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Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Frakkivana
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Freitag, 19.01.18, 19:27

Liebe Anikke, liebe Gwen,

lieben Dank!

Ich konnte letzte Nacht gut schlafen, 7 Stunden. Die Schmerzen sind jetzt weg. Dafür sind Schwindel und Benommenheit schlimmer und das fiese Gruselgefühl im oberen Rücken wieder da. Hatte viele Heulanfälle deswegen und sehr starke depressive Gedanken.

Die Ärztin war heute gar nicht in der Praxis. Ich habe angerufen und man sagte mir, es sei nur die Kollegin da. Ich bat dann um Rückruf, was der Erregernachweis ergeben hat und ob ich das passende Antibiotikum habe.

Der Anruf kam nicht. Und ich rief dann dort auch nicht nochmal an. Dazu war ich zu depressiv.

Egal. Ich nehme dieses AB jetzt noch fertig, 5 Tage insgesamt, und gehe dann am Dienstag in die Praxis, wenn die Ärztin wieder da ist.

Ohne die Hunde bin ich noch mehr auf mich zurückgeworfen, das ist schwer, weil weniger Ablenkung da ist und mir das Kuscheln mit ihnen fehlt. Trotzdem bin ich froh, nicht raus zu müssen. Das könnte ich im jetzigen Zustand nicht.

Am Sonntag wollen meine Nachbarn von oben mit mir die Hunde wieder abholen. Zur Not auch ohne mich. Das finde ich so lieb! Immerhin ist das eine 50minütige Fahrt, einfach.

Jetzt im Januar ist bisher immer die Zeit gewesen, die Reittour in Island zu buchen und den Flug. Dieses Jahr geht das nicht. Ich hoffe, ich kann vielleicht irgendwann einfach nur so hinfliegen, meine Freundinnen dort besuchen. Letztes Jahr war ich ja auch, zwei Wochen nach der Trennung. Dass ich das in der Phase geschafft habe, ist für mich ein Wunder.

Im Nachhinein betrachtet hatte ich zu der Zeit aber noch mehr Hoffnung als jetzt um Moment. Jetzt kann ich ja nicht einmal zum Briefkasten fahren.

Naja. Jetzt muss erstmal der Infekt ausheilen und vielleicht werden dann ja die Kopf- und Rückensymptome auch wieder weniger. Weniger schlimme Depressionen wären auch hilfreich. Das war heute Vormittag so entsetzlich. Ich habe gestrickt und gestrickt und das so durchgestanden. Aber das ist ja wirklich Folter. Ihr kennt das. Jemand, der das nicht kennt, kann sich nicht ansatzweise vorstellen, was für ein Leidensdruck das ist.

Ach ja, im Krankenhaus konnten sie nichts feststellen. Deswegen haben die mich auch gleich wieder heimgeschickt.

Ich wünsche Euch einen möglichst angenehmen Abend
Ganz liebe Grüße Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017
Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (März 2018):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Freitag, 19.01.18, 19:28

Liebe Renate, lieben Dank auch Dir! Schön, dass Du wieder geschrieben hast!

Alles Liebe
Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von weg » Freitag, 19.01.18, 20:05

hallo beate,

danke für deine rückmeldung. ja bitte nimm die AB wirklich fertig ein, ansonsten besteht die gefahr von einer resistenz. dass du keine schmerzen mehr hast, immerhin das, könnte auf die wirkung vom AB gegen die blasenentzündung sein. ich denke deine hausärztin hätte sich gemeldet, wenn die AB nicht richtig gewesen wären. es ist aber trotzdem traurig, dass die nicht zurückrufen.

ich habe auch an island gedacht. weisst du noch? ich habe dir die hühnersprache geschickt. vielleicht könnten deine nachbarn von oben mit den kindern im garten einen hühnerstall bauen? hühner sind so herrliche viecher. ja ich komme so mit solchen gedanken. ich kenne selber auch diese tiefe depressionen und es ist vielleicht blöd, dir so sachen zu schreiben.

ich verstehe deine sehnsucht nach den hunden. gerne hätte ich auch ein haustier. ich würde gerne eine katze haben, aber meine mitbewohner sind alle dagegen. es hat eben schon viele katzen bei uns. aber ich darf sie wenigstens ab und zu hüten.

ich bin froh, wenn du wieder schreibst wie es dir geht. ich bin oft in gedanken bei dir.

herzlich
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 19.01.18, 20:09

Hallo liebe Beate!

