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Kevin05 (DO-Der Weg)

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Montag, 09.04.18, 18:04

Hallo Kevin,

hier kann ich Dir nur zustimmen. Ich bin heute enttäuscht vom Forum. Ja, ich habe etwas übersehen, war zu hastig und und habe dann in der Eile einmal so geantwortet, dass es in dem Thread nicht ganz passte.

Aber wenn dann auf den anderen losgegangen wird, statt aufeinander zuzugehen ... auch wenn mir klar ist, dass jeder mal nicht gut drauf ist, vermisse ich doch das gegenseitige Verständnis, und ich frage mich, wenn wir es nicht mal hier finden - wo dann? Dabei hast Du auf der anderen Seite ganz Recht, es sollte sich nicht ständig um die Befindlichkeiten drehen, auch nicht um die eigenen. -- Abstand kann helfen. :wink: Also genug davon.

Du schreibst sehr gesammelt und ruhig heute, das gefällt mir.

Schön, dass sich Deine Sicht des Kollegen so positiv geändert hat, das freut mich besonders.

Es lässt sich übrigens immer wieder beobachten, wenn Menschen, selbst wenn sie sich zuerst wenig mögen, durch bestimmte Umstände zusammenkommen - sobald sie Gelegenheit haben und dafür offen sind, sich richtig kennenzulernen, werden sie nicht selten Freunde, durch gegenseitiges Verstehen, zu dem vor allem auch Zeit nötig ist.

Lieber Gruß, Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Montag, 09.04.18, 19:42

Hallo Eva,

ich schreibe oft Beiträge und stelle sie nicht in das Forum, dieser Beitrag war mir wichtig. Es war auch nicht meine Absicht jemand zu belehren sondern einfach meine Gedanken bzw. wie ich eben schrieb, das ist ja ein Thema des Leben, der Gesellschaft. Wie geht man mit einander um, wie geht man auf andere zu.

Mir sind solche Dinge sehr wichtig geworden, ich kann niemanden verändern, das ist mir bewusst, deshalb arbeite ich auch am meisten an mir selbst, weil ich bin selbstkritisch genug, um zu verstehen, dass ich noch weit weg bin, von dem, wie ich gerne leben würde.

Ein friedvolles Miteinander ist mir wichtig, auch wenn ich Kompromisse oder auch mich unterordnen müsste. Letzte Woche war eine Situation in meiner Arbeit, da wurde ich eine halbe Stunde bombardiert mit negativem Tratsch über andere in meinem Bereich, da ist es mir gelungen nicht Teil dieses Tratsches zu werden und da war ich sehr stolz drauf, weil das ist schwer hier sachlich und neutral zu bleiben. Wobei ich auch die Beobachtung gemacht habe, wenn so eine Situation ist, und man wirft etwas Positives in diese Diskussion ein, dann hören das die Menschen gar nicht, als ob man gar nicht da ist.

Mir ist Harmonie sehr wichtig, nicht um jeden Preis, aber wenn es möglich ist, freu ich mich natürlich. Ich spreche oft über Themen, die mir wichtig sind mit anderen, und viele stimmen mir zu, aber der Punkt ist Veränderung, kann nur in uns selbst stattfinden. Wenn dies auch anderen Menschen ein Anliegen ist, dann denke ich wäre es möglich, dass die Gesellschaft sich wieder in eine bessere Richtung entwickelt. Mehr Empathie, Verständnis und auch Mitgefühl für andere.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich der Druck so hochgeschaukelt, dass sich die Menschen verändert haben. Menschen werden mehr und mehr daran gemessen zu funktionieren und nicht mehr zu leben. Die, die nicht so stark sind bleiben auf der Strecke und diese Entwicklung finde ich sehr bedauerlich. Die Politik tut ihres dazu leider.

Meine persönliche Entwicklung hat mir wieder Sinn gegeben im Leben, ich kann die Welt nicht retten, aber wenn es einige Menschen sind, denen ich helfen kann, macht mich das sehr glücklich. Ich spreche hier übrigens vom realen Leben.

