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Ich kann nicht mehr

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schneefloeckchen
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Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Freitag, 25.01.13, 17:33

Hallo!Kurze Vorstellung:

bin weiblich,61 Jahre alt.Habe vor ca. 17 Jahren zum ersten Mal Bromazanil verschrieben bekommen,der Grund Agoraphobie und Schmerzpatientin ( u.a.Spondylose ,Weichteilrheumatismus,versteifung der Wirbelsäule).Bromazanil 6mg die ersten 10 Jahre nur sporadisch genommen.Dann musste ich wegen zu hohem Blutdruck Medikamente einnehmen,bie heute.Betablocker und Blutdrucktabletten.

Vor ca 8Jahren verschrieb mir mein Arzt wegen der Schmerzen Tramadol,welches ich regelmäßig nahm,2 oder 3 mal am Tag 40 Tropfen.Als diese auch nicht mehr wirkten verschrieb er mir Fentanylpflaster welche ich mir 3 Jahre klebte.Ich nahm also täglich Bromazanil,Tramadol und Fentanylpflaster.

Im November 2010 dann der Zusammenbruch,mit der Feuerwehr ins Krankenhaus auf die Entzugsstation.Das Tramadol wurde sofort entzogen,Bromazanil innerhalb von 4 Wochen von 8 mg mit Hilfe von Diazepam auf 0!Nach 9 Wochen auch das Pflaster entzogen.Zeitgleich ab Anfang Januar Citalopram sofort 20mg gegeben und innerhalb von 6 Wochen auf 60 mg erhöhtIch wurde dann nach 12 Wochen"gebeten" das Krankenhaus zu verlassen,ich wäre ja medikamentenfrei.Dann fing der Horror an.

Der Arzt der mir alles verschrieb wollte mich nicht mehr behandeln,(er schickte wenigstens noch die Rezepte für meinen Blutdruck).Da mein Mann,wir sind 42 Jahre verheiratet,zu der Zeit nach einem Wirbelsäulen- und Schienbeinbruch auch gerade erst aus dem Krankenhaus kam,sind wir nur durch unsere Tochter betreut worden.Mir ging es mit der Citalopram immer schlechter .Ich hatte nur noch Schmerzen,innere Unruhe und was es sonst noch alles gibt,es war nicht zum aushalten.Aus Unwissenheit und wen sollte ich fragen(die Cita verschrieb mir mein alter Arzt notgedrungen auch noch)setzte ich einfach die Cita teilweise ab.Erst auf 40 mg dann auf 20,mir ging es immer schlechter.Dann auf 10 wieder hoch auf 20 mg.Das alles ende April 2011.

Als ich es garnicht mehr aushielt vor Schmerzen rief mein Mann einen Bereitschaftsarzt ,welcher mir sagte,da müssen sie durch,erhöhen sie wieder auf 20mg.Nach langem Suchen fanden wir Anfang Mai 2011(behandelder Arzt von unserer Enkeltochter)einen Arzt der zu mir nach Hause kam.Zeitgleich stieß mein Mann auf diese Forum .Es war eine leichte Beruhigung für mich,das ich nicht die einzige war.Dann im Juni 2011 der Supergau.Mit der Feuerwehr ins Krankenhaus ,Gallendurchbruch Not OP.Meinen Zustand erklärt,aber scheinbar doch Benzos bekommen,denn mir ging es im Krankenhaus nach langer Zeit wieder ganz gut Nach 4 Tagen Entlassung.Kaum zu Hause ging alles wieder von vorne los.

Im August 2011 versucht mein Arzt es mit Moclobemid.Nach 3 Wochen wegen schwerer Nebenwirkungen wieder abgesetzt.Damit wnigstens die Nächte einigermassen ruhig blieben verschrieb er mir Promethazin ,welche ich bis heute nehme und auch vertrage.Im Sptember 2011 machte mein Arzt einen neuen Versuch mit Venlafaxin,mit dem Erfolg ,das mein ganzer Körper brannte wie Feuer und mein Mann wieder einen Bereitschaftsarzt holen musstewelcher mir nur sagte ich hätte eine somatofone Störung.Mir ging es den Rest des Jahres nur noch schlechtMein Bkutdruck spielte verrückt ,Schmerzen am ganzen Körper alle Absetzerscheinungen die hier im Forum auch aufgezählt wurden.

