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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Clarissa
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 05.11.17, 10:24

Hallo, egal, was man sich reinpfeifft, bei wirklich entzugsbedingten Kopfschmerzen hilft eh nix.
Vielleicht Opiate/Opioide, das weiss ich nicht.
Das wäre dann allerdings vom Regen in die Traufe.

VG von sleepless.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Berlin-2013
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin-2013 » Sonntag, 05.11.17, 10:50

Guten Morgen,

also Tramadol ist ein stark wirkendes Medikament und ja es kann süchtig machen. Ich habe immer eine Flasche davon im Schrank und nehme es selten und in meiner Mini Dosierung (im Bepackzettel steht viel höher) von 10 Tropfen Max. 3 x Tag hat es mir immer geholfen.

Nach einem Unfall (Rollerrunfall mit Kieferbruch) nahm ich es sogar 6 Monate nonstop und der Entzug dauerte etwa eine Woche und war gut erträglich.

Da ich keine Suchtpersönlichkeit bin und keine Angsterkrankung habe, kann ich gut damit umgehen und sagen, das es wirkt und mir sehr geholfen hat. Kenne aber nur die Tropfen!

Benzos sind schlimmer! Viel Glück
Dezember 2017!
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser
3 Jahre nach 0 mg :party2: nie wieder Benzos! es wird immer besser bis auf manchmal - durch Stress

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Eva
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Eva » Sonntag, 05.11.17, 11:49

Hallo Berlin,

Buscopan hilft bei mir gegen Verkrampfungen aller Art, und auch Kopfschmerzen können aus verkrampften Hirngefäßen und auch Nackenmuskeln resultieren. Wahrscheinlich funktioniert es deshalb bei mir.

Du zeigst aber mit Deiner Nachfrage etwas Wichtiges auf: Ich bin bei Ideen, was helfen könnte, immer etwas zwiegespalten, da oft das, was man von sich berichtet, direkt als Ratschlag aufgefasst und dem dann häufig aus guten Gründen etwas entgegengesetzt wird; so ist es aber zumeist von mir gar nicht gemeint, sondern lediglich als ein möglicher Impuls - weiter soll es nichts sein, eben das, was einem selbst geholfen hat, aufzeigen.

Also nichts für ungut. Einfach gucken, ob es eventuell infage käme, sonst gleich abhaken. :wink:

Lieber Gruß, Pons
Vorher hier als "Pons" geschrieben.
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Und nun kann's dem Endspurt zu gehen ... :)

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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin030 » Sonntag, 05.11.17, 13:33

Hallo Pons,

ist echt lieb von dir und ich hab das auch richtig aufgefasst —) danke für den Tipp , probieren kann man es mal .

Zumal es heute wieder besonders schlimm ist , komm mir vor wie ein 100 jähriger :frust: bin in der 15 Woche und es geht immer mehr Berg ab .

Gruß Berlin03
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2000 – 2017 fast regelmäßige Einahme von Benzos .
Dosis immer so um die 10-20 mg diazepam

2000 – 2013 Antidpressiva / Paroxetin und ewig gebraucht es auszuschleichen

Seit 4 jahren kämpfe ich gegen den Benzoteufel und das ist mein 4 Versuch davon weg zu kommen !!

Ich hab 2 Langzeit Therapien in den letzten 4 Jahre , a 4 Monate hinter mir und etliche Entgiftungen stationär (kontraproduktiv) was alles nix gebracht hatte , immer wieder rückfällig geworden .

