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Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Pimp3000
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Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Pimp3000 » Mittwoch, 18.04.18, 20:18

Hallo, bin neu hier. Habe mich angemeldet, weil ich im Moment Hilfe brauche.

Vor ca. anderthalb Jahren bin ich das erste mal in den Genuss von Lorazepam gekommen. Damals hat mir das ein Psychiater verschrieben, um meine innere Unruhe zu bekämpfen. Ich habe es nur drei Tage lang genommen und mir ging es sofort wieder besser und ich habe aufgehört sie zu nehmen. Seitdem war ich begeistert von diesem Medikament und habe sie in Notfällen immer wieder eingenommen. Aber immer nur für ein paar Tage und dann habe ich aufgehört, weil ich wusste, dass man von denen schnell abhängig werden kann. Im Sommer bin ich dann für sieben Monate durch Südostasien gereist und habe dann mitbekommen, dass man Benzos dort in jeder Apotheke ohne Probleme kaufen kann. Habe ich dann auch gemacht und sie dann zwischendurch immer wieder eingenommen. Kam im Februar mit einigen Packungen Lorazepam wieder zurück. Durch beruflichen und privaten Stress habe ich angefangen sie regelmäßig zu nehmen und das Problem ist jetzt, dass ich zwei Wochen lang täglich 1mg Lora eingenommen habe um mich wohl zu fühlen. Vor zwei Tagen habe ich aufgehört und mir geht es total schlecht. Habe innere Unruhe, kann mich auf der Arbeit kaum konzentrieren, bin nervös und habe andauernd einen trockenen Mund, egal wie viel ich trinke. Jetzt frage ich mich, ob es eine gute Idee war, mit dem Lora abrupt aufzuhören oder sollte ich doch lieber langsam ausschleichen.
Täglich 1mg Lorazepam seit zwei Wochen.

Katharina
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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 18.04.18, 20:35

Hallo, guten Abend, Pimp!

Langsam stetig Ausschleichen,

Ich bin nicht gut versiert im angeben wie du das am besten machen könntest.
Andere werden sich dazu äußern.

Wenn irgend möglich, schau ob Du alternative Bewältigungsstrategien finden kannst.

Es ist ein zu schwieriges Medikament, um es dezent zu sagen.

Alles Gute beim Querlesen,

Gruss,
Katharina
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Gwen
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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 18.04.18, 20:47

Hallo Pimp3000,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Bitte lies Dich als erstes in die Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein viewtopic.php?f=16&t=12883 und erstelle eine Signatur. Geh dazu auf Deinen Namen oben rechts, dann auf persönlicher Bereich, dort auf Profil und Signatur ändern. Schreib dort Deine Diagnose und den Verlauf der Lorazepam Einnahmen mit Datum und Milligramm Angaben auf, damit man einen genaueren Überblick über die Einnahmen hat.
Pimp3000 hat geschrieben:
Mittwoch, 18.04.18, 20:18
Vor zwei Tagen habe ich aufgehört und mir geht es total schlecht. Habe innere Unruhe, kann mich auf der Arbeit kaum konzentrieren, bin nervös und habe andauernd einen trockenen Mund, egal wie viel ich trinke.
Das hört sich so an, als ob es sich um Entzugssymptome handelt und Du jetzt in die Abhängigkeit gerutscht bist. Wieviel Lorazepam hast Du noch bzw hast Du einen Arzt, der es Dir verschreiben wird?

