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Kevin05 (DO-Der Weg)

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Kevin05
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Montag, 23.04.18, 17:28

Hallo,

ich verfolge das "Treiben" hier eher am Rande mit, ich lese kaum noch Beiträge bzw. habe anderen auch wenig zu sagen, zumindest wenig Hilfreiches, da ist es dann besser zu schweigen. Ich meine in Bezug auf Rat(schläge) für Andere, da ich ja selbst schwer am Kämpfen bin.

Über Toleranz habe ich ja oft geschrieben, die ich immer wieder mal zwar einfordere, die aber die Wenigsten verstehen. Ich versuche sie zu leben, wobei es ist ein Lernprozess natürlich auch für mich. Auf jeden Fall habe ich nicht mehr den Anspruch, dass das was ich zu sagen habe, "wahr" ist. Für mich ja, in dem Augenblick, wo ich es schreibe, am nächsten Tag vielleicht denke ich mir "Schwachsinn". Aber es geht ja um den Moment und warum soll man nicht zu den Dingen stehen, die man gerade sagt?

Wenn man es dann wieder anders sieht oder gar die Sicht ganz verändert, nenne ich das Entwicklung.

Was ich immer wieder hier lese von Betroffenen, die es geschafft haben zu reduzieren, selbst wenn sie nicht auf Null sind, ist diese Klarheit, die Realität so richtig wieder wahrzunehmen. Wenn ich meine Realität noch wahrer nehme, als ich es tue, dann habe ich wirklich Angst, ob das auszuhalten wäre, was wiederum keine Ausrede sein soll.

Seit ich zurück ins Forum kam, ist meine Entwicklung nur nach unten gegangen, das wird einem dann bewusst, wenn man liest, was man vor Jahren geschrieben hat, das kann mit unter doch erschrecken, vor allem wenn da dasselbe steht, heute wie damals. Da muss man dann selbstkritisch an seinem Verstand zweifeln.

Wenn mich jemand um Rat frägt, der ähnliche Probleme, wie ich hat, kann ich nur mehr sagen, ich weiß nicht und das ist vielleicht eine neue Sicht, weil lange Zeit dachte ich ja Wege zu kennen, das behaupte ich mittlerweile nicht mehr.

Meine Beiträge können auch nicht sonderlich positiv sein, das liegt schon auf der Hand, wie mein Leben verlief und gegenwärtig stattfindet, da müsste ich doch ziemlich "anders" sein, wenn ich das nicht mehr wahrnehme.

Die Menschen, die nicht in Familienverbänden oder Beziehungen mehr leben, die werden vielleicht auch mitbekommen haben, dass sich da Einiges in den letzten Jahren verändert hat, die Gesellschaft "fährt" sich selbst an die Wand. Es gibt kaum noch Zusammenhalt, eine Art von Hilfe für Andere, sondern es herrscht eine Ellbogengesellschaft, die sich durch Egoismus auszeichnet. Das sind übrigens nicht alleine meine Eindrücke, sondern das sehen doch einige Menschen so, die ich kenne, teilweise greifen ja auch die Medien das Thema auf.

Hat man früher zusammengehalten, geht der Trend mehr und mehr in die Richtung sich zu verwirklichen, man braucht den oder die anderen nicht mehr, eine Art Emanzipierung quer durch die Geschlechter.

Was am Ende dieser Entwicklung stehen bleiben wird, ist die Einsamkeit der Menschen, vor allem im Alter, weil irgendwann "rächt" sich dieser Individualismus und wenn man dann mal Hilfe braucht, ist niemand mehr da außer fremde Menschen, denen man dann ausgeliefert ist, wobei vielleicht sogar manchmal die sicherer Variante, als der eigenen Familie...

Was mir auch auffiel ist, dass ich wirklich alt geworden bin, diese Entwicklung habe ich auch dank der Medikamente nicht so mitbekommen, weil die Zeit aufgrund der permanenten Betäubung ja deutlich schneller vergeht.

Meine "Strategie" zum Thema, was kann ich noch versuchen, geht entsprechend meiner Glaubensrichtung in Richtung "Nirwana" und nein Nirwana ist nicht der Zustand, wo man Tod ist, sondern, wo man frei von von jeglichen Gedanken ist. Heißt laienhaft keine Gedanken, keine Angst für mich in meinem Fall. Da tue ich mir persönlich leichter, mich hinzulegen, zu entspannen und nichts zu denken. Ob dies einen nun weiterbringt kann ich nicht sagen, aber wenn ich schon nicht positiv denken kann, dann "denke" ich mir, besser zu versuchen auch nicht negativ zu denken, also in meinem Fall nichts.
Es ist ein Zustand jenseits der Dualität und des Denkens, ein Eintauchen in die All-Einheit. Nirwana ist eine Erfahrung der Einsicht in das Wesen aller Dinge und die Befreiung des Geistes von den Schranken des Denkens, die Verwirklichung höchster Wahrheit jenseits der Worte. Oft wird für Nirwana auch das Wort „Verlöschen“ gebraucht. Es meint das Verlöschen in Form von Befreiung von Gier, Hass, Wahn, Angst und das Verlöschen des Egos. Gefühle wie Schuld und Depression verschwinden und weichen der Lebensfreude.
Quelle: shaolinkultur.at

LG Kevin
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Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Reiger
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Reiger » Dienstag, 24.04.18, 23:36

Hi Kevin,
kann Dir nur Zustimmen soziales Umfeld ist die halbe Miete. Gratuliere Dir, das Denken abzustellen ist die Kunst. Besonders wenn man das Gift noch täglich einnehmen muss rutscht man ständig ins negative.
Nichts zu denken u für ein paar Momente am Tag runter zu kommen ist perfekt.

Mein Opa war Bauer von Beruf (Kriegsgeneration) er meinte mal zu mir als Kind, wenn der Tag Dir 5 Minuten Freude bringt geniesse diesen Moment, dann war es ein guter Tag. Er nahm keine Medis dafür mal ein Schnaps, den Rest des Tages war er körperl beschäftigt u hatte keine Zeit zum nachdenken. Er hatte zwar reichlich köeperliche Schmerzen meinte aber immer, mein Körper leidet aber mein Verstand ist Gott sei dank klar.

Im hohen Alter hatte er einen Herzinfarkt bekam ein Stent verpasst, aber verweigerte danach Herzmedikamente zu nehmen, er meinte, wozu sterben muss man sowie so irgendwann u die Medis bringen mich nur noch ins Pflegeheim. Er lebte danach noch 5 Jahre zufrieden weiter. Sein abendlicher Schnaps trank er bis zum Schluss, den Spass lies er sich nicht nehmen. :D

Ich hab einmal eine Studie gelesen dabei ging es um die 6 Gefühle: Neugier Ekel Freude Trauer Angst Ärger und die wurden bewertet in Stunden a Tag wie lange ein Mensch in jedem Gefühl tägl verweilt, dabei lag Freude am Schluss mit wenig Minuten.

Was ich damit sagen möchte auch die "gesunden" erleben nicht oft Freude Sie durchleben alle Gefühle täglich sind aber nicht nur auf Angst fokusiert sondern nehmen diese Emotion gelassen hin und bewerten den Tag nach der Freude. Im Sinne von heute Abend war ich ja im Biergarten, ergo war ein toller Tag.

Wir Angstmenschen bewerten heute war beschissen nur Angst Trauer Ärger u geniessen nicht die 2h Biergarten, denn der Rest des Tages war ja beschissen. Lol ich gehe ja nichtmal mehr in den Biergarten aus Angst.

Will damit sagen man muss lernen wieder neu zu bewerten u am Abend die paar % des Tages bewerten die schön waren u nicht um die negativen Ereignisse rumgrübeln.

Mein Opa war völlig Zufrieden mit seinem Leben auch wenn er nur von diesen 5 Minuten Freude am Tag sprach.
Er hat sich halt um die restlichen 23.55h kein Kopf gemacht, nahm diese Zeit einfach nur hin.

