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Wasserlösemethode bei nicht/schlecht teilbaren Tabletten

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Jamie
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Wasserlösemethode bei nicht/schlecht teilbaren Tabletten

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 03.10.13, 1:24

 ! Nachricht von: Oliver
Bitte lest auch Tipps zur Wasserlösemethode für Hilfen zur praktischen Anwendung


 ! Nachricht von: Jamie
Ergänzung: alle Benzodiazepine mit Ausnahme von Diazepam sind auflösbar


Hallo,

ich möchte euch eine Methode vorstellen, wie man Benzodiazepine (Tablettenform) ganz genau dosieren kann.
[Ergänzung: die Methode kann in vielen Fällen auch bei Antidepressiva und Neuroleptika angewendet werden]
Dies ist vor allem dann von Relevanz, wenn man beim Ausschleichen plötzlich "krumme" Mengen braucht, also zum Beispiel eine drittel Tablette oder eine 3/4 Tablette usw.
Meistens haben Benzos nur eine Teilrille / Bruchkerbe, manchmal sind sie auch viertelbar.
So lange man damit klar kommt, ist das prima, doch was tun, wenn die ausgerechnete Absetzmenge plötzlich "krumm" wird oder aber auch das Teilen mit einer Bruchrille oder einem Tablettenteiler nie gleich große Stücke ergibt?

Hierzu gibt es eine ganz simple Methode, die ich euch gerne vorstellen möchte und die euch nicht mehr als 2€ kostet (man benötigt eine 10ml, 5ml und 2ml Spritze mit Skalierung) aus der Apotheke.

Als wichtigen Hinweis will ich vorausschicken, dass manche Benzos nicht zum Lösen in Wasser geeignet sind. :!:
Bitte lest ganz genau die Packungsbeilage durch; von Diazepam wissen wir, dass es in Wasser eventuell instabil wird, siehe auch hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=4694


Ferner ist es noch von Relevanz, ob die Tabletten von einem Film überzogen sind (sog. Filmtabletten).
Filme dienen dazu, dass man den Konsumenten entweder vor dem grässlichen Geschmack der Tablette schützen will oder aber sie sind speziell galenisch zubereitet, sodass sich die Tablette zum Beispiel erst im Darm oder zeitverzögert etc. auflöst (sogenannte Retardtabletten).

Bis zum heutigen Zeitpunkt sind mir persönlich keine Benzos bekannt, die einen Film haben, der zweiterem Zweck zuzuordnen ist.
Wäre dies der Fall, so dürften die Benzos nicht nach der Methode aufgelöst werden, die ich gleich beschreiben werde, denn dann muss der Film, sprich die ganze Tablette, intakt bleiben, sonst verliert sie u.U. ihre Wirkung.

Ich kenne eigentlich nur Benzos, die mit einem Film beschichtet sind, weil sie so scheußlich schmecken.
Dieser Film ist kurze Zeit nach dem Schlucken noch intakt, sodass man den üblen Geschmack nicht schmeckt, löst sich aber dann sehr schnell auf und genau um diese Gruppe der Benzos möchte ich mich nun näher kümmern.
Wer unsicher ist, ob der Film nur als Geschmackskorringenz dient oder einer Retardierung, der sollte den pharmazeutischen Hersteller kontaktieren oder eine Frage hierzu im Forum posten.
edit: ein Film (Filmtablette), der nur dazu dient vor schlechtem Geschmack zu schützen oder damit die Tablette glatter ist und besser schluckbar ist, ist kein Hindernis bei der Lösemethode. Die Methode darf dann angewendet werden. Das gilt auch für AD und NL. Allerdings muss man individuell testen, ob das Medikament sich dann auch wirklich in Wasser gut löst. Bei Paroxetin geht das z.B. nicht. Der Wirkstoff löst sich kaum in H2O.


