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Sertralin und Valdoxan weg, jetzt Quetiapin, Venlafaxin, Zolpidem

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Sertralin und Valdoxan weg, jetzt Quetiapin, Venlafaxin, Zolpidem

Beitrag von Natze55 » Freitag, 25.09.15, 7:45

Hallo,

meine Vorgeschichte ist, dass ich schon immer Darmprobleme hat, die mich belastet haben und ich nie wegbekommen habe.
Ich war deswegen bei einigen Heilpraktikern und Anfang des Jahres war ich bei einer Heilpraktikerin, die durch Kinesologie gemeint hat, ich solle Dinkel und Laktose meiden, Probiotika nehmen, weil meine Darmflora bakterienmäßig nicht ok war und anschließend gemeint hat, ich könne eine Histaminintoleranz haben. Das hat mich so beschäftigt, dass ich immer im Internet geschaut habe und da sehr viel stand, was man nicht essen darf. Dann hat es mit Gliederschmerzen und Halsschmerzen angefangen und ich habe mich krank schreiben lassen. Ich bin in der Zeit dann zum Gastroenterologen (warum ich früher nicht bei Ärzten war anstatt bei Heilpraktikern , werfe ich mir jetzt noch vor), der meinte, ich hätte keine Histamin-Intoleranz (ohne irgendwelche Untersuchungen) und machte dann einen Fruktose-Intoleranztest , der aber nicht richtig ausgeführt wurde (Anfangswert zu hoch und Fruktosegehalt mit 50 gr auch zu hoch, diese Menge kann auch Gesunden Probleme machen) positiv war und einen Glukosetest, der Negativ war). Problem in dieser Zeit war, dass ich Schlafprobleme bekam und irgendwann gar nicht mehr schlafen konnte (fast 3 Wochen). Ich konnte nicht mehr und habe mich von meinen Eltern überreden lassen, in eine Klinik zu gehen. Da wollten sie mir einreden, dass es eine Histamin-Intoleranz gar nicht gibt und ich nur eine schwere Depression hätte und die Darmprobleme psychosomatisch. Problem ist, dass ich seitdem den ganzen Tag körperliche Beschwerden habe (von den ich nicht einmal wusste, dass es sie gibt) und immer gesagt wurde, die wären nur psychisch. Schlimmer noch, sie dachten, ich hätte eine Psychose. Ganz schlimm ist, dass ich den ganzen Tag (!)Gedankenkreisen habe, die auch mithilfe von Seroquel, Risperdal und Tavor oder irgendwelche Gespräche oder Therapien nicht weggegangen sind.
Um weitere Untersuchungen machen zu können wäre es gut, alle Medis mal wegzubekommen, ich glaube die Medikamente haben bei mir erst recht irgendeine Krankheit ausgelöst.
Derzeit nehme ich
100 mg Sertralin
75 mg Quentiapin
50 mg Valdoxan
5 mg Zolpidem

Gruß, Natze55
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 25.09.15, 10:24

Hallo Natze,

Willkommen im ADFD.

Oh mein Gott was haben sie denn mit dir gemacht, bin fassungslos. Aber gut das hilft dir jetzt auch nicht weiter. Kannst du uns schreiben seit wann du die Medikamente nimmst ? Was wann verabreicht wurde ? Bist du immer noch in der Klinik ? Was dir jetzt bleibt ist eins nach dem anderen auszuschleichen , kommt jetzt natürlich auch drauf an wie lange du die nimmst . Welches Medikament empfindest du denn als das problematischste ? Also was sie mit dir gemacht haben ist Körperverletzung. Wir werden versuchen dich so gut wir können zu unterstützen.
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Natze55 » Freitag, 25.09.15, 11:51

Hallo,
ich habe leider keine genauen Angaben wie Ihr oder kann man das von der Klinik anfordern?. Ich bin momentan wieder zuhause.
Ich habe soviel bekommen und auch die Dosis verändert, das geht auf keine Kuhhaut.
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Freiwilliger Gang in Psychatrie in Folge von Schlaflosigkeit und damit eingehenden Suizidgedanken aufgrund des Schlafmangels (6 Kilo in 3 Wochen verloren, Unruhe, keine Konzentration mehr auf der Arbeit, sozialer Rückzug, mit fast niemanden gesprochen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hoher Harndrang, abends alle 5 Minuten)
Opipramol 50mg unregelmäßig genommen,
halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
Signatur 15.10.2016.:
Venlafaxin 187,5 mg
Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg


Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
100 mg Seroquel Prolong (Abends)

Medikation 05.02.18:
50 mg Seroquel Prolong (Abends)

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Re: Psychopharmka

Beitrag von Jamie » Freitag, 25.09.15, 11:57

Hallo Natze,

du musst doch in etwa wissen, wann der Klinikaufenthalt war bzw. wie lange? Das reicht uns schon.
Nimmst du die Medikamente jetzt erst 4 Wochen oder 6 Monate oder was?
Welches Medikament verträgst du deines Erachtens am schlechtesten?
Sertralin soll antidepressiv wirken und aktivieren, Valdoxan soll beim Schlafen helfen, Seroquel antipsychotisch wirken (sehr fraglich in deinem Fall :shock: ) und Zolpidem ist ein abhängig machendes Schlafmittel (Benzo), wobei 5mg sehr niedrig sind.

Wurde dir gesagt, dass Valdoxan möglicherweise Leberschäden verursachen kann und du sollst regelmäßig Blutwerte checken? Machst du das?
Weißt du, dass Zolpidem abhängig macht? Wirkt es noch?

Wir brauchen deine Mitarbeit um dir helfen zu können. Hast du denn irgendwelche Nebenwirkungen? Wie kannst du deinen Tag gestalten? Hast du ein Umfeld, das dich etwas unterstützt?

Kann man das alles so zusammenfassen: Du warst besorgt wegen deiner Darm-Problematik und bist am Ende deswegen als depressiv und psychotisch bezeichnet worden und in der Klinik gelandet? :shock: :x

Grüße und willkommen im ADFD :)
Und sorry für die vielen Fragen, aber sonst können wir nicht richtig helfen.

Jamie
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Re: Psychopharmka

Beitrag von fruehling » Freitag, 25.09.15, 18:20

Hallo Natze,
gut, dass du hier her gefunden hast.
Was ich als erstes dachte war eher, warum du bloß in die Klinik gegangen bist :o .
Ich kann aus deinen Beschreibungen nicht doe Verzweiflung und leidensdruck herauslesen, die du aufgrund der Darmprobleme hattest bzw hast, aber anscheinend warst du sehr verzweifelt und hast dich in dem Fängen der Ärzte begeben.
Gehst du in die Psychiatrie bekommst du sicher eine psychische Diagnose und leider auch oft Tabletten dazu.

Die haben dir nicht wirklich Risperdal gegeben?! Das ist schlichtweg Körperverletzung und die Nebenwirkungen der Tabletten sind enorm.
Schulmediziner kennen leider oft grundsätzlich erst mal keine Darmprobleme die sich auf die Psyche auswirken können, auch das Thema Unverträglichkeiten oder Dampilze etc kennen bzw lernen normale Mediziner in ihrem Studium nicht.
Deshalb hätte dir ein Arzt auch nicht helfen können.
Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich bin wirklich sprachlos und erschrocken.
Wurde deine Schilddrüse mal untersucht?
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Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Natze55
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Natze55 » Mittwoch, 14.10.15, 22:34

Hallo,

sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich bin weiterhin am Ursachenforschen.
Bei mir ist es so unterschiedlich mit den Beschwerden, dass ich extreme Probleme habe, mit was es zusammenhängen kann.
Zum Thema Schilddrüse: ich habe den TSH basal Wert, ft3 und ft4 Wert untersuchen lassen, sowie einen Ultraschall von der Schilddrüse.
Die waren in Ordnung. Ich wollte eine Überweisung zum Nuklearmediziner, zur Überprüfung von Hashimoto, welches anscheinend oft mit Nahrungsmittelintoleranzen einhergeht, aber so recht rausrücken mag keiner, noch nicht einmal meine Gynäkologin, die ich eigentlich immer als extrem nett empfunden habe. Aber wenn man mit Psychatrie, Depressionen anfängt, wird man gleich in eine bestimmte Ecke geschoben.

