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neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos haben

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
sui1988
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neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos haben

Beitrag von sui1988 » Sonntag, 04.11.12, 17:51

Hallo liebe Mitglieder

Ich bin 24 Jahre alt und weiblich. Vor einem Jahr habe ich mit dem Konsum von Benzos (Alprastad) begonnen. Verschrieben wurden sie mir vom Hausarzt aufgrund plötzlich auftretender Angstzustände und Panickattacken, die stressbedingt waren. Ich begann mit einer Einnahme von 0,5 mg täglich, dosierte diese nach zwei Monaten auf 1 mg und in besonders stressigen Situationen nahm ich 1,5 mg.

Vor fünf Monaten bemerkte ich die erstenn Nebenwirkungen. Verschwommenes sehen, zunehmende Angst, Desinteresse, Kopfschmerzen und extreme Müdiigkeit. Dennoch zwang ich mich jeden Tag in die Arbeit.

Dann vor drei Monaten, der Zusammenbruch. Mein ganzer Körper wurde taub und ich fühlte mich als würde ich nach hinten gezogen werden. Ich fing an zu zittern und wurde in die Notaufnahme gefahren. Dort bekam ich infusionen und es wurde mir gesagt, dass ich meinen Körper geschockt habe, weil ich mich kurz davor kalt geduscht habe.
Ich ging nachhause und ab ins Bett. Am nächsten morgen wachte ich total geschwächt auf. Ich hab mir trotzdem gedacht, dass alles wieder gut wird. Am Abend begann dann der Horror. Ich bekam extreme Angstzustände und fing an zu zittern. Ich nahm eine halbes alprastad und beruhigte mich wieder, oder sollte ich sagen betäubte mich nur. Nach vier Stunden dann wieder die angst. Wieder ein halbe Tablette. Das ging eine Woche.

Ich hielt dass nicht mehr aus und ging zum Psychiater. Ich bekam die gladem 60 mg (citalpram). Damit begann ein noch größer Horrortrip. Ich hatte dass Gefühl auf Drogen zu sein, meine Gedanken kreisten extrem schnell, konnte mich auf nichts konzentrieren, bekam zwangsgedankenjemanden etwas anzutun oder mit selbst. Hatte Ang t alleine zu sein. Nach drei Wochen setzte ich die teufelsdinger ab. Blieb aber die ganze Zeit auf benzos 2-2,5 mg täglich.

Ich war total abgeschwächt, konnte nicht klar denken und hatte alle möglichen sy
November 2011 - Jänner 2012: Alprastad 0,5 mg / pro Tag
Jänner 2012 - Juli 2012: Alprastad 1-1,5 mg / pro Tag

Ende Juli Zusammenbruch, da zwei Tage kein Benzo - danach eine Woche 2,5 mg / pro Tag

August 2012: drei Wochen Gladem 60 mg täglich und ca. 1,5 mg Xanor
Ende August 2012 - Anfang Semptember 2012: Xanor 1,0 mg am Tag
September 2012 - Mitte Oktober 2012: Pram 20 mg und 0,5 - 1,0 mg Xanor am Tag
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sui1988
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Sonntag, 04.11.12, 18:08

Bin noch nicht ganz fertig.

Ich bekam folgende symptome: extreme kopfschmerzen, am ganzen Körper schmerzen, Taubheitsgefühle, Krämpfe, Muskelspannungen, extremes zittern, brennende Gefühle auf der Haut, Zuckungen wo ma sie nur haben kann,
Kopfdruck und Augeninnendruck Atemnot, Schweregefühle, doch dass was mich wirklich fertig macht ist die dp und dr.

War so wütend dass ich vor drei Wochen auch die benzos abgesetzt habe. Ich wusste nicht dass ein kalter Entzug so gefährlich sein kann. ABer ich merke keine Veränderung zu vorher

Bitte euch um eure Meinung, hat mein zustand mit den bezos zu tun?