Vielleicht lag es auch daran weil er im Krieg war und den realen Schrecken begegnet ist. Er meinte auch immer zu uns Kindern, es gibt nichts fürchterliches als ein Krieg.
Also Angst hatte er bestimmt genug in seinem Leben,
aber konnte wohl besser damit umgehen wie ich.

Tja ich grüble 23.55h am Tag den Sorgen nach u erkenne die 5 Minuten nicht. Würde ich die 5 Minuten mehr schätzen lernen, würde auch die Anspannung sinken u die folgenden Tage bestimmt gelassener werden lassen u so aus meiner passiven Grundhaltung vielleicht wieder eine vitalere werden u mein Gedankenzwang zum schweigen bringen. Reichlich arbeit gewohnte Gedankenmuster umzuprogrammieren. Noch habe ich etwas Hoffnung.

Alles eben Ansichtsache. Aber dass wissen wir ja alle.
Die hässlichen Symptome fixieren uns leider zu sehr, um die wenigen schönen Momente des Tages noch zu sehen u zu schätzen lernen.

Will damit sagen Kevin, die negativen Gedanken gehören im Leben dazu, entscheident ist der Abend vor dem Schlafen, wenn man den Tag bewertet und sollte man sich mehr auf diese 5 Minuten der schönen Momente des Tages konzentrieren u lernen so den Tag abzuschliessen.

Leider kann ich das auch, oder noch nicht, denke nur heute war eine Qual u morgen wirds nicht besser, obwohl ich heute bestimmt 5 Minuten "angenehme" Momente hatte u die werde ich mir jetzt bevor ich schlafen gehe ins Gedächntis rufen.

Gute Nacht
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ClarissaKevin05wegstubiEvaKaenguru70SiggiKatharina
Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / general. Angsstörung

seit 1998 Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 2mg Diaz - (0.5mg Tav / 2mg Diaz)

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 25.04.18, 7:24

Hallo Reiger,

meine Elterngeneration bzw. Großeltern waren von väterlicher Seite beide im Krieg. Mein Vater 4 Jahre in Gefangenschaft, der war zeitlebens ein lustiger und zufriedener Mensch, psychische Probleme hatte er keine, schon gar nicht Angst, selbst den Krieg sah er nicht negativ, weil man ihm geholfen hat zu fliehen.

Meine Mutter ist auch in den Kriegsjahren aufgewachsen, auch sie hatte keinerlei Ängste oder psychische Defizite. Also irgendwas hat diese Generation besser gemacht, vermutlich gab es kaum oder keine Medikamente bzw. war das Leben trotz Vollgas in Sachen Arbeit ein anderes.

Beim sozialen Umfeld ist es wichtig, ein-, zwei Menschen zu haben, auf die man sich verlassen kann, die einen verstehen, ich kann darauf leider nicht zurückgreifen, eine selbst gute Beziehung wäre in "unserem" Fall mehr Last als Befreiung, weil man da eben einfach immer etwas machen muss und das ist für Menschen wie uns Stress.

Ich bleibe auch dabei, dass vor allem Menschen die viele Jahre in dieser Angstspirale drinnen sind und einiges an Medikamentenversuchen hinter sich haben ganz schwer einen Weg rausfinden, weil einfach der Wille und die Stärke nicht so einsetzbar ist, wie man gerne möchte. Ich wollte gestern auch stark sein, aber ich hatte starke Schmerzen im Brustbereich und bekam keine Luft und das über Stunden. Da frage ich mich in diesen Situation, wie soll ich bitte damit umgehen oder wenn der Schlaf so wie in den letzten Wochen zunehmend ausfällt.

Wobei ich zugebe, die Medikamente wirken immer schlechter teilweise sogar paradox, dass ich mehr Probleme bekomme. Das ist das was ich immer wieder sage, es kann viele, viele Jahre gut gehen, aber irgendwann kippt es und dann nützt gar nichts mehr und dann hat man wahrlich ein Problem.

Wobei das wie gesagt wieder ein Thema für den Langzeitbereich ist, das kann man nicht generalisieren. Sachen, die wirklich hilfreich wären wie eben Entspannung oder Sport kann man in den Zuständen ja nicht machen, da ist der Gedanke ja schön, aber geht nicht, also frage ich mich selbst oft, wie sieht den ein Weg aus in Richtung Verbesserung? Ablenkung ist auch gut, aber wenn man massive Ängste hat und sich gar nicht konzentrieren kann, wie will man sich da ablenken, ein Buch lesen, einen Film schauen. Also all das was ich immer so als Ratschläge gab früher, das können maximal "leichte" Fälle versuchen.

Bei den schwierigeren Sachen bin ich auch ratlos, was mich ja auch selbst massiv betrifft leider, wobei je länger man in diesem Zustand verharrt desto tiefer geht es runter, wie man eine Trendumkehr schafft weiß ich nicht. Von meiner Logik nur in dem es gelingen würde die Zufuhr der Substanzen zu stoppen, aber ob das möglich ist bzw. aufhaltbar ist, ich bin mir mehr als unsicher, ich spüre es ja schon innerhalb von wenigen Tagen, da frage ich mich natürlich wie das dauerhaft durchzuhalten ist über Monate oder gar Jahre, weil das steht nirgendwo, dass die Realität oft so aussieht, dass es eben nicht aufhört und da hilft auch eine Gedankenumkehr nicht, wie soll das gehen? Man ist ja nicht mal in der Lage konzentriert einen Gedanken zu Ende zu denken.

Alles Gute Kevin
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Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Reiger » Mittwoch, 25.04.18, 13:52

Hi Kevin,
kann Dir in ein paar Sachen wieder zustimmen, die Medis helfen nur kurzfristig zu Stabilität, dann sollte man wieder ins Leben zurückfinden u. auf seinen alten Ressourcen zurückgreifen und wieder die drugs ausschleichen.

Mir hatten 3.5mg Mirta gereicht um nach meinem Bournout tiefen u langen Schlaf zu finden. Die Lebensfreude habe ich mit Sport wieder gefunden ich war glücklich! Traf mich mit meinen Freunden
Hätte ich nur das beibehalten!

Leider bin ich dann noch in eine Reha u dort wurde Mirta auf 22.5 mg erhöht u Cymbalta als Test noch obendrauf. Das hat meine Psyche verwirrt u meine echten Gefühle wurden in Watte gepackt.

Ja das Cymbalta hat meine Persönlichkeit u meine Empfindungen verändert konnte nicht mehr mit der Angst in den Gruppen trainieren, die war einfach verdeckt.

Mir wurde auch ärztl gesagt das brauchen Sie als Angstpatient!

Nach der Reha musste meine Psyche diesen neuen Zustand verarbeiten. Letztendlich ist die Psyche immer stärker wie das Medikament. Neue Symptome kamen zum Vorschein die Angst war jetzt eine andere wie ich sonst dieses Gefühl kannte. Irritation hat sich breit gemacht u anstatt arbeitsfähig wurde ich immer mehr unfähiger meine "neuen" Gefühle zu ordnen.

Die Medikamentenodesssey nahm seinen Lauf!
Manchen helfen Medis mich führten die ADs u NPs zur Tavorsucht Ängste wurden stärker Gedanken wilder DP u DR täglicher begleiter Körperl Symptome etc. Verstand geht verlohren Psychiatrieaufenthalte u Suchtberatung folgte.

Ein Psychologe der Reha meinte zu mir früher gingen die Rehas 12 Wochen meist ohne Medis bei mittleren Angstfällen damals wurde emotional fokusiert gearbeitet heute 4-6 Wochen Reha meist mit Medis damit der Patient schnellst mgl wieder Leistungsstark ist. Nur halt abhängig u in manchen Fällen süchtig u dann arbeitsunfähig.