Ich denke jeder hat die Aufgabe, ein gutes Leben zu leben, unabhängig von Glück oder Leid und du hast recht, ich fühle mich sehr ruhig und bin sehr zufrieden und das hängt ausschließlich damit zusammen, wie sehr ich selbst mit mir zufrieden bin, Außenfaktoren spielen dabei keine Rolle, alles Liebe und Danke für deinen gefühlvollen Beitrag, Kevin
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bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 10.04.18, 17:00

Hallo,

Ich war sehr lange im Hochdosisbereich - jetzt seit einigen Monaten versuche ich so wenig wie möglich zu nehmen, meist gelingt es, aber es gab auch immer mal Ausrutscher, wobei die Ausrutscher mit der Zeit zumindest weniger wurden und wenn dann ging es nicht so hoch. Ich will auch gar nicht sagen, dass dies ein Weg wäre oder Erfolg, das Einzige was mir auffiel subjektiv, dass es zumindest möglich ist, auch wenn man höher dosiert war, dass man runtergehen kann ohne dass sich der Zustand dramatisch verändert. Also ich fühle mich mit 5 mg besser als mit 20 mg - das ist ja auch seltsam, Null habe ich nicht versucht, da würde ich davon ausgehen, dass die Probleme doch nach einigen Tagen massiv zu nehmen.

Wie gesagt, wenn ich mich weiterhin im Bereich zwischen 5-10 mg "bewege" wäre das für mich einmal ein Zwischenerfolg, wenn das längerfristig gelingt, dann werde ich weiter überlegen.

Was ich auch sagen kann, es ist ein Riesenunterschied, ob man die Chance hat halbwegs belastungsfrei abzusetzen oder funktionieren muss. Das sehe ich einfach an den Wochenenden oder wenn ich mal Urlaub habe so wie jetzt. Also Betroffene, die in Beziehung stecken, Familie, Kinder bzw. einen Beruf haben, die haben es definitiv schwerer. Alleine ein Kind stelle ich mir mindestens gleich belastend vor wie einen Job. Weil das große Thema ist schlichtweg, dass viele ein Riesenproblem haben mit "Belastung" und hier gilt es eben anzusetzen, dass man so viel wie möglich an Belastung ausschaltet, sofern man diesen Luxus sich leisten kann, nicht im finanziellen Sinn, sondern auch das ist eine Form von Glück. Also Alleine zu sein, muss nicht zwangsläufig schädlich sein, im Falle, wenn man so eine Erkrankung hat, wie ich, ist es zweifelsfrei von Vorteil.

Ich muss "nur" im Job funktionieren, sonst habe ich kaum Verpflichtungen und in der Arbeit versuche ich mir mein Umfeld so anzupassen, dass es mich halt so wenig wie möglich belastet, mehr geht nicht. Es ist auch wichtig sich ein Zeit Management zu überlegen, um so viel wie möglich Auszeiten zu bekommen, wo man eben keine Belastung hat, daran muss ich leider noch arbeiten, alles Gute allen die hier kämpfen, Kevin
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Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Dienstag, 10.04.18, 17:21

Hi Kevin,

... oder es braucht einen verständnisvollen Partner, der scheint fast so selten zu sein wie ein kariertes Zebra. :wink:

Dass Du Dich mit 20 mg nicht besser fühlst als mit 5, mag daran liegen, dass Dein Organismus dankbar auf weniger Chemie reagiert, oder besser, auf alles, das er heute nicht mehr zusätzlich verkraften muss. Bei mir ist dieses "Viel hilft viel" auch nach Jahrzehnten nun weg, Hatte das sogar mit Schmerztabletten, wenn, immer eigentlich zuviel davon .... was mein armer Körper schon alles ausgehalten hat ... und Deiner auch ...

Und wir werden uns bzw. unsere Einstellung noch mehr verändern als wir jetzt glauben. Vor zwanzig Jahren hätte ich mich niemals so sehen können, wie es dann bis jetzt kam. Deshalb sehe ich auch bei Dir nichts als unmöglich an.

Unverbesserlich optimistische Grüße,
Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 10.04.18, 17:39

Hi,

ja, hast du recht, ein guter Partner, das ist echt schwer. Nachdem ich sehr viele Menschen kenne, die verzweifelt suchen, habe ich für mich beschlossen meine Suche einzustellen, was das Thema Partnerschaft angeht, also wäre nur Stress für mich. Alleine über das Thema Einsamkeit könnte ich hier einen Aufsatz schreiben, aber ist ja ein Absetzforum, ich fühle mich übrigens nicht einsam.

