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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Versuchter Tavor- (= Lorazepam) Entzug 1mg

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
etlenia
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Versuchter Tavor- (= Lorazepam) Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Dienstag, 14.11.17, 11:53

Liebe Forianer,

Ich bin froh, hier im Forum aufgenommen worden zu sein und lese seit August immer wieder mit, nur anscheinend versteht kein Arzt, was ich nach Euren Berichten zu erzählen habe.

ich bin 48 Jahre alt und im letzten Jahr an Brustkrebs erkrankt. Das war auch die Ursache für die Tavoreinnahme. Drei Jahre zuvor wurde mir ein faustgroßes Spindelzelllipom in der Schlüsselbeingrube entfernt. Danach ging es los... Atemnerv wurde verletzt (massiver Zwerchfellhochstand rechts), verletzte Nerven im rechten Arm, dauerhaft Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Herzrasen.

Die Strahlenbehandlung nach der zweimaligen Brust-OP musste ich wegen der massiven Nebenwirkungen abbrechen, da ich beidseits betroffen war. Tamoxifen vertrug ich leider auch nicht. Die Tabletten gingen mir auch aufs Herz. Ich war froh, dass ich Tavor einnehmen konnte. Die Muskel- und Kopfschmerzen waren kaum noch vorhanden. Herzrasen kam seltener vor und ich konnte regelmäßig reiten. Nur das Gefühl, in mir selbst eingesperrt zu sein, das konnte ich nicht mehr ertragen. Ich versuchte im August, Tavor abzusetzen. Mein Hausarzt sagte, ich solle auf 0,5 mg reduzieren. Das habe ich zwei Wochen geschafft. Danach wurde ich auf Lormetazepam umgestellt. Von da an ging es los. Herzrasen, Muskel- und Nervenschmerzen im Gesicht, Hals, Nacken. Die Zunge und der Hals brannte. Ich war nur noch schweißgebadet und trank 5-6 Liter tgl.. Körperlich zu nichts mehr in der Lage. Eine Runde trab auf meinem Pferd und mein Puls ist auf über 170. Spaziergang mit dem Hund endet bei einem Puls von 150. Nach zwei Wochen dann wieder auf 0,5 Tavor umgestellt. Eine Woche später 0,25 Tavor, was ich noch zwei Wochen durchgehalten habe. Danach bin ich zur Neurologin, die meinte, ich wäre noch nicht so weit, so dass ich wieder auf 1mg gegangen bin. Es wird jedoch nicht besser. Ich wache weiterhin alle zwei Stunden schweißgebadet auf. Nerven- und Muskelschmerzen sind etwas weniger geworden aber immer noch massiv. Wirkt das Tavor nun nicht mehr. Tavor habe ich immer abends vorm Schlafen gehen eingenommen und nehme es auch weiterhin am Abend.

Habt ihr einen Tipp, wie ich von dem Höllenzeug runter komme? Eventuell mit einem angstlösenden Präparat, das nicht abhängig macht und einigermaßen gut verträglich ist? Ich möchte so gerne wieder aufs Pferd und mit meinem Hund spazieren gehen, ohne Herzrasen, Schwindelgefühle und Schweißausbrüche.

Sorry für den langen, etwas konfusen Text. Ich war leider zu doof, eine Signatur anzulegen.

Lieben Dank vorab an Euch. Vielleicht habt Ihr Ideen, wie ich wieder an ein Stück Lebensqualität komme.
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1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(

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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Eva » Dienstag, 14.11.17, 15:04

Hallo, und herzlich willkommen im Forum! :)

Schön, dass Du hergefunden hast. Es werden sich später noch User zu Deinen Fragen äußern, die sehr kompetent sind, was die Absetzmöglichkeiten betrifft; das kann ein wenig dauern, denn alle arbeiten hier ehrenamtlich und sind selbst in ihr Privatleben eingebunden.
Aber sie kümmern sich, so schnell sie können. :group:

Soviel kann ich Dir vorab sagen:
mit einem angstlösenden Präparat, das nicht abhängig macht
Mit Sicherheit wäre es hier bekannt, gäbe es das. Es gibt pflanzliche und homöopatische Mittel, die aber nicht die Wirkung eines Benzodiazepins haben (können). Das Ausschleichen eines psychoaktiven Medikaments ist die schonenste und verträglichste Methode, die dann allenfalls durch die genannten Möglichkeiten unterstützt werden kann. Allerdings werden auch sie nicht von allen vertragen, vor allem nicht während eines Psychopharmaka-Entzugs.

