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Ich bin neu hier- Diazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Antworten
Zaubermaus
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 02.10.12, 19:14

Neuvorstellung

Beitrag von Zaubermaus » Mittwoch, 03.10.12, 14:39

Hallo Ihr Lieben !

Ich bin gerade erst neu registriert und möchte mich bei Euch
kurz vorstellen.

Ich bin 53 Jahre alt und habe von meinem Arzt 15 Jahre lang
Valiquid verschrieben bekommen. Im April 2011 habe ich spon-
tan abgesetzt . Ich war nicht auf der Station und habe bisher
alleine ohne jegliche Medikamente durchgehalten.

Ich leide aber immer noch an zahlreichen, bereits oftmals ge-
nannten Symptomen, wie Sehstörungen, div. Sinnestäuschungen
(Gewitter im Kopf usw) und Krämpfen. Es ist aber auch schon vie-
les besser geworden.

Mich würde interessieren , wie lange es noch etwa dauern könnte,
bis Alles vorbei ist.

Vielleicht gibt es jemanden, der nach so langer Zeit der Diazepam-
einnahme auch nichtstationär entzogen hat und mir sagen kann ,
wie lange es dauern könnte, bis alle Symptome verschwunden sind.
sagen kann .

Gruß Zaubermaus

Zaubermaus
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 02.10.12, 19:14

Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Zaubermaus » Mittwoch, 03.10.12, 16:05

Hallo !

Ich bin neu hier in diesem Forum und bitte um Rat, wie ich
mit den immer noch vorhandenen Entzugserscheinungen
meines Diazepamentzugs, der im April 2011 begann, umgeh-
en kann. Ich leide an diversen Sinnesstörungen und Krämpfen.

Ich habe Blitzgewitter im Kopf , sehe unrealistisch und habe
starke Krämpfe und Ziehen im Kopf.

Da ich die Einnahme alleine abrupt beendete, gibt es keine
Aufstellung einer Herabdosierung o.ä.

Diazepam hatte ich zuvor 15 Jahre in Form von Valiquid von
meinem Hausarzt verschrieben bekommen.

MfG

Zaubermaus

MfG

Zaubermaus

Das-kleine-Runde

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 04.10.12, 9:18

Hallo Zaubermaus :) ,

herzlich willkommen. :)
Diazepam hatte ich zuvor 15 Jahre in Form von Valiquid von meinem Hausarzt verschrieben bekommen.
Welche Dosis hast Du eingenommen?
Hast Du Diazepam täglich eingenommen?
Da ich die Einnahme alleine abrupt beendete
Nimmst du noch andere Mediakmente
Hast Du ein Mittel als Krampschutz bekommen?

Wenn nicht, dann hast Du Glück gehabt, daß Du keine ernsten Komplikationen wie Krampfanfälle bekommen hast, denn ein apruptes Absetzen von Benzos kann lebensgefährlich werden.
Wie kam es denn dazu, daß Du nicht ausgeschlichen hast?

Hier kannst Du Dich in die Benzo-Thematik einlesen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6465
wie lange es dauern könnte, bis alle Symptome verschwunden sind.


Das kann man im Vorraus nicht sagen.
Normalerweise schleicht man Diazepam langsam aus, so wie in meinem Info-Text erläutert. Selbst wenn man etwas flotter vorgeht, reduziert man wenigstens indem man die Tabletten viertelt oder achtelt, wenn man den vorherigen Schritt verdaut hat.
Apruptes Absetzen nach langfristiger Einnahme sollte man vermeiden, will man sich keine umfangreichen Absetzbeschwerden einfangen.

Was Du schreibst klingt schonn ein bißchen kurios, mehr von mir, wenn ich weiß, wie oft Du wieviel Daizepam genommen hast.

AN RATSUCHENDE LESER: BITTE DERARTIGES NICHT NACHMACHEN, WER BENZOABHÄNGIG IST UND APRUPT ABSETZT, RIKSIERT LEBENSBEDROHLICHE ENTZGSERSCHEINUNGEN WIE

ZEREBRALE KRAMPFANFÄLLE ETC.
:!: :!:


Liebe Grüße
Rundi :)

PS: Du hattest mehrmals in die Warteschleife gepostet, ein Text wurde wegen Doppelpostens entfernt, versehentlich hatte eine falsche Begründung angeklickt, bitte ignorieren. :)

Zaubermaus
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 02.10.12, 19:14

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Zaubermaus » Donnerstag, 04.10.12, 17:06

Hallo Rundi,

vielen Dank für Deine Antworten.

Nun zu Deinen Fragen:


Ich habe immer 8-10 Topfen Valiquid genommen, aber nicht jeden Tag.

In 1 1/2 Monaten habe ich eine Flasche mit 25 ml. verbraucht.

Medikamente,außer Baldrian, habe ich nicht genommen.

Ein Medikament als Krampfschutz habe ich ebenfalls nicht bekommen .

Besondere Probleme bereiten mit die Muskelkrämpfe und Sinnesstörungen.

Nach dem, was ich so bisher gelesen habe müßten diese Symptome doch
endlich verschwinden. Oder hängt das mit dem abrupten Absetzen zusam-
men ?

Kann ich daran jetzt noch sterben ?

MfG

Zaubermaus

Das-kleine-Runde

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Das-kleine-Runde » Donnerstag, 04.10.12, 17:42

Hallo Zaubermaus :) ,
Ich habe immer 8-10 Topfen Valiquid genommen, aber nicht jeden Tag.
Ach so, das erklärt einiges. :)
1 mg Diazepam = 3 Tropfen Valiquid.

