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Mimi: Schwerer Benzoentzug

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Sunny30
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Sunny30 » Sonntag, 20.05.18, 14:22

Hallo Jamie,

wenn man auf Diazepam mit Unverträglichkeit reagiert,
wie ist es denn dann bei Chlorazepat?

Diazepam hemmt ja DAO ist das andere da genauso?
Lg

Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Sonntag, 20.05.18, 17:48

Hallo, :)

das kann ich leider nicht beantworten.
Die individuelle Verträglichkeit (und Wirksamkeit) ist bei Benzos so verschieden, dass Vorhersagen eigentlich nicht möglich sind.

Viele Grüße
Jamie
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Sunny30
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Sunny30 » Sonntag, 20.05.18, 18:10

Hallo Jamie,

ja das ist schon klar hätte ja sein können das es da Erfahrungen gibt.
Trotzdem danke Dir für die Mühe.

Lg Sunny

Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Montag, 21.05.18, 11:00

Liebe Jamie,

ja, ich bin tatsächlich froh, wieder schlafen zu können. Ich habe von 2016 bis vor kurzem wirklich nur bis zu zwei Stunden pro Nacht geschlafen und dachte immer, das kann man nicht überleben. Leider fühle ich mich tagsüber nicht ausgeruht, wohl auch durch die schlimmen Träume. Aber auch das kann ja nur besser werden...

Nun habe ich noch eine Frage, es klingt zwar dämlich, ich will aber auf Nummer sicher gehen:
Wenn ich einen Tropfen (entspricht 0,1 mg) in einer 0,5 l Flasche auflöse, und davon nur 0,25 ml trinke, habe ich nur noch 0,05 mg Wirkstoff zu mir genommen ? Bzw wie kann ich sicher sein, dass sich der Wirkstoff gleichmäßig in den 0,5 ml verteilt hat ? Das bringt mich etwas ins Grübeln.

Ich wünsche allen einen stressfreien und positiven Tag !

Mimi
Migräne mit Aura und Panik
nach einem Reitunfall

aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

Sunny30
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Sunny30 » Montag, 21.05.18, 11:21

Hi Mimi,

am besten nimmst du eine 10 ml Spritze.
Im 10 ml Wasser 1 Tropfen und vermischen.
Lg Sunny

Dara77
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Dara77 » Dienstag, 22.05.18, 8:21

Mimi79 hat geschrieben:
Sonntag, 19.11.17, 12:04
im April diesen Jahres hatte ich bereits schon Hautausschlag im Dekolletébereich. Hautarzt hat damals Urtikaria in Zusammenhang mit Pollen diagnostiziert.
Ich nehme seit Januar 2017 noch Duloxetin (Cymbalta), das hat mir etwas Linderung der Kopfschmerzen gebracht und die Angst leicht eingedämmt.
Dieses möchte ich aber auch absetzen, nachdem ich nun weiß, dass auch das Probleme und Entzugssymptome bereiten kann. Aber erst muss ich wohl stabiler sein.
Im Beipackzettel des Duloxetin steht unter möglichen Nebenwirkungen auch Hautausschlag, aber der Hautarzt meinte, das sei nicht der Auslöser, da sonst die erste Ausschlagsserie im April nicht weggegangen wäre, unter der weiteren Einnahme von Duloxetin.
Hallo,
ich habe ebenfalls Urtikaria die in erster Linie Auftritt wenn mein Körper Stress hat, auch wenn ich das nicht als Stress wahrnehme. Und ja, Benzo Entzug aktuell löst es verstärkt aus!!

Und Cymbalta: Ich bekomme sofort Nesselsucht schon bei leichtester Erwärmung des Körpers oder Schweißbildung wenn ich Cymbalta nehme! Es triggert Urtikaria also anscheinend massiv, habe ich auch in Urtikaria Foren schon gelesen.

Mir hilft Fexofenadine 180 mg halbwegs, gibt es auf Rezept und macht nicht müde.
Vielleicht hilft es dir.

