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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Anna61
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Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Dienstag, 18.07.17, 19:28

Hallo und Guten Abend liebe ADFD'ler,

endlich habe ich den Mut gefunden mich bei Euch anzumelden, ich versuche mich jetzt kurz und hoffentlich einigermaßen strukturiert zu fassen:

Im Rahmen beruflicher und privater Überlastung bekam ich im Jahr 2010 massivste Panikattacken und Angstzustände, welche zu 4 Psychosomatischen Klinikaufenthalten führten, die mir jedoch nicht nachhaltig geholfen haben. Ich konnte nicht mehr an meinen Arbeitsplatz zurückkehren. Mitten aus dem Leben gerissen mußte ich Frührente beantragen. Aufgrund von Phasen, in denen ich vor lauter Angst das Haus nicht mehr verlassen konnte, habe ich begonnen morgens 0,5 mg Tavor zu nehmen. Das war ca. im Jahr 2011, eine Dosissteigerung begann 2013 auf 1,0 mg Tavor, welche sich dann auf 2,0 mg steigerte, bis heute. Im September 2014 gescheiterter Versuch in einer Klinik das Tavor zu entziehen, es war die die Hölle !

Ich nehme morgens 1,0 mg und nachmittags 1,0 mg. In den letzten Tagen habe ich versucht nachmittags nur 0,5 mg zu nehmen, das geht nicht, ich schaffe das nicht. In das Ashton-Manual habe ich mich eingelesen. Mein behandelnder Psychiater hält nichts davon auf Diazepam umzustellen.
Ich kenne Diazepam nicht.
Ich weiß nicht was ich machen soll zumal ich zunehmend depressiver werde, was mir zusätzlich Angst bereitet.

Meine Signatur erstelle ich morgen, heute fehlt die Kraft dafür, ich hoffe, das ist okay für Euch.

Ach, ich habe vergessen zu schreiben, dass ich seit 2011 auch noch Mirtazapin 15 mg abends nehme.
Ja, das ist die zweite Baustelle. Mir macht das alles große Angst.

Danke, dass ich hier schreiben kann.

Liebe Grüße
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Dienstag, 18.07.17, 20:37

Hallo,

Sorry, wie erstelle ich meine Signatur. Könnt Ihr mir helfen ?

Danke und liebe Grüße
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
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2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 18.07.17, 21:17

Liebe Anna,

willkommen im ADFD!

Für die Signatur klickst Du oben rechts auf Deinen Namen, dann auf "Persönlicher Bereich", dann auf den Karteikartenreiter "Profil", dann siehst Du "Signatur ändern". Wenn Du Deinen Text geschrieben hast, bitte auf "Absenden" klicken.

Als ich Deinen Beitrag gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob Dich ev. ein anderer Arzt unterstützen kann? Dein Hausarzt? Oder wäre es eine Option, den Psychiater zu wechseln?

Ich finde gut, dass Du Dich gemeldet hast und aktiv etwas für Deine Gesundung tun möchtest.

Viele Grüße
Kimeta
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  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

lunetta
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von lunetta » Dienstag, 18.07.17, 21:22

Hallo und willkommen bei uns liebe Anna!

Schön dass du zu uns gefunden hast!

Die Signatur erstellst du so:
Du gehst auf deinen Nickname, auf Profil, Profil ändern, Signatur ändern, und dann kannst du dort schreiben.

Zuerst einmal - du mußt nicht verzweifeln! Wir alle hier sind von einem oder mehreren Medikamenten abhängig und versuchen sie abzusetzen.

Tavor hat ein relativ kurze Halbwertszeit, deshalb kommt man recht schnell in eine Toleranz und Abhängigkleit.
In Kliniken wird immer viel zu schnell entzogen, deshalb schaffen es die meisten nicht davon loszukommen, schnell nimmt man das Medikament wieder da die Absetzsymptome zu heftig sind.

Wir hier setzen sehr langsam ab um alltagstauglich zu bleiben und sich die Symptome in Grenzen halten.
Es gilt die Regel 10 % der letzten Dosis alle 4-6 Wochen abzusetzen, gegen Ende sogar noch kleinere Schritte.

