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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Clarissa
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Clarissa » Montag, 04.12.17, 12:49

Hi Eva,

hast Du schon mal eine Mirtazapin genommen? Mich haben die im Entzug völlig auf die Bretter geknallt mit Hangover und der Schlaf - das war kein gesunder normaler Schlaf.
Ich war von Mirtazapin tagsüber zermatschter als nach schlafloser Nacht!

Dito von allen anderen sedierenden AD und auch NL.

VG von Clarissa.
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Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Montag, 04.12.17, 13:13

Huhu Clarissa -

nein, keine einzige Mirta, noch nie, und überhaupt kein AD bisher, und das soll auch so bleiben!

Aber es scheint gängige Praxis zu sein, damit Schlaflosigkeit im Entzug zu deckeln, und ich frage mich, ob es dazu wenigstens ein paar, womöglich gute Erfahrungen gibt oder wo sie das hernehmen ... :roll: Deine waren ja z. B. alles andere als berauischend. Vermutlich ist das auch nur wieder die bekannte Hilflosigkeit der "Fachmenschen". Gut, war sicher 'ne doofe Frage. :shock:

LG, Eva

P.S. Aaaah, habe gerade meinen Beitrag mit der Frage hier wiedergefunden! Danke. Die weiteren Antworten muss ich noch lesen. :)
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Montag, 04.12.17, 13:27

Liebe Lina,

das ist eine tolle Antwort von Dir, und sie beantwortet meine Frage im Grunde schon. Vielleicht schreiben ja noch andere etwas dazu.

Ja, ich war von einem Histaminblocker abhängig und auch von L-Tryptophan, man kann sich - zumindest mit einer Suchtstruktur "gesegnet"- auch an solche Einschlafhilfen körperlich und psychisch gewöhnen; dass Mirtazapin auf dem Prinzip der alten AH beruht, war mir neu. Noch ein Grund mehr für mich, es abzulehnen.

Allerdings wage ich zu sagen, dass ich hier im Forum unglaublich viel gerlernt habe und somit in der Richtung GAR NICHTS mehr als tägliche Einnahme zuließe, nicht mal Einschlaftee, auch den trinke ich nur sporadisch, Wenn sich jeder gründlich informieren würde, in der Form wie es hier geschieht, gäbe es sicherlich nicht ein Malheur in dem Ausmaß wie zur Zeit in unserer Gesellschaft vorhanden.

Liebe Grüße,
Eva
Zuletzt geändert von Eva am Montag, 04.12.17, 13:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 04.12.17, 13:55

Hallo Eva,

mein Schwiegervater war früher Krankenpfleger und er hat Mirtazapin nach Nachtschichtphasen genommen, um wieder in einen normalen Tag- Nacht- Rhythmus zu kommen. Als dann immer einmalig und in größeren Abständen.
Bei ihm hat es funktioniert, ich glaube aber nicht, dass das unbedingt zum Nachahmen empfohlen ist.

Ich nehme das Mirtazapin ja dauerhaft, habe auch keinen Wirkverlust, ich falle abends regelmäßig ins Koma.
Meine Absetzversuche endeten in totaler Schlaflosigkeit.


LG Ute
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Montag, 04.12.17, 13:58

Hallo Ute,

also ist es mit dem Mirta dann wie mit jedem anderen Schlafmittel auch: Es geht früher oder später nicht mehr ohne.

Für mich ist das Thema Schlaflosigkeit bis jetzt unverändert schwierig - ich hatte auch schon Sorge, dass meine Herzrhythmusstörungen der letzten Zeit damit zu tun haben könnten; ein scheußliches Gefühl, dass der massive Schlafverlust außer zu einer überreizten Psyche auch noch zu körperlichen bzw. gesundheitlichen Störungen und Schädigungen führen kann. :cry: Was die gelegentliche Frage aufwirft: Teufel gegen Beelzebub ausgetauscht? :cry:

Ich bin keine Heldin und behaupte nicht, dass ich für immer und alle Zeit gefeit bin gegen Anfechtungen!

Ich hoffe natürlich auf eine Entwicklung mit dem Absetzen und dass es sich irgendwann relativiert. Momentan experimentiere ich in der Richtung mit Homöopathie. Zumindest hier habe ich die Sorge der Abhängigkeit nicht. Ich werde ggf. noch dazu berichten.

LG Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 05.12.17, 12:58

Hallo,

zum Glück habe ich hier im Forum einige Vorbilder gefunden. Sie zeigen mir gleichzeitig auf, dass es möglich ist, aber ebenso, dass der Weg kein leichter ist. Und dass noch viel mehr Arbeit damit verbunden ist, als ich wahrhaben wollte.