In der Klinik haben sie fast keinen meiner Beschwerden geglaubt. Nur bei Risperdal haben sie es eingesehen, dass es vom Medikament kommt: Ich war da extrem sediert, habe fast die Augen nicht mehr aufbekommen und konnte schier nicht laufen.
Ich bin mittlerweile sehr verschlossen, was meine Beschwerden angeht. Das Problem ist, dass ich eine Familie habe, in der es sehr viele psychische Krankheiten gibt. Mein Vater ist seit 30 Jahren manisch depressiv, ebenso wie seine Brüder, meine kleine Schwester kann wegen psychischen Problemen nicht arbeiten, meine Mutter nimmt schon seit Jahren Diazepan und AD, meine Oma nimmt Zopiclon etc. pp

Wegen den Medikamenten: da ich seit dem Klinikaufenthalt ein Gedächtnis wie ein Sieb habe, weiß ich echt nicht, wie lange ich die Sachen genommen habe. Ich habe eine Kopie meiner Krankenakte angefordert, aber die wollen sie mir nicht schicken. Nur den Entlassbrief wollten sie mir schicken (den habe ich ja). Dort sind allerdings nicht alle Medikamente aufgelistet, die ich erhalten habe, Tavor wird z.B. gar nicht erwähnt.

Zum Thema psychotisch: das dachten sie aufgrund meiner vielen Beschwerden. Risperdal und Seroquel gaben sie mir wegen Gedankenkreisen.

Schlafen kann ich mit meiner Dosis, ich wache zwischendurch auf, um auf Toilette zu gehen, schaffe es aber wieder einzuschlafen.
Mir fehlt nur dieses natürliche müde sein, das einem anzeigt, du musst jetzt ins Bett.

LG, Natze
Freiwilliger Gang in Psychatrie in Folge von Schlaflosigkeit und damit eingehenden Suizidgedanken aufgrund des Schlafmangels (6 Kilo in 3 Wochen verloren, Unruhe, keine Konzentration mehr auf der Arbeit, sozialer Rückzug, mit fast niemanden gesprochen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hoher Harndrang, abends alle 5 Minuten)
Opipramol 50mg unregelmäßig genommen,
halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
Signatur 15.10.2016.:
Venlafaxin 187,5 mg
Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg


Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.10.15, 22:35

Hallo Natze!
Bei mir ist es so unterschiedlich mit den Beschwerden, dass ich extreme Probleme habe, mit was es zusammenhängen kann.
Das ist Deine aktuelle Medikation, oder?
100 mg Sertralin
75 mg Quentiapin
50 mg Valdoxan
5 mg Zolpidem

Ggf. machst Du mal einen Wechselwirkungscheck hier und schaust, ob da etwas dabei ist, was Dich gerade an Symptomen beschäftigt:
http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... 04131.html
Aber wenn man mit Psychatrie, Depressionen anfängt, wird man gleich in eine bestimmte Ecke geschoben.
Das haben wir alle hier schon mal erlebt. Ggf. kannst Du bei neuen Ärzten nicht deine Vorgeschichte und die Medikamente erwähnen sondern nur die Symptome beschrieben? Manchmal kann das helfen, so dass Du vorurteilsfreier untersucht wirst.
In der Klinik haben sie fast keinen meiner Beschwerden geglaubt. Nur bei Risperdal haben sie es eingesehen, dass es vom Medikament kommt:
Ich persönlich halte ja den Diskurs um Nebenwirkungen (gerade Nebenwirkungen, die psychische Symptome sind) ziemlich schlecht und die Ärzte sehen es oft auch nicht, oder wollen es vor dem Patienten nicht zugeben, um ihn nicht zu verunsichern (?).

Hast Du weiterhin vor, die Dosis nach unten anzupassen? Bei welchem Medikament meinst Du denn, könntest Du mal mit einem kleinen Schritt anfangen?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Jamie
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Jamie » Freitag, 16.10.15, 18:52

Hallo Natze,

was ist denn aus dem Gedankenkreisen geworden?
Welche Symptome beschäftigen dich momentan am meisten? Kannst du uns mal ein paar nennen?

Wir im ADFD sind nicht so wie deine Familie. Wir sehen ein, wenn Menschen ihre Medikation brauchen, weil sie noch nicht stabil sind und quatschen da auch nicht rein, aber wir hören auch genau zu, wenn Betroffene uns schildern, was ihnen alles Komisches mit den Medikamenten widerfährt.
Und dann setzen wir uns hin und überlegen, ob das von den Medikamenten kommt.
Bei uns werden Beschwerden nicht auf die Psychoschiene geschoben bzw. das Totschlagargument "Das ist deine Grunderkrankung" wird hier auch nicht rausgeholt.

