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Ich kann nicht mehr

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Kevin05
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 23.06.15, 16:02

Hallo Monika,

das freut mich sehr, man soll die Sachen so sprechen wie sie sind und wenn sie gut sind bei dir, dann finde ich das sehr wichtig auch zu sagen, die Menschen hier bzw. die Betroffenen leben ja ein Stück mit und wenn es jemand besser oder gar gut geht ist das eine wichtige Botschaft, vor allem weil das ja nicht so oft vorkommt. Deine Geschichte gibt sicher vielen Hoffnung und deshalb ist es sehr wichtig, dass du drüber schreibst. Oft ist es ja so, wenn es den Leuten besser geht, dann hört man nichts mehr und so ist dein positives Feedback sehr wertvoll, zumal du ja auch Langzeitbetroffene warst und sich jetzt nach wirklich längerer Zeit es deutliche Signale einer Besserung gibt, wie du sagst, das lässt auch nicht so optimistische Menschen wie mich aufhorchen und bestätigt mich, dass es doch eine Chance gibt.

Ich denke jede und jeder, der deinen Beitrag gelesen hat wird das auch so verstehen, es ist einfach wichtig sich vor allem auch für andere zu freuen, weil wie ich schon mehrfach geschrieben habe, der Sinn in unserem Leben liegt ja vielleicht oder gerade auf dem auch sich daran zu erfreuen, dass es anderen gut geht bzw. die Obsorge für andere. Klar, soll man auch auf sich sehen, aber der Blick über sich hinaus ist sehr wichtig und wenn sich positive Entwicklungen wie bei dir nach langer Zeit zeigen, dann sollte das ein Grund zur Freude für jeden sein, auch für die die noch nicht so lange hier sind.

Es ist ja total nett, dass du darüber berichtest, du könntest ja auch schweigen, dann würde deine Geschichte dahingehend unvollendet bleiben, dass das bleibt, was du zuletzt geschrieben hast, daher von mir auf jeden Fall der Dank für die guten Nachrichten, alles Liebe und wie gesagt toll, wie es sich entwickelt hat und ist und das einfach mal genießen, was du geschafft hast und das ohne Wenn und Aber, Kevin
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(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Mittwoch, 24.06.15, 18:37

Danke Kevin!
Ich werde auf alle Fälle weiter berichten. Wenn ich anderen Usern damit helfen kann.Mir wurde auch geholfen, als es mir sehr schlecht ging.
Noch mal Danke an alle dafür.Ohne euch hätte ich es warscheinlich nicht geschafft.
Liebe Grüße
Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Donnerstag, 18.02.16, 15:04

