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Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Anke13
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Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Dienstag, 05.09.17, 19:42

Erste Einnahme Alprazolam Juni 2014 (0,5 mg)= 1 Tablette (Schicksalsschlag), dann Steigerung 2014/2015 auf 7 Tabletten täglich !
Febr.2015 Ashton Manual angewandt, Alprazolam ausgeschlichen mit Hilfe Diazepam.
Alprazolam Ende geschafft !! Mai 2017.
Als Ersatz auf 40 mg Diazepam hängengeblieben.

Hatte viele Schicksalsschläge in dieser Zeit: Vater verstorben an Krebs, Mutter an Erbrochenen in Lunge verstorben, beste Freundin plötzlich verstorben (Magendurchbruch), Bruder fast verstorben an Sepsis, droht jetzt zu Erblinden, bin fast ums Leben gekommen bei Wohnungsbrand nachts,etc. Konnte nicht mehr arbeiten, hatte gut verdient, jetzt kleine Erwerbsminderungsrente,ständig Panikattacken, Burnoutspirale am Ende angelangt 2013.

Seit 1 Jahr kann ich kaum noch etwas Essen, vertrage nur noch Kartoffeln,Schokolade und Astronautennahrung, 12 kg Gewicht verloren und kann kaum noch laufen. Ständig Brechreiz, Übelkeit, Bauchkrämpfe, schwindelig, rote Punkte am Körper bei der Leber und Pankreasregion.
Jeden Morgen 4 Uhr Panikattacke und Hyperventilation, es ist kein Leben mehr bin nur noch ein wandelnder Zombie !

Ich habe es alleine geschafft von 7 Alprazolam (10x so stark wie Diazepam) runterzukommen und nun schaffe ich es nicht von Diazepam runterzukommen. Habe angefangen runterzudosieren auf 37,5 mg für 4 Wochen, jetzt bin ich auf 35 mg täglich und zitter hier am PC und der Brechreiz kommt hoch. Habe alles probiert: Chin.Akupunktur, Heilpraktiker, Psychotherapie hunderte von Stunden.

Durch meine Grunderkrankung Panikstörung habe ich furchtbare Angst vor Krankenhäuser (habe 20 Steine in der Gallenblase). Ich war noch nie im einem Forum, darum bitte ich um Entschuldigung, wenn ich so wirr schreibe. Ich habe die Berichte von Kevin05 gelesen, die mir große Hoffnung gemacht haben weiter zu kämpfen. Ich bin zuhause gefangen, kann nur noch mit Gehstock laufen wenn ich mal auf die Straße gehe.

Ich war ein glücklicher Mensch vorher, habe gut verdient, bin durch die ganze Welt gereist (bin in Kanada aufgewachsen), hatte Fotoshootings (sehe jetzt aus wie 85, dabei bin ich erst 58 !), mein Leben ist zerstört und man hat mir mein Lachen gestohlen. Warum habe ich nur diesen dummen Fehler gemacht und Alprazolam genommen von einem Freund. Ich war 1992 alkoholabhängig und Diazepamabhängig und war seit 1993 trocken und clean und Teamleiterin bei AA.

Ich hätte es doch besser wissen müssen, was dann passiert (Suchtgedächnis). Könnte mich stundenlang selbst ohrfeigen für diesen Fehler ! Ich habe doch alles richtig gemacht jetzt mit der Runterdosierung von Diazepam in kleinen Schritten aber es geht mir immer schlechter und ich weiß nicht warum. Ich möchte doch noch so viel erleben, das kann doch nicht das Ende sein. Noch habe ich etwas Kraft und so wie Kevin05 schreibt, werde ich weiter versuchen zu kämpfen aber ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Wenn Ihr weitere Fragen habt bitte schreibt mir, kann hier nicht alles schreiben, dafür fehlt mir die Kraft im Moment. Bitte helft mir !!! Was soll ich nur tun ? Würde mich über Eure Hilfe /Unterstützung/ Rat sehr freuen.

LG Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.09.17, 20:05

Liebe Anke!

Willkommen bei uns, schon dass du uns gefunden hast;)

Kein Problem wie du schreibst - für mich klingst du geordnet und nicht verwirrt.

Bitte, wenn es dir möglich ist, könntest du eine Signatur anlegen - das hilft sehr beim Beraten, da man alles auf den ersten Blick sieht. Dafür gehst du auf deinen nickname, dann auf Profil, dann auf Profil ändern, und dann auf Signatur ändern. Dort schreib bitte alles genau hin, was und wann du genommen hast, wie du abgesetzt hast, usw.

Da hast du ja schon ganz schön was mitgemacht du Arme!!!

Ich würde dir empfehlen erst mal einen Absetzstopp zu machen, wenn es dir so schlecht geht und dich erst mal etwas stabilisieren. eventuell auch noch mal geringfügig höher gehen um stabil zu werden, vielleicht war es für dein ZNS zu schnell. Die 10% haben ja nicht für alle Gültigkeit, jeder ist anders!

