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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Tavor (Lorazepam) absetzen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
sigli
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Freitag, 12.01.18, 9:37

Hallo Jakob,

wenn dich das Dia so erschlägt, kannst du ja erst mal auf den 1,5 L und 27,5 Dia bleiben und als nächsten Schritt das Dia nach und nach etwas abesetzen. Das wäre doch auch eine Option oder?

lg von Sigli
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 12.01.18, 9:49

Hallo jakob, :)

viele suchen hier im Forum bei einer Medikation nach einem Optimum, das es nie geben wird.
Man muss sich manchmal mit einem gewissen Unwohlsein arrangieren.
Ich glaube es ist allemal besser als die heftige Tagesentzügigkeit durch das reine Lorazepam, aber natürlich ist das nur meine Sicht der Dinge.

Ich finde siglis Vorschlag sehr praktikabel.
Ich gehöre auch zu den Menschen, die von korrekt umgerechneten Äquivalenten auf Diazepam völlig überdosiert waren. Ich war so überdosiert, dass ich Intoxifikationserscheinungen hatte, mir war brechübel, ich lallte, fiel in der Wohnung rum und konnte 36 Stunden lang kaum das Bett verlassen.
Ich hab dann die Strategie geändert und die Dosis angepasst; stark nach unten.
sport geht noch bin aber nicht mehr so leistungsfähig,
Das ist mehr als viele anderen im Entzug hier imstande sind zu leisten.
Auch ein Grund, sich mal zu freuen :) .

Bitte überlege es dir noch mal ganz genau mit dem Diazepam. Eine Anpassung nach unten ist durchaus machbar; etlenia hier im Benzobereich hat genau das selbe Problem und korrigiert aktuell alle paar Tage bis Wochen die Dosis nach unten, weil sie so überdosiert ist.
Es verschafft ihr Erleichterung.

Grüße
Jamie
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Freitag, 12.01.18, 10:37

Hallo Jakob,

als ich damals mein ursprüngliches Benzo mit Diazepam substituiert hatte, sollte ich auch lt. empfohlener Umrechnung bei 22,5 mg landen, also 5 mg mehr als es dann waren.

Auch mit den 17,5 mg fühlte ich mich lange noch ziemlich zugedröhnt. Und ich bin nachts, wenn ich auf Toilette mußte, furchtbar geschwankt und war des öfteren kurz vor dem Stürzen.

Die Substitutionsmenge ist immer nur eine Empfehlung. Manche brauchen mehr, viele weniger.

lg von Sigli
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Jakob86
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Freitag, 12.01.18, 12:57

Liebe Sigli, Liebe Jamie,

danke für eure Tipps, was ich im entzug gelernt habe ist, das jede Entscheidung die ich treffe durchzustehen ist, das klingt jetzt vieleicht blöd/naiv/dumm und ich will mich nicht beklagen, weil mir klar war das es so kommen wird, ich wollte nur ein kurzes Update machen, ohne wertung, nur beschreiben wie es sich anfühlt, Was sind meine Gedanken zu diesem Entschluss? Ich habe gemerkt das ich nicht genug gedeckelt war, und Jamie hat recht man muss kompromisse machen, ich weiß das ich mit 22,5mg diazepam nicht bis 0 Lora reduzieren kann, sobald ich mich "erholt" habe wird nur noch lora weggenommen,als erstes die nachmittagsdosis, der schritt wird vermutlich einfacher da ich abends die megadosis nehme und es mir ohnehin abends besser geht +den sport am nachmittag, wenn es nicht weiter gehen sollte werde ich nur 0,25 lora wegnehmen wenn es 0,5mg mit bruchrille gibt nehm ich die, weiß nicht ob die von pfizer eine haben, vieleicht generika, ansonsten tablettenteiler oder rasierklinge.Ich muss schauen wie es weitergeht weil ja nun 0,5mg lora fehlen, das dauert erfahrungsgemäß bei mir länger, also erstmal abwarten bis anfang Februar. Ich bin ja noch nicht so lange auf der neuen dosis werde sehen wie stark sich das noch im körper anreichert bis ich "stabil" auf 27,5 bin mach ich nix, ich fühl mich nur erschlagen, mir ist aber nicht schwindlig, brauch nur mehr kraft und überwindung am morgen essenmachen etc.

