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Absetzen von Mirtazapin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Oxonium
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Oxonium » Donnerstag, 26.01.17, 0:05

Lieber Achim,

das war mir bisher erspart geblieben. Ich hatte 'nur'
Appetit am Abend...jetzt ist es plötzlich kein Apoetit mehr sondern blanker Hunger. Wahnsinn! Komisch, dass
das erst jetzt kommt.

Fällt es Dir beim moderaten LCHF denn schwerer weil Du
noch zu hohen Blutzucker hast? Ging es bei striktem LCHF nach einer Weile leichter?

Ich hatte mich ja vor der Erkrankung jahrelang durch Trennkost ernährt und hatte so gut wie nie mehr Hunger...außer kurz vor den Mahlzeiten (was ja auch normal ist).
Jetzt muss ich schon wieder aufpassen, dass ich nicht an die Tiefkühlpizza gehe :shock:

Liebe Grüße - Christiane
07/2015: Diagnose Major Depression. Klinikeinweisung u. Beginn mit Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam. Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigte sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Dafür erhebliche NW: Quälende Akathisie, Restless Legs, innere Unruhe, starke Schlafstörung.
In zwei Schritten (zu je einer Woche) erfolgt Reduktion
auf 15 mg. NW lassen nach.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.

Nach missglücktem Diazepam-Absetzversuch erfolgt
eine Sedierung mit Lorazepam 4 mg/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

Anfang März 2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.
Nach einer Woche beginnen Beklemmungen, Derealisationsgefühle, leichte Depressivität, Schwindel.
Alles hört nach 1-2 Wochen auf. War auszuhalten.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg mit Wasserlösemethode.

22.11.2016: Wieder auf 11,25 mg erhöht - bin viel zu wach und angeschoben durch Cipralex ...oder zu viel L-Thyroxin ?

04.12.2016: Zweiter Versuch - 10 mg Mirtazapin mit Feinwaage. Nur leichte Symptome (grübeln, hitzewallungen, zittern) für 2-3 Tage.

28.12.2016: Runter auf 9 mg.
30.12. 2016: Wieder hoch auf 10 mg wegen Stress

15.01.2017: Runter auf 9 mg
Zehn Tage lang Beklemmungen und Depris. Probleme sind soooo groß. Schwindel,
Tinnitus ist lauter. Dann ist alles wieder prima.

9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg
Yeah! Auch nach vier Wochen noch keine Absetzsymptome :D
Letztes Viertel erreicht!

01.05. Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel
davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken. Diese Dosis
halte ich jetzt drei Monate.

19.08. Wieder weiter mit Mirtazapin. Seit gestern 6,5 mg. Keine Beschwerden. Es geht mir super. Und ich schlaafe auch drei Wochen später noch wie ein Murmeltier.

05.09. Weiter mit Lithium. Runter auf 775 mg/d.
War ein bis zwei Tage etwas schreckhaft.
Aber es geht mir prima.

22.9. Mir geht es immer noch richtig gut.

05.10.2017 Mirtazapin von 6,5 mg auf 5,8 mg reduziert. Ab Tag 2 für ein paar Tage Depri, danach alles ok.





Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 1-0-0,5
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 5,8 mg 0-0-1
L-Thyroxin 100 - 25 - 0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

Clown
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Donnerstag, 26.01.17, 14:28

Hallo Christiane,

ich kann drauf nur mit einem klaren jein antworten.

Wenn ich bei einer konstanten Kohlehydrat Zufuhr von unter 20 bleibe ist der
Hunger nach ca.3 Wochen sehr gut auszuhalten. Es muss nur genug Fett in der Nahrung sein.

Da ich aber sehr gerne Äpfel und Apfelsinen esse ist der Verzicht darauf, für mich recht schwer.

Nun mache ich moderates LCHF, esse Äpfel und Apfelsinen und habe wieder mehr Hunger.