Gegen die absetzbedingte Übelkeit und Brechreiz hilft eigentlich kein Medikament - ich kann dir aber rohen Ingwer empehlen! Schälen und in dünne Scheibchen schneiden, diese dann langsam kauen und dann schlucken. Ist am Anfang gewöhnungsbedürftig da ziemlich scharf. Aber die Wirkung der enthaltenen äth. Öle war schon den alten Seefahrer bei Seekrankheit bekannt. Versuch das doch einmal!

Nicht verzweifeln! Das wird schon wieder;)

GLG!
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Mittwoch, 06.09.17, 5:46

Liebe Lunetta, vielen Dank für Deine liebe Nachricht und Deine Empfehlung. Ich hatte eine Signatur angelegt aber kenne mich nicht so gut aus mit Foren. Werde es nochmal versuchen, vielleicht klappt es diesmal. Liebe Grüsse Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
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4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von padma » Mittwoch, 06.09.17, 18:17

hallo Anke, :)

auch von mir willkommen.

Du hast ja wirklich schlimmste Schicksalsschläge hinter dir.

Mein Respekt, dass du es geschafft hast vom Alkohol und dieser extrem hohen Dosis Alprazolam weg zu kommen.
Seit 1 Jahr kann ich kaum noch etwas Essen, vertrage nur noch Kartoffeln,Schokolade und Astronautennahrung, 12 kg Gewicht verloren und kann kaum noch laufen. Ständig Brechreiz, Übelkeit, Bauchkrämpfe, schwindelig, rote Punkte am Körper bei der Leber und Pankreasregion.
Das alles ist während des Alprazolamentzugs aufgetreten?
Hast du evtl. ein Problem mit Histamin (da dürftest du allerdings eigentlich keine Schokolade vertragen) oder eine andere Unverträglichkeit? Das kann durch den Entzug ausgelöst werden.

Dass du kaum noch laufen kannst, liegt das an Muskelschwäche?
Leider hält bei mir die Wirkung von Diazepam nur für 4 Stunden an ! wegen Suchtgedächnis:
Teilst du die Dosis auf mehrmals täglich auf? Das würde vermutlich Sinn machen.

Bei einem vorhandenen Suchtgedächnis plus mehreren erfolgten Entzügen wird der weitere Entzug nicht leicht werden. Du wirst viel Geduld brauchen.
Aber du wirkst stark und entschlossen und verfügst sicherlich über Disziplin, sonst hättest du die bisherigen Entzüge nicht geschafft und wärest nicht solange clean geblieben.

Ich würde jetzt, wie auch Lunetta :) schreibt, erstmal nicht weiter reduzieren sondern schauen, dass du dich stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Mittwoch, 06.09.17, 19:38

Hallo Padma, herzlichen Dank für Deine lieben Worte und Dein Mitgefühl. Die Nahrungsunverträglichkeiten sind während der Einnahme (noch vor Reduzierung) Alprazolam aufgetreten. An Histamin habe ich auch schon gedacht und nachgelesen im Internet aber was ich am besten vertrage ist Schokolade. Ich vertrage auch kein Weizen mehr, Lactoseintoleranz schon immer gehabt. Prof.Ashton schreibt ja, daß Nahrungsunverträglichkeiten auftreten können. Ich kann nicht mehr laufen,da die Beine spindeldürr sind, da ich fast den ganzen Tag liege (dann bessern sich die Bauchkrämpfe und Schmerzen). Habe auch Fibromyalgie wie Du ! Die Dosis wird genau aufgeteilt über den Tag, wie bei Alkoholiker (habe ich mir genau ausgerechnet). Ich weiß, daß es noch lange dauern wird bis der Entzug in Mini-Schritten durch ist aber ich habe keine Kraft mehr, könnte ständig weinen. Ich weiß nicht, ob meine Organe das noch so lange mitmachen und mein Idol Elvis ist auch daran gestorben. Habe furchtbare Angst, was die Grunderkrankung Panikattacken, noch schwerer macht. Habe jetzt einen Termin bei Heilpraktikerin für Psychotherapie, spezialisiert auf Hypnose, Traumata (habe viele) und hoffe, daß es mich weiterbringt. Habe eben nur Kartoffeln und Möhren gegessen und schon ist mir wieder übel. Es ist zum Verzweifeln.....
Ich werde Deinen Rat befolgen und erstmal nicht weiter reduzieren. Ich wünsche Dir alles Gute und liebe Grüsse, Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 06.09.17, 19:54

Liebe Anke!

Ich kann dich gut verstehen, es ist fuchtbar wenn man immer weniger wird.

Ich hatte vor 2 Jahren so eine schwere Phase, mit unstillbarer Übelkeit und Brechreiz, und habe in wenigen Wochen 17 kg verloren, war nur mehr ein Skelett, wirklich. Bettlägerig und pflegebedürftig.
Mir hat nichts gegen die Übelkeit geholfen, kein Medikament, nichts. Im Spital habe ich für ein paar tage Infusionen bekommen, und wurde dann wieder entlassen, noch schlechter als vorher.

Meine Mutter hat sich dann darauf besinnt, dass sie als kleines Kind schwer krank war, es kurz nach dem Krieg wenig Geld und wenig Medikamente gab, sie nichts essen konnte, und schon ihre Großmutter ihr Ingwer dagegen gegeben hatte. Daraufhin haben wir das bei mir ausprobiert und es hat von Anfang an als EINZIGES geholfen.
Probier das bitte einmal, mir hat das wirklich als einziges geholfen!