Ich erkenne mich bei deinen Zeilen manchmal selbst - wenn ein Symptom besonders schlimm ist, dann tritt ein anderes in den Hintergrund, und wenn das dann wieder nachläßt, kommt wieder ein bekanntes zum Vorschein.
Ich habe das mal bei meinem Neurologen angesprochen, und er hat gesagt, das nennt sich Symptomverschiebung.

Bei dir scheint es dieses Rückengruseln und die Depris zu sein, die dann verstärkt wiederkommen, wenn ein akutes Problem wieder in den Hintergrund tritt.

Ich hoffe immer so, bei dir einmal zu lesen, dass es dir besser geht!! Irgendjemand aus dem Forum, ich weiß jetzt nicht wer, hat das geschrieben, dass die schlimmsten Symptome von einem Tag auf den anderen verschwunden waren, und dann nur mehr phasenweise und leichter kamen.

Ich drück dich und wünsche dir gute Besserung! Ist ja schon mal was wert dass du gut schlafen konntest! GLG!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 6:28

Liebe Weg,

Lieben Dank! Ja klar erinnere ich mich an die Hühnersprache! Ich finde es überhaupt nicht blöd, wenn Du solche Sachen schreibst!

Schade, dass Du kein Haustier haben kannst. Tiere tun schon sehr gut.

Liebe Lunetta,

Das mit der Symptomverschiebung ist wirklich offensichtlich so.
Klingt so, als hättest Du einen fähigen Neurologen?

Ich wünsche mir auch so sehr, dass es endlich mal besser wird! So sehr!

Diese Nacht war die absolute Hölle. Null Schlaf. Immer, wenn ich am Einschlafen war, ging ein Schauer durch meinen Kopf und dann kam so eine Art Aussetzer,.der so schlimm ist, dass ich denke, jetzt ist es aus.

Das hatte ich ganz lange nicht mehr. Ich konnte nur liegen und atmen, habe gebetet, geweint, gejammert, wieso muss das so sein, das ist nicht auszuhalten.
Es gibt keine Hilfe und keinen Ausweg. Wenn das jetzt wieder noch schlechter wird, kann ich die Hunde nicht hier haben. Aber ohne sie fühle ich mich noch verlorener.

Klar, ist jetzt vielleicht wegen des AB so. Aber warum muss mein Körper auf alles so reagieren? Ich hadere damit. Ich kenne Leute, die ihre ADs völlig problemlos absetzen konnten. Warum ist das so unterschiedlich?

Ich bin völlig erschöpft, trotzdem gleichzeitig so wach und ich traue mich gar nicht, mich hinzulegen. Ich sitze im Bett und hoffe, so noch einmal einschlafen zu können.

Das hatte ich schon, monatelang.
Ein Jahr auf Null und nichts besser. Ich bin völlig verzweifelt und mürbe. Wieder so ein verlorener Tag vor mir, nur durchhalten, Unfähigkeit zu entspannen, nichts hilft, wenn es so schlimm ist.

Ohne dieses Forum wüsste ich nicht was ich täte.
Ich habe das auch gelesen, dass bei jemandem die Symptome plötzlich weg waren und alles leichter wurde.
Daran versuche ich mich festzuhalten. Dieses Elend muss doch mal ein Ende haben.

Ich habe doch nur eine einzige Substanz genommen. Das ist alles nicht zu fassen für mich.

Im November war ich mal eine Stunde symptomfrei. Eine Stunde! Seitdem nicht mehr, keine Minute. Unglaublich.

Schlafen will ich. Aber mein ZNS lässt mich nicht.

Traurige Grüße
Beate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 8:15

Hallo Ihr Lieben,

Ich glaube ich habe eine Art Nervenzusammenbruch. Kann nur noch heulen, bin schwach und schwindelig und habe Angst und das Gefühl, nichts geht mehr.

