel.de/gesundheit/diagno ... 94880.html
Und die restliche Presse feiert die Studie von Cipriani als Beweis, dass AD wirken :frust:
Am schlimmsten daran finde ich, dass die Studien nur die ersten 8 Wochen der Einnahme betrachten und nicht die Langzeiteinnahme.
Wurde jemals irgendwer "studiert" wie z.B. ich? 18 Jahre? Mehrere ADs? Oder andere mit zahlreichen Kombis aus AD, Benzos, Zs, etc.???


Hier auch ein grenzwertiger Kommentar aus der SZ:
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/a ... -1.3878860

Aber womöglich ist diese Botschaft noch nicht überall angekommen, denn immer noch finden sich zahlreiche Berichte in pseudoaufklärerischen Medien und erst recht im Netz, wonach Medikamente gegen Depressionen keinerlei Wirkung hätten. Immer noch kursieren Befürchtungen, dass Antidepressiva abhängig machen und die Persönlichkeit verändern, obwohl das frei erfundener Unfug ist.

Typische Nebenwirkungen der modernen Wirkstoffe wie etwa Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, innere Unruhe oder vorübergehender Libidoverlust können unangenehm sein, sind aber bestimmt den Symptomen einer Depression vorzuziehen. Bei somatischen Medikamenten nehmen Patienten vergleichbare Effekte achselzuckend in Kauf.
:roll: :roll: :roll:
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Oliver » Montag, 26.02.18, 11:06

 ! Nachricht von: Oliver
Zur unsäglichen Cipriani Meta Studie, siehe auch: viewtopic.php?f=15&t=14523
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