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Kevin05 (DO-Der Weg)

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Samstag, 17.02.18, 13:03

Hallo Kevin,
Es ist ein permanenter Kampf, auch derer die nichts mehr nehmen. Ich weiß, ich habe das schon geschrieben, aber manchmal wird es mir eben bewusster, wie sehr man eigentlich dagegen halten muss und wer glaubt, das koste keine Kraft der irrt, auch wenn das im Unterbewusstsein ablaufen mag.
Kluge Sicht. Das Unterbewusstsein agiert viel mehr, als wir meinen und wahrnehmen. Es auf unsere Seite zu bringen, ist wohl die Kunst, auch im Entzug.

Mein Gedanke: Was wäre, wenn wir aufhören würden zu "kämpfen"? Für unsere Gesellschaft klingt das Wort zunächst positiv; wir wenden es auch hier im Forum oft an und versuchen damit, dem anderen ein Motiv zum Handeln zu vermitteln; ein Kampf ist etwas Kraftvolles und scheint daher lohnend. -
Ist er das wirklich? Kann es nicht auch bedeuten, dass wir uns gegen eine Wand stemmen, und diese Wand drückt nur, je mehr wir uns an ihr abarbeiten, um so mehr anscheinend zurück?

Könnten wir nicht ebenso gut die Waffen strecken und uns vom Strom des Leben einfach ein Stück weitertragen lassen? Wie oft verausgaben wir uns innerlich, vor allem im Kampf gegen Unabänderliches im Alltag, und gerade das kostet uns enorm Kraft. Was wäre mit dieser Kraft, wo würde sie ihren Kanal finden, was für uns tun können, wenn wir uns nicht kämpfend aufreiben würden?

Ich weiß, dass das leichter gesagt als getan ist. Dennoch: sobald wir das auch nur stückweise schaffen, können wir die Erleichterung spüren. Ich habe das am hautnahesten in meinem Kampf gegen die Schlaflosigkeit bemerkt: sobald ich aufhörte zu kämpfen, mich innerlich dagegenzustemmen, ließ der Druck nach, und es konnte besser werden - nur als ein Beispiel. Sobald wir aufhören, gegen unser Leiden am Entzug zu kämpfen, kann auch das besser werden.

Eine Möglichkeit für Dich: Wenn Du gegen Deinen Kollegen kämpfst, bringt das nichts, das hast Du selbst sehr richtig erkannt. Eine "andere Nummer" ist es wohl nochmal, den weiter laufenden, inneren Kampf ("Was erlaubt der sich? Was fällt ihm ein? Wo bleibt der Respekt vor dem Älteren?!") gegen ihn einzustellen und ihn sein zu lassen, wie er ist. Ich wünsche Dir, dass Du das kannst. Nicht für ihn, sondern für Dich, denn die Kraft, die Du bei jetzt ihm lässt, stünde Dir dann für Dich selbst zur Verfügung.

LG Eva
Zuletzt geändert von Eva am Samstag, 17.02.18, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Clarissa » Samstag, 17.02.18, 13:56

Hallo.

Ich habe es schon öfters geschrieben und wiederhole es hier nochmals: ich muss überhaupt nicht gegen die Sucht kämpfen und habe Null Verlangen, trotzdem geht es mir körperlich überhaupt nicht gut.

Schäden...

VG von Clarissa.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Samstag, 17.02.18, 14:25

Hallo,

heute mittag fehlt mir die Luft zum Schreiben, wenn Du magst schau mal.

Ein neues System.
Frau Arbabian - Vogel stellt sich auch auf YouTube vor.

Ich muss mich dringend in der Wohnung bewegen, sonst geht es mir nicht besser.
Deswegen ein schneller Screenshot

Gruss, Katharina


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 12:32

Guten Morgen!

Als meine beste Freundin, Alkohol und Psychofarmaka noch lebte und noch in Therapie war,
bat der Therapeuten an:

Frau N. schauen Sie ob sie aufhören mögen, zu kämpfen.

Als ich das Ashton manual im August '17 begann mit vielen AbfangsÄngsten,
sagte der verordnende Psychologe / Psychiater:
Ich verstehe, alles ok, über Angst sprechen sie mit mir solange sie das wollen, ich spüre ihr kämpfen -

Bald war mir genug klar, Angst, Ursprung Ursache Zeiten in denen sie verboten war, Angst als Schutz,
Angst wächst bei Kindern so wie sie wachsen in andere Dimensionen,
Angsstarre, fiele jetzt eine Bombe, bei ihm vllt kürzere Schock Dauer als bei mir, da ich Angst lebenslang kennen mußte, etc um.

Dann noch etwas routinelosigkeit beim Einsortieren der Medikamente in die 14Tage Phasen Kästchen, also Fehler Angst,
Und Schluss mit Kampf.

Seitdem sitz ich angelehnt im Sessel da, okay eher schlaff und müde.
Mein Kampf ist beendet ich gehe einfach.

Das ich mich aufrege, an und an, gut so, grad nicht so gesund und dennoch sehr gesund ich lebe!!

Ich schau nachher wenn ich das Bett verlasse und mach ein Foto einer Kurzbeschreibung meiner Psychofarmaka Reaktion des Psychiaters, ähnlich wie
professionell mit der Gruppe der Benzo

Gott sei Dank!

Kevin, sieh es doch aus Plus!

Du
kannst
damit
umgehen.