Wie geht´s?
Angenommen, man nimmt 1 Tablette Zolpidem 10mg und möchte nun abdosieren und benötigt dafür nun die Wirkstoffmenge einer dreiviertel Tablette (also 7,5mg), - dann nimmt man eine Tablette, teilt diese und legt beide Hälften in ein Glas.
Das Vorhalbieren dient dem schnelleren Lösungsvorgang und in der Regel haben die meisten Tabletten auch mindestens eine Bruchkerbe (Diazepam ist oft viertelbar, aber Vorsicht. Es gilt die oben genannte Warnung).
Nun zieht man mit einer 10ml Spritze 5 mal 10ml auf, sodass man auf eine Gesamtmenge von 50ml kommt und gibt diese in das Glas mit den Tablettenhälften.
Darauf achten, dass man Wasser (Leitungswasser oder stilles) ohne Luftblasen aufzieht, sonst ist das Ergebnis falsch. :!:
Nun gründlich mit einem Löffel umrühren, bis sich die Tablette inklusive Film vollständig gelöst haben (dauert 5-10 min).

Über einen Dreisatz hat man sich vorher ausgerechnet, wieviel Lösung nun entfernt werden muss, um auf die 7,5mg zu kommen.

Ein Rechenbeispiel:
10mg Zolpidem sind in 50ml Wasser enthalten.
1 mg Zolpidem entsprechen dann 50ml geteilt durch 10 mg, also 5ml Wasserlösung.
7,5 mg ensprechen dann 7,5 mal 5 ml Lösung, also 37,5 ml Lösung.

oder anders ausgedrückt:
7,5mg sind x ******* x = 37,5ml (das heißt es müssen 12,5ml von den 50ml weg!)

Das heißt, in 37,5ml Lösung sind die gewünschte Dosis von 7,5mg Zolpidem enthalten.
Nun nimmt man nach dem Lösevorgang die Spritze(n), zieht damit 12,5ml Lösung aus dem Glas und verwirft diese.
Bitte darauf achten, dass man keine Luftblasen aufzieht; das verfälscht das Ergebnis.

Auf diese Weise kann man jede beliebige Dosis ausrechnen und abmessen und somit sehr gut und sicher abdosieren.
Eine mathematische Grundregel noch: in je mehr Flüssigkeit gelöst wird, desto feiner kann man rechnen, in der Regel sind aber 50ml ein guter Wert.

Ergänzung:
Sollten Partikel bleiben und auf den Boden sinken, gut umrühren, sodass die Partikel im Wasserwirbel schwimmen und dann aus diesem Wirbel mit der Spritze die benötigte Menge abziehen.
Wenn man das nicht macht, bleibt evtl. zu viel Wirkstoff auf dem Boden als Bodensatz.



Wichtige Anmerkung
Diese Methode kann man theoretisch auch für AD und NL anwenden, sofern diese nicht retardiert oder spezial-beschichtet sind.Allerdings muss man sich vorher unbedingt informieren, ob das der Fall ist. Kapseln auf diese Art aufzulösen ist nicht zulässig; vor allem, wenn diese noch Kügelchen (Pellets) enthalten, wie z.B. Venlafaxin.


Grüße
Jamie :group: PS. Den grässlichen Geschmack muss man halt bei dieser Methode in Kauf nehmen... :roll:


:arrow: edit: weitere wichtige Anmerkung:
Durch die Darreichungsform der Lösung ist mit einem beschleunigten Wirkungseintritt zu rechnen.
Je nach Füllung des Magens und persönlicher Emzymausstattung sagt man, dass eine Tablette in der Regel 15-30min nach Einnahme zu wirken beginnt.
Da der Löseprozess hier schon stattgefunden hat, können sich erste Wirkungen schon nach 5-10min einstellen!