Alles Gute

Jakob
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25.10-01.11 Umstellung auf 5mg dia. (Abenddosis: 1,5mg Lorazepam 5mg Diazepam)
Ab 02.11. 7,5mg Lorazepam (Morgendosis wird reduziert)
29.11 Umstellung Abends 2,0L-2,0L-1,5L-1,0L/10mg Diazepam
01.01 1,5L/2,5D-2,0L-1,5L-1,0L/10D
22.01 1,5L/2,5D-1,5L-1,5L-1,0L/10D
19.02 1,5L/2,5D-1,0L/2,5D-1,5L-1,0L/10D
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ab 18.04 1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/10D (4mg Lorazepam 17,5mg Diazepam)
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Samstag, 20.01.18, 10:07

Hallo,

am 15.01 depressionsattacke, nur ein tag mit zwängen unsicherheitsgefühl angst, weinen, seit dem stabil keine müdigkeit am morgen mehr, körper hat sich sehr schnell dran gewöhnt (dia), ich rede mir immer gut zu, keine angst,wenig zwänge, wieder interesse an dingen, seit 2 tagen relativ stabil, muss schauen wie ob ich weitermache, will erstmal das tavor weghaben, eventuell kommt noch was wegen dem tavor, traue dem "frieden" nicht ganz.

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Dienstag, 23.01.18, 12:01

Hallo,

ich war heut beim arzt, wir lassen es erstmal so ich bin erst ende Februar wieder bestellt. Mir ging es die tage nicht so gut, wieder unsicherheitsgefühle und zwänge, dann das übliche starren,leere, kraftlos und müde,interessenverlust dann am sonntag noch ein trigger von meinem vater, "ich solle ihm was bei amazon bestellen" er meldet sich nur wenn er was braucht, das weiß ich, es war schon immer so, aber diese kaltschnäuzigkeit, naja ich habe mich dann aufgeregt über dinge die ich nicht ändern kann, sinnlose energieverschwendung, ich muss das alles noch lernen, ich kann es mir bewusst machen, aber ich habe schon den richtigen weg eingeschlagen, was meine eltern angeht, mal schauen was sich noch so tut.

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Eva » Dienstag, 23.01.18, 12:40

Hallo Jakob,

ich finde Deine Erkenntnisse klasse. Du bist auf dem richtigen Weg.

Sich länger aufzuregen über das, was Fakt ist und was wir nicht ändern können, ist Stress, der sich aus Wut und Ärger speist; die Wut und der Ärger treffen aber viel weniger, wenn überhaupt, denjenigen, auf den sie sich richten, sondern uns selbst: WIR haben die schlechten Gefühle, WIR leiden darunter. Während der andere unbehelligt seiner Wege ziehen kann - was uns dann vielleicht schon wieder ärgert. :wink:

Seitdem ich beschlossen habe, dergleichen belastenden Gedanken mit Verständnis zu begegnen, sie dann aber in der Regel viel schneller als früher beiseite legen kann, gehts mir um Längen besser; ich kann es also auch nur immer wieder empfehlen.

Alles Gute,
Eva
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Dienstag, 23.01.18, 12:51

Hallo,

ich möchte noch schreiben, das es mir meist morgens schlecht geht, was sich dann über den Tag bessert, ich leide nicht, leid beginnt bei mir mit elendsgefühlen. Ich bin nicht mehr so leistungsfähig, nach weihnachten ging es wieder bergauf, ich hatte diese tiefen gefühle der dankbarkeit, dankbar einfach dafür das ich noch da bin, naja aber es muss eben weitergehen, ich bin heut etwas geschafft.

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Eva » Dienstag, 23.01.18, 13:04

Hallo,

mit "Leid" meinte ich oben einfach alles, was uns negative Gefühle bereitet. Du hast Recht, es war im Grunde nicht ganz der richtige Ausdruck.

Das Auf und Ab, was Du erlebst, ist das, was sich am auffälligsten durch fast alle Absetzgeschichten zieht. Dankbar zu sein, ist eine sehr gute Eigenschaft, die Dir helfen wird.

LG Eva
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von weg » Dienstag, 23.01.18, 13:11

hallo jakob
Jakob86 hat geschrieben:
Dienstag, 23.01.18, 12:01


ein trigger von meinem vater, "ich solle ihm was bei amazon bestellen" er meldet sich nur wenn er was braucht,
ich möchte hier noch eine andere sicht einblenden. manchmal ist es so, dass eltern kontakt zu einem suchen. dies auf hilflose weise, z.b. dass man etwas für sie erledigen soll, was sie eigentlich selber machen könnten.

sie können es manchmal einfach nicht anders zeigen.

:hug:
herzlich
weg
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beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg
16.12.2017 1.1 mg
11.01.2018 1.0 mg

Eva
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Eva » Dienstag, 23.01.18, 15:14

Hallo Weg und Jakob,

das ist es genau, was ich auch meine: Schaut man lange genug auf uns völlig unverständliche Handlungen anderer, so kann man vielleicht entdecken, dass auch sie ihre für sie selbst plausiblen Beweggründe hatten. Ich finde das dann in vielen Fällen versöhnlich.

(Und manchmal denke ich auch, wer sagt denn, dass WIR mit unseren Einstellungen richtiger liegen?)

