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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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melina
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Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von melina » Dienstag, 26.03.13, 18:07

Guten Tag,

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin aber ich bin sehr verzweifelt und hoffe hier auf etwas unterstützung und hilfe zu treffen.

Ich bin 27 Jahre und bei mir wurde heute eine Schwangerschaft festgestellt, nach berechnung des Arztes bin ich in der 9. Woche. Ich habe das nicht bemerkt da bei mir seit einem Jahr die regel immer mal wieder sehr unregelmäßig war. Ich habe immer verhütet, ich hatte keine Antibiotika oder Durchfall ....sonstiges womit ich mir das erklären könnte.
Hab es auch bis vor paar tagen nicht gemerkt, bin beruflich ziemlich eingespannt und schob schwindel und gel. unwohlsein immer auf den Stress. Ich bin im Management bei einer großen softwarefirma tätig.

Das wäre ja alles auch nicht schlimm wäre ich nicht hochdosis abhängig von zolpidem schon seit 3 Jahren. Ich nehme zwischen 10 und 15 Tabletten (zu je 10 mg) pro tag, mehr stress mehr tabletten :cry: :cry: :cry:

Ich habe meinem Frauenarzt gleich gebeichtet das ich süchtig bin, das kind ist seinem entwicklungsstadiums angemessen entwickelt, er hat sich gleich vor Ort mit Kollegen besprochen, er sagt auch es gäbe keine Belege für fruchtschädigende Wirkung, allerdings wird das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit am neonatalen Entzugssyndrom leiden und er hat mir ans herz gelegt soviel wie möglich zu reduzieren, einen Entzug in einer Klinik würde er aufgrund der Schwangerschaft nicht empfehlen, da es eine zu große Belastung für mich wäre. Auch einen Abbruch hält weder er noch einer seiner Kollegen für angemessen da wie gesagt keine fruchtschädigende Wirkung bekannt sei und er sagte da müsse man immer das Nutzen-Risiko-Verhältnis abwägen.

Ich bin verzweifelt, ich möchte meinen kleinen Wurm ja nicht schädigen. Ich lese mich jetzt schon den ganzen tag durchs Internet, rufe verschiedene ärzte an. Ich möchte auch keinen Schwangerschaftsabbruch, denn ich hatte mit 22 schonmal einen aufgrund zytomegalie neuerkrankung in der Frühschwangerschaft, es ging nicht alles glatt, man sagte mir das die chanchen 50:50 sind jemals wieder ein kind zu bekommen................und jetzt das!

Was mein Umfeld angeht ist alles in bester Ordnung, ich bin verheiratet, wir haben beide feste und gut bezahlte Stellen, ein eigenes Haus, liebe Familie und Freunde.
Ich habe auch schon auf englischen Seiten gesucht im bezug auf zolpidem und schwangerschaft, vlt weiß von euch noch jemand etwas oder kennt jemand seiten die sich damit befassen oder ärtze die darauf spezialisiert sind. Ich bin völlig verzweifelt, vlt weiß jemand Rat oder war schonmal in der gleichen Situation? Habe von Tramal abhängigen Müttern gelesen die in der schwangerschaft reduziert oder entzogen haben

bin dankbar für jede antwort

eure

....völlig durch den wind...

melina :cry:

Jamie
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 27.03.13, 1:16

Hallo melina,

willkommen im adfd.

Bitte schau einmal hier, ganz unten, da habe ich gerade erst etwas zum Thema Schwangerschaft und Benzos geschrieben
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=3462

So, und jetzt in Ruhe.
Ich möchte gleich vornwegschicken, dass ich nur pharmazeutisch ausgebildet und keine Ärztin bin,- und dass alles, was ich schreibe, nur Einschätzungen sind und ich wirklich nicht genau beurteilen kann, wie schädlich das Zolpidem ist, aber ich versuche mal die Sache zu ordnen.

Die für dich wichtigste Seite dürfte www.embryotox.de sein.
Schau mal hier http://www.embryotox.de/zolpidem.html

Die Experten von Embryotox sind auch willens, individuelle Beratungen abzugeben; vielleicht kontaktierst du sie mal?

