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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Kevin05 (DO-Der Weg)

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
schneefloeckchen
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von schneefloeckchen » Samstag, 22.07.17, 21:26

Lieber Kevin!
Bei uns in Deutschland gibt es ein Nahrungsergänzungsmittel von "ascopharm". Meine Mutter hat es über 10Jahre genommen und hatte den Eindruck das es ihr hilft.
Visiofit Premium Kapseln Bestellnr.258
mit 10mgLutein uZink,VitaminACE-Komplex u.Heidelbeerextrakt, 90Kapseln 24.80
Ein Versuch wäre es bestimmt wert.Man muß es natürlich über längere Zeit nehmen.
LG Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Samstag, 22.07.17, 23:16

Oh Kevin....

Das ist ein total vertrottelten Leben und mir ist aschfad mit diesen Fragen und neuen Kennwőrtern, haha ich hatte Fragen die ich nicht gestellt bzw gewählt hatte.

DAS raubt Lebenszeit und iOS ist für mich gestorben bis auf das Mini Tablet mit dem ich alles mache, ich habe es seit Jahren . es ist klasse eben auch was das sehen an betrifft, für die Augen wollte ich das Beste weil ich im Bett viel liege, das leichteste und handlichere ich bin zufrieden.

Mit Android habe ich diese generferei nicht da entsperren ich das mobile auch nicht da ich das alles geblockt habe, diese ganze Fummelei, ja und wenn ich es verliere dann verliere ich es. und die Daten ich werde es dann erleben.

So ein Mist mit den Augen, Kevin -
das tut mir leid.
Auch weil ich hoffe und bete und mir wünsche das uns, die wir dieses Hőllenprogram haben, bitte anderes erspart bleiben möge-
was nicht klappt -

Bitte bezeichne Dich nicht als unfähig.
Was das Diazepam an betrifft.
Ich finde das nicht richtig.

Ein schönes vertrotteltes Wochenende,
Katharina,űbrigens habe Aich es geliebt wenn mir fad war
das war und ist es nämlich nie und wenn, dann scheint es als hätte ich endlich meine Ruhe !

,:-)
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 23.07.17, 7:50

Danke Monika, danke Katharina für Eure Hilfe. LG Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 27.07.17, 20:53

"Alles, was ich tun möchte,
Ist, dieses Leben gegen etwas Neues einzutauschen
Festhalten an dem, was ich nicht habe."

Chester B.
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Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 15.08.17, 20:52

Beitrag gelöscht.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 18.08.17, 8:19

Hallo Ihr Lieben,

kleines Update. Zeitweilig schaffe ich es mich zwischen 15-20 mg Diazepam zu bewegen, manchmal 2-3 Woche, dann kommt oft ein Ausreiser, wobei es ja spannend ist warum, weil ich mittlerweile ja erkannt habe, ich kann dosieren wohin ich will, es hilft nicht. Wobei meist sind es Schmerzen, die ich bekämpfe, ich suche zwar Schlaf, aber die Schmerzsymptomatik wird für 1-2 Tage verdeckt, Nachteil - es dauert ca. 1 Woche bis es mir dann wieder gut geht und die Schmerzen verstärken sich nach den 2 Tagen.

Warum das so ist bzw. eine Erklärung dafür - ich bin einfach scheinbar nicht lernfähig, sonst würde ich es ja lassen.

Versuche Attarax 25 mg bzw. Trazodon 50 mg als Schlafhilfe einzustreuen sind auch gescheitert, zu viele Nebenwirkungen, es geht auf die Atmung, auf das Herz, ich bin den ganzen Tag über müde und die Diazepamdosis muss ich letztendlich trotzdem nehmen.

Längerfristig gesehen sehe ich es ziemlich bescheiden - also ich denke, wenn ein Einpendeln zwischen 10-15 mg dauerhaft gelingen würde, wäre das Erfolg. Vor allem wenn diese Dosis ausreicht um weiterhin ein selbstbestimmtes Leben inklusive Arbeit zu führen.

Bei einem langsam Abdosieren, was ich ja letztendlich ohnedies machen muss sehe ich eben Grenzen, wo es nicht tiefer gehen wird. Alternative gibt es keine, Ersatzmittel wirken nicht, schaden eher nur, also wie gesagt Ziel zu überleben, das zu akzeptieren was ist und zu hoffen, dass es nicht schlechter wird.