Das ist ein Geschenk ein Dauerűben, durch Kontrolle, um Blick behalten.

Mein bester Freund der nur noch mit Dialyse zuhause und Organisation zu tun hatte, sagte, als er noch lebte :
unterschätze das nicht
das alles im Griff zu haben
Gruppen zu besuchen
Suchttherapie
das ist ein full-time job, rein psychisch.

Der Alltagberuf ein Kinderspiel.

( Er war unser Anatomie /Physiologie /Allgemeine Krankheitslehre Lehrer und Veterinärmediziner mit einer wunderhűbschen, großherzigen Hündin

- ich habe nie wieder so sehr einen Hund geliebt. -

Durch dies Wissen war er lange in der Lage die Hausdialyse allein zu bewerkstelligen
die Peritoneal - Dialyse die ihm Unabhängigkeit gab, die Beutel waren transportabel
Microwelle hatte jeder,
so war er lange unterwegs, und zu Besuch, mobil und wusste einfach vieles.)

(er nahm fluninazepam/rohypnol gegen Todesangst bis die neue Niere kam, und wurde nie abhängig plus Grappa.)

Es gibt verdammt viele Wege nach Rom.

;~}

[Kevin, ich habe mir erlaubt bei Dir jetzt nicht die Möglichkeitsform zu benutzen, so brauch ich weniger zu tippen hier im Bett,die Tastatur glüht und muss drei Sprachen bieten
ich meine Du verstehst was ich meine und wie.]

Ich wünsche Dir einen schönen Tag, hier ist es wunderschön auch von Bett aus.

Liebe Grüße,
Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Sonntag, 18.02.18, 13:50

Hallo,

Katharina, Du sprichst etwas zusätzlich Wichtiges an: die Dankbarkeit für das, was wir (noch immer) haben. Irgendein großer Geist schrieb sinngemäß: "Menschen, die zu handeln fähig sind, habe ich nie undankbar erlebt." - Schön, oder?

Dankbar sein können, also sogar dann, wenn es uns schlecht geht.

Wir sind alleine und leiden darunter? Dann können wir zumindest dafür dankbar sein, dass wir uns eine angenehme Wohnung leisten können, in einer schönen oder zumindest nicht ganz schlechten Gegend wohnen und das ungestört genießen dürfen, denn allein sind wir frei und haben unsere Ruhe.

Und so lässt sich das auf jedes uns bedrückende Thema ausdehnen.

Sind meine Augen betroffen, so habe ich doch immer noch gesunde Beine und Füße und Hände und einen klaren Denkapparat. Sind meine Füße betroffen, so habe ich immer noch meine gesunden Sinne, die mir über das Lesen und TV und das Web viele Eindrücke vermitteln. So kann ich mir nach und nach aufzählen, was trotz allem gut ist.

Zusätzlich kann ich jeden Abend Gott das hinlegen, was mir zu schaffen macht und um seine Unterstützung bitten. Und wenn ich nicht an Gott glaube, dann lässt es sich ohne weiteres dem Schicksal bzw. dem Leben anvertrauen. So wie es uns bisher getragen hat, wird es das weiterhin tun. Und wir alle wurden getragen, denn wir leben noch, egal wie schwer wir es auf dem Weg auch hatten.

Es heißt, uns wird nicht mehr auferlegt, als wir verkraften können; das ist absolut wahr, wenn wir bei dem bleiben, was aktuell anliegt; es sei denn, wir schaffen uns eine Gedanken-Hölle, die aus Widerstand besteht: dass dies und das nicht sein sollte, nicht hätte sein dürfen und nicht sein kann, wenn es doch Fakt ist.

Liebe Sonntagsgrüße,
Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 14:59

Liebe Eva ! Lieber Kevin !

es ist an uns zu entscheiden

es gibt Situationen die erinnere ich sehr gut
diese ewige Depression von der ich oft geschrieben habe im August letzten Jahres
da war ich stumm und entfremdet von allem und jedem und mir vorallem.

Stumm, kein Jammertal, ich habe aber auch eine Höllenangst,in Weinen zu ertrinken.

Vorteil: ich bleibe oben, Nachtteil: ich habe dieses Ventil nicht.

Davon ab hat mir nie jemanden zu gehört, da kann ich wieder wählen, jetzt:
Vorteil, Nachteil.
Ich kann mit mir bleiben und sein.

Ich entscheide mich jetzt für den Vorteil.

Zusätzlich habe ich entschlossen und jetzt in dieser Zeit
in den letzten Tagen ganz besonders da es mir eng zumute ist,
die Atmung macht mich eng auch im Geist:

Schluss mit jeglicher Art von Jammern.

ich möchte es nicht bewerten auf gar keinen Fall.
Bitte keine Missverständnisse.


ich traue es mich kaum auszusprechen
ich denke oft ich bin hart und kalt und hartherzig geworden.
Kein Mitgefühl. In diesen Tagen.

Meine Nichte,ihre Konformationsgruppe
die Probe in der Kirche sie trugen ihre Texte vor;
in den Texten kam:....und wir klagen Gott an für ....

aha hab ich gedacht


ich erinnerte mich an einen praktizierenden Christen
der erzählte vor seiner ersten Beerdigung
saß er am Steuer seines Wagens und sagte laut:
so lieber Gott
jetzt passt du bitte aber gefälligst mal auf mich auf
ich habe eine Höllenangst vor meiner ersten Beerdigung,
Pastor war er.

also jammern,
sich aus weinen ist o. k.

aber es muss ein Ende haben

sonst geschieht etwas was ich als Abwärtsspirale empfinde
und dazu habe ich einen Höllen Respekt
ich für mich alleine ganz persönlich.

