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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 14.02.18, 1:09

Liebe liebe Katharina -

bitte verzeih - ich wollte dir so gerne auch noch antworten - aber ich schaffe es nicht mehr - kann die Augen kaum noch
offenhalten ( und ich soll doch gut für mich sorgen :wink: )
Ich antworte dir gleich morgen früh ( aber womöglich wirds dann wieder schwieriger mit dem Formulieren, weil
Kopf wieder leer ! :frust: )

Liebe Grüsse und gute Nacht ! :bettzeit:
Ilse
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Symptome : vom Erwachen bis gegen Abend hoher Puls, Herzrasen, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, appetitlos, total desinteressiert,
nach 5 Mo. dazu massive Einsamkeitsgefühle und Verzweiflung, die sich körperlich im Solarplexus
bemerkbar machen - sehr heftig
ab abends oft etwas besser
Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
Total in Panik geraten !

Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg - 2 % zurück
ab 14.Jan. 0,87 mg - 3 % zurück

neu
seit Nov. 17 Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend plötzlich sehr starke Einsamkeits - und Verzweiflungsgefühle
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 14.02.18, 5:38

Liebe Ilse!

Guten Morgen, bitte keinen Antwort Druck,
in Ruhe
alles nur wenn es geht, so mache ich das auch.

Genau, Du sollst gut für Dich sorgen :-) :hug:

das tue ich jetzt auch, indem ich mich noch einmal umdrehe. :bettzeit:

(meine Heizkörper haben mich geweckt,
ich muss sie entlüften danach muss ich in den Keller Wasser auffüllen - dazu muss ich aber raus können :x
Vielleicht geht es heute,
es erscheint lächerlich, drei Schritte.
Wenn ich es nicht anders wüsste. - )

Alles Liebe, wach gut auf nach einer hoffentlich ausreichend guten Nacht,

Liebe Grüße, Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 14.02.18, 21:13

Liebe Katharina,

das hast du aber treffend gesagt - ja, das nennt man wohl Klagen auf hohem Niveau <3

Aber ernsthaft - mit deinen wunderschönen lyrischen Texten nicht ansatzweise vergleichbar.
Egal, wie chaotisch sie rüberkommen - es sind literarische Kleinode.

Vielleicht hat es sich bei mir auch schon wieder ein wenig verbessert. Habe selbst den Eindruck, dass es mir leichter
fällt, die passenden Worte zu finden.
Du glaubst nicht, wie oft ich hier verzweifelt gesessen habe und jemandem nur einen lieben Gruss schicken wollte
und mein hölzernes Gestammel immer wieder gelöscht habe.

Das hat mich sehr unglücklich gemacht, weil ich mir so fremd war.

Aber jetzt schau ich mir erstmal eine Komödie an, die ich extra aufgenommen habe. Irgendwo habe ich gehört,
dass das eine gute Möglichkeit sein soll, trübe Gedanken zu vertreiben ! :wink:
Schaun mer mal, ob's funktioniert !

Drück dich :hug:
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bemerkbar machen - sehr heftig
ab abends oft etwas besser
Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
Total in Panik geraten !

Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg - 2 % zurück
ab 14.Jan. 0,87 mg - 3 % zurück

neu
seit Nov. 17 Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 14.02.18, 23:46

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Der Stein der eine Taube wurde, Blüte und Freiheit,

Gute Nacht, liebe Ilse, Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 15.02.18, 9:41

Danke Katharina - wunderschön !
Ilse
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Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
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1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
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2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
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ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg - 2 % zurück
ab 14.Jan. 0,87 mg - 3 % zurück

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 15.02.18, 22:30

Liebe Ilse,

ich wollte dir einfach einen kleinen Gruß von Kämpferin zu Kämpferin dalassen :hug:

Ich finde es wunderbar, dass du in einer Therapie das Thema "Abschied" bearbeiten wirst. Ich kann dich da so gut verstehen.... ich wünsche dir, dass du ganz viel Heilsames lernen darfst!

