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Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Murmeline » Samstag, 11.07.15, 21:11

Hier mal der SZ-Artikel komplett

http://img.ly/images/9066621/full
http://img.ly/images/9066622/full

Interessant auch diese Einschätzung des französischen Staansanwaltes:
Mr. Robin questioned whether the co-pilot’s judgment was impaired by a cocktail of drugs for anxiety, insomnia and depression found in his house. In a letter to a doctor March 10, he said he was sleeping only two hours a night and was taking a double dose of antidepressants (EDIT: Mirtazapin) and couldn’t sleep.
http://www.wsj.com/articles/germanwings ... 1434043118
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Kassiopeia » Freitag, 24.07.15, 21:13

http://www.forensischer-psychiater.de/F ... en%20.html

da hat er Recht, man kann sich deppert suchen, man bekommt keine verlässlichen Infos...
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padma
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Kassiopeia » Mittwoch, 05.08.15, 14:52

http://www.alphagalileo.org/viewitem.as ... urecode=en

Diese Studie sieht nur minimalen Zusammenhang für Antidepressiva, aber sehr großen für Benzodiazepine und bestimmte Schmerzmittel
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padmaMurmeline
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von padma » Mittwoch, 05.08.15, 16:55

diese Studie stellt bei ADs ein um 31% erhöhtes Risiko fest und bezeichnet das, leicht erhöht.
Bei Benzos ist das Risiko um 45 % erhöht.

31% scheint mir auch nicht gerade wenig zu sein.

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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 05.08.15, 17:11

Laut Healy ist der tatsächliche Wert zwischen 200% und 400% ... (bei SSRIs)
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Jamie » Freitag, 18.09.15, 12:53

Hallo,

der Spiegel veröffentlichte heute, dass Andreas Lubitz wahrscheinlich neben Mirtazapin noch drei weitere antidepressiv wirksame Medikamente genommen haben könnte :shock: :
http://www.spiegel.de/panorama/germanwi ... 53594.html

Ich bin mir mittlerweile absolut sicher, dass dieses Medikamentenchaos Teilschuld an seinem Amok hatte; wenn nicht sogar die Hauptschuld (aber das ist nur meine persönliche Meinung)

Grüße
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Murmeline » Freitag, 18.09.15, 15:55

Ich denke in die gleiche Richtung. Der Spiegel sagt: Mehr zu diesem Thema ab Samstagmorgen im neuen SPIEGEL. Mal sehen, was sie schreiben.

Vermutlich wird sich immernoch jemand finden, der sagt: leider haben nicht mal mehr die guten Medikamente geholfen. :shock:
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von fruehling » Freitag, 18.09.15, 19:54

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und- ... ndung.html

Hier auch ein sehr interessanter Artikel, aber auch sehr beängstigend
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Oliver
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Oliver » Freitag, 18.09.15, 22:04

Anmerkung zum Kopp Verlag: Mit Vorsicht zu genießen. :fly:
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fruehling
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von fruehling » Freitag, 18.09.15, 22:19

Ah ok, dann gerne rausnehmen. Das wusste ich nicht
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Oliver
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Oliver » Freitag, 18.09.15, 23:03

Hallo Fruehling,
fruehling hat geschrieben:Ah ok, dann gerne rausnehmen. Das wusste ich nicht
nö, muss man nicht - ist ja nur meine Meinung und ich steh ja definitv nicht auf Zensur :)

Der Kopp Verlag verlegt zum Beispiel die Machwerke von Erich von Däniken. Bei mir reicht das schon, um die nicht mehr ernst zu nehmen ...

Alles Gute
Oliver
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Murmeline » Montag, 21.09.15, 21:26

Der Spiegel vom 19.09.2015, "Alles okay", Vernehmungen und Unterlagen über den Kopiloten Andreas Lubitz zeichnen ein Bild eines Depressiven, der sich auf sichere Art töten wollte.

