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Mimi: Schwerer Benzoentzug

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Mimi79
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Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Mimi79 » Sonntag, 19.11.17, 12:04

Hallo :)
Ich habe mich eben neu hier angemeldet, da ich keine Antwort auf meine Frage finde, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.
Meine Geschichte in Kurzform:
Ich habe zehn Jahre lang Rivotril (Clonazepam) genommen. Anfangs nur 2-3 mg, die letzten Jahre 2 mal 2- 3 mg, an manchen Tagen bis zu 9 mg. Ich war immer im therapeutischen Bereich unterwegs, aber eben zuletzt an der oberen Kante.
Bekommen habe ich das Rivotril vom Neurologen, der mich damals nicht darauf hinwies, dass es sich um ein Benzo handelt. Auf der Verpackung steht Antiepileptikum, und ich habe es gegen Migräneaura mit Panikattacken bekommen.
Nach ca acht Jahren der Einnahme, Anfang 2016, ging nichts mehr. Ich hatte schwerste Depressionen, und wieder Panikattacken und Zwangsgedanken. Erst nach einem halben Jahr hat mich mein jetziger Arzt darauf hingewiesen, dass das Rivotril daran schuld sein könnte.
Ich sollte alle vier Wochen um 0,5 mg reduzieren.
Das habe ich im Juli 2016 begonnen, die ersten mg noch viel schneller, und so war ich im November 2016 auf Null.
Ich bin durch die Hölle gegangen, ich konnte nicht mehr alleine sein, habe im Stehen furchtbare Höhenangst gehabt (ich bin 1,61m klein :roll: ), konnte die Außenwelt nicht mehr ertragen und landete in einem Dämmerzustand in der Notaufnahme.
Also wieder 0,75 mg eindosiert und ganz langsam abdosiert.
Eine Zeitlang stand ich dann bei 0,1 mg ( ein Tropfen täglich) und hätte diese Dosis auch noch beibehalten, nur um nicht mehr in diesen höllischen Zustand nach Null zu geraten.
ABER
im April diesen Jahres hatte ich bereits schon Hautausschlag im Dekolletébereich. Hautarzt hat damals Urtikaria in Zusammenhang mit Pollen diagnostiziert. Habe Prednisolon (Glukocortikoid) bekommen.
Seit einigen Wochen hat sich der Hautausschlag wieder bemerkbar gemacht. Dieses Mal in voller Stärke, mittlerweile wandernd mal hier, mal da.
Mein ganzer Rücken ist blutig gekratzt. Eigentlich kommt zunächst ein unerträglicher Juckreiz, und wenn ich dann kratze, quaddelt es.
Ich habe erst Antihistaminika bekommen (Loratadin, Cetirizin). Etwas besser, aber nicht viel.
Wieder Prednisolon, dieses Mal hochdosiert (50 mg). Habe es absolut nicht mehr vertragen, bekomme Kopfschmerzen und Angst davon.
Seit ein paar Tagen habe ich auch Angst, zu ersticken, das Gefühl, dass meine Zunge dick ist (mein Freund verneint dies aber).
Seit Beginn des Entzugs Juli 2016 hatte ich sämtliche körperlichen "Probleme" durch. Starker Haarausfall (ist nun besser), Kopfschmerzen, Ödeme in den Beinen etc pp
In der Liste der Absetzsymptome hier habe ich nun auch die Hautprobleme gefunden.
Meine Hausärztin wie auch der Neurologe verneinen die Möglichkeit, dass mein Juckreiz/ Hautausschlag vom Absetzen des Rivotrils kommt.
Spinne ich oder gibt es doch einen Zusammenhang ?
Und wenn ja, was könnte mir da noch helfen ?
Ich sehe bereits aus wie ein Monster und schlafe nachts nicht mehr durch die Kratzanfälle.

Ich nehme seit Januar 2017 noch Duloxetin (Cymbalta), das hat mir etwas Linderung der Kopfschmerzen gebracht und die Angst leicht eingedämmt.
Dieses möchte ich aber auch absetzen, nachdem ich nun weiß, dass auch das Probleme und Entzugssymptome bereiten kann. Aber erst muss ich wohl stabiler sein.
Im Beipackzettel des Duloxetin steht unter möglichen Nebenwirkungen auch Hautausschlag, aber der Hautarzt meinte, das sei nicht der Auslöser, da sonst die erste Ausschlagsserie im April nicht weggegangen wäre, unter der weiteren Einnahme von Duloxetin.