10-15 Tabletten Zolpidem sind natürlich schon ein Hammer. :o
Eventuell magst du mal mit Userin Sladinka Kontakt aufnehmen, die auch Zolpidem-hochdosisabhängig war / ist. Hier ist der Thread; auf mögliche Probleme habe ich dort auch schon eingehend geantwortet: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7681

Wenn das Baby bislang entwicklungstechnisch unauffällig aussieht, dann ist das ja schon mal ein gutes Zeichen. Aber in Sicherheit wägen kann sich eben keiner.
Es gibt Mütter, die nehmen Kokain und Heroin in der Schwangerschaft und bekommen gesunde Babies, und es gibt Mütter, die saufen sich halb tot in der Schwangerschaft und bekommen gesunde Babies - und dann gibt es eben auch Mütter, bei denen das schief geht und die Babies eben nicht gesund auf die Welt kommen.
Meine Mutter hat übrigens alles richtig gemacht und ich bin trotzdem mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt gekommen - das ist dann Schicksal!
Aber ich würde an deiner Stelle natürlich auch versuchen, wenigstens an der Dosis was zu ändern.
Schnell entziehen würde ich nicht; das bringt in der Regel so schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome mit sich, dass ich sowohl dein Wohl als auch das Kindeswohl gefährdet sehen würde.
Ein kalter Entzug ist schon für nicht-Schwangere in der Regel ein übler Trip - das würde ich dir echt nicht empfehlen (meine persönliche Meinung).
Aber vielleicht kannst du mit der Dosis ein wenig runtergehen? Vielleicht erst mal ein Limt setzen, à la: Obergrenze 12 Stück (du schreibst, du pendelst zwischen 10-15 umher; versuche dir innerlich die Grenze bei z.B. 12 zu setzen und dann auch nicht wieder raufzugehen). Diese 12 Stück teilst du dir ein - teilst du dir nach Möglichkeit gut ein! Und dann versuchst du vielleicht 2 Wochen später mal nur 11,5 Tabletten zu nehmen und schaust, was dein Körper macht.
Es gibt Grundregeln beim Entzug: immer erst herabdosieren, wenn man sich halbwegs stabil fühlt. In der Regel kann man das nach einer Dosisreduktion erst nach 2-4 Wochen genau sagen, wie gut der Körper sich adaptiert hat, aber da das bei dir auch eine Frage der Zeit ist, wären 2 Wochen-Schritte toll, aber nicht zwangsläufig ein Muss.
Wenn du am Ende deiner Schwangerschaft bei 8 oder 9 Tabletten angekommen wärst, wär das ja schon ein Erfolg und auf jeden Fall würde auch dein baby davon profitieren.
Es wird aber sicher nicht von einer Mutter profitieren, die zu schnell entzieht und während der Schwangerschaft dadurch extrem leidet; ich bin der festen Überzeugung, dass Föten es mitbekommen, wenn es der Mutter körperlich oder psychisch schlecht geht und es gibt mittlerweile erste Studien, wonach Kinder von Müttern mit hohem Stresshormonspiegel (Cortisol) während der Schwangerschaft später auch mal selbst nicht sehr stressresistent sind etc.

Falls du dich von deinen Ärzten nicht genug beraten fühlst, würde ich mal eine Uniklinik aufsuchen, die vielleicht eine interdisziplinär arbeitende Gynäkologie / Psychiatrie hat. Das dürfte zwar ein Glücksfall sein, sowas zu finden, aber ich denke mal an Unikliniken mit eingebetteter Psychiatrie ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dort auf Ärzte zu treffen, die in der Psychiatrie auch abhängige Schwangere schon mal mitbetreut haben.
Was du von deinem Arzt erzählst, klingt aber recht engagiert!