Vielleicht kannst du dir ja so Sachen machen wir "gelbe Milch", das ist warme Milch mit Kurkuma, einer Prise Pfeffer, Zimt, und etwas Honig und Kokosöl.
Das kannst du ja auch lactosefrei machen und gibt viel Energie und ein paar zusätzliche Kalorien.

Und vielleicht auch so Hipp-Gläschen für Kleinkinder, das gibt es auch viele Sorten mit Früchten z.B. Macht keine Arbeit und immer wieder so zwischendurch ein Löffelchen.

Ich würde dir auch empfehlen, dass du dir ein Glas Bio-Kokosöl kaufst und in alles mögliche immer ein Löffelchen reinrührst. Kokosöl hat eien gute Wirkung auf den Magen und gibt einen guten Geschmack und du bekommst zusätzlich ein wenig Fett in den Körper.

Es ist super dass du dir Hilfe bei einer HP suchst, ist manchmal besser als konservative Medizin.

GLG
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Donnerstag, 07.09.17, 6:01

Liebe Lunetta, vielen herzlichen Dank für Deine Hilfe und daß Du Dir Gedanken machst mir zu helfen. Mit dem Ingwer hatte ich recherchiert, hilft wirklich aber leider könnte es auch zu einer Gallenkolik (Gallensteinabgang) führen. Das hatte ich im Nov.2016 und die Schmerzen sind tatsächlich so schlimm wie meine Ärztin sagte, als wenn man in den Wehen liegt. Werde das mit dem Kurkuma mal nachsehen. Möchte auf keinen Fall, daß jetzt noch was mit der Galle wieder ist. Hipp-Gläschen und Bio-Kokosöl werde ich mir heute mitbringen lassen von meinem Mann. Seit der letzten Reduzierung vor 6 Tagen ist es ganz schlimm mit Verstopfung. Ist wie ein Hühnerei unter der Haut links neben dem Bauchnabel (Dünndarm). Hier staut sich es und ich mache dann eine halbe Stunde Colon-Massage morgens damit überhaupt etwas geht. Habe aber inzwischen große Angst entwickelt vor Arztbesuch. Könnte eine Divertikulitis sein (Ausstülpung Darm) und das bedeutet Krankenhaus (super-Gau) für mich. Mein Bruder (51 J) ist Akademiker mit Dr.Titel und eigentlich ein intelligenter Mensch und hatte letztes Jahr eine Sepsis und Noteinweisung Krankenhaus von seiner Ärztin und wollte trotzdem nicht ins Krankenhaus vor Angst bis seine Freundin ihn endlich überredet hatte. Sie haben dann in einer 5 stündigen nächtlichen Not-OP den kompletten Körper vom Fuß bis zu den Achseln aufgeschnitten und ihn ins Koma gelegt. Er hat nur knapp überlebt, die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Diese Angst liegt wohl in der Familiengeschichte. Nun habe ich auch noch Depressionen bekommen (trotz meines Antidepressiva). Ich hoffe, die HP kann mir helfen mit dieser Angst. Alles Gute und liebe Grüsse Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
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Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 07.09.17, 15:56

Hallo Anke,

nachdem dein Beitrag nicht im Benzobereich ist, hat mich erst jemand drauf aufmerksam gemacht. Deine Geschichte ist komplex, das siehst du selbst vermutlich auch nicht anders. Einige Symptome, die du aufzählst kenne ich leider auch und die schlechte Nachricht, sie wurden nicht weniger sondern mehr.

Ein paar Basisuntersuchung solltest du machen und ja hilft nicht weiter bei deinem Problem, aber ich meine ambulante Untersuchungen wie ausführliches Blutbild, Leberwerte (Gamma GT, GOT, usw. 4 wichtige gibt es) , Nierenwerte (Kreatin, BUN) , Bauspeicheldrüse (Amylase, Lipase), Schilddrüse, Diff. BB - dann Oberbauch und Unterbauch Ultraschall (Sono), auch Gastroskopie und Coloskopie kannst du ambulant und schmerzfrei machen (lass dir Propofol spritzen).

Das wären Untersuchungen, die ich machen würde, weil alle Sinn machen und auch wenn du es nicht glaubst, die Wahrscheinlichkeit, dass da was Gravierendes rauskommt, ist vermutlich nicht hoch, wobei krank werden kann jeder Mensch auch Jüngere.

Dass das Diazepam nur 4 Stunden wirkt ist seltsam, also es wird wirken, nur es fängt nur mehr den ärgsten Entzug ab, heißt, du wirst weder müde noch ruhig denk ich mal.

Dein AD macht die Probleme mit der Verstopfung, das ist kein Diazepam Thema.

Ich "schätze" es müsste möglich sein, dass du bis auf 15-20 mg kommst - dann müsste man weiterschauen, was möglich ist. Du musst in Monaten und Jahren denken, ganz realistisch, ein symptomfrei Leben wird schwer, aber Verbesserungen sollten möglich sein. Vielleicht schaffst du auch ganz runter zu kommen, aber der Weg ist der, der kleinen Ziele.