Ich google mich noch verrückt, habe auch schon überlegt, ob es eine Histaminintoleranz oder ähnliches sein könnte.
Traue mich bald, nichts mehr zu essen.
Clonazepam dockt doch aber nicht an Histaminrezeptoren, oder ?

Vielleicht kann mir hier jemand etwas dazu schreiben :)

Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag !

Edit: Das zweite Abdosieren erfolgte dann langsam :schnecke: , in 0,1mg Schritten. Seit zwei Tagen bin ich auf Null, um zu sehen, ob sich etwas an der Haut verbessert :cry:
Zuletzt geändert von Mimi79 am Sonntag, 19.11.17, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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nach einem Reitunfall

aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 19.11.17, 12:25

Hi, ich kann dir nur bestätigen, dass ich viele Betroffene kenne, die grad von Psychopharmaka egal welcher Substanzgruppe, wobei ich kenne vorwiegend Menschen die Benzodiazepine nehmen, viele ähnliche Probleme, wie du haben, vielleicht nicht so krass, aber Juckreiz ist ein Riesenthema, habe ich selbst auch, auf den ganzen Körper verteilt.

Du hast natürlich viel zu schnell abgesetzt, das konnte wohl nicht gut gehen. Aber du schreibst, du hast einen Freund, heißt du bist nicht alleine und vielleicht unterstützt er dich auch ein wenig.

Auf jeden Fall meiner Ansicht nach ein weiter Weg von den Medikamenten ganz weg zu kommen, da brauchst du viel Geduld, Jahre vermutlich, aber es ist möglich, nur eben schonend, weil es nützt dir nichts Turboentzüge zu machen und dann wieder rückfällig zu werden.

Generell ist ein Leben frei von Psychopharmaka ideal, ob es funktioniert aufgrund der Grunderkrankung, die man ja hat kann ich leider nicht sagen, alles Gute und wie gesagt Juckreiz, auch starker Juckreiz, Ausschlag ist Teil von dem Ganzen, LG Kevin
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Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.11.17, 19:32

Hallo Mimi79,

willkommen im Forum :).

Konnte dein Hautzustand definitiv von einer Neurodermitis abgegrenzt werden?
Es gibt manchmal Mischzustände zwischen Juckreiz / Ausschlag und Neurodermitis, aber wenn keinerlei ekzemartige Stellen am Körper sind, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um Neurodermitis / atopisches Ekzem handelt.

Fast alle Benzodiazepine wirken in irgend einer Art und Weise auf Histamin und HI Rezeptoren.
Diazepam ist sehr problematisch, bei Clonazepam weiß ich es nicht, weil ich wenig dazu im Netz finde, was die Vermutung unterstützt, dass es mit Histamin nicht ganz so viel zu tun hat.
Das heißt aber nicht, dass es nicht doch für deine juckende Haut verantwortlich sein kann.
Zum einen kann man schlichtweg der oder die erste sein, wo es eben auftritt oder aber, das ist wahrscheinlicher, ist dein ZNS angegriffen und hat dadurch vielleicht eine Sensitivität gegenüber Histamin (oder anderen Stoffen) entwickelt.

Psychopharmaka erhöhen bei vielen Menschen die Neigung zu Allergien und Unverträglichkeiten; ich selbst habe in meinem Benzoentzug plötzlich eine HIT entwickelt, obwohl ich zuvor niemals Probleme hatte.

Das Duloxetin kann das Ganze mit verstärken und seine Finger mit im Spiel haben.

Die Frage ist also, sich nicht nur auf das Histamin zu konzentrieren, sondern zu schauen, ob es auch andere Auslöser gibt. Manche vertragen plötzlich ihr Waschmittel nicht mehr oder ihre Bodylotion.
Dass ein Antiallergikum zumindest mal etwas half spricht dafür, dass Histamin und Mastzellenaktivität beteiligt sind.

Du schreibst, du bist jetzt seit 2 Tagen auf null. Ich würde das jetzt mal beobachten.
Außer dem Juckreiz: wie geht es dir denn ansonsten? Fühlst du dich entzügig?
Wie behandelst du die juckende Haut?