Was soll ich machen? In die Psychiatrie will ich auf keinen Fall, das war so entsetzlich dort. Aber irgendwie professionelle Hilfe brauche ich. Wie soll ich das sonst schaffen? Ich habe immer das Gefühl, mich gibt's nicht mehr und ich komme da nie mehr raus.

Versuche jetzt was zu essen, damit ich dann das AB nehmen kann.
Ich glaub es ist nicht nur das AB. Es ist auch immer noch diese Verzweiflung darüber, in diesem Zustand verstossen worden zu sein. Das kommt so hoch in mir, wieder und wieder. Der Kummer und die Kränkung sind so groß.

Manchmal bleibt einem wirklich nur, von Minute zu Minute zu überleben. Irgendwie.
Wenn nur die geringste Aussicht darauf bestünde, dass ein Medikament mich stabilisieren würde, ich würde es schlucken. Aber das funktioniert ja offensichtlich nicht.

Liebe Grüße
Beate
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Anikke
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Samstag, 20.01.18, 9:19

liebe beate,
ojeee das ist wirklich schlimm, und du fühlst das sehr sehr richtig. das ist sehr zum weinen und zusammenbrechen. das war so sehr arschig von deinem Partner!
ich glaube das das so zusammenwirkt, vllt kommen dazu noch wieder aufgerissene wunden aus der Kindheit, u d das macht den Entzug, der sowieso schlimm ist, umso schwerer..
ich würde jetzt gerne einfach mal bei dir sitzen, dir einen Tee machen, einfach bei dir sein, reden, weinen, was grad da ist darf da sein..
schade, ich glaube mein Wohnort liegt weit weg von deinem..
liebe grüße anikke
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Katharina
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 20.01.18, 9:40

Liebe Beate!

Vergiss nicht man hat dir mehrere Psychofarmaka aufgedrängt im KH, im Herbst für 5 Tage, dann wieder weg, das war unmögkich unverantwortlich.
Verklagenswert das KH, hätte es Sinn hätte man Kraft/Lust/ Interesse übrig.

Was das an Irritationen zusätzlich bewirkt haben könnte vllt ist nicht klar.

Ich habe einen Medikamenten Fehler gemacht bzw etwas ausprobiert
War falsch.

Sollte ich hier nicht mit mir zurecht kommen packe ich meinen Koffer und
mit meiner KH-phobie ( ich kann keine KH-Besuche machen )

etc
fahre ich ins KH.

Ich bin es mir schuldig mir Hilfe zu holen wenn ich ich nicht mehr kann.

Das war / ist nach wie vor mein Plan B.

Krankenhaus kann nicht nur schlecht sein sage ich mir.

Ichdrücke dir ganz feste die
von Herzen Katharina
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Gwen
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Gwen » Samstag, 20.01.18, 9:45

Liebe Beate,
ich glaube so wie Anikke das schreibt, geht es einigen von uns
Anikke hat geschrieben:
Samstag, 20.01.18, 9:19
ich würde jetzt gerne einfach mal bei dir sitzen, dir einen Tee machen, einfach bei dir sein, reden, weinen, was grad da ist darf da sein..
Es ist so grausam zu sehen, wie schlecht es Dir geht und so wenig tun zu können! Bei Dir kommt wahrscheinlich gerade wieder so vieles zusammen (du schriebst ja neben dem Infekt und dem AB neulich auch noch von Sorgen in der Familie, die dich beschäftigen) und das macht es so viel schwerer für dich...

Ich hoffe es wird über den Tag etwas besser! Ich drück dich und denk an Dich!
Ganz viele liebe Grüße, Gwen
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Samstag, 20.01.18, 11:03

Liebe Beate, :hug:

es tut mir in der Seele weh, wenn ich lese wie schlecht es dir geht.
Es scheint das deine Schwierigkeiten in der Familie auch viel dazu beigetragen, von deinem noch Ehemann ganz zuschweigen.

Bitte lese dir mal das Thema: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome? Der letzte Beitrag dazu ist sehr interessant wie ich finde. Leider kann ich mit dem Handy nicht verlinken.

