Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->


Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Kevin05 (DO-Der Weg)

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 07.06.18, 18:31

Hallo Ihr Lieben,

was könnte ich Gutes schreiben? Da muss ich sehr nachdenken und ich kann auch nur das widergeben, was ich so erlebe und das ist beschreibt es wohl in einer Aussage einer Kollegin gestern, die mich in den Arm nahm und meinte "Kevin", ich habe dich lieb, lass dich drücken, schade dass man dich auf diese Welt geschickt hast, weil da gehörst du nicht her. Das trifft es wohl sehr, ich kann immer weniger etwas anfangen mit dem was mich so tagtäglich umgibt.

Der "Kampf" gegen die Benzodiazepine ist längst nicht mehr mein größtes Problem, ich sehe es gerade zu als fast entbehrlich an im Gegensatz zu den anderen Bedrohungen.

Ich beobachte viel und nehme viel auf und das was ich aufnehme ist Kälte wohin ich sehe, da trifft die Aussage meiner Kollegin schon zu, ich fühle mich hier alles andere mehr als wohl oder gar zu recht.

Was kann ich sonst mitgeben, was ich so gelernt habe? Ihr müsst auf euren Körper achten und vertraut keinen Ärzten, denn sie sind leider wirklich maßlos überbewertet, wenn ihr das Gefühl habt, dass da was ist, was abgeklärt werden muss, dann macht Druck, weil es ist euer Leben.

Menschen, wie die in meinem anderen Beitrag kritischer geschrieben haben kann ich nichts entgegnen, würde ich was zu sagen haben, würde ich es tun. Ich kann auch die Argumente nicht widerlegen, die Beiträge sah ich nicht als Angriff sondern eben eine andere Sichtweise, die berechtigt sein mag und ich denke gerade hier sollte man tolerant sein. Ich fühle mich in keiner Weise beleidigt oder sonst etwas. Jeder soll seine Meinung schreiben, das ist für mich wirklich okay. Niemand hier hat es leicht, daher soll man auch kritische Beiträge niemals überbewerten, weil gerade das zeichnet dieses Forum aus, dass hier eben Menschen in Ausnahmesituation sind und selbst wenn sich mal wer im Ton vergreifen würde, sollte man darüber hinwegsehen, ich unterstelle niemanden anderen schaden zu wollen.


Aber ein Dank für Eure Unterstützung möchte ich alle Mal da lassen!! ❤

LG Kevin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 9):
GwenwegLinLinaKaenguru70lunettaSiggireddiepadmaNature
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 07.06.18, 23:33

❤️
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 4):
Kevin05Jamiewegpadma

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 13.06.18, 13:44

As regards your question about "living with fear" - definitely not, it's not a good idea. All the negative emotions, stress, fear could predispose to weaker immune system - and further recurrence of disease (any disease).

Quelle: Privat (befreundeter Arzt aus Nordirland)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 3):
wegKaenguru70Katharina
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 13.06.18, 15:58

Lieber Kevin !

In meinen Leben wäge ich immer neu ab
nur so gelingt es mir:

Ich gebe jetzt Ruhe, welches beinhaltet ich mache mir jetzt keine weiteren Gedanken,
sollen die drängeln,
sind ja ein eigenwilliges Völkchen, weiß ich um Abhilfe.

Ich benötige, um heiterer zu werden wieder gelassener zu bleiben,
Substanzen.

- Insulin
- L - Thyroxin
- Diazepam ua.

Die ersten zwei für immer.
Letzteres und andere für dieses Jahr, dann sehe ich weiter.

Bis dahin zurück ins Leben
ohne diese Thematik.

Ich will meine Familie sehen, Freunde Kollegen Neffen und Nichten, deren Kinder,
gern solange sie noch Kinder sind,
dazu muss ich mich ein wenig beeilen.

Ich möchte ihre Tiere besuchen, ihre Musik anhören ihre Bilder anfassen, mit ihnen im Fussballstadion brüllen
( verstehe nix von Fußball interessiert mich nicht,
war aber immer mit ihnen )
nicht nur über Messenger Dienste
ich möchte erleben.