Ich glaube du hast einen lieben Partner, das ist dann wirklich Glück, du schätzt das ja auch sehr, was ich mich erinnern kann.

Mehr ist nicht immer besser da hast du recht, also wenn ich an meine Jugend zurückdenke war ich immer froh, wenn es weniger Ohrfeigen waren als mehr... - wobei in unserer Gesellschaft gilt ja fast der Leitsatz mehr wäre immer besser, aber eben nicht bei allem, siehe mein Beispiel, aber auch diverse Substanzen, die der Gesundheit nicht gut tun.

Ich glaube deine Theorie ist gut, warum 5 mg für mich besser sind. Wenn ich mal "ausrutschte" hatte ich garantiert am nächsten Tag eine neue Baustelle am Körper, also eine Schwellung oder Hautveränderung, das hat mir schon gezeigt, dass da sehr wohl was passiert und das hat mich auch motiviert eben nicht mehr so oft auszurutschen und wenn dann "gesittet".

Stillstand ist ganz schlecht, ich finde es sehr langweilig würde ich immer das gleiche denken oder gleiche sein, daher sehe ich es wie du, wir entwickeln und lernen ein Leben lang, das ist aber auch etwas was mir viel Freude macht, wenn ich merke, da gibt es wieder was Neues, was ich nicht wusste.

Wobei viele Menschen einfach "nur" Leben, also die denken wenig nach, kann von Vorteil sein, muss es aber nicht, also ich bin dankbar so wie ich bin, mit allen Widrigkeiten, die ich hatte und habe, und meine Ansprüche sind sehr gering wirklich, also ich sage es mal so früher habe ich wenn ich gebetet habe gedankt, dass ich gesund bin, heute sage ich danke, dass ich halbwegs gesund bin. Weil, es kann immer schlimmer sein, ich habe eine Erkrankung, wo ich zumindest theoretisch eine Chance habe, wenn ich "nur" diese Sucht habe als Leid und nichts anderes Schweres kommt, alleine dafür wäre ich schon mehr als dankbar, weil das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Du siehst man wird demütig und bescheiden mit den Jahren, LG Kevin
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Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
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Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
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Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Dienstag, 10.04.18, 22:46

Lieber Kevin,

Ein gute Nacht Gruss und,

Ich freu mich,
5 kg

!

ab und an und nicht fixiert an oder in einer Dosis, und.. ich kann machen und laden was ich will, ausser Haushalt, noch, so lang ich das schaffe.

Also geht reduzieren leicht, ich schau wie weit,

Ausrutscher?
Ich glaube nicht, das Du ausrutscht.

Ich erkenne Dich seit gefühlten Jahrzehnten überlegt, äusserst beobachtend.
Reflektiert wägst Du ab wann es dir zu schlecht geht, was nötig was nicht und:
Du arbeitest, bei allem.
Das ist sehr schön aber auch sehr schwer, beide Seiten.
Du bewältigst viel, Du trägst das, Du hältst nicht die Diazepam Dose in einer Deiner Hände, auf jedem Schritt und Tritt,
Kevin.

Gute Nacht, herzlich Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Mittwoch, 11.04.18, 10:17

Lieber Kevin,

eine sehr schöne Sicht spricht aus Deinem Beitrag, die ich voll und ganz teile. Wer dankbar ist, kann nicht unglücklich sein, las ich neulich. Ja, das denke ich auch.

Mein lieber Mann und ich sind, so kann ich wohl ohne Übertreibung, aber in großer Dankbarkeit sagen, immer noch ein Wunder für uns. <3

Ich traf ihn nach langen Jahren des Alleinlebens, als ich praktisch schon damit abgeschlossen hatte, und er mich, nachdem er nach vielen guten Ehejahren urplötzich Witwer geworden war. Ein paar Monate vorher hätte es mit uns noch nicht gepasst, weil er ja gebunden war und somit tabu. Nun flogen wir förmlich aufeinander zu :fly: und uns war, trotz unseres reifen Alters, fast sofort klar, wir bleiben zusammen. So spielt das Leben. 8-)

Wer eine solche Beziehung hat, verspürt aber auch die unterschwellige Furcht, sich eines Tages wieder loslassen zu müssen; wer allein ist, hat das nicht; man könnte sagen, auch eine Art ausgleichende Gerechtigkeit. :)

Das Wort "Ausrutscher" verstehe ich so, dass Du es als Einzelfall siehst, und Einzelfälle sind kein echter Rückfall - was ich auch so sehe.