Es gibt das Wort 'suhlen'.

ich weiß nicht und ich bin jetzt zu müde und habe keine Lust nachzuschlagen ob es diesen Begriff des Selbstmitleides im deutschen Sprachgebrauch offiziell gibt oder nicht.

Definition: negatives Selbstmitleid, Betonung auf negativ.

das ist für den Alkoholiker so schlimm
so demütigen dass sie es quasi wie eine Lehre in ihren Gruppen vortragen
damit diese Gefühlssituation sich nie wieder einschleichen möge

und ja selbst wenn es mir ganz schlecht geht und ich den ganzen Tag mit Atemherapie
meine Atmung regle
hab ich dennoch in meinem ganzen Leben keinen einzigen Krieg erleben müssen, da ich hier und in dieses Zeit geboren bin. und nicht in Kriegsgebiete hinein musste.

ich hab ein Dach über dem Kopf
es ist warm
ich habe zu essen

und auch morgen wird das Haus nicht runter bombardiert werden
zumindest ist davon auszugehen.

Aus anderer Erfahrung kann ich zurück blicken das auch mir nie mehr auferlegt wurde
als ich nicht vermocht hätte zu tragen können, Eva.
Das beruhigt mich, mit das klar zu machen, danke für die Erinnerung

Ab auf den Balkon, die Sonne scheint noch immer.

Alles Liebe,
Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 16:38

Lieber Kevin,

Ich nutze noch einmal Deinen Raum :

( Suhle = Pfűtze voller Schlamm,
Rot- und Schwarzwild u.a. wälzen sich in einer Suhle.

Der Mensch kann sich einem negativen Gefühl überlassen ( genussvoll, beschreibt der Duden, das passt hier nicht, finde ich). )

Oft denke ich das die Alkoholiker so selten positive Rückmeldungen bzw sehr verhalten geben, oder gar entgegen nehmen können, es nicht wagen,
weil sie eventuell Angst haben, vor Höhenflűgen.

Das fand ich oft traurig denn
viele haben die Möglichkeit, haben zu ihrer Zeit den Mut und die Kraft aufgebracht die Gruppe aufzusuchen und schlagen sich wacker und tapfer durch das Leben.

Entschuldige Kevin, off topic.

Kevin, ich wollte keines Falles vergessen haben Dir mitzuteilen das ich still mit Dir fühle -

In diesem und im nächsten Monat
vermisse und gedenke ich besonders und sehr, zwei wertvollen Menschen die früh gehen mussten.
Gerade, als sie sich aus argen Umständen hervor gearbeitet hatten, frei waren.

Das ist hart.
Ich bin dankbar das sie Teil meines Weges teilten, dennoch. -

Etwas ganz anderes,
Du vermisst Deine Eltern -

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Sonntag, 18.02.18, 17:16

Ihr beiden Lieben,

um Irrtümer zu vermeiden: Ich wollte hier nicht wie ein Sonntagsprediger daherkommen, und was ich schrieb, sollte auch weniger eine Empfehlung sein, als ein Mit-Teilen des Produkts eigener und nicht leicht erarbeiteter Erkenntnisse.

Wer schon beim Gedanken an Dankbarkeit eher schreien könnte - bitte nicht übelnehmen, dass ich hier meine Sicht dargelegt habe. Ich möchte auch nicht herabwürdigen, was andere für sich als Leid empfinden (hab immer ein bisschen Sorge, dass ich falsch verstanden werde) und ungewollt mit sich herumschleppen.

Dennoch sehr wahr, Katharina: Suhlen im Selbstmitleid gehört zu dem, was ich für mich vermeiden möchte, ebenso wie jegliches Jammern. Denn mir tut es nicht gut, ich fühle mich dann nur wie ein hilfloses Opfer.

Bei Dir, Kevin, habe ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass Du undankbar bist, auch nicht, dass Du in Selbstmitleid badest. Du durchlebst gerade eine schwere Zeit, nimmst es aber hin und berichtest sachlich darüber. Es muss auch für Dich einmal wieder besser werden.

Herzlich, Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 18.02.18, 21:09

Hallo,

nun, ich bin ja nach wie vor dankbar, abgesehen davon schlimmer geht's immer. Wenn ich mir die Welt ansehe, was an Gräueltaten so passiert und das man dankbar sein sollte in Westeuropa auf die Welt gekommen zu sein, das ist schon mal positiv. Wir sind tatsächlich ganz, ganz wenige Menschen weltweit gesehen, denen es "gut" geht, so vermessen das auch klingen mag in einem Forum wie diesem.

Mein Leben ist wahrlich nicht einfach, das mag sein, aber von vielen anderen auch nicht. Ich habe nach wie vor für viele Menschen Empathie, sogar für die die mir nicht gut gesinnt sind. Weil sie halt anders sind und andere Werte haben, aber ist zu akzeptieren.

Ich sehe mein Leben eher als lustig an, also hätte ich die Kraft ich würde wie gesagt ein Buch oder ein Kabarett schreiben, also Kabarett ginge allemal, weil ich müsste nur wahrheitsgemäß über das berichten, was mir so widerfahren ist. Ich wäre sogar davon überzeugt, es würde Erfolg haben. Wobei das wohl auch in den Poetry Slam fallen würde aufgrund einiger "No fun facts". Ich hätte da drei Themen, meine Frauen, meine Ärzte und meine Firma, da wären genug Lacher dabei und wie gesagt nichts wäre gelogen.