LG Dara
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Jamie
Antidepressive Historie
Fluoxetin: ca. 2003 immer wieder über Jahre mit kurzen Pausen
Diverse SSRI von 2008 bis Juni 2016:
Fluoxetin, Cipralex, Paroxetin, Sertralin, usw.
Zuletzt Venlafaxin 150 mg: April 2015 bis Juni 2016
Tianeptin 12,5 mg von Juli 2017 bis März 2018
Wegen schwerer Depression mit Suizidgedanken und absoluter Erschöpfung wurde aktuell erneut Venlafaxin angesetzt ab 01.05.2018:
erst 37,5 mg
ab 11.05. jetzt 75 mg
Ziel: Absetzen nach Benzoentzug nach Stabilisierung


Benzodiazepine:
Gelegentliche Einnahme seit 2009 da sehr viel Angst vor Sucht
2015 dann wg Scheidung, Umzug und starker psychischer Krise Dauereinnahme von Tavor 1,0-2,0 mg täglich für über 8 Monate, Entzug nach Ashton mit Umstellung auf Diazepam Tropfen mit Arzt
Seitdem immer wieder Einahme bei Notfall zbw zu starker Anspannung
Sucht-Rückfall auf Lorazepam April 2017 bis August 2017 - erneut Absetzen mit Diazepam
Rückfall auf Diazepam täglich Nov 2017 - Dezember 2017,
kurze Zeit 3 Wochen ohne Diazepam,
wieder regelmäßige Einnahme täglich 2,5 - 12 mg seit 01.02.2018

Absetztversuch gescheitert totaler Zusammenbruch schwere Depression, Erschöpfung mit Angstzuständen Ende April 2018 - aktuell auf anraten hier jetzt stabile Dosis Diazepam etabliert seit 30.04.18
Morgens: 7 Tropfen = 3,5 mg Dia / Abends: 5 Tropfen = 2,5 mg Dia = 12 Tropfen / 6 mg
37,5 mg Venlafaxin
seit 14.05.18:
M: 3 mg / A: 2 mg Diapzepam = 10 Tropfen / 5 mg
75 mg Venlafaxin
seit 25.05.18:
M: 3 mg / A: 1,5 Diazepam = 9 Tropfen / 4,5 mg
112,5 mg Venalfaxin
Morgens noch sehr wackelig, Kreislaufprobleme und schnell Gefühl Überforderung. Aber deutliche Besserung im Vergleich zu Ende April!!!

Ziel: Schrittweise Reduzierung Diazepam Tropfen für Tropfen, Absetzen Venlafaxin wenn möglich Angstfrei einzukaufen, Sport, Spazieren etc. und körperlichen Symptome nicht ständig da sind.

Diagnose:
Agoraphobie mit Panikstörung
mittelschwere bis schwere, wiederkehrende depressive Episode [Trauma] - stark somatisierte Depression mit zahlreichen körperlichen Symptomen
Erschöpfungsdepression
Herzneurose, Somatisierungsstörung

Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Mittwoch, 30.05.18, 13:12

Hallo, ihr Lieben,

mittlerweile bin ich bei 0,05 mg angekommen.
Insgesamt geht es mir psychisch immer besser, aber ich habe den Eindruck, die körperlichen Beschwerden werden immer heftiger. Ständig neue abwechselnde Probleme. Die letzten zwei Tage habe ich mich richtig krank gefühlt, Gliederschmerzen und anfallsweise starke Übelkeit.
Die Übelkeit habe ich immer noch, aber meist nur kurz für wenige Minuten.

Ich bin relativ gelassen (geworden), und schiebe keine Panik mehr, wenn ich mich so schlecht fühle. Aber manchmal kommen diese Gedanken "Was, wenn es doch kein Entzug ist, und zusätzlich doch etwas Lebensbedrohliches ist !?? .... ?
Ich habe irgendwie Angst, mal nicht zu merken, wenn ich einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Hirnblutung, etc pp habe, weil ich mir ja nun immer sage, dass es "nur" der Entzug ist...
Kennt das noch jemand, diese Gedanken ?