:arrow: edit 2: Liste der AD und NL, die erprobtermaßen auch nach dieser Methode gelöst werden dürfen:
- Mirtazapin
- Citalopram

:arrow: edit 3: einen schnelleren Lösevorgang kann man durch die Verwendung von lauwarmen Wasser (nicht mehr als 37°C) erreichen
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 04.08.16, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

Jo+

Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Donnerstag, 05.12.13, 17:54

ich weiß nicht, ob ich hier überhaupt etwas schreiben darf. Wenn nicht, dann bitte wieder löschen.
Kann man die Expidet-Täfelchen eigentlich auch in Wasser lösen? Das wäre statt Diazepam auch eine Möglichkeit davon loszukommen. :?:
Und wie sieht es dann aus mit der Aufbewahrung der so gewonnenen Verdünnung?
Kühlschrank? Wasser "kippt" ja schnell um und wird brackig. Wenn man jetzt ein mg mit Wasser verdünnt hat, muss es ja ein paar Tage halten oder etliche Male weggeschüttet werden.

Jamie
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jamie » Freitag, 06.12.13, 0:20

Hi Jo,

ja, das ist vermutlich möglich, was du da vorschlägst. Aber warum über Tage aufbewahren?
Absetzen kostet Zeit und Geduld - es sollte einem das wert sein, es immer frisch zuzubereiten, das ist meine persönliche Meinung, aber ich gebe dir dennoch gerne eine Antwort auf deine Fragen (allerdings kann ich nicht versprechen, dass es klappt, ich vermute es aber).

Also: Tavor expidet löst sich mit dem Speichel, also löst es sich auch mit Wasser.

In der Tat ist Wasser ein Medium, das leicht verkeimt.
Folgende Methode ist denkbar: Du kochst Leitungswasser 5min sprudelnd auf und tust dann einen Deckel drauf und lässt es dann abkühlen (das ist die vereinfachte Version von Aqua purificata). Wenn das Wasser abgekühlt ist, und zwar total, weil sonst musst du mit Ko-Faktoren wie Verdunstungsverlust kalkulieren und das kann man nicht in der Küche, sondern höchstens im Labor, dann löst du das Tavor in deiner gewünschten Menge Wasser und entfernst ggf. etwas davon (falls du abdosieren willst) und dann kommt die Lösung in ein Braunglasfläschchen (erhältlich in der Apotheke für 1-3 Euro) und kann maximal 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden (sonst Verkeimungsgefahr).

Sollte es ausflocken, was ich jetzt nicht weiß, weil ich noch nie Tavor expidet so gelöst habe, ist die Methode ungeeignet. :!: .
Bleibt die Lösung klar, dann ist alles in Butter.

Grüße
Jamie
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Samstag, 07.12.13, 1:08

hm.. ich habe nicht mehr so viele exp. hier, als dass ich es einfach wegkippen könnte. Ergo müsste ich mit halben Tabs arbeiten, damit es bis zum nächsten Termin reicht. Ich weiß ja auch nicht, wie mein Arzt darauf reagieren würde, wenn ich ihm sage, ich habe die verdünnt und das meiste weggeschüttet und deshalb sind sie alle. Ob er mir das glaubt?
Abkochen ist auf alle Fälle eine prima Idee!
Danke Dir
Grüße
Jo

Jamie
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jamie » Samstag, 07.12.13, 1:17

Hm, ich kann das Problem nicht genau erkennen.
Angenommen, du willst nur noch eine halbe Tavor expidet nehmen, dann machst du das nach der Methode, verwirfst aber den zweiten Teil (die anderen 50%) nicht, sondern hebst ihn bis zum Folgetag auf (im Kühlschrank). Bis dahin ist es noch nicht verkeimt und dann reicht eine Tablette zwei Tage. Nur weil man eine Tablettenlösung nicht nach 24h, sondern evtl. erst 26h nimmt, ist sie noch nicht gekippt. Aber länger als 30 Stunden würde ich sie nicht aufbewahren.

Angenommen es klappt - dann wäre dein Doc sicher happy zu hören, dass du es langsam schaffst runterzukommen - da ist die Methode egal!