Lieber Gruß, Eva
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Dienstag, 23.01.18, 15:22

Liebe Weg,

ich verstehe deine Sichtweise, muss hier aber leider aus Erfahrung sagen, das meine Eltern gar keine Ahnung haben, außer wie sie sich bei der Sparkasse einloggen und emails lesen, sie brauchen jemanden zum Einrichten von Accounts bei Paypal und Amazon, ich schrieb ihnen tage zuvor das es mir nicht gut geht(wegen reduktion) und bekomme dann diese mail, ich sehe es wie ich es erlebt habe 30 jahre, auch schon früher diese kühle atmosphäre, aber wenn arbeiten im Garten anstanden, dann kam er (um mich zu benutzen), mich gefragt wie es mir geht ob ich probleme habe, jegliche emotionale regung, fehlanzeige, ja er wurde geschlagen in den sack gesteckt wie er erzählt hat, ich wurde auch geschlagen nicht oft aber so oft das ich mich erinnern kann, meine eltern sind so stark traumatisiert das die nix mehr mitbekommen, gefangen in ihren zwängen und ritualen und gegenseitiger abhängigkeit, es ist traurig aber nicht mein problem, ich hab mich eben triggern lassen, ich mach jetzt sport, ich habe sehr gelitten und ich wünschte mir ich könnte mit ihnen reden, aber sie verhalten sich wie kinder keinerlei selbstreflextion oder schuldbewusstsein, es ist wichtig sich von belastenden beziehungen zu lösen dafür habe ich mich entschieden.

Ps:. Meine Mutter erzählte mir im Frühjahr im auto als sie mich noch zum nervenarzt gefahren hat dass er ihr verboten hat zu weinen, "Petra" ich möchte nicht das Du weinst", auch zu uns kindern sagte er das damals " hört auf zu ningeln(jammern/weinend klagend) aber das in 2017 zu hören von meiner mutter, ein despot ist er alle manipulieren und kontrollieren.
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von weg » Dienstag, 23.01.18, 20:24

hallo jakob,

danke für deine antwort. sie hat mich sehr berührt. ja das tut weh, so eine schwere kindheit hinter sich zu haben. es ist auch sehr schwer nicht immer wieder von dieser geprägt und gefangen genommen zu werden. mir passiert das auch immer wieder und ich hadere auch immer wieder damit. wahrscheinlich gehört das einfach zu uns hochsensiblen menschen.

ich finde es bewundernswert, dass du trotz allem deinen eltern beim computer hilfst. heute kommt man ja kaum noch drumherum. und wen sollten sie denn sonst fragen ausser dich.

ich habe da noch einen alten post von dir ausgegraben:
Jakob86 hat geschrieben:
Sonntag, 10.12.17, 8:44
ich habe großen respekt vorm Handwerk, und sollte ich wieder Gesund werden sehe ich mich auf einem Bio Bauernhof mit Menschen die geben und nehmen, eine art non profit Famielienbetrieb der nur die anfallenden kosten deckt zb grundsteuer.
hast du mal an deinen plänen gearbeitet und dich vielleicht ein wenig umgeschaut? :wink:

mir hilft immer ein kleines ziel vor augen zu haben und kann mich dann von so düsteren erinnerung befreien. manchmal nähe ich mir etwas, oder dann gehe ich wandern. ich habe auch ein ehepaar kennengelernt, die gerne spielen. so gehe ich einmal im monat zu ihnen und wir spielen einen nachmittag lang. es ist einfach gut, ab und zu abwechslungen in den alltag zu bringen.

herzlich :hug:
weg
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beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg
16.12.2017 1.1 mg
11.01.2018 1.0 mg

Katharina
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Katharina » Dienstag, 23.01.18, 22:17

Lieber Jakob,

ich danke Dir für Deinen Bericht.
Weinenihat 'man' mir mit vier bzw. mich in diesem Zustand als so niederträchtige, ekelhaft und erbärmlich betitelt, das ich da zu gemacht habe, geschworen, Weinen nie mehr.

Nicht öffendlich.

Im Bad,wenn um umgebar, mir tut sich dann ein Abgrund auf.

Gerade deswegen, trotzdem möchte ich mir das nicht "zu machen".

Ursache und Effekt - nur so kann ich einige Gedanken an Herkunftsfamilie tragen, deren Handeln und Nichtgehandelt zu haben.

Ich möchte meinen Frieden, mehr nicht.
Seit Ewigkeit.

Ich nehme mir ihn
ich konstruiere mir ein Leben in Frieden, innerlich.

Sonst verliere ich jegliche Freude, wozu dann Absetzen.

Medikamente zu reduzieren, verlängert meine Flügel immer mehr.

Hier komme ich heraus;

ganz langsam,vorsichtig, leider auch mal übermütig,

aber lieber Übermut aus Untermut, ( Medikamenten - "Experiment" = in die Hose, war aber reparierbar ).

Jakob, es mag eine Zeit des enormen Verzichtes sein, unterschiedlich lang für jeden hier,
aber es ist es wert.

Denn mit diesen Medikamenten hätte ich ewige Fesseln.

Behalte die Kraft, Du holst danach alles nach, ok?

Schlafe gut,

Katharina
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