Hallo Ihr Lieben!
Ich habe mich aus der Versenkung geholt um ein paar Zeilen zu schreiben.
Ich möchte nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben.
Es ging mir wirklich einige Monate recht gut,Ab und zu gab es kleine Unpässlichkeiten aber nach dem
was ich die Jahre zuvor hatte war es nicht der Rede wert.
Bis Oktober.Plötzlich bekam ich eine schwere Erkältung einschließlich einer Nasennebenhöhlenentzündung
und zu guter letzt auch noch eine Kopfgrippe dazu.
Es ging mir wieder mal schlecht,auch mit den Entzugssymptomen.
Gegen die Kopfgrippe bekam ich Spritzen in den Nacken.
Ich hatte fürchterliche Schmerzen.
Mit viel Wärme und Ruhe bekam ich dieses wieder in den Griff.
Ich fühlte mich aber danach nach jeder geringsten "Anstrengung" so schwach und war immer an der Grenze
des Zusammenbruchs.
Selbst die geringste Anstrengung wie waschen,anziehen,Haare machen u.s.w. fiel mir sehr schwer.
Ich habe viele Entzugserscheinungen wieder wie in früheren Zeiten gehabt.
Erst zu Weihnachten ging es mir wieder einigermaßen und ich fühlte wieder Besserung.
Im Januar habe ich dann 1 mg Promethzin abgesetzt.Mir ging es immer schlechter.
Also auch mit großem Widerwillen bin ich wieder auf 10 mg Promethazin zurück gegangen.
Ich wußte auch genau,das ich immer noch nicht richtig stabil war,das seit Oktober mein Immunsystem
noch nicht richtig in Ordnung war.
Anfang Februar dann der Supergau.
Ich wachte nachts mit höllischen Schmerzen im rechten Bein und Lähmungserscheinungen von der Hüfte
bis runter zum Knöchel auf.
Wir sind noch in der Nacht ins Krankenhaus.Ich hatte Angst,da mir vor 12 Jahren die letzten 5 Wirbel der
Wirbelsäule versteift wurden,das ich jetzt wieder operiert werden muß.
Ich wurde sofort untersucht.CT,neurologisch,Blut und Ultraschall.
Es stellte sich heraus,das ich in der rechten Hüfte eine Knochenhautentzündung habe.
Man war der Meinung,das mein Immunsystem durch das was ich in den letzten Jahren durchgemacht habe
sehr stark geschwächt war.Das ich alles mitnehme was mir "geboten wird".
Also wieder Spritzen und viel Ruhe und entzündungshemmende Medikamente.
Es hat wieder soviele Symptome ausgelöst und es nimmt kein Ende.
Ich bin am verzweifeln ob es je wieder aufhört,ob ich irgendwann mal Ruhe komme.
Mit einem neuen und "anderem" Leben als früher habe ich mich ja schon abgefunden,aber wenn
immer und immer wieder solche Rückschläge kommen bin ich auch oft sehr verzweifelt.
Zusätzlich weiß ich auch,das mir die 10 mg Promethazin nicht gut tun.Mir tut das Promethazin überhaupt nicht gut!
Ich habe durch die Promethazin auch immer noch viele Nebenwirkungen wie z.B. Taubheitsgefühle,
starke Kopfprobleme (im liegen geht es noch mit dem Kopf aber sobald ich sitze oder stehe habe ich
das Gefühl es schwappt im Kopf alles hin und her und ein Gefühl wie Blei im Kopf) fürchterlich und schwer zu beschreiben.
Ich habe auch das Gefühl ständig überfordert zu sein und habe eine maßlose Kraftlosigkeit im Körper.
Ich muß das alles los werden und weiß im Moment noch nicht einmal wie.
Nächste Woche muß ich wieder zur Untersuchung ob sich die Knochenhautentzündung gebessert hat.
Etwas besser laufen kann ich schon aber ich habe immer noch Schmerzen.
Es tut mir so leid,das ich nicht viel positives schreiben konnte,aber ich wollte wenigstens ein
Lebenszeichen von mir geben
Seid alle lieb gegrüßt von Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Donnerstag, 18.02.16, 19:32

liebe Monika, :)

danke dir fürs Lebenszeichen.
Ich hatte gehofft, dass es dir so einigermassen geht.

Es tut mir sehr leid, dass jetzt diese zusätzlichen Krankheiten dazu gekommen sind. Ich verstehe gut, dass du am Verzweifeln bist. Solche Rückschläge sind schwer zu verkraften.
Lass dich mal :hug:

Die vielen PP haben dein Immunsystem wohl wirklich stark angegriffen.

Auch wenn dir Promethazin nicht gut tut, hast du wohl keine Wahl als die Dosis ertsmal so zu lassen, bis du dich gesundheitlich wieder gefangen hast.

Du hast schon soviel geschafft, du wirst auch das durchstehen. :hug:

gute Besserung und ganz viel Kraft :fly:
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 21.02.16, 21:19

Hallo Monika,

ich wünsche dir baldige Besserung und dass es wieder deutlich besser geht, liebe Grüße Kevin
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dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
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Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 23.02.16, 20:26

Liebe Padma!
Ganz lieben Dank für deine lieben Worte.
ich weiß das auch du sehr oft Erschöpfungszustände hast und unter Kraftlosigkeit leidest und
trotzdem immer bereit bist den Usern tröstende und aufbauende Worte zu schreiben.
Dafür möchte ich dir danken.
Es ist durchaus keine Selbstverständlichkeit.
Aber die Worte tun einem so furchtbar gut wenn es einem sehr schlecht geht.
Ja mit dem Promethazin werde ich noch warten müssen,so schwer es mir auch fällt.
Aber es wäre der falsche Weg und falsche Wege bin ich schon zu viel gegangen im Absetzprozess.
Ich wünsche auch dir beim weiteren Absetzen alles gute.
Liebe Grüße Monika

Auch dir Kevin möchte ich für die wie immer tiefgreifenden Worte danken.
Warum hast du sie gelöscht?Egal,ich habe jedenfalls den anderen Text und auch Mücke's Zitat gelesen.
Ich fand deinen Text gut und möchte dir mit einem Zitat von dem griechischem Dichter Phokylides von Milet
um 540 v.Christi antworten.
"Keiner weiß was der nächste Tag,die nächste Stunde bringt.Verborgen bleibt die Todesstunde und die Zukunft ungewiss".
Dir wünsche ich weiterhin alles gute für deinen Weg.
Liebe Grüße Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 23.02.16, 22:31

Liebe Monika,

danke, dass Du ein Lebenszeichen gegeben hast.