Da Tavor so eine kurze HWZ hat rät man den meisten Betroffenen auf Diazepam umzustellen, da das eine lange HWZ hat, und sich die Entzugssymptome dadurch eventuell geringer halten, da eine Entzügigkeit am Tag dadurch weniger heftig ist.

Wir empfehlen die Dosis schrittweise zuerst umzustellen, und erst wenn die gesamte Dosis durch Diazepam ersetzt ist, dieses dann langsam abzusetzen.

Und es sollte auch nur 1 Medikament abgesetzt werden und dann das nächste, nie gleichzeitig.

Hättest du einen Arzt der dir auch Diazepam langfristig verschreibt, denn ohne Rezepte geht es nicht?....und du mußt dich auch auf eine langfristige Absetzphase gefaßt machen, deshalb sollte man sich einen Arzt mit ins Boot holen, der lange genug rezeptiert.

Aber der erste Schritt ist schon getan - du willst absetzen und das ist schon die halbe Miete;)

GLG!
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Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Dienstag, 18.07.17, 22:00

Hallo liebe Anna!

Hast Du schon gesehen dass man kleinste Mengen ausschleichen kann?
Vielleicht macht Dir das etwas Mut!

Ein Beispiel, ich habe mir eine 40ml Spritze ( ohne Nadel ) auf der Apotheke besorgt.
Dann habe ich 40ml Wasser in ein Glas getan.
Dort hinzu eine Tablette Lorazepam die ich zuvor zermőrsert habe, dass sie sich nicht gut im Wasser auflösen wollte.

Gut umrühren, und da ich ganz besonders wenig reduzieren wollte, habe ich
4 ml aufgezogen in der Spritze diese 4ml verworfen und den Rest getrunken.

Das ist nur ein Beispiel!

Jeder muss ausprobieren welche Abdosierung zu ihm passt.

Die Grundformel hier lautet: alle 6 - 8 Wochen
10% weniger von dem auszuschleichenden Medikament.

Da aber jeder anders reagiert, ev noch mehrere andere Medikamente entweder schon abgesetzt hat oder noch zu reduzieren sind,
muss man letztlich schauen was gut für einen ist.

Aber nur keine Eile und keine großen Absetzsprűnge;
den Fehler habe ich gemacht und dessen Nebenwirkungen sind arg unangenehm.

Schau Dich in Ruhe um, und wundere Dich nicht, die Mediziner
schenken uns keinen Glauben.
Sie glauben nicht das man Absetzerscheinugen hat
Sie ermuntern änderte Präparate oder gar mehrere zusammen zu nehmen.
Sie sagen ohne geht es wahrscheinlich nicht.

Leider haben wir das zu vielen immer wieder zu hören bekommen.

Hier kannst Du ganz in Ruhe fragen,űberlegen und fragen, oder Dich entrüsten,
schimpfen, weinen - dieser Threat ist Deiner.

Alles Gute, Katharina
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Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Mittwoch, 19.07.17, 7:43

Liebe Kimeta, liebe Lunetta, liebe Katharina,

vielen Dank für das herzliche Willkommen heißen und die wertvollen Denkanstöße, ich freue mich sehr darüber. Ihr gebt mir Zuversicht und Hoffnung.
Nachdem ich mit meinem Hund Gassi war werde ich meine Signatur erstellen, danke Kimeta und Lunetta für Eure Hilfe diesbezüglich.

Bis später, viele liebe Grüße
Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 19.07.17, 8:16

Hallo Anna,

auch von mir herzlich Willkommen im Forum.

Meine Vorrednerinnen haben dir ja das Wichtigste schon gesagt.
Am besten wäre es schon, wenn du auf ein Benzo mit einer längeren Halbwertszeit umstellen könntest.
Du rutscht sonst immer zwischendurch in Mini- Entzüge, was das Durchhalten zusätzlich erschwert.

Manchmal lassen sich Ärzte vom Umstellen überzeugen, wenn man ihnen einen selbst ausgearbeiteten Absetzplan vorlegt. Sie sehen dann, dass man es ernst meint und das Problem angehen will.

