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Luisa1974
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 20.11.17, 9:56

Das wundert mich nicht... ich habe mal in der Apotheke gefragt wer diese riesigen Packungen Bromazanil bekommt, wo ich nie mehr als eine 10er Packung hatte... die gehen alle in die Heime... um die Senioren ruhig zu stellen.. bei dem Mangel an Pflegekräften... ja das ist total schlimm, aber niemand will auch in der Pflege arbeiten.. ich habe mal meine Oma gepflegt und das ist wirklich nicht nur physisch sondern auch mental total schwierig.. :(
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Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 20.11.17, 13:03

Hallo ihr Lieben,

dazu fällt mir nur Folgendes ein:

"Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt." (Zitat von Gustav Heinemann)

LG Ute
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 22.11.17, 21:27

Hallo, ich habe es gerade nicht auf dem Schirm, ob es schon den Link zu der Arte Sammlung zum Thema Depressionen gibt:

https://www.arte.tv/de/videos/RC-014295 ... -hoffnung/
Depression, neue Hoffnung
Einblick in die neuesten therapeutischen Ansätze
Rund ein Fünftel aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens von einer Depression betroffen. Herkömmliche Antidepressiva werden zwar häufig verordnet, wirken aber in vielen Fällen nicht. Heute weiß man, dass auch Entzündungen eine erhebliche Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielen können. Eine wichtige Spur für die Therapie der Erkrankung.
Auf der Seite gibt es ganz viele Beiträge zum Thema.
Liebe Grüße Gwen
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 24.11.17, 19:13

Polymedikation: Ein tödliches Durcheinander......
Top Ten der FDA
Nach Daten der Pharmakovigilanz der FDA sind folgende Substanzen besonders häufig in Arzneimittelinteraktionen bei Polypharmazie betroffen, wobei die Häufigkeit von oben nach unten abnimmt:

Simvastatin
Warfarin, ein Antikoagulans
der Protonenpumpeninhibitor Omeprazol
das Diuretikum Furosemid
Quetiapin, ein Neuroleptikum
Pregabalin, ein Antikonvulsivum
Levothyroxine
der Betablocker Atenolol
das Antihypertensivum Ramipril
Atorvastatin
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... ment-70939

liebe Grüße Arianrhod
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Luisa1974
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Luisa1974 » Samstag, 25.11.17, 10:47

Hallo Ihr Lieben,
ich glaube, ich habe die Selbsthilfegruppe in Berlin gefunden. Leider weiß ich nicht , ob das noch aktuell ist.
http://www.weglaufhaus.de/2012/04/selbs ... -absetzen/
Liebe Grüße, Luisa
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seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
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Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Murmeline » Samstag, 25.11.17, 11:09

Hallo Luisa,

diese Gruppe habe ich schon besucht. Sie ist leider nicht die aus dem TV Beitrag, da bin ich ziemlich sicher. Sie wird von einem Mann geleitet und es nehmen v.a. Betroffene teil, die mal mit außergewöhnlichen Wahrnehmungszuständen (Diagnose Psychose) zu tun hatten.

Die Treffen finden meines Wissens nach regelmäßig statt.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Katharina » Sonntag, 26.11.17, 6:10

Hallo !

Wenn man überlegt, das eine Packung Cymbalta
270 € kostet für einen Selbstzahler, dieser die Einschleichphase,
die Einnahmezeit und die Ausschleichphase durchgehen muss, wie viel würde dann von dieser einzelnden Person bezahlt werden, insgesamt?

Von dem Preis des Leides
abgesehen -

Unvorstellbar.

Jeder Gesunde der krank diagnostiziert wird, sich nicht informieren und wehren kann, verzweifelt ist und nicht Verzweiflung als Lebensereignisse positiv / "erlaubt"
erfährt, ist gefangen; für wie lang.

Besser, gleich mit 16 Jahren verordnen..

Klärt alle jungen Leute in Eurem Umfeld auf.
Immer wieder.-

Gruß,
Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Lana19 » Sonntag, 26.11.17, 19:58

Hallo zusammen,

bin nicht mehr so oft hier...sorry dafür :(

habe grade hier den Beitrag über die Psychopharmaka in Altenheimen gelten.