Liebe grüße sui

Sorry für die rechtschreibfehler
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Das-kleine-Runde

Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 9:08

Hallo Sui :) ,

herzlich willkommen :) .

Bitte erstelle eine Signatur mit Deinem Einnahme- und Absetzverlauf, damit man alle wichtigen Daten auf einen Blick sieht, wenn man antwortet.
Siehe auch: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7428
Ich begann mit einer Einnahme von 0,5 mg täglich, dosierte diese nach zwei Monaten auf 1 mg und in besonders stressigen Situationen nahm ich 1,5 mg.
Vor fünf Monaten bemerkte ich die erstenn Nebenwirkungen. Verschwommenes sehen, zunehmende Angst, Desinteresse, Kopfschmerzen und extreme Müdiigkeit.
NW treten bei höherer Dosis verstärkt auf.
Dann vor drei Monaten, der Zusammenbruch. Mein ganzer Körper wurde taub und ich fühlte mich als würde ich nach hinten gezogen werden. Ich fing an zu zittern und wurde in die Notaufnahme gefahren. Dort bekam ich infusionen und es wurde mir gesagt, dass ich meinen Körper geschockt habe, weil ich mich kurz davor kalt geduscht habe.
Ich ging nachhause und ab ins Bett. Am nächsten morgen wachte ich total geschwächt auf. Ich hab mir trotzdem gedacht, dass alles wieder gut wird. Am Abend begann dann der Horror. Ich bekam extreme Angstzustände und fing an zu zittern. Ich nahm eine halbes alprastad und beruhigte mich wieder, oder sollte ich sagen betäubte mich nur. Nach vier Stunden dann wieder die angst. Wieder ein halbe Tablette. Das ging eine Woche.
Schade, daß Du es nicht in der ursprünglichen Version gepostet hast. Dort hattest Du erwähnt, daß Du vorher Alprazolam 2(?) Tage weggegalssen hattest.
Das erklärt die Beschwerden.
Ich bekam die gladem 60 mg (citalpram)
Gladem enthält nicht Citalopram, sondern Sertralin.
Hattest Du Gladem oder ein Citalopram-Präparat?

SSRI werden neuerdings gerne auch gegen Ängste verschrieben, manchmal versuchen Ärzte auch, einen Benzo-Entzug damit abzufangen.
Das ist wenig sinnvoll, siehe Info-Text: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=6465
Nach drei Wochen setzte ich die teufelsdinger ab. Blieb aber die ganze Zeit auf benzos 2-2,5 mg täglich.
Ich bekam folgende symptome: extreme kopfschmerzen, am ganzen Körper schmerzen, Taubheitsgefühle, Krämpfe, Muskelspannungen, extremes zittern, brennende Gefühle auf der Haut, Zuckungen wo ma sie nur haben kann,
Kopfdruck und Augeninnendruck Atemnot, Schweregefühle, doch dass was mich wirklich fertig macht ist die dp und dr.
Wenn Du die Beschwerden nach dem Weglassen des SSRI hattest, und die Dosis von Alprazoalm noch erhöht hast, dann ist das SSRI wohl der Hauptübeltäter.
War so wütend dass ich vor drei Wochen auch die benzos abgesetzt habe. Ich wusste nicht dass ein kalter Entzug so gefährlich sein kann. ABer ich merke keine Veränderung zu vorher.
Hmmm, das klingt etwas merkwürdig. Hast Du beim Posten evtl. etwas durcheinandergebracht?
Was genau heißt, Du bemerkst keine Veränderung? Das paßt nicht so recht zusammen, nach kurzzeitigem Auslassen hast Du einen Zusammenbruch und nach vollständigem Weglassen keine Veränderung? :?:

Sicher liegt ein Teil Deiner Beschwerden am apruptem absetzen der Benzos.

Um das Benzo auszuschleichen könntest Du auf Diazepam umstellen, siehe Info-Texte, wenn Du Interesse hast, helfen wir Dir dabei.
Ich wusste nicht dass ein kalter Entzug so gefährlich sein kann.
Das steht samt Suchtwarnung im Beipackzettel.