Im negativModus zu reduzieren mit all den neuen Beschwerden die daraus resultieren, habe ich mit Bravour geschafft bis zu einem gewissen Punkt
Von 40 xxx auf 10 xxx
prima für mich.

Wenn nicht pausiert und positives eingefügt wird,
haut mein Immunsystem zu, bekannte Symptome.

Prima die Antwort Deines Bekannten.

Alles Gute für Dich, Kevin.

Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 2):
wegKevin05
► Text zeigen

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 13.06.18, 22:33

Hallo,

also ich nehme mir seit Jahren vor, dass ich jeden Tag was verändere, ich plane aber nichts. Dass mir nicht so viel gelungen ist, wie ich es mir gewünscht hätte ist eine andere Sache, kann man natürlich auch negativ bewerten, möchte ich aber nicht, mein einziger Plan ist zu leben und so viel wie möglich gute Erkenntnisse zu erlangen. Manchmal sind gute Erkenntnisse auch schlechte Erfahrungen, weil daraus zieht man ja oft mehr als von positiven Erfahrungen.

Ich bin immer wieder mal erstaunt, wenn ich hier so drüber lesen, wie viele Ideen und Strategien es so gibt, die meisten haben allerdings mit einem selber nur am Rande zu tun. Mein Fokus ist eigentlich nur das Beste zu versuchen um mit den Medikamenten aufzuhören oder so wenig wie möglich zu nehmen, ich denke nicht an exotische Kliniken, Wunderheiler oder was auch immer. Ich denke mir einfach, ich muss das irgendwie schaffen und hoffen, dass die Zeit dazu ausreicht.

Meine empathischsten Unterstützer sagen mir "Kevin" du glaubst ja nicht im Ernst, dass sich nur irgendwer für dich interessiert, ob du nun alleine bist, krank bist, todkrank oder gar Tod, habe ich grad heute gehört. Darüber denkt man dann natürlich nach, aber hilfreich allemal. Mir ist das schon bewusst, aber es gibt doch außergewöhnliche Situation auch in meinem Leben, wo ich mich freuen würde, wenn jemand eine Spur mitfühlen zeigen würde, ist aber wirklich nicht so.

Was ich leider auch bestätigen muss ist, dass auch wenn man oft zu Ärzten geht es nicht vor Krankheiten schützt und selbst die sind dann nicht empathisch und fragen höchstens - ähm, haben sie mir das auch mal gezeigt, wenn ich dann sage glaub ich nicht, dann sind sie beruhigt.

Je länger ich so lebe, also alleine und auch seit dem Tod meiner Mutter, was ja doch ein dramatischer Eingriff in mein Leben war desto mehr verstehe ich wirklich wie egal alles ist.

Ja, Eltern und Partner können Menschen sein, die sich für einen interessieren, aber sonst? Sieht nicht gut aus.

Aber zurück zu den Medikamenten wie gesagt, die einzige Strategie, die ich zielstrebig verfolge ist aufzuhören und ich glaub noch immer dran, warum auch immer das so ist, ich denke nie dass das nächstes Jahr sein wird oder in 2 Jahren sondern vielleicht morgen, woher weiß ich denn ob es ein nächstes Jahr gibt? Und das wäre echt eine Niederlage das "Problem" unlösbar zurückzulassen.

Wie gesagt, ich denke an das Wesentliche und nicht welche Möglichkeiten es alles gäbe, das habe ich hinter mir, weil ich weiß, dass eh kaum jemand Ahnung hat, also muss ich selbst versuchen und ja vielleicht schreibe ich das gleiche in Jahren noch, das Positive wäre, es gäbe mich dann noch, das weniger Positive, ich hätte es nicht geschafft.

Also als leicht empfinde ich das Leben nicht, das sagen mir sogar manchmal Positivdenker, die mir dann sagen, hey irgendwie eine schwere Zeit und ich denke mir, ja und weiter, wenn interessiert es denn. Na ja so lange ich immer wieder irgendwas Gutes finde, bin ich nicht unzufrieden.

