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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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truelife
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Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von truelife » Mittwoch, 16.03.11, 9:22

hallo liebe Gemeinde, :)

meine Geschichte beruht sich auf das Medikament Tavor, was mir mein Leben echt zu Hölle bereitet hat. Alles hat damals damit angefangen, durch ein Vorfall wo ich einen Schock erlitt, und ich von meiner Psychologin die in einer Psychiatrie arbeitet, gleichTavor verschrieben bekam. Dieses beruhigte auch im Anschluß, mich für eine Zeit lang, aber machte im nachhinein süchtig bis es so schlimm das ich es mir immer wieder heimlich von mehreren Ärzten, mindestens 50 Stück Tavor verschrieben lassen hab. Ich konnte mich nur mit diesem Tavor wohlfühlen, alles andere ging nicht, hab von mal zu mal. die Dosis immer wieder variabel selbst erhöht, je nach eigen Bedarf. Es folgten Monate, wo ich mir nicht im klaren war, was dies aussrichten würde, bis ich irgendwann zu einem suicid Versuch kam, der rechtzeitg erkannt wurde und dadurch ich heute noch am Leben bin. Ich hatte verschiedene Tabletten für Depressionen ausprobiert, man kann sich das so vorstellen dass ich 1 volle Tüte an Medikamenten tagtäglich mit mir führte,damit rumjongliert hatte was mir wohl helfen könnte. Nach einer Zeit, begab ich mich dann wieder in ätzliche Behandlung ich war bestimmt schon 3-4 mal in der stionär Behandlund und hatte längere Aufenthalte. Als ich Wahnvorstellung bekam, wurde diese mit Risperdal erfolgreich behandelt. Aber ich landete wieder dorthin zurück weil ich ohne Benzos nicht mehr konnte, und ich sie mir wieder reingezogen hab. Nach dem 4 Aufenthalt in der Psychiatrie kam dann ein eiskalter Entzug von den Benzodiazepinen, was alle, ich spreche von Psychologen Familie und Sohnemann, für empfohlen hielten, den ich dann auch gemacht habe. Seit Januar 2011 ging es dann los, es war das schlimmste was ich in meinem Leben je durch machen musste und ich wünsche es keinem Menschen auf dieser Erde. Ich wurde mit Oxazepam und ein paar Tage später, weil ich nicht mehr konnte, mit zusätzlich Rimergel behandelt, ganze 4 Wochen. Ich muss zu dem sagen ich hatte noch nie in meinem Leben eine Grunderkrankung gehabt wegen Depressionen oder sonstiges. Jetzt im März sind genau drei Monate ohne Tavor, mir wurden folgende Medikament verschrieben,

mirtazapin dura 45 mg -gegen die Benzosucht

risperdal 2mg -depression

dominal 40mg -für den schlaf

promethazin neuraxpharm 25mg(= akiniton) -gegen Schmerzen und Unruhe *hilft mir alles nicht*


hatte davor mindestens 10 Medikamente am Tage ausprobiert hatte, und hoffte das wenigstens eins mir hilft. und das ich jetzt im Moment auf 4 Medikamente runtergestuft worden bin ist schon ist schon ein bischen gut, zumal ich aber davon seelisch so wie körperlich *absolut nicht spüre* mit anderen worten die innerliche Unruhe trotz jetziger Einnahme von den Medikament ist *das schlimmste* und sie helfen mir NICHT #wirklich#

ich bitte euch mir Rat zu geben, mir einen Weg zu zeigen wie ich es schaffen kann, alle das Leid was ich jeden Tag durchmachen muss, in den Griff zu bekommen und ohne Schmerzen täglich aufzumachen, für jeden ratsamen Tipp, Therapie Massnahme, Ärtze Empfehlung wäre ich sehr *dankbar* Ps:bin durch sosjord auf diese Seite gekommen, benötige dringenst hilfe.