Das sind die Beschreibungen:

2008: schwere depressive Episode, behandelt mit Mirtazapin (und Citalopram, steht im Spiegel aber nicht, wurde damals wohl erfolgreich ausgeschlichen, was immer das heißt, siehe frühere Beiträge hier)

23.12.14 Augen-Arztbesuch, Last mit dem Augendruck, er sieht Schlieren. Diagnose: Hornhautverkrümmung
Weihnachtsfeiertage: wieder Augenarztbesuch, Diagnose: Ablagerungen, das sei nur selten Hinweis auf Degenereation der Netzhaut.
06.01.15: Unauffälliger Befund wird mitgeteilt, Lubitz glaubt das nicht, Arztnotiz: Patient sei ängstlich.

01.01. bis 08.03. Lubitz führt Glückstagebuch, notiert Schlaflänge und Tagesform. Er besucht von Ende Dezember bis zum Unglück 16 verschiedene Ärzte, über ein halbes Dutzend Augenärzte oder Fachkliniken.

Nächste Wochen: viele Augenärzte aufgesucht wegen Halos, Pünktchen, Lichtringe, Doppelbilder. Keine Diagnose, auch neurologisch nicht. Es wird ihm empfohlen, Psychotherapie aufzunehmen wegen innerer Unruhe und Angespanntheit.

Hinweis Spiegel: Augenärzte wissen, dass seelische Leiden mit Sehstörungen einhergehen können. Es sei typisch für Depressive, sich mit einzelnen Symptomen massiv zu beschäftigen und eine unheilbare Krankheit zu vermuten.

Ende Januar: Lubitz ist beim Psychiater, das Sehen bereite Stress, er habe deshalb Schlafstörungen.
Therapie: ein Medikament gegen die Schlafstörungen und Mirtazapin (wie damals) sowie Psychotherapie.

Hinweis Spiegel: Der Wirkstoff erhöht die Konzentration des Botenstoffs Serotonin in den Nervenzellen des Gehirns. Doch bevor es die Stmmung aufhelle, wird der Patient aktiver und erwache aus der mentalen Starre. In dieser Übergangsphase würde der Wirkstoff die fatale Nebenwirkung haben können: Selbstmordgedanken.

Im März spitzt sich alles zu. Hausärztin sieht eine drohende Psychose, schickt ihn zur Vorstellung in die psychatrische Tagesklinik. Er geht nicht hin.

11. März: Er sieht eine Bekannte, eine Psychologin, berichtet von den Sehproblemen, deren Ursache angeblich kein Arzt etwas finden würde. Sie rät zum Psychotherapeuten.

In dieser Zeit habe er "wahllos" Medikamente gegen Depressionen genommen, es fanden sich folgende leere Packungen: Mirta Tad N2, Mirtazapin, Lorazepam, Escitalopram. Verschrieben u.a. von einer neurologischen Gemeinschaftspraxis, ohne dass man seinen Beruf kannte.

Es beginnen Mitte März die Recherchen nach Selbstmordmöglichkeiten.
Am 20. März erstmals Recherche bzgl. Möglichkeiten, mit dem Flugzeug abzustürzen.
Lubitz ist krankgeschrieben.

EDIT: Mitte März hat er mitgeteilt, dass er Mirtazaoin verdoppelt habe:
viewtopic.php?p=105237#p105237
Ab da ging alles aus dem Ruder.

Der Spiegel sieht keine Spur von Narissmus und Wunsch, andere mit in den Tod zu reißen. Lubitz wird beschreiben als hadernd, unentschlossen, der nicht nur Angst vor Krankheit, Erblindung und Arbeitsplatzverlust hat, sondern auch davor, beim Sterben zu scheitern.

Am 24. März stürzt das Flugzeug ab.
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Murmeline » Montag, 21.09.15, 23:21

Mich lassen ja auch die Sehstörungen nicht in ruhe, weil ich immer an den Artikel denke: http://wp.rxisk.org/keeping-an-eye-on-t ... -on-ssris/

Ob sowas auch Langzeitfolge sein kann, wieder getriggert? Störungen, für die viele Ärzte keinen Grund finden und trotzdem sind sie da... Hm

Vermutlich bin ich einfach sehr geprägt von allen Erfahrungen hier.
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 23.09.15, 19:36

Das Mittel gegen Schlafstörungen, dass er zuerst bekam... Ein neuroleptika? Ein benzo? Eines der z-drugs? Dann mirtazapin und dann völlig verzweifelt noch weitere antidepressiva... Oje
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Re: Antidepressiva und sinnlose Gewalttaten

Beitrag von fruehling » Montag, 05.10.15, 18:35

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=54339

Na ja, so ganz kann ich dem nicht zustimmen. Aber teilweise wird es kritisch hinterfragt.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 28.10.15, 22:10

Spiegel-Online hat heute einen Bericht veröffentlicht: Stigmatisierung: Germanwings-Absturz verstärkt Vorurteile gegen Depressive. Der Artikel basiert auf zwei Studien. Meine Meinung: nicht wirklich gehaltvoll, die Zunahme von Stigmatisierung war zu erwarten und wie seriös die Studie ist, kann ich aufgrund des Berichts nicht beurteilen.

