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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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hanspeter
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hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von hanspeter » Freitag, 22.12.17, 16:20

Rohypnol

 ! Nachricht von: Jamie
Hallo hanspeter, was möchtest du uns damit sagen? Können wir dir behilflich sein?
Ich veröffentliche jetzt deinen 1-Wort -Kommentar "Rohypnol", werde das aber ggf. später dann löschen.
Bitte eröffne doch einen eigenen Thread und stelle dich und dein Anliegen vor.
MfG Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am Freitag, 22.12.17, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ergänzt durch Kommentar von Jamie
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hanspeter
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Re: Benzos erfolgreich abgesetzt - Sammelthread

Beitrag von hanspeter » Samstag, 23.12.17, 14:29

Vielen Dank für die Rückmeldung. Seit 20 Jahren nehme ich Rohypnol und bin nicht mehr bereit bei einem Krankenhausaufenthalt darauf HINZUWEISEN Ich bekomme sie doch nicht. Mein tgl. Konsum beträgt zZt. 4 Milligramm. Gestern bin ich auf 3,5 umgestiegen und habe gut geschlafen. Durch Zufall bin ich auf das Schreiben der Frau Asthon gestossen und dies ist nun meine Bettlektüre. Hast Du einen Vorschlag ? viele grüsse hanspeter

lunetta
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von lunetta » Samstag, 23.12.17, 17:31

Hallo und willkommen bei uns!

Schön dass du zu uns gefunden hast:)

Bitte hilf uns ein wenig weiter, Rohypnol ist nicht so oft gebräuchlich....

4mg heißt 4 Tabletten, richtig? Hast du in den ganzen 20 Jahren dieselbe Menge eingenommen? Bist du öfter im KH, da du erähnst dass du dabei deine Ration nicht bekommst?
Bekommst du von deinem Hausarzt die Rezepte für diese hohe Menge?

Ich frage dich das alles nicht aus Neugier, sondern es hilft uns, dir zu helfen und zu raten!

Und nimmst du sonst noch andere Medikamente? Und wie alt bist du? Was war der Grund, dass du sie einnimmst? Schlafstörungen?

Ich finde es toll dass du absetzen möchtest, aber noch so vielen Jahren und einer recht hohen Dosis, solltest du es langsam und vernünftig angehen, es kommt nun nicht mehr drauf an wie lange es dauert;)

Wir hier setzen 10% der letzten Dosis alle 4 Wochen ab - da ist aber nur ein Anhaltspunkt, manche machen nur 2 oder 5% und lassen dazwischen auch länger Pausen.
Zu schnelles Absetzen führt meist zu heftigen Absetzsymptomen und man muß dann erst wieder hochdosieren, und hat somit nichts gewonnen.

Psychopharmaka helfen nicht, sondern deckeln nur Symptome, und Schlafstörungen werden dadurch auch nicht behoben - man gerät schnell in die Toleranz und muß die Dosis immer mehr steigern um noch eine Wirkung zu erreichen.

Fühl dich wohl hier bei uns!

LG
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hanspeter
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von hanspeter » Samstag, 23.12.17, 20:01

Hallo und vielen Dank. Ich bin nun 75 Jahre und habe verschiedene Ärzte die mir das Medikament verschreiben. (Schlaflosigkeit) Wie erwähndt habe ich letzte Nacht eine Tablette weniger eingenommen. 1mg Also bin ich jetzt auf 3mg. Wie lange kann ich das machen, oder sollte ich mehr absetzen. Ich leide an schwerer COPD. Oder sollte ich es nach etwa 4 Wochen nochmals reduzieren? Im Internet gibt es verschiedene Angaben. Gruss hanspeter
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 23.12.17, 21:20

Hallo Hans-Peter, willkommen im Forum. Du bist 75 Jahre jung und leidest unter schwerer COPD. Also ob das eine gute Idee unter diesen Umständen abzusetzen. Ich meine, was sind denn deine Beweggründe, weil irgendwas zum Schlafen wirst du ja brauchen bei schwerer COPD? Ich will es dir nicht ausreden um Gottes Willen, aber wenn das so ist wie du schreibst, müsstest du doch die Medikamente bekommen oder? Rohypnol ist sehr potent natürlich, ich bin mir nicht sicher, ob dir ein anderes Benzodiazepin helfen würde.

Heißt Umstieg auf Diazepam und langsam absetzen? Wie gesagt, da habe ich leider auch keine Erfahrung, was ist dein Ziel? Bzw. willst du es oder musst du es? Ich will auch nicht sagen, dass man mit 75 Jahren so alt ist, aber deine Begleiterkrankung ist ja auch sehr erschwerend für ein Absetzen, wobei wenn du runter willst bzw. umsteigen auf ein anderes geht es sicher nur ganz langsam, alles andere wäre fahrlässig dir zu schreiben, alles Gute, Kevin
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von lunetta » Samstag, 23.12.17, 23:35

Hallo!