Die letzten Wochen waren gezeichnet von Sorge um andere, jetzt wieder um mich, das ist schon Stress, so gesehen würde ich mich wieder mal über eine Pause freuen. Mein Lehrer sagt immer denken sie gar nichts, wie schön wäre es, wenn das gelingt. Gut, kein genialer Text, reine Sentimentalität, nicht mehr und nicht weniger, und nicht sehr vielsagend.

Gute Nacht und lasst euch nicht unterkriegen, Kevin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 4):
wegSiggistubiAnke13
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 13.06.18, 22:48

Lieber Kevin,

Ich lese Dich immer gerne;
( auch wenn ich nicht alles aber alles im Allgemeinen hier
lese)
mich interessieren Deine Gedanken und Dein Werdegang.

Gute Nacht, eine erholsame wünsche ich Dir.

Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 3):
wegKevin05Siggi
► Text zeigen

reddie
Beiträge: 7
Registriert: Samstag, 28.04.18, 12:00
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 27 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von reddie » Donnerstag, 14.06.18, 9:44

Lieber Kevin,
ich lese Dich auch immer wieder gerne. Du bist so tiefgründig. Ja, es gibt sehr wenige Menschen, die so sind. Und selten finden sie zusammen. Dies hier ist ein schöner Ort und hier gibt es einige.

Ich wünsche dir ganz viele Lichtblicke und Hoffnung!
reddie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor reddie für den Beitrag (Insgesamt 3):
SiggiKevin05Katharina
► Text zeigen

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Dank

Beitrag von Kevin05 » Dienstag, 19.06.18, 21:50

Hallo Ihr Lieben,

heute will ich einfach nur Danke sagen wieder einmal für die viele Unterstützung über all die Jahre von vielen Betroffenen, die meine Geschichte verfolgten, aber auch von Seitens des Teams, vor allem von den älteren Mitgliedern, die in meiner "Zeit" am meisten präsent waren. Ich möchte hier keine Namen erwähnen - nur meinen Dank und meine Wertschätzung sagen.

Auch denen die denken, ich wäre nicht dankbar, ich weiß jede Hilfe, die ich je bekam zu schätzen und Hilfe kann auch Kritik mal sein.

Ich habe viel gelernt im Laufe der Jahre, menschlich wie fachlich, es ist ein tolles Projekt, vieles was ich an Basis wissen habe verdanke ich dem Forum.

Ich finde alle hier haben und machen eine wirklich gute Arbeit und bemühen sich trotzdem es auch einigen die beraten nicht so gut geht.

Nachdem ich oft nicht sehr positiv geschrieben habe, ist mir wichtig hier auch ein Stück Kehrtwende zu zeigen, dass ich versuche egal was das Leben so bereithält auch positiv die Dinge anzunehmen.

Leider habe ich wenig hilfreiches sonst zu schreiben, ich denke, dass für jede/n viel möglich ist an Verbesserung, wobei der Weg halt ein längerer ist und man viel Kraft und Unterstützung braucht. Es ist übrigens der einzige Ort, wo ich mich in Bezug auf meine psychische Erkrankung je verstanden fühlte und das obwohl ich viele Kontakte im realen Leben hatte.

Ich habe mich an der Umfrage nicht beteiligt, weil es für mich nichts gibt, was es zu kritisieren gäbe, alles ist gut, wie es ist.

Vielleicht sind diese Worte seltsam für einige, aber ich kann sie immer rechtfertigen, dass man eben mit den Jahren reift und Dinge anders sieht und diese Eigenschaft habe ich mir immer bewahrt, daher heute ein ausschließlich positiver Beitrag, frei von jeglicher Kritik, es gibt auch keine,
LG Kevin _()_
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 7):
wegpadmaSiggiKatharinaKaenguru70stubireddie
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 20.06.18, 0:06

Lieber Kevin,

Ich freue mich jedesmal wenn Du schreibst, egal was.