Viele Grüße,
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  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 29.10.15, 5:04

Die FAZ berichtete Ende September gegenteilig - mit Bezug auf die gleichen Studien?!

Eine Studie, die im Oktober in der Fachzeitschrift „World Psychiatry“ erscheinen wird, gibt in dieser Hinsicht überraschend Entwarnung (doi: 10.1002/wps.20257). Ein Team um Georg Schomerus von der Universität Greifswald und den inzwischen emeritierten Matthias Angermeyer verglich Ergebnisse einer Online-Befragung aus dem November 2014 mit den Antworten auf dieselben Fragen im Mai 2015, zwei Monate nach dem Germanwings-Unglück.

Es ließ sich keine generelle Veränderung erkennen“, bilanziert Studienautor Schomerus. Lediglich bei der Frage nach der Berechenbarkeit zeigte sich eine Verschiebung: Vor dem Flugzeugabsturz hielten siebzehn Prozent Anne für unberechenbar in ihren Handlungen, danach waren es 24 Prozent. Zwischen den beiden Fallschilderungen, die sich auf Depression beziehungsweise auf Schizophrenie bezogen, gab es keine Unterschiede in der Bewertung.

Seine Ergebnisse bestätigen eine schon im Juli im „Journal of Affective Disorders“ veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern um Olaf von dem Knesebeck vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (doi: 10.1016/j.jad.2015.07.029). Hierfür waren im April 2014 und im April 2015, also vier Wochen nach dem Germanwings-Absturz, etwa 600 Probanden telefonisch nach ihrer Haltung gegenüber Menschen befragt worden, die an einer Depression erkrankt sind. In diesem Fall wurde die Diagnose klar benannt. Auch hier stellten die Autoren fest: Zwar waren Angst und Unsicherheit gewachsen. Aber insbesondere, was den Wunsch nach sozialer Distanz angeht, hatte sich wenig getan. Die Autoren bilanzieren: „Insgesamt war die Verstärkung des Stigmas, das auf einer Depression liegt, kleiner als erwartet.“

http://m.faz.net/aktuell/wissen/mensch- ... 03334.html
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von fruehling » Samstag, 07.11.15, 20:07

Bei uns im Ort hat sich heute auch jemand das Leben genommen. Meine Vermutung (war sicher in der ...- Klinik) hat sich bestätigt.
Es wird sicher wieder gesagt, dass sie ja krank war. Aber nein, sie war nicht psychisch krank, sondern wurde "nur" von ihrem Mann betrogen. Damit kam sie nicht klar und wurde mit Medikamemten "eingestellt" :frust:
Jetzt ist sie tot ...
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11.04. - 1,5
01.05. - 1
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01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
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30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kassiopeia » Montag, 23.11.15, 21:34

Auweia. Mich hat auch vor einiger Zeit eine Bekannte angerufen. Eine Nachbarin war depressiv, konnte sich nicht mehr um die zwei Kinder kümmern. Wurde auf ein antriebssteigerndes Antidepressivum eingestellt. Selbstmordversuch. Die Kinder haben sie gefunden. Sie konnte noch gerettet werden.

Und was sagt ihr dazu?
http://derstandard.at/2000026251760/Pro ... -Fernseher

Alles Liebe
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

Kimeta
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Re: AD und sinnlose Gewalttaten / Andreas Lubitz

Beitrag von Kimeta » Freitag, 29.01.16, 19:41

Es gibt neue Artikel zum Thema, aber in einer Quelle wird die Echtheit der Dokumente bezweifelt, auf denen die Nachricht basiert:
L'essentiel
RP Online
Blick

Viele Grüße,
Kimeta
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  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
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