Es tut mir leid, dass nach den soweit guten Monaten nun wieder so schwierig ist. Besonders die Knochenhautentzündung, die aber natürlich behandelt werden muss. Leider wissen wir aus Erfahrungsberichten, dass Medikamente aller Art dann wieder neue und bekannte Symptome auslösen können.
Mit einem neuen und "anderem" Leben als früher habe ich mich ja schon abgefunden,aber wenn immer und immer wieder solche Rückschläge kommen bin ich auch oft sehr verzweifelt.
:hug: Das ist sehr verständlich, sehr menschlich. Das kann man nicht einfach wegstecken und nur tapfer sein.
Ich habe durch die Promethazin auch immer noch viele Nebenwirkungen wie z.B. Taubheitsgefühle, starke Kopfprobleme (im liegen geht es noch mit dem Kopf aber sobald ich sitze oder stehe habe ich das Gefühl es schwappt im Kopf alles hin und her und ein Gefühl wie Blei im Kopf) fürchterlich und schwer zu beschreiben.
Ich habe diese Formulierungen (Gehirnschwappen, Blei) oder ähnliche Beschreibungen schon gelesen, auch im amerikanischen Forum. Es ist sicher nur ein schwacher Trost, aber Du bist nicht alleine mit diesen Empfindungen.
Nächste Woche muß ich wieder zur Untersuchung ob sich die Knochenhautentzündung gebessert hat. Etwas besser laufen kann ich schon aber ich habe immer noch Schmerzen.
Lass uns gerne teilhaben, was die Untersuchung ergibt. Ich wünsche Dir, dass die Schmerzen nachlassen.

Liebe Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Samstag, 27.02.16, 17:20

Liebe Murmeline!


Auch dir möchte ich für deine lieben Worte danken.Auch für de beruhigenden Worte,das es
anderen mit den NL genauso geht.
Man hat ja schon das Gefühl,es hört niemals auf und man muß damit einfach leben.
Ich hätte niemals gedacht,das niederpotente NL schwerer auszuschleichen sind als andere NL.
Erst als ich Peter Lehmann gelesen habe ist es mir bewußt geworden.


Am Donnerstag wurde wieder alles untersucht und Freitag hatte ich auch schon die Ergebnisse.
Die Entzüngswerte sind zurückgegangen,der Arzt sagt das das ein gutes Zeichen ist.
Ich bekam nochmal 2 Sprtzen.Muß aber keine Tabletten mehr nehmen.
Ich bin so zufrieden,das im Moment keine OP erforderlich ist.
Ich muß viel liegen und darf das Bein nicht belasten und nicht viel laufen.
Alles besser als eine OP.
In 4 Wochen habe ich einen neuen Termin zur Untersuchung und hoffe das es dann noch besser ist.
Es sind natürlich wieder eine Vielzahl von Symptomen getriggert worden.
Ich hoffe wenn die Spritzen aus dem Körper sind wrd es wieder aufwärts gehen.
So stehe ich einfach fast wieder am Anfang des Entzuges.
Ich wünsche allen ein symptomfreies und schönes Wochenende Monika
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Samstag, 27.02.16, 18:29

liebe Monika, :)

Schön, dass die Entzündungswerte zurückgegangen sind und dass du keine OP brauchst. :D Das wenigstens bleibt dir erspart.
Ich hoffe wenn die Spritzen aus dem Körper sind wrd es wieder aufwärts gehen.
So stehe ich einfach fast wieder am Anfang des Entzuges.
Ja, ich denke, dass es dann langsam wieder aufwärts gehen wird. Auch wenn jetzt wieder Symptome getriggert wurden, glaube ich nicht, dass du quasi wieder fast am Anfang des Entzugs stehst. Das jetzt hat eine heftige Symptomwelle gertriggert, aber Heilungsprozesse haben ja bereits stattgefunden.
Ich hätte niemals gedacht,das niederpotente NL schwerer auszuschleichen sind als andere NL.
Erst als ich Peter Lehmann gelesen habe ist es mir bewußt geworden.
Was schreibt er dazu? Vielleicht magst du dazu auch was im NL Bereich schreiben? Natürlich nur, wenn du die Kraft dazu hast.