Liebe Grüße,
Pons
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von lunetta » Dienstag, 14.11.17, 16:10

Hallo und willkommen bei uns!

Schön dass du zu uns gefunden hast - wir geben unsere Bestes dir ein wenig zu helfen!

Zuerst einmal - du hast viel zu schnell abgesetzt. Die Dosis zu halbieren geht meistens in die Hose. Benzos machen sehr schnell abhängig und langsames, bedächtiges Absetzen ist notwendig um Absetzsymptome in Grenzen zu halten und halbwegs alltagskompatibel zu bleiben. Ganz ohne geht es meist nicht.

Du hast schon viel mitgemacht und einiges hinter dir, das tut mit sehr leid für dich!
Wie schaut es dzt. mit deiner Krebserkrankung aus - nimmst du außer dem Tavor noch was anderes an Medikamenten ein?

Was jetzt erst mal das Wichtigste ist, dass du dich wieder stabilisieren kannst!
Ich denke dass du schon eine Toleranz entwickelt hast, dass heißt dass die bisherige Dosis nicht mehr ausreicht, und du entzügig bist. Dann hast du auch noch eine Medikamentenumstellung gemacht, das ist alles enormer Stress für dein ZNS. Dein Körper will Tavor und das in ausreichender Menge, bekommt er das nicht macht er die dir bekannten Smptome.

Wir hier raten bei solchen Problemen dazu auf ein Benzo mit langer Halbwertszeit umzustellen, auch die Umstellung sollte schrittweise erfolgen und nicht abrupt. Ein langwirkendes Benzo ist Diazepam. dadurch werden Tagesentzügigkeit abgefedert.
Wenn du dich damit dann einigermaßen stabilisiert hast, kannst du es dann ganz langsam absetzen.

Wir hier setzen in der Regel 10% der letzten Dosis ab, nach unten hin sogar noch kleinschrittiger. Das Absetzen ist meist ein Projekt von mehreren Jahren. Aber nur mit diesem langsamen Absetzen kann man Absetzsymtome gering halten.


Deine Signatur kannst du so anlegen:
geh auf deinen nickname, auf Profil, dann Profil ändern, dann Signatur ändern, und dann kannst du dort alles reinschreiben, danach gehst du absenden.

Alles Liebe und Gute! LG!
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Dienstag, 14.11.17, 17:14

Mein Problem ist, dass bei der OP vor ein paar Jahren, anscheinend noch mehr Nerven geschreddert wurden, da das Spindelzelllipon sich um Halsschlagader, Muskeln und Lunge ausgebreitet hat. Nach der OP ging das los mit, Narbe wird heiß, Herzrasen beginnt. Mein Hausarzt meinte damals, das beruhigt sich schon wieder, da an der operierten Stelle die ganzen Nerven für das vegetative Nervensystem entlang laufen, braucht das Zeit. Nichts hat sich beruhigt....

Leider gibt es außer Tamoxifen keine Alternativmedikamente. Erst nach Abschluss der Wechseljahre Aromatasehemmer. So bleibt nur die Hoffnung, dass nicht noch ein Rückfall kommt.
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von lunetta » Dienstag, 14.11.17, 17:32

Hallo!

Hm...das ist natürlich nicht so fein, aber so weißt du wenigstens was die mögliche Ursache für viele Beschwerden ist.

Das Absetzen soltest du so machen, wie ich dir oben beschrieben habe. Tavor ohne Umstellung auf ein Benzo mit langer HWZ ist sehr schwierig, aber nicht unmöglich. Vorher aber unbedingt erstmal stabilisieren.

LG!
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Dienstag, 14.11.17, 18:43

Das Problem ist, dass nach dem mißglückten Versuch, Tavor nicht mehr die Wirkung zeigt, wie vorher. Ich bin Gott sei Dank nicht auf die Idee gekommen, die Dosis zu erhöhen. Kann ich überhaupt damit rechnen, dass sich mein Zustand stabilisiert, nachdem ich meinem Körper diese Tortur zugemutet habe?