Hör auf über die Vergangenheit nachzudenken, du kannst sie nicht mehr verändern, es war so wie es war. Ändern kannst du jetzt was bzw. in der "Zukunft" -

Meiner Ansicht nach muss ein Runterkommen auf 15-20 mg innerhalb von einigen Monaten möglich sein.

Kannst du dir vorstellen dein AD zu wechseln? Wobei ich nicht weiß, ob das Amphi... auch abhängig macht.

Ich würde es mit 50 mg Trazodon (hat laut Betroffene, die ich kenne die wenigsten Nebenwirkungen, nicht am Beipacktext, aber in der Praxis) am Abend versuchen, das Diazapam am Tag nehmen und du musst runter mit der Dosis, dass geht auch.

Trazodon ist kein SSRI und kein TZA - keine Ahnung worein das fällt von der Wirkstoffgruppe, aber auf jeden Fall ein AD, was lange am Markt ist, daher kenne ich auch viele Menschen, die es seit Jahren nehmen und wie gesagt gut damit zurecht kommen, also nicht ferngesteuert sind. In Deutschland nicht populär - bei uns die Nr. 1 unter den ADs, weil unter Anführungszeichen gilt es als am harmlosesten - wobei kein Medikament harmlos ist - schon gar nicht ein PP.

Ich spreche auch keine Medikamentenempfehlung eines ADs aus, weil du nimmst ja schon eines, ich sage nur, versuch das Trazodon, wobei beurteilen kannst du es erst nach ein paar Tagen, ein Tag ist nichts, da kann es auch sein, dass es dir schlechter geht. Wenn ich es nahm haben 50 mg mir Schlaf gebracht, Diazepam nicht.

Es ist auch alternativlos, es nicht zu versuchen, weil dein Zustand wird nicht besser, ich meine mit Alternativlos, das Versuchen runterzufahren.

Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst, du hast ja selbst geschrieben, dass du dir keine Hilfe von Ärzten erwartest, das sehe ich auch so, die Diagnostik finde ich wichtig, über deine Benzoprobleme brauchst du nicht sprechen, weil da hat keiner eine Ahnung.

Hilfe von anderen wird dir nur bedingt helfen, das Absetzen ist eine Sache, die du nur alleine machen kannst.

Geh nicht davon aus, dass du trotz aller Schmerzen krank bist organisch - das Diazepam bzw. Alprazolam schaffen das auch, wenn man es Jahre nimmt Schmerzen zu erzeugen, dass man es nicht glauben kann, dass da nichts ist.

Und ja Benzodiazepine sind auch meiner Ansicht nach die schwerste Substanz, die es gibt aufzuhören, aber diese Erkenntnisse ist nicht hilfreich.

Versuch es, eine Chance hat jeder und ja ist sehr schwer, nochmal ich kann mich in dich gut reinversetzen, auch in deine Verzweiflung, weil man es nicht wirklich glauben kann, wo man steht - ich kann es auch für mich kaum glauben, ich habe es mir immer schwer vorgestellt, aber so schwer nicht.

Spar dir viel Geld auszugeben, das Kernproblem musst du leider selbst lösen, ich wünschte, ich könnte dir was anderes schreiben, alles Gute und viel Kraft, Kevin
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Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


carlotta
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 07.09.17, 16:14

Hallo Ihr,

nur ein kurzer Hinweis am Rande:

Bitte keinesfalls jetzt auf Trazodon wechseln, vor allem nicht ad hoc! Ein harter Wechsel kann - gerade bei vorgeschädigtem ZNS - immense Probleme bereiten, gerade nach einer solch langen Einnahme und damit körperlichen Gewöhnung an das bisherige Medikament.

Es gibt kein AD, welches nicht körperlich abhängig macht. Es gibt auch kein harmloses oder leichtes AD, sie haben alle ihre Problematiken, häufig nicht zu knapp. Reaktionen können natürlich individuell ausfallen, aber ein extrem angeschlagenes ZNS reagiert meist nicht zurückhaltend.

Trazodon wirkt auf Serotonin und Histamin ein, soweit ich sehe. Wobei diese Mittel ja immer noch weitere Neurotransmitter ansprechen, sie sind nie "clean".

Liebe Grüße :group:
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Donnerstag, 07.09.17, 17:16

