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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Tavor (Lorazepam) absetzen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Lisamarie
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Lisamarie » Montag, 17.07.17, 9:52

Hallo Jakob, wenn du noch so an Absetzproblemen leidest würde ich noch mindestens 14 Tage auf der Dosis bleiben , wir sagen das man erst weiter abdosiert wenn 95% der Absetzprobleme weg sind. Daher würde ich nicht nach einem straffen Zeitplan gehen, sondern nach dem Befinden.
lg Petra
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Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von albertine » Montag, 17.07.17, 16:55

Hallo Jakob,
die umstellung auf diazepam ist für mich schwerer als reine reduktion.
das glaube ich dir sofort. Diazepam macht halt depressiv und üble Laune.

Was ich bei dir nicht verstehe, wieso stellst du eigentlich um und reduzierst dann das Lorazepam? Da das Reduzieren ja gut klappt, bräuchtest du doch gar nicht umstellen :?

Grüße von Margot
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1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
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1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Inneren
Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging
die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima
das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

mein Leben ist lebenswert :)

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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Clarissa » Montag, 17.07.17, 19:52

Hallo,

also ich muß mal anmerken: mich hat Diazepam nicht depressiv gemacht oder übellaunig, eher im Gegenteil. Mir hat eine recht kleine Dosis eine Zeitlang ermöglicht zu funktionieren.
Bis zur Abhängigkeit leider mit rascher Toleranz. Da wurde ich dann depressiv, stimmt.

Ich wundere mich immer, daß andere vom Diazepam depressiv und übellaunig werden. Das habe ich erst durch Forumsbeiträge mitgekriegt.
Vom Entzug sicher, aber bei gerade ausreichenden Dosen?

VG von sleepless.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von albertine » Dienstag, 18.07.17, 13:19

Hallo sleepless,

du meinst wahrscheinlich das Diazepam hat dir geholfen zu schlafen, und wenn du gut geschlafen hast, warst du tagsüber besser drauf. Das kann ich gut nachvollziehen.

Ich war auch nicht sofort depressiv, es war ein schleichender Prozess. Je mehr Diazepam im Körper umso depressiver. Zum Schluss war ich jedenfalls so depressiv, dass ich kaum noch aus dem Bett kam. Was mich auch sehr belastet hat waren diese brennenden Schmerzen in den Oberschenkeln und die Schwäche in den Beinen bzw. im ganzen Körper.

Letztendlich war es aber gut dass es mir so schlecht ging, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich nicht zu Entzug angemeldet.

Grüße von Margot
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Samstag, 05.08.17, 9:48

Hallo, habe das "Gefühl" mich etwas erholt zu haben, ende letzten monats kam nochmal ein tief, bin jetzt stabiler seit 5 Tagen, bin am 8. wieder bestellt, habe noch nix reduziert, ich warte möglicherweise noch bis 15. damit. Am Haus finden Instandsetzungen statt (lärm) mein Mitbewohner fährt 14 Tage weg, bin gerade müde wegen einkaufen, gehe ja nur 1x die Woche raus, weil ich Stress nich ab kann, gehe auch nicht zu famielienfeierlichkeiten, bin lieber allein. In der Wohnung mein zeug machen, und meinen sport, aber mit Menschen wird mir zuviel, Zuhause fühle ich mich am wohlsten.

Jakob
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25.10-01.11 Umstellung auf 5mg dia. (Abenddosis: 1,5mg Lorazepam 5mg Diazepam)
Ab 02.11. 7,5mg Lorazepam (Morgendosis wird reduziert)
29.11 Umstellung Abends 2,0L-2,0L-1,5L-1,0L/10mg Diazepam
01.01 1,5L/2,5D-2,0L-1,5L-1,0L/10D
22.01 1,5L/2,5D-1,5L-1,5L-1,0L/10D
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ab 18.04 1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/10D (4mg Lorazepam 17,5mg Diazepam)
ab 25.05 1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-0,5L/2,5D-1,0L/10D (3,5mg Lorazepam 17,5mg Diazepam)
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Katharina » Samstag, 05.08.17, 18:35

Hallo Jakob!

Auch ich werde durch diazepam weder übellaunig noch depressiv.
Ich werde emotional geleert, kann mich vom Grauen erholen und dann ist es wieder gut.