Du schaffst das, da bin ich mir ganz sicher! Irgendwann werden wir wieder das Leben genießen :)

Lena
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Im Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, Horrorspitzen, aber auch Fenstern.
Mein Thread: viewtopic.php?t=14041

Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Freitag, 16.02.18, 8:37

Danke Lena !

Lieb von dir, dass du an mich denkst !
Ich wollte dir schon die ganzen Tage antworten und habe es nicht geschafft, teilweise einfach aus Zeitgründen.

Ja - irgendwie muss ich mein Leben gerade komplett neu sortieren und erst einmal neuen Lebensmut fassen.
Ich denke, das ist unter normalen Bedingungen schon schwer, aber zusätzlich zum Entzug ist es heftig.

Aber ich bin jetzt wenigstens schon mal bereit, mich dem zu stellen und fühle ich nicht mehr nur ausgeliefert.
Das empfinde ich als grossen Fortschritt.

Sag mal, hast du dich eigentlich jetzt für ein Benzo im Bedarfsfall entschieden ?

Ich wünsche dir den Umständen entsprechend ein schönes Wochenende

Liebe Grüsse
Ilse
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Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
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Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
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1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
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ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
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5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg - 2 % zurück
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Freitag, 16.02.18, 8:47

Guten Morgen liebe Ilse!

Deine Einstellung trotz Symptomen wird Dich auf einen anderen, lebendigen Weg führen.

Und wenn Du währenddessen schwitzt und zittert, dennoch!

Alles Liebe, hier scheint die Sonne, meine Narzissen stehen schon aus der Knackfolie heraus gewickelt, auf dem Tisch.

Sommer wie Winter lege ich ein weißes Tischtuch auf meinen Tisch,
Steine und eine Pflanze, immer.

:-)

Ein schönes Wochenende und
Daumen hoch.
Herzlich, Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von LenaLena » Freitag, 16.02.18, 11:46

Hallo Ilse,
Jofab hat geschrieben:
Freitag, 16.02.18, 8:37
Sag mal, hast du dich eigentlich jetzt für ein Benzo im Bedarfsfall entschieden ?
Ja, ich habs einfach mal probiert, ob mir das verschrieben wird - und wie jeder sich hier denken kann, wars sehr einfach, es zu bekommen...
Ich habe es aber noch nicht genommen und hab das im Prinzip auch nicht vor. Aber dass es da ist, falls ich noch mal in einen solchen Angstanfall gerate und nicht wieder aus der Spirale herausfinde, beruhigt mich immens, das muss ich schon sagen. Ich fühle mich nicht mehr so ausgeliefert.
Der zweite Punkt ist, dass ich nun eine solche Tablette in meinem Notfalltäschchen für unterwegs habe. Bin zwar seit Monaten nicht unterwegs... aber wenn, und sollte ich dann so einen Anfall bekommen, der ja äußerlich schrecklich aussehen muss, kann ich verhindern, dass ich mit der Rettung in die Notaufnahme komme und erst wieder mit etwas vollgepumpt werde, über das ich keine Kontrolle habe.

So lange das aber funktioniert, bleibe ich bei meinen pflanzlichen Mitteln oder Homöopathie :)

LG Lena
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Ab 2009: Paroxetin 10mg ohne Einschleichen (Hausarzt) wegen Angst- und Panikstörung.

