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Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von LinLina » Montag, 20.11.17, 18:48

Hallo Eva :-)

das freut mich, dass es mit der Therapie klappt :-) ich drück dir die Daumen, dass du viel mitnehmen kannst.
Eva hat geschrieben:Mache mir unabhängig davon Gedanken, ob ich mit meiner speziellen Problematik hier in Forum überhaupt richtig bin bin ...
Ich weiß jetzt nicht genau welche spezielle Problematik du meinst, aber zum Absetzen bist hier sicher richtig :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 16.4.2018: 0,06 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Gwen » Montag, 20.11.17, 21:08

Liebe Eva, ich weiß auch nicht, was Du mit der
speziellen Problematik
meinst, aber ich finde Dich ganz richtig hier und lese gerne mit, was Du schreibst und diskutierst!

Glückwunsch zur Therapie! Ich wünsche Dir, dass es sich für Dich lohnen wird!

Viele Grüße Gwen
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 21.11.17, 14:08

Hallo,

danke für Eure lieben Rückmeldungen.

Ich habe zur Zeit vermehrt mit spürbarem Herzklopfen und häufigen Extrasystolen zu tun. Mir wird dann öfters kurz schwummrig, bis das Herzchen wieder gleichmäßig schlägt. Unangenehm. Ich werde Neurexan einnehmen und gucken, ob es dagegen hilft.

Grüße, Eva
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Annanas » Dienstag, 21.11.17, 14:35

Hallo Eva :hug: ,
Eva hat geschrieben:Ich habe zur Zeit vermehrt mit spürbarem Herzklopfen und häufigen Extrasystolen zu tun. Mir wird dann öfters kurz schwummrig, bis das Herzchen wieder gleichmäßig schlägt. Unangenehm. Ich werde Neurexan einnehmen und gucken, ob es dagegen hilft.
Hattest du schon vor dem Absetzen damit zu tun bzw wurde das schon mal ärztlich abgeklärt (Belastungs-EKG, EKG)???

Normalerweise sind Extrasystolen nicht gefährlich (ärztliche Abklärung vorausgesetzt) , manche Menschen haben die lebenslang :o !

Während des Entzuges ist das auch als Absetzsymptom bekannt.
Ich hatte die auch, als ich noch von den höheren Dosierungen abgesetzt hatte - einfach ekelhaft.

Mir hatte damals ein mit Magnesiumöl getränkter Waschlappen, auf die Herzgegend gelegt, Linderung verschafft.

Vllt hiflt dir aber schon das Neurexan - Daumen drück!!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 21.11.17, 15:26

Hallo Anna, :hug:
wurde das schon mal ärztlich abgeklärt (Belastungs-EKG, EKG)???
in jüngster Zeit nicht, allerdings früher mal, denn ich kenne das schon lange, wenn auch nicht in der Ausprägung. Mir selbst kommt es vor wie ein Absetz-Symptom. Es kann auch noch verstärkt sein durch die Schilddrüse, das werde ich nächste Woche wissen (Labor SD). Dann mal weitersehen.

Danke Dir.

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 24.11.17, 11:46

Hallo,

es geht mir nach ein paar weiteren ausgesprochen "koddrigen" Tagen wieder etwas besser. Mein Magen war immer noch wie verrückt am Arbeiten, und die Überblähung und starke Säureproduktion hat mir arg zu schaffen gemacht. Ich habe letztlich etwas Ranitidin einnehmen müssen; es hat aber geholfen; Neurexan wohl eher nicht, oder ich habs nicht wahrgenommen. Passte ja auch nicht zu "Magen", ich hatte mir nur ein reduziertes Herzstolpern davon erhofft.

Vielleicht war der rettungslos aufgeblähte Magen daran schuld und an dem eventuell eine große Portion falsches Essen - während einer Feier leichtsinnigerweise geschlemmt, was ich sonst vermeide. Kein Wunder, wenn das mitten im Entzug eine Überforderung war. Oder mich hat ein Virus erwischt, oder die Schlaflosigkeit geht auf den Kreislauf oder ... - mehr Fragen als Antworten, wie meist. Hauptsache, es geht wieder. Ich reduziere jetzt auf jeden Fall langsamer weiter.

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 24.11.17, 13:53

Hallo nochmal,

ich hätte übrigens nie gedacht, dass nicht die Benzo-Dosis für den gefühlten Notfall - der zumindest in der Vorstellung momentan gar nicht mehr so präsent ist - sondern das permanente Nicht-schlafen-Können zum anscheinend größten Problem würde.