GLG Mimi
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2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
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Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Sunny30 » Mittwoch, 30.05.18, 13:29

.

Jamie
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 30.05.18, 15:54

Hi Mimi, :)

also ich sage dir eins: Was wirklich Lebensbedrohliches, das merkst du in der Regel!
Das ist etwas völlig anderes als die "Dauerbeschallung" deines Körpers mit unangenehmen Symptomen und Beschwerden durch den langen Entzug.

Ich sage mir das auch immer - aber ich habe auch Vertrauen, dass ich spüren werde, wenn etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.

Weißt du, ich habe jede Menge Symptome, die mich immer wieder belasten - dafür entwickelt man ja irgendwann ein Sensorium und ein Gefühl; und wenn was wirklich Neues dazu kommt, dann beobachte ich es. Und wenn es sich dann auch komisch anfühlt und mir mulmig wird, dann gehe ich auch zum Arzt. Aber den ganzen Rest - den lasse ich kommen und gehen.

Schwerere Dinge wie bei mir an Weihnachten eine Infektion, die mich ins Krankenhaus brachte, sind untrüglich und anders und da war ich sofort in Alarmstimmung, weil ich eben gemerkt habe, dass da was außer Kontrolle gerät. Sowas übersieht man dann auch nicht.

Das wirklich Einzige, wo ich denke, dass man es vielleicht missinterpretieren kann, sind leichte Schlaganfälle und stille Herzinfarkte, die besonders Frauen betreffen.
Bei ersterem denke ich mir, wenn ich Ausfallerscheinungen haben sollte, die absolut aus dem Nichts kommen und sich auch nicht so anfühlen, als ob sie mit meiner Wirbelsäule zu tun haben, dass ich dann lieber zum Arzt gehe und bei zweiterem hoffe ich einfach, dass ich es dann doch irgendwie mitkriege.
Und der Rest ist Lebensrisiko.
Es sollen auch schon Topgesunde, im Gegensatz zu uns, von einem Herzinfarkt überrascht worden sein; dagegen kann man sich nicht wappnen, nur nach Möglichkeit bereits präventiv vorgehen.

Alles Gute
Jamie
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Montag, 04.06.18, 10:28

Hallo,

ich habe am Samstag früh die letzte Dosis Clonazepam genommen (0,05 mg), heute der zweite Tag auf Null.
Die Hitze stresst mich ganz extrem, ich war schon immer kein "Sommertyp" und hatte meine erste Panikattacke auch mal im Hochsommer.

Mein Hauptproblem momentan ist aber dieser höllische Druck im Gesicht, es fühlt sich an wie eine extreme Muskelverspannung. Das lässt mich beinahe die Wände hochgehen. Dazu eine so starke Nackenverspannung linksseitig, die sogar für Taubheitsgefühle in der Hand führt.

Bleibt mir da nur auszuhalten, oder kann ich mir wohl mit Ibuprofen Linderung verschaffen ? Würde das mein Nervensystem weiter irritieren ?

Der ganze Entzug hat sich bei mir innerhalb der zwei Jahre verändert: während ich anfangs mit extremen psychischen Symptomen wie Todesangst, Halluzinationen etc. zu kämpfen hatte, spielt es sich nun mehr auf körperlicher Ebene ab ... irgendwie seltsam.

GLG Mimi
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Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

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Clarissa
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Clarissa » Montag, 04.06.18, 13:44

Hallo Mimi.

Der Symptomwechsel ist typisch für den Benzoentzug. Auch, daß alles mögliche, u.a. Hitze, so sehr stresst.

Missempfindungen und Muskelverspannungen kenne ich nur zu gut. Dazu komische, nie gekannte Körpergefühle.