sosjord
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Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von sosjord » Mittwoch, 16.03.11, 9:44

hallo herzlich willkommen ,auf adfd !
ich bin der michi vom benzovideo :)
@ kleines rundes ... könntest du das thema ins benzoforum schieben bitte :)

@ all : truelife hatte mir ne email geschrieben , wie er vorzugehen habe , ichw ar jedoch besorgt weil so viele antipsychotika im spiel sind ad hoc etwas zu sagen .
daher hab ich ihm versprochen , das man hier gemeinsam an einer lösung arbeiten werde . man hat ja hier viele spezialisten auf dem gebiet der grundstörungen ....

also truelife ich hab noch immer ein paar fragen :
1. bei diesem "schock" kam es da zur ersten akuten psychose oder erst durch die einnahme der benzos ?
2. kam es trotz dieser heftigen dosis neurolepika zu weiteren bipolaren episoden ?

meine meinung : die frage ist eben ob nicht die benzos die ersten vorfälle erst ausgelöst haben ( siehe bekannte nebenwirkungen ) . des weiteren werden oft toleranzerscheinungen oder benzoentzug bzw.
unruhe durch ssri ( va. mirta wegen dualer wirkung ) als bipolare störung missinterpretiert . wenn dies so wäre würde ich erst die benzos schrittweise nach ashton (http://www.benzo.org.uk/german/bzsched.htm) entziehen und mit den NLs stabil auf dosis bleiben. dann 2 neuros ( va. muss meiner meinung nach das prome weg , weil die histamin H1-wechselwirkung mit mirtazapin ja höllisch sein muss ) ... was sagt ihr dazu ?

bitte beantworte noch die 2 fragen truelife .
aja : und sieh dich um im benzoforum unter "arztliste zum mittmachen" um , da sind denke ich einige sehr gute psychiater und neurologen dabei .

Wir werden da schon ne lösung finden :hug:
Liebste grüsse
und durchhalten !
michi :group:
BENZOENTZUG IST SCHAFFBAR !
nach 2 Jahren hölle wieder geheilt ..
ERFOLGSGESCHICHTE:
1.5 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6141
2.2 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6822

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 16.03.11, 10:06

Hallo Truelife :)

Herzlich Willkommen :) !

Du hast ja einiges durchgemacht...

Wieviel mg Tavor hast Du denn ungefähr am Tag eingenommen? Über welchen Zeitraum hast Du Tavor eingenommen?
Ich hatte verschiedene Tabletten für Depressionen ausprobiert
Was hast Du denn probiert? Hat der verodrnende Arzt die Medikation nicht mit Dir besprochen?
AD muß man längerfristig und regelmäßig einnehmen, sie benötigen einen Wirkspiegel im Blut, damit man damit eine Besserung erleben kann.
dass ich 1 volle Tüte an Medikamenten tagtäglich mit mir führte,damit rumjongliert hatte
Das Du bei diesem Vorgehen massive NW zu erleiden hattest, ist klar...
Ich verstehe nur nicht ganz, warum.
Hattest Du denn nicht selber Zweifel an Deinem Umgang mit Medikamenten?

3-4 mal in der stionär Behandlund und hatte längere Aufenthalte
Was wurde während der Aufenthalte diagnostiziert und welche Therapie fand statt?
Als ich Wahnvorstellung bekam,

Wann und in welchem Zusammenhang hattest Du das erste Mal Wahnvorstellungen?

Das Vorgehen in de Entzugsklinik war natürlich zu schnell, um dem Körper Zeit zur Anpassung auf ein Funktionieren ohne Benzos zu lassen.
Mirtazapin als Absetzhilfe ist ebenfalls zweifelhaft, da es eine eigene Absetzproblemtik auslösen kann.
promethazin neuraxpharm 25mg(= akiniton)
Promethazin ist NICHT Akineton, sondern Atosil.
risperdal 2mg -depression
Risperdal wird nicht gegen Depressionen sondern gegen Psychose eingesetzt, es ist ein Neuroleptikum.