Grüße, Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 24.11.17, 17:40

Hallo,

habs heute geschafft, eine gesundheitliche Krise meines Mannes ohne allzugroße Ängste - und vor allem ohne Tablette! - durchzustehen. Sonst "musste" ich dann ja immer was nehmen. :cry:

Jetzt habe ich zwar etwas Kopfweh, bin aber ansonsten recht ruhig. Ihm gehts gerade etwas besser, und ich kann nur hoffen, dass es so bleibt.

Solche Situationen stehen dann als dürre Worte da, und dahinter verbirgt sich eine ganze Welt von Ängsten und Reaktionen, so oder so ... und die machen SO einen Unterschied.

LG Eva
Zuletzt geändert von Eva am Freitag, 24.11.17, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Clarissa » Freitag, 24.11.17, 17:51

Liebe Eva.

Das liest sich ja richtig gut. Eine Krise (tut mir leid, aber so ist das Leben!) ohne Zusatzeinnahme durchstehen. Anders geht es auf Dauer nicht.

Ich habe eine Bekannte mit leider x Benzoentzügen, die bei jeder Krise, und dazu gehört z.B. ein Routinearztbesuch, zum "Notfallbenzo" greifen muss, mit fatalen Folgen.
Das ganze Leben kann ein einziger Bedarf sein, das kommt auf den Blickwinkel an. Und auf den subjektiven Leidensdruck natürlich.

Für Dich also: weiter so!

Erfreute Grüsse von Clarissa.
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von lunetta » Freitag, 24.11.17, 18:56

Hallo!

Gratuliere liebe Eva! Das ist ein Meilenstein im Entzug!!! Freu mich sehr für dich!

Du wirst sehen, du gehst gestärkt aus solchen Erfolgsmomenten hervor!

Alles Lieb und Gute auch für deinen Mann und gute Besserung wünsche ich ihm - hoffe es war nichts Ernstes!!

GLG
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 24.11.17, 19:36

Hallo Ihr beiden Lieben,

danke für Eure Unterstützung. Ja, Clarissa, ich sehe es ja selbst so, dass Notfall-Einnahmen nicht nur unausweichlich zur Häufigkeits- und Dosissteigerung führen, sondern auch die seelischen Muskeln stark schwächen und einen geradezu in größere Ängste hineintreiben; dass das Durchstehen von Notfällen eine Stärkung bewirkt, ist der logische Umkehrschluss, so wir Ihr es auch schreibt.

lunetta, am Vormittag sah es schwierig aus, es stand ein Anruf bei der Notfall-Ambulanz an, an dem wir dann nur knapp vorbeigekommen sind. Es geht ihm jetzt deutlich besser. Einmal mehr bin ich dankbar und finde es großartig, das Forum zu haben.

Ich bin sehr kaputt, vielleicht kann ich ja sogar heute nacht ein bisschen mehr schlafen. Das wäre geradezu paradox, aber wer weiß ...?

Ganz liebe Grüße,
Eva
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weg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von weg » Samstag, 25.11.17, 14:29

hallo eva,
Eva hat in einem anderen thread geschrieben: Im Frühjahr könnte es dann mit mit meiner Frühblüherallergie schwierig werden.
aber jetzt beginnt doch gerade der winter mit seiner blütenfreien-zeit. frische saubere luft. geniesse sie, bevor du in die frühlingssorgen verfällst. für diese ist es doch jetzt noch zu früh....:wink:

schritt um schritt, zeit um zeit.

herzlich
weg
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Samstag, 25.11.17, 15:40

Liebe "weg",

natürlich hast Du Recht, das würde ich wohl auch sagen, wenn jemand meine Sorge äußert. Manches scheint beim geringsten darüber Nachdenken in eine Angstschleife direkt hineinzutreiben. Und ich sitze dem gelegentlich noch auf. :shock:

Ein Lernprozess, nicht wahr?

Besser ist, sich zu sagen: Es gibt immer einen Ausweg. Alles was ist, ist gut wie es ist. Kraft wächst uns immer dann zu, wenn wir sie brauchen und darauf vertrauen. :)

Herzlich, Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Montag, 27.11.17, 15:27

Hallo,
das Labor war blitzschnell, und ich habe schon meine aktuellen Schilddrüsenwerte. :party2:

Im Frühjahr steckte ich voll in den Benzos, und ich hatte eine SD-Entzündung mit starken Beschwerden, aber trotzdem knapp normgerechten Werten; jetzt sind die Werte schon ausgeglichener.