Ob ein Leben frei von Benzodiazepinen für Menschen wie mich möglich ist, weiß ich nicht, langfristig gesehen ein Ziel, ob es möglich ist wird die Zeit zeigen.

Ich habe genug Wissen angesammelt in den Jahren und Jahrzehnten um zu wissen, dass es kein Wissen gibt und dass man individuell versuchen kann und muss. Ich halte viel für möglich, auch wenn meine Geschichte nicht dafür spricht, andererseits nehme ich seit 8 Jahren insgesamt durchgehend Benzos, andere Menschen deutlich länger.

Auch mein Gewicht spielt eine Rolle, ich habe 100 kg, ich denke es ist ein Unterschied, ob jemand 50 kg hat und die meine Dosis nimmt oder eben 100 kg.

Ich lasse mich betreuen von spirituellen Menschen bzw. sehe ich darin am ehesten eine Unterstützung, als gescheitert sehe ich mich nicht.

Ich habe es nur noch nicht geschafft und all den Zweiflern eines Tages zu beweisen, dass vielleicht doch mehr geht als viele glauben, ist eine Motivation keine Frage.

Ich stehe auch dazu, Benzodiazepine zu nehmen - ja, meine Freude darüber ist gedämpft, aber ich akzeptiere es und ich versuche trotzdem die Erkrankung nicht im Vordergrund stehen zu lassen, was nicht heißt, dass ich sie ignoriere.

Ich halte übrigens einen spirituellen Meister oder Lehrer für weit aus hilfreicher bei der Bewältigung meines Lebens als jede Therapie bzw. jegliche ärztliche Unterstützung, die es ja in unserem Bereich aus meiner Sicht gar nicht gibt. Therapien belasten mich, sie erzeugen Stress, es sind Termine und ich will mein Leben frei gestalten, machen was ich möchte, zumindest in meiner Freizeit. Heißt es belastet mich therapeutische Gespräche zu führen, wobei ich auch zugeben muss dass ich mir meine sozialen Kontakte mittlerweile auch sehr gezielt aussuche, alles was belastet oder belastet hat wurde eliminiert.

LG Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von lunetta » Freitag, 18.08.17, 10:16

Hallo Kevin!

Es ist schon ein Erfolg eine Dosis halten zu können!

Und du warst ja auch schon höher, also ist das auf jeden Fall eine Tendenz zum Guten:)

Ich glaube aber nicht dass die Dosis etwas mit dem Gewicht zu tun hat, da es ja nur um eine Rezeptorenbelegung geht, und da spielt das Gewicht denke ich nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Du bist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg und es kommt überhaupt nicht mehr darauf an wie lange du brauchst und wieviel du reduzierst. Wichtig ist DASS es geschieht und dass dir dabei noch Lebensqualität bleibt!

GLG
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 18.08.17, 13:09

Hallo Lunetta,

Danke für deinen Beitrag - ja, in der Tat eine halbwegs niedere Dosis über einen längeren Zeitraum halten zu können wäre Erfolg.

Nachdenklich macht mich, wenn ich auf mein Registrierungsdatum schaue, nachdenklich macht mir, dass ich vor Jahren auch schon registriert war.

Das sehe ich durch so wie es ist, nämlich nicht dass was ich mir vorgenommen habe und davon bin ich weit weg, da gibt es weder Ausreden noch Trost, es ist und war zu lange, daher stehe ich da, wo ich bin. Jeder hat nur ein Leben und ich sehe wie es weniger wurde und wird.

Die Ziele bleiben, was kommt weiß ich nicht, daher halte ich mich auch sehr zurück mit Ratschlägen, ich kann Menschen nur Dinge raten, wenn ich eine positive Erfahrung gemacht habe, die kann ich nicht aufweisen.

Die Lebensqualität ist sehr bescheiden, ich kämpfe täglich mich im Leben zu halten, wie so viele andere hier.

Wie gesagt, das größte was ich habe und mir geblieben ist, ist die Hoffnung, wobei man der Hoffnung Taten vorauseilen lassen muss sonst hilft die Hoffnung auch nicht.

Es ist schwer zu schreiben, ja dann und dann werde ich da oder dort sein, wie könnte ich das schreiben, glaubwürdig? Also auch wenn es mich nicht weiterbringt, aber die Jahre haben mich schon sehr nachdenklich gemacht, alles Liebe und Gute Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Freitag, 18.08.17, 13:53

Lieber Kevin!