Bzgl. Absetzbeschwerden poste bitte im entsprechenden Unterforum. :)

Liebe Grüße :group:

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 16.03.11, 10:14

Hallo Michi :)
den Vorstellungsbeitrag würd ich gern hier stehen lassen...
O.K? :)

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Mittwoch, 16.03.11, 17:01

Hallo Truelife :)

auf Dich wartet eine PN.
Private Nachrichten (PN) : In der Kopfzeile neben Persönlicher Bereich in Klammern steht, ob Du neue PNs erhalten hast. Wenn Du daraufklickst, erscheint Dein Posteingang mit klicken auf die gewünschte Nachricht kannst Du sie lesen.
Um PNs erhalten zu können, mußt Du dem Empfang zugestimmt haben. Sieh mal nach: Persönlicher Bereich - Einstellungen - bei "andere Mitglieder dürfen mir private Nachrichten senden" muß ja angeklickt sein.

Persönlicher Bereich - Einstellungen - Benachrichtigung, wenn persönliche Nachricht - anklicken, dann bekommst Du eine E-Mail, wenn Dir jemand eine PN schickt.

Liebe Grüße :group:

truelife
Beiträge: 4
Registriert: Mittwoch, 16.03.11, 8:10

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von truelife » Mittwoch, 16.03.11, 21:54

hallo! :)

um auf die Frage von sosjord* und das kleine runde* zurück zu kehren, also ich hatte damals einen Schock aber keine Psychose, war einfach ein wenig neben mir, die Benzos haben diesen sogenannten Wahnsinn ausgelöst, nunja die Folge war wie beschrieben einfach unvorstellbar schlimm. Hatte min- 5 mg. Tavor am Tag wenn noch mehr und es auch mal mit anderen Medikamenten gemischt bis ich mich dann irgendwann zerstört hatte, weil eine sogenannte Psychologin damals mich nicht richtig unterstützen wollte oder konnte, aber nunja muss einen Ausweg finden denn so kann ich keineswegs weiterhin Leben. Auf Anfrage eines Bekannten war ich –heute- auch bei der Suchtberatung, was im nachhinein sich als völlige Zeitverschwendung entpuppte, den der Mensch wollte nur Gespräche führen und war auch sehr eigensinning. Mein Fazit, willst du eine gute Therapie, find erstmal einen guten Arzt, der dir zuhört und dir wirklich helfen möchte, ist mir bis heute leider nicht gelungen jemanden diesbezüglich aufzusuchen, der auch was von seinem Handwerk versteht und nicht nur Kasse machen will, das ist echt traurig. In Psychiatrien muss man aufpassen, soviel Blut wie von mir genommen wurde, fühlte ich mich als wäre ich eine eine persönliche Blutspende ohne etwas dagegen machen zu können man keine Rechte und die Tür ist zu, wenn man sagt wird’s einfach ignoriert. Wäre nicht meine Familie wäre ich glaube ich noch schlimmer dran gewesen.