Ich habe gerade gelesen, dass du einen Hund hast und wollte mal etwas Werbung für unseren Haustierthread und unseren Naturthread machen.
Beide sind unter "Alternativen zu Psychopharmaka" zu finden und haben den Sinn, sich ein wenig von seinen Sorgen rund ums Absetzen abzulenken.
Vielleicht hast du ja Lust da mal rein zu schauen.

LG Ute
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Mittwoch, 19.07.17, 14:20

Liebe Ute,

hab' Dank für Deine Antwort.

Im Moment schwirrt mir der Kopf vor Gedanken rund ums Absetzen und mir ist völlig unklar, wie ich das umsetzen soll.
Wechseln auf ein Benzo mit längerer Halbwertszeit oder, wie von Katharina vorgeschlagen, kleinste Mengen mit Hilfe der Wasserlösmethode und Spritze abdosieren.

Ich versuche jetzt erstmal zur Ruhe zu kommen und schaue in Euren Haustier- und Naturthread.

Liebe Grüße

Anna
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 19.07.17, 16:56

Liebe Anna!

Genau richtig so, geh entspannt daran.
Übernimm Dich nicht, das Ganze ist anstrengend genug und weißt Du was?

Auch mir begegnen noch Bereiche im Forum, die ich vorher einfach nicht gefunden habe.

Viel Spaß beim Fotoschauen,
Katharina

Ich suche mal ob ich die Hunde finde, die zwar nicht meine waren, mit denen ich aber Zeit verbringen durfte.
Ich habe sie geliebt.-
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Mittwoch, 19.07.17, 19:08

Liebe Katharina,

ja, vorhin jagte ein Gedanke den anderen und ich mußte mich ablenken.
Weißt Du, ich glaube ich habe jetzt schon so Mini-Entzüge, die 2 mg (Einnahme 7.00 morgens und 17.00 nachmittags) decken eigentlich schon noch den Tag und einen Großteil des Abends ab.

Heute morgen jedoch habe ich auf dem Spaziergang eine Bekannte getroffen und habe spontan zugesagt als sie mich fragte ob wir noch einen Kaffee trinken gehen. Kaffee hätte ich eh nicht trinken sollen, das vorneweg, dann bemerkte ich, dass ich zunehmend nervös wurde, und das Gepräch sehr anstrengend für mich wurde, ich hatte Probleme zuzuhören und auch schon wieder so einen leichten Fluchtimpuls (ich denke, Du kennst das auch von Panikattacken). Ja toll, ich habe mich zusammengerissen, sie hatte auch nichts bemerkt.

Zu Hause kam ich dann ins Nachdenken, bin ich schon solch kleinen Belastungssituationen nicht mehr gewachsen ? Oder war das ein Mini-Entzug ? Oder bahnte sich eine Panikattacke an ? Es ist wahrscheinlich zwecklos darüber zu grübeln. So, Schluß jetzt damit.

Ich habe mir die Tiere im Tierthread angeschaut, das hat mich sehr berührt, die Hunde, die Katzen, die kleinen Wellensittiche, ich glaube ein kleiner Hase und Meerschweinchen sind auch dabei. Sie sind alle so schön und so liebenswert.

Oh ja, such mal die Hunde, mit denen Du Zeit verbringen durftest, das würde mich interessieren.

Ich versuche später mal ein Bild von meinem Hund, er heißt Jimmy, einzustellen. Ich liebe ihn so sehr, er hat mich ein Stück ins Leben zurückgeholt, durch ihn mußte ich wieder nach draußen. Er ist so ein liebes Kerlchen.

Liebe Grüße

Anna
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2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 19.07.17, 23:07

Liebe Anna!

Ja, - leider - kann ein simples Beisammensein anstrengen.
Das ist so und das ist sehr traurig.

Ich habe eine Idee, bitte korrigiert mich jemand der es besser weiss:

Wie wäre es mit dem ( verdammten ) Tavor1mg
24 Stunden abzudecken, zum Beispiel

1/2 morgens 1/2 mittags 1 abends

Wenn es eine wertvolle Freundschaft ist, vertraue Dich ihr an.

Panikattacken solange man nicht zu Boden fällt, sehen einem die anderen oftmals kaum oder gar nicht an: man ist blasser und angespannter, stiller und regloser vielleicht etwas schwitzige auf der Stirn.