Viele Grüße Gwen
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Pimp3000 » Mittwoch, 18.04.18, 21:24

Gwen hat geschrieben:
Mittwoch, 18.04.18, 20:47
Hallo Pimp3000,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Bitte lies Dich als erstes in die Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein viewtopic.php?f=16&t=12883 und erstelle eine Signatur. Geh dazu auf Deinen Namen oben rechts, dann auf persönlicher Bereich, dort auf Profil und Signatur ändern. Schreib dort Deine Diagnose und den Verlauf der Lorazepam Einnahmen mit Datum und Milligramm Angaben auf, damit man einen genaueren Überblick über die Einnahmen hat.
Pimp3000 hat geschrieben:
Mittwoch, 18.04.18, 20:18
Vor zwei Tagen habe ich aufgehört und mir geht es total schlecht. Habe innere Unruhe, kann mich auf der Arbeit kaum konzentrieren, bin nervös und habe andauernd einen trockenen Mund, egal wie viel ich trinke.
Das hört sich so an, als ob es sich um Entzugssymptome handelt und Du jetzt in die Abhängigkeit gerutscht bist. Wieviel Lorazepam hast Du noch bzw hast Du einen Arzt, der es Dir verschreiben wird?

Viele Grüße Gwen
Ich habe noch ca. 30 x 2mg Tabletten.
Täglich 1mg Lorazepam seit zwei Wochen.

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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 19.04.18, 17:21

Hallo Pimp 3000,

wie oft hast du das Lorazepam vorher ungefähr genommen und wie hoch war deine jeweilige Dosis ?

Ich gehe auch davon aus, dass es sich bei deinen Beschwerden um Entzugserscheinungen handelt. Gerade Lorazepam macht, nicht zuletzt wegen seiner meist sehr guten Wirkung und Verträglichkeit, sehr schnell abhängig.

Ich würde an deiner Stelle 0,5 mg Lira wieder einnehmen und schauen, ob das hilft. Dann würde ich versuchen, eher zügig auszuschleichen, jeder Tag, den du das Benzo länger nimmst, verstärkt leider auch die Abhängigkeit.

LG Ute
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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Eva » Donnerstag, 19.04.18, 17:47

Hallo,

"Lora" ist eben auch nichts anderes als eine Droge, egal ob irgendwo freiverkäuflich oder nur mühsam auf Rezept erhältlich: Sind wir erst mal dort - in der Abhängigkeit - angekommen, macht es keinen großen Unterschied ... und so sind wir ziemlich verdutzt, wenn wir das bemerken müssen. Und dann gilt es, sich wieder freizustrampeln ...

Mistzeug.

Sorry, aber mir ist gerade so.

Gruß, Eva
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Zolpidem und Bromazepam aus dem Niedrigdosisbereich abgesetzt.
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Reiger
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Re: Seit zwei Wochen täglich Lorazepam

Beitrag von Reiger » Samstag, 21.04.18, 2:12

Hallo Pimp3000,
da kann ich Ululu nur Recht geben höchstens ein zwei Tage noch 0.5mg. Bei zwei Wochen kommst Du sicherlich noch mit einem blauen Auge davon. Bloss nicht anfangen mit auszuschleichen dafür ist Deine Einnahme Zeit noch im grünen Bereich fängst Du jetzt an mit einer Woche auszuschleichen hängst Du fetter drin wie jetzt mit kurzen Prozess zu machen.
Ab drei - vier Wochen kann es ganz schnell nach oben gehen. Nicht bei allen, aber viele sind dann schon in der Toleranz u legen drauf.
Jedenfalls fings bei mir so an habe 3 Wochen genommen u dann in der Klinik wegen anderer Sache wurde parallel 2 Wochen mit Diaz ausgeschlichen, was Blödsinn war danach Entzügig u schwups wieder rein in die Sucht.

Lass es schnell bleiben u beiss ein paar Wochen auf die Zähne u das Kapitel ist durch.

In Deinem Fall kannst dann auch bestimmt im Jahr immer mal wieder bei wichtigen Ereignissen 1 malig einnehmen.
Dafür sind die Dinger ja auch perfekt so konnte ich 20 Jahre gut mit Tavor durchs Leben gehen.
Dummerweise habe ich dann auch wöchentlich genommen obwohl nichtmal ein Grund bestand nur etwas Unruhe und dann gehts ganz schnell... schade
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ClarissaKatharinaUlulu 69Pimp3000
Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / Angsstörung

seit 1998 Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Dia entzogen wegen leichtem Delier

September 2017: Klinikaufenthalt kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.5mg Tav/ 4mg Diaz)

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