Vielleicht mache ich das auch noch mal - kurioserweise habe ich sogar Humor, auch wenn man das kaum glauben kann, aber sobald ich nicht alleine bin spiele auch ich eine Rolle, schönen Abend euch allen, Kevin
Nico Gruppentherapie.jpg
(📸 Jasmin Schreiber Photography)

Quelle: Nico Semsrott Facebook
"Ich lag ja schon oft falsch in meinem Leben, aber da lag ich mal richtig. Größte Gruppentherapiestunde in der Laeiszhalle Hamburg vor einer Woche. Wahnsinn und danke!"
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Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 23:08

Lieber Kevin,

Danke, wunderbare Gedanken tolles Foto, ja auch lachen über das Groteske, und Eva, für mich so wie ich heute bin, fühle ich jedes Wort gut in mir wieder klingen, trage keine Sorge, ok?

Schlafen wir gut,hoffe ich, für alle
Kevin ich Klick mich kurz auf Nicos FB Seite,das interessiert mich und dann Licht aus für heute,

Danke dir für den bunten Thread und...

gute Gefühle für andere wenn einem nicht gerade eine Menge Läuse über die Leber laufen, sind zuerst guet oder empathische Gefühle für bzw in einem selber.

Meine Gefühle generell zur Zeit sind gering,
ich bin zu angestrengt,
es wechselt bei mir so vieles zur Zeit, symptomatisch, da bleiben meine Gefühle jeglicher Art auf der Strecke.

Einen guten Wochenbeginn für Euch,
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 23:12

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:party2:

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Digitalisierung - Auswirkungen Augen

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 21.02.18, 20:44

Hallo Ihr Lieben,

wenn ich schreibe, ich habe nachgedacht wäre das Blödsinn, weil ich denke ja leider immer nach, deshalb bin ich ja da, wo ich bin.

Ich möchte euch warnen, vor allem die Jungen, war früher Bildschirmarbeit ein Teil einer Arbeit ist es heute teilweise so, dass Arbeiten ausschließlich mehr am PC stattfinden, dazu kommt, dass die jungen Menschen mit den Smartphones aufwachsen - hier gibt es schon jetzt Studien, die beweisen, wie schädlich das für die Kinder und Jugendlichen ist in Bezug auf die Augen.

Ich arbeite in einer großen Firma - habe ich oft geschrieben - wenn man mit dem Thema konfrontiert ist als Betroffener wie ich jetzt, habe ich erst so richtig mitbekommen wie unglaublich viele Mitarbeiter in der Verwaltung, also in der Administration Augenprobleme haben.

Ehrlich, bei diesem Thema war ich blauäugig, ich hätte nie gedacht, wie sehr mir meine Arbeit schadet, hätte ich es gewusst wäre ich verantwortungsvoller damit umgegangen und hätte wenigstens in meiner Freizeit mich mehr vor dem PC ferngehalten.

Die Regierungen unserer Länder pushen förmlich die Digitalisierung, zahlen werden diesen Preis auch die Menschen, weil da brauche ich kein Experte sein, Bildschirmarbeit über Jahre über 8 Stunden täglich macht auch gesunde Augen kaputt. In meiner Abteilung gibt es ausschließlich Brillenträger und die Sehverschlechterungen gehen auch bei denen, die keine Vorerkrankung haben vor allem Richtung 50 plus rasant schnell, aber wie gesagt auch die jüngeren Mitarbeiter sind massiv betroffen.

Passt vielleicht nicht hierher, aber nochmal auch hier werden die Menschen angelogen, es geht nicht mehr ohne Digitalisierung, aber es geht eben um einen verantwortungsvollen Umgang damit, zum Wohle seiner eigenen Gesundheit, Kevin
Verlauf:
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zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 21.02.18, 22:44

Lieber Kevin,


danke sehr.

Seit vielen Jahren versuche ich dem jungen Teeny zu sagen, das zu lang Handy und Co nach gewiesen Kurzsichtigkeit fördert - ( soll, ich weiß es nicht 100%, wie auch ).

Natürlich Hausaufgaben u.a. am Laptop, gepaukt bis..,
HWS und Migräne sollen besser sein -
Der junge Mensch trägt seit ein paar Jahren Kontaktlinsen.
Weshalb?

Angeblich soll das sich noch im Wachstum befindende Auge
durch diese Maßnahme die fortschreitende Kurzsichtigkeit stoppen.

( Mir erklärt sich nicht, wie. Kontaktlinsen sind doch keine Prothesen -. )

Eine Fummelei, teuer, mal bricht ein Stück heraus usw.uvm.
Retour zur Brille.
Das allgemeine Wachstum ist nicht abgeschlossen.
Inzwischen ca. - 7 oder 8 Dioptrien, wenn ich nicht falsch gehört habe

ich frag nicht mehr mir tut es weh,
ich höre: ich sehe das ja nicht ohne.

und natürlich kann es x - Ursachen geben.

Familiär Brillen, ja.
Niemand hat derartige Dioptrie Anzahlen.
weder im + noch im - Bereich.

Zur Zeit endlich Bewegung, Sport, Zensur steht, häufiger weg vom Schreibtisch.
Ich fragte, wo bleibt dein Spaß, deine Jugend -


Anders, es ist sehr anders.