Psychopharmaka, besonders Benzos soll man Ausschleichen. Aus Wut abzusetzen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist unklug, denn damit schadet man sich einmal mehr.
Such Dir einen Arzt, der Dich unterstützt und überlege, ob Du langsam ausschleichst.

Machst Du Therapie?

Alles Liebe
Rundi :hug:

sui1988
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Montag, 05.11.12, 10:49

Hallo liebe rundi,

Danke dass du mir geschrieben hast.
Es ist soviel passiert, dass ich nicht wusste wie ich anfangen soll. Durch die depersonalisierund und deralisierung habe ich kein richtiges zeitempfinden und meine Erinnerungen scheinen so weit weg zu sein.

Ich bin ein idiot gewesen und hab die alprastad ohne mich selbst zu erkundigen, einfach genommen.
Ja es stimmt, vor dem Zusammenbruch, habe ich die alpradtad 2 Tage nicht eingenommen gehabt.
Dann eine Woche täglich ca. 2,5 mg.

Eine Woche danach bin ich zum Psychiater gegangen. Der hat mir die gladem (60 mg) verschrieben und mich gleich von alprastad auf xanor (1,5 - 2,0 mg) umgestellt. Wieder habe ich mich nicht erkundigt und alles einfach eingenommen, wie es mir gesagt wurde.
Ich habe extreme Nebenwirkungen gehabt: extreme stimmungsschwankungen, totale Gefühlskälte, zwangsgedanken mir oder jemanden was anzutun, extreme Hitzewallungen, Taubheitsgefühle, schmerzen, schwere Gliedmaßen und Atemnot, Ameise laufen und extremen druck im kopf. Doch das schlimmste die dp und dr. Ich habe mich immer wieder gefragt wer ich eigentlich bin.
Ich bin immer wieder ins kh gefahren und hab gefragt ob dass normal sei. Ich bin nur weggeschickt worden. Sie sagten mur dass dauert bis die Wirkung einsetzt. Das selbe hat mir die Psychiaterin gesagt. Nach drei Wochen wurde alles schlimmer und ich entschied mich die Tabletten abzusetzen. Ich vergass zu sagen dass ich das xanor in den drei Wochen auch langsam heruntergesetzt habe (auf 1 mg) da ich sowieso nichts mehr empfand, nur Trauer und Verzweiflung. Zwei Wochen hatte ich nichts keine Tabletten genommen aus xanor, bis mich mein Papa überredete die pram 20 mg zu nehmen.

Du fragst dich sicher wieso? Meine Mama wollte ihn verlassen und er ist dann an Depressionen erkrankt. Die pram haben ihn sehe geholfen.
Ich war mir unsicher und hab mich überreden lassen. Zwei Monate habe ich die pram genommen, ohne Veränderun (daneben 1 mg xanor). Ich habe die Tabletten nicht nur aus wut abges
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sui1988
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Montag, 05.11.12, 11:04

abgesetzt. Mein Psychologe (seit zwei Monaten in Behandlung) ist auch gegen Tabletten. Ich schilderte ihm meine Nebenwirkungen und dass ich glaube es kommt von den Medikamenten. Er meinte ich solls zwei Tage mal ohne versuchen. Das machte ich. Als ich merkte, dass sich nichts ändert an meinem zustand. Immer noch schlimm genauso wie mit Tabletten. Meinte er ich soll sie garbicht mehr nehmen. seit drei Wochen, nehme ich also nichts mehr. Das einzig positive die zwangsgedanken sind weniger geworden und ich kann mich besser konzentrieren, im vergleich zu vorher. Gefühle hab ich auch, aber gedämpft. Meist Trauer und Verzweiflung.

Mein größtes Problem ist aber die dp und dr. Ich habe Angst, dass sie nicht weggeht.
ich habe vorher nie darunter gelitten erst sei ich die Medikamente du eingenommen habe.

