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Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

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Lana19
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Lana19 » Mittwoch, 09.05.18, 14:39

Hallo,

meine Antworten:

1.Ja, ich würde mich schon irgendwie als Langzeitbetroffen/Schwerbetroffen einschätzen. Ich habe mehrere Absatzversuche gebraucht, zum Schluss unter großen Qualen über 2 Jahre es geschafft auf Null zu kommen. Es war wirklich alles andere als leicht. Und mein Leben ist jetzt noch lange nicht da wo ich vorher war/wo ich gerne wäre.
Ich bin immer noch nicht wieder voll leistungs/arbeitsfähig, von körperlichen Symptomen ganz zu schweigen...

2.Ich denke, jeder der ohne Probleme, oder nur mit ganz wenigen, kurzen Symptomen absetzen kann ist nicht betroffen. Auch hätte ich es nie ohne die Hilfe hier geschafft. Auch das Unwissen der Ärzte macht einen betroffen. Außerdem sind da die bleibenden Schäden, körperlich wie psychisch und auch die veränderte Psyche, mit Symptomen, die man erst durch die Medis bekommen hat.

3.Es ist unterschiedlich, aber meist schaffe ich es nicht allzu viel hier zu lesen und zu helfen. Weil es mich runterzieht. Dabei würde ich so gerne mehr für die akuten Fälle da sein. Es macht macht auch traurig, und wütend, soviel Leid zu lesen. In einer eigenen Welle tut es mir allerdings gut, wenn ich lese, dass ich nicht alleine mit meinen Problemen bin. Und hier werde ich immer aufgefangen.

4. ich finde hier alles gut so wie es ist. Für Neulinge ist es vielleicht mittlerweile erst etwas schwierig , da der Umfang einfach kontinuierlich zugenommen hat. Wobei alles seine Berechtigung hat und auch gut ist, jedes Thema anzusprechen. Alles in Allem macht das Team eine hervorragenden Job und eine enorme Leitung, da sie ja alle selbst betroffen sind.

Ich danke euch von ganzem Herzen!
Lana
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Cashi » Donnerstag, 10.05.18, 9:50

Guten Morgen.
Ich würde mich als Langzeitbetroffene bezeichnen. Ich hänge an diesem Medikament seit 22 Jahren. Mit unzähligen Versuchen abzusetzen. Auch deshalb weil nach jedem Absetzen neue Symptome hinzu gekommen sind die ich jedesmal als Rückfall oder andere Erkrankung gedeutet habe oder die Ärzte mir das vermittelt haben. Ich geh zwar nach wie vor arbeiten und manches Mal weiß ich nicht wie ich das eigentlich mache. Keine Ahnung. Vielleicht liegt das an meinem Zwang.
Wie ich Langzeitbetroffen definiere. Naja ich bezeichne mich als solche obwohl ich mein Leben ganz normal lebe. Arbeiten Sport lebe alleine. Man sollte ja denken dass dann ja alles in Ordnung ist. Aber es quält mich manchmal so sehr dass ich nicht mehr weiter weiß.
Der Umgang hier im Forum ist das beste das mir passieren konnte. Es ist so dass ich über die vielen Jahre aufgehört habe meine Familie mit meinen Zuständen zu belasten. Es reicht wenn ich leide. Und wenn ich das Forum nicht hätte dann hätte ich längst aufgegeben. Es ist alles sehr liebevoll hier ohne Bewertungen. Ihr habt mich schon so oft beruhigt wenn ich mal wieder dachte eine Psychose oder eine andere schwere Erkrankung zu haben. Ich bin jetzt unter der Hälfte der Dosis und ohne das Forum hätte ich nicht durchgehalten. Wie oft hat meine Ärztin in mich eingeredet dass ich wieder 75 mg nehmen soll.
Ihr macht alles perfekt und ich danke euch allen von ganzem Herzen
Eure Cashi
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gioia
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von gioia » Dienstag, 15.05.18, 14:17

Hallo

1 + 2 ja würde mich als Langzeitbetroffene bezeichnen, da ich schon zwei Jahre jetzt drinhänge in der Sache und auch als Schwerbetroffene, da ich über viele Monate bettlägrig war und am normalen Leben in keiner Weise mehr teilhaben konnte. (nicht arbeitsfähig, nicht allein lebensfähig ohne Hilfe von außen, wie einkaufen, kochen, etc.)