Tavor wurde ca. 1 Jahr mit Unterbrechnung eingenommen. Weil mich das Medikament so süchtig machte holte ich es mir später nach Entlassung von stionären Aufenthalten, von verschiedenen Ärzten gleich mehrere Male, eine Ärtzin hat mir sogar Lorazepam aufgeschrieben, wo die Psychiatrie damals strikt gesagt hatte ich solle kein tavor nehmen, wurde es mir einfach aufgeschrieben. Mit Entzugserscheinungen war ich dort.
Hatte diese Medis gehabt- Valdoxan, Cyprexa, Seroquel, Remirgel und noch andere weiss nicht mehr genau wie sie alle hießen weil ich die Tüte damals abgeben musste. Jeder Psycholge hat mir was anderes verordnet, und keine von den Ärzten wollte eigt. so richtig eine Heilmethode vorschlagen so gerat ich in den Zog mich selber zu therapieren was am Ende beinahe zum schlimmsten sicht entwickelte. Bei dem ersten stationaren Aufenthalt, wurde ich falsch behandelt hatte extreme Angst und Wahnvorstellung, die nicht richtig therapiert worden, mein damaliger Psychologe hat sich kaum richtig damit befasst, und die Gespräche waren auch nicht so verlaufen wie es sein sollte ein geben und einen nehmen, es wurde etwas vorgeschlagen und man hatte keine andere Wahl, ich war sozusagen das Versuchskaninchen, mit Tabletten, so kam ich mir vor. Nach dem zweiten Aufenthalt wieder das gleiche, ich fühlte mich verkaspert und wollte meinem Leben ein Ende setzen, was glücklicherweise scheiterte, ERST nach dem !!dritten Aufenthalt!! Nach meinem ersten suicid Versuch wechselte ich den damaligen Arzt, ich bekam eine neue Ärtzin und das durch heftige Auseinandersetzung mit der Klinik Leitung, weil mein Sohn schon beinahe mit der „Presse“ drohen wollte.
Die Behandlung verlief danach gut, die Wahnvorstellung nahmen ab, zu ersten mal fühlte ich mich in guten Händen aufgehoben, als ich entlassen worden, einiger Zeit später gings es dann wieder mit Tavor Entzugserscheinung los, hatte erstamal Ruhe und irgendwann streikte mein Körper, meine Familie hat echt sehr viel mitmachen müssen, konnte den Druck meiner Familie nicht mehr zumuten, so ging ich zu einer anderen Klinik die mir dann Lorezepam verschrieben hatte, was = Tavor ist . Da hat sich der Teufelskreis wieder geöffnet und ich war wieder in diese Lage von damals, jedoch ohne Wahnvorstellungen nur **Sucht nach Benzos**. Beim vierten Aufenthalt kam /letzte AUSWEG/ der Entzug und jetzt hab ich 3 monate kein Tavor mehr bzw. Benzo medis angerührt. Alle Psycholgen die ich befragte fanden, dass ich im Moment schon die besten Medikamente nehme,
mirtazapin dura 45 mg ,risperdal 2mg, dominal 40mg, promethazin neuraxpharm 25mg
doch ich spüre kein bischen Erfolg. Es ist schlimm tagtäglich, das Aufwachen und einenTag zu überstehen. Der Zusammenhang mit den Wahnvorstellung beruht auf den Schock von damals so dass ich mir vieles was nicht ist, einfach einbildete.
Promethazin ist Atosil , das ist richtig, meinte auch atosil, bekam das gegen die Schmerzen bis heute, hilft mir echt nicht, ich bin jeden Tag am zweifeln was ich machen soll. Es entwickelte sich von Zeit zur Zeit damals eine Psychose,
obwohl ich noch nie in meinem Leben sowas in der Art hatte. Bei dem Tod meines Bruder vor drei Jahren hatte ich nicht nicht eine Träne gezeigt und blieb stark, doch diese Benzos bringen mich fast täglich zum traurig sein. Meine Abestzbeschwerden sind folgende, die Medis die ich jetzt einnehme, helfen mir nicht. Ich weiss nicht mehr weiter, meine Psychologin ist an allem Schuld, und Tavor kann ich jedem nur abraten. Wie kann ich vorgehen, was sind eure Ratschläge :?
Zuletzt geändert von truelife am Donnerstag, 17.03.11, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 17.03.11, 8:06

Mod: Thema verschoben aus Vorstellung und Doppelpostings gelöscht (Das-kleine-Runde)

johannesha
Beiträge: 136
Registriert: Donnerstag, 17.03.11, 7:40

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von johannesha » Donnerstag, 17.03.11, 8:29

Hallo, als Neuling hatte ich einen Beitrag über das Absetzen von Diazepam geschrieben.
Nachdem ich den abgesandt hatte kam der Vermerk von "kleine runde" der Beitrag wäre verschoben worden.
Jetzt kann ich den nicht mehr finden.
Wo kann der sein, oder ist der gelöscht worden?