Seit 26.07.17 Benzofrei :D

Heute Donnerstag der 19.10.17 beginnt der 4 Monat ,jeder Tag ist ein Alptraum , gerade so auszuhalten :(
13 Woche benzofrei und jeden Tag grüßt das Murmeltier —(

Heute ist der 01.12 und nix ist besser oder anders , willkommen in der Hölle —(

Heute ist der 02.02.18 keine Besserung , schlimmsten sind die dauer Kofschmerzen :censored:

23 Wochen benzofrei

Meine Hauptprobleme sind ,
– permanente Monster Kopfschmerzen
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– Schlafstörungen mit frühem aufwachen
– unbegründete Angstzustände und noch viel ..........mehr —(

Berlin030
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin030 » Freitag, 01.12.17, 13:27

Hallo Leute ,

Update .......heute ist der 01.12 und nix ist besser oder anders —(

19 Woche benzofrei , aber wo sind die hellen Fenster , jeden Tag grüßt das Murmeltier.

19 Wochen Spannungskopfschmerzen ,Schwindel , unbegründete Angstzustände , schlimme Verspannungen usw .

Das hält doch keiner aus , aber ich zieh das durch .

Gruß Berlin030
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Jamie » Freitag, 01.12.17, 13:52

Hallo berlin030
Das hält doch keiner aus , aber ich zieh das durch .
Ich bewundere deinen Biss und wie taff du bist.
Es ist eine herausragende Eigenschaft, wenn man zu der Sorte Mensch gehört, die sich durchbeißen können und die kämpfen können. :sports:
Ich hoffe, es bewegt sich alles noch im Rahmen des irgendwie-Erträglichen (?), denn das sage ich auch: Manchmal ist jeder noch so ernst genommene Kampf nicht zu gewinnen und dann sollte einem nicht der eigene Stolz (oder die eigene Borniertheit :D ) im Weg stehen umzudenken und / oder sich Hilfe zu holen.

Aber aktuell sehe ich das bei dir noch nicht (zumal ich auch keine befriedigenden anderen Optionen anzubieten hätte, das muss man ehrlicherweise dazu sagen) und so bleibt mir nur dich aufzumuntern und dir zu gratulieren, dass du trotz den 19 Wochen Horror immer noch bereit bist das Leid anzunehmen und zu ertragen.

Alles Gute, pass gut auf dich auf :fly: :fly:

Jamie
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin030 » Freitag, 01.12.17, 14:02

Hi Jamie,

danke für deine aufmunternden Worte , aber was gibt es denn für Alternativen, seh da nix —(

Mein Kopf rattert immer , soll ich antiedepressiva nehmen , wiede benzos , oder oder !!!

Ich geh den harten Weg , kann aber bald nicht mehr .

Was kann man machen als es ausitzen und auf ein Wunder hoffen , oder habt ihr n andern Plan ?

Gruß aus der Hölle —(
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Clarissa » Freitag, 01.12.17, 15:15

Hi Berlin,

es ist eigentlich schon alles gesagt.
Du steckst im Benzoentzug.
Was hast Du für Optionen? Mir ist nicht ganz klar, was Jamie mit "Umdenken" und "Hilfe holen" meint. Ich denke, nur eine Rückkehr zu den Benzos würde Dir (vorübergehend) Erleichterung verschaffen. Aber es ist zu befürchten, daß Du rasch in die Toleranz rutschst.. Und jeder weitere Entzugsversuch wird noch schwieriger. Das gebe ich zu bedenken.

Ich gehe ja auch den "harten Weg" und bin nicht am Ende des Tunnels angelangt. Es wird besser, aber sehr allmählich.

Es tut mir sehr leid, nichts Optimistischeres schreiben zu können.

Durchhalten und weitermachen.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa, ehemals sleepless.
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Jamie » Freitag, 01.12.17, 23:06

Hallo, :)

es gibt kaum Alternativen. Das habe ich auch geschrieben. Nur unbefriedigende, die ich unten nenne.
(zumal ich auch keine befriedigenden anderen Optionen anzubieten hätte, das muss man ehrlicherweise dazu sagen)
Was ich meinte ist, dass du ja sehr zügig abgesetzt hast und das kann eben der Fehler im Getriebe sein.
Diese raschen Entzüge können sich unendlich ziehen und zu massiven Beeinträchtigungen führen.