3 der Umgang hier ist sehr angenehm und ich empfinde das Team, aber auch viele User als sehr professionell und super informiert! Hätten nur viele Ärzte dieses Fachwissen......das wär was!!!! :wink:

4 ich bin früher immer wieder über das ADFD bei google suchen gestolpert, aber habe sehr lang nicht kapiert, was das ADFD überhaupt ist, also welche Ansichten hier so vertreten werden. Vielleicht liegt das daran, dass ich teilweise auf sehr alte Beiträge gestoßen bin und lange gedacht hab, dass das gar nicht mehr so richtig aktiv ist das Forum, oder auch mit dem Namen ADFD nicht wirklich was anfangen konnte oder auch daran, dass ich mich generell bis dahin mit Internetforen überhaupt nicht auskannte..... :roll:

Alles Liebe :)
Gioia
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von JjNn11 » Mittwoch, 16.05.18, 23:14

Langzeitbetroffene.

Das bedeutet für mich, Zeug einnehmen zu müssen, das nie gepasst hat.
Nach fast 20 Jahren ist der Entzug entsetzlich.
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Bluesbasser » Freitag, 18.05.18, 13:19

Ein herzliches Hallo an Alle die in diesem Forum sind.Mein Name ist Mario und ich wohne in Bayern.Bin abhängig von sedierenden Psychopharmaka.

Leider haben mich die Ärzte total fehldiagnostiziert und ich nehme seit fast 2 Jahren sedierende Psychopharmaka.

Aufgrund einer nicht erkannten Schlafapnoe und lärmenden Nachbarn haben ich schwerwiegende Schlafstörungen bekommen.Jetzt nach fast 2 Jahren
wo ich abhängig bin von sedierenden Psychopharmaka kämpfe ich jeden Tag um mein Leben.Mir wurde trimipramin wegen Schlafstörungen gegeben und
ich war so naiv und glaubte dieser Ärztin die sie mir verschrieb und habe mit einer einmaligen Einnahme mein Schlaf-wach-Zentrum in seiner Wirkung
so zerstört,dass ich seit fast 2 JAhren sediernde Psychopharmka nehmen muss.Ohne diese sedierenden Psychopharmaka finde ich nicht in den Schlaf.
Mein Hinterkopf ist innerlich so angespannt das mir der Schädel fast platzt.Ich wurde so dermassen fehldiagnostiziert das es besser nicht geht.Mir
wurden in der Psychatrie dann Seroquel(Quetiapin der grösste Arzneimittellskandal des 20.Jahrhunderts schlechthin),Pipamperon,Tavor verordnet.
Habe alle pflanzlichen Mittel durch,alle Schlafhygienemaßnahmen durchgeführt die es gibt.Mein Gehirn hat einen Vollschaden in der Beziehung auf
den Schlafmechanismus durch dieses Trimipramin bekommen.Ein normales Einschlafen gibt es nicht mehr.Diese Psychopharmaka haben mein gefühls-Leben,Sexualleben,Gefühlsempfinden praktisch zu 95% zerstört.Komischerweise empfinde ich keine richtiges Angstempfinden mehr.Mein Zeitgefühl
ist verschwunden.Eine Viertelstunde empfinde ich wie einen Wimpernschlag.Das Magen-Darm-Empfinden zu der Kopf-Magen-Achse ist unterbrochen.
Empfinde keine normalen Gefühle mehr,so wie man verliebt ist das man Frösche im Bauch hat und es kribbelt.Da ist alles tot.Ich bin zu einem lebenden

ZOMBIE geworden.