Meinst du wirklich ich sollte wieder welche einehmen, da ich drei Wochen eh nichts genommen habe.

ich habe kein verlangen nach xanor, aber könnte sie meinen zustand verbessern?
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 11:38

Liebe Sui :) ,

es tut mir leid, daß es Dir schlecht geht :hug: .

Bitte sei so lieb und liste mal mit Datum auf, was Du wann in welcher Dosis genommen hast.
Momentan liest sich das alles recht durcheinader und verwirrend.
Der hat mir die gladem (60 mg) verschrieben und mich gleich von alprastad auf xanor (1,5 - 2,0 mg) umgestellt. Wieder habe ich mich nicht erkundigt und alles einfach eingenommen, wie es mir gesagt wurde.
Ich habe extreme Nebenwirkungen gehabt: extreme stimmungsschwankungen, totale Gefühlskälte, zwangsgedanken mir oder jemanden was anzutun, extreme Hitzewallungen, Taubheitsgefühle, schmerzen, schwere Gliedmaßen und Atemnot, Ameise laufen und extremen druck im kopf. Doch das schlimmste die dp und dr. Ich habe mich immer wieder gefragt wer ich eigentlich bin.
Ich bin immer wieder ins kh gefahren und hab gefragt ob dass normal sei. Ich bin nur weggeschickt worden. Sie sagten mur dass dauert bis die Wirkung einsetzt. Das selbe hat mir die Psychiaterin gesagt. Nach drei Wochen wurde alles schlimmer und ich entschied mich die Tabletten abzusetzen
Alprastad und Xanor enthalten beide Alprazolam, also hast Du lediglich den Hertseller gewechselt, das spielt im Normafall keine Rolle.

Das Problem scheint v.a., daß Du Gladem anscheinend gar nicht vertagen hast und Dir das geraten wurde, was immer gerne genacht wird, nämlich abwarten, obwohl es einem massiv schlechter geht mit dem AD. Manchmal sind es tatschlich nur Einschleichbeschwerden, aber leider beginnen Unvertrglichkeitsreaktionen genauso.
Wenn Du mal im AD-Unterforum lesen magst, findest Du dort einige Betroffene, die in derselben Situation waren, wie Du.
Hier ein Info-Thread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456

Deswegen würde ich immer ein AD weglassen, wenn sich ernste Beschwerden nach den ersten Pillen einstellen, das Risiko finde ich zu hoch, sich damit ernsthaft zu schaden.

Ärzte können Dir viel raten, letztendlich steckst Du in Deiner Haut und löffelst die Suppe aus, die Du dir einbrockst.

Bis NW endlich offiziell anerkannt sind, ist es ein weiter Weg und man kann sicher sein, daß gerade bei Psychopharmaka bis dahin einigen Patienten ihre Wahrnehemung ausgeredet oder als halb so wild abgetan wird, nach dem Motto, das wäre eben deren Grunderkrankung.
Deswegen ist man sehr gut beraten, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren, z.B. bei anderen Betroffenen, in der Literatur, und auch für sich selber zu entscheiden, worauf man sich einlassen will.
Zwei Wochen hatte ich nichts keine Tabletten genommen aus xanor, bis mich mein Papa überredete die pram 20 mg zu nehmen.
Aha, das ist Citalopram.
Im Forum ist es besser, den Wirkstoff zu nenen, den in den verschiedenen deutschsprachigen Ländern gibt es eine Vielzahl an Präparaten, da wisssen die wenigsten auf Anhieb, welcher Wiirkstoff gemeint ist.

Wieviel Pause hattest Du zwischen Sertralin und Citalopram?
Wenn Du auf das erste SSRI so schlecht reagiert hast, hätte ich tunlichst die Finger von einem anderen gelassen.

Nix für ungut, lieber erst mal informieren, und dann bewußt ein Mittel einnehmen oder eben nicht.
Daß ein Angehöriger damit zufrieden war, ist keine Grantie, daß man selber ebenfalls positive Erfahrungen macht.