Mich ermutigt Deine Tapferkeit und - auch Deinen Mut, negativ zu schreiben wenn Dune Garibaldi fühlst, bis denkst erlebst.

Den Mut haben ich nicht -

Negativ positiv schwarz weiß hell dunkel - Gegensätze.

Jeder kann keiner muss - hier lesen.

Bin ICH nicht gut beieinander, lese ich Deune Texte später.
Vielleicht habe ich einiges nicht gelesen, aber es ist ja nun mal nicht seit gestern das wir hier unterwegs sind, "Text - fremd" sind wir uns nicht.

Ich danke Dir.


Gute Nacht,
Katharina

( Im Falle von Fussball viel Spaß ⚽️)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 2):
wegKevin05
► Text zeigen

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Genervt

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 20.06.18, 20:34

Hallo,

heute mal ein Alltagsthema, mich nerven die ganzen Kundenkarten und Sammelpässe. Heute war ich eine frischgepressten Saft trinken und die Verkäuferin meinte, wollen sie unseren Sammelpass, ich - NEIN - ich will meinen Saft! Dann wollte ich einige T-Shirt kaufen, dann ist da überall groß die Werbung des Herstellers aufgedruckt und ich habe gefragt, warum muss ich dafür bezahlen, dass ich Werbung für Tom Tailor mache? Kopfschütteln, keine Antwort, gehen sie zu H&M da gibt es welche ohne.

Es nervt mich einfach gewaltig, ich kaufe bei Amazon was ein, bekomme 3 Mails, eines für die Bestellung, eines für die Lieferung und dann soll ich noch eine Bewertung schreiben - wozu? Ich will ja nicht Dauerkunde sein.

Meine Autowerkstatt - Service gemacht - Anruf Tage später, wie waren sie mit der Leistung der Werkstätte zufrieden, die Befragung dauerte mehr als 5 min. - dann 2 Wochen später ruft mich Fiat an, wie waren sie mit der Werkstatt zufrieden? Ich bekomme die Krise.

Ich fahre zur Tankstelle will nur Benzin, wollen sie nicht unsere Kundenkarte? Wir haben dieses oder jenes Produkt in Aktion, ich wieder, nein, ich will Benzin, lassen sie mich in Ruhe.

Die sind doch alle durchgeknallt und verdummen die Menschen und die meisten glauben noch sie hätten einen Vorteil, weil ja Vorteilscard darauf steht, ich brauche keinen Vorteil mehr, keine Karten außer Bankomat und E-Card (für den Arzt).

Es wird alles immer verrückter für mich. Ich könnte obige Beispiele um einiges ergänzen, aber ich denke es ist genug.

Luxusprobleme? Nein, weil Ärger schadet auch und über meinen täglichen normalen Wahnsinn will ich gar nicht berichten, weil auch hier gilt, es ist so, da kann niemand helfen, aber um wenigstens abschließend die Kurve thematisch zum Forum noch zu kratzen, also es ist nicht alles toll bei mir, aber ich habe eben verstanden, dass ich damit selbst zurecht kommen muss, daher kein Statement zu meiner Gesundheit außer eben genervt siehte oben.

LG Kevin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaweg
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 21.06.18, 9:46

Lieber Kevin !

Meine Sammelkarte stützt mein Tablet wenn ich es hinstellen möchte, da die Lasche der Hülle zu kurz ist. Drangeklebt.
Nein danke, keine BonusPunkte.

Amazon ?
Ich soll einen Code scannen zum Paket Store, wo dieser erneut gescannt wurde der wurde:Fehlermeldung.
Ich habe im privaten Geschäft des Herstellers angerufen werde das Paket auf eigene Kosten zurück schicken, an deren Adresse.

Nein ich möchte kein T-Shirt mit LitfaßsäulenDruck, nie.
Schon als junges Mädchen No Name.
Ich laufe nicht Reklame.

Da muss man etwas suchen.

Von einer Sonnenbrille habe ich mit die Bügel ersetzen lassen in welche ohne Schriftzug.