Im Januar 2012 versuchte es der Arzt noch einmal mit Opipramol,nach 3 Tagen abgesetzt wegen schlimmer Nebenwirkungen.Ich kürze jetzt hier ein weig ab.Ihr werdet Euch fragen und das Jahr 2012?Ich wiess selbst nicht wie ich das bisher ausgehalten habe.Nur brennen am ganzen Körper, nur Schmerzen,nur Verzweiflung.Ich habe hier immer wieder gelesen,2Jahre wären eine magische Grenze,doch auch die sind jetzt vorbei.Das Sclimme für mich ist,ich kann zwar den Haushalt so gut wie ich kann versorgen,aber ich habe seit 2 Jahren(bis auf die Gallen OP,die Wohnung nicht mehr verlassen können!!!Ich schaff es nicht mehr,ich kann nicht mehr.Warum kann mir keiner helfen?
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von carriecat » Freitag, 25.01.13, 18:43

Hallo Schneeflöckchen,

willkommen hier im Forum.

Könntest Du bitte stichwortartig eine Signatur mit Deinen Medikamenten erstellen? Was nimmst Du zur Zeit? Citalopram? Venlafaxin? Du hast soviel durcheinander genommen, da kann ich gut verstehen, dass es Dir nicht gut geht.

Ich denke ich schiebe den Beitrag mal ins AD-Forum, darum geht es Dir ja hauptsächlich.
Liebe Grüße,
Anja
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Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
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15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
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schneefloeckchen
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Samstag, 26.01.13, 15:49

Hallo Carriecat!Danke erst mal für Deine schnelle Antwort.War gestern nicht mehr in der Lage Dir zu antworten. Wo kann ich denn meine Signatur schreiben?Nur erst mal soviel,das Cita wurde mir im Krankenhaus noch während des Fentanyl absetzens gegeben und dann sehr schnell auf 60 mg erhöht.Moclobemid,Venlafaxin und Opipramol war nur ein(misslungener )Versuch meines Arztes die Absetzerscheinungen vom Benzo zu lindern.Ich hatte und habe Gott sei Dank nie Depressionen gehabt.Das Benzo (Bromazalin) habe ich nicht nur wegen meiner Schmerzen genommen,sondern ich habe auch gemerkt,daß es mir half, mich in der Öffentlichkeit sicherer zu bewegen.Ich bin jetzt mit den Benzos 25 Monate nach Null.Mit Citalopram 17 Monate nach Null.Moclobemid "nur" 3 Wochen im Oktober 2011 genommen.Venlafaxin 1 Tablette im November 2011.Opipramol 3 Tabletten im Dezember 2011.Ich nehme noch Promethazin 50 mg jeden Abend und meine Blutdruckmedikamente seit 12 Jahren (genetisch bedingter Bluthochdruck)Es ging mir im Januar diesen Jahres zum erstenmal besser,doch seit einer Woche fängt wieder alles von vorne an.Brennen im ganzen Körper ,Übelkeit bis zum Erbrechen,Schädelknochenschmerzen,Tinnitus,Nackenschmerzen,Lippen- und Zungenbrennen,schwere im gesamten Körper,Taubheitsgefühl in den Fingern und in den Füßen,pieken am ganzen Körper,teilweise Gangschwierigkeiten,Schwankschwindel,Sehstörungen manchmal verkrampfung der Extremitäten,Harndrang ,krampfartige Schmerzen im Oberbauch und dann diese Blutdruckspitzen trotz Medikamente und dabei starke "Entzugserscheinungen",körperlich Schwäche und "Gummibeine"Ich hatte ganz vergessen zu schreiben,das ich im Krankenhaus während des Absetzens 7 Krampfanfälle hatte(von denen ich weiss) und mir dabei sogar die Nase gebrochen habe.Ist denn das alles noch normal,das ich noch so zu kämpfen habe?Wird das überhaupt wieder besser .Oder will mein Körper,das alles nicht mehrLiebe Grüße Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Oliver » Sonntag, 27.01.13, 11:08