Grüße
Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Montag, 20.11.17, 20:56

Vielen Dank fürs Antworten !
Ja, heute war der dritte Tag auf Null, und ich fühle mich jetzt doch ziemlich entzügig. Schwankschwindel, das Gefühl, auf Watte zu laufen, und heute Mittag kurzzeitig starke Angst. Ich merke auch, dass ich sehr unkonzentriert bin und viele Dinge vergesse.
Ich habe kein Verlangen danach Clonazepam wieder zu nehmen, aber doch ziemlich Angst davor, dass es mir ohne nie mehr besser geht. Ich kann momentan nicht mal alleine einkaufen gehen o.ä. Bzw vielleicht könnte ich es schon, aber der Schwindel und das unsichere Körpergefühl machen mir doch zuviel Angst.
Wäre dieser blöde Juckreiz und Ausschlag nicht aufgetreten, hätte ich wahrscheinlich noch bis zum Frühjahr 1-2 Tropfen täglich weiter genommen.
Wenn der Ausschlag/ Juckreiz entzugsbedingt ist, müsste er ja eigentlich jetzt noch schlimmer werden :-?

Liebe Grüße
Mimi
Migräne mit Aura und Panik
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aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Montag, 20.11.17, 22:57

Hallo Mimi :)
Wenn der Ausschlag/ Juckreiz entzugsbedingt ist, müsste er ja eigentlich jetzt noch schlimmer werden :-?
Ja.

Aber wenn er substanzinduziert ist (Clonazepam-induziert), dann sollte er besser werden!

Das wird jetzt interessant zu beobachten sein.

Wenn du mit der Entzügigkeit nicht klar kommst, müssen wir noch mal überlegen.
Eventuell ist es nicht gut das aussitzen zu wollen, aber vielleicht möchtest du noch eins zwei Tage abwarten und beobachten?

Es würde mich noch interessieren, wie du jetzt die Haut pflegst und behandelst?

Grüße
Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Dienstag, 21.11.17, 8:27

Hallo Jamie :)

ich pflege meine Haut relativ simpel, habe auch in der Vergangenheit nie Cremes oder dergleichen benutzt.
Wasche mich schon immer im Gesicht nur mit Wasser, und am Körper mit milden Waschsubstanzen.
Meine Haare habe ich allerdings in den letzten Monaten reichlich belastet: da ich so starken Haarausfall hatte (der mit dem Benzoentzug im Juli 2016 begonnen hat), habe ich sämtliche Tinkturen, Spezialshampoos etc benutzt.
Seit wenigen Tagen wasche ich sie nun nur mit einem Babyshampoo.
Für die Haut habe ich von der Hautärztin eine Betamethason 0,1% Salbe bekommen, die ich auf die entzündeten und wundgekratzten Stellen auftragen soll. Die hilft allerdings immer nur wenige Minuten.

Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass es mit der Haut bzw vor allem mit dem Juckreiz etwas besser wird - dafür nimmt die Entzügigkeit immer mehr zu. Starke Knochenschmerzen, Angstgefühl, und ich sehe seltsame Dinge, wenn ich die Augen schließe. Es ist noch nicht so schlimm wie im November letzten Jahres, als ich so schnell auf Null bin (damals wurde mir ein beginnendes Delir diagnostiziert), eben sehr sehr unangenehm.
Mein Neurologe meinte, ich könne ein anderes Benzo versuchen, um die schlimmsten Symptome abzufangen (Lorazepam und Bromazepam hat er mir aus seinem "Schrank" mitgegeben), das solle ich aber nicht regelmäßig nehmen :? Das habe ich bisher nicht wirklich in Betracht gezogen, denn mir erschließt sich kein Sinn darin. Dann baue ich mir doch ruckzuck eine Abhängigkeit des anderen Benzos auf :o

Insgesamt bin ich eigentlich sehr positiv gestimmt, ich bin unendlich froh, dass diese schwere Depression, die sich durch das Clonazepam aufgebaut hat, verschwunden ist.
Aber die Ratlosigkeit, wie ich nun weiter vorgehen soll, belastet schon, und auch die Tatsache, dass mir jeder Arzt etwas anderes erzählt.