Ich war heute beim Arzt, der mit der Diazepam-Methode einverstanden ist. Das war nicht einfach, überhaupt einen Arzt zu finden, der den Entzug mitträgt. Gerne hätte er mich in eine Klinik geschickt, was ich mit meinem 14jährigen Pubertier auf keinen Fall möchte. Ich habe keine Lust, meiner Tochter erklären zu müssen, dass ich Medikamentenabhängig bin. Ne Kind, Drogen und Alkohol sind Suchtmittel, aber die Mutter ist drauf. Yeah
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Eva » Mittwoch, 15.11.17, 9:50

Hallo,

was meinst Du: Würde es Dir etwas ausmachen, mit einem kurzen "Hallo" zu beginnen und mit einem kleinen Gruß zu enden? Es ist hier eine so nette Gepflogenheit, die den Ton in unserem Forum zu etwas sehr Angenehmem und Besonderen macht, diese kleine Regel zu beachten; deshalb erlaube ich mir, Dich darum zu bitten. :)

Zu Deinem Problem: Der Wirkverlust bzw. die sog. Toleranz ist einer der Nachteile des ständigen Benzo-Gebrauchs. Lorazepam hat zudem ja die geringe Halbwertzeit, also eine ungewöhnlich kurzfristige Wirkung, wenn nicht spürbar, so doch sich im Entzug auswirkend, wie Du bereits weißt. Wer an Tavor hängt, kann sich wahrhaftig noch glücklicher schätzen, einen kooperierenden Arzt zu finden, da teile ich Deine Ansicht.

Dass Du mit Deiner Tochter nicht über die Abhängigkeit reden willst, kann ich absolut verstehen; abgesehen vom Outing: den Kindern Sorgen zu bereiten, lehne ich für mich auch ab. Ich selbst spreche überhaupt nicht darüber, mit niemandem im Alltag, nur mit meinem Mann, und das fällt mir schon schwer genug, aber da ist es eine Sache des Vertrauens.
Fürs Reden ist jetzt ja auch das Forum da. :pillowtalk:

LG Pons
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Mittwoch, 15.11.17, 11:40

Hallo,

danke für den Anstupser, es entspricht nicht meinem Charakter unhöflich zu sein.

Liebe Grüße
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Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Mittwoch, 15.11.17, 12:08

Hallo,

nochmal eine letzte Frage zum anstehenden Versuch, Tavor zu entziehen. Wenn ich anscheinend Dauerentzügig bin und sich dieser Zustand nicht bessert, kann ich es trotzdem wagen, schrittweise auf Diazepam umzustellen um dann runter zu dosieren? Kann es etwas bringen, die 1mg Tavor auf 0,5 morgens und abends aufzuteilen? Kann ich mir eine Tabelle ausdrucken und meinem Arzt vorlegen?

Lieben Dank für Eure Mühe und Geduld.

Liebe Grüße
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Eva » Mittwoch, 15.11.17, 12:55

Hallo,

und danke für Dein liebes Eingehen auf die kleine Bitte. Ich hab das am Anfang auch nicht gemacht, übrigens. Das finde ich hier aber Klasse.

Das schrittweise Umstellen ist der Sinn der Sache. Ob die Aufteilung etwas bringt, könntest Du austesten. Du könntest Dir die Tabelle aus dem Ashton-Manual (mal in die Suchfunktion oben eingeben, sonst melde Dich bitte nochmals) ausdrucken und diese dem Arzt vorlegen.

Liebe Grüße,
Pons
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 15.11.17, 14:23

Hallo etlenia,

willkommen im Forum :)

Es tut mir leid, dass du so schwer erkrankt bist und dann auch noch bei der OP anscheinend Gewebe ´angehauen´ worden ist, das heil bleiben sollte und nun sein Eigenleben entwickelt hat :oops:.

Ich habe nach einer großen Herz OP (jung, mit 21 Jahren) wohl einen Hau am nervus laryngeus recurrens davonbehalten und womöglich auch einen Hau am nervus vagus, der nun wirklich wichtig ist.
Ganz genau weiß ich es aber nicht, man kann kleine Verletzungen des Nerv. vag. bildlich nicht darstellen, nur sehr große Verletzungen.

Langer Rede kurzer Sinn: da kann man nicht viel machen.
Es ist sehr optimistisch gedacht von deinem Hausarzt, dass sich das schon wieder gibt.
In der Tat können sich Nerven manchmal ein wenig regenerieren und Irritationen an Narben nachlassen, aber normalerweise ist es eben nicht Alltag. Sonst könnten ja auch Querschnittsgelähmte mehr hoffen; die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen.