Hallo,
schneefloeckchen hat geschrieben:Wo kann ich denn meine Signatur schreiben?
Oben links auf der Seite: Persönlicher Bereich > Profil > Signatur

Grüße
Oliver
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Sonntag, 27.01.13, 16:05

Hallo Oliver! Ich hoffe,das mit der Signatur hat geklappt Grüße Schneefloeckchen
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Oliver » Sonntag, 27.01.13, 16:10

Sieht ganz so aus :)
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Oliver » Sonntag, 27.01.13, 16:13

... nur das mit der Liste hat nicht ganz geklappt - vor die einzelnen Punkte gehört noch ein Sternchen in eckigen Klammern, damit erzeugst Du einen Listenpunkt und einen Zeilenunbruch.

Das sieht dann so aus

[list]
[*] Mein erster Punkt in der Liste
[*] Mein zweiter Punkt in der Liste
[/list]

Grüße
Oliver

carriecat
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von carriecat » Sonntag, 27.01.13, 17:32

Hallo Schneeflöckchen,

Du hast ja Citalopram ziemlich kurz ausgeschlichen. Ich habs in 3 Monaten abgesetzt, zeitgleich mit Mirtazapin. Und mir ging es lange ziemlich schlecht, Einige Deiner Absetzerscheinungen hatte ich auch.

Aber Du hast ja immer mal wieder danach was Anderes genommen. Das Alles hat ja Dein Nervensystem zusätzlich gereizt. Vermutlich wird es Dir noch eine Zeit lang schlecht gehen, aber es wird besser werden, ehrlich...
Liebe Grüße,
Anja
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Sonntag, 27.01.13, 18:11

Hallo Carriecat! Du hast natürlich Recht.Nur ich wusste damals noch nicht mal was ein AD ist.Das Cita,welches man mir in der Psychatrie gab,tat man um mir zu "helfen"Ich bin dort hin,damit ich von dem Benzo wegkomme!!!Ich habe ja praktisch 3 Entzüge gemacht (Bromazanil,Tramadol,Fentanyl)Die anderen AD`s hat mir der Arzt (er war einmal bei uns zu Hause) verschrieben um mir den "Entzug"zu erleichtern.Wie soll ich zu anderen Ärzten gehen,wenn ich die Wohnung nicht verlassen kann?Während ich das hier schreibe,fängt schon wieder mein ganzer Kürper an zu brennen und dann diese fürchterlich innere Unruhe.LG SChneefloeckchen
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Courage
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Courage » Montag, 28.01.13, 9:57

Hallo Schneefloeckchen :) ,

ich komme aus dem Benzobereich, habe aber hier deine Geschichte mitgelesen. Es tut mir total leid, in welche kaum erträgliche Lebenssituation du durch diese ganzen Medikamente und deren absetzen, gekommen bist.

Ich bin Schmerzpatientin, habe auf eigenen Wunsch auch Tramadol abgesetzt, leider entschied ich mich für einen ganz schnellen Weg und weiss deshalb, was du ausstehen musstest. Die Benzos habe ich dank des Forums und meiner Ärztin allerdings so langsam ausgeschlichen, dass es ohne grosse Probleme klappte, begleitende AD habe ich zum grossen Glück nicht genommen.

Wie sieht denn deine Schmerzsituation inzwischen aus, also was die Wirbelsäule und das Weichteilrheuma betrifft ? Ständige Schmerzsignale ins Gehirn wirken sich nicht gut aus.