Ich hab kapiert, dass VOR dem hilflosen Jammern und entmutigten Klagen die Handliung stehen sollte. Noch längst wurde nicht alles ausgeschöpft was möglich ist, um wieder zu einem gesunden Schlaf zu finden. Das fiel mir heute beim Lesen im Forum wie Schuppen von den Augen; die Arbeit geht von Achtsamkeitsmeditation über Feldenkrais bis hin zu Yogaübungen und Zen (nur ein paar Beispiele, was noch alles drin ist, bevor man als Schlafloser kapituliert.

Danke an meine "Leit-Sterne" für das Öffnen der Guckerchen. :wink:

LG Eva

P.S. Selbst die Gedankenkontrolle scheint in der Praxis eine Herausforderung zu bleiben. :shock:
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von weg » Dienstag, 05.12.17, 13:13

hallo eva, :hug:

danke für deine liebe antwort bei meinem thread. ich möchte dir aber hier antworten
Eva hat bei weg geschrieben:
Ich habe es noch nicht bis zur echten Achtsamkeitsmeditation gebracht, also habe ich auch noch nicht wirklich alles getan was helfen könnte
ich bin ja noch eine blutige anfängerin mit dieser meditation und ich war sehr skeptisch so etwas zu machen. ich habe oft über solche menschen die da so "sassen" mich innerlich lustig gemacht.
in aller demut gestehe ich, dass ich völlig von der wirkung überrascht bin. muss aber auch sagen, dass ich, wenn ich da so "sitze" ich über mich selber auch lachen muss. finds immer noch gewöhnungsbedürftig und gleichzeitig grossartig.

ich habe vorgestern über die kursleiterin das angebot von der universität zürich erhalten an dieser studie teilzunehmen:
Am Lehrstuhl der Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik der Universität Zürich führen wir eine Studie durch, mit dem Ziel, den Einfluss von Achtsamkeit auf die Emotionsreaktivität und die Emotionsregulation zu untersuchen. Dafür suchen wir noch interessierte Versuchsteilnehmer und Teilnehmerinnen. Insbesondere interessieren wir uns für Personen, welche auf dem Gebiet der Meditation bereits Erfahrung haben und mindestens schon 20 Stunden meditiert haben aber noch nicht viel länger als 1 Jahr praktizieren. Dies können beispielsweise Personen sein, welche im letzten Jahr das MBSR Programm durchlaufen.
ich habe mich nun angemeldet und die erste "selektion" überstanden. nun stehe ich im auswahlverfahren. ich würde da gerne mitmachen. nun warte ich auf bescheid.

so nun nochmals zurück zur aufmerksamkeitsmeditation. ich fand es sehr hilfreich einen kurs zu besuchen. ich glaube ohne diese hilfe würde ich das nicht machen. wir haben auch eine feine kursleiterin, die uns alle gerne weiterbegleitet.

nun übe ich aber mal selber für mich und staune selber über mich. :o

herzlich
weg
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bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
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21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 05.12.17, 13:19

Hallo, liebe weg. :hug:

Ja, so eine gute Anleitung ist etwas Feines!

Ich werde mich auch umschauen, ob sich etwas für mich findet; ich arbeite gern mit Anleitung, das motiviert besser, und es macht dann auch mehr Spaß. Es heißt ja nicht umsonst: "Wenn der Schüler bereit ist, kommt der (richtige) Lehrer". Aber ich nehme mir viel Zeit, mich umzuschauen und das zu finden, wozu Körper, Herz und Geist "Ja" sagen. Es muss wirklich gut ausgesucht sein.

Ohne verpflichtenden Überbau bleibe ich gern in der Theorie stecken; ich weiß zwar eine Menge, aber statt zu helfen, blockiert das eher, solange keine Taten folgen. Oh ja, ich komme mir auf die Schliche ... :whistle:

Dir und mir also weiterhin gute Lehrer und gutes Gelingen.
Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von weg » Dienstag, 05.12.17, 17:06

hallo eva, :)

sorry, fasse dich nicht gerade mit handschuhen an: :sports:
Eva hat geschrieben:
Ohne verpflichtenden Überbau bleibe ich gern in der Theorie stecken; ich weiß zwar eine Menge, aber statt zu helfen, blockiert das eher
ich habe mich dies bei dir auch schon gefragt. du weisst ja wirklich enorm viel und bist sehr belesen. ich könnte mir auch vorstellen, dass das blockieren kann und du vielleicht auch nicht eine dir angepasste unterstützung bekommst, weil man da nur mit langem hinsehen hinter deinen vorhang gucken wird resp. kann. darf.
Eva hat geschrieben:
Es heißt ja nicht umsonst: "Wenn der Schüler bereit ist, kommt der (richtige) Lehrer". Aber ich nehme mir viel Zeit, mich umzuschauen und das zu finden, wozu Körper, Herz und Geist "Ja" sagen. Es muss wirklich gut ausgesucht sein.
bist du dir denn dem so sicher? gehört für mich auch ein wenig in das kapital "blockieren". oder was meinst du ?