Grüße
Jamie :)
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Mittwoch, 11.12.13, 14:14

Kleine Ergänzung: in irgendeinem Chemieforum habe ich gelesen, dass Lorazepam nicht wasserlöslich ist:-/

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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jamie » Sonntag, 15.12.13, 1:36

Das kann nicht sein, Jo.
Dann könnte es nicht vom Körper aufgenommen werden.
Selbst wenn es chemisch so sein sollte, dann ist es für die Tabletten so aufbereitet, dass eine Wasserlöslichkeit besteht.
Ich denke, du kannst nach wie vor mal schauen, ob es in Wasser zu lösen ist. Einen Versuch ist es wert.

Vitamin D zum Beispiel ist nur fettlöslich; deswegen wird es in Tabletten gepresst, die auf Sojaöl-Basis bestehen bzw. in Kapseln mit Soja-Öl gepackt.
Und man rät, ein Butterbrot dazu zu essen usw.

In der Regel lassen sich immer Möglichkeiten finden einen Stoff für den Körper halbwegs verwertbar zu machen.

Grüße
Jamie :)
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Dienstag, 17.12.13, 0:40

Danke @Jamie, wer weiß, vielleicht habe ich es ja auch falsch verstanden. Steht bei PharmaWiki unter Lorazepam. Möglicherweise ist eine Exp. anders aufgebaut, als die normalen Tabletten.
Grüße
Jo

Jo+

Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Mittwoch, 14.05.14, 14:40

endlich gefunden, warum es nicht funktioniert hat.
Es lag daran, dass ich zu viel Wasser genommen habe.

Hier ein interessanter Link dazu, was man auflösen darf und wie.

http://www.spitalpharmazie-basel.ch/pdf ... letten.pdf

(Tav.r dürfte dasselbe wie Temes.a sein)

bb

Jo+

Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Jo+ » Donnerstag, 22.05.14, 12:28

Nachtrag:
im Gegensatz zur Expidet sollte man Tabletten nicht einfach ins Wasser werfen, sondern vorher ganz fein mörsern
(wer keinen Mörser hat: Messergriff benutzen und das in einer kleinen Tasse zerdrücken, bis es nur noch Staub ist)

und vor der Einnahme jedes Mal gut schütteln, damit sich die Substanz gleichmäßig verteilt. Bei der Tav*r sinken nämlich die Partikel auf den Boden ab.

Zum feinen Dosieren benutze ich eine Spritze (ohne Nadel) mit 1ml-Skala aus der Apotheke.
Die Mischung verschraube ich in einem Einweg-Glas zusammen mit der Spritze. Nach spätestens 2 Tagen wird der Rest von mir entsorgt und alles mit heißem Wasser gereinigt, damit sich keine Keime bilden oder die Wirksamkeit nachlässt.
Aufbewahrt wird (zumindest Tav*r) bei Zimmertemperatur im Dunkeln, also nicht im Kühlschrank.

Reste gehören natürlich nicht in den Ausguss. Ich schütte es auf Küchenkrepp und werfe es dann in den Müll.
Das ist zwar nicht optimal, aber wer soll das in die Apotheke bringen und die werfen es ja auch nur in den normalen Müll oder nehmen es erst gar nicht an.

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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Kimeta » Samstag, 23.08.14, 9:22

Hallo,

ich möchte nach einer Stabilisierungsphase auch die Wasserlösemethode anwenden. Da ich noch nie mit Spritzen zu tun hatte, zwei vielleicht blöde Fragen :wink: :

Ich entnehme der vorangegangenen Diskussion, dass die benutzten Spritzen nach einmaliger Verwendung aus hygienischen Gründen weggeworfen werden?

Man zieht das Wasser mit der Kanüle auf, wie bei der Blutabnahme, richtig?