Dazu bewegt sich die Waage nicht (so schnell wie ich es möchte) in die richtige Richtung

Ich kann eben nicht alles haben

Lg
Achim
2008/2009 Tagesklinik und Reha
Verordnung Pipamperon und Mirtazapin 45mg
1 Q 2013 Tagesklinik
Verordnung Citalopram 30 mg
1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 10:13

Hallo liebes Forum,

nun bin ich ein halbes Jahr auf 15 Mg Mirtazapin. Ich habe das Gefühl, als ob
sich nun alles "eingependelt" hat. Schlafe sehr gut und die ganzen Absetzsymtome
sind alle weg. Fühle mich rundum wohl. Dies hat leider den Nachteil das ich mich
nicht so richtig traue mit dem weiteren absetzen zu beginnen.

Da ich z.Zt. Omeprazol reduziere, bin ich mir nicht sicher, ob ich da nicht zuerst weitermachen soll.

Allen einen schönen Sonntag
Lg
Achim
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Medlem » Sonntag, 19.03.17, 10:50

Hallo Achim,

was willst Du lieber loswerden? Beide Medikamente sind auf Dauer nicht gut. Wäre es eine Option im Wechsel zu reduzieren? Z.B. Mirtazapin auf 14 mg, 4 Wochen warten, dannn Omeprazol auf 9 mg, 4 Wochen warten usw.

Viele Grüße

Medlem
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Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
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09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.03.17, 11:38

Hallo Achim, :)

bitte mache nicht zu schnell mit dem Omeprazol, ich sorge mich wegen eines Rebounds.

Zum Mirtazapin. Ich werde dich nicht bequatschen es abzusetzen.
Wenn du dich nicht bereit fühlst es abzusetzen, dann bleibe eben eine Weile bei den 15mg.
Langfristig sind diese Medikament heikel und ich kann dir wirklich nicht empfehlen, es lebenslang schlucken zu wollen, aber wer bin ich schon, deine Lage beurteilen zu können? Ich stecke ferner ja auch nicht in deinem Körper. :roll:
Es ist ja erst mal gut, dass du dich stabilisieren konntest.

Wünsche weiterhin alles Gute
Jamie
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 12:03

Hallo Medlem,

loswerden möchte ich beides gleich gerne. Beim Omeprazol befürchte ich, das es mir wichtige
Nährstoffe nimmt bzw. nicht zur Verfügung stellt( bin immer müde und schlapp), beim
Mirtazapin möchte ich endlich wieder der "alte" Achim sein. Wenn ich bedenke welche enorme
Verbesserung sich schon eingestellt hat, bin ich neugierig wie es einmal ohne Mirtazapin sein wird.

Ein wechselseitig absetzen möchte ich nicht machen, da ich dann ja nicht die Absetzsymtome zu ordnen kann.
Lg
Achim
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16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 12:13

Hallo Jamie,

ich bitte sogar ausdrücklich darum "meine Lage zu beurteilen ".

Es ist nur so, das ich mich im Moment zufrieden fühle. Hatte in den letzten Wochen einige
recht schwere Probleme zu lösen und bin froh das ich diese zur aller Zufriedenheit gelöst habe.

Es ist nur so, das es mir davor graut die Absetzsymtome des Mirtazapin wieder aushalten zu müssen.

Dazu kommt das ich bis Oktober auf 7,5 sein müsste.

Lg
Achim
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28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
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13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
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31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Medlem » Sonntag, 19.03.17, 12:34

Hallo Achim,

warum müsstest Du im Oktober auf 7,5 mg sein?

Hatten die Absetzsymptome bei Dir immer länger als 4 Wochen angehalten? Dann wäre wechselndes Absetzen natürlich blöd.

Müdigkeit könnte auch Mirtazapin-bedingt sein.

Nimmst Du irgendwelche NEMs, um.omeprazolbedingte Nährstoffmängel auszugleichen? B-Vitamine, Magnesium?

Wie wäre es, wenn Du mal mit einem Schritt von 0.5 mg bei Mirta anfängst und schaust, wie es sich entwickelt? Das ist kein so großer Schritt, aber mal ein Anfang.

Oder Du wartest noch ein paar Monate und freust Dich jetzt erst mal über eine gute Zeit.