So, also mehr weiß ich auch nicht, außer dir vielleicht noch meinen Tipp mit dem Aromaöl zu geben. Wenn Geld für dich keine Rolle spielt, könntest du da mal dran schnuppern; es hilft meines Erachtens Panikattacken zu mildern (ich falle durch die kurze HWZ von Zolpidem ja auch ständig in Mini-Entzüge, allein mein Wille hält mich davon ab tagsüber welche zu nehmen, um den Kurzentzug irgendwie zu überstehen. Ich leide einfach und versuche es zu ignorieren und wahlweise ganz anzunehmen) http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7619

Alles Gute, halt uns auf dem Laufenden
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Courage » Mittwoch, 27.03.13, 9:47

Hallo Melina,

ich möchte dich auch herzlich willkommen im Forum heissen :) .

Das ist eine schwierige Problematik, in die du da gekommen bist. Zum Glück haben wir hier mit Jamie jemanden, der medizinischen Hintergrund hat.

Ich selbst kann nur eigene Erfahrungen mit Benzos nach langjähriger Einnahme weitergeben und würde dir auch ganz dringend von einem kalten Entzug abraten. Das hat schon für nichtschwangere Betroffene extreme Auswirkungen und kann lange Beschwerdezeiten nach sich ziehen. Das hat dein Arzt bestens erkannt, dass dieser Stress viel zu schädlich wäre.

So bleibt mir persönlich nur, dir ganz viel Glück für die kommende Zeit und natürlich ein völlig gesundes Baby zu wünschen, Absetzfragen an sich kann ich gerne beantworten, sollte Jamie ( :hug: ) wegen ihres momentanen Umzuges nicht hier sein,

herzliche Grüsse
Andrea :)
Drop the thought.
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26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

All meine Einträge und Antworten beziehen sich immer nur auf EIGENE Erfahrungen, ich bin medizinischer Laie, kein Arzt.

Mein Verlauf ist hier zu finden : http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=5967

melina
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von melina » Mittwoch, 27.03.13, 19:16

Hallo Jamie und Andrea,

vielen vielen Dank für eure Antworten. Vielen Dank Jamie für die große Mühe und die ausführliche Antwort. Ich werde mir das alles jetzt mal genau durchlesen und mich dann wieder melden.
Schön das es so nette Leute gibt :hug:

lg melina

sladinka
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von sladinka » Mittwoch, 27.03.13, 21:21

Liebe Melina,

Eigentlich wurde schon alles gesagt, da hätte ich jetzt auch nichts mehr zuzufügen.
Ich helfe dir aber auch gerne weiter wenn du Fragen hast zu Zolpidem, Entzug oder was auch immer sonst dich quält und dir Sorgen macht. Versuche so gut zu helfen wie ich kann, wende dich einfach an mich, hier oder per pn, wie du möchtest. Wünsche dir (euch) alles Glück dieser Welt! Du bist nicht allein, es gibt immer Menschen die einem helfen, zuhören und sich um dich kümmern. Besonders hier gibt es ein paar ganz tolle (jamie, courage :hug: )

Lg Sladinka
Seit ca. 8 Jahren Zolpidem, anfangs 10mg/tab zur Nacht, schnelle Toleranzentwicklung mit Dosissteigerung auf 7 Tab. pro Tag
Nach einer Lebenskrise 2007 7-10 Tabletten täglich zusammen mit Alkohol, durch den Alkohol Bauchspeicheldrüsenentzündung, das endete in einem heftigen Entzug auf der Intensivstation.
Danach nie wieder Alkohol angerührt, 3 Wochen war ich clean (zolpidem), dann nahm ich es wieder und steigerte ziemlich schnell auf 32 pro Tag. Meine Schlafdosis waren damals 14 Tabletten.
Dazu leide ich an einer Angst u.Panikstörung was mir den Entzug natürlich schwerer macht, aber ich komme immer besser damit zurecht.
Seit Herbst 2011 dosiere ich mit Unterstützung von meinem Mann ab, erst 2-3 tab. alle paar Wochen, dann langsamer, bin jetzt bei 9 Tabletten pro tag und abends noch 20 mg Doxepin.
Doxepin wurde mir von einer Psychologin als Absetzhilfe verschrieben. Ich sollte Doxepin steigern und Zolpidem reduzieren, das das nicht klappt habe ich eigentlich schon vorher gewusst, lasse jeden abend 5 mg weg und komme ganz gut damit zurecht.
Über den Tag verteilt nehme ich jetzt alle 3 1/2 Stunden ca. 1 Tablette und zum Schlafen 5 = 90 mg Zolpidem pro Tag

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Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag..