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Lisamarie » Samstag, 23.08.14, 10:07

Hallo Kimeta, nein man braucht die Spritzen nicht wegzuwerfen, ausspülen und wieder verwenden. Und man zieht das Wasser mit der Spitze auf, also ohne Nadel.
Lg Lisamarie
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Kimeta » Samstag, 23.08.14, 10:46

Ah, vielen Dank, Lisamarie, dann werde ich das schon mal üben :D .

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Luna » Samstag, 22.11.14, 22:36

Ich hab das erste mal die tablette aufgelöst.Mir ist aufgefallen,dass ein Teil auf den Boden im Glas absinkt.Man kann dann ja gar nicht die 100% die gewünschte Menge mit der Spritze aufziehen oder?Hab schon gemischt und gemischt aber es geht immer sofort was zu Boden vom GlasJetzt hab ich bisschen Angst,dass ich weniger Wirkstoff nehme als ich brauche.Mein Herz verträgt das nicht wenn zu viel ist.
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.

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Luna
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Luna » Sonntag, 30.11.14, 4:50

Hab gemerkt,dass ich mit dieser Methode doch echt gut zurecht komme.Ich mische noch bisschen vorher mit der Spritze und ziehe auf.Klappt gut.
LG Luna

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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Mak » Freitag, 26.12.14, 22:31

Hallo zusammen,

diese Methode funktioniert super!

Ich benutze zusätzlich einen batteriebetriebenen Milchschäumer, um das Auflösen der Tabletten zu beschleunigen und das Absetzen am Boden zu verhindern. Bevor ich die aufgelösten Tabletten trinke, gebe ich noch etwas mehr Wasser dazu. Dann ist der bittere Geschmack nicht mehr all zu übel.

Liebe Grüße

MAK
2007 Citalopram 20 mg
27.11.14 Vom Arzt empfohlener Kaltentzug mit starken Absetzsymptomen (Schlafstörungen, Schwindel, Überempfindlichkeit, Angst, ...)
04.12.14 wieder aufdosiert auf 20 mg noch ein paar Tage Schlafstörungen
Neuer Absetzversuch (diesmal ausschleichen) folgt in Kürze
22.12.14 19 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
29.12.14 18 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
06.01.15 17 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
12.01.15 16 mg häufig unterschwellige Kopfschmerzen, Wetter oder Absetzsymptome?! (1 Woche)
19.01.15 15 mg keine Absetzsymptome, Kopfschmerzen weg (1 Woche)
26.01.15 14 mg keine Absetzsymptome (1Woche)
02.02.15 13 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
09.02.15 12 mg Kopf- u. Nackenschmerzen, gelegentlich Schwindel u. Übelkeit, Konzentrationsprobleme, Weinanfälle, sehr gestresst und überempfindlich - Pause mit dem Absetzen :( (2 Wochen)
23.02.15 11 mg hin und wieder Nacken- + Kopfschmerzen, depressive Phasen
07.03.15 immer noch 11 mg. pychische Verfassung sehr gut, keine Symptome, außer leichte Übelkeit
09.03.15 10 mg keine Absetzsymptome
18.03.15 9 mg psychische Erschöpfung, Herzschmerzen... langsame Besserung
30.03.15 8,5 mg keine Absetzsymptome
05.04.15 8 mg z. T. sehr müde
13.04.15 7,5 mg ok
19.04.15 7 mg Darmgrippe, sonst keine Beschwerden
26.04.15 6 mg Herpes, sonst keine Beschwerden
04.05.15 5 mg keine Beschwerden
11.05.15 4 mg grippaler Infekt, leichte Unzufriedenheit (Wut)
22.05.15 3,5 mg keine Beschwerden
31.05.15 3 mg keine Beschwerden
05.06.15 2,5 mg keine Beschwerden
08.06.15 2 mg keine Beschwerden
12.06.15 1,5 mg keine Beschwerden
15.06.15 1mg ENDSPURT!!!!
19.06.15 0,5 mg etwas konfus, schreckhaft, lebhafte Träume
22.06.15 o mg aus und vorbei, mit dem festen Entschluss niemals niemals niemals wieder Psychopharmaka anzurühren.