Ich glaube dir gerne, dass du ein Medikament einnehmen würdest, mir ist es ebenso ergangen.
Meine liebe ich denke ganz fest an dich und hoffe so sehr, dass bald ein Lichtblick in deinem Leben auftaucht und du dich endlich wieder normal Leben kannst.

Es wird besser werden, so schlimm es auch gerade ist, der Körper will heilen und das tut er auch, du wirst es erleben.

Ich stell dir heißen Tee hin und lecker Plätzchen, wir setzen uns zusammen, alle hier und wir halten zusammen und stehen das mit dir durch, ja! :group:

Fühle dich gedrückt und vergiss nicht, " Alles geht vorbei, nichts ist für Ewig".
Nur für diesen Augenblick, Sekunde, Minute, Stunde und Tag.

Alles wird wieder besser werden, bestimmt!

Bitte höre auf deine innere Stimme und gib nur den positiven Energie, alles andere schadet nur, glaube mir, ich weiß von was ich spreche.

Ich sende dir positive Gedanken und viel, viel Wärme und Geborgenheit für dich. :fly: :fly: :fly:

Herzlichst
Renate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 11:51

Liebe Anikke, liebe Gwen, liebe Katharina, liebe Renate,

Danke für Eure tröstenden Worte.

Ach ja, so ein Tee mit Euch, das wäre schön!

Heute ist es wirklich schlimm. Kein Schlaf, klar, wie soll es einem da schon gehen. Aber der Bauch fängt auch wieder an zu zwicken. Es ist der Darm, denke ich.
Kann nur liegen und mir nichts kochen. Aber meine Nachbarin bringt mir später was.

Und wieder überlege ich in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Ich komme ja gar nicht mehr klar mit mir selbst. Jeglicher Selbstwert ist dahin. Ich habe das Bedürfnis über all das zu reden, was mir Trennung und Familie passiert ist. Damit ich das loslassen kann.

Seit Monaten kann ich praktisch nichts mehr machen, fehlt mir jegliche Idee , jeglicher Antrieb, halte nur Symptome aus immerzu.
Heute Nacht war für mich so entsetzlich, ich schaffe das nicht alleine.

Montag rufe ich in einer Klinik nicht weit von meiner Bekannten, wo meine Hunde sind, und die ganz gute Bewertungen hat, an und erkundige mich, wie das dort abläuft. Mal sehen. Und gehen kann ich ja jederzeit, wenn es nicht passt.

Diese Bauchschmerzen kommen definitiv nicht von der Blase. Kann natürlich auch vom AB sein, obwohl ich auch Omnibiotic nehme parallel. Ach, was weiss ich.

Angefangen haben die Schmerzen nach einem schlimmen Vorfall mit meiner alkoholkranken Schwester.
Ich musste die Kinder betreuen und beruhigen.

Ausserdem ist meine liebe alte Tante bei einem Wohnungsbrand schwer verletzt worden und liegt auf einer Intensivstation für Brandverletzte.

Es hört einfach nicht auf mit den Katastrophen um mich herum. Und ich fühle mich mehr und mehr wie gelähmt
Ich glaube einfach, dass ich das allein nicht mehr stemmen kann.

Schön, dass es Euch gibt!
Ganz liebe Grüße Beate
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Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, ohne Erfolg

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

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Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen, schlaflos, starke Angst
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt, Opipramol nach 2 Wochen
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Oktober 2017
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Noch in Klinik abgesetzt

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Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Allergic » Samstag, 20.01.18, 12:06

Guten Morgen,

Ich hoffe es ist okay, wenn ich etwas dazu schreibe.

Ich möchte Dir Mut machen, wirklich bei der Klinik anzurufen und ggf. auch noch bei weiteren, denn die Wartezeiten sind ja manchmal nicht von dieser Welt...
Ich war bereits zweimal in Kliniken insgesamt für etwa 7 Monate und warte momentan auf die Zusage der Krankenkasse für einen erneuten Aufenthalt (hoffentlich). Mir hat es unglaublich geholfen und ich wurde dort auch nicht zu Psychopharmaka genötigt.
Es ist nicht nur die Therapie dabei. Es sind die Menschen um einen rum, der Austausch, nicht mehr alleine zu sein und endlich mal einen wirklich geschützten Rahmen zu haben.
Du klingt wirklich sehr erschöpft und dort hast Du die Möglichkeit vieles abzugeben und Dich auf andere zu stützen.
Und wie Du schon sagst, wenn es nicht passt, dann packst Du den Koffer und gehst. Obwohl ich der Sache dabei einfach Zeit geben würde.

