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Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Berlin-2013
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Dienstag, 02.01.18, 11:35

Ist-Zustand

Hallo,

Also je mehr Stress ich habe desto öfter gehe ich über meine Grenzen was mich kurz darauf anhand (bei mir) als Verspannung und mit Muskelschmerzen einholt.

Das gute ist allerdings das ich daran spüre, das mehr geht als ich vorher denke.

Was mir aufgefallen ist, ist das ich immer öfter in der Rückblende erkenne das einige Symptome fast ganz verschwunden sind bzw. nur noch ganz milde und sehr selten auftauchen...

Ich denke, je mehr ich lese und vergleiche, stelle ich fest, das die meisten einen verlängerten Entzug haben und das es nicht 20 Prozent sind, sondern umgekehrt 80 Prozent. Wenn man das weiß, dann sitzt man nicht dem Irrtum auf das irgend etwas nicht stimmt mit einem und man wartet nicht auf den Erfolg schon nach wenigen Monaten.

2017 resümieren:
Nach meiner Erfahrung sind alle, die unter 1 Jahr symptomfrei sind Ausnahmen und das egal wie lange sie süchtig waren.

Hingegen alle die länger als 1 - 5 Jahre zur Wiederherstellung brauchen die Regel und völlig normal!!!!

So macht man sich kein x vor dem u.

Das wichtigste ist aber das es unglaublich viele Erfolgsgeschichten gibt weil wir alle HEILEN werden 100 Prozent!
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viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
über 3,5 Jahre nach 0 mg :party2:

Licht am Ende des Tunnels


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Christina7
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Christina7 » Samstag, 20.01.18, 15:26

Hallo :)


Habe drei Jahre 4 mg Lorazepam täglich genommen.

Entzug dauerte drei Monate:

Umstellung auf Diazepam und dann ausschleichen über die drei Monate war erträglich.
Also : ist machbar. Und lohnt sich. Ich wurde durch das viele Tavor viel instabiler insgesamt. Ohne tavor zu sein jetzt seit zwei Jahren ist eine Befreiung und jede schlaflose nacht , die man deshalb hatte wert.
Habe mich davon gut regeneriert.

Viel toxischer wirkt für mich das neuroleptikum , da es bei mir die Hormone verändert und unfruchtbar macht.
Tavor ist immernoch irgendwie besser verträglich und ich habe keine spätfolgen davon. Fühle mich einfach ohne Tavor erleichtert und unabhängig.
Allen viel Erfolg dabei : Es lohnt sich und muss nicht soo schlimm sein. Mit dem rauchen aufhören ist schwieriger.

Viel schlimmer finde ich das Reduzieren bzw. Absetzen von Neuroleptika!
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Murmelinepadma
2007-2017 400 mg Amisulprid täglich
2016-2018 50 mg Promethazin täglich
Seit 31.12.2018: auf 300mg Amisulprid runter

Nebenwirkungen: 40kg Gewichtszunahme
Amenorrhoe und Galaktorhoe
Long QT Syndrom
Extrem hoher Prolaktinspiegel

Eva
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Eva » Dienstag, 06.02.18, 16:03

Hallo zusammen, :)

nun, wo es mir doch allmählich deutlich besser geht und ich sogar wieder annehmbar schlafen kann, wage ich es, mich bei den Erfolgsgeschichten einzureihen. Symptome nehme ich ansonsten keine mehr wahr; mir geht es erstaunlich gut - wofür ich natürlich sehr dankbar bin.

Ein halbes Jahr nach Erstbegegnung mit dem Forum kann ich aufatmen und zumindest sagen: Etappenziel "Null" komplett geschafft, zwei Benzos losgeworden (Zolpidem und Bromazepam) und muss mich nicht mehr unmittelbar rückfallgefährdet fühlen. Zeitweilig habe ich es mit den Mitteln arg übertrieben, mich missbräuchlich, um nicht zu sagen, suchtartig verhalten, also auch hohe Mengen zumindest tageweise eingenommen.

Mit dem Forum zusammen habe ich das eine Medikament in ziemlich großen Schritten absetzen können - würde ich aber nicht weiterempfehlen - und das andere ausgeschlichen. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt durch Lesen und Teilnehmen. Auch mental konnte ich etwas an mir tun, gehe weiterhin in lockerer Folge zum Psychotherapeuten. Mit ihm zusammen und allein bearbeite ich meine enorme Verlustangst und den "ererbten" Griff zur Tablette. Ich weiß von mir, dass ich für den Rest meines Lebens auf der Hut sein muss, was Beruhigungs- und Schlafmittel (und sogar Schmerzmittel) angeht.

Danke an dieser Stelle, dass das Forum da ist, für die selbstlose Hilfestellung und dafür, dass so lebhaft diskutiert wird. Es ist wie eine gute Freundin für mich - dazu gehört auch, dass nicht immer alles nur Sonnenschein ist, ein Regenwölkchen darf schon mal durchmarschieren. :wink:

Eva,
die heute die pure Sonne und den blauen Himmel genießt. :D
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Satori
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Satori » Montag, 26.03.18, 8:30

Hallo,

Wollte mal meinen Zustand hier schildern:

Seit fast genau 2017 bin ich fertig mit dem Entzug von Diazepam. Wie geht es mir heute? Ich nehme eine recht hohe Dosis vom Doxepin ein, 100mg. Davon träume ich jede Nacht IMMER NOCH sehr intensiv und zum Teil unangenehm. Meine Einschlafstörung ist leider immer noch vorhanden, was mir aber sehr gut hilft ist 1mg Melatonin, das regelt meinen gestörten Schlafwach-Rhytmus, kann ich sehr empfehlen. Ansonsten, kann ich sagen, fühle ich mich immer noch viel aktiver, befreiter und glücklicher ohne das Diazepam. Allerdings muss ich zugeben, das die Hoffnung (Wie von vielen anderen hier auch) das sich alle Probleme in Luft auflösen nach dem Benzo-Entzug leider nur ein Wunschdenken sind. Die Probleme, die man vor der Benzodiazepine Einnahme hatte, egal ob Depressionen oder Ängste oder sonstwas, bleiben, wenn das alles nicht unbehandelt bleibt. Man muss aber wirklich sagen, das trotz der ganzen Problemen die wieder da sind, das Leben sich dafür "wirklicher" anfühlt, aufrichtiger und würdevoller, wie das narkotische Märchen des Benzo-Leben. Deswegen, ermuntere ich alle, Es ist machbar.

Was ich als nächstes versuchen werden ist das Doxepin langsam auszuschleichen, allerdings weiß ich nicht wohin mich das bringen wird bzw. ob ich wirklich dazu bereit bin.

Ich wünsche euch allen das beste!
S.
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2013: Immer wieder mal Benzodiazepine, (Diazepam von 10mg bis 30mg) Manchmal 2 bis 3 Wochen am Stück, dann 2, 3, 4 Wochen Pause. (Manchmal Alprazolam max 2mg statt Diazepam) Opipramol ende 2013 öfters in den Pausen eingenommen zum schlafen, manchmal 3 oder 4 Wochen (200mg-300mg)

2014:
In den Pausen Opipramol 100mg-200mg und die Einnahme war FAST immer (Von Benzos oder Opi) eher Abends oder vor dem schlafen gehen.

01.03.14 bis 15.03.14 (Diazepam 20mg täglich)
04.04.14 bis 15.04.14 (Diazepam 20-30mg täglich)
20.04.14 bis 30.04.14 (Alprazolam 2mg jeden zweiten Tag)

Ausschleichen:

03.05.14 bis 7.05.14 (Diazepam 15mg zur Nacht) (Mir geht es super)
07.05.14 bis 17.05.14 (Diazepam 10-12mg zur Nacht) (Mir geht es super)
17.05.14 bis 26.05.14 (Diazepam 8mg zur Nacht) (Mir geht es okay)
26.05.14 bis 11.06.14 (Diazepam 7.5-7.0mg zur Nacht) (Mir geht es okay, Probleme mit dem Schlaf)
12.06.14 bis 21.06.14 (Diazepam 6.0 mg zur Nacht) (Mir geht es okay, Schwere Probleme mit dem Einschlafen und Durchschlafen)
21.06.14 bis 13.07.14 (Diazepam 5.0 mg zur Nacht) (Mir geht es okay, Schwere Probleme mit dem Einschlafen und Durchschlafen)
13.07.14 bis 04.08.14 (Diazepam 4.0mg zur Nacht) (Tagsüber geht es mir okay, wegen dem sehr schlechtem Schlaf: müde/depressiv)
04.08.14 bis 27.08.14 (Diazepam 3.0mg zur Nacht) (Tagsüber mal nervös mal nicht, Schlaf stabilisiert sich LANGSAM)
27.08.14 bis 21.09.14 (Diazepam 2.0mg zur Nacht) (Mir geht es okay, Schlaf bessert sich)
21.09.14 bis 03.10.14 (Diazepam 1.0mg zur Nacht) (Wegen eines Umzuges, Stress und Unruhe)
03.10.14 = NULL
-------------------
RÜCKFALL:
Nach 2 Wochen auf 0 hielte ich es nicht mehr aus und fing wieder mit der Medikation (Diazepam) wieder an.

Von: 15.10.14 bis 01.01.16, Diazepam bis zu 15mg Diazepam - Täglich.

--------------------
01.01.16 - Angefangen Doxepin einzuschleichen.
01.01.16 - 25.12.16, Diazepam von 15mg zu 0mg runter dosiert. (1 Tropfen, 0,5mg Diazepam weniger in 1-3 Wochen Zyklus)

Doxepin: 50mg
Ab dem 25.12.16 = NULL

---------------------
26.03.18 - Diazepam: 0 mg / Doxepin seit ungefähr einem Jahr, 100mg.

Clarissa
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Clarissa » Montag, 26.03.18, 15:01

 ! Nachricht von: ADFD
Bitte hier keine off-topic Diskussionen anfangen. Dieser Thread ist ausschließlich für das Teilen von persönlichen Erfolgen gedacht. Egal ob andere das als Erfolg einschätzen oder nicht.
Hallo Satori.

Ich hoffe sehr, es gelingt Dir, das Doxepin auch wieder los zu werden.

Sich die Diazepamfreiheit mit 100 mg Doxepin zu erkaufen: MIR scheint der Preis recht hoch.
Wie gesagt: MIR.

Alles Gute wünscht mit VG Clarissa
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bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Re: Erfahrungsaustausch: Benzo erfolgreich abgesetzt, wie geht es euch? Noch Symptome?

Beitrag von Berlin-2013 » Montag, 26.03.18, 15:39

von Doxepin siehe:

Dia-HB
Sandra333

Glück wünsche ich dir
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viele Grüße und 2018 wird super
Ich war viel zu schnell unterwegs und es hat alles verschlimmert und den Entzug unnötig verlängert!! :schnecke: besser ZEIT UND GEDULD
über 3,5 Jahre nach 0 mg :party2:

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