Wenn es nicht mehr auszuhalten ist, müsste man darüber nachdenken erneut ein Benzo mit langer HWZ wieder einzunehmen, hoffen sich zu stabilisieren und dann einen sehr langen Entzug zu planen (über Jahre ausschleichen).
Dass das mit 19 Wochen auf Null aber kaum eine Option ist, ist mir selbst bewusst, deswegen auch mein Einwand. :roll:

Wenn der Entzug unerträglich wird, kommt in Einzelfällen auch das Deckeln der Symptome mit anderen Psychopharmaka infrage, wobei das eine sehr heikle Sache ist, da es oft nicht so klappt wie einem die Ärzte erzählen und diese Medikamente nach erfolgreichem Benzoentzug in einem Zweitentzug auch ausgeschlichen werden müssen.

Wenn die Option: Keep calm and carry on im Raum steht und durchhaltbar ist, würde ich so weitermachen wie bisher :sports: .

Viele Grüße
Jamie
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Anke13 » Samstag, 02.12.17, 6:15

Guten Morgen,

habe gelesen, daß es Dir so schlecht geht, tut mir sehr leid und hoffe, es geht Dir bald etwas besser. Geht mir auch sehr schlecht derzeit und kann Dich verstehen :group:

Hatte Dir gestern eine Nachricht geschickt mit Frage Magen/Darm Probleme und etwas Trost aber leider keine Antwort bekommen. :(

Liebe Grüsse
Anke
Burnout/Panikattacken /Angstzustände/Traumata /Hochdosisabhängigkeit Alprazolam/Diazepam
Symptome: Magen/Darmkrämpfe/Brechreiz/Gewichtsverlust/Verstopfung/Schwindel/Panikattacken
1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substituion Diazepam. Fehler: Entzug zu sehr in die Länge gezogen ! 2016 Jan-Dez weiter runterdosiert,dafür Diazepam gesteigert .
4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!
Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg

Erkrankungen:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen. Leider hält bei mir die Wirkung von Diazepam nur für 4 Stunden an ! wegen Suchtgedächnis: 1993 Entzug Alkohol und Diazepam. War seit 21 Jahren clean ! Trinke keinerlei Alkohol seit 1993
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Luna » Samstag, 02.12.17, 9:30

Ich habe 15 Jahre Pillen genommen, habe geraucht, mist gegessen usw.
Mein Körper massiv toxisch belastet...daher war ich so krank zum Schluss.
Ich kann mich noch erinnern als dank Venlafaxin eindosieren und dem Versuch das runter zu schleichen, dann Blut aus dem Darm kam. Meine Schleimhäute waren völlig überreizt, weil ich das Zeug nicht mehr vertagen hatte. Mastzellen spielten verrückt und alles wurde massiv gereizt.
Ich entschloss schnell von dem Zeug weg zu kommen obwohl man mir hier Panik machte, dass ich damit alles schlimmer machen würde. Sogar per PN warnte man mich. Als würde der tot kommen wenn ich mich von Pillen befreien will. Ich entschied davon weg zu kommen und das war die beste Lösung für mich. Das Bluten hörte auf und dann entzog ich noch zolpi...auch gegen jede Regel hier. Ich hatte Hilfe wie ich mir helfen konnte und war damit trotz schnellen Entzug auf den Beinen nach 0.
Ich bin über 2 Jahre auf 0...habe Unverträglichkeiten aber damit komme ich zurecht. Sonst habe ich ein normales Leben.
Sicher kein Zufall bei mir, weil ich 2 Menschen kenne, die genau so vorgehen und den geht es auch schon viel besser. Sind beide noch nicht so lange auf 0.
Fehler im Getriebe? Der Körper ist einfach nur Geschädigt und im Ungleichgewicht durch diese Chemie und sowas heilt nur langsam und man kann sich bisschen helfen.
Es gibt Menschen bei den sind die Reize weniger und da klappt noch einiges. Entzug usw. Bei mir waren die Reize zu hoch. Der Darm usw. Verdauung geschwächt und massive Schmerzen usw.
Hab ich alles nicht mehr. Teils geheilt, teils in Griff. Ich kenne rasende Kopfschmerzen...kannte...hab ich auch nicht mehr aber ich muss auch noch achtsam sein mit triggern. Einiges kann noch kommen aber einiges ist weg.
Ob ich geheilt wäre wenn ich langsam gegangen wäre? Nein, dafür war mein Körper schon zu gereizt durch Chemie und man heilt solch wunden nicht mit Gift. Meine Freundin entzog noch langsamer als hier die Regel. Nach 0 ging es ihr massiv schlecht und das ein Jahr bis sie ihr leben dann doch umstellte und inzwischen geht es ihr gut auch wenn sie noch meiden muss. Es stellte sich sogar raus, dass sie auf laktose und fruktose reagiert zb mit Kopfschmerzen.
Das ist nicht bei jedem gleich aufgrund der Reize.
Jedes weitere Medikamente kann erstmal dämmen aber an anderer Stelle schädigen und so bleibt es ein Teufelskreis mit dem man leben muss.
Wenn der Körper noch stabil und wenig gereizt dann kann man vielleicht noch was machen und hier und da schlucken bis es dann doch möglicherweise kippt irgendwann.
Man muss ein wenig individuelle schauen wie stark ein Körper schon gereizt...und ich meine Körper, weil der als ganzes leidet.
Zuletzt geändert von Luna am Samstag, 02.12.17, 10:13, insgesamt 2-mal geändert.
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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Anke13
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Anke13 » Samstag, 02.12.17, 9:55