Hallo Kevin, auf Deine Antwort habe ich die ganze Zeit gehofft !!!, da ich viele Deiner Beiträge gelesen habe und Deine Beiträge (das mit dem Kämpfen habe ich mir ausgedruckt und lese es immer wieder) von Dir so gut geschrieben sind und Du sehr viel Erfahrung hast mit Diazepam. Du schreibst ja auch in einem Beitrag, daß Du sehr viel Geld ausgegeben hast für Ärzte,Therapien,etc. und alle habe keine Ahnung. Ich stimme Dir absolut zu: ich war bei einem Suchtmediziner und habe ihm eine halbe Stunde lang Nachhilfe-Unterricht gegeben, da er nicht wußte was Alprazolam ist und von Medikamentenabhängigkeit null Ahnung hatte !!! Da ich in Kanada aufgewachsen bin und auch beruflich zum Teil nur in Englisch gearbeitet habe bin ich ständig auf den USA und Australien Seiten unterwegs (kann ja ab 4 Uhr morgens nicht mehr schlafen). In Deutschland sind wir leider noch nicht soweit aber die Experten dort sind Spitze und ich habe sehr viel gelernt. Ohne jetzt überheblich zu wirken, sagte meine Ärztin letztens zu mir, ich kenne mich so gut aus damit und sollte mal Seminare halten für Ärzte und Betroffene. Eine Psychotherapeutin war sogar bereit mir einen Raum in ihrer Praxis kostenlos zur Verfügung zu stellen, da es keine Selbsthilfegruppen für Betroffene gibt. Wir haben so viele Milliionen Benzo-Abhängige in Deutschland (die Dunkelziffer muss noch dazu addiert werden) und es kann doch nicht sein, daß es für uns keine Gruppen gibt !!!
Zu Deiner Antwort: natürlich hätte ich mich sehr gefreut von Dir positive Sachen zu hören und war etwas traurig aber es ist ja Deine Meinung und Deine Erfahrung. Blutuntersuchungen hatte ich sehr viele bis Ende 2016 (viele mußte ich selbst bezahlen), nach Gallensteinabgang jede Woche Sono gemacht worden. Mikroökologisches Labor Spezialuntersuchung Stuhl (mal eben €250), habe nur €690 Rente !! und Ergebnis war Reizdarm. Heilpraktikerin, die meinen Arm runtergedrückt hat und festgestellt hat ich habe Candida (fehlte nur noch die Vodoo Puppe !). Im Moment hängen meine Nerven am seidenen Faden und ich kann keine negativen Nachrichten von Blutuntersuchungen oder Sonos vertragen. Gastro und Kolo kommen auch nicht in Frage im Moment und Propofol schon gar nicht (Michael Jackson Obduktionsbericht: Alprazolam, Diazepam und dazu Propofol führten zum Tod). Wird auch auf US Seiten davor gewarnt.
Das Diazepam wirkt nur 4 Stunden wegen des Suchtgedächnisses, die Neurotransmitter kennen es schon von damals und sagen, diese kleine Menge reicht uns nicht, jetzt werden wir mal Druck machen, damit sie mehr nimmt.
Diazepam Beipackzettel: macht Verstopfung. Mein AD macht laut Beipackzettel Verstopfung aber ich nehme es schon 15 Jahre und es gab nie Probleme mit dem Stuhlgang. Nun kommen diese beiden Medikamente zusammen und der Darm geht in den Streik. Ich weiß, es wird ein langer Weg werden aber wie ich schon geschrieben habe, weiß ich nicht, wie lange meine Organe das noch mitmachen. Das zeigt sich ja schon daran, daß ich blutige, kleine Punkte habe auf der Haut im Bereich der Leber und der Pankreas. Der Körper versucht durch die Haut die Toxine auszuscheiden und kämpft und kämpft.

Die Vergangenheit kann ich nicht mehr rückgängig machen aber es kommen immer noch "Flashbacks" mit dem Suizid von meinem Stiefvater oder der Wohnungsbrand, wache auf nachts und sehe nichts mehr nur noch Rauch in der ganzen Wohnung. Das sind nur einige schwere Traumata, die bearbeitet werden müssen, da die Narben nicht verheilt sind und immer wieder aufbrechen.

Du schreibst in einem Bericht wie wichtig das soziale Umfeld ist bei einem Entzug. Da kann ich Dir nur zustimmen, denn ich habe die Dosis 2014/2015 immer weiter erhöht durch meinen besten Freund. Er hatte mit 55 Jahren einen Schlaganfall und ich wurde vom Gericht als Betreuerin eingesetzt. Das hat mir den Rest gegeben (immer Ärger mit Jobcenter, Behörden) und die ständigen Suizidankündigungen von ihm (bis heute). Das ist wie ein paar Tropfen Gift, die jeden Tag mir eingeführt werden aber ich schaffe es einfach nicht den Kontakt abzubrechen. Ich lasse einen Menschen, den ich seit 37 Jahren kenne, der keine Familie und keine Freunde hat, sprachbehindert ist und kaum was zu Essen hat (Sozialhilfe) nicht im Stich. Das ist nicht meine Art, ich muß mir morgens in den Spiegel sehen können.

Ich weiß, das ich das Problem Diazepamabhängigkeit nur selber lösen kann aus eigener Kraft. Aber ich habe 1993 erfolgreich einen Alkoholentzug geschafft und Diazepam Entzug !! und habe Tramal Entzug alleine geschafft. Alprazolam hat jeder gesagt, so eine hohe Dosis kann man niemals alleine schaffen oder überhaupt nicht schaffen aber ich bin seit Mai 2017 auf 0 !!! Diazepam ist eine harte Nummer aber ich werde kämpfen bis zum letzten Atemzug. Liebe Grüsse, Anke

Hallo Carlotta,
vielen Dank für Deinen Hinweis am Rande zu der Antwort von Kevin bezüglich wechseln auf Trazodon ! Das war ein sehr informativer, wichtiger Hinweis für mich. Liebe Grüsse, Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 07.09.17, 19:51

Hallo Anke,

Du hast recht, dein Körper braucht Ruhe und Zeit. Du hast viel erlebt, viel geschafft, aber je älter wir werden bzw. je öfter wir einen Entzug machen desto schwerer ist es einfach. Dass du dein AD 15 Jahre nimmst wusste ich nicht, das Amitriptilin hat mir schon nach Tagen Probleme bereitet es wieder abzusetzen.