Ja kurzfristig ein AD zum runterkommen helfen in der Krise, leider verpasste ich in meiner stabilen Phase dann das Ausschleichen meiner 3.5mg Mirta. Stärkstes NP Risperdal u nun auch Tavor bringen meine Psyche heute nicht mehr zum schweigen.

Aus einem aktiv sozial integrierten u freudigen Geselle ist jetzt ein passiv ängstl vermeidendes sozial isoliertes erwerbsunfähiges Grübelgespenst geworden.

Leider hatte ich auch ein Therapeuten der mich nicht rechtzeitig konfrontiert hatte um mein Zerfall u somit meinem neu antrainierten wohlfühl Vermeidungsverhalten aufgrund der drugs entgegenzuwirken. Meine Gespräche bezogen sich immer mehr auf Symptome u Wahrnehmungen die mir vorher fremd waren u mich mehr u mehr verunsicherten. Vieles bestimmt aufgrund der Medis. Gerade bei Menschen die sensibel u ängstlich reagieren können ADs verunsichern u zusätzliche neue Symptome verursachen.

Meine änfänglichen 3.5mg Mirta waren göttlich die Dosis hat mich endlich schlafen lassen 12h am Stück. Die Dosiserhöhung und noch Cymbalta obendrauf haben mich zerstört. Fühlte mich wie in einer anderen Welt u heute lebe ich in dieser fremden Persönlichkeit.

Nach den Erfahrungen von heute würde ich nach einem Burnout lieber zur Flasche Bier greifen, 2-3 Bier am Abend hätten bei mir weniger Schaden angeeichtet, wie das fucking Tavor. Klar mit dem Risiko der Alkohlsucht, aber damit könnte ich im Nachhinein besser umgehen. Bis zu richtigen Alkoholiker geht es Jahrzehnte. Bei Tavor steckst Du in einem Monat drin.
(soll kein Tipp zum Alk sein nur mein persönliches Bild!)

Kevin Du schreibst Du bist austherapiert, das denke ich von mir auch, habe jetzt aber einen neuen Psychologe wo ich wieder ein gutes Gefühl habe. Man ist glaube ich nie austherapiert, meistens nur am falschen Psychologen dran. Ich brauche ein Psychologe der mir wehtut, ein kuschel Gespräch führt bei mir zu nichts.

Also such mal weiter u nimm vielleicht ein Therapeut der Dir nicht passt. Meinem jetzigen bin ich aus dem Weg vor 2 Jahren gegangen. Er war mir zu krass, heute weiss ich, dass er mir nicht vom Mund redet u mich sogar auch mal anschreit. Ja wir streiten oft das weckt bei mir etwas Lebensgeister, auch wenns weh tut u ich sowieso neben mir stehe, so habe ich wenigstens menschliche Reibung die mir hoffentl mehr u mehr das jammern nimmt.

Also da kannst Du getrost noch weiter versuchen.

Dann meinst Du Sport würde helfen. Ja ganz sicher also handle u sage nicht es geht nicht. Ich sitzt zurzeit auch wieder auf dem Fahrrad, obwohl alles wirklich alles mich belastet, totale Erschöpfung, Schwindel, brennen DP u DR Zwangsgedanken alle Symptome stellen sich gegen mich, aber ich hoffe mein Hirn versteht wieder dieses Handlungsmuster Sport. Vielleicht kommt Freude auf?

Dann sprichst Du von sozialen Kontakten u Partnerschaft würden Dir gut tun, aber mit unseren Erkrankungen eher belastend für die anderen. Ja stimne ich Dir zu. Denke genauso. Aber denke nicht was die anderen denke, sondern Handle u versuchs. Geh wieder auf Menschen zu ich muss diesen Schritt auch wieder wagen auch wenn mein Grübelzwang durch die Decke schiesst u ich vom Gegenüber kaum was mitbekommen.

DU hast auch noch genügend Ansätze etwas zu veränder u wie Du sagst geht es nur übers Handeln. Alles andere ist passiv u nur unser Geist malt sich eine Angstfantasie aus. Ich denke auch ans Pflegeheim, aber genau dieser Gedanke versetzt mich in starre. Vielleicht ja doch keine Pflege?

Ich denke tägl an Suizid, aber vielleicht will ich ja doch noch weiterleben? Vielleicht ist alles gar nicht so unerträglich, ganz sicher ist es nur unsere Angst die uns das Leben düster redet.

Ich will Medi frei werden, expeziet Tavor frei. Auch ich glaube, dass meine Rezeptoren hyperaktiv darauf lange reagieren werden, vielleicht für immer?

Wissen kann ich das erst nach Jahren. Und wirklich Bock habe ich auch nicht darauf, aber mit geht es auch nicht mehr. Das wird die grösste Aufgabe. Keine Ahnung, wo das Enden wird, die Angst ist riesengross.

Ich wünsch Dir weiter viel Kraft mein Respekt hast Du, denn Du bist noch in Arbeit trotz Deiner Erkrankung 👍
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2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
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Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
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Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
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Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
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0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 25.04.18, 14:20

Hallo.

Ich lese aufmerksam hier mit und finde, Ihr müßt irgendwie weg von dem Zeug.
Auch, wenn der Ausgang möglicherweise ungewiß ist. Muß ja nicht sein.
Sonst: never ending story bzw. der Ausgang ist gewiß.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 25.04.18, 15:37

Hallo Reiger,

deine Geschichte wäre für das Lehrbuch, wie man Menschenleben versucht zu zerstören, weil bei dir wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was die Medizin nur falsch machen kann. Ich sehe das wenn ich deine Geschichte lese und sie klingt sehr glaubwürdig als echten Skandal, weil du hast vertraut und nicht missbraucht und das "System" hat dich wirklich in eine Lage gebracht, aus der man ganz schwer wieder rauskommt, vor allem gibt es kein Wissen.

Aber die Hilfe, die man dir zu Teil hat werden lassen war für mich fahrlässig, leider leben wir in Ländern, wo man juristisch kaum Chancen hat auf eine angemessene Entschädigung, wobei so hoch kann diese Entschädigung gar nicht sein, weil dein Leben ist ja nachhaltig beeinflusst.

Wie gesagt, deine Berichte sollten Ärzte wirklich aufmerksam lesen und das erklären, was hier mit dir passiert ist, weil man hat dir nur maximal geschadet. Du bist wirklich ein Opfer, der Pharmaindustrie bzw. des Systems Schulmedizin geworden, man hat maximal mit dir auch verdient und du hast dein Leben zu einem großen Teil verloren. Das ist sehr bitter.

Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass Psychotherapie in schweren Fällen gar nicht hilfreich ist, egal wie gut der oder die Therapeuten sind. Ich finde es immer lustig, wenn bei meinen realen Krankheitssymptomen bzw. Krankheiten mir auch der Gang zu einem PT empfohlen wird, nur weil die einfach keinerlei Ahnung haben.

Ich habe es dir schon geschrieben, ich habe keine Ahnung, wie du oder ich das rauskommen, das einzige was ich weiß ist, dass es nur ohne Medikamente geht, wie das zu schaffen sein wird bei dem Vergiftungsgrad und der Schädigung weiß ich nicht, aber das ist die einzige Chance. Freiwillig solltest du nie dich für den Tod entscheiden, du bist geboren worden um zu leben, das bist du auch den Menschen schuldig, die dir das Leben geschenkt haben bzw. dir selbst. Wir haben nur ein Leben und wir haben auch eine Verantwortung anderen Menschen gegenüber nämlich zu zeigen, dass es möglich ist, wenn es nie wer schafft aus ausweglosen Situationen rauszukommen, dann wird auch nie wer dran glauben.

Daher braucht nicht nur dieses Forum Erfolge im Langzeitbereich und Hochdosisbereich sondern generell, wir alle haben die Verantwortung es zu versuchen, nur so kann Veränderung stattfinden.