Anfang 2011: 1. Absetzversuch. Viel zu schnell, starke Entzugssymptome (Bettlägrigkeit) nicht aushaltbar + mit Grunderkrankung verwechselt. Nach 3 Monaten: Erneute Paroxetin-Einnahme. Nach 2. Einnahmetag symptomlos!
*Therapiestunden (2010-2017), aber wenige+große Abstände, da ich sie selbst zahlen muss und mir nicht viele leisten kann (in Ö übernimmt das seltenst die Kasse).*
2013: Nach viel Aufarbeitung: 2. Absetzversuch. Selbe Symptome wie damals, nicht aushaltbar, komplettes Leben kommt zum Erliegen. Diesmal erst mit 20mg Paroxetin wieder "gut".
April 2014: Wegen starker NW möchte ich von den Tabletten weg und reduziere auf 10 mg => starke Magen/Darmprobleme (bis hin zu ärztl. vermuteter Gallenkolik), starke Angst, Panikattacken, labile Psyche, starke körperliche Symptome. Bleibe aber bei 10 mg. Keiner fühlt sich zuständig, mich über die Einnahme von SSRI aufzuklären.
Ende 2014: Reduzierung auf 5 mg => sehr schwere Symptome (Schwindel, Unfähigkeit zu gehen, Derealisierung, starke Angst, stärkste Lichtempfindlichkeit, depressiv (was ich vorher NIE war). Liege nur noch am Sofa. Aber: einige "Fenster".
Sept. 2015: Halte es nicht mehr aus, bin überzeugt dass ich einfach schwer krank bin, nehme wieder Paroxetin 10 mg => wirkt nicht. Dann 20 mg => wirkt kaum. Komplett verzweifelt. Neuer Hausarzt überweist mich (erstmals!) zu Psychiater => Paroxetin greife nicht mehr, sei sowieso ein "unsanftes Medikament", verschreibt mir Escitalopram, soll direkt wechseln.
Ab Dez. 2015: Fliegender Wechsel Paroxetin 20 mg zu Escitalopram 10 mg. Sehr starke Entzugssymptome (die ich mittlerweile schon kenne), aber ich schaffe es. Gut geht es mir aber nicht (wusste nicht, dass das so lang anhalten kann).
März 2016: Auf 20 mg Escitalopram hoch (Psychiater), da es mir noch immer nicht gut geht (Entzug vom Paroxetin, wie ich jetzt weiß). Nach Hochdosierungssymptomen geht es mir recht gut, aber fühle mich von Gefühlen abgekoppelt, kann keine Freude + Zufriedenheit mehr empfinden!
2017, März bis August: Langsame (aber doch zu schnelle) Reduktion von Escitalopram. Dank Therapeutin Tabletten sehr oft geteilt und bis in homöopatische Krümeldosen gegangen. Leider mangels Wissen ohne Wiegen o.ä.
9.8.2017: Erster Tag 0 mg! => 2-3 Wochen starke Symptome (erkannte sie als Entzug), dann etwas besser. Protokolliere jetzt genau mit.
Sept + Okt 2017: Viele schlechtere Phasen, einige starke Einbrüche, sehr starke, vielfältige körperliche Symptome, die ich nicht erklären kann. Kann mein Leben nicht normal weiterleben.
1. Nov 2017: Komplett-Zusammenbruch. Da ich nicht weiß, dass Entzug so lange dauern kann, bin ich komplett verzweifelt. Telefonat mit Psychiaterin => Ich sei (noch) nicht gesund, bitte sofort wieder Escitalopram nehmen, vermutlich lebenslang! Bin verzweifelt, suche im Internet und finde das ADFD-Forum!!Mir fällt es wie Schuppen von den Augen...
Da ich schon über 12 Wochen auf 0 mg bin, bleibe ich dabei, Eindosierung macht laut Forum wenig Sinn.
16.11.2017: Selbst initiierte Untersuchung Schilddrüse => Unterfunktion, SD-Hormone
Seit 9.8.2017: Im Entzug mit teilweise starken körperlichen und psychischen Symptomen, Horrorspitzen, aber auch Fenstern.
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 18.02.18, 19:50

Liebe Lena,

danke dir für die Antwort.
Ja, wenn es dich beruhigt, für den Notfall gerüstet zu sein, ist das eine gute Sache.
So baut man sich kleine Brücken untd trickst sich selbst aus !

Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntagabend !

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Symptome : vom Erwachen bis gegen Abend hoher Puls, Herzrasen, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, appetitlos, total desinteressiert,
nach 5 Mo. dazu massive Einsamkeitsgefühle und Verzweiflung, die sich körperlich im Solarplexus
bemerkbar machen - sehr heftig
ab abends oft etwas besser
Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
Total in Panik geraten !

Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg - 2 % zurück
ab 14.Jan. 0,87 mg - 3 % zurück

neu
seit Nov. 17 Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend plötzlich sehr starke Einsamkeits - und Verzweiflungsgefühle
"körperlich" spürbar im Sonnengeflecht - phasenweise auftretend

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.02.18, 23:15

Hallo ein Gruß zu Schlafenszeit !


Der vorherige Psychologe sagt einmal :

" nichts ist so gesund wie die eine Tavor in der Tasche
allein das Vorhandensein beruhigt immens . Oft bleibt die da, ewig.in der Tasche."

gute Nacht schlaft gut,
habt einen guten Start in die neue Woche

Liebe Grüße Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 20.02.18, 9:28

Hallo liebe Foris :group:

Ich hoffe, es geht allen trotz Symptomen und anderen Beeinträchtigungen gut !

Habe mich heute morgen auf meinen Haushalt gestürzt ! Der hat's nötig ! Gehört zu meinem Plan, mich dem Leben
wieder zu stellen und weiterzumachen. Ich sch :censored: auf mein Herzrasen !
Es wird mich wohl noch lange begleiten. Also muss ich wohl erstmal damit leben.

Was mir sehr zu schaffen macht, auch heute morgen, ist das extreme Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühl.
Murmeline hat recht - das sind nicht nur Neuro-Emotionen.

Aber auch !
Meine beste Freundin wohnt auf der anderen Strassenseite - wir gehen fast jeden Tag spazieren -
ich habe die alten Damen aus der Nachbarschaftshilfe, denen ich etwas geben kann,
ich habe mindestens 7 gute Freundinnen, ich habe Ex-Kolleginnen, ich habe die neuen Freunde aus den Gruppen,
ich habe meinen Sohn und seine Freundin, meine Nichte, meine Neffen ....

Aber ich kann sie nicht mehr richtig "fühlen" - das sind Neuro-Emotionen !

Sonst waren sie alle um mich herum - wie eine Glocke - ich war darin eingebettet - sie waren präsent - anwesend -
auf Schritt und Tritt.
Jetzt fühle ich mich irgendwie isoliert. Alle ganz weit weg.
Das ist so schwer auszuhalten - dieses Sch :censored: gefühl ! Kostet soviel Kraft ! :frust:
Als ob einem jemand in den Magen geboxt hat.
Ich kann es nicht besser ausdrücken - kennt das jemand von euch auch ?

Nachmittags ist schwierig - aber abends kann ich einiges machen. Das ist gut. Leider können das viele von uns noch
nicht. Noch nicht !
War neulich sogar in der Oper mit 3 Freundinnen, habe mich wieder in einem Freizeitverein angemeldet - Alter so ab 45, 50,
aber auch viele in meinem Alter. Treffen sich alle 14 Tage und zusätzlich alle möglichen Aktivitäten.
War das erste Mal da - Kneipe - 25 Leutchen - geklönt - sehr nett. Habe mich sehr gut gefühlt - ganz normal.
Hat mir Hoffnung gegeben !
Ich brauch ein neues Leben. Mein Altes ist weg ! Passe ! Vergangenheit !

Bin mit einem Traum aufgewacht : ein Stier nahm mich auf die Hörner - 3 Freunde waren in der Nähe - ich fuchtelte
mit den Arme - bedeutete ihnen, nicht zu nahe zu kommen - aber den Stier abzulenken - mit Geschrei und Spektakel !
Den nehm ich mit in die Therapie.

Das wird das Thema in der Therapie. Abschied. Mir allein genug sein. Mich annehmen. Mich wert fühlen.

Ich habe nicht vergessen, unser Forum zu erwähnen ! Was mir hier in den letzten Monaten begegnet ist an liebevoller
Anteilnahme und praktischer Hilfestellung - hat mir das Leben gerettet. Danke.