Aus eigener Erfahrung kann ich zum Ibuprofen sagen, daß es mich nicht getriggert, allerdings auch überhaupt nicht geholfen hat. Ich habe mich auf moderate Dosen beschränkt, zumal ich sofort, auch früher schon, vom Ibuprofen "Magen-Darm" bekomme.

Ich denke, Du kannst den Versuch starten, Dir mit Ibu etwas Linderung zu verschaffen. Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre wohl: hilft nicht..

Viel Erfolg und VG von Clarissa.
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Mimi79
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Mittwoch, 13.06.18, 14:25

Ich benötige rat, ich weiß mir nicht mehr zu helfen...

Nachdem es eigentlich alles einigermaßen ok war, hatte ich ein schlimmes Erlebnis, eine Panikattacke mit dem Gefühl, aus dem Körper herausgetreten zu sein. Mein Freund hat den Notarzt verständigt :-/ , der wollte mir Tavor geben. Bis dahin war ich aber wieder soweit klar und habe das vehement verweigert. Ich sollte stattdessen dann Clonazepamtropfen nehmen (mein Freund hatte dem Arzt von dem Clonazepamentzug berichtet), laut Arzt mindestens 1,0 mg. Mein Gedanke war nur, dass mich das wieder komplett zurückwirft, und so habe ich nur 0,1 mg genommen.
Nun ja... Die 0,1 mg haben absolut nicht gewirkt, das Ganze hat sich gestern abgespielt.

Laut dem Arzt wäre es unmöglich, nach der langen Zeit der Einnahme (8-10 Jahre) jemals ohne Clonazepam zurechtzukommen, er hat auch betont, dass Clonazepam im Gegensatz zu anderen Benzos durchaus zur Langzeiteinnahme geeignet wäre - ha ha - ich habe eine Toleranz entwickelt und bin absolut nicht mehr klargekommen, aber jede Diskussion mit dem Arzt war überflüssig.

Jedenfalls weiß ich jetzt nicht, wie weitermachen. Nach den 0,1 mg direkt wieder auf Null ? Erhöhen ? Mein Neurologe meinte, mindestens wieder soviel eindosieren, bis es mir besser geht - ich befürchte aber, da müsste ich sehr hoch gehen, und das will ich auf keinen Fall.

Hat jemand nach Null wieder eindosiert ? Einmalig oder länger ? Was macht Sinn ? Wirklich wieder höher zu gehen ? Ich bin komplett überfragt und verzweifelt und mein Neurologe ist mir nicht wirklich Hilfe.

Liebe Grüße,
Mimi
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Re: Schwerer Benzoentzug, Haut/Allergie

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 14.06.18, 8:52

Guten Morgen !

Letzte Nacht war erneut einfach furchtbar, dieses Mal zusätzlich zur Angst noch Schwitzen und Frieren, allerdings nur linksseitig, ganz ganz seltsam. Ich habe dann 0,2 mg eingenommen, was nicht wirklich geholfen hat. Allerdings habe ich jetzt starke Benommenheit zusätzlich zu der Angst und Übelkeit.
Ich weiß einfach nicht mehr, wie weitermachen :-(

OT: Kann man den Thread ändern, bzw in der Überschrift "Haut/Allergie" löschen ? Das war wohl nur ein temporäres Problem.

Viele Grüße
Mimi
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Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

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ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
viel zu schnell, das erste Mal 0 mg im Oktober 2017.
Notaufnahme, wieder 0,75 mg eindosiert.
November 2017: 0,5 mg
bis August 2017: herunterdosiert bis 0,375 mg
ab September 2017: Umstieg von Tabletten auf Tropfen
Oktober: 0,2 mg
18. - 20.11. 0 mg
21.11. 0,1 mg wieder eindosiert
seit 23.11.2017 0 mg

Während des Abdosierens: schnelle Verbesserung der Stimmung, weniger DR und DP.
Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