Viel Kraft an alle, die sich noch auf dem Weg befinden! Auch Euer Weg führt zum Ziel - ein medikamentenfreies selbstbestimmtes Leben!

Aktualisiert:

wenige Monate danach: Schwangerschaft
Geburt im Mai 2016
Baby war 3 Monate lang Schreikind. War nervlich sehr gestresst und verzweifelt. Danach blieb eine innere Unruhe, z. T. depressive Verstimmungen und Angstgefühle.

Symptome wurden schleichend schlimmer

Mitte Januar beschlossen psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

ab 26.01.16 Verhaltenstherapie
und Akkupunktur + Vitaminspritzen
31.01.17 Johanniskrauteinnahme
Bluttest ergab Progesteronmangel
02.02.17 Progesterincreme 3% jeden 2ten Tag
Stimmungsschwankungen wurden immer stärker

ab etwa 13.02.17 sehr schlimme Angstzustände, Unruhe, zittriges Gefühl, Schwindel, Herzschmerzen, Verzweiflung, Grübeln - dann plötzlich wieder alles wie weggeblasen/im Minutentakt

17.02.17 Progesteroncreme weggelassen
22.02.17 erster komplett symptomfreier Tag, als wäre nie was gewesen

nelle
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon nelle » Montag, 16.02.15, 20:39

Guten Abend :)

Ich finde die Methode auch super und frage mich nur, ob man die nicht konsumierte Menge dann im Kühlschrank (z.B. in einem verschlossenen Glas) aufheben kann und am nächsten Tag zu sich nehmen... Habt Ihr ne Ahnung?
Steht ja oben im Thread teilweise, aber warum nicht im Kühlschrank?
Und bei mir löst sich die Tablette komplett und super auf, ohne sie vorher zu zermörsern - oder übersehe ich da etwas?!

LG Nelle
11/2013 10 mg Citalopram
07/2014 5 mg Citalopram - aber Wirkung ließ irgendwann nach, fand ich...
5.12.2014 Citalopram abgesetzt - nach ner Woche Entzugserscheinungen (Benommenheit, schlechte Laune, Müdigkeit, sehr starke Geräuschempfindlichkeit, Depri)
2.2.2015 wieder 2,5 mg Citalopram - ich muss langsamer Ausschleichen (Symtome: muede u antriebslos, benommen)
1.6.2015 2,25 mg Ich finde mich seeehr gereizt und geräuschempfindlich... (hab aber auch gerade ziemlichen Stress)
2.7.2015 OP mit Vollnarkose - anfangs noch alles o.k., aber nach ner Woche ging die Benommenheit wieder los
11.7.2015 2,5 mg aufdosiert und nun arbeite ich mit ner Juwelenwaage zum genaueren Messen
28.7.2015 Beginn mit Pille Yasmin wegen meiner Endometriose - nun hört die Benommenheit gar nicht mehr auf - nun auch noch Übel und Kopfweh
03.08.2015 Pille wieder weggelassen - Benommenheit hört langsam auf
Ende September - Dezember Reduzierung immer ca. alle 6 Wochen um 10 % bis auf 1,9 mg
Dezember 2015 Durst, Durst, Durst u trockener Mund
4. Januar 2016 0 mg, da ich denke, dass meine Waage zu ungenau misst und ich zu große Schwankungen habe, die mir nicht bekommen - jetzt also ein Ende mit Schrecken
1 Monat dolle Benommenheit, aber Stimmung halbwegs o.k.
ab Februar 2016 völlige Konzentrationsschwäche, absolute Depri-Stimmung u seeeehr gereizt u übellaunig - ich hab kein Bock mehr... 1-2 mal pro Woche Benommenheit
Immer noch bei 0, aber ich bin platt, gefühllos, interessenlos und hab manchmal so komischen Dreh- o Ziehschwindel
19.3.16 Mist, ich dosiere wieder mit 1 mg ein . Ich kann nicht mehr - Wechseljahre und Entzug geht nicht parallel...

padma
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon padma » Montag, 16.02.15, 21:48

Hallo Nelle, :)

das Problem ist die Verkeimung. Jamie :) geht darauf in ihrem Beitrag vom 6.12.13 in diesem thread ein.