weiterhin gute Besserung und ein trotz allem schönes WE :hug:
liebe Grüsse,
padma
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Samstag, 27.02.16, 18:59

liebe Monika, :)

ich nochmal. :o

Könntest du bitte bei Nebelsonne :) vorbei schauen? viewtopic.php?p=131800#p131800
Sie hat Probleme Promethazin im Anschluss an einen Benzoentzug auszuschleichen.

Danke dir :hug:

lg padma

schneefloeckchen
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 08.08.16, 21:05

Hallo Ihr Lieben!
Ich möchte mich nach langer Zeit wieder mal melden.
Meine Knochenhautentzündung ist gut verheilt und ich kann wieder richtig laufen.
Ich habe aber leider ein anderes Problem :shock:
Nach dem es mir wieder so einigermaßen richtig ging,ich muß dazu sagen 100% Symptomfrei
war ich noch nie in den letzten Jahren,fühlte ich mich aber stark genug um mit
dem Promethazin runter zu gehen.
Ich habe das Promethazin als Tropfen bekommen (1 ml sind ein 1 mg).
Am 13.06. habe ich das erste mg weggelassen.
4 Tage ging es mir gut und dann hatte ich ca.14 Tage mehrere Symptome die aber einigermaßen auszuhalten waren.
Dann ging es wieder und ich setzte nach 4 Wochen (11.07.)wieder 1mg ab.
Das gleiche Spiel wie beim letzten Mal.4 Tage war alles O.K. und dann ca. 9 Tage wieder Symptome.
Als es mir wieder besser ging,dachte ich ich hätte es überstanden.
Ich wollte eigentlich nach 4 Wochen wieder absetzen.
Aber ab dem 3.8. ging alles wieder von vorne los.
Der Höhepunkt war jetzt Sonntag und Montag also heute.Symptome ohne Ende. :frust: :censored:
Übelkeit,erbrechen,Durchfall,DR,Blutdrucksprünge,hoher Puls,starke Unruhe,Oberbauchschmerzen,Gelenkschmerzen,
Kopfschmerzen so das ich meinen Kopf nicht heben konnte,Muskelschmerzen,brennen unter den Armen und
verschiedenes mehr ich kann es alles gar nicht aufzählen.
Ich liege also wieder mal im dunklen Zimmer und bin total verzweifelt und muß viel weinen,
weil ich Angst habe es nicht zu schaffen.
Jamie hat mir mal vor langer Zeit geschrieben "vielleicht hast du gar keine großen Probleme bein NL absetzen".
An diesen Satz muß ich oft denken.Nur trifft er bei mir leider nicht zu.
Ich habe das Benzo,Morphin,Trama und AD Entzug überstanden und bin öfter durch die Hölle gegangen
und habe gedacht es wird nie wieder.Aber die Promethazin abzusetzen sind noch ein Zahn schärfer,
zumindestens für mich.
Ich dachte es gibt nichts schlimmeres als die Hölle aber im Moment sehe ich das anders :zombie:
Vor lauter Verzweilung weiß ich nicht wie ich weiter machen soll.
Ich habe einfach Angst vor jedem weiteren Schritt beim absetzen..
Ich habe bis heute nicht verstanden,warum ich die NL wegen Schlafmangel verschrieben bekommen habe.
Ich wußte noch nicht einmal was ein NL ist und was es anrichten kann.
Das habe ich erst im Forum :hug: und aus Büchern erfahren.
Heute fass ich mir an den Kopf und frage mich,wie dumm muß man sein um den Ärzten zu vertrauen.
Es tut mir leid,das ich hier so jammere,aber ich bin zur Zeit so hilflos.
Liebe Grüße von einer verzweifelten Monika
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November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
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Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Sunnyrose » Montag, 08.08.16, 21:25

Liebe Monika

Es tut mir sehr leid, dass es dich so arg erwischt hat :hug: ich könnte mir gut vorstellen, dass die Schritte einfach zu gross sind. Die sehr starken Symptome weisen nicht darauf hin, dass du das nicht schaffst, sondern dass der Schritt zu gross war.