Ich empfinde Dich als so streng Dir selbst gegenüber.
Du hast die Medikamente auch nicht ein genommen, weil irgend etwas dadurch bequemer wurde.

Ist vor Schmerzen hart bitter und verkrampft sein besser als ein Leben mit einer Dosis Diazepam?

Ich wiederhole, ich bejahe dieses Medikament erst wenn ohne es ein Leben
schwer lebbar ist denn ich weiß der Preis für kontinuierliches Diazepam kann die, so war es bei mir, Gefühle rauben.

Jeder muss das für und wieder auf die eigene Waagschale legen.
Dazu gehört genau zu wissen was und wie das Medikament wirkt.
Damit ich handeln kann.

Sei gut zu Dir, verzeih Dir wofür Du nicht kannst !
Ja, und streiche tue Hilfsbereitschaft, ich bin gleich mit dabei.

Herzlich Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von lunetta » Freitag, 18.08.17, 15:00

Lieber Kevin!

Ich sehe das wie Katharina - du bist zu streng mit dir!

Wie du habe ich auch chronische Schmerzen durch meine Lähmungen, durch die Unbeweglichkeit sind Wirbelsäulenschmerzen alltäglich, und dazu noch Migräne mind. 10x im Monat, manchmal dauern die Anfälle mehrere Tage.
Wenn mir Diazepam helfen würde gegen die Schmerzen, ich würde es einnehmen, ohne Kompromiß, ehrlich! Ich würde gerne die Abhängigkeit eintauschen gegen die Schmerzen.

Ich weiß was es heißt dauernd weh zu haben, also bitte sei nicht so hart zu dir, es ist furchtbar ständig Schmerzen zu haben!

GLG!
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von sigli » Freitag, 18.08.17, 15:21

Hallo Lunetta,
hallo Kevin,

es ist generell bekannt, dass ein Benzo Schmerzen macht. Viele haben in den Knien, in den Gelenken und den Muskeln Schmerzen. Ich habe, zwar mittlerweile weniger werdend, seit einem dreiviertel Jahr Schmerzen.

Also, das kann ich so nicht stehen lassen, wenn du sagst, dass du Diazepam gegen deine Schmerzen nehmen würdest, wenn es helfen würde. Das könnte nur eine kurzfristige Hilfe sein.

lg von Sigli
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Freitag, 18.08.17, 15:45

Hallo !

Ich denke, das auch Benzodiazepam bei jedem unterschiedlich wirkt, und unterschiedliche Nebenwirkungen macht.
Ich konnte keine Schmerzen aus machen, wenn ich es einnehme, eher ein Rűckgang.

Ich wurde quicklebendig und heiter, wenn ich durch Diazepam aus meinem Angst Horror erlöst wurde konnte reden und mich öffnen wie nie sonst, war fit und flink.

Auch da ist es individuell zu betrachten nicht zu verallgemeinern.
Das verunsichert, meiner Meinung nach.

Zum Beispiel Oxacepam.
Mir wurde das gegeben und ich saß nicht mehr still, nicht mal auf der Toilette, grauenhaft
Ich musste mich bewegen sonst kam eine Akathasie das ich geschrien hätte,
Ich weiß nicht ob Akathasie aber eine Nervosität in der Wirbelsäule zum aus dem Fenster springen.
Sofort abgesetzt.

Kevin, wer so lange immer für andere parat auch am Handy.....,
sein musste der muss auch gut zu sich sein.

Alles herzrlich Liebe für Dich, Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von lunetta » Freitag, 18.08.17, 17:38

Liebe sigli, lieber Kevin,

entschuldige wenn ich deinen thread mißbrauche! Aber ich möchte zu sigli was sagen;)

Ich habe so starke Schmerzen, täglich - habe Teillähmungen nach einer mißglückten Op, dabei kommt es zu spastischen Muskelschmerzen an der WS und den Beinen, das sind keine normalen Gelenksschmerzen. Ich nehme auch kein Diazepam, aber ich würde es nehmen, wenn ich die Gewißheit hätte dass es gegen Schmerzen helfen würde. Das habe ich nur zum Trost an Kevin geschrieben, dass ich verstehen kann, dass man an einem Medikamnet hängt, weil es zu Beginn unter anderem gegen chron. Schmerzen eingenommen wurde.