Ich habe eine Frau gesehen die von einer Medikamenten - Therapie in eine Panikattacke geriet, sie saß einfach still und rauchte, angespannt.

Ich schau nochmal nach einem Hundebild, ich haben alle bei Google+
fand sie aber nichtChips ich erinnerte das ich zwei Google konten habe, auf einem Fotos bis 2011 auf dem anderen weit zurück liegender.

Behalt den Mut, "um so verrückter um so normaler" - verzeih' den Galgenhumor.
Und habe eine gute Nacht,
Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 19.07.17, 23:17

Für Anna.




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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Donnerstag, 20.07.17, 12:37

Liebe Katharina,

die Hundchen sind ja so was von süß. Meiner hat auch drei Farben, so wie der kleine auf dem zweiten Foto.

Nein, dieser Bekannten von gestern kann ich mich nicht anvertrauen, ich kenne sie nur flüchtig über unsere Hunde.

Deine Idee, das Tavor auf 1/2 morgens, 1/2 mittags und 1 abends aufzuteilen geht mir schon die ganze Zeit durch den Kopf. Das Problem hier ist, dass morgens nach dem Aufstehen die Ängste am schlimmsten sind, ich muss morgens gegen 8:00 Uhr mit dem Hund raus und erledige dann meistens auch noch meine Einkäufe. Es mag sich blöd anhören, doch ich glaube, ich schaffe das mit 0,5 mg nicht. Wobei ich denke, ich hab's ja noch nicht mal probiert.
So what, weißt Du was, ich probiere das morgen einfach mal. Ich muss auch mal was aushalten.

Liebe Grüße
Anna
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2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 20.07.17, 22:02

Liebe Anna!

Meine Überlegungen sind ob man optimal 24 Std
mit Tavor abdecken kann ohne das Lücken entstehen.

Ich weiß aber nicht wie schnell Dein Körper es verstoffwechselt.

Ich habe eine Zeit einen Riesen Fehler gemachtVeil ich nicht Xmal am Tag Pillen sehen wollte, da dachte ich mir, einen konstanten Tavor - Spiegel zu haben,
egal wann und wie ich es einnehme.

Ich nahm alle vier nachts.

Man riet mir dann doch besser 1 morgens, 1 mittags , 2 abends zu nehmen.
..........,

Ich merke null Unterschied.
Die Hoffnung war, das ich so morgens vielleicht aufstehen könnte.
Klappt nicht.
Zu 99,99% nicht.
:-/

Schau nochmal wie lang die Halbwertzeit von Tavor ist, wenn diese sich mit der folgenden Einnahme überdeckt dürftest Du keinen Mangel haben.

Ein Sch...dreck, was Anna?
Es ist ein gewaltiger Sch.....denn es ist ja nicht das einzige was für Ärger sorgt.

Die Hunde gehören einer besonderen Freundin.
Die ausgestreckte auf dem Sofa die Große war ein ruhiger lieber Vertreterver sich neben mein Bett legte die ersten Nächte.-

Sie wurde betreut und geärgert von den flinken Kleinen.
Besonders der edle ( so gibt er sich ) Jack Russel clever schlimm frecher kleiner schneller lieber Schlingel, der kleine andere liebe Mischling - ❤️❤️

Machs gut, Anna
Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Samstag, 22.07.17, 11:37

Liebe Katharina,

morgens 0,5 mg Tavor zu nehmen, ich hab's versucht, das funktioniert bei mir nicht. Ich hatte ja auch schon mal an der Nachmittagsdosis "rumgeschraubt" und 0,5 mg weg gelassen, da kamen die Ängste auch verstärkt. Ich denke inzwischen definitiv, dass ich es nicht schaffe das Originalbenzo abzusetzen.

Ich will versuchen, wie auch von Prof. Ashton beschrieben, auf Diazepam umzusteigen. Die Umstellung hab ich mir so vorgestellt, dass ich von der Nachmittagsdosis 0,5 mg reduziere und diese dann mit 8-10 Tropfen Dia substituiere.