Wenn du mit in uns in einen Dialog treten möchtest - gerne. :group:

Grüße
Jamie
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Re: Psychopharmka

Beitrag von Natze55 » Sonntag, 18.10.15, 19:39

Hallo,
ich glaube, ich habe es zu schnell abgesetzt, aber ich habe Angst, dass die Medikamente nur noch mehr eine mögliche HIT anheizen.
Ich nehme derzeit:
50 gr Sertralin (morgens)
50 gr Quetiapin (abends)
1,5 Tabletten Valdoxan (abends)
5 mg Zolpidem
Die Pille habe ich auch abgesetzt.

Meine stärksten Probleme sind derzeit:
Hitzewallungen, Brennen der Haut, Stimmungsschwankungen, Emotionslosigkeit gegenüber anderen, selten Freude an etwas, das Gefühl es nicht zu schaffen (besonders das Schlafen und arbeiten gehen), Nervosität, Vergesslichkeit,keine Stressresistenz.
Meine Gedanken schweifen noch immer oft ab.

Ich hatte nie das Gefühl, dass die Medikamente besonders helfen. D.h. Beruhigungsmittel bei Nervosität und Unruhe.



Einen Termin für den Nuklearmediziner habe ich übrigens am 23.10.15

LG, Natze55
Freiwilliger Gang in Psychatrie in Folge von Schlaflosigkeit und damit eingehenden Suizidgedanken aufgrund des Schlafmangels (6 Kilo in 3 Wochen verloren, Unruhe, keine Konzentration mehr auf der Arbeit, sozialer Rückzug, mit fast niemanden gesprochen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hoher Harndrang, abends alle 5 Minuten)
Opipramol 50mg unregelmäßig genommen,
halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
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Venlafaxin 187,5 mg
Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg


Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
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Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
100 mg Seroquel Prolong (Abends)

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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Murmeline » Montag, 19.10.15, 14:07

Hallo Natze,
ich glaube, ich habe es zu schnell abgesetzt
Das vermute ich auch. Hast Du mehrere Substanzen gleichzeitig reduziert? Wie lange ist das jetzt her? Entschudlige die vielen Fragen, wir versuchen uns einfach ein Bild der Situation zu machen, um sie zu verstehen.
Meine stärksten Probleme sind derzeit:
Hitzewallungen, Brennen der Haut, Stimmungsschwankungen, Emotionslosigkeit gegenüber anderen, selten Freude an etwas, das Gefühl es nicht zu schaffen (besonders das Schlafen und arbeiten gehen), Nervosität, Vergesslichkeit,keine Stressresistenz. Meine Gedanken schweifen noch immer oft ab.
Ok, das sind schon einige belastende Symtome. Du hast also eine Arbeit und kannst da auch noch hin. Das kostet Dich sicher einiges an Kraft. Wohnst Du alleine oder hast Du abends jemandem um Dich? Es ist sicher sinnvoll, erstmal nicht weiterzureduzieren sondern zu schauen, ob sich die Symptome in nächster Zeit verbessern.
Einen Termin für den Nuklearmediziner habe ich übrigens am 23.10.15
Welche Punkt willst Du da dann genau klären lassen?

Viele grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Natze55 » Dienstag, 20.10.15, 19:21

Hallo Murmeline,

nein, meine Arbeit habe ich verloren. Das ist es ja, ich muss mich neu bewerben. Ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Von neuen Mitarbeitern erwartet man, dass sie motiviert sind, sich etwas merken können etc.
Desweiteren bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich nicht wieder in der Auftragsbearbeitung arbeiten will, da ich mit Kunden nicht so gut umgehen kann.

Zum Thema Psychiater: Meiner fragt nur immer, wie es weitergehen soll. Er hat mir auch keinerlei Anweisung bezüglich Absetzen gegeben. Nur, dass das Schlafmittel so schnell wie möglich abgesetzt werden muss. (Er hat mir eine Packung Zolpidem á 10 Stück verschrieben, eine Packung á 20 habe ich von meinem Hausarzt bekommen, aber die reichen auch nicht mehr lange).
Er würde mich am liebsten in Kur schicken, ich will aber nie wieder in eine psychatrische Klinik.

Beim Nuklearmediziner will ich abklären, ob ich eventuell Hahsimoto habe.
Ich muss dazu sagen, dass vor der Schlaflosigkeit wurden meine Müdigkeitsprobleme, die ich schon seit der Kindheit hatte immer stärker.