Super geschrieben und erklärt ! Trifft in allen Punkten auch genau meine Meinung, so bald wie möglich das Gift aus den Körper bekommen !

LG
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 02.12.17, 11:52

Hallo, also ich kann mich Lunas Ausführungen überhaupt nicht anschließen. Ich schleiche seit 3.5 Jahren mein Benzo aus und zwar in Minischritten, denn ich will und muss allertagstauglich bleiben , ich bin berufstätig und habe einen pflegebedürftigen Vater und eine pflegebedürftige Schwiegermutter zu versorgen.

Ich komme gut mit meinen Minischritten klar, klar hab ich auch Absetzprobleme , die wohl bei keinem ausbleiben weder bei langsamen noch bei schnellen Entzügen, aber sie halten sich bei mir im Rahmen. Wenn ich größere Sprünge versucht hab war ich wochenlang außer Gefecht und ich hätte Angst durch das zu schnelle Absetzen in einen protrahierten Entzug zu rutschen der dann unter Umständen jahrelang anhält.

Gelingen kann der schnelle Entzug vielleicht, das ist von Person zu Person unterschiedlich, aber das Risiko das ich durch das schnelle Absetzen in einen protrahierten Entzug lande wäre mir viel zu groß. Natürlich muss das jeder für sich selber entscheiden, aber empfehlen würde ich einen schnellen Entzug nur bei lebensbedrohlichen Umständen, z.b das die Leberwerte nicht in Ordnung sind, ansonsten würde ich immer für die höchstens 10% plädieren.
Das wäre meine Meinung dazu Grüße Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Eva » Samstag, 02.12.17, 12:12

Hallo,

immerhin zeigt Luna auf, dass es für alle Regeln auch Ausnahmen gibt (die, die sie bestätigen), deshalb finde ich das hochinteressant.

LG Eva
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin030 » Samstag, 02.12.17, 12:25

Hallo Leute ,

würde den einer von euch nach 19 Wochen benzofrei wieder was eindosieren , ich nicht egal wie grausam es noch wird . :sports:

Hab das allles durch und Ruck zuck sind paar Jahre rum und man steht immer wieder am Anfang . :bettzeit:

Aber grausam ist das schon , ich nehme nix an Tabletten , nicht mal ne ibo oder so , weil auch nichts hilft gegen die andauernden Kopfschmerzen, Angstzustände usw .