Ich hoffe sehr du entscheidest dich für Leben, weil ein klarer Geist will immer leben, das was nicht leben will sind die Substanzen die in dir noch arbeiten, aber eines Tages wirst du dich entscheiden und es einfach weglassen, es wird zwar damit nicht mehr alles gut vermutlich, aber du wirst wieder ein Leben haben und es gibt keine Grenzen, alles Gute Kevin
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Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Reiger
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Reiger » Donnerstag, 26.04.18, 0:04

Danke Clarissa u Kevin,

ganz auf die Ärzte möchte ich es nicht schieben, letzendlich habe ich die Verantwortung für mich selbst.
Nur habe ich halt auch den Weisskiteln vertraut. In der Reha war ich eigentl gut aufgestell mit meiner Low Dose Mirta war 2 Wochen super happy u aktiv bei den Therapien.

Bis der Medi Arzt zu mir meinte, wenn Sie auf lange Zeit wieder arbeitsfähig bleiben wollen brauchen Sie Cybalta! Ok versuchen kann ich es ja u 1 Woche paradoxe Reaktionen, dann kalt raus u Mirta rauf, da war die Karre bereits im Dreck immer wieder Escitalopram rein u wieder raus, also selbst auch unnötige Experimente durchgezogen u da ich keine Erfahrung mit ADs hatte,
verknüpfte meine Psyche jedes Einschleich u Absetzsymptom auf meine Grunderkrankung.

Diese "falschen" Verknüpfungen was ist meine Grunderkrankung was ist das Medi halten bis heute an u haben meine Persönlichkeit ins negative verändert.

Ich weiss nicht mehr wer war ich früher, was bin ich heute ??? Und wie alle hier im Forum das selbe Problem haben, ist die Erkenntnis, alles muss raus u hoffen wieder ein Stück der Alte zu werden.

Leider plagen mich tägl neue Symptome u jeder Tag ein neues Trauma, bin nur am verarbeiten was gestern wieder alles war u komme nicht mehr an real Probleme ran.
Gut da habe ich auch nichts mehr Familie habe ich keine u Freunde meide ich... noch!

Ich wünsche mir meine Passivität wieder in Lebenswillen umzuwandeln, den Schlüssel habe ich noch nicht gefunden.

Was den Tod angeht, auch damit habe ich mich lange beschäftigt, Religionen, Spiritalismus, Karma, NT Erfahrung etc. also mit dem was kommt danach.
Wiessen kann es keiner, darum ist Suizid auch nicht unbedingt eine Lösung. Vorallem auch nicht einfach.

Nur manchmal ist das eben leider auch das tragische Ende einer psychischen Erkrankung und ich mache da keinen Unterschied zwischen schwerer körperlichen Erkrankung, oder schwerer psychischer Erkrankung.
Jeder muss für sich entscheiden wieviel Leid er noch ertragen kann. Eine Seele kann am Leiden auch zu grunde gehen, ebebso wie der Körper.

Ich werde weiter machen auch wenn ich oft nicht mehr weiss warum, so ist doch wieder etwas Hoffnung da, auf ein besseres Leben.

Danke Kevin das nehme ich heute mit in den kurzen Schlaf, die Substanzen müssen raus u dann werde ich wieder ein sinnvolles Leben haben.
LG
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Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / general. Angsstörung

seit 1998 Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 26.04.18, 9:25

Hallo Reiger,

ich meinte nur anhand deiner Geschichte, dass du dich vertrauensvoll halt an die Ärzteschaft gewandt hast mit dem durchaus berechtigten Wunsch, dass man dir helfen will und kann.

Was ich aber bestätige ist, dass du natürlich selbst die volle Verantwortung für das trägst, was passiert ist. Das klingt widersprüchlich, aber ganz ehrlich wenn ich zu einem normalen Facharzt gehe, so vertraue ich generell auch mal, dass das was er an Untersuchungen vorschlägt Sinn macht.
Bei der Psyche bin ich natürlich heute auch vorbelastet, wobei in meinem Fall übernehme ich hier eigentlich die ganze Verantwortung, mir war bewusst, dass ich da ein Medikament nehme, was nicht wirklich gesund ist. Wobei was ich damals eben nicht einschätzen konnte war, wie fatal dieses Medikament sich entwickelt auf längere Sicht, heißt, wenn man mal über Jahre drinnen ist, dann gibt es kaum oder nur schwer einen Weg heraus.

Ich habe ja mit vielen verschiedenen Menschen geredet, aber das Fazit war eben kein Wissen, wie sich das äußert im Langzeitgebrauch.
Was ich sehr bereue ist, dass ich es eben nicht verantwortungsvoller eingesetzt habe, im weitesten Sinn bei Bedarf und sonst eben alternativ gearbeitet hätte, das hätte mir sicher geholfen heute besser da zu stehen. Also hier liegt die Verantwortung eindeutig bei mir, ich habe mich an die verschriebenen Dosierungen einfach nicht gehalten, das ist dann nicht schuld eines Arztes.

Und heute weiß ich natürlich, dass ein Rauskommen aus dieser Situation eine Mission (im)possible ist. Weil eben niemand konkret was weiß, weder über den Verlauf noch über die sehr individuellen Folgeerscheinungen. Die Ärzteschaft weiß überhaupt nichts über die Zusammenhänge, da weiß jede Fachrichtung nur über ihre eigenen Bereiche, aber wenn man das Wort Benzodiazepine erwähnt sagen alle, keine Ahnung, was die für einen Einfluss haben, also eine ganzheitliche Sicht die habe ich nie bekommen und werde ich auch nicht bekommen.

Du hast viel experimentiert, das habe ich auch, aber man muss halt auch sehen warum? Weil man natürlich auf der Suche nach einer Lösung ist im Sinne dass es einem besser geht und wenn niemand was weiß, dann versucht man eben selber. Auch ich habe unzählige ADs versucht mit dem Endresultat, dass es mir meist noch schlechter ging und ich heute gar nicht mehr drauf anspreche, eher dass es mir noch mehr schadet und es mir jede Klarheit, die ich glaube noch zu haben nimmt.

Vor einigen Jahren hätte ich noch drauf geschworen, dass Spiritualität, Sport, Entspannung ein sicherer Weg ist um da rauszukommen. Da bin ich mir heute schon sehr unsicher, selbst wenn man da sein Herzblut reinhängt. Es scheint einfach so, dass der Körper bzw. das Gehirn das was geschehen ist nicht „verzeiht“ und einfach ich nenne es mal Schädigungen da sind, die eben nicht heilen bzw. vor allem vielleicht auch Nervenschädigungen im Sinne, dass Schmerzen sich auch oft dadurch erklären, dass es zu einer Überreizung kommt und da sieht auch die Schulmedizin dann natürlich nichts, und doch ist es da.

Was bei vielen Menschen ein Punkt ist, denn sie vergessen ist, dass vor der ganzen Medikamentenodyssee auch eine Grunderkrankung da war. Daher ist es für mich immer surreal wenn sich Betroffenen denken Medikament absetzen und dann bin ich wieder ein gesunder Menschen, wie soll das gehen? Unmöglich.

Erstens schaffen es ganz wenige überhaupt die Medikamente loszuwerden und es ist dann davon auszugehen, dass man sich in einem Zustand wieder findet, der schlechter ist als der Ausgangszustand, weil man älter ist und die Medikamente eben teils Dauerschäden verursachen, auch wenn das niemand lesen will.

Das Problem, was ich auch sehe ist, der Faktor Zeit, wenn man dieses „Projekt“ angeht muss man sich ja letztendlich nicht auf eine schwere Zeit einstellen, die absehbar ist zeitlich sondern das kann über Monate oder Jahre gehen und genau hier ist auch der Punkt, der mich schon sehr beeindruckt, weil einige Tage nicht zu schlafen als Beispiel ist eine Sache, aber wenn das über Monate oder Jahre geht, wie soll das gehen? Das hat dann mit einem halbwegs annehmbaren Leben nichts mehr zu tun.