Viele Grüße

Medlem
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von carlotta » Sonntag, 19.03.17, 12:38

Hallo Achim,

habe mir mal Deine Signatur angesehen: Du hattest vor ca. einem halben Jahr beim Mirtazapin eine Art Microtapering versucht, oder? Ich vermute, dass die Zeitabstände zwischen den Reduktionen einfach zu kurz waren und das dem ZNS nicht gefallen hat. Ich selbst habe schon zwei Mal ein Microtapering versucht und bin damit böse auf die Nase gefallen und musste auch jedesmal länger pausieren.

Wenn Du irgendwann weitermachen willst mit der Reduktion, kann ich Dir nur raten, viel langsamer und vorsichtiger vorzugehen - auch mit längeren Pausen zwischen den Schritten (mind. 4 Wochen). Dann sollte das auch ohne so starke Einbrüche funktionieren.

Beim Ausschleichen ist es immens wichtig, von körperlichen Reaktionen zu lernen und sich bzgl. der Reduktionsschritte auf den Körper einzustellen. Gegen den Körper zu arbeiten geht schief, der sitzt am längeren Hebel. :wink:

Liebe Grüße :group:
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 13:33

Hallo Medlem,

da für mich ab Oktober immer eine schwere Zeit anbricht, möchte ich auf 7,5 sein
um dann pausieren zu können. Das zurecht feilen meiner abendlichen Droge geht mir
unwahrscheinlich auf den Zeiger. Die 15 Mg brauche ich dann ja nur noch durchzubrechen.

NEMs schlucke ich reichlich. Die Absetzsymtome haben immer bis zum nächsten Schritt angehalten.
Nicht konstant, immer in Wellen. Habe auch immer(zum Schluss) erst reduziert, wenn ich so gut wie keine
Absetzsymtome mehr hatte.

Frage mich auch, bin ja nun schon so ein alter Sack, lohnt es sich überhaupt noch weiter zu reduzieren?
Lg
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22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 13:43

Hallo Carlotta,
ja das habe ich schmerzlich lernen müssen, das es nicht nach meinem Kopf geht.
Werde auch beim nächsten Versuch mit 1 Mg anfangen. Hoffe das dann die 4 Wochen ausreichen.

Hoffe auch das die Pause von einem halben Jahr meinem ZNS gut getan haben .
Lg
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1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von carlotta » Sonntag, 19.03.17, 13:56

Hallo Achim,

auch für den "alten Sack" lohnt sich jeder Bruchteil eines Milligramms weniger. :wink: :D Der Körper freut sich! :) Gerade im Alter können AD ja die üblichen Alterserscheinungen noch verschlimmern.

Allerdings solltest Du wirklich so reduzieren, dass es keine Qual wird. Sonst ist das auch schädlich fürs ZNS.

Will Hall, Ex-Betroffener aus den USA, der schon lange andere Betroffene beim Absetzen unterstützt, weigert sich übrigens zu kooperieren, wenn Betroffene ein festes Datum vorgeben, an dem eine bestimmte Dosis erreicht werden soll. Einfach weil das völlig unvernünftig und utopisch ist. Und i. d. R. zum Scheitern verurteilt. Der Körper gibt vor, was geht und was nicht. Und Du wirst gerade im unteren Dosisbereich immer wieder mit krummen Zahlen zu tun haben, weil man da meist noch vorsichtiger vorgehen muss. Aber diese Anstrengung sollte einem die Gesundheit doch wert sein, oder?

Wenn Du zwischendrin länger pausieren möchtest, nur zu! Das ist immer gut fürs ZNS, sich mal etwas ausruhen zu dürfen und für den Absetzverlauf durchaus positiv. :)

Wenn Du ohnehin mit dem Gedanken einer langfristigen Einnahme spielst, wäre es doch auch nicht so schlimm, wenn der ganze Absetzprozess länger dauern würde als ursprünglich vorgesehen, oder? Ziel und Sinn des Ausschleichens ist nämlich, so vorzugehen, dass man weitgehend alltagskompatibel bleibt. Dann ist es auch fürs ZNS verträglich. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta

Edit: Überschnitten mit Achim :)
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Sonntag, 19.03.17, 14:27