Wir müssen es aussitzen und versuchen uns abzulenken soweit es geht , den Krieg muss und werd ich gewinne . :frust:

Schönen 1 Anvent für alle :pillowtalk:

Gruß Berlin
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Beitrag von LinLina » Samstag, 02.12.17, 12:49

Hallo :-)

Es gibt immer Menschen, die eine Wiedereindosierung nicht vertragen oder die Nebenwirkungen so drastisch sind, dass ein schnelleres Absetzen angezeigt ist. Dies ist aber erfahrungsgemäß eher die Ausnahme.

Wenn man viele Jahrzehnte Medikamente eingenommen hat, ist es wirklich sinnvoll sich Zeit zu lassen sich zu entwöhnen.

Für viele ist es auch gar nicht anders möglich, da ein schnelles Absetzen zu kompletter Alltagsunfähigkeit führt, bis hin zu so schlimmen Zuständen die einen Klinikaufenthalt nach sich ziehen mit oft erneuter und höherer Medikamentation.

Es ist ganz wichtig die individuelle Situation zu betrachten. Generell dazu zu raten "die Medikamente müssen schnellstmöglich weg, weil sie giftig sind" kann sehr gefährlich sein.

Natürlich ist jeder froh, die Medikamente eher früher als später loszuwerden. Aber so gerne wir das auch wollen, es ist wichtig realistisch und achtsam zu bleiben.

Würde ich mein Antidepressivum schneller absetzen, hieße das für mich höchstwahrscheinlich Bettlägerigkeit und schlimmste Zustände und Schmerzen, die mich den ganzen Tag weinend und zitternd im Bett krümmen lassen mindestens über Monate. Kein Schlaf mehr und nur noch Angst und Schrecken. Ich würde meinen Hund verlieren und alles was ich mir an Gesundheit wieder erarbeitet habe. So etwas habe ich bereits erlebt, und es dauert Jahre, sich davon zu erholen, auch seelisch.

Luna, du hast eine Freundin die langsam abgesetzt hat und nach null noch lange Symptome hatte. Woher weißt du, ob sie nicht noch viel schlimmere Symptome gehabt hätte wenn sie schneller abgesetzt hätte? Luna, du bist deinen Weg gegangen und das ist völlig ok, so wie ich auch meinen Weg gehe und es so mache wie es für mich passt. Es ist aber nicht gut, allen anderen pauschal zu raten es genauso zu machen, weil jeder anders reagiert und es eben unzählige Fälle gibt von Menschen die durch das schnelle absetzen so schlimme Zustände bekamen, und langanhaltende.

Es ist ganz wichtig zu schauen was am Risikoverminderndsten ist, und das scheint ziemlich deutlich in den allermeisten Fällen das individuell langsame Ausschleichen zu sein.

Gerade wenn man so viele Jahre das Medikament einnimmt, finde ich es total unlogisch dass der Schaden, es noch 1-3 Jahre in langsam sinkender Dosis einzunehmen, größer sein soll als ein abruptes absetzen. Alles, was ich bisher dazu gelesen habe spricht deutlich dagegen (Ausnahmen bei plötzlicher starker Unverträglichkeit natürlich ausgenommen).

Oft ist die Alternative entweder langsam absetzen oder gar nicht. Oder schnell absetzen und es dann doch wieder einnehmen und weitere Medikamente bekommen. Oder schnell absetzen und schwer krank werden für Jahre.

Ich kann daher nur an die Vernunft aller Absetzenden appelieren: Wenn ihr euer Medikament noch halbwegs vertragt und keine lebensbedrohlichen Nebenwirkungen aufgetreten sind, dann setzt nur so schnell ab wie es für euch gut ist, und geht nicht über eure Grenzen. Es ist egal wie viele Leute schneller absetzen konnten, wenn ihr selbst merkt dass ein schnelleres Absetzen euch extrem belastet und ihre eure persönlichen Ressourcen dadurch verliert, dann macht bitte langsam.

Wenn ihr schon mehrere Versuche hinter euch habt, dann macht erst recht ganz langsam. Es nutzt überhaupt nichts wenn ihr am Ende doch wieder erhöhen müsst oder komplett zusammen brecht.