Gruß
johannesha
17.6.11 " 10,0mg
20.6. " 9,5mg
23.6. " 9,0mg
27.6. " 8,5mg
28:6. " 8,0mg
2.7. " 7,5mg
6.7. " 7mg

11.7. " 6,5mg
21.7. " 7,5mg
8.8. " 7,0mg
19.8. " 6,5mg
2.9. " 6,0mg
23.9. " 5,5mg
11.10. morgens 0,5mg abends 5,5mg
17.10. " 2mg abends 5mg
11.11. " 1,5mg , 50mg Opipramol, abends 5 mg,
3.12. Diaz 6mg, 50 mg Opipramol
24.12. " 5,5mg Opipramol 50mg
16.1.12 " 5 Opi 50 mg

5,2.12 4,5 Diaz Opi 25 mg
25.2.12 4,0 Diaz Opi 50 mg
17.3.12 3,5 Diaz Opi 50 mg
7.4.12 3mg Diaz Opi 50mg
27.4.12 2,5 Diaz "
7.5.12 2 mg Diaz "
27.5.12 1,5 mg Diaz "
15.6.12 1 mg Diaz "
6.7.12 0,5 Diaz "
13.7.12 0 Diaz -- Opipramol 50mg ausschleichend
15.7.12 37,5mg Opipramol
18.7.12 50mg - " -
4.8.12 je 25mg Opipramol morgens und abends
26.10. 5 Tropfen Insidon morgens - 25 mg Opipramol abends
30.10. 4 - " - - "
21.11. 0 - " - - 5 Tropfen Insidon abends..
Alles auf 0




Nach Rückfall: Beginn: 20mg - vom Arzt aufgestellter Plan:

bis 1.1.15 - 1-2 Wo.: in 2mg Schritten bis 14mg

danach in 1 mg Schritten alle 1 - 2 Wochen bis 9 mg
dann neuer Plan

Neu: 1mg alle 2-3 Wochen absetzen

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 17.03.11, 8:42

Liebe Johanesha :)

erst mal ein herzliches Willkommen :) !
Ich habe Deinen Beitrag nicht verschoben, sondern die Beiträge von Truelife.
Allerdings passiert es gelegentlich, daß Beiträge gesendet werden und leider nicht ankommen...
Es tut mir Leid, ich fürchte, Du mußt ihn noch einmal schreiben...
Bitte denk daran, bevor Du auf Vorschau, Senden, etc. Klickst, auf Deinem PC zwischenzuspeichern...

Bitte erstell dann einen eigenen Thread, das ist übersichtlicher!

Liebe Grüße :group:

sosjord
Beiträge: 261
Registriert: Donnerstag, 10.09.09, 15:17

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von sosjord » Donnerstag, 17.03.11, 9:30

guten morgen :)

sorry ich bin gestern nicht mehr dazugekommen dir zu antworten weil ich noch eine seminararbeit schreiben musste. :(

ich denke das-kleine-runde hat dir ne PN mit ein paar infos geschickt und ärzten im umkreis.
ich habe mich auch mit paar leuten über dein problem unterhalten und hätte da eine idee.
allerdings habe ich grosse sorge das , weil neuroleptica involviert sind ich nicht kompetent genug bin und
bitte daher : VORHER MIT DEINEM NEUEM ARZT ZU REDEN ! GANZ WICHTIG !

nur ich verstehe die situation das man von ärzten alleine gelassen wird und nur zu sagen, dass
wir uns nicht traun dir in deinem recht schwierigen fall etwas zu raten , könnte dir das bild vermitteln das wir nicht helfen wollen !

also ich hätte da einen vorschlag :
( bitte vorher wirklich mit arzt besprechen )
also ich kann mir schon vorstellen das es erst durch deine benzoeinnahme und der polytoxen vergiftung
von diesen unzähligen substanzen zu ersten realitätsverlusten gekommen ist .

also mein vorschlag für einen absetztplan wäre ( trotzdem unbedingt mim arzt gegechecken ):

1.

am risperdal und am dominal würde ich einmal vorerst nicht rütteln da es die hochpotenteste
psychoseprophylaxe ist und einigen schutz bieten sollte ... denn im entzug bist du verwundbarer.
wie man das dann ausschleicht muss man erst nachher überdenken.