Du hast Dir einiges eingebrockt, weil Du zuerst die Pillen eingenommen hast und dann darüber nachgedacht.

Das Benzo-Problem wäre gar nicht so schwer zu lösen gewesen, indem Du ggfs. bereits eine Teil des Alprazolam reduziert hättest und den Rest auf Diazepam umgestellt hättest und dann langsam reduziert hättest.
Was das ganze gewaltig verkompliziert, sind die Verusche mit den beiden SSRI und auch, daß Du zusätzlich das Benzo auf und abdosiert hast, während Dein Nervensystem bereits sowieso schon gewaltig irritiert war.

Wieso nur, informieren sich so viele Menschen erst, wenn es ihnen gewaltig schlecht geht? Dann ist guter Rat teuer.

Gut, soviel für´s Erste. Bitte poste mal alle Medikamente mit Datum und Dosis, vielleicht springt dann eine Lösung ins Auge.
Hast Du einen Arzt, der Dir Benzos zum Ausschleichen verschreiben würde?

Alles Liebe
Rundi :hug:

Das-kleine-Runde

Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 12:01

... Sorry, ich hatte Dein zweites Posting bei meiner letzten Antwort nicht gesehen.
Mein Psychologe (seit zwei Monaten in Behandlung) ist auch gegen Tabletten. Ich schilderte ihm meine Nebenwirkungen und dass ich glaube es kommt von den Medikamenten. Er meinte ich solls zwei Tage mal ohne versuchen. Das machte ich. Als ich merkte, dass sich nichts ändert an meinem zustand. Immer noch schlimm genauso wie mit Tabletten. Meinte er ich soll sie garbicht mehr nehmen.
Uff, schwerer Tobak.
Falls er ein guter Therapeut ist, würde ich dort Therapie machen und Medikamente außen vor lassen.

Wenn man AD aprut absetzt, kann man Glück haben und kommt ohne Probleme davon, wenn man robust ist. Über den Tip bzgl. der AD kann man streiten, wenn Du so heftige NW hatttest.
Da wäre das Absetzen nach wenigen Pillen sinnvoll gewesen.

Aber sorry, ein Benzo aprupt absetzen zu lassen, ist seitens eines Behandlers fahrlässig. Das muß ausgeschlichen werden.
Vonn zerebralen Krampfanfällen bis hin zu Suizidversuchen oder Unfällen, weil man eine Sitaution nicht bewältigen kann, ist alles möglich.
Sorry, wenn ich die negativen Dinge hier betone, aber das muß auch angesprochen werden.

Auch wenn ein Psychologe oder Therapeut tendenziell gegen Medikamente eingestellt ist, sollte er dafür sorgen, daß der Klient gut beraten absetzt, gerade damit es ein Erfolg wird und kein Desaster.

Der Herr wäre gut beraten, bei den Themen zu bleiben, von denen er etwas versteht.

Zwei Tage ohne versuchen ist Blödsinn. :sick:
Beim Benzo machen sich dann allmählich Entzugsbeschwerden breit, wenn man es seit einem Jahr täglich genommen hat.

Beim AD kann man höchstens sehen, ob die NW weniger werden.

Ich würde mir überlegen, ob Du diesem Behandler noch vertrauen kannst und magst.
Meinst du wirklich ich sollte wieder welche einehmen, da ich drei Wochen eh nichts genommen habe.
Es ist Deine Entscheidung. Da die AD eine große Rolle zu spielen scheinen, kann man schlecht beurteilen, wieviel sich mit einem Benzo abfangen läßt.
Wenn Du es verschreiben bekommst, würde ich anstatt Alprazolam Diazepam nehmen, um dann das Benzo langsam auszuschleichen.

Daumen drücke :) (... und Kopf schüttle... :? )

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 12:07

Hall nochmal :) ,

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Danke :D

Wie ist es Dir mit Citalopram gegangen?
Besser? Schlechter?