LG, Natze
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Opipramol 50mg unregelmäßig genommen,
halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
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Quetiapin 75 mg
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Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Jamie » Dienstag, 20.10.15, 23:59

Hallo Natze,

wenn du nicht schlafen kannst, warum?
Innere Unruhe? Gedankenkreisen? Angst, Kummer, Sorgen? Fehlendes Mündigkeitsgefühl?
Bei deiner Medikation solltest du nämlich eigentlich schlafen können (Quetiapin, Valdoxan, Zolpidem).
Dass du es nicht tust beweist, dass die Medikamente nicht helfen.
Auch das Sertralin kann dafür verantwortlich sein, da aufputschend.
Alles in allem klingst du nicht gut eingestellt, sodass man auch genauso gut anfangen könnte etwas auszuschleichen, um zu schauen, ob nicht eine Besserung eintritt (?)

Dass du dich so nicht bewerben kannst, verstehe ich gut.
Du solltest dich (Langzeit) krank schreiben lassen, um dem Druck der Behörde zu entkommen, notfalls von einem neuen, verständigeren Psychiater / Neurologen.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie man in so einem Zustand klare und stimmige Lebens-Entscheidungen (Beruf!) treffen kann, geschweige denn einen potentiellen Chef von sich überzeugen will :oops:, das siehst du m. Er. völlig richtig.
Und dein Arzt sollte das auch so sehen! :?

Lass dich ja nicht bequatschen in eine Klinik zu gehen.
Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass da zumeist nichts Gutes raus kommt. Viele Kliniken kennen nur Pillen, Pillen und nochmals Pillen :shock: .

Werden wenigstens deine Blutwerte regelmäßig geprüft?
Valdoxan ist potentiell Leber toxisch, da solltest du hinter her sein. Es kann als NW Schwitzen und auch Hitzewallungen auslösen, wobei das auch von der abgesetzten Pille kommen kann, nur als Info.

Grüße
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Natze55 » Mittwoch, 21.10.15, 7:24

Hallo Jamie,

schlafen kann ich mit den Medis. Es war in der Klinik ein langer Kampf, da ich dort teilweise auch mit Medis nur 5 Stunden geschlafen habe, also schlechter als jetzt.
Ich bin ja schon stolz, auf 5 mg reduziert zu haben. Das war am Anfang auch nicht so leicht.
Ich nehme die Medis um 10 Uhr, so richtig müde werde ich nicht davon. Ich lege mich dann ins Bett und irgendwann schlafe ich ein. Ich schätze, das ganze dauert eine Stunde.
Ich schwitze übrigens schon die ganze Zeit, nicht erst seit ich Valdoxan nehme.
Wie kann man sich Langzeit krank schreiben lassen?

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Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

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7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
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Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

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150 mg Seroquel Prolong (Abends)
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150 mg Trimipramin (Nachts)
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 21.10.15, 9:25

Hallo Natze,

ich kann dir nur das Vorgehen beschreiben, wenn man noch im Beruf ist. Da stellt der Arzt AU´s aus und wenn man 6 Wochen am Stück krank war (in dieser Zeit zahlt noch dein Arbeitgeber, nennt sich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), dann hört der Arbeitgeber auf für dich zu zahlen und die Krankenkasse übernimmt die Zahlung (das ist dann nur 80% des Lohns); das nennt sich dann Krankengeld. In der Regel bekommt man dann auch spezielle Formulare zugeschickt, die der behandelnde Arzt bei jeder weiteren Krankschreibung kurz ausfüllt. Das ersetzt dann den gelben (manchmal auch rosa) Krankmeldungszettel.

Ich nehme an, dass bei dir das Arbeitsamt zuständig ist und daher wohl diese Formulare wegfallen, du musst nur lückenlos die AU einreichen und das ist für viele echt ein Problem, denn da muss wirklich jeder einzelne Tag nahtlos abgedeckt sein, das ist ganz wichtig.
Du musst da also wirklich sehr hinterher sein und immer zeitig am Tag des Auslaufens der alten AU beim Arzt auf der Matte stehen, um eine Verlängerung zu bekommen. Bei psychischen Erkrankungen schreiben die Ärzte auch gerne nahtlos 4-6 Wochen am Stück krank, sodass man dann nur 1mal im Monat beim Arzt sein muss.

Allerdings warne ich dich vor, denn eine zu lange AU interpretiert das Arbeitsamt irgendwann als Unfähigkeit deinerseits noch arbeiten zu können, damit giltst du als arbeitsunfähig / nicht vermittelbar und man ordert dich zum mediz. Dienst des Arbeitsamtes, um deinen Zustand zu checken.
Wenn der begutachtende Arzt dort die Meinung deines behandelnden Arztes teilt, dann wirst du irgendwann aufgefordert Rente zu beantragen (von manchen erwünscht, z.B. ich wollte das so!).