Ich würde 0,5mg wieder aufdosieren und länger als 4 Wochen stabilisieren. Eher 6-8, da du mit starken Symptomen reagierst. Resp. dein Zentralnervensystem.

Damit das Absetzen gelingt, ist genau das ganz wichtig. Reagieren auf die Reaktion deines Körpers. Es war zuviel.

Kennst du den Ausdruck "kindling effect"? Er wird üblicherweise bei Benzodiazepin-Entzüge verwendet. Meines Erachtens gilt dies jedoch bei allen Entzügen. Es bedeutet, dass je mehr Entzüge ein Mensch durchsteht, desto schwieriger kann der nächste Entzug werden.

Ich habe auch mehrere Entzüge hinter mir und jetzt erscheint mir der letzte Entzug vom AD (Escitalopram) am schlimmsten. Ich finde dieses "kindling effect" sehr einleuchtend.

Ich hoffe es wird bald wieder besser und wie gesagt ich würde wieder rauf auf 8,5mg und in 0,5 mg Schritten fortfahren.

Liebe Grüsse
Deria
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Januar 2017: 6,8mg
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8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Montag, 08.08.16, 22:27

liebe Monika, :)

es tut mir sehr leid, dass dich wieder eine solche Symptomwelle erwischt hat. Ich kann verstehen, dass du völlig verzweifelt und mit deinen Kräften am Ende bist. :hug:

Ich sehe es wie Deria :) , dass dein ZNS mittlerweile so sensibilisiert ist, dass du nur extrem langsam runter gehen kanst. Ich würde auch auf 8,5 mg hoch gehen in der Hoffnung, dass die Symptome dann nachlassen.

Ich schicke dir ein ganz dickes Kraft- und Mutmachpaket :fly: :group:

liebe Grüsse, :hug:
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 09.08.16, 9:41

Hallo Schneeflöckchen,

tut mir auch leid, dass es dir so bescheiden geht, wobei das eben wie eine Seuche ist, nur kaum jemand spricht abseits von einschlägigen Medien wie dem Forum darüber.

Die Informationspolitik ist nicht vorhanden und ich frage mich immer wieder, ob die Ärzte so dumm sind oder sie wissentlich den Leute das Gift verschreiben einfach aufgrund von Prämien.

Für mich ganz klar und immer klarer, egal welche Substanzgruppe - jede hat das Potential das Leben zumindest vorübergehend zu Hölle zu machen.

Was mir in der Realität auffällt ist, dass es kein wirkliches Thema ist, ich höre immer wieder von Menschen, sie hätten keinerlei Probleme und auch Fachärzte sagen, sie kennen kaum Patienten, die Probleme haben. Wenn man in den Apotheken fragt zeigt sich ein anderes Bild, die wundern sich, was da alles über den Ladentisch geht.

Das Drama wie gesagt, schon oft geschrieben, keine Forschung, niemand kennt sich aus, keine Ansprechpartner, kein Verständnis, Ausgrenzung, Stigmatisierung.

Dabei sind es so viele in Wirklichkeit die Probleme haben, aber viele outen sich einfach nicht gar nicht. Ich will hier auch nicht die Benzos schönreden, sie sind definitiv hochgefährlich, aber alles andere auch sobald man es länger nehmen muss zeigt es sich, dass längerfristige Probleme auftreten, die mal verschwinden und wieder kommen.

Was leider auch selten ist, ist wenn Menschen mal in Berührung mit den Substanzen gekommen sind einige Zeit, dass sie je wieder ganz davon wegkommen, diese Aussage mag umstritten sein, aber halt meine persönliche Erfahrung oder es dauert sehr, sehr lange und die Lebensqualität der Betroffenen ist massiv eingeschränkt, also für mich schon ein Drama, weil viele Betroffene haben schon vergessen, wie ein annährend normales Leben aussieht und denken so schlecht geht es mir ja gar nicht, alles Gute und gute Besserung, Tipps kann ich dir leider keine geben, außer halte dich fern von Ärzten, LG Kevin
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Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 09.08.16, 16:29