Allerdings befürchte ich das mir davon neuerdings übel wird.

Ich bin froh die letzte Diazepam Nutzung liegt weit zurück
Tavor, die verdammten vier -

ich spüre keinerlei Gefühl Druck oder Gedanken diese erhöhen zu müssen.
Ich hasse sie auf eine infantile Art und Weise ich mache Fehler wenn ich sie in die Dosierkästchen tue, ich muss aufpassen wie ein Lux nicht einen unfreiwilligen Entzug zu provozieren.

Toi Toi weiterhin,
Grüße
Katharina
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Montag, 07.08.17, 8:05

Hallo, nach der Manie kommt der Absturz, das hat sich gestern schon angekündigt, wenn ich so total überdreht bin merke ich schon das dass abnormal ist total viel energie von morgens bis in die Abendstunden. Nun bin ich wieder leer ausgelaugt, alles fällt schwer, keine unruhe liege rum, und morgen gehe ich zum arzt, ich habe immer angst vorm arzt (eher difus) ich weiß ja das er mich nicht unter druck setzt, aber er möchte sicher fortschritte sehen, und ich hab seit 20.06 nix gemacht, ich merke jetzt langsam das dass ganze wohl doch etwas schwieriger wird, habe immer angst vor der Klapse. Ich weiß das ich mir zuviel gedanken mache, und der morgige tag sicher gut verlaufen wird, es ist eher gefühlsmäßig tief in mir drin, naja ich schreibe nochmal was ich dann mache wenn ich morgen wieder da bin. bzw. trage meinen Plan nach.

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Montag, 07.08.17, 8:44

Lieber Jakob,

wenn ich mir deine Signatur ansehe, hast du mit 8,5 mg Lorazepam = etwa 85 mg Diazepam angefangen und bist nun, nach einem 3/4 Jahr auf 3 mg Lorazepam und 22,5 mg Diazepam = etwa 52,5 mg Diazepam.

Das heißt, du hast in einem 3/4 Jahr mehr als 30 mg Diazepam abgesetzt. Das ist eine Leistung! Da kannst du stolz drauf sein. Und das geht nicht spurlos an dir vorbei.

Ich finde es sehr wichtig, dass du dich nicht unter Druck setzt. Und wenn du jetzt mal eine Pause brauchst, dann ist das eben so.

Daumen hoch, du hast bisher wirklich Tolles geleistet. Man spürt, dass du weißt, was du willst. Du wirst es schaffen! Doch bitte, sei etwas geduldiger und nachsichtiger mit dir.

lg Grüße von Sigli
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Dienstag, 08.08.17, 15:52

Hallo liebe/r Sigli,

danke für deine Zeilen, ich war heute bei meinem Arzt und bin etwas fertig (Menschen,Umwelt alles zuviel), das Gespräch war gut, sehr verständnissvoll, kein Druck. Ich werde gegen mitte des Monats die Vormittagsdosis reduzieren um 0,5mg Lorazepam.Es gibt gute und schlechte Tage, ich habe jetzt des öfteren das Gefühl das es keinen perfekten Zeitpunkt für eine reduktion gibt da das alles ohnehin zeitverzögert eintritt und ich teils nicht zwischen Wellen und Entzugserscheinungen unterscheiden kann. Ich trage meine Signatur nach wenn ich reduziere.

Alles Gute und viel Kraft

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 08.08.17, 20:12

Hallo Jakob,


das klingt doch sehr positiv, dass der Arzt keinen Druck macht. Ich denke er sieht auch, dass du ja wirklich schon einiges geschafft hast.
Ich denke, du bist auf einem guten Weg. Es imponiert mir sehr, wie diszipliniert du den Entzug angeht und trotzdem auf dich hörst.
Ich drücke dir die Daumen, dass der Rest deines Weges nicht allzu schlimm für dich wird.
LG Ute
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Dienstag, 08.08.17, 20:54

Lieber Jakob,

ich wollte dir noch etwas zum Reduktionszeitpunkt schreiben: wenn ich von meinen Reduktionszeitpunkten ausgehe, ist das Bauchgefühl immer richtig gewesen. Manchmal waren es bei mir 2 Wochen, manchmal 8 Wochen, wenn die jeweilige Reduktion schwer war.