Jamie schrieb:
In der Tat ist Wasser ein Medium, das leicht verkeimt.
Folgende Methode ist denkbar: Du kochst Leitungswasser 5min sprudelnd auf und tust dann einen Deckel drauf und lässt es dann abkühlen (das ist die vereinfachte Version von Aqua purificata). Wenn das Wasser abgekühlt ist, und zwar total, weil sonst musst du mit Ko-Faktoren wie Verdunstungsverlust kalkulieren und das kann man nicht in der Küche, sondern höchstens im Labor, dann löst du das Tavor in deiner gewünschten Menge Wasser und entfernst ggf. etwas davon (falls du abdosieren willst) und dann kommt die Lösung in ein Braunglasfläschchen (erhältlich in der Apotheke für 1-3 Euro) und kann maximal 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden (sonst Verkeimungsgefahr).


Liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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nelle
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon nelle » Dienstag, 17.02.15, 8:47

Ja o.k. - das leuchtet mir ein. Danke :-)

LG Nelle
11/2013 10 mg Citalopram
07/2014 5 mg Citalopram - aber Wirkung ließ irgendwann nach, fand ich...
5.12.2014 Citalopram abgesetzt - nach ner Woche Entzugserscheinungen (Benommenheit, schlechte Laune, Müdigkeit, sehr starke Geräuschempfindlichkeit, Depri)
2.2.2015 wieder 2,5 mg Citalopram - ich muss langsamer Ausschleichen (Symtome: muede u antriebslos, benommen)
1.6.2015 2,25 mg Ich finde mich seeehr gereizt und geräuschempfindlich... (hab aber auch gerade ziemlichen Stress)
2.7.2015 OP mit Vollnarkose - anfangs noch alles o.k., aber nach ner Woche ging die Benommenheit wieder los
11.7.2015 2,5 mg aufdosiert und nun arbeite ich mit ner Juwelenwaage zum genaueren Messen
28.7.2015 Beginn mit Pille Yasmin wegen meiner Endometriose - nun hört die Benommenheit gar nicht mehr auf - nun auch noch Übel und Kopfweh
03.08.2015 Pille wieder weggelassen - Benommenheit hört langsam auf
Ende September - Dezember Reduzierung immer ca. alle 6 Wochen um 10 % bis auf 1,9 mg
Dezember 2015 Durst, Durst, Durst u trockener Mund
4. Januar 2016 0 mg, da ich denke, dass meine Waage zu ungenau misst und ich zu große Schwankungen habe, die mir nicht bekommen - jetzt also ein Ende mit Schrecken
1 Monat dolle Benommenheit, aber Stimmung halbwegs o.k.
ab Februar 2016 völlige Konzentrationsschwäche, absolute Depri-Stimmung u seeeehr gereizt u übellaunig - ich hab kein Bock mehr... 1-2 mal pro Woche Benommenheit
Immer noch bei 0, aber ich bin platt, gefühllos, interessenlos und hab manchmal so komischen Dreh- o Ziehschwindel
19.3.16 Mist, ich dosiere wieder mit 1 mg ein . Ich kann nicht mehr - Wechseljahre und Entzug geht nicht parallel...

Mak
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Re: Wasser-Lösemethode bei nicht / schlecht teilbaren Tabl.