Für dich wäre es wichtig ein "Programm" zu haben, was du tun kannst, wenn deine Nerven an der Op Stelle wieder spinnen und du zb Herzrasen bekommst. Es kann keine Lösung sein dann ein Benzo zur Nervenberuhigung einzuwerfen (so wie ich dich verstehe tust du das ja auch nicht), denn sonst kommst du nie wieder davon weg. :o
Vielleicht wäre es für Notfälle besser dann einen Krümel Betablocker zu nehmen? Oder es mal mit pflanzlichen Präparaten oder Bodyscantechniken etc. zu probieren?

Zum Tavor. Das ist wirklich fies wieder loszuwerden.
Ich befürchte, dass es dir wie einigen Betroffenen geht, die nach einem missglückten Absetzversuch nie wieder die Wirkung bekommen wie davor. Das ist ein bekanntes Phänomen.
Grund dafür ist das überreizte ZNS und oft auch Toleranz.
Jetzt bist du bei 1mg, hast kaum "benefit" und kannst nicht mit und auch nicht ohne, richtig?

Es ist super, dass du einen Arzt gefunden hast, der bereit ist auf Diazepam umzustellen.
Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. :hug:

Aber bevor du jetzt kopflos vorgehst, bitte plane alles in Ruhe und lass dich von uns beraten und aufklären und frag uns ggf. Löcher in den Bauch.
Es geht jetzt nicht um 3 oder 4 Tage, sondern darum, das Ganze wohl überlegt und strukturiert anzugehen.
Das ist die halbe Miete beim Entzug!

Wir bitten nur um Geduld, das Forum wird wieder heillos überrannt zur Zeit und alle sind am Limit, dann kann es auch mal einen dreiviertel Tag dauern, bis eine Antwort da ist. Danke für dein Verständnis :)

Viele Grüße
Jamie
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Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

etlenia
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Mittwoch, 15.11.17, 15:36

Hallo Jamie,

nun rollen beim mir die Tränen... Lieben Dank für die einfühlsamen Worte.

Nervus vagus wurde irgendwann von einem Arzt in den Raum geworfen. Da die Ärzte in der Uniklinik solch ein Spindelzelllipom an der Stelle noch nie gesehen hatten und ich kein Standardfall bin bekomme ich immer wieder zu hören, sowas haben wir noch nie gesehen. Über die Tavoreinnahme hatte ich mir anfänglich nicht viele Gedanken gemacht, da ich wieder ohne Unterbrechungen wieder reiten konnte, was mir bei meiner Krebserkrankung eine große Stütze war. Nun ist es leider so, dass mit dem Entzugsversuch mein Puls, selbst bei kleinster Belastung, 20-30 Schläge über Normalwert liegt. Ein langsamer Spaziergang mit dem Hund ist mit einem Durchschnittswert von 130 gerade so möglich. Reiten oder longieren geht überhaupt nicht mehr. Ruckzuck bin ich bei einem Puls über 170. Vor der Tavoreinnahme gab es immer wieder längere Episoden von Herzrasen, dann war zwischendurch wieder Ruhe. Von Betablockern riet mir der Kardiologe ab, da ich einen niedrigen Blutduck habe. Krümel von Betablocker hat mir die Neurologin auch schon vorgeschlagen, nur verschreiben die Ärzte in der Regel nach Standard und ich wusste nicht, welche Dosierung ich hätte nehmen können.

Ist dieses Pulsproblem überhaupt mit dem Entzugsversuch zu erklären? Zumindest trat es in der Intensität erstmals während der Zeit auf.

Ich wäre froh, wenn Du mir ein pflanzliches Präparat empfehlen könntest. Wegen dem Betablocker frage ich beim Hausarzt nach, ob ich über einen Tablettenteiler die Dosis im Minimalbereich halten kann. Ich habe von Osteopath bis Organetik alles versucht. :-( Reiten und viel Bewegung war immer mein Mittel zur Entspannung. Mit ADHS und ohne Bewegung könnte ich im Moment noch zusätzlich durchdrehen. Als Kind schon war die Reiterei mein Kompensationsmittel. Wer weiß, vielleicht einfach die schaukelnde Bewegung... Früher gab es noch kein ADHS, da hieß es nur Zappelphilipp und kann sich schlecht konzentrieren. Heute heißt es ADHS und Ritalin. Davor habe ich meine Tochter immer geschützt. Nun, mit der Pubertät, hat sie weniger Probleme. Gott sei Dank.