Untersuchungen brauchst du natürlich keine machen, ist ja alles wichtige gemacht und dauernd Untersuchungen belasten nur.

Das Amitriptilin abzusetzen geht natürlich so nicht wie ich geschrieben habe nach so einer Einnahmedauer.

Ja, die Betroffenen sind die wahren Experten, das hab ich auch oft gehört und stimmt ja auch, die Suchtberatung hat von mir gelernt, ganz ohne Arroganz, sie haben es auch zugegeben, weil sie keine Erfahrung mit reiner Medikamentenabhängigkeit haben. Normale Ärzte bzw. auch Psychiater haben leider auch keine Ahnung, wie du sagst manche kennen ja nicht mal die Wirkstoffe.

Dass ich nicht so optimistisch geschrieben habe, na wie könnte ich? Ich kann ja nur das Schreiben, was ich weiß und was ich selbst erlebt habe und das hat mir schon gezeigt, wie schwer es ist.

Ja, schau auf dein Geld, weil du musst es stemmen, deine Lebensbedingungen so gut wie möglich gestalten, Belastungen musst du vermeiden - ein wichtiger Punkt Psychohygiene was dein Umfeld betrifft.

Du wie ich - uns verbindet der Druck unseres körperlichen Zustands, dass wir runterkommen oder im Idealfall weg, aber ich weiß es nicht, ich weiß, dass ich auf mich gestellt bin und ich kann nur versuchen, das mache ich auch permanent.

Ich rate dir kein jahrelanges Absetzen, das schafft dein Körper nicht, du musst es zügiger versuchen, was immer das bedeuten mag, natürlich nicht kalt, aber in einigen Monaten.

Wenn du Fragen hast zum Diazepam wie Alprazolam da kann ich sicher mitreden.

Das Bewusstsein gegenüber Medikamentenabhängigkeit wird sich nicht ändern, da hat niemand ein Interesse dran leider, viel Kraft und alles Gute,

Kevin
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zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Donnerstag, 07.09.17, 20:09

Hallo Kevin, vielen Dank, daß Du mir nochmal geschrieben hast. Wenn ich noch Fragen habe zu Diazepam werde ich mich an Dich wenden.
Alles Gute auch für Dich, Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
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Benzo Entzug-schlimmer Hautauschlag ! wer kennt das?

Beitrag von Anke13 » Sonntag, 10.09.17, 19:21

Liebe Forummitglieder,

habe schon berichtet über meinen Diazepam-Entzug (Hochdosisbereich) von 40 mg runterdosiert. 37,5 mg für 4 Wochen und jetzt bin ich seit 1 Woche auf 35 mg Diazepam.

Habe Angst in den Spiegel zu sehen: unter der Brust (rechts und links) und Richtung Bauchnabel breiten sich jetzt ganz rasant rote, kleine, blutige Punkte aus (habe im Internet Fotos angesehen: Blutschwämme wahrscheinlich). Dazu noch braune Flecken, wie Altersflecken aber so groß wie eine Euro Münze , die täglich mehr werden !!!! Habe furchtbare Angst und traue mich nicht zum Arzt zu gehen (Grunderkrankung: Angststörung). Hat Einer von Euch das schon erlebt ? Ich denke, der Körper versucht jetzt das Gift auszuscheiden über die Haut. Habe spezielles Pulver genommen, welches Histaminausschüttung auf der Haut bindet. Die roten Punkte werde dann etwas blasser aber das ist auch alles...

2. Frage: Hat jemand von Euch das schon erlebt, daß man morgens aufwacht mit extremen Brechreiz und Übelkeit ? Bei Entzug ist ja Brechreiz und Übelkeit oft mit dabei (habe ich tagsüber öfter) aber beim Aufwachen ????

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand mir schreiben würde und diese beiden Symptome kennt. Dann vergeht vielleicht meine Angst und meine Panikattacken.

Es kann sein, dass ich nicht gleich antworten kann, da Morgen (11.9.) mein Telefonanbieter sein System umstellt und Internet ein paar Tage evtl. nicht funktioniert (hatte schon öfter Probleme mit diesem Anbieter).

Liebe Grüsse, Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
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Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
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Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 10.09.17, 19:35

Hallo Anke,

bitte schreibe immer in deinem thread weiter, es wird sonst unübersichtlich im Forum. Wir können den Thread die Tage in den Bereich "Benzo absetzen" verschieben.