Ich wünsche Dir viel Kraft
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29. November - 06. Dezember 10mg Citalopram(Tropfen),
07. Dezember - 14. Dezember 15mg Citalopram,
15. Dezember - 29. Dezember 20mg Citalopram,
30. Dezember runter auf 15mg,
31. Dezember 15mg,
01. Januar 12mg,
02. Januar 12mg,
03. Januar 12mg,
04. Januar 10mg +2mg Tavor dank Panikattacke :(
05. Januar 10mg (Vibrieren und Schmerzen in der Brust, stärker Knopfdruck, Unruhe)
06. Januar wieder rauf auf 12mg,
15.Januar runter auf 11mg (starkes Vibrieren und Schmerzen),
17. Januar Aufdosierung auf 12mg, keine Verbesserung

Tavor als Bedarfsmedikation.

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 12:31

Liebe Anikke, liebe Gwen, liebe Katharina, liebe Renate,

Danke für Eure tröstenden Worte.

Ach ja, so ein Tee mit Euch, das wäre schön!

Heute ist es wirklich schlimm. Kein Schlaf, klar, wie soll es einem da schon gehen. Aber der Bauch fängt auch wieder an zu zwicken. Es ist der Darm, denke ich.
Kann nur liegen und mir nichts kochen. Aber meine Nachbarin bringt mir später was.

Und wieder überlege ich in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Ich komme ja gar nicht mehr klar mit mir selbst. Jeglicher Selbstwert ist dahin. Ich habe das Bedürfnis über all das zu reden, was mir Trennung und Familie passiert ist. Damit ich das loslassen kann.

Seit Monaten kann ich praktisch nichts mehr machen, fehlt mir jegliche Idee , jeglicher Antrieb, halte nur Symptome aus immerzu.
Heute Nacht war für mich so entsetzlich, ich schaffe das nicht alleine.

Montag rufe ich in einer Klinik nicht weit von meiner Bekannten, wo meine Hunde sind, und die ganz gute Bewertungen hat, an und erkundige mich, wie das dort abläuft. Mal sehen. Und gehen kann ich ja jederzeit, wenn es nicht passt.

Diese Bauchschmerzen kommen definitiv nicht von der Blase. Kann natürlich auch vom AB sein, obwohl ich auch Omnibiotic nehme parallel. Ach, was weiss ich.

Angefangen haben die Schmerzen nach einem schlimmen Vorfall mit meiner alkoholkranken Schwester.
Ich musste die Kinder betreuen und beruhigen.

Ausserdem ist meine liebe alte Tante bei einem Wohnungsbrand schwer verletzt worden und liegt auf einer Intensivstation für Brandverletzte.

Es hört einfach nicht auf mit den Katastrophen um mich herum. Und ich fühle mich mehr und mehr wie gelähmt
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2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

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Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 12:56

Liebe Allergic,

Ganz lieben Dank, dass Du mir geschrieben und mich zur Klinik ermutigt hast.
Ich möchte in eine psychosomatische Klinik, die ein Akutkrankenhaus ist, da muss man nicht auf die Zusage der Krankenkasse warten. Es braucht nur eune Einweisung vom Arzt und falls vorhanden einen Bericht vom Psychotherapeuten.

Wie lange die Wartezeit dann ist, weiss ich nicht. Aber meistens geht das schneller als wenn es über REHA läuft mit etwas Glück ist man dann nach 2 bis 3 Wochen drin.
Wahrscheinlich weißt Du das aber eh als Klinikerprobte.

Habe bei Dir gelesen. Du schlägst Dich ja auch mit dem Citalopram (das ich 13 Jahre genommen hatte, bevor ich auf Escitalopram umgestiegen bin, das ich dann quasi kalt entziehen musste).