Beitragvon Mak » Dienstag, 17.02.15, 9:31

Hi Nelle,

nein, Du übersiehst nichts. Die Tabletten lösen sich auch so sehr gut auf. Aber man muss hald ein paar Minuten warten. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin, nutze ich den Mörser, um das zu beschleunigen :D
2007 Citalopram 20 mg
27.11.14 Vom Arzt empfohlener Kaltentzug mit starken Absetzsymptomen (Schlafstörungen, Schwindel, Überempfindlichkeit, Angst, ...)
04.12.14 wieder aufdosiert auf 20 mg noch ein paar Tage Schlafstörungen
Neuer Absetzversuch (diesmal ausschleichen) folgt in Kürze
22.12.14 19 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
29.12.14 18 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
06.01.15 17 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
12.01.15 16 mg häufig unterschwellige Kopfschmerzen, Wetter oder Absetzsymptome?! (1 Woche)
19.01.15 15 mg keine Absetzsymptome, Kopfschmerzen weg (1 Woche)
26.01.15 14 mg keine Absetzsymptome (1Woche)
02.02.15 13 mg keine Absetzsymptome (1 Woche)
09.02.15 12 mg Kopf- u. Nackenschmerzen, gelegentlich Schwindel u. Übelkeit, Konzentrationsprobleme, Weinanfälle, sehr gestresst und überempfindlich - Pause mit dem Absetzen :( (2 Wochen)
23.02.15 11 mg hin und wieder Nacken- + Kopfschmerzen, depressive Phasen
07.03.15 immer noch 11 mg. pychische Verfassung sehr gut, keine Symptome, außer leichte Übelkeit
09.03.15 10 mg keine Absetzsymptome
18.03.15 9 mg psychische Erschöpfung, Herzschmerzen... langsame Besserung
30.03.15 8,5 mg keine Absetzsymptome
05.04.15 8 mg z. T. sehr müde
13.04.15 7,5 mg ok
19.04.15 7 mg Darmgrippe, sonst keine Beschwerden
26.04.15 6 mg Herpes, sonst keine Beschwerden
04.05.15 5 mg keine Beschwerden
11.05.15 4 mg grippaler Infekt, leichte Unzufriedenheit (Wut)
22.05.15 3,5 mg keine Beschwerden
31.05.15 3 mg keine Beschwerden
05.06.15 2,5 mg keine Beschwerden
08.06.15 2 mg keine Beschwerden
12.06.15 1,5 mg keine Beschwerden
15.06.15 1mg ENDSPURT!!!!
19.06.15 0,5 mg etwas konfus, schreckhaft, lebhafte Träume
22.06.15 o mg aus und vorbei, mit dem festen Entschluss niemals niemals niemals wieder Psychopharmaka anzurühren.

Viel Kraft an alle, die sich noch auf dem Weg befinden! Auch Euer Weg führt zum Ziel - ein medikamentenfreies selbstbestimmtes Leben!

Aktualisiert:

wenige Monate danach: Schwangerschaft
Geburt im Mai 2016
Baby war 3 Monate lang Schreikind. War nervlich sehr gestresst und verzweifelt. Danach blieb eine innere Unruhe, z. T. depressive Verstimmungen und Angstgefühle.

Symptome wurden schleichend schlimmer

Mitte Januar beschlossen psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

ab 26.01.16 Verhaltenstherapie
und Akkupunktur + Vitaminspritzen
31.01.17 Johanniskrauteinnahme
Bluttest ergab Progesteronmangel
02.02.17 Progesterincreme 3% jeden 2ten Tag
Stimmungsschwankungen wurden immer stärker

ab etwa 13.02.17 sehr schlimme Angstzustände, Unruhe, zittriges Gefühl, Schwindel, Herzschmerzen, Verzweiflung, Grübeln - dann plötzlich wieder alles wie weggeblasen/im Minutentakt

17.02.17 Progesteroncreme weggelassen
22.02.17 erster komplett symptomfreier Tag, als wäre nie was gewesen


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