Weshalb stellst Du Dich, Dein Denken so negativ dar, Kevin -

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 22.02.18, 19:36

Hallo Katharina,

die letzte Woche war maximal schlecht für mich, so einen psychischen Stress hatte ich noch nie, hat auch maximal geschadet leider. Wobei selber schuld, eigentlich hätte ich mich zu wehren wissen müssen. Ich muss eine Wende schaffen, ich bewege mich wirklich in einer Negativspirale zur Zeit. Ja, natürlich waren da Gründe, aber nochmals die hätte ich abwehren müssen.

Mein Augenarzt meinte nicht normaler Stress sei ein Problem und auch der Bildschirm nur bedingt, aber psychischer Stress sei pures Gift für das Auge, wobei logisch nachgedacht natürlich für den ganzen Körper. Der war auch maximal sauer, als ich ihm erzählte, wie ich nach meiner Krankschreibung wieder "willkommen" geheißen wurde in meiner Firma, also da meinte er genau das ist es, was am meisten schadet! - und das soll ich auch meinem Dienstgeber von ihm ausrichten.

Wie gesagt, ich muss radikale Veränderungen schaffen mehr zum Positiven, auch meine Beiträge waren dementsprechend - jetzt nicht unwahr, aber schon sehr destruktiv geprägt, das ist sicher nicht der Weg zu einer Stabilisierung oder Verbesserung, wie kann man so alt sein und noch immer so blöd, unfassbar, alles Liebe Kevin
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Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
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Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 22.02.18, 21:59

Lieber Kevin !

Ich sage dir einfach meine Gedanken
die mir spontan nach dem Lesen deines Beitrages gekommen sind

ich sage auch noch einmal das ich mich traue bei dir spontan zu sprechen

ich habe in der internistischen Praxis meines Onkels vor langen Jahren
da ich dort nachmittags gelernt habe
meine 1ste Ausbildung benötigte auch internistisches wissen

Dort war jemand der aus psychosomatischen Gründen eine Zeit lang an Unterarmgehhilfe-stützen gehen musste
weil ihn seine Beine nicht trugen.

heute würde man sagen ab in die Neurologie
ab zum Nervenarzt

damals war es anders
jedenfalls als das große Grund Problem gelöst werden konnte
waren diese Stützen unnötig.

Eine gute gute Bekannte aus einer Gruppe für die Alkoholikasucht,
arbeitete bis zum Zusammenbruch
ohne rückfällig zu werden
kein Alkohol nie wieder
keine Tabletten
keine Psychopharmaka

Sie wurde dann aus dem Beruf genommen für ein Jahr
wurde aber schlaflos
ständig das klingeln auf der Intensivstation und der niemals endende Druck
sie hatte diese eine Art Sensor der aufzeigt dass sie zugleich in vier Zimmern hätte sein müssen
das ließ sie nicht mehr los

sie wurde aus dem Beruf genommen und macht jetzt dies und das hier und dort ein wenig weil sie auch immer gerne gearbeitet hat
aber nie mehr betritt sie ein Krankenhaus

Meine Überlegung ist, Kevin musst du dort immer arbeiten
beziehungsweise wäre es nicht möglich sich für eine Zeit sich für eine sich für eine Zeit krankschreiben zu lassen

ich ahne du wirst sagen ein Wiedereinstieg wäre dann eventuell nicht möglich
nicht dort und würde eventuell mit hässlichem Verhalten der Kollegen beantwortet werden

mit dieser Vorstellung hätte ich wahrscheinlich Panik
und dennoch ?

ich war oft so bekloppt und bin mit oder nach sehr wenig geschlafenden Stunden in die Praxis erkältet, blos nicht fehlen da ich eh ab und an fehlte, als einzige Angestellte, die anderen Freiberuflich

Ich habe ich gut reden
durch die jahrelange LeberTherapie bin ich raus

(ich habe einmal versucht unmöglich ich konnte nicht einmal die roten Matten zusammen Rollenamt Tagesende, so schwer waren sie mir geworden, ich hatte einst zwei unter dem Arm und war sehr sehr schnell. Ich mag es sehr schnell zu sein.



aus heutiger Sicht kluge Worte aber Kevin während der vielen Versuche des reduzieren
habe ich jetzt wo ich meinen Absetzweg gefunden habe den ich verfolgen kann
das ganz deutliche Gefühl und das ist ein ganz festes Gefühl:
ich werde nie wieder an erster Stelle für irgend jemanden da sein

wie das jetzt klingt das weiß ich selbst

ich habe das letzte Mal als ich es aus körperlicher Schwäche mit Mühe zu meinem Berater geschafft hatte
ganz deutlich gesagt dass, wenn ich dies hier hinter mir habe
gibt es niemanden der zu mir zuvor kommt

weil es vorher immer so war
so wurde es erwartet
es war die Erziehung es war die Zeit
und vieles andere mehr

jetzt wird Schluss damit sein
ich will damit sagen dass ich mir so wichtig bin,wie noch nie zuvor in meinem gesamten Leben
Jetzt, beziehungsweise in der langen letzten Zeit
bin ich gezwungen mich an erster Stelle zu setzen,
entweder ich lag depressiv und konnte nicht für die anderen oder mit den anderen
oder ich hatte Symptome oder jene

im Prinzip wissen alle dass ich ja immer was hab
aber das wird sich ändern

dann möchte ich das gleiche Recht was jetzt meine Pflicht ist, wenn ich hier fertig bin, weiter, mehr fit um endlich raus ins Leben zu können.