Egal welchen Weg ihr geht, schaut gut auf euch. Die Medikamente sind sicher nicht gesund, aber viel ungesünder ist es, nicht gut auf sich zu achten und ein schnelleres Absetzen um jeden Preis zu erzwingen. Auch der Weg zur Medikamentenfreiheit ist eine Möglichkeit viel über sich zu lernen.

Liebe Grüße
Lina

edit: Lieber Berlin: Ich weiß nicht ob ich das machen würde, es käme drauf an, ob ich mit dem derzeitigen Zustand noch eine ganze Weile leben könnte. Wenn ja, dann nicht. Gerade bei Benzos ist es sehr Tricky, wegen der Toleranzbildung, da würde ich glaube ich auch möglichst auf null bleiben, gerade wenn du das schon öfter hinter dir hast. Wenn ich allerdings gefährdet wäre mir zu schaden oder so nicht mehr aushalten könnte, die Gefahr bestünde in eine Klink zu kommen mit schlimmerer Medikation, dann vielleicht schon mit kleiner Dosis, vorrausgesetzt die Verschreibung und Betreuung während eines zweiten, langsameren Abdosierens wäre gesichert.
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Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Berlin030 » Samstag, 02.12.17, 13:11

Hi Lina ,

ich bin ein Mann :haha:

Du hast recht bei Verträglichkeit ist langsam immer besser , aber benzos sind heimtückisch und ich hab alles probiert :frust:

Der Nachschub wäre auch nicht mehr gesichert und 19 Wochen ohne benzos hab ich noch nie geschafft in den letzten 4 Jahren :haha:

Immer wieder probiert mit AD usw , die Jahre gingen ins Land , diesmal wird es klappen :fly:

Gruß , Berlin Mayk :party2:
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2000 – 2013 Antidpressiva / Paroxetin und ewig gebraucht es auszuschleichen

Seit 4 jahren kämpfe ich gegen den Benzoteufel und das ist mein 4 Versuch davon weg zu kommen !!

Ich hab 2 Langzeit Therapien in den letzten 4 Jahre , a 4 Monate hinter mir und etliche Entgiftungen stationär (kontraproduktiv) was alles nix gebracht hatte , immer wieder rückfällig geworden .

Seit 26.07.17 Benzofrei :D

Heute Donnerstag der 19.10.17 beginnt der 4 Monat ,jeder Tag ist ein Alptraum , gerade so auszuhalten :(
13 Woche benzofrei und jeden Tag grüßt das Murmeltier —(

Heute ist der 01.12 und nix ist besser oder anders , willkommen in der Hölle —(

Heute ist der 02.02.18 keine Besserung , schlimmsten sind die dauer Kofschmerzen :censored:

23 Wochen benzofrei

Meine Hauptprobleme sind ,
– permanente Monster Kopfschmerzen
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– Schlafstörungen mit frühem aufwachen
– unbegründete Angstzustände und noch viel ..........mehr —(

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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Eva » Samstag, 02.12.17, 13:13

Hallo,

in Ausnahmen und Einzelfällen sehe ich es wie Jamie :) hier:
Wenn der Entzug unerträglich wird, kommt in Einzelfällen auch das Deckeln der Symptome mit anderen Psychopharmaka infrage, wobei das eine sehr heikle Sache ist, da es oft nicht so klappt wie einem die Ärzte erzählen und diese Medikamente nach erfolgreichem Benzoentzug in einem Zweitentzug auch ausgeschlichen werden müssen.
Und gleich noch eine unorthodoxe Ansicht von mir: Wenn das Leben selbst unerträglich wird, so dass als möglicher Ausweg nur noch der Suizid ansteht, so sähe ich für mich immer noch auch in PP einen Versuch VOR dem Tod. Die kann ich später ziemlich sicher wieder ausschleichen, den Tod ganz sicher nicht.

Seitdem mir mal ein (zum Glück inzwischen trockener) Alktoholiker sagte: "Ich hatte damals die Wahl zwischen Alkohol und wahrscheinlich Krebs oder einer anderen todbringenden Krankheit und habe mich für den Alkohol entschieden" bin ich vorsichtiger mit meinen Maßgaben für "endgültigen" Erfolg.