Festnetz ist stumm, wer mit mir sprechen möchte: SMS vorab.
Denn die Umfrage -Anrufe bekomm ich nicht weg.

Ebenso wenig setz ich mich hin und suche wie ich im Router die Nummer blockieren kann und es dann nicht klappt.

Allerdings als ich nicht einkaufen konnte war Amazon eine Hilfe.
Für Dinge von denen ich sicher bin ich weiß was da kommt ist es echt hilfreich da ich nicht so spontan los kann.

Nun da Amazon ( Dokumentation Mediathek )
viele intakte Retouren einstampft da das rentabler erscheint,
versuche ich wieder, normal einzukaufen.
Beim Hersteller direkt.

Verrückte Welt.

Herzlich, und einen schönen Tag,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaKevin05weg

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 21.06.18, 15:38

Hallo,

der Artikel ist wirklich gut, auch wenn man nicht arbeitet, ist in einer der besten Zeitungen, die es bei uns gibt erschienen, also Besten im Sinne von Niveau.

Ich habe ihn mir sogar ausgedruckt und werde ihn immer mal lesen, weil sich berieseln lassen ist schön, aber Leben noch besser.

Wie gesagt, vielleicht hat ja jemand Interesse ihn zu lesen.

https://derstandard.at/2000081778725/Fu ... ion-im-Job

LG Kevin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 2):
Katharinaweg
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 21.06.18, 17:57

Lieber Kevin,

Vielen Dank für das Einstellen des Artikels;

deshalb unter anderem ist es der Kern für mich
das ich allein meinen Selbstwert setze

und täglich versuche ihn neu aufzusetzen richten, stabil bleibt der selten, pragmatisch auszuloten 'je nach dem'.
Migräne Tag, nicht gut auszuloten,

es gibt immer Momente in jeder Krise egal ob ein Tag oder ein Leben.
Da kann ich entscheiden und nur ich, das ist gut.

Ja zu sich selbst Mut zu sich selbst

und nein ich muss nicht 100% immerzu und jedem, auch und besonders in der Familie nicht, gefallen,

ich bin ich, ( schwierigste Lektion meines Lebens aber was soll's allein hier gibt es immer Anstösse, es ist nicht zu spät. )

mir in den Spiegel schauen können, das muss sein.

(Als Beispiel, bei Dir darf ich das schreiben, wenn das schlecht tönt bitte ich Dich um Verzeihung, so etwas wäre mir lieber im Cafehaus, geht aber nur hier:

Mit Diazepam mit wenig oder ohne,
Ja zu mit zu sagen.

Unfähig vor Schmerzzuständen, Entzugssymptome da zu schnell unterwegs gewesen
was auch es immer es ist
welches es zur Dauer - oder Wiedereinahme zeitlich begrenzt führt. -
kann ich mich nicht auf dem Weg schicken um zu tun,

"...Schade dass man dich nicht mehr sieht...".

ohne mich im Tun, kein Ergebnis,, keine Re Motivation, - zb. keine Nachbarschaftshilfe komm ich begleite dich.. Ich hab einen Rucksack teilen wir und die Einkaufslast so kannst du schnell auch das Brot noch mit neben...

da ich stocksteif in meinen vier Wänden entziehe.

" Wollen sie sich eigentlich um Kopf und Kragen reduzieren - Füße schlapp, Schuhe passen nicht mehr extra Einlagen müssen neu her ",

Wegs
schlichtes 'use it or loose it' ist schwer angesagt mit über 60.

Ich kann sehr wohl sehr PP- kritisch sein und PP nutzen, wenn nötig.

Weg mit dem looser -Gefühl -
Weg mit dem Diazepam Stigma.

Wir kennen unsere Gründe
hinterfragen, sind dizipliniert
wärest Du sonst hier oder ich ?

und unsere Stütze um Tun zu können, meine Tour zum den See, Dein Spaziergang mit Deiner Hündin und Dein Arbeitstag wo Du beliebt bist

heißt nicht zb. Macumar
sondern Diazepam.