Lass dich beim elo-forum kostenlos in der Rubrik Gesundheit / Rente / Schwerbehinderung beraten. Die sind superfit da.
Es gibt nämlich bei allem Vor- und Nachteile und ich möchte dich nicht falsch beraten.
https://www.elo-forum.org/

Grüße
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Natze55 » Donnerstag, 22.10.15, 19:57

Hallo Jamie,

mein Psychiater schreibt mich immer nur für 2 Wochen krank.
Ich weiß nun endlich, was er damit meint, wie es weitergehen soll. Er will, dass ich wieder arbeiten gehe, damit es leichter wird, die Lücke im Lebenslauf zu schließen, indem ich arbeitslos bin.
Er will unbedingt, dass ich Zolpidem absetze, da es abhängig macht. Ich habe ihm ehrlicherweise nicht gesagt, dass ich manche Tabletten ausschleiche. Er meinte, ich soll Quetiapin erhöhen (da es müde machen soll) und dann Zolpidem auf 1/4 Tablette = 2,5 mg zu reduzieren.

Das mit dem Berufsunfähig schreiben ist nicht so einfach, wie ich in der Klinik gelernt habe. Da hatte ich einen Mitpatient, der Krebs hatte und dadurch manisch-depressiv wurde (ich weiß die ganze Geschichte nicht mehr, mein schlechtes Gedächtnis) und der wurde von einem Gutachter als Simulant bezeichnet!!!

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Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

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Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

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Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

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Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
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Jamie
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 22.10.15, 22:39

Hallo Natze,

ja es ist richtig, dass das Schlafmittel abhängig macht. Du musst es wirklich ausschleichen, sonst hast du sehr bald das nächste große Problem am Hals.
Allerdings sind diese 50%-Reduktionen oft zuviel und verursachen Entzugssymptome, die du dann wirklich nicht auch noch damit deckeln solltest, indem du das Quetiapin erhöhst.
Mache dich mal mit der Wasserlösemethode vertraut, dann kannst du in ca. 5 Wochen Benzofrei sein. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936
Ich habe selbst Zolpidem auf diese Weise abgesetzt. Vorschlag: 1 Woche 5mg, 1 Woche 4mg, 1 Woche 3mg, 1 Woche 2mg 1 Woche 1mg, 1 Woche 0,5mg, Null.

Tja, was deinen Psychiater betrifft - ich kann ja sein Ansinnen verstehen, aber was ist denn mit dem, was du davon hältst?
Klar macht sich Arbeitslosigkeit nicht gut im Lebenslauf, aber es gibt *verdeppeltnochemalaberaach* Umstände im Leben, da läuft eben nicht alles optimal. Krankheit, Schicksalsschläge... Wir sind Menschen, keine Maschinen.

Ich lese aus deinen Beiträgen immer eine gewisse ´das-ist-halt-so-Mentalität´ bzw.Verzagtheit / Mutlosigkeit heraus.
Du musst Verantwortung für dein Leben übernehmen.
Und wenn dieser Arzt dich nicht ausreichend unterstützt, dann such dir mehr und andere Hilfe. Er mag dafür gut sein dir weiterhin Rezepte auszustellen, aber was ist mit deinen Gefühlen bezüglich der Jobsuche? Wer nimmt dich da ernst? Du musst dir ein unterstützendes Umfeld aufbauen.
Ich kenne dich nicht, vielleicht wäre es ja gut für dich dich neu zu bewerben, alleine schon, weil eine geregelte Arbeit auch den Tag strukturiert und es manchen Menschen hilft, wenn sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden oder was zu leisten.
Aber was ist, wenn dir das alles momentan viel zu viel ist? Du dich jetzt bereits oder noch nicht für belastbar hältst? usw.