Ich finde, Du hast etwas, was es angeblich nicht gibt, nämlich Deine Abhängigkeit im Griff, d. h. Du kannst sie kontrollieren. Das ist auf jeden Fall etwas, auf das Du mit einiger Zufriedenheit blicken kannst.

Lieber Gruß, Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 11.04.18, 12:05

Liebe Eva,

ich bin sehr dankbar schon für Kleinigkeiten, die gut sind in meinem Leben, aber ich freu mich auch für andere bzw. habe durchaus Mitgefühl, wenn es jemanden nicht so gut geht.

Die Geschichte mit deinem Mann ist eine Ungewöhnliche und so was ist wohl die Ausnahme, aber alles hat wohl seinen Grund, ich glaube eher nicht an Zufall im Leben. Das Alleinsein ist manchmal schwerer, manchmal genieße ich es. Ich denke, es ist ja auch ein Teil dessen, was viele Betroffene merken, sie verlieren im Laufe der Zeit Kontakte, weil sie halt nicht so funktionieren können, wie sich das andere wünschen und dann ist man irgendwann eben alleine und heute ist es so, dass alles was verbindlich ist mich eher belastet.

Also eine Partnerschaft wäre für mich eher Belastung als Freude. Und wie du sagst, es hat alles zwei Seiten. Wenn man Menschen hat, die einem sehr wichtig sind, sei es Familie, Partner, Kinder, gute Freunde dann sind das auch Dinge, die belasten können, belasten im Sinne dass man immer auch in Angst lebt, dass sie mal nicht mehr da sind oder umgekehrt man hat selbst ja auch mehr Verantwortung ihnen gegenüber da zu sein, gesund zu sein.

Im Buddhismus sagt man Anhaftung - ich bin relativ frei davon, das ist wie gesagt der Vorteil des Alleinseins, aber es wäre eine Lüge zu sagen, dass es besser ist, als jemand der in einem guten sozialen Netzwerk sich befindet. Beides hat Vor- bzw. Nachteile.

Als Rückfälle sehe ich die Ausrutscher nicht, was mir aber immer bewusst ist, ist die Tatsache, wie unberechenbar diese Erkrankung ist, man weiß nie was kommt, also das sehe ich schon als große Belastung, weil diese geringe Stabilität, die ich habe zu halten ist schwer, weil ich ja auch letztendlich den Druck habe, dass ich weiß, dass ich keine Hilfe habe, wenn es mir mal nicht gut geht, ich kann zu keinem Arzt gehen und habe auch keinerlei Bezugspersonen, die mir im realen Leben helfen. Ich denke, das ist schon eine Sondersituation, die nicht jeder Mensch hat.

Zufriedenheit ist für mich, wenn ich das was ich mir vornehme auch im täglichen Leben tue, weil gute Gedanken sind schön, aber zählen tun ausschließlich unsere Handlungen. Das ist die Zufriedenheit, die ich selbst steuern kann. Dann gibt es natürlich Außenfaktoren, die ich nicht beeinflussen kann, wie Symptome, Probleme die auftreten - da bin auch ich oft sehr hilflos, weil ich ja die Erfahrung gemacht habe, egal was ich habe oder hatte, dass eben nichts und niemand helfen kann.

Realistisch betrachtet bleiben die Ziele bescheiden, nämlich irgendwie zu überleben und selbst bestimmt vor allem zu leben. Ich kann mit allen möglichen Symptomen leben und ganz ehrlich ich sehe es heute schon als Geschenk an, wenn man einfach "nur" lebt - weil auch das ist keinerlei Selbstverständlichkeit.

Ein sicher sehr nachdenklicher Beitrag wieder, aber so sehe ich das Leben aktuell eben. Ich schaue aber auch auf das was da in der Welt passiert und das sollte auch gesunden Menschen Angst machen, weil seit ich lebe, gab es noch nie so viele Krisen weltweit, da braucht nur ein Fehler passieren und wir alle haben ganz andere Probleme.