Wünsche uns allen einen annehmbaren Tag ( man wird ja genügsam :D )
Ich hoffe, dass meine Gefühle im Laufe des Tages erträglich werden.
Für den Moment konnte ich mich mit euch verbinden - das fühlt sehr schön an. :hug:

Alles Liebe
Eure Ilse
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selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
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1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
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2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
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22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
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5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Dienstag, 20.02.18, 12:21

Liebe Ilse !

Nur ein Satz, ich wache gerade nach 12 Std auf,tippen geht noch nicht.

Sich selbst genügen.
sich selbst gut und genug sein
dann kommt man nicht in Not, dann ist allein sein nur allein sein
wer schrieb: wer sich nicht selbst liebt...

Nimm den Stier mit,auf den Rückweg Narzissen.

Von Herzen,
Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Freitag, 23.02.18, 11:32

Liebe Ilse,

ich habe deine Zeilen noch einmal gelesen.
Du glaubst nicht wie gut ich dich verstehe.
Gestern hatte ich auch wieder so einen Tag,am Morgen ganz schlimm.
Aber auch in meinen Träumen verarbeite ich so viel Negatives.
Jetzt sitze ich schon wieder viel zu lange am Computer und ich muss gleich was kochen,weil meine Tochter aus Berlin kommt.
Lasse dich ganz lieb drücken und hoffen wir,dass wir bald Linderung haben.

Liebe Grüße Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Muryell » Samstag, 24.02.18, 9:56

Liebe Ilse,

mir ist es so ergangen, dass nach 0 meine echten Gefühle immer mehr zum Vorschein getreten sind. Am Anfang nur für einige Augenblicke, aber nach und nach immer mehr. Jetzt (drei Wochen nach 0) ist es umgekehrt: Ich bin wieder normal und diese Neuro-Emotionen kommen nur für sehr kurze Augenblicke. Das wünsche ich uns allen.

Am nächsten Freitag wird bei uns der Restmüll geholt. Kurz davor werde ich das Paroxetin in die Mülltonne werfen, da, wo es hingehört! :D Vorher mache ich es nicht. Ich habe Angst, dass jemand an das Gift rankommt. Mein Mann sagt, ich mache mir zu viel Sorgen, aber ich fühle mich besser so. Keiner soll dran kommen, das Zeug ist viel zu gefährlich.

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende. Bei uns scheint die Sonne.

Alles Gute
<3
Muryell
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Katharina » Samstag, 24.02.18, 10:03

Liebe Muryell!

Besser das sch... . Zeug in der Apotheke entsorgen damit es nicht in falsche Hände kommt.

Gruß, Katharina
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 24.02.18, 10:27

Liebe Ilse,

Wie geht es Dir heute ? Ist es bei Dir auch so bitterkalt ?

Ich wünsche Dir , dass Du dieses Wochenende was schönes unternehmen kannst und es auch spüren kannst, dass Du eingebettet bist in einen lieben Freundeskreis. Das hast Du so schön beschrieben, wie das ist, die Glocke um Dich herum.

Bei mir ist das wirklich genauso! Ich spüre das nicht, wenn ich diese heftigen körperlichen Symptome habe. Und ich habe die ja noch permanent.

In die Oper gehen. Wie wunderbar! Klönen in der Kneipe mit 25 Leuten und sich dabei normal fühlen - wie schön ist das!

Ich drück Dich, alles Liebe
Beate
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18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur

Neurapas Balance: 2-2-2
DystoLoges 1-1-1

Zur Nacht 1 Sedariston
Bei Bedarf drei Tropfen Blütenessenz "erste Hilfe

26.04.17
Tag weitgehend liegend verbracht
Nachts schlimme Brain zaps

27.04.
Wieder Infusion beim Arzt und Akupunktur.
Immer brain zaps, wenn Entspannung kommt.

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst

Medikation abgebrochen, auch Arzt dafür
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso, außerdem geht das auch auf die QTc Zeit im EKG
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft höher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt.
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017

Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (November 2017):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
HCT Dexcel 25 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

Jofab
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Samstag, 24.02.18, 16:52

Ihr Lieben,

ich danke für eure Anteilnahme.
Leider geht es mir nicht besonders, Dinge wie Oper oder das Treffen sind Ausnahmen, und wenn, immer nur abends.