Möchte dazu anmerken - ich habe einen geistig behinderten Bruder, der auch im Heim lebt. Auch ihm wollten sie schon "was zum ruhiger werden" geben :evil: , weil er manchmal so aufgedreht ist.

Es gibt nichts, was diese Medikamentengabe befürwortet! Es ist nur wie im Altenheim das Problem, das sie viel zu wenig Personal haben. In konkretem Fall ging es um eine Urlaubsreise mit dem Flugzeug, wo mein Bruder vor lauter Vorfreude auf dem Flughafen mal in eine andere Richtung gehen könnte. Da geben wir ihm was, das er ruhiger ist. (was sie auch dauerhaft geben wollten, weil immer mal so Situationen kommen, wo er ..... sagen wir unruhig ist, aus Freude, Angst oder sonst was).

Meine Eltern haben sich zum Glück dagegen gewehrt. Aber ich finde es soooo schlimm! Mein Bruder ist kein Böser, er ist behindert. Sonst nichts.


Sorry, musste ich jetzt mal loswerden.


Alles Gute euch
Lana
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Katharina » Montag, 27.11.17, 8:11

Liebe Lana ,

was mit Deinem Bruder geschieht ist ganz furchtbar.

Ich finde Hilflosigkeit solches Missbrauchs so unbeschreiblich.

Wie kann man dagegen angehen.

Die Schwächsten werden voll gepumpt.

Es tut mir endsetzlich leid, Lana.
So etwas macht mich sehr betroffen.



Herzliche Grüße
von Katharina
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Luisa1974 » Montag, 27.11.17, 9:46

Ihr Lieben,

ich habe gerade diesen Artikel gelesen. Ich weiß nicht, ob er schon geteilt worden ist. Was bemerkenswert ist, für uns aber nicht verwunderlich, ist diese Aussage:
„Als sie die Tabletten nicht mehr genommen hat, habe ich gemerkt: Da ist sie wieder“
Leider kann man nur den Trailer sehen und es ist nicht alles nachvollziehbar, aber wenn ich den Trailer sehe, dann empfinde ich genau das, was durch die Medikamente geschieht,... es ist so schwer, zwischen der Grunderkrankung Depression und der Wirkung der Medikamente zu unterscheiden.. Die Glückliche hat es wohl ohne große Probleme geschafft, die Medikamente loszuwerden

https://vimeo.com/237573995

https://www.jetzt.de/gesundheit/ein-fil ... depression

Liebe Grüße
Luisa
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Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankunge extrem, besser auszuhalten
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Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
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27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
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14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 28.11.17, 7:56

https://www.gmx.at/magazine/panorama/me ... g-32650388

--------------------

Ergänzung von Jamie
Fycompa ist Perampanel
Der Link behandelt eine Bluttat unter vermehrten Aggressionen und Feindseligkeit ausgelöst durch Fycompa
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 28.11.17, 9:00, insgesamt 1-mal geändert.
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JamieAnnanas
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Flummi
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Flummi » Dienstag, 28.11.17, 14:00

Hallo Ihr,
Hier ein neuer Artikel zu dem Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und Suizid:
https://ajp.psychiatryonline.org/doi/ab ... 7.17060616

Liebe Grüsse,
Claudia
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Kimeta
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Heute 18 Uhr: HR 2 - Der Tag - Tabu Depression

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 28.11.17, 15:35

Heute um 18 Uhr in HR 2 widmet sich die Sendung "Der Tag" dem Thema "Tabu Depression - Die verheimlichte Volkskrankheit"

Die Sendung kann im Internet nachgehört werden.

Infotext:

"Sie ist auf dem Weg, zu einer der ganz großen Volkskrankheiten zu werden - die Depression. Warnt die Weltgesundheitsorganisation. Sie ist es längst, sagen die deutschen Krankenkassen.

Im vergangenen Jahrzehnt stiegen die Krankschreibungen aufgrund psychischer Störungen um rund 90 Prozent. Inzwischen sollen mehr Menschen an Depressionen erkrankt sein als an Krebs. Dennoch spricht man über die Depression eher nicht. Wer ist schon gerne psychisch krank? Und wer gesteht sich das ein und gibt das auch vor anderen zu?