Aber liebe sigli, du hast natürlich recht, dass man alles tun sollte um erst gar nicht in eine Abhängigkeit zu geraten. Wenn aber ein Leidensdruck so groß ist, würde man fast alles machen damit es einem besser geht....

GLG
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Jamie » Freitag, 18.08.17, 19:37

Hallo,

ich möchte ganz allgemein etwas zu Benzos und Schmerzen schreiben.

Primär sind Benzos keine Schmerzmittel, sekundär können sie aber wie welche wirken, insbesondere dann, wenn es sich um Nervenschmerzen handelt.
Wenn man sich mal überlegt, dass Nervenschmerzen im Prinzip - grob ausgedrückt - unkontrolliert feuernde Neuronen sind und Benzos die Eigenschaft haben die Reizschwelle der Nervenzellen zu erhöhen, sprich diese weniger erregbar zu machen, so ist es auch nicht verwunderlich, dass damit Schmerzen auch abnehmen können.

Im Forum existieren explizite Schilderungen, dass Benzos schmerzlindernd wirken können.
elohim zB (AD absetzen) leidet unter unerträglichen Schmerzen im Blasen-, Genital- und Scheidenbereich und sie berichtete immer wieder, dass bei Schmerzattacken als einzigstes Zolpidem hilft.

Diese Nervenschmerz-Website zählt Benzos auch als add-on Therapie auf:
https://www.nervenschmerz-ratgeber.de/t ... gen-tipps/

Man sollte also jedem Teilnehmer hier seine eigenen Erfahrungen zugestehen.

Wir nehmen / nahmen alle aus sehr unterschiedlichen Gründen Benzos und genauso breit ist auch ihre Einsatzmöglichkeit.

Nicht unterschlagen will ich aber auch, dass Benzos irgendwann auch das auslösen können, was sie eigentlich "behandeln" sollten und dazu gehören natürlich auch Schmerzen.
Gerade auch weil diese auf alle Muskeln im Körper einwirken, sind Schmerzen in der Langzeiteinnahme eigentlich vorprogrammiert; vor allem im Rahmen von Verspannungen und Verkrampfungen und einem permanent unnatürlichen Muskeltonus.

Grüße
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 18.08.17, 19:45

Hallo Jamie,

es ist ja bereits so bei mir, dass wie du sagst nach einer langen Zeit die Medikamente Schmerzen machen. Sie lindern sie manchmal für den Tag der Einnahme aber die Folgetage treten sie dann verstärkt auf. Ich hatte noch nie so viele verschiedene Schmerz- und Symptombaustellen wie heute, also deine Theorie ist mehr als Theorie, auch wenn man nicht im Entzug ist.

Genauso wie Schmerzmittel mit der Zeit Schmerzen erzeugen ist es bei den Benzos, sie fangen an paradox zu wirken, also Lösungsstrategie wollte bzw. habe ich keine aufgezeigt, ich weiß mir öfter nicht anders zu helfen, aber es führt immer tiefer in den Abgrund, und grad wollte ich schreiben, das ist mir klar, aber dann habe ich mir gedacht, wenn mir das klar ist, warum mache ich es nach wie vor?

Tja, das wird wohl Thema Sucht sein dann nehme ich an, nachdenkliche Grüße, schönen Abend allen, LG Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von sigli » Freitag, 18.08.17, 21:21

Hallo Lunetta,
hallo Kevin,

ich denke Jamie hat beide Seiten der Medaille ausreichend beleuchtet. Dem kann ich nur zustimmen.

lg von Sigli
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von weg » Freitag, 25.08.17, 13:03

hallo kevin,

wie geht es deinen augen?

herzlich
weg
beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg
16.12.2017 1.1 mg
11.01.2018 1.0 mg

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 25.08.17, 15:54

Hallo Weg,

die Augen sind eine von vielen Problemen, wobei tendenziell Verbesserungen gibt es nicht, ob es sich verschlechtert, auch schwer zu sagen. Auf jeden Fall greifen PP sehr wohl die Augen an, das hat mir mein behandelnder Arzt, der eine Topausbildung und laufend Fortbildungen macht weltweit gesagt, es bilden sich ja Ablagerungen auch durch andere Medikamente im Netzhautbereich - diese Ablagerungen entstehen auch durch verschiedenste Medikamente.