Wobei die Strategie sich von Nachrichten fernzuhalten hat sicher auch Vorteile und ist auch die gesündere Variante für ein angstfreies Leben.

LG Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Mittwoch, 11.04.18, 12:52

Hi Kevin,

um an Deinen letzten Satz anzuknüpfen: Nachrichten zu meiden, ist schon länger meine Strategie, wenn zu viel Negatives auf mich eindringt.

In der Zeit des letzten USA-Wahlkampfs habe ich allabendlich im Netz gesurft und fühlte mich förmlich süchtig nach den neuesten Nachrichten, im Grunde aber, um von meiner Angst wegzukommen. Ich konnte regelrecht fühlen, wie mich das krank machte; kurz darauf fing meine Schilddrüse an "zu spinnen" ... mit der angstvoll durchwachten Wahlnacht kam für mich der Tiefpunkt, und ab da habe ich das rigoros geändert.

Niemandem bringt es auch nur einen Hauch Positives, wenn wir uns durch die Weltereignisse schocken und bekümmern lassen, und schon gar nicht ändern wir dadurch etwas zum Guten. Wo wir handeln können, sollten wir es allerdings tun, wenn es uns dazu drängt.

Ansonsten halte ich es für sinnvoller, mich um die Blumen in meinem Garten zu kümmern als um die "große" Politik. Die Welt wird relativ unbeinflusst ihren Lauf so und so nehmen, da halte ich es inzwischen mit den Stoikern.

Als ich alleine lebte, gab es übrigens auch Phasen, in denen ich ganz glücklich war. Ein paar soziale Kontakte und Freunde waren aber für mich dazu unabdingbar.

LG Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 11.04.18, 13:29

Lieber Kevin,

ich kann nicht nicht zitieren
kurz

die buddhistischen Überlegungen die du beschrieben hast, teile ich.

schnelle herzliche Grüße
Katharina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Mittwoch, 11.04.18, 13:47

Hallo nochmal, Kevin.

Ich tausche mich gern mit Dir über diese eher tiefsinnigen Dinge aus. :)
Kevin schrieb: Zufriedenheit ist für mich, wenn ich das was ich mir vornehme auch im täglichen Leben tue, weil gute Gedanken sind schön, aber zählen tun ausschließlich unsere Handlungen. Das ist die Zufriedenheit, die ich selbst steuern kann.
Was Du hier ansprichst, ist im weiteren Sinn der "Kreis der Würde" (den Audruck habe ich von Dobelli) oder "uns selbst treu bleiben". Ich definiere es so: Gedanken steuern uns, gute Gedanken steuern uns in die richtige Richtung und setzen sich - hoffentlich - in gute Handlungen um.
Dann gibt es natürlich Außenfaktoren, die ich nicht beeinflussen kann, wie Symptome, Probleme die auftreten - da bin auch ich oft sehr hilflos, weil ich ja die Erfahrung gemacht habe, egal was ich habe oder hatte, dass eben nichts und niemand helfen kann.
Auch hier helfen uns nur unsere Ressourcen. Anstupser können von außen etwas bewirken :wink:
Realistisch betrachtet bleiben die Ziele bescheiden, nämlich irgendwie zu überleben und selbst bestimmt vor allem zu leben. Ich kann mit allen möglichen Symptomen leben und ganz ehrlich ich sehe es heute schon als Geschenk an, wenn man einfach "nur" lebt - weil auch das ist keinerlei Selbstverständlichkeit.
So ist es. Deshalb spüre ich oft Unverständnis beim sog. Jammern auf hohem Niveau (wobei ich das nicht hoch, sondern unterirdisch finde), Aber es entspringt nur einem Mangel an Erkenntnis.

LG Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von DeeDee123 » Mittwoch, 11.04.18, 14:41

Hallo Kevin,

ich mag Dein Zitat sehr:

"Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.”

Hier in diesem Forum zu lesen, finde ich sehr hilfreich.

Wir nehmen vielleicht verschiedene Medikamente, haben zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Absetzerscheinungen und/oder Nebenwirkungen, aber mir hilft dieser Gemeinschaftssinn hier ungemein.

Hoffentlich werde ich in der Klinik in einer Woche weiter lesen und posten können, da mir klar ist, daß für mich ein absolut neuer Lebensabschnitt beginnen wird (und MUSS).