Nun aber noch ein ganz anderer Gedanke...ich lese hier viel mit im AD Bereich, auch über dieses Brennen im Körper. Trotzdem ist mir noch etwas anderes eingefallen...Pantoprazol. Ich kenne es im Einsatz von NSRA Schmerzmitteln und habe es überhaupt nicht gut vertragen, habe deshalb viel wegen Nebenwirkungen gegoogelt und auch das hier gefunden:
http://www.gesundheit.de/medizin/medika ... antoprazol

Hier sind bei Nebenwirkungen SCHWERE Hautreaktionen, allergische Hautreaktionen, Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen angegeben. Davon hatte ich tatsächlich einiges, auch BRENNEN der Haut.

Ich kenne auch Beloc, bekam es eine Weile wegen hohem Pulsschlag verordnet, auch hier sind die Nebenwirkungen nicht zu vernachlässigen, bspw. Hautreaktionen und Depressionen u.v.a., ich finde da einiges deiner geschilderten Beschwerden. Ich persönlich fühlte mich schwer wie Blei damit. Manchmal macht es Sinn, deshalb einen anderen Blutdrucksenker zu wählen.
http://www.ellviva.de/Gesundheit/Beloc- ... ungen.html

Das sind nur MEINE Gedanken, aber es geht dir derart schlecht, dass man vielleicht doch noch andenken sollte, ob da Medikamente noch eine Rolle spielen. Manchmal denkt man vor Elend gar nicht direkt an Dinge, die man noch nebenher einnimmt.
Ich kenne auch die Reaktion von Ärzten, die dann einfach bzgl. Nebenwirkungen abwinken, ich musste im Laufe meiner Schmerz"karriere" lernen, dass dieses Abwinken nicht immer richtig ist.

Leider gibt es hier Teilnehmer, die lange und schlimm nach dem Absetzen von ADs leiden, ich weiss das und möchte hier nicht ausdrücken, dass deine Beschwerden niemals vom Absetzen kommen. "Vielleicht" werden diese Absetzsymptome bei dir aber noch verlängert/verstärkt durch die jetzigen Medikamente.

Ich hoffe, dass das bei allen Betroffenen richtig rüberkommt :group: .

Ich wünsche dir ganz baldige Besserung, ich war nach einem Unfall fast 1 Jahr zuhause und weiss, dass du dich schrecklich fühlen wirst. Aber bitte gib die Hoffnung trotzdem nicht auf, vielleicht hilft dir der Austausch mit den Betroffenen hier ein Stück Weg weiter,

liebe Grüsse, ich wünsche auch allen anderen, die hier noch zu kämpfen haben, zügige Besserung :group:
Andrea :)
Drop the thought.
__________________
26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

All meine Einträge und Antworten beziehen sich immer nur auf EIGENE Erfahrungen, ich bin medizinischer Laie, kein Arzt.

Mein Verlauf ist hier zu finden : http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=5967

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 28.01.13, 18:40

Hallo Courage!Ich schaffer es immer noch nicht gleich zu antworten.Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte.Esw hilft mir ein wenig,zu lesen,das Andere den gleichen Weg gehen.Über die Einnahme der Pantoprzol denke ich schon länger nach,aber ich habe eben auch Magengeschwüre.Auch an eine Reduktion der Betablocker habe ich schon gedacht.Ich weiß,daß mit den Betablockern bin ja nun schon seit fast 13 Jahren Blutdruckpatient ,aber damit wären wir beim Thema Ärzte! Ich verfolge Deinen "Weg" (früher als Gast) schon eine ganze Weile,ist schon komisch.Die Schmerzen verswuche ich im Moment mit Wärme zu behandeln.Darf ich Dir eine PN schicken?
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2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
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Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Courage » Dienstag, 29.01.13, 7:39

Hallo Schneefloecken :) ,

ja sicher kannst du mir eine PN schicken :hug: .