2.

der stoff promethazin wird auf den H1 rezeptor , ist eigentlich in der wirkungsweise stark mit
einem histaminantagonisten verwandt. den brauchst du deshalb zum schlafen für die seditative wirkung weil
das mirtazapin ab einer dosis von 15 mg indirekt den dopamin und serotoninspiegel erhöht und über einen negativen feedbackmechanismus
sowohl histamin unterdrückt als auch deine agitation gesteigert wird.

das heisst mein vorschlag ist : innerhalb von mindestens 8wochen ( kann auch länger sein ) von mirtazapin 45mg
auf mirtazapin 15mg reduzieren ... ab dem 15mg breakpoint wirkt es sedierend und nicht mehr antidepressiv ( dann aber achtung das die
depression wiederkommt - daher vorher mit arzt reden ) ... danach 2-3 wochen auf 15mg bleiben und dann ganz langsam das promethazin angehen , das du ja zum schlafen brauchst .
meine theorie dahinter : die sedierende wirkung vom mirta und die fehlende agierende wirkung gleicht dann diese
agitation aus und du kannst auf ein zusäätzlichen seditativum verzichten .
mit dem ausschleichen von promethazin habe ich jedoch keinerlei erfahrung und würde es daher sehr langsam machen .

3.

falls dannach keine depressionen mehr auftreteten und du schlafehn kannst usw. ( ca 4 monate nach dem prozess des absetzten )
muss dein arzt festellen ob du gefahr gerätst wieder eine psychose zu entwickeln wenn du die anderen 2 NLs absetzt.


soweit mal zu meinen vorschlägen , hoffe andere melden sich auch noch zu dem thema und
wie gesagt ERST mit arzt reden !

WIR SCHAFFEN DAS truelife :group:
es ist nie zu spät ! :hug:

Nur das beste
michi
BENZOENTZUG IST SCHAFFBAR !
nach 2 Jahren hölle wieder geheilt ..
ERFOLGSGESCHICHTE:
1.5 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6141
2.2 jahre nach 0mg: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6822

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 17.03.11, 9:59

Hallo :) ,

ich denke, nach einer Dauereinnahme von ca. 5mg Tavor täglich handelt es sich bei Angst, Unruhe und Depression um massive Absetzbeschwerden.

Infos über Benzos und schonendes Absetzen hier:

http://www.adfd.org/wissen/Hilfen_zum_A ... diazepinen
http://www.benzo.org.uk/german/index.htm

Nachdem das Tavor bereits abgesetzt ist, hilft jetzt eigentlich nur Geduld. Andernfalls könnte man natürlich nochmal auf eine bestimmte Dosis gehen und langsam ausschleichen, das würde ich aber bei der Problematik von unkontrollierter Einnahme nicht raten.

Dann ist die frage, inwieweit wir hier helfen können.
Die Wechselwirkung Atosil- Mirtazapin sollte mit einem verantwortungsvollen Arzt besprochen werden, ebenso die Notwendigkeit der Risperdal-Einnahme.
die Gespräche waren auch nicht so verlaufen wie es sein sollte
Auf Anfrage eines Bekannten war ich –heute- auch bei der Suchtberatung, was im nachhinein sich als völlige Zeitverschwendung entpuppte, den der Mensch wollte nur Gespräche führen und war auch sehr eigensinning
Was wurde Dir denn vorgeschlagen?
Und was erwartest Du konkret?
Manchmal können auch Dinge hilfreich sein, die man erst mal nicht hören will...
Wenn Du eine Sucht bewältigen willst, wirst Du einige Deiner Einstellungen überdenken müssen, neue Verhaltensmuster erlernen und mit Deinen Ängsten ohne die chemische Krücke umgehen lernen müssen.