Die nächste Baustelle wird natürlich sein wo ich die Tropfen bekommen kann. Mein Psychiater hält dies für keine gute Idee. Meinen Hausarzt möchte ich diesbezüglich nicht ansprechen.

Ich glaube mich zu erinnern, dass ich bei Euch gelesen habe, dass ihr auch eine Liste von Ärzten habt, die den Entzug unterstützen. Ich würde mich ganz arg freuen wenn ich diese von Euch bekommen könnte.
Ich brauche ja auch einen Arzt, der mich langfristig unterstützt, da ich mir durchaus bewußt bin, dass das Absetzen bei mir sehr lange dauern wird und ich möchte mir die Zeit auch lassen, ich bin schon Mitte 50.

Im Moment bin ich ganz zuversichtlich, dass das der richtige Weg ist.

Was meinst Du Katharina ?
Was meinen die anderen Forum-Mitglieder ?

Liebe Grüße

Anna
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Katharina
2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 1 mg Tavor
Nachmittags: 1 mg Tavor
Abends: Mirtazapin 15 mg

Katharina
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Katharina » Samstag, 22.07.17, 14:03

Liebe Anna!

Die Psychiatrische Praxis, besonders die Artzhelferin (!)
hielt es sich für gar nicht so gut,Diazepam in Tropfenform zu verabreichen, Abhängigkeiten
würden so entstehen 8-/

Da schau her, dachte ich und druckte das Ahston manual aus, verwies sie auf ihren pc
der ja rot aufleuchten würde wenn ich dann alle drei Tage mindestens "mein Diazepam" holen würde, für einen entspannten Abend vor dem Fernsehen.

Ich setze ab, und stocke nicht auf, Du- ich war außer mir.
Und ich bekam es.

Hau auf den Tisch, Anna.

Da kriegt man eine Wut die endet nicht.
Und nimm das Tavor so wie es Dir bekommt.

Alles Liebe, Katharina
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Anna61
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Sonntag, 30.07.17, 7:48

Hallo liebe Katharina,
Hallo liebe Forum-Mitglieder

morgen habe ich einen Termin bei meinem Arzt.
Ich habe das Gefühl so kann ich mit dem Tavor nicht mehr weiter machen.
Meine Idee war ja von der 1,0 mg Dosis nachmittags die Hälfte, also 0,5 mg mit Diazepam zu substituieren. Ob das der richtige Weg ist weiß ich nicht, ich bin zunehmend verunsichert. Mir geht es irgendwie gar nicht gut.

Über eine Antwort würde ich mich sehr sehr freuen.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 30.07.17, 10:21

Hallo Anna, wir stellen überlappend um , so das du schauen musst ob dein Plan die Nachmittagsdosis von Lorazepam aufs Diazepam umzustellen klappt, wenn nicht dann noch feinschrittiger , 0,25 mg gegen das Diazepam auszutauschen. Aber das wichtigste ist erstmal ob du das Diazepam verschrieben bekommst.
Ich drück die Daumen das du es bekommst, was auch noch gehen würde wäre Oxazepam.
lg Petra
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Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Anna61 » Montag, 31.07.17, 15:40

Liebe Petra,
ich habe das Diazepam nicht bekommen.
Im Moment bin ich ratlos und mir geht es einfach nur schlecht.

Liebe Grüße

Anna
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Re: Lorazepam absetzen - ich schaffe es nicht

Beitrag von Jamie » Montag, 31.07.17, 16:13

Hallo anna,

mit welcher Begründung?
Was schlägt der Arzt stattdessen vor?
Ist schon schlimm wie alleine man gelassen wird, stigmatisiert mit dem Begriff "abhängig" :(.

Wäre der Arzt bereit Diazepam auf Privatrezept zu verordnen?
Das machen manche.
Wenn nein, solltest du Arztpraxen abklappern bis du jemand findest, der bereit ist dir ein Benzo mit langer HWZ zum Absetzen zu rezeptieren.
Man kann sich auf sowas vorbereiten, sodass die Ärzte merken, dass es dir todernst mit dem Entzug ist!

Was sind aktuell denn deine akutesten Beschwerden? Unter "mir gehts nicht gut" kann vieles versteckt sein.

Liebe Grüße
Jamie
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