Und genau hier vermisse ich sowohl Information wie auch Wissen, weil hier habe ich keinerlei Antworten. Sämtliche Betroffene, die ich kenne und auf andere Mittel ansprachen sind in Wirklichkeit nicht mehr alltagstauglich, also diese Option ist aus meiner Sicht keine.

Ich habe jetzt auch vergessen, ob du arbeitest oder gearbeitet hast, aber mit Arbeit so ein Problem zu lösen ist fast nicht möglich, weil man ja funktionieren muss, die Alternative ist wie du ja auch sagst, dass man den totalen sozialen Rückzug machen muss. Nur hier stellt sich auch wieder das Problem, dass totaler sozialer Rückzug viele in Depression treibt bzw. die Situation noch mehr verschärft, weil man keine Struktur mehr hat im Leben.

Es ist einfach ein Kreislauf auf den ich persönlich keinerlei Antwort fand und auch keinerlei Idee hätte, wer mir da weiterhelfen könnte.
Wobei wir sind ja nicht alleine, Menschen die ganz andere Möglichkeiten haben wie „wir“ zerbrechen auch an ähnlichen Problemen.
Nehmen wir berühmte oder prominente Menschen – Avicii ist ja am WE im Alter von nur 28 Jahren verstorben. Ich kannte ihn nicht wirklich, habe aber recherchiert. Mit 18 Jahren zum Superstar geworden in DJ-Szene bzw. Musikbranche, 550 Konzerte vor 10.000ten Menschen gespielt in 4 Jahren – dann nochmals 4 Jahre durchgehalten und dann Rückzug mit 26 Jahren aus gesundheitlichen Gründen.

Was hat er selbst gesagt? Er ist mit der Welt abseits seiner Musik nicht zurechtgekommen, er sei schüchtern, introvertiert und musste um seine Ängste zu kompensieren und Konzerte zu geben massiv Alkohol zu sich nehmen und das über Jahre. Sein Körper war fertig.

Eine sehr traurige Geschichte, weil ein sympathischer junger Schwede. Aber da gab es noch den Sänger von Linkin Park, Michael Jackson, Whitney Houston, Emy Winehouse und viele andere.

Warum haben die das gemacht? Weil sie Talent hatten und das was sie taten vermutlich sehr, sehr gerne gemacht haben, der Preis dafür war sehr hoch.

Alles Menschen, die sich die besten Ärzte, Therapien auf der Welt leisten hätten können, die auch sicher ein gewisses Umfeld hatten, was helfen hätte können, also normal waren die nicht einsam.

Was ich damit sagen will ist, dass jeder scheinbar, der einem gewissen Druck ausgesetzt ist und nicht psychisch total stabil ist massive Probleme bekommt. Mir fallen da auch andere Berufsgruppen ein wie Chirurgen, Ärzte, Manager, alles was ich drüber weiß ist, dass fast alle irgendwelche Substanzen nehmen, sei es „nur“ Alkohol oder auch andere Dinge.

Die Minderheit der Menschen schafft ihr Leben frei von „Drogen“ – die die Glück haben kommen ihr Leben lang drüber. Menschen wie du und ich haben es übertrieben und es ist gekippt, wir haben ein Problem und die Lösung die gibt es maximal in uns, ich wüsste nicht wo sonst, aber auch dafür habe ich keine Garantie.

Wie gesagt, auch Betroffene, die es geschafft haben leiden, die Symptome, die Schmerzen, die Zustände, die Schlaflosigkeit, die nicht vorhandene Belastbarkeit zermürbt mit der Zeit und wenn Menschen dann verbittert werden, dann kann ich das gut verstehen.

Ich werde mich weiter bemühen, aber wenn ich zurücksehe, kann ich nur sagen, einen Aufwärtstrend habe ich in den letzten Jahren trotz zahlreicher Experimente nicht feststellen können. Weil vor Jahren hatte ich viel Hoffnung und viele Ideen, und je älter wir werden desto schwerer wird es.

Es ist faktisch für Betroffene die tief drinnen hängen ein Kampf auf Leben oder Tod und das Tag für Tag und das kostet enorm Kraft. Das klingt dramatisch, aber anhand dessen, das ich nur über meine persönlichen Erfahrungen schreiben kann und irgendwelche Wunderheiler nicht kenne ist das mein Ist-Stand. LG Kevin
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2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Reiger » Donnerstag, 26.04.18, 23:46

Hi Kevin,

ja da bin ich gleicher Meinung wie Du. ADs bringen nur zum Anfangen kurzfristig Erleichterung, danach sollte man versuchen wieder auszuschleichen.

Lebenslag das Medi halte ich für mich als absoluter Blödsinn, zumal ich auch davon ausgehe, dass sich die Synapsen an den Stoff anpassen bzw. mehr bilden oder sensibler werden.
Zudem ist ja die Seretoninhypothese auch nicht bewiesen u der Placebo Anteil überwiegt deutlich. Glaubst Du dran hilft es auch, letztlich eine Glaubensfrage u. die versetzt bekanntlich Berge. Ah Tablette = Hoffnung auf Heilung.

Ich hatte schon immer eine Abneigung dementsprechen sind bei mir ADs auch nicht funktional. Nur der sedierende, u. schlaffördernde Effect u die Steigerung des Hungers vom Mirta ist bei mir angebracht und förderlich beim Entzug.

Aber der Blödsinn ADs machen nicht abhängig halte ich für völligen Quatsch, würde ich von heute auf morgen mein Mirta weglassen, könnte ich keine Nacht lang schlafen. Also bin ich abhängig. Oder warum raten die Ärzte sonst zum langsamen ausschleichen? Sonst könnte man ja ADs ohne weiteres kalt absetzen.

Ein Klinikarzt meinte mal zu mir in den 70er wurde jede Klinik auf Tavor eingestellt, die Wunderpille ohne Nebenwirkungen.
Dann als man merkte, oha doch nicht so ohne diese "happy pill" wurden ab den 90er die Kliniken auf Neuroleptika umgestellt, heute bekommt jeder Angstgeplagte zur Not sein Atosil oder gar Zyprexa ich sogar Risperdal. Neuroleptika ist jetzt der Trend

Auf meine Frage, wieso soll ich dann Risperdal schlucken wo doch nachweislich auch Schäden dadurch entstehen können, welchen Nutzen habe ich davon ausser vielleicht kurzfristigen? Da könne ich ja gleich wieder Tavor nehmen? Meinte der Arzt zu mir nur, ja im Grunde besser als NP nur halt nicht mehr im trend.

Tavor ist halt die Numner 1 bei Ängsten und mal ehrlich die NP helfen bei Ängsten doch nicht wirklich. Sie benebeln ok, machen müde, benommen u wenig aufgedrehter u der Zustand dann zum tausch für Deine Ängste? Geschmacksache. Mich hats irritiert. Eckelhaft.
Für Psychosen ok aber bei Neurotikern... schwachsinn

Risperdal hat mir gegen Angst u Grübelzwang gar nichts gebracht, ausser völlig Zombi zu sein, aber ich hatte nach 8 Wochen Einnahme u dann in 1 Woche abgesetzt wirklich null Entzugserscheinungen. Somit möchte ich für mich behaupten, das NP tatsächlich nicht abhängig machen.
Allerdings habe ich das Medi in einer Phase ausgeschlichen, wo bei mir der Zug bereits abgefahren war. ZNS bereits völlig durch den Wind

Bin mal auf die nächste Generation "easy pill" gespannt.
Wenn ich die noch erlebe.

Nächste Woche werde ich mich zum dr-grotenhermen nach köln fahren lassen, sofern ich etwas stabil bin.
Den Termin habe ich bereits seit 1 Jahr. Der ist bekannt für Alternative Medizin. Möchte mich beraten lassen.