Damit kann ich erstmal einen Haken dranmachen. Und weiter gehts. 8-)

LG Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Angusta » Donnerstag, 30.11.17, 10:48

Hallo Eva ..ich hab mal ein bisschen bei dir rumgelesen ;)

Jetzt frei ich mich erst mal mit dir das die SD Werte soweit so gut sind

Meine Untersuchung ist irgendwann im Januar .

Alles Liebe Angusta
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10 jahre sporadisch ca 2x 0,5 -1mg /Woche
Seit 3 Wochen täglich
1. Woche 2 x tgl. 1mg
2. und 3. Woche 1x tgl 1 mg
Jetzt Toleranz ab 0,5 mg

beginne Entzug

Das Alprazolam teile ich in zwei Dosen auf
morgens um 9.00 und nachmittags um 16.00
Von 14 - 17.00 Uhr leichte Entzugserscheinungen die in ihrer Intensität variieren ..ist aber bisher gut auszuhalten

ca.Werte da ich je nach Gefühl auf oder abrunde
0,75 mg tgl.
und Passedantropfen
11.12.17
0,675 mg täglich

25.12.17
0,607 mg täglich

13.1.2018
0.55 mg täglich

27.1.2018
0,5mg täglich / 20 ml (7ml morgens und 13 ml abends )
Ich bin zu müde zum rechnen, deswegen ab jetzt nur noch in ml

15.2.18
18ml täglich (7ml morgens und 11ml abends )

1.3.18
17ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 10ml abends

17.3
15,5 ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 8,5 ml abends

1.4
14ml täglich (0,35mg)
7 ml morgens 7ml abends

12ml täglich (0,30mg)
6ml morgens 6ml abends


Weitere Medikamente :
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Mirtazapin 15mg abends
Buronil 1 -2 x 25 mg abends

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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Donnerstag, 30.11.17, 11:55

Hi Angusta! :)

Ach wie nett,
Du in meinem Thread! :wink:
Auch schon mal alles Gute für die SD-Untersuchung.


Hallo alle,

Ich lerne hier laufend, am meisten gaaaanz viel Geduld; eine Eigenschaft, über die ich mir vorher bei mir nie Gedanken gemacht hatte.

Das Absetzen kann ich jetzt nochmal gut verlangsamen - weil ich mir nicht mehr selbst erzähle, dass es "je schneller abgesetzt, desto besser für mich ist" - das habe ich mir echt von der Backe geputzt. Eher ist das Gegenteil der Fall, und das so zu sehen, war schon ein weiter Weg. Jetzt ists mir gleich, wie lang er noch sein wird, Hauptsache, in der Phase des Ausschleichens stabilisiert sich das geplagte ZNS schon so gut wie möglich. :whistle:

... am Wahandern, am Wahandern,
vohon einem Ort zum ahandern ... :D
Eva,
mit einer Prise Humor gewürzt 8-)
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Angusta » Donnerstag, 30.11.17, 14:02

Hallo Liebe Eva
da freu ich mich gleich nochmal das du frohen Mutes und Humor bist :)

Heute scheint ein guter Tag zu sein .. :party2:
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von Eva » Freitag, 01.12.17, 9:16

Hi liebe Angusta,

ja, mir gings gestern gut. :) Humor halte ich gerade in schwierigen Situationen für unverzichtbar - wobei der einem natürlich im Entzug durch die Beschwerden vergehen kann. Aber wenn mir eigentlich nicht zum Lachen ist, versuche ichs gern mit Galgenhumor.

Gestern auch: Obwohl ich mich zuerst vom Getöse des Donald Trump und seiner Crew bezüglich Nordkorea-Kim habe herunterziehen lassen, merkte ich zum Glück, wie sehr ich gerade in Zukunftsvisionen bzw. -sorgen steckte, habe mich dann am eigenen Kragen zurückgeholt.