Ich bin froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein und wünsche allen Betroffenen, dass sie es schaffen, aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit zu entkommen.

Alles Liebe und viele Grüße
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vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(

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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 15.11.17, 18:08

Hallo!

Ein Krümel Betablocker hat auf den Blutdruck keinen senkenden Effekt, aber die Herzfrequenz kann es sehr wohl senken. Ich mache das auch so wenn ich mal wieder so Herzklopfen habe.
Es kann bei dir entzugsbedingt sein, aber auch von deinen Vorerkrankungen - aber egal woher, du brauchst Linderung. Sag zu deinem Hausarzt einfach er soll dir den niedrigstdosierten rezeptieren, aber nur in teilbarer Tablettenform, und davon probierst du dann einfach ein Bröselchen wenn du wieder so Herzrasen hast - glaub mir es hilft!

An pflanzlichen Mitteln kannst du alles probieren, was beruhigend wirkt: Passionsblume, Baldrian, Melisse usw. Es gibt da auch gute Kombipräparate - laß dich in der Apo beraten und nimm das was dir sympathisch erscheint.

Ich persönlich nehme die Phytopharma Urtinkturen ein - Passionsblume und Baldrian und die wirken sehr gut, aber es sind keine Wundermittel, sondern nur unterstützend.

LG
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Donnerstag, 16.11.17, 13:58

Hallo,

ich schon wieder. :-(

Ich habe mich gestern nicht getraut, die 1mg Dosis aufzuteilen. Fest vorgenommen hatte ich mir 0,5 morgens und 0,5 abends einzunehmen. Ich habe Angst, dass ich damit noch mehr Unruhe in meinen ohnehin schon geplagten Körper bringe. Irgendwie weiß ich nicht, wie ich mich stabilisieren soll, bevor ich mich an den Entzug wage. Nach dem brachaialen Verusch, ist ohnehin nichts mehr wie es war. Das Teufelszeug wirkt nicht mehr. Ich habe Entzugserscheinungen obwohl ich die 1mg wie vorher nehme. Kann ich trotzdem versuchen, schrittweise auf Diazepam umzustellen?

Lieben Dank vorab an Euch.

Liebe Grüße
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Eva » Donnerstag, 16.11.17, 14:36

Hallo,

Du bist in der Toleranz und hast zwischendurch immer wieder Entzüge durch die kurze Halbwertzeit des Lorazepams. Das bedeutet, Du musst umstellen, um die immer sich wiederholenden Entzugsbeschwerden zu vermeiden. Genau das ist der Sinn des Diazepams wegen der langen Wirkdauer.

LG Eva
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Und nun kann's dem Endspurt zu gehen ... :)

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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 16.11.17, 15:55

Hallo etlenia,

Ja, du kannst auch von der Einmaldosis umstellen, wenn dir das lieber ist.
Das Aufteilen sollte dir nur helfen, nicht immer in Zwischenentzüge zu rutschen, wie Eva :) schon ganz richtig angemerkt hat.

LG Ute
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 16.11.17, 16:46

Hallo, :)

nochmal zum Betablocker.
Ich nehme zB Bisoprolol in 1,25mg (niedrigste Dosis).
Diese Tabletten sind nicht teilbar, aber andere Betablocker haben höhere Dosen (wobei man das nicht eins zu eins umrechnen kann).
Ich kenne ein paar Menschen, die das mit ihrem 1,25er Biso auch so machen: einen Krümel abknabbern, siehe auch lunetta :).

Wenn ich Herzrasen kriege, beiße ich zwischen 1/4 bis 1/3 der Tablette (die sind mini) ab und den Rest verwerfe ich.
Dass ich da nicht genau eine Dosis auf Kommastelle hinkriege, stört mich nicht; es geht ja einfach nur um Pulsschlagsenkung (so eine kleine Dosis senkt nur den Puls, nicht den Blutdruck. Warum wissen Ärzte das nicht?) und dem Körper ist es wurst, ob er jetzt 0,43mg oder 0,48mg kriegt.
Wir sind hier ja nicht beim AD oder Benzo absetzen, wo man es sehr genau nehmen muss.