LG Eva
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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von LinLina » Samstag, 02.12.17, 13:21

Hallo Eva :-)

Ja, es ist nie nur schwarz und weiß.

Deswegen gibt es ja dieses Forum (auch), damit man individuell sich austauschen und schauen kann was möglich und was sinnvoll ist, sonst müssten wir ja nur einmal alle Regeln aufschreiben und jeder müsste sich nur dran halten und es würde immer funktioneren. So ist es aber leider nicht.
Eva hat geschrieben: Seitdem mir mal ein (zum Glück inzwischen trockener) Alktoholiker sagte: "Ich hatte damals die Wahl zwischen Alkohol und wahrscheinlich Krebs oder einer anderen todbringenden Krankheit und habe mich für den Alkohol entschieden" bin ich vorsichtiger mit meinen Maßgaben für "endgültigen" Erfolg.
Das verstehe ich überhaupt nicht, wie das gehen soll zwischen Alkohol oder einer tödlichen Krankheit zu entscheiden :? aber wenn dieser Herr das so sieht. Für manche ist der Alkohol tödlicher :o

Hallo lieber Berlin :-)

habs geändert ;-) es sind in der Überzahl Frauen hier, daher gehe ich meist im Zweifelsfall davon aus :D Sorry.

Wenn die Verschreibung nicht gesichert ist, dann macht es wirklich keinen Sinn über die Wiedereinnahme nachzudenken. 19 Wochen ist auch schon eine lange Zeit. Hast du Selbsthilfegruppen, wo du Unterstützung beim Clean bleiben finden kannst? Das kann auch sehr hilfreich sein. Wenn du in Berlin wohnst, sollte es eigentlich täglich NA-Meetings geben, dort kann man manchmal auch viel Halt finden und es kann vor einem Rückfall schützen, regelmäßig dort hinzugehen.

Liebe Grüße
Lina
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Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

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Re: Berlin30: Lange Diazepam - Historie. Jetzt auf Null. Es ist hart.

Beitrag von Luna » Samstag, 02.12.17, 13:36

Hab ich irgendwo geschrieben, dass jetzt alle schnell absetzen müssen????

Nein habe ich nicht. Ich habe von mir und meiner Freundin usw berichtet.

Es gibt KEINE Garantie, dass nach 0 alles gut ist egal wie man entzieht. Schön wäre das. Das schleichen schützt oft nur vor einer krassen Umstellung aber wenn man zb ein Medikament nicht verträgt und massiv leidet dann schützt kaum noch was...der ganze Körper leidet gerade deswegen. Er kommt damit nicht mehr zurecht und reagiert irgendwie und kämpft.

Hier sind nicht wenige die langsam gegangen sind und danach Probleme haben und das ist auch normal. Es gibt aber auch Menschen, die Glück haben. Oft weniger Reize usw.
INDIVIDUELLE und das betone ich gerne nochmal.
Bei mir war es Säure in die Wunde kippen.

Der Schaden entsteht durch die Chemie. Ich wurde schon Krank mit Pillen und da hab ich noch nichts entzogen...eher immer weiter hoch gegangen auf anraten von Ärzten bis kaum noch was ging.

Wenn du lina und andere sich mit schleichen wohl fühlen dann spricht dem doch nix gegen.
Ich habe andere Erfahrungen gemacht und auch, dass mir hier Panik gemacht wurde aber es ist nie so passiert. Eben bei mir das Gegenteil dank Selbsthilfe.

Es geht hier um Berlin und die idee wieder was zu schlucken. Das kann erstmal dämpfen aber an anderer Stelle weiter schädigen und Chaos mit sich bringen. Entscheiden muss jedoch jeder selbst ob schlucken oder nicht.
Zuletzt geändert von Luna am Samstag, 02.12.17, 13:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Mir geht es inzwischen gut bis auf paar Kleinigkeiten.
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