Speziell zum CBD u. eventuell THC. Letzteres war ich schon mal Langzeitkonsument u. es war meine schönste Zeit im Leben. Bestens antidepressiv, super entspannend u wahnsinnig verdrägend wirkendes Mittel, für mich war es X mal besser als Tavor, musste nie Dosis erhöhen u Entzug war lächerlich, es ist u bleibt die beste Medizin für Depressionen u Ängste, allerdings mit dem negativen, es kann psychoaktiv wirken!!! Also Finger weg davon!
Bei mir hat es funktioniert, war traumhaft so entspannt durchs Leben bin ich sonst noch nie. Hatte in dieser Zeit nie eine Grübelzwang u. Ängste, ok mal ein paar PA aber das wars auch schon. Allerdings werde ich das nicht mehr nehmen momentan zu sehr Angst davor.

Aber CBD werde ich nochmals probieren beim Entzug vom Tavor wirkt ja auch auf die GABA Rezeptoren, wobei ich da schon mal ein Öl hier hatte naja kaum was gespürt aber auch keine Nebenwirkungen.

Ich muss mittlerweile jeden Strohalm greifen, mein Grübelzwang wird unmenschlich und zwingt mich fast zum Aufgeben. Teils sekündliche Gedankenflash u bildhaft aggressive Zwangsgedanken. Ja ich bin in der Toleranz vom Tavor. Habe nun seit Tagen Magenkrämpfe u. verschlucke Nachts die Zunge, muss aber sagen ich war erleichtert, endlich nach 1 Jahr spühre ich meinen Körper wieder u das lenkt vom Gedankenzwang ab.
Das elendige eines Gedankenzwangs der angstbesetzt ist
kann nicht mit Expos bewältigt werden auch Achtsamkeit oder PME null Effect, zu schwer eingebrannt u Handlungen zum neutralisieren auch nicht wirksam.

Diese wiederliche Zwangsstörung mit meinem "erwachsenen ADHS" u dadurch Gedankenschübe können, wie Du auch sagst Kevin, nicht mehr therapeutisch gelöst werden. Es sei denn ich hätte noch Hoffnung u würde der Therapie Glauben schenken.
Aber das ist ja vielleicht unser Grundproblem keine Hoffnung auf Heilung mehr zu haben, dadurch versperren wir uns natürlich auch den Weg zum Glück!

Meine Zwangsstörung war vor zwei Jahren noch zu besiegen, aber mein Tavor wirkt nun nicht mehr dagegen u jetzt explodieren bei mir die Zwangsgedanken ins unerklärliche. Heute war so ein Tag wo ich bemerkt habe,
ich muss alles ausschöpfen sonst gehe ich vor die Hunde. Habe auch schon wegen THS OP nachgedacht,
aber mein Neurologe riet mir davon ab u. jetzt kommen auch die ersten negativen Bewertungen dieser Methode raus. Erschreckend.

Eine Frau litt auch an einem Grübelzwang, seit Ihrer Kindheit u die letzten Jahre massivst 18h am Tag,
die THS war Ihre letzte Hoffnung. Erfolgreiche OP die Zwänge wurden leiser, nach der OP musste Sie Freudentränen weinen, Sie war ein neuer Mensch!
Klar hat sich Ihre Persönlichkeit verändert ins Positive Sie konnte nach etlichen Jahren wieder Reisen u in den Urlaub gehen. Die Neuromedizin feierte den Erfolg endlich ein Heilmittel gegen Ängste u Zwänge ohne Nebenwirkungen! Das machte mir Mut.

Nun drei Jahre danach kam der Reboundeffekt. Jetzt leidet Sie unter schwerer Depression u wenn das Gerät ausfällt verliert Sie sofort den Verstand. Also irreversibel. Dennoch beklagt Sie sich nicht Ihre Zwänge sind noch leise u das ist für Sie immer noch ein Erfolg.

Also keine THS für mich zu krass.
Ergo Tavor muss raus, bis Ende des Jahres will ich dann bewerten, eventuell mit CBD unterstützen. Sollte mein IST- Zustand bis dahin konstan bleiben ohne ein Fenster der Verbesserung. 🤔 dann wird es sehr eng für mich.

Man wird sehen, am Schluss leidet man doch noch weiter mit 1% der Hoffnung.
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Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
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Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
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Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 2mg Diaz - (0.5mg Tav / 2mg Diaz)

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Montag, 30.04.18, 10:33

Hallo,

heute möchte ich was schreiben, was ich als wertvoll erachte, wenn es auch keine Neuigkeit ist.

Nämlich die Konsumation. Welche Arten von Konsumation gibt es? Das Essbare Essen, unsere Sinneswahrnehmungen, unsere Willenskraft, unser Bewusstsein.

Um das nicht zu komplex zu machen und kurz zu halten. Wir konsumieren den ganzen Tag, unser ganzes Leben und genau darauf sollte man seinen Fokus legen, dass das was wir konsumieren gut ist. Weil es geht hier nicht nur um die essbare Nahrung sondern auch was ich an Informationen konsumiere, konsumiere ich Informationen der Angst, der Wut, des Zorns, der Trauer usw. - dann kann das nicht gesund sein.

Wann konsumiere ich? Immer! Sobald ich mich mit einem Medium beschäftige oder auch nur ein Gespräch führe konsumiere ich und nehme das auf, ich konsumiere auch selbst in meinen Gedanken, konsumiere ich die Gedanken der Vergangenheit, die vielleicht schlecht waren, weil sie viel Leid hatten, werde ich dieses Leid weitertragen.

Wenn ich in diesem Forum lese "konsumiere" ich und nehme das auf, was ich lese.

Wenn ich nun Angst habe, depressiv bin oder was auch immer, wie kann man dem entgegentreten? In dem man eben versucht die Quelle dieser Gefühle zu eliminieren und ja, ich weiß das klingt natürlich einfacher als es in der Praxis ist, aber so weit wenigstens die Theorie.

Ein Therapeut zum Beispiel wird den ganzen Tag "beschossen" mit negativen Emotionen - gelingt es ihm nicht sich zu schützen wird er krank und das gilt auch für uns, alles was auf uns einströmt ist "Nahrung" und wenn diese Nahrung schlecht ist, wie können wir dann erwarten, dass es uns besser geht.

Gut, das war die Essenz eines Vortrags, denn ich mir angehört habe und denn ich als gut und hilfreich fand. Ich stelle ihn nicht rein, weil sich das keiner anhört, aber die Botschaft fand ich durchaus gut. Nicht, dass man es nicht weiß, aber es ist gut manchmal daran erinnert zu werden, LG Kevin
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Eva » Montag, 30.04.18, 11:29

Hallo Kevin,

danke für das wichtige Thema!

Ich achte schon lange darauf, mir keine starke "Innenweltverschmutzung" zuzulassen, das beinhaltet grausame TV-Szenen ebenso wie schlimme Bilder aus den Nachrichten, sogar Krimis ... gerade wenn es mir eh schon nicht gutgeht, dann lass ich das alles weg.

Stattdessen lege ich dann mehr Wert auf wohltuende Gottesdienste, schöne Musik, auf innere Einkehr, auf Beschäftigung mit positiven Inhalten und manchmal auch Personen; sehe es also ähnlich, wie Du es siehst.

LG Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Clarissa
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Clarissa » Montag, 30.04.18, 11:35

Dito!

VG von Clarissa.
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Kevin05
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Abschied

Beitrag von Kevin05 » Montag, 14.05.18, 15:50

Hallo,

aufgrund einer deutlichen Verwarnung des Teams, dass ich Regeln gebrochen hätte in einem Beitrag und mein Verhalten sinngemäß nicht zu tolerieren sei, nehme ich dies natürlich zur Kenntnis und werde nicht mehr hier schreiben.