Morgens geht es mir nach wie vor be :censored: . Heute morgen ganz extrem. Der Puls ist zwar nicht mehr so hoch
wie vor Monaten, aber ich krümme mich, weil die Nerven im Bauch verückt spielen.
Und damit einher furchtbare Gefühle von Verzweiflung, die ich kaum aushalten kann.
Wer das nicht selbst erlebt, kann sich das nicht vorstellen.

Ich weiss nicht, ob ich mich falsch ausgedrückt habe, aber die Glocke um mich herum ist weg. Verschwunden.
Mein Leben lang war sie immer da, wenn ich allein war.
Seit ich im Entzug bin, bin ich mutterseelenallein wenn ich allein bin. Ich kann niemanden mehr fühlen. Ich weiss nur,
dass es sie gibt.

Sie ebben in ihrer Heftigkeit auch ab und ich gehe meinen Beschäftigungen nach, das geht.
Aber ich fürchte diese Zustände, sie kommen unregelmässig. Am schlimmsten eben, wenn ich allein bin.

Heute morgen war z.B. ein Frühstückstreffen von diesem neuen Verein. Ich wollte so gerne hin, aber es war unmöglich.
Aber ins NA-Meeting konnte ich und konnte von diesen Zuständen erzählen und konnte weinen.

Ich habe immer Angst, wenn ich hier von Fenstern erzähle und das ich körperlich nicht soviel habe, keinen Schwindel,
keine Übelkeit, kein Kopfdröhnen - das ihr denkt, ich habe nichts - ich soll doch froh sein.

Ich muss immer kämpfen gegen die depressive, negative Sichtweise - ich sehe zur Zeit mein ganzes Leben als völlig sinnlos an.
Alles,was ich tue. Ich versuche mich zu zwingen, in meinem Leben irgendetwas Positives zu sehen. Das kostet schon Kraft genug.
Ich stecke wahrscheinlich in einer tiefen Depression, vor der ich versuche wegzurennen.
Ich weiss nicht, ob das nur der Entzug ist. Ob diese Depression nicht einfach bleibt, weil die Tabletten nichts mehr
wegmachen.

Aber diese Zustände zusätzlich machen mich fertig.

Es tut mir so leid, dass ich so jammere. Manchmal schaffe ich es einfach nicht, hoffnungsvoll und mutmachend zu schreiben,
wenn mir gerade der Mut fehlt. Und ich will mich auch zeigen - das ich das auch so gut kenne. Was ihr manchmal schreibt.
Und wie verzweifelt ihr seid.

Liebe Beate, liebe Brigitte, ich hoffe sehr, dass ihr heute einen besseren Tag erwischt habt.
Das hoffe ich von ganzem Herzen !

Und Muryell - ich freue mich sehr für dich, dass du wieder normal empfindest und es wird sich bei dir immer mehr
verbessern - da bin ich ganz sicher !

Und du - Katharina - strahlst für mich ein ungeheure Kraft aus ! Obwohl du schwer atmest ! Obwohl du Symptome
hast ! Obwohl - obwohl - obwohl !!!

Ich danke euch, dass ihr bei mir seid. An meiner Seite. Wie im Krieg. Ich kann euch genau fühlen, solange ich schreibe. :group:

Von Herzen
Eure Ilse

Ich weiss inzwischen, dass auch wieder andere Tage kommen. Aber sie sind so selten. Und immer nur stundenweise.
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nach 5 Mo. dazu massive Einsamkeitsgefühle und Verzweiflung, die sich körperlich im Solarplexus
bemerkbar machen - sehr heftig
ab abends oft etwas besser
Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
Total in Panik geraten !

Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai 17 von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
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ab 22. Aug.17 ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg - 3 % zurück
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Samstag, 24.02.18, 17:49

Liebe Ilse, :)

was für eine tapfere Kämpferin du doch bist.

Es tut mir leid, dass du so viel durchmachen musst. Deine "Glocke" vermisst.

Vielleicht magst du dich einmal hinsetzen, deine Augen schließen, tief durchatmen und die Glocke in allen Einzelheiten gestalten: Wie groß ist sie? Welche Form hat sie, welche Farbe? Was für eine Textur und Temperatur? Spürst du, wie sie dich umhüllt und dir Geborgenheit gibt?

Möge diese kleine Übung dir etwas Erleichterung bringen...

Herzlichst, :hug:
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Re: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Frakkivana » Samstag, 24.02.18, 18:55

Liebe Ilse,

Jetzt hatte ich Dir gerade so ausführlich geschrieben und dann war alles weg....

Ich versuche es nochmal.

Das ist so gemein, wenn die Glocke weg ist . Mir geht es ja ebenso. So einsam bin ich ja auch nicht, aber ich fühle mich so und diese gnadenlose Verzweiflung kommt bei mir zwar nicht aus dem Bauch, sondern aus Rücken und Kopf, aber ansonsten dürfte sie die gleiche sein von der Intensität her.

Ganz, ganz sicher denkt niemand hier, Du hast nichts!
Nur weil Du keine Schmerzen hast. Jeder hat seins. Auch bei mir sind es weniger Schmerzen, die mich quälen, sondern Schwindel und Gruselgefühle. Und eben Gefühle der Einsamkeit und absoluten Verzweiflung. Immer wieder.

Heute habe ich mir gedacht, dass doch ganz viele Menschen sich einsam fühlen, egal, ob sie allein, in Gesellschaft oder mit Partner sind. Ein Stück weit ist das völlig normal und nicht Depression.

Im Grunde ist es doch wirklich doof, der Ausdruck "negative Gefühle" . Das wird so oft als krankhaft hingestellt und bewertet und wir schämen uns für sie. Dabei sind es einfach Gefühle, die zum Leben gehören.

Das sind so Gedanken, die mir heute durch den Kopf schwirren.

Ob wir da nun eine Entzugs- oder "echte" Depression haben, vermag ich nicht zu sagen. Aber beide gehen vorbei. Auch die "echte" bleibt nicht für immer. Zu viel Zwang zum positiv Denken ist glaube ich nicht gut. Es ist eine Gratwanderung, da einen guten Mittelweg zu finden.

Bestimmt kann eine gute Gesprächstherapie dabei begleiten. Und es gibt ja auch gute Bücher, aus denen man sich Strategien raussuchen kann, eine depressive Phase zu bewältigen. Ich hab irgendwo eines, es ist nur leider noch in einem der nicht ausgepackten Umzugskartons.

Ich hatte heute auch wieder einen sehr schweren Tag. Aber jetzt ist es dunkel und friedlicher in mir

Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir jetzt auch wieder besser geht und Du aufatmen kannst. Wenigstens ein paar Stunden.

Ich umarme Dich, ganz herzliche Grüße
Und wir kommen da durch !
Beate
Zuletzt geändert von Frakkivana am Samstag, 24.02.18, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Frakkivana für den Beitrag (Insgesamt 6):
padmaBittchenJofabLinLinaRosenrotMuryell
18.04.2017
Neu hier im Forum

Seit 2001 Citalopram 20 mg wegen Schwindel und Angstzuständen.

2007 nach Schwächeanfall Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis
Eindosieren mit L-Thyrox bis auf 125 Mikrogramm
Insgesamt seit Einnahme von Citalopram 45 kg zugenommen

2015 Citalopram runterdosiert auf 10 mg, ganz gut.
Umstellung auf glutenfreie Ernährung. Daraufhin in 1 Jahr 20 kg abgenommen

2016 im Sommer wieder mehr Schwindel. Dann kamen Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, Einschlafprobleme und "Blitze im Kopf " dazu.
Machte mich arbeitsunfähig.