Sonst verzögert sich die Rückführung meiner Kinder. Ich stehe sehr unter Stress deshalb und werde hoffentlich die Zeit abends haben, um mehr über die individuellen Geschichten hier zu erfahren.

Da ich mich ja im Vorfeld schon um ein Drittel der Opiate reduziert habe (und ich am liebsten im Bett liegen würde), wird das wahrscheinlich ziemlich hart im Schnellentzug im Krankenhaus..
Aber da ich von diesem Medikament schon mal ambulant entzogen habe, weiß ich, daß die Zeit "danach, ohne" für mich sehr viel schwieriger wird.

Sorry, möchte mich in Deinem Thread nicht auslassen!
Aber Deine Einträge finde ich eben inspirierend, wollte ich Dich einfach mal wissen lassen.

Mit liebem Gruß aus dem sonnigen Bremen, Diana (aka DeeDee123)
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W, Sohn (12) und Tochter (6)

*seit 1996 opiathaltige Schmerzmittel, Umzug nach England, UK
*seitdem auch diverse AD
*2010 große private Probleme, Scheidung, seitdem noch mehr PP dazu :
*bis zu 18mg Bromazepam täglich
*bis zu 600mg Pregabalin (Lyrica)
*2014 Rückkehr nach Deutschland
*2015 AD weiterverschrieben, Lyrica selbst viel zu schnell ausgeschlichen, für den Opiatentzug in ambulante Tagesklinik
*2016 on und off übrige Bromazepam genommen, körperlich/psychisch am Ende
*RÜCKFALL opiathaltiges Schmerzmittel Tilidin, 6x 150mg/Tag
*Kinder versorgt ABER bin zum Jugendamt im SEPT. "brauche Hilfe"

KINDER IN OBHUT GEGEBEN

*April 2017 10-tägiger Schnellentzug vom Bromazepam 12-18mg/Tag. Nur mit Valproinsäure und Doxepin!
Psyche spielt seitdem komplett verrückt, aber bemerke Verbesserung.

*17.04. - Tilidin Entzug (750-900mg/Tag) +
Therapie stationär.
*26.04. - 450mg Tilidin + 100mg Doxepin.

MÖCHTE FÜR DIE KINDER FIT WERDEN.

Merke IMMER NOCH den Benzo-Entzug.
*AD Venlafaxin 150mg/Tag seit 15.1. Starke NW. 15.4. Reduziert auf 75mg/Tag.
*Ergenyl (Valproinsäure) 1500mg.
Hatte 4 Krampfanfälle über die Jahre (letzter Juni'16). Arzt in der Klinik hat EEG versprochen.

Kevin05
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 11.04.18, 16:57

Hallo Eva,

nichts von dem ich schreibe oder im realen Leben sage empfinde ich als tiefsinnig, manchmal lasse ich mich dazu hinreißen, es zu glauben, aber ich bin einfach so wie ich bin, ich denke selten angestrengt nach, um etwas zu schreiben, damit es irgendwie anders ist, es ist vielleicht anders, als die Masse denkt oder lebt, aber ich sehe mich nicht in irgendeiner Form besser als andere oder tiefgründiger.

Ich möchte ja verstanden werden und um verstanden zu werden, muss man eine Sprache verwenden, die mein Gegenüber auch versteht. Ich passe mich dem immer an, wo bzw. mit wem ich spreche. Ich kann mit einem Müllmann oder Obdachlosen genauso sprechen wie mit einem höherrangigen Politiker.

Es ist auch anders, ob ich hier etwas schreibe oder in einem spirituellen Forum oder in einem Partnerschaftsforum, habe ich auch geschrieben. Klar freut es mich, wenn es ein paar Menschen gibt, die mir zu billigen, dass ich anders bin als die Norm, aber die das sagen, die sprechen auf meine Empathie an, die ich habe, trotz jahrelang abstumpfender Substanzen, die ich einnehme.

Und ich finde es wichtig eben lernfähig zu bleiben, zu reflektieren, sich was vorzunehmen jeden Tag, das macht auch Freude und schafft im Idealfall auch eine Form von Zufriedenheit, wenn mal das gelingt, was man sich am Morgen für den Tag vornimmt oder dass man in bestimmten Situationen vielleicht anders reagiert, als man es früher getan hat, solche Dinge sind für mich sehr wichtig.