Was Ärzte, Krankenkassen, Behörden, Rentenstelle etc. sagen, das ist nicht in Stein gemeißelt! Du hast immer die Möglichkeit (formal) Widerspruch einzulegen etc. Kein Mensch hat das Recht über dein Leben zu bestimmen. Ja, wir sind Sachzwängen ausgesetzt und es besteht Mitwirkungspflicht, aber das heißt nicht, dass man über deinen Kopf entscheiden darf und wenn, dann muss man sich wehren (wenn man merkt, dass es einem nicht gut tut).
Klar ist das Arbeitsamt hinter dir her, dass du wieder einen Job bekommst, aber auf Biegen und Brechen geht das manchmal eben nicht.
Und das meine ich dann mit unterstützendem Umfeld. Meine Ärzte haben mich allesamt unterstützt und begleitet, als ich mich mit ihnen hingesetzt habe und gesagt habe ´Ich kann nicht mehr. Ich glaub ich muss Rente beantragen´. Die, die es nicht taten, denen habe ich den Rücken gekehrt.
Du bist auf kooperierende Ärzte angewiesen, die dein Bestes im Sinn haben und nicht, ob du bald wieder arbeitsfähig bist. Dafür ist die Rentenstelle zuständig, die teilweise kritische und unfaire Ärzte auf dich hetzt und sie bezahlt, damit sie attestieren, du seist doch voll erwerbsfähig.
Dein Hausarzt aber und auch dein Neurologe - die sollten hinter dir stehen!

Ich will dich hier nicht belabern, dass du nicht arbeiten sollst oder so, aber ich lese ja deine eigene Skepsis heraus..
Schaue, was sich stimmig für dich anfühlt.
Hol dir ggf. Hilfe beim VdK und beim elo-Forum.

Grüße
Jamie
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Natze55 » Freitag, 23.10.15, 16:57

Hallo Jamie,

Mutlosigkeit ist das richtige Wort!
Ich weiß nämlich wirklich nicht, was es sein kann. Sind es die Medikamente und Entzugserscheinungen, vielleicht doch HIT (da sind Psychopharmaka echt kontraproduktiv und können auch Schlaflosigkeit verursachen), vielleicht Hashimoto.

LG, Natze
Freiwilliger Gang in Psychatrie in Folge von Schlaflosigkeit und damit eingehenden Suizidgedanken aufgrund des Schlafmangels (6 Kilo in 3 Wochen verloren, Unruhe, keine Konzentration mehr auf der Arbeit, sozialer Rückzug, mit fast niemanden gesprochen, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, hoher Harndrang, abends alle 5 Minuten)
Opipramol 50mg unregelmäßig genommen,
halbe Schlaftablette + Diazepam haben keinen Schlaf gebracht.

Diagnose bei Einlieferung in die Klinik:
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome; Somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Verdauungssystems

Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
75 mg Quetiapin (abends)
50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

Schlafen ist leider schlechter geworden, habe das Gefühl jeden Tag etwas anderes zu haben :evil:

Medikation 05.06.2016:

Sertralin: 0 mg
Zolpidem: 5 mg
Valdoxan: 0mg (mein Hausarzt ist im Urlaub!!!)
Quetiapin:0 (entgegen der Anweisung der Ärzte über mehrere Wochen ausgeschlichen)
Opipramol: 0 mg
Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

Unerträgliche Entzugssympthome, neuer Aufenthalt in Klinik
Signatur 15.10.2016.:
Venlafaxin 187,5 mg
Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg


Medikation 14.02.2017:

200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
75 mg Taxilan (Nachts)

Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
Schlafen ist noch immer ein großes Problem. Fühle mich derzeit eher wach und angespannt als müde.

Medikation 01.03.2017:
200 mg Seroquel Prolong (Abends)
150 mg Quetiapin (Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

Medikation 22.09.2017:
150 mg Seroquel Prolong (Abends)
175 mg Quetiapin (25 mg Abends / 150 mg Nachts)
150 mg Trimipramin (Nachts)
50 mg Taxilan (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
Vitamin D 4.000 i.E. pro Tag / Vitamin B Komplex / Eisen / Solunat Nr. 4 +17

Spüre keine Absetzsymptome

Medikation 30.12.2017:
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Medikation 05.02.18:
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Jamie » Freitag, 23.10.15, 23:51

Hallo Natze,

das kann ich verstehen, dass du das nicht auseinanderhalten kannst, das Problem haben viele.
Dann musst du es wirklich systematisch angehen.
Beispiel:
Entzugserscheinungen kompensieren durch Wiedereindosieren bzw. Aufdosieren und gucken was passiert.
Wenn das nicht hilft Medikamente schrittweise runterfahren und gucken, was dein Körper dann macht (es könnte ihm besser gehen mit weniger!)
Eine HIT immer behandeln, egal was zusätzlich noch infrage kommt. Es gibt einige Ansätze eine HIT zu therapieren; sollte parallel zu allem laufen.
Hashimoto ebenfalls im Auge behalten und falls Hormone eingenommen werden müssen schauen, was passiert.