Mein Körper altert schneller als sonst.Ich kann nicht normal aufstehen.Bin seit diesem Jahr Anfang Januar im Krankenstand.Ich möchte am liebsten diese Welt verlassen.Ich sehe in meinem Leben keinen Sinn mehr.Nur noch dahinvegetieren.Mir glaubt keiner wenn ich diese Geschichte erzähle.

Nur in diesem Forum traue ich mir zu Schreiben.Meine Tage verfliegen im Nu.Meine Beziehung ist nur noch eine dahinlebende Zweckgemeinschaft.
Die Psychopharmaka haben mein Leben zerstört!!!!!
Mir wurden im am 04.06 2016 20 mg Trimipramin verordnet.(Nach einmaliger Einnahme massive Nebenwirkungen)
ES folgte bei der Einnhame massives Brennen in der Brust(Das Gefühl gut durchzuatmen wurde zerstört)
Es folgte eine massive Verstopfung,die ich nur mit einem Einlauf wieder zur Lockerung hinbekam.
Durch Pipamperon und Quetiapin(Dopaminkiller)wurde mein Antrieb zerstört.(Normale Tätigkeiten werden zur Qual.
Die Ärzte meinten ich habe eine schwere Depression und haben mir zig Antidepressiva verordnet(escitalopram,Venlafaxin,Citalopram.)
Alles schwerwiegende GIfte in meinen Augen.Ich hatte nie eine Depression.
Dann wurde mir noch Tavor,der größte Sch :censored: dreck gegeben und zwar unter Zwang in der Klinik.
Praktisch fügig gemacht und mir wurde angedroht mich sfort zu entlassen wenn ich das nicht nehme!!!!
Ich bekam am nächsten Tag die Aufgabe Sport zu machen,aber unter den dauernden Schlafentzug bin ich so zusammengebrochen und hatte einen
Kreislaufzusammenbruch.Die Ärzte haben das als Aufstand gesehen!!!Ich verweigere den sportunterricht!!! Diese Volidioten!!!
Ich wurde als stabil entlassen schrieben sie dann.
Ich würde die Ärzte am liebsten :censored: .Aber ich möchte keinem menschen was antun.
habe mir dann einen RA genommen.Der war aber unfähig,wenn man eine Diagnose von der Psychatrie hat kommt man nicht mehr davon los.
Leide hat mein sensibler Körper so derart negativ auf diese sedierenden Psychopharmaka reagiert das ich wahrscheinlich nie
wieder arbeiten kann.

Es ist wie ein furchtbarer Albtraum.Dies zu meiner Sache als Langzeitbetroffener.Ich habe das für die Nachwelt hier hinterlassen.
Wäre gut wenn man die Psychatrie und diese Drecksgifte abschafft!!!!!!
alles Gute für euch in diesem Forum die ihr hier seid!!!Liebe Grüße Mario
Zuletzt geändert von padma am Freitag, 18.05.18, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdrücke mit Smiley versehen
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Re: Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene Mitglieder

Beitrag von Vivi 66 » Sonntag, 27.05.18, 14:18

Guten Tag alle zusammen.

Zu1. Ja ich bin betroffen vom Langzeitentzug

Zu2. Ich denke Langzeitbetroffen ist man wenn nach der letzten Einnahme schon ein halbes Jahr vergangen ist und noch immer wieder Wellen kommen. Manchmal hab ich gedacht nach länger Phase ohne Wellen ich bin damit durch aber dann auf einmal geht es mir wieder schlecht und es fällt mir erst mal gar nicht ein das es noch vom Entzug kommt. Doch wenn ich dann in meinem Account lese dann ist da die Bestätigung das man doch noch nicht durch ist.
Zu3. Ich kann ja hier nur für mich sprechen aber ich hatte nur Anfangs Probleme mich im Forum zurecht zu finden. Man erhält hier wirklich viel Unterstützung.
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