Ich sehe schon eine kontinuierliche Entwicklung, was geblieben ist, ist dass ich mich selbst sehr kritisch sehe, was ich gerade versuche, ist, andere weniger kritisch zu sehen und weniger zu werten, zu urteilen, was ich mein Leben lang gemacht habe, wobei das war und ist falsch, dazu habe ich kein Recht und das möchte ich auch nicht. Ich nehme mir so viele Sachen vor, wenn ich nur einen Bruchteil davon schaffe, würde ich sehr zufrieden sein.

Was die Motivation hinter all dem ist, ich weiß es nicht, ehrlich keine Ahnung, das frage ich mich schon viele Jahre, weil ich das, was ich mache eigentlich versuche ohne Motiv zu machen. Wenn ich spirituelle Menschen höre, sie machen dies oder jenes Ritual oder Handlungen um ein besseres Karma zu bekommen oder Gott näher zu sein, denke ich mir, was ist das für ein Motiv?

Wobei von all meiner „Gutheit“, die ich versuche zu leben, habe ich eigentlich auch nichts bemerkt, dass es irgendwo so wahrgenommen worden wäre, also die meisten Menschen fangen mit mir nichts an, viele mögen mich gar nicht, sogar welche, denen ich immer geholfen habe.

Das ist nicht schlimm für mich, was ich nur sagen will, ist, dass das, was ich versuche zu leben niemand bemerkt in dem Sinne, dass ich was bewegen konnte, das irgendwer seine Sicht überdacht hat oder was auch immer. Das hat mich ja auch zur Erkenntnis vor einiger Zeit gebracht, dass ich bei anderen Menschen nicht ankomme und dass ich mich mehr auf mich konzentriere, weil da die Chance auf Veränderung mehr da als bei anderen ist.

Wie gesagt im realen Leben fällt mir nicht ein Mensch ein, der freiwillig meine Nähe suchen würde, das wird auch seine Gründe haben, ich kenne sie nicht, ist aber auch egal, weil ich will mich ja auch nicht verbiegen, nur damit jemand mich mag.

Jammern habe ich selbst viele, viele Jahre meines Lebens praktiziert, irgendwann kam die Erkenntnis – ist nicht hilfreich bzw. schadet mir selbst und meiner Persönlichkeit im Lichte der anderen. Und Jammern macht mein Leben nicht leichter, auch kein Mitgefühl oder gar Mitleid, daher suche ich im realen Leben eigentlich immer sehr starke Menschen, die gar nicht auf meine Befindlichkeiten eingehen und wo es ganz andere Themen gibt, als meine Probleme.

LG Kevin
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Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Kevin05
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 11.04.18, 17:07

Hallo Diana,

danke für deine netten Worte.

Freu mich auch, dass du Hilfe hier gefunden hast für dich. Dieses Forum ist schon anders im positiven Sinn, also ich war in vielen Foren in meinem Leben, aber die Höflichkeit hier ist deutlich anders, als in anderen Foren, sogar in spirituellen Foren habe ich geschrieben und sehr harte Antworten bekommen, wo ich mir dachte, also da ist dieses Forum hier ja sehr menschlich dagegen.

Und ja der Gemeinschaftssinn ist schon groß, freut mich vor allem, wenn das neuere Mitglieder auch so wahrnehmen, weil ich kann das gar nicht mehr so beurteilen, ich bin nicht so oft hier, auch wenn ich grad viel schreibe, weil ich frei habe bzw. unter Quarantäne stehe diese Woche, weil mein Hund operiert wurde.

Ich wünsche dir sehr, dass es dir gelingen mag, was du dir für Ziele gesetzt hast. Da geht es ja um sehr viel, es geht um deine Kinder, das stelle ich mir unheimlich schwer vor, also da ist ein hoher Druck und mit dem muss man erst einmal zu Recht kommen.

Wobei wenn ich so hinter die Kulissen der Leben vieler Menschen schaue, also einfach haben es viele die ein normales Leben führen auch nicht. Das Leben ist für jeden eine Herausforderung. Wobei klar, wenn man gesundheitlich angeschlagen ist, ist es doppelt schwer.