Es gibt diese "Kaninchen-vor-der-Schlange" Situation, in der trauen sich viele nicht mehr überhaupt noch irgendwas auszuprobieren aus Angst, es könnte alles schlechter werden bzw. aus purer Ratlosigkeit oder auch Mutlosigkeit, aber das ist das Ungünstigste, was du tun kannst.
Denn die Probleme werden sich nicht von selbst auflösen, da kannst du lange warten... :?
Also solltest du mit dem beginnen, was dir am dringendsten oder am machbarsten oder am sinnvollsten vorkommt.

Drücke dir die Daumen und schicke dir ne Portion Mut rüber :fly:
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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Natze55 » Samstag, 24.10.15, 22:35

Mal eine doofe Frage: Schläft jeder bei einer Schlaftablette automatisch ein? Oder kann man sich dagegen wehren?
Der Gedanke ist mir nur so gekommen.

Gruß,
Natze
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Medikamente:
Zopiclon 7,5 mg = 01.05.2015 - 19.05.2015
Sertralin = seit 02.05.2015
Zolpidem 10 mg = seit 20.05.2015
Dazwischen erst Seroquel 300 mg, dann Risperdal 3 mg
Tavor = 09.06. - ca. 6 Wochen
erneutes Tavor = 28.07. - 21.08.2015

Entlassmedikation 25.08.2015
100 mg Sertralin (morgens)
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50 mg Valdoxan (abends)
10 mg Zolpidem (abends)

02.10.2015 = 50 mg Sertralin = halbe Tablette (morgens)
Valdoxan: 1,5 Tabletten à 25 mg (Abends)
Quetiapin: 50 mg (Abends)
Zolpidem: 5 mg (Abends)

Medikamentation Stand 26.10.2015:

Sertralin: 50 mg (Morgens = halbe Tablette)
Valdoxan: 50 mg (Abends)
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Zolpidem: 5 mg (Abends)

Beschwerden Stand 01.12.15: extreme Müdigkeit, Kraftlosigkeit, kein Stressresistenz, Muskelschmerzen, Brennen der Haut, hoher Harndrang, Schwitzen, Frieren, Halsschmerzen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind noch immer schlecht, fühle mich wie behämmert, Mutlosigkeit, Darm schlecht wie eh und je, oft unruhig

Medikation 02.01.2016:
Sertralin: 40 mg (Wasserlösmethode)
Valdoxan: 50 mg
Quetiapin: 50 mg
Zolpidem: 5 mg

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Zolpidem: 5 mg
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Melperon: 25 mg

Beschwerden:
Schlafen immer schlechter, Gefühl neben sich zu stehen, Schmerzen in allen Extremitäten, Reißen im Kopf, oft Halsschmerzen und Hitze im Gesicht, Darm und Blase nicht im Griff, jeden Tag weinen, Suizidgedanken, ,

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Quetiapin 75 mg
Zolpidem: 10 mg


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150 mg Trimipramin (Nachts)
7,5 mg Zolpidem (Nachts)
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Immer noch Krämpfe im Gehirn.
Es fühlt sich an als spiesse etwas immer mein Gehirn auf. Das tut sehr weh.
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Medikation 01.03.2017:
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50 mg Taxilan (Nachts, um 25 mg reduziert)
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Es geht mir viel besser. Die Schmerzen sind viel besser, die Stimmung und der Schlaf auch.

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Re: Psychopharmaka

Beitrag von Jamie » Samstag, 24.10.15, 23:27

hi Natze,

nur meine Meinung dazu:
Nicht-Gewöhnte mit mehr oder weniger Erstkontakt zu einem Benzo-Schlafmittel werden sich wohl kaum dagegen wehren können und einschlafen (vorausgesetzt die Dosis ist normal und nicht außergewöhnlich niedrig).
Gewöhnte können sich sehr wohl dagegen wehren, auch weil ihr Körper den Stoff kennt und Toleranz aufbaut. Ich hab am Ende alles Mögliche geschluckt (nie sehr hoch, aber eben Kombinationen) und habe keine Minute mehr geschlafen.

Und dann gibt es natürlich auch noch die Stoffgruppe, die verboten ist (sog. KO-Tropfen), da kannst du dich dann in der Tat nicht mehr richtig wehren, da wirst du Richtung Bewusstlosigkeit befördert. :evil:

Grüße
Jamie
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