Alles Liebe
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Montag, 05.11.12, 12:17

Liebe rundi,

habe die einahme, so gut ich mich erinnern kann in der Signatur erfasst.

sorry fürs durcheinander in meinen texten, hat auch damit zu tun, dass ich keinen PC habe, und von meinem Handy aus schreibe.

Meinem Therapeuten vertraue ich, aber werde ihm dass mit dem gefährlichen Entzug und deren Nebenwirkungen erklären.

Ich muss mir einen neuen Arzt betreffend der Medikamente suchen. Das Problem ist nur dass ich keinen mehr richtig vertraue.

Ich lebe in Österreich, und weis nicht genau wie die Medikamente in Deutschland heißen.

Danke dir und nocheinmal lg
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 12:31

Liebe Sui :) ,

wenn Du vom Handy aus schreibst, würde ich zum stöbern im Forum, mal zu einer Freundin oder ins Internet-Cafe gehen, evtl. auch mal Info-Texte etc. ausdrucken.
Mit dem Handy nimmst Du leider nur eine kleinen Ausschnitt des Forums wahr.
Ich lebe in Österreich, und weis nicht genau wie die Medikamente in Deutschland heißen.
Gib bitte die Wirkstoffe an, dann wird man nicht von Handelsnamen verwirrt. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Montag, 05.11.12, 15:53

Hallo Rundi,

habe mich nun ins Internetcafe gesetzt. Citalopram hat keine große Veränderng in mir hervorgerufen. Ich war nur noch unruhiger und gleichgültiger als vorher.

Ich hab mir den Artikel von Ashton durchglesen, um muss leider sagen, dass beinahe alle Syntome auf mich zutreffen.

Ich schaue mich nach einem neuen Psychiater um. Ich hoffe ich finde dieses mal einen, der einbisschen mehr auf mich eingeht.

Ich vemute, dass die Zwangsgedangen wirklich vom Gladem (Sertralin-Wirkstoff) ausgelöst wurden, da ich vorher keine hatte.

Was noch kurz nach dem Zusammenbruch war: Ich war Geäuschempfindlich und Lichtempfindlich.

Ich weis nicht was ich noch schreiben soll.

Aber ich möchte mich echt bei dir bedanken, dass du mir schreibst.

lg Sui
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Montag, 05.11.12, 15:59

Was ich dich noch fragen wollte. Wenn ich die Xanor wieder anfange zu nehmen.

Weis ich nicht in welcher Dosis. Da ich diese ja nonstop geändert hatte. Ich will nur einen Rat von dir, natürlich werde ich, dass
vorher mit dem Arzt absprechen. Aber ich hätte lieber vorher einen Vorschlag von jmd. der weis mit was ich ungefähr zu kämpfen habe.

Ich habe mir deine Geschichte durchgelesen, dass sich die Perönlichkeit durch Medikamente verändern kann, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Ich hab auch dass Gefühl, dass ich nicht mehr der Mensch bin der ich einmal war. Aber die ganzen tollen Erfolge von den ehemaligen Mitgliedern geben mir noch ein kleines bisschen Hoffnung.

lg sui
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Montag, 05.11.12, 16:01

Liebe Sui :) ,

danke für Deine lieben Worte.
Stöber mal in Ruhe, ich bin grade auf dem Sprung und melde mich morgen ausführlich. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 06.11.12, 9:44

Liebe Sui :) ,
Was ich dich noch fragen wollte. Wenn ich die Xanor wieder anfange zu nehmen.
Weis ich nicht in welcher Dosis. Da ich diese ja nonstop geändert hatte.
Ich würde wohl gar nicht wieder mit Alprazolam anfangen, sondern zum Ausschleichen auf Diazepam umstellen.
Welche Dosis nötig ist, mußt Du herausfinden, indem Du ein bißchen experimentierst.