Ich kann zur Zeit nicht für mich entscheiden
was ich für mich gerne aktiv tun möchte da mein Körper mir vorgibt was ich kann und wann
und ob es auch nur eine Waschmaschine ist
ob ich sie aufhängen kann wenn sie fertig ist,weiß ich nicht im Vorraus
wenn ich sie bestücke

durch das reduzieren habe ich eine Art Hausarrest
Das akzeptiere ich damit bin ich einverstanden

ich habe, glaube ich, nach zehn Wochen dann endlich begriffen dass es anders nicht geht.

Jetzt befinde ich mich in Phase (also Woche 27)
immerhin von 35

Aber nur mit diesem System allen alles, und mir vor allem auch, absagen zu müssen.
Leicht ist das keinesfalls.

gerade heute und gestern wo jeder zweite hier krank wird
jemand hochbetagtes
jemand sehr junges
die Ärzte selbst Schildvan der Türe wg Krankheit geschlossen
in der Apotheke ebenfalls

ich kann für niemanden vor die Türe
denn das fehlte mir gerade noch
jetzt eine Erkältung oder Grippe

ich weiß nicht wie weit es ausartet bei den anderen das eine Grippewelle umgeht ist bekannt.

ich muss immer wieder auch erneut akzeptieren dass ich nicht diejenige bin,
die los läuft,sonstiges oder Medikamente zu besorgen, wie komme ich überhaupt auf die idee, ich stehe oft kaum in meiner Wohnung fest genug auf den Füssen,

Das Gewissen, die Gewohnheit, funktionieren.

Kevin, ich hoffe Du nimmst mir meine Worte nicht übel, auch ich weiss ja nur was ich lese -
Eigendlich hatte ich dir dies gern an einem Tisch im Cafe'haus gesagt und dich dabei gewesen.

Von Herzen, Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 11.03.18, 13:03

Wenn ich nicht mehr aus meiner vergangenen Erinnerung lebe, dann kann mir das Leben als mein Leben begegnen.

Den meisten Menschen begegnet nicht ihr Leben, das ist nicht das was sie wollen und wenn sie nur das sehen, was sie nicht wollen, bauen sie sich in sich eine Welt, die sie wollen und es ist ihnen egal, ob die mit der Welt, die ihnen begegnet dieser entspricht.

Nun wird die Welt, die ihnen begegnet ein Kriegsschauplatz, ein Kampf um das Recht seine Welt, die man sich so vorstellt mit allen Mittel auch real zu erschaffen. Die lügen nicht, sie kämpfen um Ihre Welt und haben eben keine Zeit mehr und entsetzliche Angst vor der Leere, denn die kennen sie, die Gedankenleere und das wird ein echter Feind.
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bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 20.03.18, 20:40

Hallo,

nun, was habe ich verstanden in den letzten Jahren? Genau, dass ich auf mich gestellt bin, nichts Neues für diejenigen, die bei mir mitlesen. Ich kenne im realen Leben nicht einen einzigen Menschen, der nur den Hauch einer Ahnung hat, wie es mir geht bzw. über meine Erkrankungen. Da es hier um Sucht geht, meine ich in dem Fall meine Suchterkrankung, wobei ich sehe auch die totale Selbstverantwortung, niemand ist für das, was ist verantwortlich außer ich.

Ich kenne niemand der Mitgefühl hat oder nur annährend versteht. Tragisch eigentlich, weil das sind die zwei wichtigsten Tugenden in meinem Glauben. Ich bin nicht traurig, nicht einsam, alleine ja, aber das ist Resultat meiner Erkrankung. Weil einfach die Ruhe mir am besten zu Gute kommt, daher habe ich kaum noch soziale Kontakte, eigentlich keine, außer die in der Arbeit, wobei die zähle ich nicht, weil ich mich mit den Werten dieser Menschen nicht identifizieren kann und mich fernhalte so weit ich kann.

Es ist zwar ein Bericht über mich, aber das was ich schreibe ist so aus meiner Sicht, ich kann mir schwer vorstellen, dass es anderen Menschen anders geht, wie sollen Menschen was verstehen, was sie nicht kennen? Das geht nicht. Im Forum ist das anders, aber das Forum ist nicht die Welt und nicht die Gesellschaft, aber allemal hilfreich auch für mich, weil ich habe die Grundbotschaft verstanden und gelernt hier, nämlich wie sehr diese Substanzen Menschen schaden, das hätte ich nirgendwo anders gelernt, außer hier, weil sich auch im realen Leben keiner auskennt, ich habe niemand kennengelernt und ich habe doch viel gesucht.

Was heißt das für meine Zukunft? Aufgeben? Nein, sicher nicht, aber die Wege, die ich mal sah sind weniger geworden, das gebe ich zu. Ich werde zurück kehren zu den Wurzeln dessen, was ich vor Jahren schrieb unter Alternativen zu Psychopharmaka, mein erster Beitrag dort glaube ich, das sind die Dinge, die auch heute für mich noch als wertvoll gelten, man muss sie halt auch tun und nicht nur drüber schreiben oder darüber nachdenken.

