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Gebrauchs- vs. Fachinformation

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Murmeline » Montag, 13.04.15, 22:12

Ich hab ja viele Jahre Venlafaxin genommen. Ich war gestern mal neugierig und hab auf der Website des Herstellers die Gebrauchsinformationen (Beipackzettel) und die Fachinformationen angeschaut.

Laut Wikipedia wendet sich die Fachinformation vorwiegend an die Fachkreise der Heilberufe, ist aber grundsätzlich für alle Bürger zugänglich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fachinform ... imittel%29

Quelle: Gebrauchsinformation https://www.pfizermed.de/fileadmin/pfiz ... ard_GI.pdf

Fachinformation https://www.pfizermed.de/fileadmin/pfiz ... eigabe.pdf
Zuletzt geändert von Oliver am Donnerstag, 14.05.15, 0:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Murmeline » Montag, 13.04.15, 22:12

Thematik Absetzen
Gebrauchsinformation: Hinweise zum Absetzen: Wenn Sie die Einnahme von Trevilor retard abbrechen
Brechen Sie Ihre Behandlung nicht ab oder reduzieren Sie nicht die Dosis, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt gehalten zu haben, selbst wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass Sie Trevilor retard nicht mehr benötigen, wird er/sie Sie möglicherweise anweisen, die Dosis langsam zu reduzieren, bevor die Behandlung ganz beendet wird. Es ist bekannt, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn Patienten die Einnahme dieses Arzneimittels beenden, vor allem, wenn es plötzlich abgesetzt oder die Dosis zu schnell reduziert wird. Bei einigen Patienten kann es zu Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Albträumen, Mundtrockenheit, vermindertem Appetit, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Unruhe, Verwirrtheit, Ohrgeräuschen, Kribbeln oder selten auch zu stromschlagähnlichen Empfindungen, Schwächegefühl, Schwitzen, Krampfanfällen oder grippeähnlichen Symptomen kommen. Ihr Arzt wird Sie anweisen, wie Sie die Behandlung mit Trevilor retard schrittweise beenden soltten. Wenn Sie eine der aufgeführten oder andere Nebenwirkungen bei sich bemerken, die Sie belasten, fragen Sie Ihren Arzt um weiteren Rat.
Bis auf Unruhe und Verwirrtheit lese ich hier nur körperliche Symptome.

Fachinformation: Absetzsymptome bei Beendigung einer Behandlung mit Venlafaxin
Ein plötzliches Absetzen sollte vermieden werden. Bei Beendigung einer Behandlung mit Venlafaxin sollte die Dosis über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen schrittweise reduziert werden, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Wenn nach Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten zu reduzieren.
Fachinformation: Absetzreaktionen bei Beendigung der Behandlung
Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird (siehe Abschnitt 4.8). In klinischen Studien traten Nebenwirkungen bei Beendigung der Behandlung (während und nach der Dosisreduktion) bei etwa 31 % der Patienten auf, die mit Venlafaxin behandelt wurden, und bei 17 % der Patienten, die Placebo einnahmen.
Das Risiko von Absetzreaktionen kann von mehreren Faktoren abhängen, einschließlich Dauer der Behandlung, Dosis und Geschwindigkeit der Dosisreduktion. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf, aber in sehr seltenen Fällen wurde von solchen Symptomen bei Patienten nach unbeabsichtigtem Auslassen einer Dosis berichtet. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 bis 3 Monate oder länger). Es wird daher empfohlen, bei einer Beendigung der Behandlung mit Venlafaxin die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten schrittweise zu reduzieren, entsprechend den Bedürfnissen des Patienten (siehe Abschnitt 4.2)
Hier finde ich dann Punkte, die ich im Beipackzettel garnicht finde. Angst zum Beispiel. Kann ich also als Patient garnicht einordnen.