0,5 mg Alprazolam entsprechen ungefähr 10 mg Diazepam.
Wenn du frei von Absetzbeschwerden bist, hast Du die passende Ausgangsdosis gefunden.
Genaueres, wenn ich weiß, ob das eine Option für Dich wäre, bevor ich überflüssige Schriftrollen verfasse :D .

Allerdings muß ich bei Dir dazu sagen, daß ich Zweifel habe, daß mit dem Benzo-Ausschleichen alle Deine Beschwerden abgefangen werden, weil man nicht genau sagen kann, welche Rolle die SSRI-Absetzprobleme bei Dir spielen.

Was Du tun willst, hängt auch davon ab, ob Du einen Arzt hast, der Dir Diazeam oder ein anderes Benzo mit längerer HWZ verschreibt.
Wenn Du keine Unterstützung in der Hinsicht hast, würde ich nicht wieder mit Alprazolam anfangen, denn sonst steckst Du in der Abhängigkeit fest.
Ausschleichen wäre schonender, aber nachdem Du schon 3 Wochen auf Null bist, brauchst Du eine sinnvolle Perspektive.

Absprachen mit dem Arzt sind nur insofern sinnvoll, wie du unterstützt wirst, mehr kann er auch nicht tun.
Ich habe mir deine Geschichte durchgelesen, dass sich die Perönlichkeit durch Medikamente verändern kann, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Persönlichkeitsveränderungen können leider durch die regelmäßige Einnahme von Psychopharamaka, besonders von modernen AD, ausgelöst werden.
Das Problem dabei ist, daß der Betroffene selber sich der Veränderung oft gar nicht bewußt ist, bis gewaltiger Schaden entstanden ist.
Ärzte sehen oft den Zusammenhang zum AD nicht oder erleben den Patienten ja auch immer nur für kurze Zeit, auch wenn sie vorsichtig sind.
Da hat Glück, wer hartnäckige Angehörige hat.

Alles Liebe
Rundi :hug:

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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Dienstag, 06.11.12, 13:16

Liebe rundu,
Wie lange können absetzsymtome bleiben? Habe ssri ja nur drei Wochen genommen.
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Dienstag, 06.11.12, 13:28

Ich versuche einen Arzt zu finden, der mir diazepam verschreibt


Lg
November 2011 - Jänner 2012: Alprastad 0,5 mg / pro Tag
Jänner 2012 - Juli 2012: Alprastad 1-1,5 mg / pro Tag

Ende Juli Zusammenbruch, da zwei Tage kein Benzo - danach eine Woche 2,5 mg / pro Tag

August 2012: drei Wochen Gladem 60 mg täglich und ca. 1,5 mg Xanor
Ende August 2012 - Anfang Semptember 2012: Xanor 1,0 mg am Tag
September 2012 - Mitte Oktober 2012: Pram 20 mg und 0,5 - 1,0 mg Xanor am Tag
Seit Mitte Oktober alles auf Null

Das-kleine-Runde

Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 06.11.12, 13:31

Liebe Sui :) ,

Absetzbeschwerden können sowohl bei Benzos als auch bei SSRI sehr unterschiedlich lange dauern.
Wenn man auf ein SSRI stark unverträglich reagiert, können auch nach kurzzeitiger Einnahme im Einzelfall chronische Beschwerden über Monate oder Jahresgrenezen entstehen.
Man weiß das erst hinterher genau.

Lies ein bißchen im AD-Unterforum -z.B. Irat, Quirk, James72 sind Beispiele für ernsthafte langanhaltende Beschwerden nach wenigen Wochen Einnahme bzw. wenigen Tabletten (Quirk).