Hilfe oder Verständnis erwarte ich mir keine, von Nichts und Niemanden. Alles was ich vielleicht schaffen kann, wird das sein, was ich durch meine Bemühungen erreiche, wo die Grenzen sein werden und sind weiß ich nicht. Das ist auch neu, ich würde nie mehr schreiben, ich weiß, was kommt oder das ist der Weg, weil ich weiß es nicht.

Ziele, die ich mal hatte, wie wieder eine Beziehung zu führen, habe ich mehr oder weniger für mich beendet, das ist leider nicht möglich, es wäre nur Belastung, leider. Wobei jemanden zu finden, der zu mir passt wäre auch eine "Mission impossible".

Ich möchte nicht klagen, egal, wie es mir grad geht oder gehen wird, weil ich wie gesagt es so sehe, das was ist, war mein Werk und mit den Konsequenzen dieses Handelns werde ich mein Leben weiterleben so gut es geht und dankbar sein für jedes Jahr, welches ich geschenkt bekomme.

In Anbetracht dessen, dass ich auch erkannt habe, wie viele Menschen, was ganz anderes vorspielen als das was wirklich ist, bin ich auch nicht unglücklich mit meinem Leben, alles war und ist gut, wie es ist.

Ich hoffe nicht, dass man Verbitterung oder einen Negativbeitrag hier sieht, ich schreibe nur wie es ist für mich, ich kann ja nicht für andere sprechen. Es ist auch kurios dass weit mehr Menschen meine Hilfe benötigen als ich ihre, wobei ich kann helfen und die anderen eben nicht (wobei fairerweise erwähnt, ich helfe natürlich anders), daher eine leichte Aufgabe für mich. Wobei ich leider nicht in dem Ausmaß helfen kann, wie die Menschen Hilfe bräuchten.

Irgendwann bzw. es gibt ja auch jetzt schon schlaue Menschen, die ganz genau wissen und verstehen, warum alles so ist wie es ist, weil die Menschen einfach überfordert sind, diese massive Reizüberflutung an Informationen, das schafft unser Gehirn eben nicht. Ich habe grad heute eine Forscherin gehört, die genau das gesagt hat und als Neuheit präsentiert hat, das war auch seltsam für mich. Da brauche ich keine Forschung um zu sehen, wie sich die Gesellschaft entwickelt hat. Das ist ja nicht neu, sondern es ist ein schon jahrelanger Trend in eine Richtung und den Bewusstseinswandel auf den einige warten, der wird nicht kommen, freiwillig wird sich niemand verändern, das ist eine Sache, die könnte nur von außen kommen und das wäre eine Sache vor der ich keine Angst hätte.

Aber ich habe auch eine große Dankbarkeit und Demut für die vielen guten Dinge, die mir im Leben widerfahren sind, tolle Menschen kennengelernt, die mich begleitet haben, auch dass ich mittlerweile beinahe 52 Jahre alt bin, auch das sehe ich nicht als selbstverständlich an. Klar kann man sich nach Statistiken orientieren, es mag viele geben die älter werden und sind, aber es ist wie gesagt keine Garantie, so gesehen bin ich dankbar für fast 52 Jahre.

Ich habe gelernt alleine zu leben, alleine zu sein und nicht daran zu verzweifeln sondern es sogar oft als angenehmer zu empfinden als meine Zeit mit anderen zu verbringen. Die Gesellschaftsentwicklung ist ein Stück an mir vorübergegangen, da habe ich wohl einiges nicht wahrgenommen, manchmal habe ich das Gefühl, ich war viele Jahre im Koma und jetzt viele Jahre später ist eben alles anders, wobei zugegeben, hier ist die Mehrheit der Dinge, die ich wahrnehme wahrlich nicht besser geworden.

Es fällt mir schwer mich zu recht zu finden mit den meisten Menschen, es verbindet mich kaum etwas mit ihnen und ich meide sie auch, wobei das beruht auf Gegenseitigkeit, die "anderen" meiden mich auch.

Schauen wir mal was kommt, überraschen wird mich wenig, betroffen bin ich sehr oft von Dingen, die ich wahrnehme, wobei das nicht die Weltnachrichten sind sondern, was in meiner kleinen Welt so passiert. Heißt ich bin trotz langjährigem Konsum von einer gefühlsabstumpfenden Substanz vermutlich empathischer als alle Menschen, die ich kenne und das freut mich schon und das ist nicht mein "Glaube" sondern das ist das Feedback, was ich von wenigen ebenso empathischen Menschen bekomme, die sagen, schön, dass das du da bist in einem System wie diesem. Das bezieht sich vorrangig auf meine Arbeit übrigens.

So lange es mich dort geben wird, werde ich gegen Strömungen kämpfen, die anderen schaden, weil das ist das was leider passiert. So gesehen bin ich auch ein Feindbild eines Systems geworden, was eigentlich auch weg müsste, aber was freiwillig eben nicht geht, auch wenn man sich alle Mühe gibt dieses Ziel zu erreichen. Gut, es gibt noch viel zu tun, ich hoffe man schenkt mir die Zeit ein Stück dagegen zu halten. Kevin

"Schließe die Augen, und du wirst sehen." FB-Eintrag 2013
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Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
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Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Dienstag, 20.03.18, 21:55