Ich tue das auf eigene Gefahr (mein Hausarzt hat mich drauf hingewiesen, dass es auf meine Kappe gehen muss *schmunzel* :roll: , aber da ich eine pharmazeutische Ausbildung habe, weiß ich, dass das gar kein Problem ist).

Zum Herzrasen an sich. Also das kann vegetativ sein, entzugsbedingt (dass du sozusagen entzügig bist durch / trotz Tavor) oder kommt vielleicht auch von deiner OP an einer sehr heiklen Stelle. Da könnte es zu Reaktionen kommen, die man nicht gewohnt ist. Das Herz hat seinen eigenen Taktgeber u.a. im Sinusknoten, aber angenommen der Nervus Vagus hat auch einen Hau abbekommen, dann kann es evtl. zu abnormen Reizübermittlungen kommen und da reagiert dann vielleicht auch der Sinusknoten, der AV-Knoten, die HIS-Bündel etc. drauf... :o (?)
Ist aber letztlich alles nur Spekulation.

Wichtig ist, dass du dir behelfen kannst, wenn das Klopfen losgeht. Das ist emotional und psychisch wichtig, damit du nicht hilflos bist :hug:

Grüße
Jamie
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Samstag, 18.11.17, 12:34

Hallo liebe Forianer,

ich schaffe es nicht, mein Tavor aufzuteilen. Ich habe zwei Abende versucht, nur 0,5 mg einzunehmen. Die nächste Dosis wollte ich dann am nächsten Morgen einnehmen. Nach drei bis vier Stunden ist es nicht mehr auszuhalten. Komplett nass geschwitzt sitze ich im Bett, habe Muskel- und Kieferschmerzen und nehme dann doch die restlichen 0,5. Macht es Sinn, abends 1mg einzunehmen und dann am nächsten Morgen 0,5 und abends 0,5. Ich habe Angst, dass ich dann nachts wieder kurz vorm Durchdrehen bin und mir dann statt 0,5 doch noch 1mg zu genehmigen. Das würde heißen, ich hätte dann auf 1,5 mg erhöht. Genau das möchte ich nicht.

Gestern war ich kurz davor, mir eine Klinik zu suchen, weil ich mich in diesem Zustand überhaupt nicht wohl fühle. Nur schreckt mich die kurze Entzugszeit ab und die Aussicht, andere Medikament einnehmen zu müssen, um die Entzugsfolgen abzudämpfen. Einen Termin beim Hausarzt wollte man mir erst Mitte Dezember geben. Am Montag setze ich mich einfach ins Wartezimmer. Irgendwie fühle ich mich als Notfall, auch wenn das die Sprechstundenhilfe nicht wirklich einsehen wollte.

Den Weg zu meiner onkologischen Therapeutin schaffe ich auch nicht mehr. Wir wohnen auf dem Land und ich bin über eine Stunde alleine für die Hinfahrt unterwegs. Die 15 Minuten bis zum Bahnhof zu laufen, sind eine Herausforderung. Insgesamt nimmt der Besuch über 3,5 Stunden in Anspruch. Mit dem Auto nach Hamburg zu fahren ist auch keine Option, da generell viel Verkehr ist und mich das überfordert. Hier auf dem Land ist das Fahren kein Problem. In der Stadt wird es problematisch.

Am meisten zu schaffen macht mir, dass ich mich nicht mehr um meine beiden Pferde kümmern kann. Wenn ich sie besuche, stehe ich vor ihnen und weine. Ich fühle mich als Versager. Ich habe die Verantwortung für meine Tiere und kann sie noch nicht einmal von der Weide zum putzen holen, da selbst das Führen meinen Puls in die Höhe treibt. So langsam wie ich muss, läuft das nicht. Nach der langen Zeit mit Nichtstun, sind die aufgedreht. Ich kann nur froh sein, dass sie auf der Weide stehen und Auslauf haben. Nun stelle ich mir die Frage, was mache ich nächste Woche, wenn der Hufschmied kommt? Die junge Stute lässt niemanden außer mir an sich ran. Meinem Hund kann ich zumindest noch gerecht werden, selbst wenn ich nur langsam durch die Gegend schlurfe. Ich bin wirklich am Ende...