hast du dich mal umgeschaut was so in deiner gemeinde für kurse ausgeschrieben sind ? und in der näheren stadt? vielleicht gibt es einfach im moment nicht der kurs, aber vielleicht alternativen? (z.b.Yoga ? einfach nicht gerade zuviel kopflastiges, macht kopfweh :) ) ...

ich finde es gut, dass du wieder weiter reduziert hast. vielleicht werden deine kopfschmerzen dann auch etwas leichter. ich wünsche dir das von ganzem herzen.

herzlich :hug:
weg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Gwen » Dienstag, 05.12.17, 17:19

Hallo liebe Eva,

ich kenne das auch, dass ich ganz oft auf der Suche bin nach der "perfekten" Lösung. Das kann einen schon ganz schön verrückt machen und blockiert mit dann teilweise so, dass ich eben dann gar nichts machen, weil ich dies leider perfekte Lösung nicht finde und mich zu keiner anderen Lösung durchringen kann, weil es ja dann nicht "das Richtige" ist.

Bei mir hängt das aber auch mit meinem Stresslevel zusammen. Um so entspannter ich bin, um so unkomplizierter bin ich und kann auch mit Kompromisslösungen ganz gut leben. Je höher meine Anspannung ist, desto schwieriger wird es. Und desto weniger bin ich in der Lage, auf mein Bauchgefühl zu hören, also intuitiv zu entscheiden.

Eine Lösung dafür habe ich noch nicht. Ich finde es aber manchmal schon ganz hilfreich, mir das bewusst zu machen. Und mir dann klar zu machen, dass eine optimale Lösung oft einfach gar nicht zu finden oder umsetzbar ist.

Viele liebe Grüße Gwen
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 05.12.17, 17:47

Hallo, Ihr beiden Lieben,
ich danke Euch für Eure Gedanken.

Genau, Gwen, :hug: hingucken ist auch schon was, uns die Dinge bewusst machen ... Nur darüber kann auch - zum passenden Zeitpunkt - Veränderung geschehen.

:D "weg",
:sports: nur zu, ich bin nicht empfindlich bei denen, die ich mag.

Hmmm ... ein Schnellschuss hat mir noch nie viel gebracht, außer dann enttäuscht wieder abzubrechen. Wir leben ja auf dem Land, und es ist hier sowieso nicht einfach, wie bereits erwähnt. Ich verstehe aber, was Du meinst, man kann sich wirklich recht gut etwas vormachen. :whistle: Ich werde sehen, wie ich meinen Radius erweitere. Ich bin aber nicht "faul"! :wink: (Kleine Rechtfertigung muss sein :P )

Wir leben insgesamt sehr zurückgezogen, und so bin ich eine "Denkerin" geworden. Wobei ich schon täglich einige Disziplinübungen mache ... ganz untätig bin ich nicht, neben dem, was ich tue und gern tue für meinen Mann bzw. uns beide.

Ja, das Absetzen geht weiter! Nachdem ich bei Dir von den ungeahnten Auswirkungen gelesen habe, bin ich neu inspiriert. :D

Ganz liebe Grüße,
Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 05.12.17, 18:24

Hallo nochmal,

gerade kam die telefonische Nachricht: Mein Bruder ist ins Krankenhaus gekommen, und es sieht schlecht aus. Das Herz ... Hinfahren können wir nicht ohne weiteres, es ist sehr weit weg, und mit dem Auto geht leider gar nicht, und auch mit dem Zug ist es wegen meines Mannes schwierig. Meine arme Schwägerin ... aber ihre Schwester wird zu ihr kommen, Gott sei Dank.

Nun heißt es, nicht den Kopf verlieren. Wenn ich mich weniger melde, wisst Ihr, woran es liegen könnte.

Gruß, Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von weg » Dienstag, 05.12.17, 18:50

hallo eva,

das tut mir leid wegen deinem bruder.

pass auf dich auf. das sind so die heiklen situationen, die einem das bein stellen können. und jetzt, da du gerade abdsosiert hast....
ich würde an deiner stelle das vertrauen haben, dass deine schwägerin hilfe bekommen wird. da ist ja noch ihre schwester...
zuviel "rummel" ist sicher auch nicht gerade gut -- behalte ruhig blut.

ich weiss, es ist schwer von aussen zuschauen zu müssen, ohne direkt vor ort zu sein.

ich denke an dich. leider bin ich keine so gute trösterin.

:fly: :fly: :fly:

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30.09.2017 1.5 mg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 05.12.17, 19:47

Ihr Lieben, macht Euch keine Sorgen um mich. Ich bin weit davon entfernt, zusätzliche Benzos einzuwerfen. soviel kann ich schon sagen.