Aber eines ist ganz wichtig: du solltest die 10 %-Regel nie aus dem Kopf verlieren. Wenn du weiter unten bist, ist das ganz wichtig.

Ich freue mich auch sehr, dass dein Arzt kooperiert. Das nimmt dir zumindest in dieser Sache den Druck.

Ganz lg von Sigli (weiblich)
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Sonntag, 13.08.17, 16:36

Hallo, danke für euren Zuspruch. Mir gehts nicht so gut, bin sehr kaputt, morgens so ein komisches difuses Unsicherheitsgefühl, selbstwert kippt, und z.z teil starke Tageschwankungen, schlaf ist gut 6-7 std mit Träumen. Ansonsten werde ich schreiben sobald sich die reduktion bemerkbar macht.Also ich muss sagen das ich viel erlebt habe und somit einiges aushalten kann, und so wie es momentan ist, ist es ok, letztes sommer war es extrem.

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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Murmeline » Montag, 14.08.17, 14:34

Hallo Jakob,

ich finde, dass sich Deine Beiträge anders letzen als letzten Sommer, Du wirkst viel gefestigter. Ich bin optimistisch, dass Du diesen Absetzprozess bewältigen wirst und irgendwann zurückschauen kannst und stolz sein kannst. Auch wenn bis dahin noch viel, auch sehr anstrengende, Zeit vergehen wird, möchte ich meinen, es ist es wert.

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Dienstag, 22.08.17, 17:05

Hallo, die letzten Tage sehr wechselhaft, zwischen hypomanie und depression, einerseits alles egal, anderseits wieder ängstlich/unsicher, und seit heute wieder sehr matt sehr kaputt müde und ständig hungrig (obwohl ich genug esse) mir ist schwindlig, keine konzentration, es hat sich vieles umgekehrt bin nun morgens fitter, und nach dem mittag bin ich sehr kaputt, ich mach dann nur noch langsam essen und geh 20:00 Uhr ins bett, ich habe die ahnung gehabt das sich das ganze in den Nachmittag zieht, es wird ja jetzt eher dunkel und ist nicht mehr so warm, mal schauen wies weitergeht.

Jakob
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29.11 Umstellung Abends 2,0L-2,0L-1,5L-1,0L/10mg Diazepam
01.01 1,5L/2,5D-2,0L-1,5L-1,0L/10D
22.01 1,5L/2,5D-1,5L-1,5L-1,0L/10D
19.02 1,5L/2,5D-1,0L/2,5D-1,5L-1,0L/10D
18.03 1,5L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/10D
ab 18.04 1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-1,0L/10D (4mg Lorazepam 17,5mg Diazepam)
ab 25.05 1,0L/2,5D-1,0L/2,5D-0,5L/2,5D-1,0L/10D (3,5mg Lorazepam 17,5mg Diazepam)
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Dienstag, 22.08.17, 17:59

Hallo Jakob,

du hast ja auch mit den 0,5 mg Lorazepam umgerechnet etwa 5 mg Diazepam abgesetzt. Du kommst in Riesenschritten vorwärts. Und da bleibt es nicht aus, dass du Symptome davon hast.

Auf der anderen Seite denke ich, dass die 22,5 mg Diazepam auch ihre Wirkung haben. Hast du denn vor, weiter das Lorazepam zu reduzieren und bei den 22,5 mg Diazepam zu bleiben? Ich fände das eigentlich sinnvoll, nicht weiter das Diazepam zu erhöhen. Vom Diazepam hört man sehr oft, dass es depressive Zustände macht. Kann aber auch was anderes sein. Die Wirkung von Benzos ist einfach nicht berechenbar.

Weiterhin viel Glück und Durchhaltevermögen. Du kommst wirklich gut voran.