Mein Kind schreie ich sehr schnell an und reagiere in vielen Situationen unangemessen. :-( Entweder sage ich nichts, oder ich explodiere. Mein armes Kind kann doch nichts dafür. Mein Mann reagiert sehr verständnisvoll und meint, ich schaffe den Entzug auch zuhause. Ich hätte schon immer alles geschafft, meint er. Nur langsam zweifle ich. Kein Hobby mehr, Verantwortung für zwei Lebewesen, der ich nicht nachkommen kann. Mein Kind lebt mit einer Furie unter einem Dach und mein Mann lebt mit einem Zombie zusammen, der noch nicht einmal den Haushalt geregelt bekommt. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss in die Kinik, damit meine Lieben ein einigermaßen geregeltes, ruhiges Leben führen können.

Wer von Euch hat es überhaupt geschafft, noch ein Hobby zu haben und die Familie so behandelt, wie sie es verdient?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich Euch
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von Jamie » Samstag, 18.11.17, 18:21

Hallo etlenia,

du bist Lorazepam-abhängig und entzügig.
Das Mittel müsste aufdosiert werden, um wieder zu wirken, was jedoch die Abhängigkeit vertieft.
Davor kann man nur warnen.

Ein Entzug kann geschafft werden, indem man von dem Lorazepam, welches eine nur kurze Halbwertszeit (HWZ) hat, auf ein Benzo mit langer HWZ umstellt, zB Diazepam und Clonazepam oder Oxazepam.
Diese Möglichkeit wurde auch bereits von lunetta :) vor einigen Tagen genannt und meines Erachtens ist das auch der einzige Weg von diesem potenten Zeug wegzukommen.
Da du nur von einer relativ niedrigen Dosis abhängig bist, stehen meines Erachtens die Chancen sehr gut!

Du brauchst allerdings einen Arzt, der bereit wäre dir das Benzo für einige Monate aufzuschreiben.
Am besten eine Schachtel Diazepam Tabletten und eine Fläschchen Diazepam Tropfen, damit man feiner dosieren kann.
Der Arzt muss merken, dass es dir todernst ist und dass du bereit bist regelmäßig zu kommen, Bericht zu erstatten, deine Absetzschritte (und Erfolge!) zu dokumentieren etc. Das erhöht die Chancen, dass die Ärzte kooperieren.
Das Problem ist nämlich, dass Benzoverordnungen sehr unpopulär sind. Viele Ärzte sträuben sich, weil das Zeug so abhängig macht :x .

Und gleichzeitig sollte aber dringend auch nach dem Herzrasen geguckt werden.
Das kann natürlich eine Entzugskomponente haben (Entzügigkeit führt zu Herzrasen und Herzklopfen), aber mir scheint es, dass du womöglich doch einen Betablocker gut gebrauchen könntest.

Es tut mir leid, dass du dich so schlecht fühlst.
Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben; du liebst sowohl deinen Mann als auch dein Kind als auch deine Tiere und gerade bei letzteren willst du ja nicht absichtlich nicht für sie da sein.
Es geht einfach gesundheitlich nicht, weil du zu erschöpft und kränklich bist. Tiere spüren das auch, auch deine Pferde. Sie lieben dich trotzdem und werden es dir verzeihen. <3

Nur wenn man eben merkt, dass man ihnen gar nicht mehr gerecht werden kann, müssen Lösungsstrategien her. Ich weiß nicht, in wie weit es zB möglich ist, einem pferdevernarrten, aber vertrauenswürdigen Teenie zB die Tiere zum Fell striegeln, ausreiten etc. anzuvertrauen gegen ein kleines Taschengeld etc.? Vielleicht gibt es da la Ideen.

Grüße
Jamie
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Re: Versuchter Tavor-Entzug 1mg

Beitrag von etlenia » Dienstag, 28.11.17, 19:07

Hallo,

sodele, ich war beim Arzt, dem ich eine Beispieltabelle vorgelegt habe. Nun sind wir am rätseln, wie schnell ich von Tavor auf Diazepam umstellen kann. Ganz so schlau wurden wir aus der Tabelle nicht. Die Absetzschritte nach der Umstellung sind klar. Der Arzt hat mir Tropfen aufgeschrieben. Ist der Umstellungszeitraum eine oder vier Wochen?

Lieben Dank für die Antwort.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

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