Es ist bei Absetzthemen sicher richtig, dass wir das alles offen ins Forum stellen, damit auch andere die Informationen erhalten, aber über abweichende Themen geht natürlich auch PN,

liebe Grüsse
Andrea :)
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26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Dienstag, 29.01.13, 18:16

Hallo Schneeflöckchen :)
Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Bin ziemlich entsetzt, was du alles mitmachen musstest. Ich habe auch mal Pantoprazol nachgelesen, es kann einen B12 Mangel machen, der kann zu Nerverschäden und zu Schwäche führen, solltest du mal kontrollieren lassen. So wie ich dich verstehe, schaffst du gerade so deinen Haushalt, wäre nicht eine Haushaltshilfe sinnvoll, damit du deine wenige Energie für dich einsetzen kannst. Warum kannst du das Haus nicht verlassen? Ist es die Schwäche, Schmerzen oder Angst? ich kenne als Schmerzpatientin auch Phasen in denen ich das Haus nicht verlassen konnte. Ich versuche mittlerweilen, falls irgendwie möglich, wenigstens kurz vor die Tür zu gehen und wenn es nur 5 Minuten sind. Das macht einen grossen Unterschied! Wäre vielleicht ein Gehwagen eine Hilfe? Dann hat man immer seinen Stuhl dabei! Hast du schon ausprobiert, was die helfen könnte die Situation besser zu bewältigen im Sinne von mehr Lebensqualität? Entspannungsverfahren, Schmerzbewältigungstraining etc, es gibt ne ganze Menge was man probieren kann. Es ist ja wohl leider davon auszugehen, dass deine Beschwerden nicht so schnell weggehen werden, also vielleicht mal in so eine Richtung forschen. Vielleicht wäre eine gute psychomatische Klinik/Kur ein Einstieg. da könntest du Verschiedenes ausprobieren und würdest hoffentlich etwas Entlastung finden. Du schreibst ja auch, dass es dir bei deinem letzten Klinikaufenthalt gut ging,vielleicht waren es Medikamente,aber vielleicht hat ja auch das versorgt werden geholfen. Mücke hat in Selinas thread die Klinik Lahnstein empfohlen, vielleicht wäre das was für dich. Sind alles nur so Gedanken, die ich dazu habe, vielleicht ist ja für dich was dabei.
Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwere Zeit, und dass es dir bald besser geht :hug: padma
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 29.01.13, 21:35

Hallo Padma!Vielen Dank für Deine lieben Worte.Wenn es mir einigermassen gut geht,schaffe ich den Haushalt sehr gut und ich koche für mein Leben gern.Dazu kommt ,das mein Mann mir so gut wie er kann hilft.Nein ich habe mich in der Psychatrie nicht wohl gefühlt.Man hat auf meine Schmerzsymptomatik keine Rücksicht genommen,man hat mir innerhalb von 6 Wochen Citalopram auf Höchstdosis gegeben (60 mg).Ich wusste nicht einmal warum?Man hat mir zar die Benzos entzogen aber für einen sehr hohen Preis.Mir geht es heute,nach 24 Monaten immer noch Sch....Ich kann nicht aus der Wohnung,weil ich ja die Benzos nicht nur wegen der Schmerzen genommen habe sondern auch,daß ich unter Leute konnte,denn ich bin selbstständig.Und diese Deckelung fehlt eben.Aber in diesem Zustand kann ich garnichtsLiebe Grüsse Monika
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bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Courage » Mittwoch, 30.01.13, 7:08

Hallo Schneeflöckchen :) ,

spielt die Agoraphobie hier mit rein, dass du nicht rauskannst ? Ich habe das bei meinem Bruder miterlebt, der unter Agoraphobie/sozialer Phobie litt, das war sehr schwer. Er hat die Barriere nie so überwinden können, dass er sich in einer entsprechenden Klinik behandeln liess, aber es gibt diese Angebote.

Ich vermute, du hast schon etliches an Therapiemöglichkeiten versucht, das üblichste ist wohl Konfrontationstherapie, Hypnose könnte ich persönlich mir als hilfreich vorstellen. Ich weiss, es geht dir momentan auch körperlich sehr schlecht, nicht grade geeignet, eine Therapie zu machen. Aber es geht tatsächlich um dein Leben, deine Threadüberschrift sagt aus, dass du nicht mehr kannst, alles, was sich ändern würde, wäre ja ein GEWINN.

