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Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
everendingstory
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Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 10:41

Liebes Forum-Team,

leider geht es mir gerade nicht so gut, habe das Venlafaxin abgesetzt und nun leide ich unter starken Symptomen, als ich das ausgegoogelt habe bin ich auf dieses tolle Forum gestoßen und lese vom Absetzsyndrom. Deshalb habe ich mich angemeldet und hoffe Rat zu bekommen da ich momentan hin und hergerissen bin was ich tun soll, wieder einnehmen oder durchziehen?

Ich kann leider nicht finden wo ich die Signatur mit meinen Medikamenten einrichten kann. Wo wird das genau gemacht?

Deshalb schreibe ich hier das wichtigste rein:

Meine unendliche Odysee begann vom 25.01.2005 bis 02.05.2005 stationär in der Psychiatrie, Diagnose: mittelgradige depressive Episode F32.1, generalisierte Angststörung F41.1, Panikstörung F41.0, Erschöpfungsdepression, burn-out-Syndrom, Panikattacken und Suizidaliät. Medikation bei Entlassung: Maprotilin/Ludiomil und Olanzapin/Zyprexa

Danach drei Aufenthalte in der Tagesklinik vom 03.05.2005 bis 11.07.2005, vom 03.11.2005 bis 22.12.2005 mit Medikamet Mirtazapin/Remergil und vom 10.07.2007 bis 19.09.2007 mit Medikation Quetiapin/Seoquel, Perazin, Trimipramin, Pregabalin/Lyrica.

Ich war ein Versuchskarnikel, ständige wurde vom Neurologen und Psychiatern an der Medikation gewerkelt, neue rein auch Haloperidol, Dosen rauf und runter, rein raus usw. Alles half nichts ich war stets am Ende.

Zum Schluss blieb ich beim Venlafaxin hängen, zuerst das Original mit den vielen Kügelchen und dann als das Generika günstiger war von Heumann mit den größeren Plättchen drin. Das habe ich nun seit 2008 dauert genommen, morgen 75 mg und Abend 75 mg. Nachdem es sich stabilisiert hatte und ich wieder arbeiten konnte habe ich auf 75 mg morgens reduziert seit 2009.

Paralell habe ich so viele alternative Heilmethoden versucht alles ohne Erfolg, Chinesiologie, Klopftherapie, Heilpraktiker, Lachtherapeut, und alle gaben einem weiteres wie Bachblüten, Schüssler Salze und und und ohne das mein Befinden besser wurde, ständig unter Strom und unter einer Käseglocke, einfach kein befreites Gefühl.

Mir ging es die weiteren Jahre zwar stabiler so dass ich selbstständige relativ gut arbeiten konnte aber eben nie richtig befreiend, ständig ein blödes abgestumpftes Gefühl wie ein Zombi, ich muss mich zu allem quälen und kämpfen kämpfen kämpfen.

Da dache ich im Frühling 2014 das kann es doch nicht sein, kommt bestimmt von den blöden Venlafaxin und habe das weiter reduziert, nachdem ich auf 0 war brach gleich die Hölle ein, hing nur noch rum, nichts ging mehr, also wieder genommen und es ging mir wieder besser. Ich habe das eigenmächtig gemacht, denn wenn ich meinen Neurologen frage ob ich das reduzieren kann bekomme ich immer nur ein Nein zu hören und wie wichtig die Tablette sei. Ich habe dann dein Absturz meinem Neurologen erzählt zu meinem eigenmächtigen absetzten und der sagte sehen Sie das ist die Grunderkrankung die wieder kommt deshalb bekommen Sie doch das Medikament von mir. Also habe ich das brav weitergenommen. Nun im Sommer 2015 als ich lange Zeit stabil war dache ich jetzt schleiche ich das selber aus und habe in ca. 5 Monaten von 75 mg auf 0 reduziert, es sind 6 Plättchen drin a 12,5 m habe diese mit einem Messer geteilt und immer wenn ich das Gefühl hatte stabil zu ein eine halbes Plättchen nach und nach weniger genommen. Anfang 2016 hatte ich eine heftige Grippe und es war nur noch 1 Plättchen in der Kapsel also 12,5 mg, da lag ich 2 Wochen flach im Bett und habe die dann einfach vergessen zu nehmen. Nachdem die Grippe etwas besser wurde dachte ich so nun nimmt du diese eben nicht mehr, das war der 14.01.2016 seitdem bin ich auf null und seitdem also 5 Wochen jetzt durchlebe ich die Hölle.