Und: Wenn ich eigenmächtig absetzen will und mich an den Beipackzettel halte, dann hab ich nicht die Info, die die Fachinformation gibt: Dass es Menschen gibt, für die es verträglicher ist, über Monate schrittweise zu reduzieren. Aber mir scheint, das lesen auch die wenigsten Ärzte.
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Murmeline » Montag, 13.04.15, 22:39

Thematik Nebenwirkungen

Gebrauchsinformation:

Alles mögliche von
Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)
Schwindelgefühl; Kopfschmerz
Übelkeit; Mundtrockenheit
Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß)

über Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000)
Trugwahrnehmungen; Gefühl, von der Wirklichkeit abgetrennt (oder abgehoben) zu sein; Agitiertheit; Orgasmusstörungen (bei der Frau); Verringerung von Gefühlen/Emotionen; Gefühl, übererregt oder euphorisch zu sein; Zähneknirschen

bis Häufigkeit nicht bekannt Auszug:
Hautausschlag, der in starke Blasenbildung und Hautabschälung übergehen kann; Juckreiz; milder Ausschlag (krass, bei mir hieß es damals immer, das sei psychosomatisch!)
Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit, oft von Trugwahrnehmungen begleitet (Delirium); Aggression, euphorische Stimmung, Benommenheit, anhaltende schnelle Augenbewegungen, Unbeholfenheit, Ruhelosigkeit, Gefühl der Betrunkenheit, Schwitzen oder starre Muskeln, die Symptome eines Serotonin Syndroms sind
usw.

Interessant finde ich:
Andere Nebenwirkungen, die Sie Ihrem Arzt mitteilen sollten, umfassen:
Entzugserscheinungen (!)
Lese hier allerdings oft, dass es die garnicht gibt laut Arzt - oder spätestens nach 2 Wochen nicht mehr.



Fachinformationen

Da wird nicht nur nach Häufigkeit sortiert, sondern nach der Erkrankung des Organsystems (so ein Begriff fällt im Beipackzettel nicht).
Dazu gehören:
Erkrankungen des Nervensystems
Augenerkrankungen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Herzerkrankungen
Gefäßerkrankungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Media
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktsstinums
Leber- und Gallenerkrankungen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Monalinde » Dienstag, 14.04.15, 10:03

Hallo,

Murmeline, das finde ich sehr hilfreich, dass du das Thema Gebrauchs- vs. Fachinformation in das Forum gestellt hast. Ich finde, dass solch wichtige Hinweise vielleicht nicht einfach im Thread Diskussion untergehen sollten. Evtl. könnte man sie an anderer Stelle noch besser und präsenter unterbringen.
Du hast dir wirklich eine große Mühe gemacht und ich schätze es sehr, wie du dich hier einbringst. Danke an dich, und auch die anderen Moderatoren.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Oliver » Dienstag, 14.04.15, 10:23

Hallo,

im Idealfall wird aus dieser Diskussion hier ein Artikel, den wir auf die Webseite stellen. Eure Mithilfe ist da auch willkommen.

Alles Gute
Oliver
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 15.04.15, 11:25

Hinweis: ich habe einen neuen Beitrag dazu erstellt, der hoffentlich auch eher gefunden wird.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=9521
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Murmeline » Freitag, 17.04.15, 8:26

Neuer Artikel zu Seroquel Prolong - falls es Kommentare gibt gerne hier einstellen, die würden dann verschoben.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 029#p99029
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Kaulquappe 411 » Donnerstag, 06.08.15, 15:18

Danke für die 'Infos hier, die werde ich mal kopieren und meinem Psychiater schicken, denn aufgrund dessen, was er mir gesagt hat, und wie schnell man absetzen kann, hat er die Fachinformationen auf keinen Fall gelesen.
Mal gespannt, wie er reagiert, aber vermutlich kommt sowieso nur ein doofer Spruch. Nun denn, probieren kann ich es ja mal!

Danke nochmals!!!!!

Quäppchen
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Oliver
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Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen

Wort
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Re: Gebrauchs- vs. Fachinformation

Beitrag von Wort » Mittwoch, 19.10.16, 20:52

Aus der amerikanischen Fachinformation zu Fluoxetin:
There are no adequate and well-controlled studies examining sexual dysfunction with fluoxetine treatment.
Symptoms of sexual dysfunction occasionally persist after discontinuation of fluoxetine treatment.
Priapism has been reported with all SSRIs.
While it is difficult to know the precise risk of sexual dysfunction associated with the use of SSRIs, physicians
should routinely inquire about such possible side effects.
http://pi.lilly.com/us/prozac.pdf S. 14

So steht es, soweit ich weiß, in keiner Packungsbeilage.
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