Ich kenne auch den Teufelskreislauf einer Schmerzerkrankung gut, kommt dann noch eine Angsterkrankung dazu, sinkt die Lebensqualität extrem. Kann es dir helfen, dass du weisst, dass du die Klinik, in die du wegen der Gallen-OP musstest, überstanden hast ?

Du hast bei mir mitgelesen, dann weisst du, dass mein Bruder schwer erkrankte. Die ersten Klinikaufenthalte waren grauenvoll für ihn, aber es wurde eine gar nicht beabsichtigte Konfrontationstherapie draus, es wurde NORMAL für ihn, er konnte dann auch wöchentlich zu den Chemos in die Onkologie.

Es tut mir heute noch weh, dass er diese Konfrontationsherapie nie wagte, solange er körperlich gesund war und er soviel hätte noch in seinem Leben unternehmen können.

Ich habe nachgelesen, dass Patienten doch wieder schnell betroffen sind mit Agoraphobie, wenn sie eine Therapie MIT medikamentöser Unterstützung durchführen, es sind Benzos erwähnt. Du nimmst keine mehr, vielleicht wäre hier die Chance gekommen, diese tückische Krankheit zu überwinden.

Ich finde Padmas (hallo Padma :) ) Überlegung mit der Klinik doch sehr gut. Wenn es dann noch eine wäre, die zusätzlich Angsterkrankungen behandelt, könnte dich das aus dieser schrecklichen Isolation befreien.
Oder wenigstens täglich paar Minuten draussen versuchen, es würde dir das Gefühl geben, wieder mitten im Leben zu sein.

Das sind jetzt auch nur MEINE Gedanken, nur du selbst kannst entscheiden, was für dich möglich ist. Aber ich würde dir so sehr wünschen, dass du in die Normalität zurück kannst, die Überwindung ist wohl das Schwerste dabei. Ich kann mir hier nicht anmaßen, auch nur zu ahnen, wie man sich mit so einer entsetzlichen Angsterkrankung fühlt. Nur selbst Betroffene eines Angstforums könnten da mehr raten, deshalb betrachte den Text bitte wirklich nur als Gedankengang,

komm möglichst gut durch den Tag, ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür,
Andrea :hug:
Drop the thought.
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Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Donnerstag, 31.01.13, 20:52

Hallo!Nur ein kurzer"Krankheitsbericht".Heute früh dachte ich schon,wenn der Tag so bleibt,wäre es ja nicht schlecht,außer ein paar kleineren Symptomen(Tinnitus,leichte Übelkeit,Schwindel,Sehstörungen)ging es ganz gut.Aber mittags fing alles wieder an,starke innere Unruhe,Harndrang,brennen am ganzen Körper,Blutdrucksprünge,Schmerzen in Armen und Beinen und dann die Angst,daß alles wieder von vorne anfängt.Nachmittags beruhigte es sich , jetzt geht es wieder.Das kann doch alles nach 2Jahren "Entzug" nicht mehr wahr sein.Ich will doch nur vernünftig leben.Ich habe alles abgesetzt oder bin abgesetzt worden,damit ich ein normales Leben führen kann.Aber das ist kein Leben.LG Monika :frust: :frust: :frust:
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Courage » Sonntag, 03.02.13, 8:27

Hallo Schneeflöckchen,

leider kann ich dir nur schreiben, dass ich dir baldige Symptomlinderung wünsche, verlier die HOFFNUNG nicht,

alles Liebe
Andrea :hug:
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Sonntag, 03.02.13, 15:59

Liebe Courage! Danke für die aufmunternden Worte. :hug: [*]Gestern ging es mir einigermassen "gut"[*]Heute früh habe ich schon im Bett gemerkt,daß es heute wieder schlimmer wird,und tatsächlich,so gegen Mittag fing das brennen am ganzen Körper wieder an,mir ist schlecht,habe wahnsinnige innere Unruhe in mir.Die Schmerzen sind wieder kaum auszuhalten.Ich halte das nicht mehr lange aus[*]Mensch ich bin im dritten Jahr!!! :frust: [*]Kann mir denn keiner sagen,ob das noch normal ist? :?: [*]Ich habe in meinem Leben schon viel aushalten müssen,aber das jetzt übersteigt meine Kräfte [*]Meine Nerven liegen blank,trotzdem liebe Grüße Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Courage » Montag, 04.02.13, 6:56

Liebes Schneeflöckchen :) ,

oweh, das klingt gar nicht gut, was du über dein Befinden berichtest, das ist alles verdammt schwer für dich :hug: .