Danke möchte ich an die doch vielen sagen, die meine Beiträge und vielleicht auch ein Stück mich schätzten, alles Gute euch allen, Kevin
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


LinLina
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von LinLina » Dienstag, 15.05.18, 9:50

 ! Nachricht von: ADFD
Hinweis: Kevin wurde vom Team verwarnt, da er in einem Beitrag pauschal alle hier im Forum dokumentierten erfolgreichen Entzüge sowie auch die konkrete Erfolgsgeschichte eines langjährigen Mitglieds als unwahr bezeichnet hat. Dies ist sehr verletzend und kann im Rahmen eines respektvollen Umgangs, wie er auch Teil unserer Regeln ist nicht toleriert werden. Eine Verwarnung ist kein Ausschluss aus dem Forum sondern eine ernste Ansage solche oder ähnliche Aussagen in Zukunft zu unterlassen.
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


weg
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von weg » Dienstag, 15.05.18, 17:24

hi kevin,

in meinen langjährigen psychiatrischen und medikamentenreichen erfahrungen mit vielen therapeutischen und menschlichen begegnungen habe ich gelernt, abschiede anders zu gestalten.

ein abrutes gehen sei es im www oder auf der strasse oder irgendwo hinterlässt immer spannungen in mir und im anderen. ich bin mehr als ein jahr lang mit dir hier im forum unterwegs gewesen. ich habe viel von dir erfahren. ich habe vielmals leer geschluckt von beiträgen die du geschrieben hast und solche die du erhalten hast. es ist sicher nicht alles rund gelaufen.

eines ist mir ganz wichtig dir zu sagen, dass ich daran glaube, dass man erfolgreich seine medikamente absetzen kann. es ist ein langer weg. aber er geht, wenn ich ihn besonnen gehe. hier im forum ist so ein weg beschrieben. er ist möglich.

ich weiss nicht, ob dein abschied definitiv ist oder ob du eine pause einlegst. mir ist es einfach wichtig, dass ich den weg, den wir bis jetzt zusammengegangen sind erfolgreich und freundlich abzuschliessen, so dass für mich kein schlechtes gefühl dir gegenüber in mir zurückbleibt.

so wünsche ich dir auf deinem "DO" alles liebe und gute und auch dass du ab und zu hoffnung entwickeln kannst.

servus
weg
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Gabriel
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Gabriel » Dienstag, 15.05.18, 21:35

Hallo!

Ein Lob an das Team des ADFD dass es den Mut besaß Klartext zu schreiben und einseitige von Arroganz gezeichnete Beiträge von gewissen Betroffenen welche glauben alles besser zu wissen einen Riegel vorschob.

Diese Plattform soll Betroffenen Mut machen und helfen und es braucht niemand, der andere durch seine Weltuntergangsaussagen, welche ach so fundiert und erforscht sind die Hoffnung nimmt. Jeder hier hat die Möglichkeiten wieder mit Geduld ganz gesund zu werden und so war das Signal des Teams eines welches ich als stiller Leser als lange überfällig fand.

Es braucht positive Kräfte und diese werden hoffentlich in Zukunft dieses Forum wieder zu einem Platz der Hoffnung machen und nicht neue Betroffene mit düstersten Prognosen in weitere Depressionen und Aussichtslosigkeit treiben.

Ein Dank an das ganze Team und die positiven Kräfte des Forums, die sich endlich formiert haben. Die negativen Kräfte gehören nicht hier her! GLG Gabriel
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bei Krankenhausaufenthalten verschiedene Medikamente wie Seroquel, Lyrica, Antidepressiva (keine merkbare Verbesserung)
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Verhaltenstherapie 2 Mal monatlich
Schlafprobleme, Angst-Panik

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 16.05.18, 0:15

Hallo ihr Lieben :)

Ich finde es - dem bisher so respektvollen und auffällig freundlichen Klima zu Liebe - nicht nötig, in Kevins eigenem Thread nochmal nachzutreten mit recht rauen Worten.

Ich finde es gut, dass das Team gehandelt hat, damit sollte es aber auch gut sein. Ich war zwar kein Fan davon, dass Kevin alles sehr allgemein negativ formuliert hat, doch käme es mir nicht in den Sinn ihm zu sagen es wäre hier kein Platz für ihn. Gerade in Foren wie diesen ist denke ich für so gut wie jeden Platz, da sich hier oft Menschen anmelden, die in der realen Welt oft schon sehr isoliert leben. Kevins Weg speziell was das private Umfeld betrifft ist sicherlich herausfordernder als der anderer, daher kann ich es nachvollziehen, dass er kaum noch Kraft für Optimismus aufbringen kann. Dass er dies nicht auf andere projezierten kann würde nun ja geklärt. Ich denke damit ist nun alles gesagt und getan.

Viele Grüße
Anna
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- Ergänzend seit 2016: 1/2 Pkg Magnosolv pro Tag, spürbare Entspannung bei Herz und allgemeiner Muskulatur
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- reines Lavendelöl - sorgt für schnelle Beruhigung und Entspannung bei mir

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Reiger » Mittwoch, 16.05.18, 1:05

Hallo Gabriel,

kann Dir leider nicht ganz zustimmen, auch ich neige zu Katastrophengedanken das bringt meine Störung (Zwangsstörung mit schwerer Depression) leider mit sich.

Durch den Entzug explodieren meine ZG möchte das aber auch nicht als Entschuldigung nehmen, sondern weiter an meiner Störung mit positiven Gedankenmuster entgegen wirken.

Ich bin aber auch Realist und weiss mit meinem Krankheitsbild erfordert es sehr viel Kraft u Mut einen anderen Weg, gesunderen für mich einzuschlagen.

Mir nutzen aufbauende Worte, aber letzt endlich auch nur als Trost. Es gibt eben Störungen im psychischen Bereich, die sind mit einem Krebsleiden vergleichbar. Ist nun derjenige, der an Krebs leidet eine negative Kraft?

Ich stimme Dir zu, dass positive Kräfte hier walten müssen und andere aufbauen sollten. Aber ich stimme nicht zu das "negative Kräfte" hier nicht hingehören.

Genau die Menschen die im Strudel negativer Gedanken gefangen sind brauchen ja die Unterstützung der anderen die sich schon in stabileren Phasen befinden.

Ein Ausschluss der "negativen Kräfte" finde ich diskriminierend. Das würde bedeuten, dass Du Dich von negativen Kräften bedroht fühlst. Ich sehe aber im negativen keine Kraft u. schon gar nicht ein "Darth Vader" gegen den sich "Luke Skywalker" als positive Kraft entgegensetzen müsste.

Ich verstehe Dein Argument ehrlich gesagt nicht. Ich sehe vielmehr das individuelle Krankheitsbild, Schicksalschläge etc. hinter jeder Person u. empfinde gerade bei schwerst Betroffenen grosses Mitleid u. würde gerne helfen, wenn ich selber stabil wäre.

Ich sehe im negativen eine Depression ein Leiden, ein Schicksalschlag womit weniger resilente Menschen sehr schwer damit umgehen können. Genau diesen Menschen sollte doch geholfen werden. Und ja, da stimme ich Dir zu dahinter verbirgt sich auch ein Drama, ein reinsteigern in absolute Hoffnungslosigkeit u Katastrophenszenarien.
Aber das bringt ja die Krankheit u der Entzug mit sich.

Ich stimme Dir zu, pauschalisieren ist Blödsinn, dafür ist jeder viel zu unterschiedlich in allen mgl Fasetten (Prägung, biologie, Einstellung etc.). Es gibt kein einheitlichen Entzug. Es gibt den individuellen Entzug u da können wir uns gegenseitig helfen.

Ja auch ich bin von meiner Prägung eher Pessimist aber würde auch nicht behaupten, dass die Optimisten immer richtig liegen. Oft ist es die Mischung aus beiden die das Leben voran treiben.

Beruflich würde ich sogar behaupten, dass die Pessimisten eher das Firmengefüge zusamnenhalten aufgrund des ängstlichen Sicherheitsbedürfnis. Habe schon oft erleben müssen, dass übertriebene Optimisten eher Risikogeschäfte eingehen, die am Ende dann doch nur schaden. Siehe Finanzkrise, aber das nur am Rande.