Psychiater stellte um auf Escitalopram 5mg
L-Thyrox von 125 auf 100 Mikrogramm reduziert
Keine Änderung der Symptomatik.

Oktober 2016 EKG beim Kardiologen. QTc-Zeit verlängert. Er riet zum Absetzen von Citalopram

Nach ärztlichem Rat erst im November 4 Wochen lang jeden 2. Tag Escitalopram 5 mg, im Dezember noch jeden 3. Tag, ab Januar dann ganz aufgehört.

Seitdem kontinuierlich immer schlechterer Zustand.
Dauerrauschen im Kopf, Dauerschwindel, Benommenheit, Wattegefühl, Schwäche, Angst , Brain zaps, Schlafprobleme , Unfähigkeit, den Alltag zu meistern. Totale Verzweiflung, Dauerweinen, Hoffnungslosigkeit.

25.04.17
Knall. Totale Panik wegen Brain zaps, massiven Schwindels, Problemen mich zu orientieren.
Notfallmässig zu einem Allgemeinmediziner mit Naturheilverfahren.
Infusion mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur

Neurapas Balance: 2-2-2
DystoLoges 1-1-1

Zur Nacht 1 Sedariston
Bei Bedarf drei Tropfen Blütenessenz "erste Hilfe

26.04.17
Tag weitgehend liegend verbracht
Nachts schlimme Brain zaps

27.04.
Wieder Infusion beim Arzt und Akupunktur.
Immer brain zaps, wenn Entspannung kommt.

04.05.17
Weiterhin schwere Symptome, kann nur im Bett liegen, morgens bis früher Nachmittag am schlimmsten. "Kopfattacken", Schwindel bis zur Orientierungslosigkeit, komme nur mit Mühe zur Toilette, Heulkrämpfe vor Angst

Medikation abgebrochen, auch Arzt dafür
Presselin Nervenkomplex
Bringt mir nichts.

25.6.17
Mein Mann trennt sich von mir und wirft mich aus dem Haus.

4 Monate Leben aus dem Koffer

Ende September 2017
2 Wochen Psychiatrie, völlig ausgebrannt, starke Depressionen plus Ängste zu den körperlichen Symptomen dazu.
Versuch mit Tavor: paradoxe Reaktion, Herzrasen
Atosil : ebenso, außerdem geht das auch auf die QTc Zeit im EKG
Sertralin: 5 Tage, dann abgesetzt wegen zu starker Nebenwirkungen
Behandelnde Ärztin frei von jeglicher Empathie, setzt mich stark unter Druck, da Teilnahme an Therapien kaum möglich . Während des gesamten Aufenthalts dauerhaft höher Ruhepuls um die 100 und zu hoher Blutdruck
Entlasse mich selbst entnervt nach 14 Tagen

Im Anschluss zu einem Arzt/Psychotherapeut.
Gegen den zu hohen RR:
Beta Blocker Beloc-Zoc mite 47,5 mg sowie
HCT Dexcel 25 mg (Hydrochlorothiazid), ein Diuretikum
Ausserdem 5 Tage lang
Opipramol 50 mg und
Olanzapin (Dosierung vergessen)
Olanzapin nach 10 Tagen abgesetzt.
Ich vertrage nichts mehr! Macht alles nur schlimmer

Oktober 2017

Eine Woche internistische Klinik wegen Bluthochdruckkrise
Beobachtung, Herzsono und Doppler Halsgefäße o.B.
Vorübergehend ein drittes Medikament (Blutdrucksenker, Name vergessen)
Noch in Klinik abgesetzt

Aktuell (November 2017):
Beloc-Zoc mite 47,5 mg
HCT Dexcel 25 mg
L-Thyrox 100 mikrogr

Nach wie vor schwere Symptome, Depression, Angst, Heulkrämpfe, Kopfsymptome, "Gruselgefühl" in Brust- und HWS und im Kopf
Unfähig zu einem normalen Alltag.

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