LG Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Annanas » Dienstag, 05.12.17, 19:57

Liebe Eva :hug: ,
eine schwierige Situation, wenn man nicht eben mal so hinfahren kann.

Ich hoffe, daß dein Bruder es schafft u. dir schicke ich mit dem hier
:fly: eine große Portion Kraft!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 08.12.17, 8:39

Guten Morgen.

Mein Bruder liegt weiterhin auf der Intensivstation; es sieht nach wie vor nicht gut aus.

Kurz zu mir: Es tut mir Leid, Euch enttäuschen zu müssen - einge werden es, denke ich, sein, für andere ist es vielleicht auch erwartungsgemäß: Ich bin von meiner permanenten Schlaflosigkeit inzwischen so gebeutelt, dass ich in der letzten Nacht 2 x 500 mg L-Tryptophan (Aminosäure) eingenommen habe.

Das ist natürlich nicht gut, da ich mich ja vor einem Dreivierteljahr bereits davon abhängig gefühlt habe. Aber ich weiß einfach nichts anderes, womit ich mich wenigstens mal für 2, 3 Stunden ein wenig entspannen und ein Minimum an Schlaf bekommen kann.

Ich habe inzwischen das Gefühl, über den andauernden Schlafmangel regelrecht körperlich krank zu werden. Das soll keine Rechtfertigung sein, natürlich bin ich von mir selbst enttäuscht; ich wäre gern eisern geblieben.

Die Schlaflosigkeit ist aber für mich DAS Problem geworden. Wäre sie nicht, käme es mir es, leicht bitter ausgedrückt, wie ein Spaziergang vor, das Benzo auszuschleichen - zumindest bis jetzt. Das soll nichts herunterspielen, was andere außerhalb des Schlafdefizits im Entzug erleiden; es ist nur mein persönlicher Eindruck.

Gruß, Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Annanas » Freitag, 08.12.17, 9:09

Guten Morgen, Eva :) ,
Eva hat geschrieben:Mein Bruder liegt weiterhin auf der Intensivstation; es sieht nach wie vor nicht gut aus.
Das tut mir wirklich leid!
Eva hat geschrieben:Es tut mir Leid, Euch enttäuschen zu müssen - einge werden es, denke ich, sein, für andere ist es vielleicht auch erwartungsgemäß: Ich bin von meiner permanenten Schlaflosigkeit inzwischen so gebeutelt, dass ich in der letzten Nacht 2 x 500 mg L-Tryptophan (Aminosäure) eingenommen habe.
Ich bin nicht enttäuscht :roll: - weil ich denke, daß diese permanente Schlaflosigkeit weit schädigender ist.
Wenn dir das Tryptophan hilft und du es verträgst, dann ist es zumindestens besser, als die Dosis des Benzos zu erhöhen.

Ich denke auch, daß man bei der vereinzelten Einnahme einer Aminosäure, nicht sofort in eine Abhängigkeit gerät.

Alles Liebe,
Grüße von Anna
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Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 08.12.17, 9:33

Danke, liebe Anna.

Meine Sorge und Angst um meinen Bruder sind permanent da. Schlimm ist auch, dass ich so wenig erfahre ... schlechte Erreichbarkeit und schlechte Verständigung.

Ich denke auch, die Aminosäure ist wirklich das kleinere Übel. Bin ja auch durch das Forum gewarnt und werde sehr darauf achten, dass die Einnahme des Tryptophans auf das Minimum beschränkt bleibt.

Gruß, Eva
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Annanas
Vorher hier als "Pons" geschrieben.
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Und nun kann's dem Endspurt zu gehen ... :)

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weg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von weg » Freitag, 08.12.17, 10:45

hallo eva,

ich verstehe dich, eva.
Eva hat am 5.12.17 an "weg" geschrieben:
:sports: nur zu, ich bin nicht empfindlich bei denen, die ich mag.
Eva hat am 8.12.17 geschrieben:
Es tut mir Leid, Euch enttäuschen zu müssen - einge werden es, denke ich, sein, für andere ist es vielleicht auch erwartungsgemäß
ich lass mir das nicht unterjubeln. sorry, was soll das. du hast das recht, deinen weg zu gehen. ich danke dir für deine offenheit.

ich melde mich später nochmals. muss nachdenken.

herzlich :hug:
weg
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EvaLinLina
beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg
16.12.2017 1.1 mg
11.01.2018 1.0 mg

Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 08.12.17, 11:21

Liebe "weg",

entschuldige, ich will da natürlich niemandem was unterjubeln, der Hintergrund zu meiner Bemerkung war glaube ich meine eigene Enttäuschung über mich selbst ...

Wie an Anna, auch an Dich ein Danke für Dein Verständnis.

Liebe Grüße, Eva
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weg
Vorher hier als "Pons" geschrieben.
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Und nun kann's dem Endspurt zu gehen ... :)

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