November 2017:
L- Thyroxin 100 mcg
Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

Aktuell (Juni 2018):
L- Thyroxin 88 mcg
Venlafaxin 150 mg
Conazepam auf Null seit 03.06.2018

12.06. wieder 0,1 mg eindosiert

Symptome: ängstlich, Agoraphobie, Erschöpfung und Müdigkeit, Schweregefühl, Taubheitsgefühle, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

Murmeline
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 14.06.18, 9:39

Überschrift geändert ✅
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Mimi79
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 14.06.18, 10:12

Lieben Dank, Murmeline :)
Migräne mit Aura und Panik
nach einem Reitunfall

aufgrund von Absencen, die mit Panik und DR einhergingen:
2004-2005 Escitalopram, problemlos abgesetzt

ab 2006 Clonazepam i.v. bekommen, Anschlussbehandlung mit Clonazepamtabletten 2 mg (im Laufe der Jahre bis zu 3 x 3 mg/d , überwiegend und zuletzt 2 x 3 mg)

2007 Topiramat (bis 09/17)

2014 Diagnose schwere Depression bekommen, diese war durch Clonazepam ausgelöst
zwei Klinikaufenthalte.
Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

2015 zuerst erneut Escitalopram (wirkungslos), dann Sertralin, Citalopram 30 mg
Citalopram wirkte einigermaßen, ich war jedoch dauermüde und kraftlos.

Januar 2017 bis heute: Duloxetin 60 mg

September 2017: Topiramat erfolgreich abgesetzt

ab Juli 2016 Clonazepam abdosiert.
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Oktober: 0,2 mg
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Entzugssymptome: zuerst Haarausfall (evtl auch vom Topiramat), Panikattacken, Knochenschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, Durchfall, Gewichtsabnahme bis ins Untergewicht, Sehstörungen (von - 2,5 Dioptrien auf nun - 4,75), Taube Gliedmaßen, Unwirklichkeitsgefühle, Zwangsgedanken (mir oder anderen etwas anzutun).
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Im Mai 2017 das erste Mal Hautausschlag. Laut Hautarzt Urtikaria durch Pollen, mit Rupatidin und Prednisolon behandelt

Oktober 2017 erneut Hautausschlag, dieses Mal mit schwerem Juckreiz. Prednisolon bis 50 mg, immer wieder abgebrochen, weil heftige Angst und Reizbarkeit als NW.
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Duloxetin 30 mg
Clonazepam 0,2 mg

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Mimi79
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Mimi79 » Freitag, 15.06.18, 17:06

Hallo,

ich habe mich auf 0,1 mg wieder etwas stabilisiert, zumindest hänge ich nicht mehr in diesem Daueralbtraum mit Todesangst.
Mein Arzt hat mir nun Clobazam empfohlen. Laut meiner Recherche hat das aber eine kürzere Halbwertszeit als Clonazepam ...
Gibt es hier jemanden mit Erfahrung damit ?

Ich wünsche allen ein positives Wochenende,

LG Mimi
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Murmeline » Freitag, 15.06.18, 17:24

Hallo Mimi,

hat er dir das empfohlen um damit auszuschleichen?
Die Suchfunktion hat ein paar Treffer, stöbere doch mal durch: search.php?keywords=Clobazam&terms=all& ... bmit=Suche

Grüße, Murmeline
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Mimi79 » Donnerstag, 21.06.18, 11:54

Hallo !

Ich habe nun Clobazam (Frisium) bekommen, eine 50er Packung mit 20 mg Tabletten.
Stur nach der Äquivalenztabelle würde meinen 0,1 mg Clonazepam ja ungefähr 4 mg Clobazam entsprechen.
Die Tabletten lassen sich vierteln (Bruchrille), also in 5mg Teile.
Ich denke, ich werde zunächst eine Achtel Tablette versuchen (0,25 mg Clobazam), wenn das nicht reicht, 5 mg.
Ich möchte das Ganze nicht unnötig hochschrauben, nachdem ich nun so lange gekämpft habe, um auf 0,1 mg Clonazepam zu kommen.