Hallo Carlotta,

gebe dir in allem Recht was du schreibst. Wenn da nur nicht meine Ungeduld wäre.
Die lässt mich schon fast resignieren. Wenn ich an den verschenkten letzten Sommer denke,
wird mir schon ganz anders. Wenn ich mit dem reduzieren wieder angefangen habe, gibt
es auch kein zurück mehr. Ich weiß nicht ob ich die nötige Kraft dazu habe.
Lg
Achim
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1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von carlotta » Sonntag, 19.03.17, 14:47

Hallo Achim,

ich bin grundsätzlich auch ein eher ungeduldiger Mensch, der schnell Ergebnisse sehen möchte. Aber ich musste im Zuge des Absetzprozesses notgedrungen diesbezüglich lernen, Ruhe zu bewahren und die Lage anzunehmen. Gelingt mir mal besser und mal schlechter. Ich arbeite dran. :wink: (Versuche mittlerweile seit rund fünf Jahren, eine kleine Menge eines TZA abzusetzen und musste kürzlich auch sechs Monate pausieren - gefiel mir nicht so, ging aber symptombedingt nicht anders. Und ich hab daraus gelernt und werde künftig das Tempo besser anpassen, was bedeutet, dass ich noch ein paar Jahre damit zu tun haben werde.)

Wieso gibt es kein Zurück mehr? Du kannst doch jederzeit unterbrechen oder auch das Ganze abbrechen, wenn Dir danach ist. Du hast doch gerade erfahren, dass der Körper sich wieder an eine bestimmte Dosis gewöhnt, auch wenn es etwas gedauert hat. Wenn Du zukünftig langsamer vorgehst, werden etwaige Probleme auch nicht mehr so lange anhalten. Nur Mut! :)

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Medlem » Sonntag, 19.03.17, 22:04

Hallo Achim,

es lohnt sich auf jeden Fall weiterzureduzieren! Jedes Gramm weniger ist ein Gewinn für den Körper!

Und es ist auch einfach so befreiend wenn man auf 0 ist. Zu wissen, es kann nichts passieren, wenn man mal abends die Tablette vergessen hat, in den Urlaub fahren....

Das heißt aber nicht Absetzen um jeden Preis. Die Lebensqualität sollte möglichst wenig darunter leiden.
Clown hat geschrieben:Das zurecht feilen meiner abendlichen Droge geht mir unwahrscheinlich auf den Zeiger.
Das kann ich mir gut vorstellen! Darf ich fragen, wie Du dann feststellst, ob die exakte Grammzahl erreicht ist? Feinwaage?

Wäre es evtl. eine Option für Dich mit Messer und Tablettenteiler zu arbeiten? Damit habe ich mich einmal im Monat für eine Stunde hingesetzt und Tabletten klein geschnitten. Die Bröckchen habe ich gewogen, sortiert und in leere Mini-Crem-Döschen (gibt es z.B. bei dm) getan. So hatte ich jeweils für einen Monat mein Döschen. Du könntest dann z.B. eine halbe Tablette mit einem abgewogenen Bröckchen kombinieren.

Viele Grüße

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Ganzheitliche Maßnahmen: Darmsanierung mit Symbioflor und Flohsamen, Vitamin-D und Zink (beides starker Mangel), Magnesium tut mir gut

Mirtazapin-Einnahme 12/14 - 6/15 und Absetzen 7/15 - 8/16:
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09/16: Innerhalb kurzer Zeit 2-3 kg abgenommen (ohne Diät). Kann wieder essen, wozu ich Lust habe.
Ca. 3 Monate nach 0: Ich fühle mich wieder normal!
22.12.16 - schlafe wieder 7 Stunden am Stück!
6 Monate nach 0: Ich bin wieder vollkommen ich. Bericht für AD erfolgreich abgesetzt ist noch in Arbeit...

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Halmackenreuther » Sonntag, 19.03.17, 23:44

Clown hat geschrieben: Da ich z.Zt. Omeprazol reduziere, bin ich mir nicht sicher, ob ich da nicht zuerst weitermachen soll.
Beim Omeprazol habe ich in einem Ruck von 20 auf 10 mg reduziert. Das klappte auch gut und gelegentlich wenn`s ziept nehme ich halt noch eine 20iger obendrauf oder auch mal ein Antazidum.
Clown hat geschrieben:Beim Omeprazol befürchte ich, das es mir wichtige
Nährstoffe nimmt bzw. nicht zur Verfügung stellt( bin immer müde und schlapp), ....
Das Einzige was da bekannt ist, ist Vitamin B12.