Liebe Deria!Liebe Padma!
Danke für eure Antworten und mitfühlenden Worte :hug:
ich habe mich entschlossen bis Sonntag die 8 mg zu halten.Sollte es nicht
besser werden gehe ich 0,5 mg höher,zwar mit Widerwillen,aber es muß dann so sein.
Mit Aufdosierungen habe ich beim NL bis jetzt immer schlechte Erfahrungen gemacht.
Sie sind mir nie gut bekommen.
ich habe von diesem Medikament viele Nebenwirkungen und nicht ein Vorteil :evil: .
Das habe ich aber auch erst festgestellt je niedriger die Dosis wurde,
Viele Taubheitsgefühle und viele Spasmen in den Extremitäten,alleine schon bedingt durch
meine Behinderungen.
Deshalb wollte ich so schnell wie es geht absetzen.
Früher habe ich die Symptome immer auf die "alten Entzüge" geschoben.
Ich kam nie auf die Idee,das es allein am NL lag.
Ich werde dann so lange warten bis ich stabil bin und dann mit 0,5 mg weitermachen.
Über den "Kindling Effekt" habe ich auch schon gelesen und Jamie erwähnt ihn oft im Forum.
Nochmal vielen Dank für eure Antworten und liebe Grüße Monika
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2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
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November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
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Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
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11.07.2016 Promethazin 8 mg
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 09.08.16, 16:40

Hi Kevin!
Auch dir vielen Dank für deine lieben Worte und wie immer muß ich
dir in vielen Dingen die du schreibst recht geben.
Weißt du ich habe einen Chirurg in der Bekanntschaft den wir seit vielen Jahren kennen.
Der hat mehr Ahnung und ist kompetenter in Sachen Suchtmedizin und Absetzsymptomatik als mein Psychologe :cry:
Es ist leider so,die Ärzte wissen viel mehr als sie uns den Patienten sagen oder sagen wollen.
Sie haben nun mal nur ein "Werkzeug"zur Hand und das sind Pillen.
Sonst würden sie ja auch kein Geld verdienen 8-)
liebe Grüße Monika
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bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
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November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
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Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
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27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 10.08.16, 7:44

Hallo Schneeflöckchen, mir fiel auf dass grad die alten Ärzte, auch wenn sie nicht vom Fach sind viel Ahnung haben. Ich für mich habe eher aufgegeben, dass ich viele Menschen bewahren kann vor den Medikamenten, wie gesagt, sie glauben einfach nicht, wobei wenn ich das Resultat dann sehe, dann bestätigt sich meist meine Meinung.

Ich bin ja nicht mal sicher ob die Statistiken nicht gefälscht sind in Bezug auf Frührente usw. - nämlich, dass da die Psyche schon längst Nr. 1 ist, weil das würde ja dem Geschäft schaden. Die Verschreibungspraxis einiger Ärzte ist mir nicht mehr nachvollziehbar, die wissen was sie da tun, da müssen auch Prämien im Spiel sein, das gibt es sonst nicht.

Aber nochmals ich werde das nicht verändern können und es ist auch sonst niemand interessiert, Betroffenen wie wir im Forum sind eine kleine Randgruppe, die leider nur ganz wenig bewegen kann.

Wobei wir uns glücklich schätzen können, dass wir darüber bescheid wissen, auch wenn vieles nicht gelingt und wir auch leiden, aber wüssten wir das nicht, würden wir vielleicht ganz untergehen, so ist es, dass wir zwar leiden, der eine mehr, der andere weniger, aber es gelingt den meisten noch ein annehmbares Leben zu führen, wenn auch unter teils massiven Einschränkungen.

Wie gesagt, ich war gestern bei keine Facharzt und neben mir stand eine Frau, die hat von Seroquel über Xanor usw. alles möglich "bestellt", da war auch ein wenig überrascht, weil diese Medikamente einfach gar nicht Thema von solchen Ärzten sind.