Liebe Grüße
Mimi
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ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
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Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Dienstag, 21.11.17, 9:59

Hallo Mimi, :)

also das finde ich jetzt schon etwas kritisch, dass die Entzugssymptome so zuschlagen.
Mich irritieren vor allem die - kann man das so nennen? - Halluzinationen, die du beim Augen zumachen hast :o .
Was heißt du warst letztes Jahr im Delirium? :o Wie kam das? Das klingt ja grauenhaft.

Es ist darüber nachzudenken, ob du nicht einen Tropfen oder einen halben Tropfen wieder eindosierst und guckst, ob es was abfangen kann, aber da würde ich gerne noch die Meinung der anderen hören.

In deinem Zustand würden dir vermutlich Bromazepam und Lorazepam sofort helfen und die Entzügigkeit abpuffern, aber ich kann nur warnen. Gerade das Lorazepam hat eine sehr kurze Halbwertszeit; sobald das abgebaut wäre, würde die Entzügigkeit doppelt so schlimm zuschlagen.
Und du wärst vermutlich schneller von einem weiteren Benzo abhängig, als du pieps sagen könntest. :?
Bromazepam hat ene kurze bis mittlere HWZ, das ginge eher, aber ich bin skeptisch.

Eigentlich (wenn das Wörtchen wenn nicht wär) ist Clonazepam gut geeignet zum Ausschleichen wegen der langen HWZ, da es ganz gut die Entzügigkeit abfängt, wenn du es denn vertragen würdest.

Grüße
Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Annanas » Dienstag, 21.11.17, 11:12

Hallo Mimi :) ,
Wie lange hast du das hochdosierte Prednisolon dieses Mal genommen??
Prednisolon ist ja synthetisches Kortison und auch nicht unproblematisch - dh, es könnte evtl auch sein,
daß dein Befinden ein Zusammenspiel von Absetzsymptomen des Benzos u. evtl NW/Absetzsymptomen (die gibt es bei Prednisolon auch -
deshalb sollte es bei längerer Einnahmezeit auch ausgeschlichen werden) darstellt.

Im Entzug von Psychopharmaka ist es auch äußerst ungünstig, eine Medikation mit synthetischem Cortison anzuwenden, da es die körpereigene
Cortisolproduktion unterdrückt, den gesamten Hormonkreislauf durcheinanderbringen kann u. als Nebenwirkung auch Stimmungsschwankungen, Ängste, Depressionen, bekannt sind!

Das ist dann eine zusätzliche Belastung für den Körper!
Außerdem kann Prednisolon selbst Pickel/Akne auslösen (Erfahrung meines Mannes).
Mimi79 hat geschrieben:Starke Knochenschmerzen, Angstgefühl, und ich sehe seltsame Dinge, wenn ich die Augen schließe. Es ist noch nicht so schlimm wie im November letzten Jahres, als ich so schnell auf Null bin (damals wurde mir ein beginnendes Delir diagnostiziert), eben sehr sehr unangenehm.
Da das doch ziemlich belastend/beängstigend ist, würde ich mit Jamie :) konform gehen, vllt doch einen halben Tropfen vom Clonazepam wieder einzudosieren, wenn das nicht reichen sollte, könnte man noch auf einen Tropfen erhöhen.
Es ist wirklich keine leichte Entscheidung, das weiß ich.

Wenn eine Stabilisierung eingetreten ist, dann kannst du wieder langsam abdosieren!

Wegen der Hautgeschichte könnte ich dir eine Salbe mit kolloidalem Silber empfehlen:
Creme mit kolloidalem Silber
Quelle: amazon

Mein Mann hat sich jahrelang mit Schuppenflechte herumgequält - es half nichts, nicht mal Kortison (das verschlimmerte das Ganze eher) -
durch dieses elende Jucken hat er sich die ganze Wade aufgekratzt, es war entzündet, quaddelte dadurch u. war knallrot - sah schrecklich aus!

Die o.g. Creme hat das komplett zum Verschwinden gebracht - unser Hausarzt konnte das gar nicht fassen!