Lieber Kevin

es ist zu spät für mich ich möchte dich noch grüßen

~~~♡~~~

Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Montag, 09.04.18, 16:51

Hallo,

also ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber seid doch ein wenig tolerant zu einander und respektiert den Anderen und halt einfach versuchen sachlich zu bleiben. Diese ganzen persönlichen Befindlichkeiten, die es hier selten - im realen Leben dauernd gibt, die sind für mich total entbehrlich.

Ich habe viele Menschen, die mögen mich gar nicht, würden sie Hilfe brauchen, bekommen sie Hilfe im Rahmen dessen wo ich eben helfen kann. Dass es umgekehrt nicht so wäre ist mir klar. Aber ich muss mich ja nicht auf die Ebene anderer stellen, nur weil die so sind, dass man gleich agiert deshalb.

Für mich ist ganz essentiell auch Menschen zu verstehen, die anders denken und handeln als ich, ich versuche das immer, und oft werden mir sogar Menschen dann sympathisch, wo ich vorher dachte, die sind ja total böse. Dann höre ich ihnen zu, erfahre ein wenig über ihr Leben und dann verstehe ich oft, warum sie so sind, wie sie sind bzw. auch so agieren, wie sie agieren.

Ich habe ja einen neuen Kollegen in meinem Büro, der war wirklich eine Herausforderung für mich, aber mittlerweile mag ich ihn sogar, weil ich ihn verstehe bzw. zugehört habe. Ich gehe auch weg davon zu sagen, der oder die agiert böse oder gut, ja, viele Menschen leben und denken anders als ich, aber sie sind deshalb sicher nicht schlechter als ich.

Und es geht hier ja auch vorwiegend um Hilfe, es geht doch nie um Recht, also für mich nicht, ja, ich habe meine Sicht, aber ich akzeptiere auch andere, selbst wenn ich denke, sie wären falsch, das ist Toleranz für mich. Wobei auch das ein Entwicklungsprozess war und ist. Lange Zeit dachte ich auch, das was ich denke und was ich tue ist richtig, nein, falsch gedacht und falsch gehandelt. Das Leben für Menschen, die ein wenig reflektieren ist ein ewiges Lernen und sich weiter zu entwickeln und das finde ich wichtig, das man nicht auf Standpunkten verharrt sein Leben lang.

Wobei ich hier nicht schreiben will, wie gut, toll und perfekt ich bin, das sehe ich sowieso ganz anders, aber ich verstehe einfach nicht, dass man sich gegenseitig das Leben mit so unwichtigen Dingen erschwert. Wenn ich so im Alltag sehe, was für viele wichtig ist, denke ich auch anders, wichtig sind große Fragen für mich und in Bezug auf dieses Forum ist die große Frage, wie kann man den anderen helfen, auch wenn man etwas anders sieht?

Ich sehe das Forum wie meine Firma, bzw. das Leben auch. Es soll einfach jeder auf sich sehen, auf sein Leben und nicht andere Leben bewerten und beurteilen, weil das kann keiner. Wenn in meiner Firma getratscht wird, dass der oder die ja eh nie was arbeitet denke ich mir immer, schaut auf euch, ob ihr so perfekt seid und genau das ist das Thema für mich generell und überall. Jeder schaut, was beim anderen falsch läuft und verliert ganz aus dem Fokus wie fehlerhaft er oder sie selbst ist und das verstehe ich einfach nicht, weil da braucht man auch nicht sehr intelligent sein um diese Grundregel im Leben zu verstehen, aber versteht keiner.

Wenn ich was falsch gemacht habe, habe ich mich oft entschuldigt, was war die Gegenreaktion, die Leute wurden noch mehr böse, verstand ich überhaupt nicht. Ich habe mal auf einem Berg einen Schluck Wasser für meinen Hund aus einem Brunnen genommen, der bei einer Almhütte stand und dann kam ein Mann und hat mich wild beschimpft, ich könnte nicht grüßen und stehle sein Wasser. Ich habe mich entschuldigt, weil ich hatte ihn nicht gesehen und zweitens wusste ich nicht, dass der Brunnen zu dem Haus gehört. Der Mann war total unversöhnlich, er wurde immer mehr böse, obwohl ich wirklich versucht habe die Situation zu beruhigen und ihm sogar gesagt habe, ich verstehe sie und es tut mir wirklich leid. Solche Sachen sind mir oft passiert, die Menschen sind in solchen Situation so zornig, dass einfach nichts hilft.

Gut, das war nun alles nicht wirklich zum Thema passend, außerdem viel zu lange, das liest eh keiner, gut wobei mir ja mehrfach gesagt wurde, wenn sich andere zanken soll man sich raushalten, weil plötzlich ist man dann selbst im Fokus, das hoffe ich nun nicht, meine Intuition war eigentlich eine andere und ich habe mir sogar viel Zeit genommen, leider ging es nicht ohne "Selbstdarstellung", aber ich musste ja Beispiele nennen und am besten oder ehesten kenne ich mich selbst, daher habe ich jetzt über mich geschrieben, LG und schönen Abend, Kevin

Nachtrag: Das Ziel dieses Beitrags war zu helfen und nicht jemanden zu schaden, wo läge denn da der Sinn, außerdem waren die Dinge über die ich schrieb aus meinem persönlichen Leben, daher habe ich es auch hier in meinem Beitrag geschrieben, und zwar weil ich es für gut befand, deshalb. Oft schreibe ich auch Dinge und "schmeiße" sie wieder weg, dies nicht.
Zuletzt geändert von Kevin05 am Montag, 09.04.18, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
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dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
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Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Montag, 09.04.18, 17:26

Lieber Kevin,

danke -

herzliche Grüße, Katharina
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