Grüße, Murmeline
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Sonntag, 10.09.17, 19:49

Hallo Murmeline,
vielen Dank für Deinen Hinweis. Da ich mich nicht so gut im Internet auskenne und das erste Mal in einem Forum bin habe ich verzweifelt versucht, wie ich in meinem Thread weiterschreiben kann und habe es halt dann so gemacht. Kannst Du mir bitte erklären, auf was ich klicken muß oder was ich machen muß um in meinem Thread weiterzuschreiben? Vielen Dank für das Verschieben in den anderen Bereich, bin ganz verzweifelt und hoffe dringend auf Antworten.
Lieben Gruß, Anke
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Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
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5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
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6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

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1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Murmeline » Montag, 11.09.17, 11:35

Hallo Anke,

Du hast es jetzt schon ganz richtig gemacht. Du suchst Deinen Thread, klickst ihn an, und dann gehst Du ganz nach unten und dort unten auf das Feld "Antworten", und dann öffnet sich das Schreibeld und Du kannst schreiben. Nachdem Du Dich das nächste Mal hier gemeldet hast, werde ich den Thread aus der Rubrik "Hier bist Du richtig" nach "Benzodiazepine absetzen" verschieben. Dann findest Du Deinen Thread dort unter der "Überschrift Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!"
2. Frage: Hat jemand von Euch das schon erlebt, daß man morgens aufwacht mit extremen Brechreiz und Übelkeit ? Bei Entzug ist ja Brechreiz und Übelkeit oft mit dabei (habe ich tagsüber öfter) aber beim Aufwachen ????
Meiner Meinung nach ist es nichts ungewöhnliches oder beunruhigendes, sondern ebenfalls entzugstypisch, dass es Dir gleich morgens so schlecht geht. Hier gibt es Tipps bei Übelkeit, v.a. frischer Ingwer hat sich bewährt: viewtopic.php?f=57&t=10858
Habe Angst in den Spiegel zu sehen: unter der Brust (rechts und links) und Richtung Bauchnabel breiten sich jetzt ganz rasant rote, kleine, blutige Punkte aus (habe im Internet Fotos angesehen: Blutschwämme wahrscheinlich). Dazu noch braune Flecken, wie Altersflecken aber so groß wie eine Euro Münze , die täglich mehr werden !!!! Habe furchtbare Angst und traue mich nicht zum Arzt zu gehen (Grunderkrankung: Angststörung). Hat Einer von Euch das schon erlebt ? Ich denke, der Körper versucht jetzt das Gift auszuscheiden über die Haut. Habe spezielles Pulver genommen, welches Histaminausschüttung auf der Haut bindet. Die roten Punkte werde dann etwas blasser aber das ist auch alles...
Hautirritationen können bei Dosisveränderungen auftreten. Histaminprobleme kommen auch häufig vor, ich meine auch gerade bei Diazepam. Was hast Du da für ein Pulver genommen?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Montag, 11.09.17, 19:02

Hallo Murmeline, vielen Dank für Deine Erklärung, ich hoffe, ich krieg das hin. Wird jetzt mein Beitrag verschoben in "Benzodiazepine absetzen"nachdem ich mich jetzt gemeldet habe?

2.Aufwachen mit Brechreiz und Übelkeit: vielen Dank für Deinen Hinweis, werde unter viewtopic mal nachlesen. Ingwer geht leider nicht. Hatte es einmal versucht und da ich 20 Gallensteine habe, bekam ich Probleme, da es die Gallenflüssigkeit zu sehr anregt. Die Steine wirbeln dann durcheinander und könnte wieder ein Steinabgang geben (hatte ich im Nov.2016, schlimmer als Wehen).

3. Hautirritationen: wußte nicht, daß auch bei Dosisveränderung diese auftreten. Waren schon vorher da aber jetzt noch schlimmer. Ich dachte, ich darf keine Produkte nennen aber ich werde gerne anderen Betroffenen helfen. Bin extra 170 km nach Warnemünde gefahren, dort gibt es einen Apotheker (muß man Termin vorher machen) und er macht kostenlos !!!! 1 Std. lang eine Beratung und ist ein absoluter Experte auf dem Gebiet Darm, Darmsanierung und vielen andere Beschwerden die bei Entzug auftreten (Verstopfung/Durchfall,etc). Leute kommen von überall her zu ihm hin. Das Pulver heißt: Toxaprevent skin von der Fa.Froximun (Medizinprodukt zur Bindung von Histamin) steht auf der Verpackung. Bitte Brille aufsetzen, Pulver darf nicht in die Augen kommen und danach Hände gründlich waschen. Zweites Produkt von ihm empfohlen um die Giftstoffe aus dem Körper zu leiten (wir sind ja voll davon): Toxaprevent plus von Froximun (Medizinprodukt zur Entgiftung des Verdauungstraktes und Entlastung der Leber). Leider habe ich dies nicht vertragen obwohl es ein tolles Mittel ist aber ich hatte das Gefühl die Benzos wirken nicht mehr so gut. Aber jeder Mensch und Körper ist ja unterschiedlich.