Hast Du Deinen Spiegel mal messen lassen ?

PPIs stehen allerdings im Verdacht die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung zu vervielfachen. (da weiß man wiederum nicht ob das mit dem B12 zusammenhängt.)
Clown hat geschrieben: da für mich ab Oktober immer eine schwere Zeit anbricht, möchte ich auf 7,5 sein
um dann pausieren zu können.
Wenn Du bei 9-12 mg überwinterst ist das auch kein Beinbruch.

Solche Zielvorgaben "7,5 mg bis zum Winter" könnten von mir sein. :whistle:

Aber sie sind bei genauer Betrachtung völlig sinnfrei.

Gruß Helmut
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2002 und 2006 Tavorentzug von 1,0
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1995-2009 Fluvoxamin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
2006-2010 Doxepin in unterschiedlichen Dosierungen; ohne Probleme abgesetzt
seit 8/2015 30 mg Mirtazapin (eine Woche auf 45 mg)
11/2015 Dosisänderung von 30 auf 15 mg; nach zwei Tagen heftige Absetzsymptome; ohne größere Probleme zurück auf 30 mg
18.-21.12.2015 Dosisänderung von 30 auf 26,25 mg; nach vier Tagen heftige Absetzsymptome
seit 22.12.2015 wieder 30 mg; große Probleme trotz Dosiserhöhung; nach ca. 10 Tagen wieder ok.
28.01.16 27 mg; 05.03.16 24 mg; 19.04.16 22 mg; 15.07.16 20 mg; 22.10.2016 17 mg; 09.12.2016 15 mg; 12.01.2017 14 mg; 12.03.2017 13 mg; 01.05.2017 22,5 mg

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Jamie » Montag, 20.03.17, 10:36

Hallo die Herren :)
da für mich ab Oktober immer eine schwere Zeit anbricht, möchte ich auf 7,5 sein
um dann pausieren zu können.

Solche Zielvorgaben "7,5 mg bis zum Winter" könnten von mir sein. :whistle:
Der Weg ist das Ziel,
klingt abgedroschen, ist aber wahr :schnecke: :schnecke: :schnecke: (sagt Jamie, die seit über 3 Jahren ihr PPI absetzt :roll: )

Grüße
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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Montag, 20.03.17, 14:21

Hallo Carlotta,

auch ich habe schmerzlich lernen müssen welche Konsequenzen meine
Ungedult hat. Habe mir auch vorgenommen das ganze langsam anzugehen.

Wenn nur meine Angst vor dem reduzieren nicht wäre.
Na ja, mal schauen
Lg
Achim
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1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
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14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von Clown » Montag, 20.03.17, 14:32

Hallo Medlem,

ich möchte auf jeden Fall ohne Chemie leben. Es ist nur so, das meine Lebensqualität im vorigen
Jahr nicht so toll war.

Ich habe die Mirtazapin bis jetzt mit dem Messer so weit bearbeitet bis das Gewicht laut Feinwaage
erreicht war. Ich habe aber sehr empfindlich auf Schwankungen reagiert. Habe oft eine Viertelstunde
für eine Tablette gebraucht. Oft mit einigen als Verschnitt.

Lg
Achim
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1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75

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Re: Absetzen von Mirtazapin

Beitrag von carlotta » Montag, 20.03.17, 14:33

Hallo Achim,

dann lass Dir Zeit und pausiere noch ein bisschen. :)

Aber ich denke, wenn Du wirklich ganz ganz sachte reduzierst und merkst, dass es dann besser machbar ist, verliert sich auch die Angst. Die ist ja insofern auch nicht verkehrt, indem sie Dich (hoffentlich!) zu einem langsameren und noch vorsichtigerem Vorgehen anhält. :schnecke:

Als Schnecke reduziert es sich komfortabler, so meine Erfahrung. :schnecke: :wink:

Liebe Grüße :group:
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Zuletzt geändert von carlotta am Montag, 20.03.17, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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