Außerdem wenn Alkohol und Nikotin schlecht für die Makula sind, dann ist es logisch, dass PP es auch sind. Das heißt nicht, dass ich es deshalb nicht bekommen hätte, aber vielleicht später. Und ja, viele Faktoren sind verantwortlich, aber ich wollte das nur richtig stellen, dass die Makuladegeneration und auch andere Augenleiden sehr wohl auch von PP beeinflusst werden können.

Die Sehkraft generell hat in den letzten 3-4 Jahren ziemlich abgenommen, vor allem auf die Nähe und wie gesagt wie sich die Makula entwickelt, da kann ich wenig bis nichts tun außer es zu akzeptieren.

Aber wie gesagt, die Zahl an Problemen wächst stetig, es ist fast ein wenig beängstigend, wobei ich für mich nur erneut betonen kann, dass ich der Meinung bin, dass niemand wirklich ein Wissen hat, das Forum bzw. Asthons Strategie sind sicher am ehesten geeignet einen eventuellen Erfolg zu verbuchen und sei es nur dass man tiefer runter kommt und stabiler wird. Ich bleibe auch bei meinen doch Großteils nicht optimistischen Prognosen, ich wünschte ich könnte etwas anderes schreiben.

Die Hoffnung bleibt und die lass ich mir nicht nehmen von niemanden, aber mir ist bewusst, welche Aufgabe das ist, Lösungen habe ich leider keine mehr, außer eben das was ich oben geschrieben habe, Akzeptanz und das so gut wie möglich trotzdem leben und stabil sein und so weit es geht runter, alle anderen Wege scheinen mir sinnlos sie auch nur zu versuchen.

Ich bleibe auch dabei, dass Begleitungen von Außen nur einen sehr geringen Anteil haben können, weil bei den Schmerzen, Symptome, Zuständen ist man immer auf sich gestellt und seine eigenen Entscheidungen, auch eine Frage der Leidensfähigkeit, die braucht man zweifelsohne sonst passiert nicht mal ein Minifortschritt.

Den WEG kennt meiner Ansicht nach niemand - nicht für Menschen im Hochdosisbereich, für andere kann ich nicht sprechen, da ist deutlich mehr möglich und die Mehrzahl der Betroffenen hier sind ja im Niedrigdosisbereich, sie haben alle Chancen meiner Ansicht nach.

Der Hochdosisbereich bzw. Langzeitbereich ist auch unerforscht - Forschung gibt es immer für die normalen Dosisangaben, für Menschen die deutlich mehr nahmen und nehmen oder deutlich unter der vorgeschriebenen Dosis sind es wohl auch nicht, LG Kevin
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Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 03.09.17, 6:48

Hallo,

da scheinbar manche die Meinung haben, ich hätte Benzodiazepine gegen meine chronischen Schmerzen genommen, möchte ich versuchen kurz dazu Stellung zu nehmen: Nein, ich nahm sie ausschließlich gegen meine schwere Angsterkrankung bzw. meinen Reiz Darm.

In den letzten Jahren, wo ich nicht sporadisch sondern dauerhaft Benzodiazepine nahm hat sich mein Schmerzlevel multipliziert. Dauerhafter Konsum von Benzodiazepinen erzeugt Schmerzen und lindert keine. Da gilt auch bei Langzeitgebrauch anderer PPs. Ich habe keinerlei positive Wirkung mehr durch Diazepam außer dass ich mich noch irgendwie im Leben halten kann bzw. es Entzugserscheinungen abfängt, wo ich lieber nicht wissen möchte, wie die aussehen. Irgendwann ist auch Schluss mit "lustig", weil Dosis erhöhen mag ja eine Strategie sein, irgendwann hilft das aber nicht mehr, also auch kein Weg.

Wie gesagt, ich hatte mein Leben lang Schmerzen, aber die Anzahl der körperlichen Probleme, teils auch durch Befunde belegt hat sich seit dem Dauerkonsum massiv nach oben verlagert, überhaupt kein Vergleich zu der Zeit als ich zwar vielleicht auch abhängig war, aber nochmal eine Dauereinnahme erzeugt massive Schmerzzustände, laut meiner Information gilt das für sämtliche Substanzen, also legale wie illegale, dies nur zur Richtigstellung, schönes WE, Kevin
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LinLinaMurmelineKatharina
Diazepam Abhängigkeit 2003-2006
seit 2011 Rückfall
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Chronische Schmerzen, Angsterkrankung, RCS
5 mg Diazepam (konstant)
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Kevin05
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 06.09.17, 22:29

Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Arthur William Russell
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Katharina
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