Ich hoffe, ich kann damit anderen Forummitgliedern etwas weiterhelfen. Liebe Grüsse, Anke
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Burnout/Panikattacken /Angstzustände/Traumata /Hochdosisabhängigkeit Alprazolam/Diazepam

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Anke13 » Dienstag, 12.09.17, 6:50

Liebe Forummitglieder,

bin dabei Diazepam auszuschleichen von Hochdosis 40 mg/täglich. Habe reduziert auf 37,5 mg/täglich 4 Wochen lang. Jetzt auf 35 mg/täglich seit 1 Woche und es geht mir sehr schlecht heute. Warum schwankt der Zustand so stark? Gestern war es wesentlich besser. Symptome heute: aufgewacht mit heftigen Entzugserscheinungen: Panikattacke, Hyperventilation (bekomme keine Luft mehr),Körper schmerzt überall, Ballonkopf: bläht auf als wenn gleich alle Adern platzen, Übelkeit, Brechreiz, Bauch (Benzo Belly) heute geschwollen wie im 9.Monat.

Ich bin kein Mathegenie (Mathe = Note 5) aber vielleicht könnt Ihr mir helfen ob ich etwas falsch mache. Wieviel Prozent reduziere ich denn jetzt ? Ist das zuviel ?

Hinzu kommt, daß meine Geduld langsam am Ende ist. Der erfolgreiche Entzug von Alprazolam (über 1 Jahr heftig gelitten) war schon schlimm genug. Nun das Leiden, die Schmerzen nochmal von vorn mit Diazepam !! Sehr "hilfreich" :x ist dann ein Suchtmediziner der mir sagte, "das schaffen Sie sowieso nicht alleine, das geht bei Ihrem Hochdosisbereich 40 mg nur in einer Klinik".

Würde mich über Antworten (mache ich was falsch?) von Euch sehr freuen und bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Liebe Grüsse, Anke
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1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)

Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jedenTag seit Jahren

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag ! 1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014. Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Jamie » Dienstag, 12.09.17, 9:06

Hallo Anke,

ich denke nicht, dass du etwas falsch machst.
Es ist anscheinend so, dass selbst kleine Reduzierschritte bei dir richtig reinhauen. :(
Das ist natürlich nicht schön, weil es bedeutet, dass man vermutlich noch vorsichtiger machen muss und es noch länger dauern wird, aber was will man machen? Das ZNS kann man nicht zwingen sich so oder so zu verhalten, es "verhält" sich so, wie es es tut, wertfrei geschrieben.

Entzug ist ein harter Weg und Benzoentzüge, sagt man, seien mit die schlimmsten von allen.
Das heißt es ist umso bewundernswerter, wenn Menschen es schaffen und du bist mutig und tapfer, dich überhaupt ranzuwagen :hug: .

Die Schwankungen im Befinden sind völlig normal. Entzug (alle Psychopharmaka, nicht nur Benzos!) ist ein ständiges Auf und Ab. Manche haben Glück und haben eher eine softe Tour, bei anderen ist es ein wilder Ritt.
Du solltest als allererstes lernen, dass sich gute und schlechte Stunden und Tage bei dir in den nächsten Lebensmonaten munter abwechseln werden und eine entsprechend gelassene Stimmung dazu entwickeln, denn ändern kannst du nix und was bringt es dir, dich mit allem Widerstand gegen etwas aufzulehnen, was du nicht wirklich beeinflussen kannst? Akzeptanz ist da das Zauberwort. :)

Es ist auch so, dass es bei den Benzos den sog. kindling Effekt gibt, der kurz umrissen beschreibt, dass jeder Entzug umso schwerer wird, je mehr man in der Vorgeschichte bereits damit zu tun hatte. Also je mehr Vorentzüge, Rückfälle, Rein und Raus, Schwankungen, Medikamentenwechsel etc. das ZNS vorher verkraften musste, desto schwerer werden künftige Entzüge.
Und ich denke, dass das vielleicht auch bei dir zutrifft.

Alles Gute :group: . Ich verschiebe deinen Thread heute Abend in die Benzo-Rubrik. OK?
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Re: Diazepam Hochdosisbereich- bitte um Hilfe !!!!

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 12.09.17, 9:18

Hallo Anke, du bist jetzt zwei Schritte runter , wenn ich richtig lese. Hast du nach dem ersten Schritt auf 37,5 mg gewartet bis sich die Entzugssymthome gegeben haben ? Wir hier im Forum setzen erst weiter ab wenn sich die Entzugssymphome zu 95% gegeben haben.

Und deine Symptome kenne ich auch, auch das es wechselt , mal einen Tag besser mal einen schlechten Tag mit vielen Symptome, ich denke da müssen wir durch. Leider ist ein Benzoentzug kein Nachmittagsspaziergang. Ich bin jetzt seit 3,5 Jahren im Entzug und hab mir eine gewisse Hornhaut zugelegt, ich lebe damit das es rauf und runter geht und auch die Symptome wechseln.

Versuch dich auf den 35 mg zu stabilisieren auch wenn es länger als vier Wochen dauert oder du dosierst leicht wieder auf , meine Idee wäre 0,5 mg mehr und schaust ob es dir damit besser geht und die nächsten Schritte würde ich mit jeweils 1 mg weniger planen , vielleicht bekommt dir das besser. Ich konnte bis zu einem gewissen Grad 10% reduzieren, dann je tiefer ich kam nur immer kleinere Schritte und reduziere jetzt bei 8,5 mg in 0,25 mg Schritten. Du musst ausprobieren welche Schritte du am besten verträgst.
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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