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute für Deinen Weg weg von diesem Zeug!

Liebe Grüße Beate
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Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
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Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft hoher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 20.01.18, 13:16

Hallo!

Einen Versuch ist die psychosomatische Klinik wert!

Darm könnte wirklich sein....man sagt ja, dass der Darm unser emotionales Zentrum ist...

LG!
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lakeSonne1 » Samstag, 20.01.18, 14:00

Hallo,
solche Magen/Darmprobleme hatte ich auch schon häufiger. Immer auf der linken Seite, immer in der oberen Region.
Es war teilweise sehr schwer zum aushalten und belastete mich stark. Gefunden wurde nie was.
Was mir geholfen hat: Buscopan.
Ich würde das ohne zu zögern sofort wieder nehmen, da es schnell wirkt (keine Tage,eher im Stundenbereich). Falls es nicht wirken sollte, kann man es ja dann gleich wieder bleiben lassen.
Ich hatte die Probleme ja auch in einer Entzugsphase von Citalopram (bin damals aus Unwissenheit viel zu schnell runter), deshalb vermute ich bei dir ein ähnliches Beschwerdebild.


gute Besserung!
lake


Auszug aus dem Beipackzettel:
Anwendungsgebiete von Buscopan
Das Arzneimittel ist ein krampflösendes Mittel (Spasmolytikum).
Die Dragées werden angewendet zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm Traktes, sowie zur Behandlung krampfartiger Bauchschmerzen beim Reizdarmsyndrom.
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Thyronajod 50 morgens, Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
► Text zeigen
2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri

stubi
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Samstag, 20.01.18, 17:04

Liebe Beate,

es tut mir leid das du so verzweifelt bist, die Klinik ist dein Rettungsanker und von daher ist es auch gut, dass du dich dort erkundigen willst.

Deine neue Ärztin wird dich bestimmt unterstützen und die eine Überweisung ausschreiben.
Wenn es nicht das richtige für dich ist, kannst du dich wieder zurückziehen.

Bitte hole dir Hilfe wenn es gar nicht mehr geht.

Ich drücke dich und wünsche dir nur das Beste. :hug:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 20.01.18, 20:12

Hallo Ihr Lieben,

Danke Euch!

Lieber Lake, das ist ja interessant, dass Du die gleichen Beschwerden an der gleichen Stelle hättest! Unglaublich.

Und es ist doch sehr seltsam, dass man da nichts sieht, obwohl man vor Schmerzen kaum stehen und laufen kann.

Danke für den Tipp mit dem Buscopan. Darum hatte ich in der Klinik schon gebeten, aber sie haben mir Paracetamol.

Ich lasse mir von der Hausärztin Buscopan Zäpfchen verschreiben. Paracetamol habe ich heute genommen. Es hatte keine Wirkung. Die Schmerzen sind seit heute Nachmittag wieder sehr stark. Und ich sehe richtig krank aus. Ganz blass und winzige Augen. Naja. Hab ja auch immer noch nicht geschlafen.

Hoffentlich wird das nicht wieder so eine qualvolle Nacht.

Euch alles Liebe.

Beate
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Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

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04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst.
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Oktober 2017
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 20.01.18, 21:01

Hallo!

Ich hatte dir ja auch schon Buscopan empfohlen;)

Hat man auch die Bauchspeicheldrüse angeschaut? Also Pankreaswerte und Sonografie? Die kann nämlich auch heimtückisch sein!

LG
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Re: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Gwen » Samstag, 20.01.18, 21:38

Liebe Beate, Buscopan ist frei verkäuflich in der Apotheke. Du brauchst kein Rezept. Die Zäpfchen enthalten Buscopan + Paracetamol.
Was BUSCOPAN PLUS enthält:
Die Wirkstoffe sind: Butylscopolaminiumbromid, Paracetamol. 1 Zäpfchen enthält 10 mg Butylscopolaminiumbromid und 800 mg Paracetamol
Vielleicht kann es Dir ja jemand aus der Notdienstapotheke holen?

Liebe Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag:
Frakkivana
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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