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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Diazepam Tropfen runter dosieren

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Neverthelessw11
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 19.12.17, 16:08

Hallo :)

Ich habe leider nicht genug Erfahrung, um dir einen ordentlichen Rat zu geben, wie du vorgehen kannst. Aber ich wollte dir zum einen Mut zusprechen, dass du nicht alleine bist und hier im Forum viele Anteil nehmen ...! Ich hab damit keine Erfahrung, aber wenn du einmalig die doppelte Menge des Ursprünglichen nimmst, dann ist auch das Stress für dein eh schon zerschossenes ZNS... vielleicht ging es dir deswegen auch nur begrenzt besser...

Zum anderen: kennst du die deutschlandweite Nummer 116117? Dort erreichst du diensthabende Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen.. sowohl allgemeinmediziner als auch Neurologen. Diese machen auch ohne Zögern Hausbesuche, wenn man es nicht in die Praxen kommt. Schlecht ist da, dass einen die Ärzte nicht kennen und auch nicht langfristig behandeln, aber vielleicht kann dir zumindest jemand die Angst bzgl. Deines Herzen nehmen, was sicher schon mal positiv wäre. Ich hab damit sowohl positive (ganz tolle wertvolle Gespräche und schonende Behandlung) als auch negative (typische Medikamentenverschreiber mit Enthalpie einer Kartoffel) Erfahrungen gemacht. Aber einen Versuch wäre es doch Wert?

Edit: Auch wenn es nicht der Sinn ist, ich hab in meiner schlimmsten Psychiatriezeit auch manchmal am selben Wochenden 2 mal angerufen, weil je nach dem wer da kam, ganz unterschiedlich Ansätze kamen. Manchmal nehmen die einen per Krankentransport dann auch direkt mit und checken komplett in der Klinik durch. Bei mir fand beispielsweise ein Hausarzt raus, dass meine Herzinfarktähnlichen Symptome eigentlich Magenprobleme sind und konnte mir nach nem EKG etwas für den Magen geben... ging mir innerhalb von Stunden besser als die Monate vorher. Durchchecken lassen... im Zweifel im KH ...wäre sicher eine gute Idee...

LG Never
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Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 19
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Jamie
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Re: Diazepam Tropfen runter dosieren

Beitrag von Jamie » Dienstag, 19.12.17, 20:24

Hallo Wib, :)

es gibt Menschen, das ist bei den Benzos nicht anders wie auch bei AD und NL, die können - salopp gesagt - nicht mit, aber auch nicht ohne.
Ich fürchte, bei dir trifft das auch zu.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was bei dir los ist, aber ich denke du steckst in einer Mischung aus Toleranz, aber auch einer gewissen Unverträglichkeit.

Das würde erklären, warum ein Teil der Beschwerden bei einer Verdoppelung der Dosis abnimmt (hast du sie denn nun einmalig fast verdoppelt bzw. nachgenommen oder nicht? Wieviel nimmst du aktuell?), ein anderer Teil der Symptome aber bleibt (--> NW bzw. Unverträglichkeitsanzeichen).

Ich fürchte in so einem Zustand bleibt einem nichts Anderes übrig als das Medikament langsam auszuschleichen und die Zähne zusammenzubeißen und sich auf eine nicht ganz leichte Zeit einzustellen.

Nochmal zum Herzklopfen / - Rasen.
Dein Arzt ist nicht sonderlich gut informiert.
Betablocker senken in Normaldosen durchaus den Blutdruck, das stimmt.
In Niedrigdosen allerdings wirken sie fast ausschließlich pulssenkend und wirken sich nicht auf dem Blutdruck aus.

Es gibt eine ganze Reihe von Betroffenen im Entzug, mich auch, die hier im Forum bei Bedarf einen Krümel Betablocker nehmen, weil sie die gleichen Probleme haben wie du.
Ich beiße bei nächtlichen Herzrasattacken zB ein Drittel von meiner 1,25mg Tablette Bisoprolol ab und 20min später ist schlägt das Herz langsamer und Ruhe kehrt ein; der Blutdruck bleibt unbeeinflusst.
Ich denke es würde Sinn machen auf ein solches Medikament zu insistieren und es als Bedarf zu nehmen; es würde dir auch mehr Sicherheit geben.
Ich hoffe du findest einen kooperierenden Arzt.

Grüße
Jamie
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