Vllt wäre es einen Versuch wert u. wenn es entzugsbedingt ist, dann doch wenigstens Linderung bringt.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Dienstag, 21.11.17, 11:24

Hallo Jamie :)
Nun ja, richtige Halluzinationen sind es nicht - es sind Bilder vor meinem inneren Auge, hauptsächlich unangenehme. Das kommt auch nur manchmal, ich denke, es hängt auch mit der Erschöpfung zusammen. Ähnliches hatte ich schon als Kind, immer, wenn ich krank war (Grippe, Fieber,...)
Das Delir war am fünften Tag auf Null, als ich in die Notaufnahme ging. Ich habe kaum noch was um mich herum wahrgenommen, und fühlte mich wie in einem Horrorfilm gefangen. Das hat mich ziemlich traumatisiert, die Erinnerung daran steckt mir heute noch in den Knochen. Der Arzt dort war allerdings auch entsetzt, dass ich von Jul bis Ende Oktober von über 6 mg auf Null bin. Es war damals aber die Anweisung meines Neurologen, und ich wusste es nicht besser.
Vielleicht sind die insgesamt 16 Monate von Juli 2016 bis jetzt auch noch zu kurz.
Allerdings hab ich ja nach dem Delir nur 0,75 mg wieder eindosiert, und folglich nur 0,75 mg von Ende Oktober 16 bis heute abdosiert. Bis August war ich noch auf 0,375 mg, und ich denke, das ist dann nicht zu schnell, bis Mitte November auf Null ? Das wären ca. 0,1 mg pro Monat.

Ich denke auch, dass es vielleicht sinnvoll wäre, wieder 1 Tropfen einzudosieren, und den eine Zeitlang konstant zu nehmen, bis ich stabiler bin. Nur die Angst, dass es mit der Haut dann noch schlimmer wird....
An Lorazepam und Bromazepam traue ich mich nicht ran, ich habe auch nur jeweils zehn Tabletten bekommen. 10 x6 mg Bromazepam und 10 x 1 mg Tavor.
Diazepam hab ich mal vor vielen Jahren bekommen, vor einer kleinen OP, und damals überhaupt nicht vertragen, deshalb wollte ich das auch nicht mehr nehmen, aber fast überall steht ja, man kann ein Benzo nach so langer Einnahmezeit nur mit Diazepam abdosieren ?
Ich bezweifle aber auch, dass mir mein Arzt das verschreiben würde, da er Diazepam für "veraltet" hält, sagte er mal.
Ganz schön zum Verzweifeln :(
Migräne mit Aura und Panik
nach einem Reitunfall

aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
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Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Dienstag, 21.11.17, 11:35

Hallo Anna,
vielen lieben Dank für deine Antwort.
Das Prednisolon habe ich insgesamt über zwei Wochen genommen, erst 20 mg, dann zwei Tage 50 mg, einen Tag 37,5 mg, und nochmal 20 mg.
Ich hatte morgens immer geschwollene Augen davon und einmal auch eine Schwellung an der Lippe.

Die Salbe mit dem kolloidalen Silber werde ich mir gleich bestellen.
Das Jucken ist das Schlimmste, teilweise habe ich das Gefühl, ich löse durch die Kratzerei erst die Quaddeln aus. Also, zuerst Juckreiz, dann Kratzen, dann Quaddeln.

Vielleicht sollte ich tatsächlich wieder einen Tropfen eindosieren. Nach zehn Jahren Einnahme kommt es wohl auf ein paar Monate länger nicht an :/

Liebe Grüße
Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Annanas » Dienstag, 21.11.17, 12:33

Hallo Mimi :) ,
Mimi79 hat geschrieben:Das Prednisolon habe ich insgesamt über zwei Wochen genommen, erst 20 mg, dann zwei Tage 50 mg, einen Tag 37,5 mg, und nochmal 20 mg.
Ich hatte morgens immer geschwollene Augen davon und einmal auch eine Schwellung an der Lippe.
Das ist ja dann doch nicht sooo lange - also werden wahrscheinlich die Symptome eher dem Absetzen vom Clonazepam
zuzuordnen sein.

Allerdings scheint es dann auch so, daß du allergisch auf das Prednisolon reagiert hast.
Mimi79 hat geschrieben:Das Jucken ist das Schlimmste, teilweise habe ich das Gefühl, ich löse durch die Kratzerei erst die Quaddeln aus. Also, zuerst Juckreiz, dann Kratzen, dann Quaddeln.
So war es bei meinem Mann auch - teilweise war das schon blutig u. überhaupt keine Haut mehr drauf - sorry!
Ich hoffe von Herzen, daß dir die Salbe hilft.
Mittlerweile geht die in meinem Haushalt nicht mehr aus, egal ob Jemand eine Schürfwunde hat, sich geschnitten oder eben gekratzt hat oder ich irgendwo einen Riesenpickel :o habe, die kommt immer drauf - weil sie auch die Narbenbildung verhindert.