Absetzen eine Psychopharmakums ist immer sinnvoll - wenn man es langsam und bedächtig macht.

Ich halte 1 ganzen mg für zuviel als 1. Schritt. 10% wären nur 0,4 mg gewesen. Wenn du so wie bei deinen ersten Beiträgen erwähnt 0,5 mg als 1 Schritt wählst, dann ist das auch ok, mehr würde ich nicht machen.
Diese Dosis dann 4 Wochen halten, Danach wieder 10% weniger, usw.

GLG
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.12.17, 9:44

Hallo hanspeter, :)

Rohypnol gibt es seit einigen Jahren in Deutschland ja nur noch auf Betäubungsmittel-Rezept.
Wer hat dir diese hohen Dosen so klaglos ausgestellt? Normalerweise rebellieren da alle Ärzte.
Ich frage aus Neugier, wie das geregelt wurde.
Oder sind das Privatrezepte?

Du wirst sicher wissen, dass Flunitrazepam zu den allerstärksten verfügbaren Hypnotika gehört und sehr potent sind, aber wenn du es schon 20 Jahre nimmst, ist dein Körper daran gewöhnt und du bist in der Toleranz.

Bei einer schweren COPD wäre es wirklich gut weniger zu nehmen. Das Ziel muss, auch angesichts deines fortgeschrittenen Alters, nicht sofort die völlige Benzofreiheit sein, sondern etwas weniger an Dosis ist auch ein Fortschritt und wird sich medizin. für dich auszahlen.
Benzos wie Flunitrazepam wirken atemdepressiv, das ist für Menschen für COPD ein weiteres Risiko, wobei wie gesagt bei 20 jahren Einnahme eine Gewöhnung da ist und du die atemdepressive Wirkung vermutlich nicht ganz so spürst wie andere.

Ich denke es war ziemlich ambitioniert (um nicht zu sagen riskant) gleich 1mg wegzulassen. Dein Körper könnte in den nächsten Tagen mit Entzugssymptomen reagieren. Ich würde jetzt für die nächsten 10-14 Tage absolut nichts ändern und stattdessen beobachten, ob sich Symptome einstellen.

Für die Zukunft solltest du dann 10% weniger nehmen alle 2-4 Wochen und langsam, bedächtig und schonend ausschleichen; das bekommt man mit der Wasserlösemethode ganz gut hin.

Hast du noch weitere Fragen? Kannst du bitte alle Medikamente aufzählen, die du noch zusätlich nimmst? Bei COPD dürfte das Einiges sein. Rauchst du (noch) oder kam die COPD ohne Raucherhistorie?

Viele Grüße

PS wir versuchen niemanden mit spez. Fragen zu vergessen, aber jetzt an Weihnachten kann es etwas länger mit Antworten dauern. Danke für dein Verständnis :)

Jamie
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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von hanspeter » Sonntag, 24.12.17, 19:24

Herzlichen Dank für die Rückmeldungen. Also ich bin mir nicht so recht sicher ob ich mich richtig verhalte. Jahrelang habe ich nur 2mg zur Nacht genommen. Da will ich wieder hin. Andere Tabletten nehme ich nicht. Für die COPD stehen Spreys zur Verfügung Auch habe ich ein Beatmungsgerät. Meine Angst ist wahrscheinlich die Angst vor der Angst. Wenn ich ins Krankenhaus komme, stehe ich allein dar. Wenn die Ärzte mir das Medikament verweigern wars das. Daher mein Wille im Voraus so wenig wie möglich zu nehmen. Es hat niemand geraten abzusetzen. Bei meinem nächste Arztbesuch werde ich das besprechen. Mit welchen Entzugssymptome habe ich eigentlich zu rechnen? Ich bin privartversichert und komme so an die Medikamente. Seit 6 Jahren rauche ich nicht mehr. gruss hanspeter

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Re: hanspeter: Flunitrazepam (Rohypnol) absetzen

Beitrag von lunetta » Sonntag, 24.12.17, 19:40

Hallo!

Es ist super dass du wieder an die 2 mg ran willst, vielleicht sogar noch weniger, allein das wäre schon ein toller Erfolg;)

Aber bitte mach das wirklich so langsam wie wir das empfehlen!

Wenn du das mit deinem Arzt besprechen willst, wirst du merken, dass sich die meisten Ärzte nicht mit dem Absetzen der PP auskennen, leider. Und sie empfehlen meist ein viel zu schnelles Reduzieren, meistens empfehlen sie die Dosis immer zu halbieren, was ein Wahnsinn wäre.

Absetzsymptome sind so vielseitig, dass wir dafür eine Liste der möglichen Symptome erstellt haben: viewtopic.php?f=18&t=12534&p=185092&hil ... te#p168310, da kannst du dich einlesen.
Es muß ja nicht alles an Symptomen eintreffen, aber die meisten von uns leiden doch an einigen Symptomen seit dem Absetzen. Um es erträglich zu halten empfehlen wir das langsame Absetzen.

GLG
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