Das ermöglicht mir das Tun, das Ergebnis die Motivation.
Mein Hobby, mein Austausch, mein Leben.

Einen schönen Abend,
Katharina




Mit wollte man mein ich nicht erlauben.
Der Spieß ist umkehrbar.
Wann weiss ich nicht nur eines, dran bleiben.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 4):
Kevin05wegKaenguru70reddie
► Text zeigen

Kevin05
Beiträge: 2935
Registriert: Montag, 23.12.13, 22:09
Hat sich bedankt: 5727 Mal
Danksagung erhalten: 5233 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 21.06.18, 18:44

Lieber Katharina, toller Beitrag, denn du geschrieben hast! Hat mir wirklich gut gefallen.

Ich fühle mich mittlerweile auch nicht mehr als Verlierer, nur weil ich es nicht geschafft habe, dafür habe ich viele andere gute Dinge geschafft und ich weiß, dass jeder, der es versucht weit über der Norm ist, weil die Wenigsten wollen aufhören. Wir versuchen es und mehr können wir nicht bzw. jede hier.

Ohne Diazepam hätte ich mich nicht so lange im Leben halten können, darüber sind sich zumindest meine Betreuer einig. Was ich natürlich bereue ist, dass ich es teilweise missbräuchlich verwendet habe, also wie bei meiner Scheidung, wo sich meine erste Toleranz entwickelt hat, ich wollte nur noch schlafen damals und nicht nachdenken, aber das war leider so.


Ich bleibe dabei es gibt einige Benzodiazepine, die wenn man sie verantwortungsvoll einsetzt, dass man lange Alltagstauglichkeit erhalten kann ohne Toleranz, dazu gehören für mich Oxazepam, Diazepam und Bromazepam. Das heißt nicht, dass ich diese Substanzen als unbedenklich einschätze, aber hier hat man eine Chance, auch wegzukommen. Bei Lorazepam bzw. Clonazepam scheint mir das nach den Berichten hier deutlich schwerer, viel schnellere Toleranz und auch das Absetzen umsteigen ist sehr schwierig.


Meine Strategie seit längerem ist die selbe, ich versuche so wenig wie möglich zu nehmen, aber reagiere auch, wenn ich merke, dass der Spiegel zu tief ist, heißt eine gewisse Konstanz auf niederem Niveau, aber dann und wann höher dosiert, aber in einem verantwortungsvollen Rahmen. Ich MUSS mir selbst helfen, es ist niemand da, der auf mich aufpasst oder hilft, das weiß, daher nehme ich diesen Preis auch in Kauf. Und ob es je klappt ganz weg zu kommen, ich weiß es nicht, versuchen werde ich es immer und dass ich es noch nicht geschafft habe, heißt nicht, dass ich das Ziel vergessen habe.

Was Entzüge für Betroffene meiner Meinung wirklich deutlich erschwert ist, wenn andere Substanzen irgendwann im Spiel waren, ich kam trotz "Missbrauchs" noch nie in Zustände, dass ich Angst hatte die Kontrolle zu verlieren. Wobei ich denke, dass das auch mit dem Diazepam zu tun hat, bei Lorazepam wäre ich mir da nicht sicher, ob das gelungen wäre. Jeder Klinikaufenthalt, wo man experimentiert bzw. experimentiert hat, erschwert für Betroffene das Absetzen ist meine Sicht.

Ein komplexes Thema alle Mal. Es geht für mich persönlich auch um Akzeptanz, ich versuche eben auch das Gute zu sehen, dass wie gesagt ein normales Leben schwer möglich gewesen wäre, aber Fehler passiert sind, die es heute schwerer machen. Und nochmal alles was ich mitbekommen habe, sind Menschen die versuchen auszusteigen eine ganz kleine Minderheit, daher sehe ich jede/n als Erfolgreich, der oder die es versucht, auch wenn es vielleicht nicht klappt, aber immerhin versucht man es.