Ich drücke die Daumen, daß die Creme hilft!!!!
Mimi79 hat geschrieben:Vielleicht sollte ich tatsächlich wieder einen Tropfen eindosieren. Nach zehn Jahren Einnahme kommt es wohl auf ein paar Monate länger nicht an :/
Ich denke auch, daß das eine Option wäre!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Mittwoch, 22.11.17, 7:55

Nun habe ich es gestern getan ....
ich habe wieder einen Tropfen eindosiert.
Tatsächlich wurde der Gesamtzustand ziemlich schnell um einiges besser.
Abends ging das richtig schlimmes Gejucke los, es war kaum auszuhalten.
Kann es sein, dass man nach so langer Einnahmezeit erst noch solche Nebenwirkungen/ Unverträglichkeiten bekommt ?
Ich denke, ich werde nun doch nachher meinen Arzt um Diazepamtropfen bitten.
Stimmt die Umrechnung bei Dr. Ashton, dass 0,5 mg Clonazepam 10 mg Diazepam entsprechen bzw. wieviel soll ich wohl anfangs davon nehmen, wenn ich von 0,1 mg Clonazepam ausgehe ? Oder dosiert man doch höher ?

Liebe Grüße,
Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 22.11.17, 10:25

Hallo Mimi,

ich denke, dass das der Beweis sein dürfte, dass du das Clonazepam nicht verträgst.
Juckreiz ist auch wirklich übel, ich hoffe, du konntest heute Nacht trotzdem etwas Ruhe finden.
Es kann übrigen durchaus passieren, dass Nebenwirkungen oder, wie in deinem Fall, Unverträglichkeiten auch plötzlich neu auftreten.
Die Umrechnung nach Ashton stimmt so, wie du geschrieben hast.
Das Äquivalent zu deinen 0,1 mg Clonazepam wären dann 2 mg Dia.

LG Ute
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 22.11.17, 11:23

Hallo Mimi,

das mit dem Diazepam ist ein Strohhalm. Ich hoffe sehr, dass es dir helfen wird :group: .

Es wirkt ja normalerweise recht gut, aber leider ist es für viele, die mit Histamin ein Problem haben, oft völlig unverträglich.
Ich hoffe, dass du tatsächlich nur eine Unverträglichkeit gegenüber des Wirkstoffs Clonazepam hast und nicht gegenüber der histaminergen Wirkung dieser Benzos im Allgemeinen.
Sonst nämlich dürfte auch Diazepam zu schwerem Juckreiz bei dir führen :oops: (was ich nicht hoffe).

Ich drücke feste die Daumen. :fly:

Grüße
Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Mittwoch, 22.11.17, 14:51

Liebe Jamie,
danke, dass du mich darauf hingewiesen hast !
Damit fällt Diazepam dann weg :( Ich habe da zu sehr Angst vor einem allergischen Schock. Ich kann zB auch kein Naproxen und kein ACC nehmen, das alles steht neben Diazepam in einer Liste von HIT- unverträglichen Wirkstoffen.
Oh je :cry: dabei hab ich vorhin beim Arzt angerufen, und bekomme das Diazepam Rezept geschickt.

Ich habe schon Fenistiltropfen gegen den Juckreiz genommen und jetzt habe ich starken Schwindel und Herzrasen davon.
Jetzt bin ich wirklich verzweifelt, denn ohne Clonazepam geht es wohl noch nicht, und andererseits kann ich es ja auch nicht wirklich weiternehmen, bis es zum SuperGAU kommt und ich ersticke oder sonstwas.

Gibt es denn kein Benzo mit langer HWZ, das bei Histaminproblemen verträglich ist ?