Ich habe mich auf diesen 0,1 mg Clonazepam einigermaßen stabilisiert, jetzt sind es zwei jahre nach Entzugsbeginn.
Geholfen hat beim Entzug NICHTS (im Sinne von anderen Medikamenten) und je mehr ich gesucht habe nach Hilfe und Lösungen, um so schlimmer wurde es.
Im Nachhinein war es FÜR MICH PERSÖNLICH am besten, die Situation anzunehmen und auszuhalten.
Ich weiß nicht, ob ich es nochmal schaffen würde, alles mitzumachen. Ich hatte alles mögliche, was man an körperlichen Symptomen bekommen kann, Herzprobleme, Ausschlag am ganzen Körper, Haarausfall, übelste Schmerzen und Krämpfe, Durchfall, Erbrechen, etc pp
Leider sind die Kopfschmerzen immer noch stark vorhanden, und die Übelkeit kommt schubweise.
Am schlimmsten waren die psychischen Dinge wie visuelle und akkustische Halluzinationen, Depersonalisation und die Todesangst in Form von Panikattacken sowie Suizidale Zwangsgedanken. Ich bin tagelang nur noch am Boden gelegen, weil ich mich vor Angst nicht mehr hinsetzen oder gar stehen konnte. Eine Phase weiter haben mich so schlimme aggressive Zwangsgedanken geschüttelt, dass ich mich im Schrank eingeschlossen habe, um mich und andere vor mir zu schützen. Im Nachhinein ein unglaublich schlimmer Albtraum.
Die letzten zwei Jahre haben wirklich massiv an meiner Substanz gezehrt und ich werde noch lange nicht wieder arbeiten gehen oder ein "normales" Leben führen.
Dennoch geht es mir - schwer zu beschreiben - trotz all des Leids besser als zu Clonazepamzeiten. Im Nachhinein erkenne ich, dass das nicht mehr wirklich ich selbst war. Zehn Jahre nicht ich selbst....

Aber ich habe das Gefühl, dieser Entzug hat mich irgendwie traumatisiert, all das Erlebte in dieser Zeit.

LG Mimi
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Ich sollte Topiramat erhöhen, was eine Verschlimmerung der Depression bewirkte.

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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von reddie » Donnerstag, 21.06.18, 12:09

Du hast meinen vollsten Respekt, Mimi!
Ich glaube, das Schlimmste ist, dass es keine Hilfe gibt und dass einen keiner verstehen kann, der das nicht selbst erlebt hat.

Viele Lichtblicke wünscht Dir
reddie
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Sunny30
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Re: Mimi: Schwerer Benzoentzug

Beitrag von Sunny30 » Donnerstag, 21.06.18, 17:07

Hi Mimi,

Nur wie konntest du das alles aushalten?
War denn jemand bei Dir?
Wenn man sich noch um ein Kind kümmern muss und alleine ist ist das nicht so einfach.

Vielleicht hilft dir das Clobazam....bei mir hat es leider nicht funktioniert. Aber wahrscheinlich weil ich noch zu hoch bin mit dem Clonazepam....ich wäre diese Tropfen auch sooo gerne los. Ich glaub kein anderes Benzo ist so schlimm wie Rivoril.
Vielleicht war ich auch zu ungeduldig mit dem Clobazam.
Keine Ahnung.

Ich weiß bloß nicht wie und womit ich es ersetzen könnte...

Alle sagen Klinik :o :cry: und da hab ich noch viel mehr Angst vor.

Ich hab das Gefühl mein Leben ist durch die Tropfen ruiniert.

Laut Ärzten hilft ja ein anderes Medikament zum unterstützen....ich frag mich bloß was!!!
Ich bin einfach nur noch ratlos.

LG Sunny

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