Natürlich und das ist Fakt, ist in der Genesung der Optimist der bessere Ratgeber er trägt die Hoffnung in sich. Aber warum sollte er "negative Kräfte" verbannen wollen. Er sollte dann doch eher den negativen Kranken helfen, damit diese von Ihm lernen können.

Auch ich habe mich hier im Forum von den "negativen Kräften" beeinflussen lassen die sogar im Tod endeten.
Habe mich dann auch gefragt, sollte man diese Threads nicht löschen? Mir steht es nicht zu diese Frage zu beantworten, es sind eben Schicksalsschläge, das tragische Ende einer schweren psychischen Störung, ähnlich dem eines Krebsleiden. Für mich waren diese Beiträge, aber keine negativen Kräfte, sondern schlimme Krankheitsverläufe mit einem traurigem Ende.

Verurteilen, wie gesagt, werde ich die schwerst Betroffenen nicht. Im Gegenteil sie haben mein Mitgefühl u viele geben mir auch Mut, weil viele trotzdem weiter machen u kämpfen.

Auch ein Grund für mich nicht aufzugeben. Aber ein Forum wie dieses lebt nun mal auch von diesen Geschichten u es sollte diese schwer depressiven Personen, oder wie Du schreibst "negativen Kräfte" nicht ausschliesen oder gar verbannen. Diese Personen machen das ganz bestimmt nicht aus Freude, nein sie hängen fest in Ihrem Leiden, der Passivität u Opferhaltung u. sie machen das ganz bestimmt nicht um die "positiven Kräfte" zu verletzen. Es ist eben einfach nur eine psychische Krankheit im Entzug mit viel Leidensdruck. Mir tun die Personen wirklich leid u ich wünsche Ihnen Kraft u Genesung.

Im real life u da gebe ich Dir recht, da sollte u darf man sich vor negativer Energie schützen, aber adfd steht für mich als ein Forum für Medikamentenentzug u dass da nicht nur Honig vom Himmel regnet versteht sich meines Eachtens von selbst.

Wie jeder damit persönlich umgeht, sollte er mit sich selber ausmachen. Mein Wunsch wäre natürlich auch, dass am Ende eines jeden Entzugs das Positive überwiegt und wir dann wieder mit dieser Kraft ins Leben gehen.

LG Reiger
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Ululu 69LinLinareddiepadmaJamie
Diagnose: Grübelzwang- Zwangsgedanken.
Depression derzeit schwere / general. Angsstörung

seit 1998 Tavorkonsum 20x im Jahr gegen PA

2015: Arbeitsunfähigkeit: Medikamente: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen und morgens 15mg Escitalopram

Mitte 2016: Psychosomatische-Reha: Umstellung auf Cymbalta, paradoxe Reaktion, zurück zum Mirta

Anfang 2017: 4 Monate lang Tavor 0,5mg - 2mg > paradoxe Reaktion seither Höllentripp:
Erschöpfung, Benommenheit, innerlich getrieben mit wahnsinnigem Druck im Kopf, chronisches Kopfbrennen, Grübelzwang und Gedankenrasen. Blockiertes Denken. Wut und Hoffnungslosigkeit.

Juni 2017: Selbsteinweisung Psychiatrie: Umstellung auf Paroxetin, Zyprexa und Medicenet, Tavor kalt abgesetzt dann mit Diaz entzogen

September 2017: Klinik Bad Bramstedt - kein Erfolg, weiter starker Grübelzwang, d.h. lebe nur noch im Kopf, bin in Gedanken, nehme die Außenwelt nicht mehr wahr, nur Gedankenkarussell mit Angstgedanken und ZG.
Denke in falscher Schleife. Normales Denken versperrt.

Tavor: Seit 02.04.2017 - 23.06.2017 (3 Monate) 0,5-2,0mg Tavor dann Diazepam Entzug

Mirtazapin: 2015 Dezember - bis heute 15mg
Escitalopram ausgeschliechen > zu antriebsteigernd

Wegen SG Mirtazapin Erhöhung auf 30mg
Risperdal 2.0 mg nach 8 Wochen kalt abgesetzt

Seit Oktober 2017 wieder auf 3mg Tavor
(bereits entzügig)

Beginn der Ausschleichphasen von 3mg Tavor
Start 01.April 2018

Phase 1 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 1mg - (2.5mg Tavor)
Phase 2 - (1 Woche)
1.0mg / 0.5mg / 0.5mg - (2 mg Tavor)
Pase 3 - (1 Woche)
0.5mg / 0.5mg / 0.5mg - (1.5mg Tavor)
Phase 4 - (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.5mg - (1.25mg Tavor)
Phase 5 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 0.25mg - (1.0mg Tavor)
Phase 6 (1 Woche)
0.5mg / 0.25mg / 4mg Diaz - (0.75mg Tav/ 4mg Diaz)
Phase 7 (5 Wochen - Rückschlag Diaz unverträgl.)
0.5mg / 0.5mg / 2mg Diaz - (1mg Tav / 2mg Diaz)
Phase 8 (1 Woche)
0.25mg/0.25mg/0.25mg/2mg Diaz - (0.75mg T 2mg D)
Phase 9 (1 Woche)
0.25mg / 0.25mg / 2mg Diaz - (0.5mg Tav / 2mg Diaz)

Marko92
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Marko92 » Mittwoch, 16.05.18, 9:51

Hallo in die Runde,

ich lese nur ab und zu im Absetzbereich mit, weil ich mich gegen Leid und Pessimismus sowieso nicht so gut abgrenzen kann.

Eine Bitte hätte ich aber, Kevin, solltest du nach einer Pause wieder schreiben, benutze doch bitte wie alle anderen auch eine Signatur, damit man wenigstens auch etwas sehen kann, wo du stehst und erwähne bitte auch deine Vor- oder Begleiterkrankungen.
Kann mich auch noch erinnern, dass ich in alten Beiträgen von Mitgliedern gelesen habe, die alkohol- und benzoabhängig waren.
Bin nicht ganz sicher, Kevin, ob du da mit bei warst oder nicht, aber wenn ja, solltest du es auch sagen, dann wären Gesundheitsschäden auch vom Alkohol möglich und man weiß, woran man ist.

Alles Gute
Markus :)
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seit Anfang 2011 20 mg Paroxetin wegen Angststörung
Mitte April 2014 auf 4mg, alle 3 Wochen 2 mg reduziert mit leichtem Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen für einige Tage, seit 20. Juni NULL - leichte Symptome wie bei den anderen Schritten

Gwen
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Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 16.05.18, 10:33

Gabriel hat geschrieben:
Dienstag, 15.05.18, 21:35
Ein Lob an das Team des ADFD dass es den Mut besaß Klartext zu schreiben und einseitige von Arroganz gezeichnete Beiträge von gewissen Betroffenen welche glauben alles besser zu wissen einen Riegel vorschob.
Hallo Gabriel,
ich glaube Du hast da etwas missverstanden. Erstens hat es weder mit Mut noch mit Deinen Beiträgen hier etwas zu tun, dass Kevin verwarnt wurde. Es ging, wie Du weiter oben nachlesen kannst darum, dass Kevin in einem seiner Beiträge
ADFD hat geschrieben:
Dienstag, 15.05.18, 9:50
alle hier im Forum dokumentierten erfolgreichen Entzüge sowie auch die konkrete Erfolgsgeschichte eines langjährigen Mitglieds als unwahr bezeichnet hat. Dies ist sehr verletzend und kann im Rahmen eines respektvollen Umgangs, wie er auch Teil unserer Regeln ist nicht toleriert werden
Das was Du hier gerade tust ist - wie schon von Anna geschrieben - nachtreten. Das entspricht ebenfalls nicht dem respektvollen und freundlichen Umgang und ich möchte Dich daher hiermit bitten, solche Beiträge zu unterlassen!

Viele Grüße Gwen
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ClarissaLinLinaKevin05Ululu 69padmaReigerJamieJofab
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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