Jamie
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 28.03.13, 1:23

sladinka hat geschrieben: Besonders hier gibt es ein paar ganz tolle (jamie, courage :hug: )
och, das ist ja lieb! Vielen Dank! :hug:

Courage
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Courage » Donnerstag, 28.03.13, 10:11

Danke auch von mir, liebe Sladinka :D , das ist ja lieb :hug: und toll, dass du auch schon deine Unterstützung anbietest :D , obwohl du soviel eigene Probleme hast,

ich wünsche euch allen entspannte Stunden,
Andrea :group:
Drop the thought.
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26.09.10 - 01.08.11 Diazepam nach ASHTON abgesetzt, langjährige Einnahme ca. 10 mg/Tag, im letzten halben Jahr d. Einnahmezeit 20-30 mg/Tag.
Ab 1994 täglich eingesetzt als Muskelrelaxans/Schmerzpatientin.

Durch Toleranzentwicklung im Laufe der letzten Jahre immer mehr Probleme, Nervosität, starke Überreiztheit, innere Unruhe, Erschöpfung, Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen, dies alles ist durch Absetzen der Benzos verschwunden, es geht mir besser als seit Jahren.
Es sind weder physische noch psychische Folgeschäden durch die lange Einnahmezeit vorhanden.
Fragen zum Entzug beantworte ich gerne, dank des Forums und vor allem unserer Moderatorin
"Das-kleine-Runde" habe ich erst den Mut zum Absetzen gefasst, vielleicht kann ich nun auch etwas Unterstützung geben.

Auch nach LANGJÄHRIGER Einnahme ist ganz sanftes Absetzen möglich u. sehr gutes Wohlbefinden erreichbar. Man muss absolut keine Angst davor haben, die nötige GEDULD ist allerdings Voraussetzung. STRESS wirkt sich verstärkend auf Absetzbeschwerden aus, ebenso zuviel Sport.

Ergänzung: Im April 2012 nahm ich nach 8 völlig benzofreien Monaten aus privaten Gründen für 4 Wochen erneut als Muskelrelaxans und etwas Entspannung 10 mg/Tag Diazepam. Setzte sie danach in 2,5 mg Schritten pro Woche PROBLEMLOS ab und habe bisher keinerlei Folgesymptome.
MEIN Fazit: Besteht KEINE psychische Abhängigkeit oder Kontrollverlust, kann man nach einigen Monaten ein Benzo als BEDARFSmedikament für KURZE Zeit anwenden, ohne dass erneute körperliche Abhängigkeit entsteht, 4 Wochen sind aber grenzwertig, da würde ich trotz problemlosem EIGENEM Absetzen zur Vorsicht raten, je kürzer der Bedarf, je besser.

All meine Einträge und Antworten beziehen sich immer nur auf EIGENE Erfahrungen, ich bin medizinischer Laie, kein Arzt.

Mein Verlauf ist hier zu finden : http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?f=16&t=5967

Tamara05
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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Tamara05 » Dienstag, 16.01.18, 18:45

Hallo Melina, moch würde interessieren wie es deinem kind ging nach der Geburt und ob alles okay war?
Ich mache gerade dasselbe durch...mit zopiclon

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Re: Schwanger und süchtig, brauche dringend Hilfe!!

Beitrag von Gwen » Dienstag, 16.01.18, 20:01

Hallo Tamara,
Melina war nur an zwei Tagen hier im Forum.
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Mittwoch, 27.03.13, 19:19
Sie wird also vermutlich nicht antworten.

Wenn Du möchtest, kannst Du unter neue Teilnehmer/ "hier bist Du richtig" einen eigenen Thread einrichten. Dort kannst Du dann was über Dich erzählen und Deine Fragen stellen.

Viele Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69LinLina
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,25mg (31.01.2018)
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