Alles Liebe
Rundi :hug:

sui1988
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Dienstag, 06.11.12, 15:58

Liebe Rundi,

ehrich gesagt, bin ich jetzt ein bisschen geschockt. Habe mir einige Beiträge von den gennaten Usern durchglesen. Die scheinen alle total verzweifelt und reden mir aus der Seele. Mein Problem ist, dass ich meinen Zustand kaum in Worte fassen kann, und schweige lieber. Ich beneide sie aber, dass sie alles so frei von sich reden können. Ich war schon immer ein Mensch der für sich leidet um andere nicht zu belasten, vor allem meine Familie, die wen sie mich sehen kurz vor nem Heul- oder Wutausbruch sind.
Sie wissen auch nicht oder wollen es nicht glauben, dass alles von den Tabletten kommt. Ich versuche es Ihnen auch nicht mehr zu erklären. Ich versuche so gut ich kann an Ihren Gesprächen teilzunehmen und mir ein Lächeln aufzuzwingen, und wenn ich sehe dass es Ihnen wegen mir schlecht geht, versuche ich sie zu trösten oder abzulenken.
Ironisch oder nicht, da ich ja eingentlich die jenige bin die getröstet werden sollte. Aber ich lasse mich momentan durch fast garnichts trösten.

Ist es normal, dass ich keine Angstzustände mehr habe? Wenn mir der Gedanke kommt, dass ich vielleicht nie mehr gesund werde, kommen mir eher die Tränen als die Angst, oder ist es einfach nur die Gleichgültigkeit. Ich weis es nicht.
Meine Familie meint auch, ich lasse mich zu sehr hängen und bin einfach nur faul. Ist das wahr? Ich weis es nicht. Es freut mich einfach nichts mehr. Das einzige was mich manchmal teils beruhigt, ist meine Nichte. Egal wie schlecht es mir geht,
will ich dass sie nichts davon mitbekommt und geh mit ihr auf den Spielplatz oder kauf ihr was schönes. Es ist irgendwie ein Ausgleich. Wenn ich keine Freude empfinde, versuche ich jemanden anderen Freude zu schenken.

Manchmal denk ich mit ich bin jetzt total durchgeknallt und fang einfach nur an zu lachen, obwohl es gleichzeitig innerlich so schmerzt.

Es tut mir leid, dass ich soviel schreibe, aber es hat sich gerade einfach so ergeben.

LG Sui
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sui1988
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Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von sui1988 » Dienstag, 06.11.12, 16:03

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich anfangs paar Fenster hatte, als sei nie was gewesen. Aber jetzt ist es nicht mehr der Fall. Ist das ein schlechtes Zeichen?

Danke dir jetzt schon für die Antwort.

lg
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Das-kleine-Runde

Re: neu hier und keine ahnung welche nebenwirkungen benzos h

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 06.11.12, 16:13

Liebe Sui :hug: ,

ich wollte Dich nicht erschrecken :( .
Es ist ja nicht gesagt, daß Du ebenfalls so lang brauchst, um Dich zu erholen, es kann auch wesentlich schneller gehen. :)

Einen Teil wird der Benzo-Entzug auch dazu tun. Es ist schwierig, Aussagen darüber zu machen, wenn mehrere Medikamente beteiligt sind.
Irgendwann ist man was die Absetzfolgen betrifft, wieder genesen, nur leider dauert es bei einigen extrem lange.

Versuch erst mal, Dir gutes zu tun, dich zu schonen, evtl. theapeutisch Unterstützung zu finden und überlege, ob Du mittels Diazepam das Benzo ausschleichen willst.
Ist es normal, dass ich keine Angstzustände mehr habe? Wenn mir der Gedanke kommt, dass ich vielleicht nie mehr gesund werde, kommen mir eher die Tränen als die Angst, oder ist es einfach nur die Gleichgültigkeit. Ich weis es nicht.
Beim einen stehen die einen Symptome im Vordergrund, beim anderen andere.
Oft wechseln auch die Symptome.

Bitte versuch, erst mal Tag für Tag gut zu bewältigen und laß Dich nicht von dern Negativerfahrungen erschlagen.

Du bist nicht durchgekanllt, Du hast Deinem Nervensystem viel zugemutet, die letzte Zeit.

Alles Liebe
Rundi :hug:

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