Was glaubst du selbst...sind die abgesetzten AD, oder die Benzos schuld an der Misere ? Ich würde aufgrund der Berichte hier auf die AD tippen. Und mir geht immer noch durch den Kopf, ob dir nicht die jetzigen Medikamente ein zusätzliches Problem bescheren, das diese Absetzgeschichte ins unendliche verlängert.

Aber es gibt im AD Bereich leider Betroffene, die eine lange Leidenszeit durchleben müssen, vielleicht kann dir aber das dort mitlesen auch Mut machen, man findet immer wieder, dass die Geduld sich auszahlt und es doch in Schritten VORWÄRTS geht.

Dauerschmerzen sind verdammt schädlich für die Psyche, hier wird durch die Schmerzsignale vieles negativ im Gehirn abgespeichert, man schüttet sehr viel Stresshormone aus, Glückshormone werden gekillt :sick: , ein Schmerzgedächtnis wird zur eigenständigen Erkrankung...das ist natürlich laienhaft ausgedrückt, es finden etliche Prozesse in der Gehirnchemie statt.

Die Folge könnten auch irgendwann Depressionen sein. Viele Schmerzpatienten leiden drunter und das nicht nur, weil ihre Situation unschön ist, sondern weil eben einiges im Gehirn ins Ungleichgewicht gerät.
Hat dein Arzt schonmal über Fibromyalgie gesprochen ?

Wahrscheinlich hast du hier schon reingelesen, aber ich stells dir nochmal rein, unsere klasse Rundi hat hier einen GESUNDthread erstellt, er macht MUT, dass alles ein gutes Ende haben wird:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 526#p58969

Hier die Benzos:
http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=6441


Ich hoffe, du kannst heute die Woche besser beginnen und hast einen guten Tagesanfang,

alles Liebe
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 04.02.13, 20:59

Liebe Courage! Vielen Dank für Deine liebe Antwort Du bist scheinbar wirklich die Einzige,die bei neuen Mitgliedern antwortet :D
Zur Fibromyalgie,die ist bei mir schon vor über 10 Jahren festgestellt worden.
Aber vielleicht auch mal was Positives,heute früh war nicht so prickelnd,aber nach dem Frühstück konnte man fast sagen,die Sonne ging auf.
Ich habe bis in den Abendstunden einige Dinge machen können ,die ich schon lange nicht mehr konnte.
z.B. lesen,schreiben und die Wohnung ein bischen verschönern.
Ich hatte zwar zwischendurch immer wieder Momente,in denen ich nicht Herr meiner Sinne war,habe mich dann einfach abgelenkt und dann ging es wieder.
Meine Tochter sagt immer,ich soll die guten Stunden oder Minuten geniessen und das mache ich dann auch.
An solchen "lichten" Tagen möchte ich einfach nicht schlafen gehen weil ich nicht weiss was mich am nächsten Morgen erwartet.
Durch die Benzos und die AD s und dann noch die Not-OP,kann noch nicht mal mein Arzt (und ich auch nicht) auseinanderbröseln woran es liegt,das die Absetzerscheinungen so heftig sind.
Dazu kommt halt noch,das es im Krankenhaus viel zu schnell abgesetzt wurde.
Nebenbeibemerkt lese ich cirka seit ca. 20 Monaten ,das Benzoforum und das AD Forum als Gast.,auch das-kleine-Runde ist mir noch ein Begriff.
Mir hat es persönlich viel geholfen,das ich im Forum gelesen habe ,denn ich weiß nicht was ohne dieses Forum passiert wäre. :frust: :frust: :frust: Vielen Dank dafür an ALLE Ganz liebe Grüße an Dich liebe Courage :hug:
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bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
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Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
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