Andererseits muss ich aber auch sagen, es hat auch Gutes, dass es solche Ärzte gibt, weil ist man mal wirklich abhängig, ist man ja auch von den Ärzten abhängig und so gesehen froh, wenn es einem einer verschreibt, weil was wäre den die Alternative? Klinik, kalter Entzug. Kritisch sehe ich es vor allem bei Ärzten die Erstverschreibungen machen, die haben die größte Verantwortung, bei den anderen ja gut, die sollten halt eine gewisse Kontrollfunktion ausüben, aber es gibt abgesehen vom Forum halt auch viele Menschen, die Medikamente nehmen und gar nichts verändern wollen, das muss ich leider auch sagen, LG und gute Besserung, Kevin
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Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von schneefloeckchen » Sonntag, 05.02.17, 15:40

Hallo Ihr Lieben,
als erstes möchte ich mich noch bei Sigli bedanken, für ihre Hilfsbereitschaft. Ich möchte mich natürlich auch bei denen bedanken, die mir im Forum oder per PN geschrieben haben.

Meinem Mann ging es seit einigen Tagen nicht so gut, wir dachten es wäre eine Grippe oder ein Magen-Darm-Infekt im Anmarsch. Er hatte aus beruflichen Gründen ein zu großes Herz, das wussten wir schon seit mindestens 40 Jahren. Aber es gab nie irgendwelche Probleme.
Er ging noch am Donnerstag zur Ärztin und lies ein EKG machen, da war alles in Ordnung. Also machten wir uns keine Sorgen.
Er war am Samstag sogar noch einkaufen. Am Abend haben wir dann gegessen und sind ca. 21.30 Uhr ins Bett gegangen um noch etwas fern zu sehen. Auch da fühlte er sich noch wohl. Aber plötzlich griff er sich ans Herz und verdrehte die Augen und röchelte sehr stark. Ich habe vor lauter Angst und Panik die 112 gerufen. Sie waren innerhalb von wenigen Minuten da und schlossen ihn an 3 Apparate an und intubierten ihn. Sie versuchten ihn dann 20 Minuten zu reanimieren, aber ohne Erfolg. Danach kam der Notarzt zu mir und sagte: "Wir haben alles versucht, vergeblich, ihr Mann ist tot!"

Unterdessen kamen auch meine Kinder, meine Enkeltochter hat selbst Rettungsassistentin gelernt und sowohl der Arzt als auch meine Enkeltochter haben mir beide gesagt, dass man nichts (auch nicht im Krankenhaus) mehr hätte machen können. Einer der Herzmuskel ist wohl gerissen und es war aussichtslos.

Mein Mann war 67 Jahre alt, der Notarzt sagte noch: "viel zu früh um an einem Herzinfarkt zu sterben, aber es war ein zu schwerer Herzinfarkt!"
Wir hätten am 27. Februar unseren 47. Hochzeitstag!
Am 07.03.2017 wird er nun beerdigt.

Mir geht es dementsprechend recht schlecht, sowohl seelisch als auch körperlich. Ich habe das große Glück, dass meine Kinder ein Haus haben und ich bei Ihnen in einer kleiner Wohnung im Haus leben darf, bis es mir wieder besser geht.

Ich werde jetzt nicht die NL weiter absetzen. Ich kann das jetzt einfach nicht!
Ich habe nun auch ein Benzo zur Überbrückung bekommen.....

Ich weiß noch gar nicht, wie es weiter gehen soll, habe das alles noch nicht richtig realisiert. Wir wollten noch so viel Unternehmen wenn ich erst mal aus diesem :censored: Entzug raus bin.

Aber wie sagt man immer so schön: "Man sollte keine Pläne im vorraus machen, es kommt immer anders als man denkt!"

Ich lasse sehr traurige Grüße da und viele Tränen in meinen Augen.

Ich wünse Euch trotzdem einen schönen Sonntag und dass es Euch einigermaßen gut geht!

Von Monika
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bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
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Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

Lisamarie
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 05.02.17, 19:14

Hallo Monika, das dein Mann gestorben ist tut mir unendlich leid. Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll, das ist so schrecklich. Gut das du bei deinen Kindern bist um das erstmal alles zu verarbeiten. Das du jetzt nicht weiter absetzt kann ich total verstehen, ich denke du stehst immer noch unter Schock und den musst du erst nach und nach verarbeiten.
Drück dich mal lieb :hug: Petra
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schneefloeckchen
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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padma
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Re: Ich kann nicht mehr

Beitrag von padma » Sonntag, 05.02.17, 19:15

liebe Monika, :hug:

mir fehlen die Worte.
Es tut mir sehr, sehr leid. Du bist in meinen Gedanken.

alles Liebe, :hug:
padma
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schneefloeckchen
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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