Also hast Du wenige mg unregelmäßig genommmen, allerdings über einen langen Zeitraum.
Was heißt nicht täglich? Tendenziell alle 2 Tage oder einmal die Woche?
Bitte gib die eingenommene Dosis in mg an, denn es gibt unterschiedliche Packungsgrößen und nicht jeder kennt sich mit den diversen Präparaten genau aus.
Nach dem, was ich so bisher gelesen habe müßten diese Symptome doch endlich verschwinden. Oder hängt das mit dem abrupten Absetzen zusammen ?
Sicher ist das aprupte Absetzen ein Faktor, der Absetzbeschwerden in die Länge zieht. Wann Du beschwerdefrei bist, wird sich zeigen.

Was mich wundert, ist, daß Du lange Jahre nicht höher dosiert hast.
Brauchst Du von anderen Medikamneten ebenfalls sehr geringe Dosen? Es gibt Menschen, die wesentlich weniger Leberenzyme, die Medikamente abbbauen, produzieren, als andere.
Kann ich daran jetzt noch sterben ?
Meinst Du das ernst? :wink:
Nein. Riskant ist die Zeit unmittelbar nach dem apruptem Weglassen.



Liebe Grüße
Rundi :hug:

Zaubermaus
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 02.10.12, 19:14

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Zaubermaus » Freitag, 05.10.12, 17:04

Hallo Rundi,

ich habe alle 2 Tage 8-10 Tropfen , also rd. 3 mg. (entspr. 1,5 mg/ Tag )
eingenommen. In der Flasche waren 25 mg. enthalten. In Ausnahmesitua-
tionen großer Unruhe habe ich vielleicht ein oder zweimal im Monat auch
mal bis zu 15 Tropfen = 5 mg. Diazepam eingenommen. Genauer kann ich
es heute nicht mehr angeben.

Der Arzt hatte mir gesagt, dass ich ohne Probleme von dieser Menge wie-
der herunterkommen könnte.

MfG

Zaubermaus

Das-kleine-Runde

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 05.10.12, 17:10

Liebe Zaubermaus :) ,

Du hättest am besten täglich die Menge genommen, die Dich frei von Absetbeschweden gehalten hätte und dann tropfenweise reduziert, je nach Befinden alle 1-4 Wochen.
Wenn Du immernoch arge Probleme hast, kannst Du auch noch einmal mit der Einnahme beginnen, nur soviele Tropfen wie nötig und entsprechend abdosieren.

Liebe Grüße
Rundi :)

Zaubermaus
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag, 02.10.12, 19:14

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Zaubermaus » Freitag, 05.10.12, 17:32

Hallo Rundi,

ich möchte den Teufelskreis von Diazepam und Entzug jetzt
nach so langer Zeit in jedem Falle durchbrechen . Das bedeu-
tet:

Keinesfalls mehr Diazepam , sondern natürliche , also nicht
chemische Hilfsmittel !

Vielleicht Baldrian, Nux Formica oder andere pflanzliche
Heilmittel, die keine abhängig machende Droge im Sinne
des Betäubungsmittelgesetzes darstellen.

Ein Abdosieren kommt nicht in Betracht, zumal mir mein
jetziger Hausarzt das Mittel auch nicht mehr aufschreiben
wird.

Selbst die Psychiatrie in Bonn ( LVR ) hat mir jetzt davon ab-
geraten.

Welche natürlichen Mittel gibt es ?

Gruß

Zaubermaus

Das-kleine-Runde

Re: Ich bin neu hier- Diazepam

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 05.10.12, 21:08

Hallo Zaubermaus :) ,
Selbst die Psychiatrie in Bonn ( LVR ) hat mir jetzt davon abgeraten.
Daß der schonende Benzo-Entzug oft von Ärzten und Kliniken nicht unterstüzt wird, erleben viele Betroffene, wie es ihnen damit geht, kann man in den entsprechenden Threads nachlesen.
Da geht es mehr um Kostenersparnis und Haftungsfragen, als um das Wohl von Patienten.

Schonendes Ausschleichen gibt dem ZNS die Zeit, die Rezeptorendichte anzupasssen, somit werden Absetzerscheinungen weitgehend vermieden, von einem Teufelskreis kann nicht die Rede sein, denn man entwöhnt den Organismus langsam vom Benzo.

Detailliert kannst Du es in den Links in meinem Info-Thread nachlesen und daß es nach langjähriger Benzoeinnahme der Weg der Wahl ist, wenn man in der Absetzphase Lebensqualität erhalten will, kannst Du in den Threads anderer nachlesen. Hier findest Du eine Sammlung von Betroffenen, die abgesetzt haben: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6441

Wenn Du darauf achtest, wer beschwerdearm abgesetzt hat, wirst Du sehen, daß geduldiges Reduzieren der Schlüssel ist.

Wie Du persönlich weitermachst, ist Deine Entscheidung.
Ich finde es immer wieder traurig, wenn Betroffene sich umsonst Beschwerden aussetzen, weil sie Wiedereinnahme und langsames Ausschleichen ablehnen.
Welche natürlichen Mittel gibt es ?
Siehe: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6465 gegen Ende des Textes.
Allerdings wirken diese Mittel nicht auf die entsprechenden Rezeptoren, also darf man sich nicht dasselbe versprechen, wie von Benzos.

Liebe Grüße
Rundi :)

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