Im beruflichen Alltag - oft mit zunehmendem Stress bei geringer werdender Anerkennung einer der Auslöser für depressive Störungen - hat sich eine Umschreibung eingebürgert: "Burnout". Will sagen: So viel gearbeitet, sich so verausgabt, dass es aufs Gemüt schlägt. Hilft das? Kurzfristig vielleicht, ebenso wie das Schlucken von Pillen. Die Volkskrankheit Depression schafft das aber nicht aus der Welt. Die ist weiter auf dem Vormarsch. Deprimierende Diagnose."
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  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Jamie
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.11.17, 16:15

Haarsträubend undifferenziert!
Herr Hegerl mal wieder... :x

Auf Spiegel online

http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... -box-pager
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Eva » Dienstag, 28.11.17, 16:22

Hallo Jamie, :)

leider finde ich unter dem Link den Artikel nicht. Bin ich zu dumm dazu?

Bin bei der Suche aber auf einen interessanten Beitrag zum Thema Alzheimer gestoßen. Es wird Zeit, dass wir neuen Ansichten Raum geben.

Lieber Gruß, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Arianrhod
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 28.11.17, 16:29

Eva hat geschrieben:Hallo Jamie, :)

leider finde ich unter dem Link den Artikel nicht. Bin ich zu dumm dazu?

Bin bei der Suche aber auf einen interessanten Beitrag zum Thema Alzheimer gestoßen. Es wird Zeit, dass wir neuen Ansichten Raum geben.

Lieber Gruß, Eva
Hallo Eva, doch hier ist er:
http://www.spiegel.de/gesundheit/psycho ... -box-pager

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liebe Grüße Arian
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Kevin05
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 30.11.17, 12:00

Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Oliver
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Oliver » Freitag, 01.12.17, 14:47

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... -ihren-eid

Genfer Gelöbnis: Ärzte reformieren ihren Eid
Der hippokratische Eid ist ein Symbol für das ärztliche Berufsverständnis. Die moderne Version davon gibt es seit fast 70 Jahren. Nun wurde sie geändert: Erstmalig wurde die Patientenautonomie aufgenommen. Auch sollen Ärzte ihr Wissen teilen, und Respekt gegenüber Studenten und Kollegen zeigen.

[...]

Überfällige Änderungen

Nach Ansicht des Tübinger Medizinethikers Urban Wiesing handelt es sich um die „wichtigste und umfangreichste Überarbeitung“ des Genfer Gelöbnisses. „Zum ersten Mal wurde die Autonomie des Patienten aufgenommen“, sagt Wiesing. „Das war überfällig.“ Der studierte Arzt und Philosoph berät den Weltärztebund in ethischen Fragen und war auch selbst an der Überarbeitung beteiligt.

Vertreter von Medizinstudenten hatten zudem den Vorschlag eingebracht, dass Ärzte anders als bisher nicht nur ihren Lehrern gegenüber die „gebührende Achtung und Dankbarkeit“ erweisen sollen. So sollen Mediziner nach der neuen Version nun auch ihren Kollegen und Studenten gegenüber den nötigen Respekt zollen. Außerdem geloben Ärzte zukünftig, immer die Regeln der guten medizinischen Praxis einzuhalten – und sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern, um Medizin nach den höchsten Standards erbringen zu können. „Es gibt gute Belege, dass überarbeitete oder kranke Ärzte in der Gefahr stehen, keine gute Medizin zu praktizieren“, erläutert Wiesing.

[...]
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Eva
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Eva » Freitag, 01.12.17, 17:24

Hallo Olvier,

danke, sehr interessant.

Kannst Du die neue Formulierung (zur Patinentenautonomie) herausfiltern? Mir ist es leider nicht gelungen.

LG Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Gwen
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Re: TV, Zeitungsberichte etc. über Antidepressiva & Co.

Beitrag von Gwen » Freitag, 01.12.17, 17:28

Hallo, anscheinend liegt die deutsche Version der Überarbeitung noch nicht vor

http://m.spiegel.de/gesundheit/diagnose ... 73866.html

Viele Grüße Gwen
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Oliver
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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