Ich denke, wenn du ein klares Ziel hast, dann wirst du es auch erreichen, ich bzw. sicher auch andere, die deine Geschichte kennen werden es dir sehr wünschen, alles Gute schon vorab und viel Kraft, LG Kevin
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dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
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Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
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Schlaf dich gesund...

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 12.04.18, 18:19

http://tvthek.orf.at/topic/Bewusst-gesu ... h/13973010

Also generell eine gute Doku, auch wenn Betroffene Vieles wissen, fand ich schon interessant und war nicht geistig überfordernd, weil ORF, LG Kevin

Deshalb in meinem Beitrag, weil sonst geht das unter und ist nur 5 Tage mehr verfügbar leider.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Donnerstag, 12.04.18, 18:38

Hallo Kevin,

für das Thema, welch schlimme Auswirkungen permanenter Schlafmangel hat, bin ich noch zu feig ... :cry: Es lässt meine Ängste steigen. wobei ich ja nichts direkt tun kann für mehr Schlaf - also nicht mehr als jetzt, und das ist Abwarten, und Abwarten scheint nicht viel ... Schläfst Du denn gut?

LG Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 12.04.18, 19:27

Hallo Eva,

der Beitrag ist gut, deshalb fand ich es wichtig ihn reinzustellen, weil er das Thema von vielen Seiten beleuchtet und ja das Fazit ist natürlich, dass es nicht gesundheitsförderlich ist. Mir gab das auch zu denken, wobei natürlich vieles bekannt ist, aber es zu hören, schafft auch ein Bewusstsein, grad hier im Forum ist das ja ein Riesenthema, nicht nur bei Benzobetroffenen sondern überhaupt.

Nochmal ich fand das wirklich gut, auch wenn es vielleicht auf ARTE und Co. durchaus höherwertige Sendungen geben mag, aber das war halt für die breite Masse, aber sehr informativ. Es kommt ja letztendlich auch auf das raus, dass viele Betroffene wie auch ich oder du wissen, wir können nicht unbedingt viel machen, andererseits ein paar Dinge kann man doch verändern.

Also mein Ziel war es nicht Ängste zu verstärken sondern eben eine gute Sendung aus meiner Sicht zu empfehlen. Mein Schlaf ist natürlich nicht gut, seit Jahren und ich bin natürlich voll im Fokus dessen, was die Folgen betrifft.

Aber ich habe mir heute auch gedacht, wie verfahren das alles ist. Anderes Thema mein Auge: Was ist schlecht? Angst, Depression, Schlaflosigkeit, innerer Stress, Psychopharmaka bzw. andere Medikamente, Bildschirmarbeit usw. - verstehst du was ich sagen will? Man ist da total gefangen, will gar nicht nachdenken, tut mir auch nicht gut, LG Kevin

PS: Trotzdem ansehen, vielleicht ist was dabei für die eine oder andere, es ist ja auch unterhaltsam, wobei ich mich grad frag, wo die Unterhaltung ist...
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Donnerstag, 12.04.18, 20:57

Aber Kevin,
Also mein Ziel war es nicht Ängste zu verstärken
ich käme nie auf den Gedanken, Du wollest Ängste verstärken oder schüren!

LG Eva
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 12.04.18, 21:58

Hallo Eva,

das hoffe ich zwar, aber ich ertappe mich natürlich immer wieder oft auch Augenblicke nachdem ich was gesagt, geschrieben oder getan habe, dass es falsch war, das ist oft echt spannend, ich merke es meist selbst.

LG Kevin
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Try

Beitrag von Kevin05 » Freitag, 13.04.18, 18:45

Alles, was ich weiß, ist, dass nichts so ist, wie es sich darstellt.
Aber je älter ich werde, desto weniger weiß ich und ich habe so viele Leben gelebt.

Ich wünschte, ich hätte nicht all die Wahrheiten gesehen. Und all die echten Menschen sind wirklich überhaupt nicht echt. Je mehr ich lerne, desto mehr wachse ich.
Während ich mich von einem Lebensstil verabschiede von dem ich dachte, ich hätte ihn für mich geschaffen.

All die Momente, die schon vorübergegangen sind, werde ich versuchen zurückzuholen, mich an sie zu erinnern. All die Dinge, von denen wir wollen, wie andere sein sollen, werden wir nie sein.
Quelle: Nelly Furtado Try
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