Ich habe viel Verzweiflung hier gelesen in den letzten Jahren und Ratlosigkeit. Meiner Ansicht nach ist aber die Chance auf ein annährend normales Leben für alle da, aber man muss eben alles aufbringen an Kraft, was man hat, dann hat man eine Chance, weil selbst eine niedere Erhaltungsdosis ist kein Misserfolg.

Menschen wie ich sind für die meisten Experten durchaus Erfolgsbeispiele, weil ich die Kontrolle nicht verloren habe, was bei richtig starken Suchterkrankungen nicht der Fall ist. Wobei darauf bin ich nicht stolz, ich sage nur das was man mir sagt. Klar, würde ich gerne frei sein von allen Medikamenten, aber es ist eine Frage, ob man einen verantwortungsvollen Einsatz dieser Substanzen wirklich so verteufeln soll? Immerhin retten sie auch Leben bzw. ermöglichen Millionen Menschen ein Leben - und nein, das ist kein gutheißen oder Werbung sondern das ist einfach so.

Die Regel sind nicht die Betroffenen hier sondern sind Menschen, die diese Medikamente ihr Leben lang nehmen, vielleicht kontrollierter als jemand wie ich, aber da sind Manager dabei, Ärzte und auch Menschen die hohen Druck haben, also sicher nicht eine soziale Unterschicht, wobei es keine Rolle spielt woher man kommt, das ist klar, LG Kevin
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kevin05 für den Beitrag (Insgesamt 4):
wegKaenguru70Anke13reddie
Verlauf:
Benzodiazepin Einnahme seit 1989
(8 Monate durchgehend Bromazepam hoch dosiert genommen - kalt ohne Probleme abgesetzt!)
bis 2003 sporadisch - meiner Ansicht nach keine Abhängigkeit
zwischen 2003-2006 definitiv starke Abhängigkeit/Sucht
Auslöser: Meine erste Scheidung und eine Schilddrüsen-OP
ca. 6-7 Monate auch stärkeren Alkoholkonsum, also zwischen 2005-2006 (vorher niemals Alkohol getrunken, danach auch nie mehr bis heute, auch keinerlei Bedürfnis)
2006 Kalter Entzug ca. 3 Wochen stationär mit Trazodon als Ersatzmittel, nach 3 Monaten kalt auch dieses abgesetzt.
dann bis ca. 2011 sehr sporadische Einnahme von Diazepam ohne das Gefühl abhängig zu sein.
Dann aufgrund unerklärlicher gesundheitlicher Probleme erneut Diazepam abhängig bis heute - also leider schon ziemlich lang.
Niemals Einnahme von irgendwelchen Drogen, auch meine Medikamente wurden mir ausschließlich über den Arzt verschrieben.
Ich bin nach wie vor berufstätig 40 Stunden und gesundheitlich natürlich weiterhin Probleme, die in den Benzobereich passen wie Muskel-, Gelenksprobleme, Angst, Schlafprobleme, Gedächtnisprobleme, Augenprobleme leider (feuchte Makula) usw. - aber es ist wie es ist.
Andere Medikamentengruppen habe ich kaum konsumiert, wäre auch ohne Erfolg gewesen.
Dosierung? War sehr unterschiedlich, manchmal hoch, heißt über 30 mg Diazepam täglich, manchmal konstant 5-15 mg.
Zur Zeit nicht wirklich konstant und zu viel.

Nachtrag: Warum schreibe ich das? Weil jemand gefragt hat von den neuen Mitgliedern, dass ich eine Signatur schreiben soll im Sinne, dass man sich die gesundheitlichen Probleme erklären kann. Also 99,9% Benzodiazepine - keine Drogen! Und kurzfristig Alkohol.


Katharina
Beiträge: 4787
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 5953 Mal
Danksagung erhalten: 4946 Mal

Re: Kevin05 (DO-Der Weg)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 21.06.18, 18:46

Hallo Kevin,

wenn Du Lust hast ich habe ein Foto in der Kreativität im persönlichen Austausch meiner Sammelkarte für Dich ein gestellt.

Hab eine gute Zeit,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag:
Kevin05

Antworten