Alles Liebe wünscht dir

Sigli
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Mittwoch, 23.08.17, 7:12

Guten Morgen, habe sehr gut geschlafen, werde gleich essen bin etwas müde ich konnte Gestern keinen Sport machen, verlege das auf morgens da ich deutlich fitter bin, ich brauche den Sport beruhigt und befriedigt mich innerlich, Zu deiner Frage, ich muss schauen wegen der 10% Regel die würde ich überschreiten wenn ich nähsten Monat nochmal weiter runtergehe auf 2,0mg Lorazepam. Es kann auch sein das dass Diazepam Entzugssymtome verzögert Who Knows? ich bin am 5.9 wieder bestellt, kann sein das es die Tage noch etwas schlimmer wird und das gestern nur der Anfang war. Ich bleibe definitiv bei den 22,5 mg Dia bis 0 Lora. Etwas Manisch heute morgen, muss dann Sport machen. Schreibe wie es weitergeht.

Viele Grüße!

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 23.08.17, 10:35

Hallo Jakob,

schön, dass dir Sport hilft.
Ich denke, du kannst das mit dem 0,5 mg Schritt riskieren, du hast ja Erfahrung mit dem Absetzen und kannst das inzwischen wahrscheinlich selbst am besten einschätzen, notfalls kannst du ja wieder 0,25 mg eindosieren.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Sport und einen schönen Tag.

Ute
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von sigli » Mittwoch, 23.08.17, 11:13

Hallo Jakob,

ich habe generell die Erfahrung gemacht, dass, je weniger du absetzt, es umso leichter wird. Und dein Körper sagt dir mit den geringeren Absetzsymptomen, dass du etwas schneller die nächste Reduktion angehen kannst. Also es geht NICHT doppelt so langsam. Und es ist auf jeden Fall leichter.

Das habe zumindest ich erfahren.

Grüße von Sigli
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Jakob86 » Samstag, 26.08.17, 9:25

Guten Morgen, gehe immer Samstag morgen einkaufen ich fühl dabei nix (wie so eine art Überlebensmodus) wie betäubt. Ich weiß ja wo die Sachen sind und bin immer schnell wieder zuhause, und empfinde dann eine große entlastung manchmal Euphorie das ich wieder 1 Woche nicht raus muss. Ansonsten habe ich starke stimmungschwankungen, und das ganze hat sich umgekehrt bis vor kurzem ging es mir Morgens mies und es wurde im laufe des Tages besser, nun geht es mir Morgens besser und nach dem mittag geht es mir schlechter, vermutlich wegen der disbalance 1 mg tavor morgens, ich denke die nähste reduktion frühsten ende sept. anfang Oktober, merke das es nicht mehr so schnell vorwärts geht, und ich längere erholungsphasen brauche.Ich leide nicht, es ist eben nur nicht so schön. Und das ist für mich entscheidend, das maximale ist tiefe traurigkeit, ansonsten, leere, starren sich immer wieder aufraffen, ich kenne es aber auch nicht anders. Keine Elendsgefühle (ganz wichtig).

Alles Gute,

Jakob
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Re: Tavor (Lorazepam) absetzen

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 26.08.17, 10:27

Hallo Jakob,

was du schreibst deckt sich mit meinen und vielen Erfahrungen, diese Angsterkrankungen bzw. die Wirkung der Medikamente des Absetzens drängen die Betroffenen mehr und mehr ins Abseits. Selbst für normale Menschen leichte Aufgaben werden zur Herausforderung, wie eben einkaufen. Man verliert auch zunehmend seine sozialen Kontakte bis eben irgendwann kaum noch wer da ist, weil man ja heute raus muss um welche zu haben. Wenn man dahingehend nicht funktioniert, dann ist man alleine.

Selbst wenn man in einer Partnerschaft ist oder eine hat belastet es sie schwer einfach weil niemand das Nachvollziehen kann und will und in einer Partnerschaft hat man eben auch Verpflichtungen in jeglicher Hinsicht, Aktivitäten, eben soziale Kontakte, Ausflüge, Urlaub usw.

Wenn ich deine Signatur ansehe, kann ich nur sagen, du hast einerseits viel geschafft in einem Jahr und andererseits dein Leben funktioniert so einigermaßen wenigstens, also durchaus etwas auf das du auch stolz sein kannst, auch wenn das seltsam klingen mag und kein Trost sein mag, es gibt auch viele, die das nicht schaffen.

Also ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und dass es erträglich bleibt bzw. vielleicht auch besser wird, wie gesagt die soziale Isolation ist wohl Teil der Krankheit, was es natürlich nicht leichter macht, alles Gute Kevin
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