Viele Grüße
Mimi, ziemlich verzweifelt
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 23.11.17, 9:16

Guten Morgen, ihr Lieben.
Gestern Abend hatte ich (ca acht Stunden nach der Einnahme von Clonazepam, sechs Stunden nach Duloxetin) heftigen Juckreiz, mit Quaddelbildung durch das Kratzen, am gesamten Körper. Ich hab heut viele blaue Flecken und alles ist wund.
Auch das Antihistaminikum (Loratadin) hat gestern überhaupt nicht geholfen, langsam frage ich mich, ob das alles psychisch ist.
In der Verzweiflung habe ich eine Halbe Tablette der Lorazepam genommen, die mir der Neurologe mitgegeben hat. Den Juckreiz hat es nicht beeinflusst, zumindest ist es nicht schlimmer geworden. Bis ich leicht beruhigende Wirkung hatte, sind fast zwei Stunden vergangen.
Ich weiß gerade überhaupt nicht mehr, wie weiter machen.
Nachher kommt mein Diazepam Rezept, aber da hab ich jetzt natürlich auch Bedenken wg Histamin.
Clonazepam möchte ich überhaupt nicht mehr anfassen nach dem gestrigen Tag.
Ich befürchte, nach der langen Zeit mit Clonazepam in nicht niedriger Dosis ist mein Körper und vor allem mein Gehirn nicht mehr wirklich zu retten.
Ich hab kaum noch Kraft zu kämpfen.
LG Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Eva » Donnerstag, 23.11.17, 10:40

Hallo Mimi,

das liest sich ja schlimm. Solch ein Jucken ist scheußlich, ich kenne es durch eigene, frühere allergische Reaktionen nur zu gut. Wenn nichts hilft, geben die Ärzte gern Kortison, aber das ist ja auch ein Hammer, den man nicht haben muss, vor allem nicht, wenn das Nervensystem ohnehin schon durcheinander und schwer gereizt ist.

Wie Du Dich nun verhalten sollst, da ist guter Rat teuer. Einfach weglassen - also kalt absetzen - zieht meist auch starke Beschwerden nach sich, und die halten in der Regel noch länger an als ein allergischer Schub, keine verlockende Alternative (es scheint sich um Nesselfieber zu handeln, und das kann tatsächlich auch psychische Gründe haben, aber seltener, eher deutet es auf eine inzwischen eingetretene Überempfindlichkeitsreaktion hin, aber das wurde hier ja schon besprochen). Wenn Du Fenistil als Antiallergikum nicht verträgst, wäre Cetirizin eventuell eine Alternative, das hat eine andere Wirkweise.

Legst Du noch eine Signatur an? Dann sieht man auf den ersten Blick Deine Medikamentengeschichte und muss nicht suchen.

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 23.11.17, 12:15

Liebe mimi :-)

:hug:

Wenn du es irgendwie schaffst, wäre super wenn du erstmal eine Signatur erstellst, wo du deinen Medikamentenverlauf stichpunktartig mit Datum auflistest.

Die meisten von uns sind auch im Entzug, und können ganz schwer lange Texte lesen und erfassen.

Für mich wäre es eine große Hilfe um dir Feedback geben zu können und ist auch Teil unserer Regeln.

Du findest die Einstellung unter: rechts oben auf deinen Nutzernamen klicken -> persönlicher Bereich -> Profil -> Signatur ändern

Danke Dir :hug:

Liebe grüße
Lina
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 23.11.17, 14:27

Vielen Dank für eure Nachrichten !
Ich habe mich nun an der Signatur versucht, ich befürchte jedoch, es ist etwas wirr geworden. Sobald ich etwas klarer denken kann, werde ich etwas Ordung in die Signatur hineinbringen.

Ich warte nun auf das Eintrudeln der Diazepam- Tropfen, weil ich momentan keinen Plan B habe. Einen Versuch ist es vielleicht wert.

Liebe Grüße,
Mimi
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2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

Mimi79
Beiträge: 25
Registriert: Sonntag, 19.11.17, 11:38

Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 23.11.17, 15:19

Nachtrag:
Im Beipackzettel des Duloxetin steht unter häufigen NW auch Hautausschlag, Juckreiz.
Der Arzt meinte, da der erste Ausschlag im Mai auch wieder abgeklungen ist, obwohl ich Duloxetin weiter genommen habe, und erst im Oktober wieder aufgetreten ist, käme das Duloxetin als Auslöser nicht in Frage.
Ich bin mir aber unsicher.
Gibt es denn eine Art Allergietest auf den Wirkstoff ? Oder kann man dies nicht testen, wenn es sich "nur" um eine Nebenwirkung und nicht um eine richtige Allergie handelt ?
Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen, bevor ich Clonazepam falsch verdächtige.

Entschuldigt das viele Schreiben hier.

LG
Mimi
Migräne mit Aura und Panik
nach einem Reitunfall

aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

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