Heute soll es wieder ein schöner Tag werden, endlich scheint mal die Sonne nach x gräulich nassen Tagen, ich werde gleich raus gehen und mich bewegen. Dann werden wir heute das Haus adventlich schmücken und wollen uns am Nachmittag 1-2 Gläser trockenen Wein mit selbstgebackenen Keksen (nicht von mir, geschenkte) schmecken lassen. (Der Wein wird übrigens immer weniger, die Gläser immer kleiner, weil ich viel sensibler darauf reagiere als früher. Aber noch halte ich daran fest, dass es einmal die Woche sein darf.)

Dir auch einen angenehmen Tag, Angusta. Und den anderen hier natürlich auch. 8-) :fly:

Liebe Grüße
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Eva » Montag, 04.12.17, 12:13

Hallo,

ich weiß nicht, wo ich die Fage loswerden soll, aber es interessiert mich zu wissen:
Off Topic
Gibt es User, die Mirtazapin nur 1-2x wöchentlich zum Schafen einsetzen?

Wegen meiner extremen Schlaflosigkeit ist mir das vom "Fachmann" vorgeschlagen worden ... Nicht, dass ich das beabasichtigte umzusetzen - das ist für mich etwa so wie der Vorschlag, am Wochenende abends dann ruhig mal eine Flasche Wein zu leeren, um schlafen zu können, hat etwa die gleiche Logik und Relevanz :frust:
Aber es wäre mir wichtig zu wissen, ob das überhaupt funktionieren kann.
Falls das zu sehr off topic ist, bitte löschen oder verschieben - ggf.vielen Dank an die Mod.

LG Eva
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Re: Pons (Eva) möchte sich befreien / Zolpidem, Bromazepam

Beitrag von LinLina » Montag, 04.12.17, 12:33

Hallo Eva :-)

ich hab die Frage mal in deinen Thread geschoben und versuche eine Antwort.
Ich habe hin- und wieder von Leuten gehört, die Mirtazapin als Bedarf einsetzen, es kommen auch hin- und wieder Betroffene ins Forum die das so handhaben oder bisher so gemacht haben, ich weiß leider gerade nicht wer.

Wir raten ja generell davon ab, Antidepressiva als Bedarfsmedikament zu nehmen weil das zu vermehrten Symptomen und durcheinander führen kann.

Beim Mirtazapin wäre dazu das Problem der mittellangen Halbwertszeit von etwa 20-40 Stunden. Erst nach mindestens etwa 5 Halbwertszeiten sagt man, dass keine messbare Menge mehr im Körper ist, das wären dann 100-200 Stunden oder 5-10 Tage mindestens.

Wenn man also jede Woche einmal oder häufiger das Medikament nimmt, hätte man permanent Wirkstoff im Körper und es kann eine Gewöhnung/körperliche Abhängigkeit einsetzen.

Es könnte dann auch passieren, dass man nach einer Zeit an den Einnahmefreien Tagen umso schlimmere Schlafprobleme bekommt, wegen der Dosisschwankungen, bzw. wenn man es nicht mehr als Bedarf nimmt könnte man Rebound oder gar Entzugssymptome bekommen.

Dazu kommt, dass die Schlafanstoßende Wirkung des Mirtazapins oft relativ schnell nachlässt, was zu einer Dosiserhöhung führen kann.

Ich könnte mir vorstellen, dass es Menschen gibt die eine gewisse Zeit damit zurecht kommen würden, aber ich sehe das kritisch und habe die Befürchtung, dass es längerfristig zu einer verschlechterung des Zustandes und ggf. weiteren Symptomen führen könnte.

Eine wirkliche Dauerlösung ist das nicht, selbst wenn man das Medikament und die Schwankungen erstmal vertragen würde.

Ich persönlich war ja sehr verzweifelt als ich das Mirtazapin nahm, nicht nur wegen der Schlaflosigkeit, ich weiß nicht was ich getan hätte wenn mir klar gewesen wäre dass es ebenso wie ein Benzo abhängig machen kann. Möglicherweise hätte ich dennoch eine sehr geringe Dosis wie 1-2 mg eingenommen für eine kurze Zeit :? (und nicht 30 mg, was komplett überdosiert war für mich) aber außer in einer sehr extremen Situation würde ich das niemals mehr in Betracht ziehen.

Zu deiner Info noch: Mirtazapin ist ein sehr potenter Histaminblocker, das ist auch der Grund für die Schlafanstoßende Wirkung. Ich meine mich zu erinnern, dass du schon vor den Benzoproblemen von entsprechenden Mitteln abhängig warst? In diesem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einer erneuten Gewöhnung kommen würde.

Liebe Grüße
Lina
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