Und wobei genau sollen wir Dich unterstützen?
Mit den Absetzbeshwerden zurechtzukommen? Die Medikation abbauen?

Der Weg aus der Sucht führt immer über Eigenverantwortung.

Liebe Grüße :group:

truelife
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Registriert: Mittwoch, 16.03.11, 8:10

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von truelife » Freitag, 18.03.11, 3:50

Hallo :)
Und erstmal vielen lieben Dank für den Beitrag sosjord, werde mich diesbezüglich mit einem guten Arzt in Verbindung setzen, Adresse von einem guten Arzt hab ich schon bekommen
Mein aktueller Tabelettenplan :
Morgens 1 x Risperdal - 1x promethazin neuraxpharm 25mg,
Mittags 1 x promethazin neuraxpharm,
Abends 1x mirtazapin ist im Moment auf 45 mg + 1 promethazin neuraxpharm
zur Nacht 1 Dominal - 1 promethazin neuraxpharm
Geduld, ist schon ein wichtiger Schritt für den Prozess zum Erfolg, den ich auch einhalten werde. Um auf die Frage von das kleine Runde zu antworten, Gespräche ergeben schon Sinn und sind wichtig neben einer Therapie, kommt immer drauf an bei welchen Psychologen. Nun hab ich ja ein paar gefunden, hoffe sie können helfen, der Mensch bei der Suchtberatung war etwas strange, darum hatte ich das weite gesucht ;) erkenne meine Krankheit an und eine Gesprächstherapie ist auch sinnvoll
Werde erstmal einen Termin beim Psychologen machen, die Adresse die ich über pn erhielt, und alles abklären, falls der Psycholge mir erst, in einem Monat ein Termin gibt, kennt ihr vlt. noch andere Ärzte oder gute Kliniken in Hessen oder Umgebung? Das wäre überaus nett dies vorsichtshalber zu haben, falls es dort nicht klappt.
Benzos absetzen ist ein harter Weg, aber machbar ;D bin für jede Anregung und gutgemeinten Tipp dankbar“!“

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 18.03.11, 8:55

Hallo Truelife :) ,

leider haben sehr viele Therapeuten lange Wartelisten... Einen Termin, um Dir eine besser Medikation zu verordnen, erhältst Du wohl schneller.

In der Zwischenzeit hilft Dir vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe weiter, um ebenfalls Betroffene kennenzulernen und Anregungen zu finden, mit Deinen Problemen umzugehen.
Informiere Dich bei der Stadt oder Krankenkasse, meistens gibt es eine Koordinationsstelle der Selbsthilegruppen oder etwas ähnliches in größeren Städten.

Überregionale SHG zumThema Sucht wären:
Narcotics Anonymous
Guttempler
Blaues Kreuz
Kreuzbund
(Anonyme Alkoholiker)

Zum Austauschüber seelische Probleme allgemein gibt es u.a.: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6159
Liebe Grüße :group:

truelife
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Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von truelife » Mittwoch, 23.03.11, 13:43

bei Psychologen vorbeigeschaut,(empfohlen wurde) hat erst termin im Juli frei. Auweijaaaa.... :-(

Das-kleine-Runde

Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Das-kleine-Runde » Samstag, 26.03.11, 9:44

Hallo Truelife :) ,

daß ist leider meistens der Fall, wenn der Therapeut einen guten Ruf hat...
Laß Dich doch bei mehreren vormerken, denn daß Du Dich gerade beim ersten wohl fühlst, ist nicht gesagt.

Ich wünsch Dir viel Glück
Liebe Grüße :group:

Murmeline
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Re: Benzos, schlimmste was einem passieren kann

Beitrag von Murmeline » Montag, 25.12.17, 11:39

Juwu, dein neuer Thread ist hier: viewtopic.php?f=16&t=14162

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