Kann nicht mehr schlafen, liege die ganze Nacht wach und schwitze extrem bis patschnass. Depressiv, nervös, gereizt, Zukunftsängste. Das Problem ist ich bin selbstständig und darf nur funktionieren das verschlimmert das alles noch denke ich pack das alles nicht mehr. Aber der fehlende Schlaf frisst einen auf, sonst konnte ich relativ ordentlich schlafen, hab bis spät in die Nacht zwar immer gearbeitet und dann ins Bett aber es ging. Nur jetzt egal was ich mache, Beruhigungstees, Baldrain, Magnesium, Omega3, Spaziergang am Abend es hilft nichts.

Nun bin ich am überlegen ob ich wieder das Venlafaxin einschleichen soll oder durchbeissen und warten es wird besser, aber wie lange noch?

Ich bin über jeden Rat dankbar bis wann die Symptome abklingen und ich wieder schlafen kann und froh in die Zukunft blicken kann. Ich habe das Vertrauen in die Medikamente und Ärzte verloren, will das nicht nochmal alles durchkauen und von vorne anfangen, das ist mir zu schaden und zu heftig alles erneut zu durchleben, deshalb will ich es ohne diese Droge schaffen.

LG everendingstory
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Jamie » Montag, 29.02.16, 11:18

hallo ees (bin mal so frei eine Abkürzung zu nutzen),

willkommen im ADFD :)

Dein ZNS war und ist durch das jahrelange Chaos bei den Medikamenten garantiert schon massiv angeschlagen gewesen und dieses falsche Absetzen (viel zu schnell!) hat ihm jetzt den Rest gegeben.
Du bist gerade noch an der Grenze zum Wiedereindosieren (nach 6 Wochen steigen Unverträglichkeitsreakionen); ich würde heute oder spätestens morgen ein Plättchen (12,5mg) dritteln / halbieren und entweder ~4,2mg oder 6,25mg wieder einnehmen.
Ich glaube nicht, dass es Sinn macht das auszusitzen, dazu sind deine Beschwerden viel zu heftig.
Hier eine Liste mit möglichen Symptomen (nicht vollständig): http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Wir empfehlen eine Wiedereinnahme, damit das ZNS sich stabilisieren kann und man dann richtig ausschleichen kann; das heißt 10% alle 4-6 Wochen an Dosis reduzieren. Bei deinen 150mg Ausgangswert wären alleine für das richtige Ausschleichen mehr als 1,5 Jahre ins Land gegangen; du warst also viel zu schnell unterwegs.
AD machen körperlich abhängig - dein Gehirn schreit förmlich nach dem Stoff (und nur diesem und kein anderer!).
bitte hier lesen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=8621

Ich empfehle dir nicht weiter zuzuwarten; jetzt hast du noch die Chance das Steuer rumzureißen (versprechen können wir nichts).
Einige Menschen landen nach einem falschen Absetzen im sog. protrahierten Entzug, das ist ein Entzug, in dem du über Jahre in einem ähnlichen Zustand verharrst wie jetzt und das ist furchtbar und kostet viele ihren Job, ihre Freunde, ihre Existenz. Wir versuchen alles, das euch nach Möglichkeit zu ersparen.
Der protrahierte Entzug entsteht, wenn man falsch absetzt und dann nicht wieder eindosieren will oder kann (zB. weil man dann doch nach zu langem Warten es mit dem Wiedereindosieren versuchen will, der Körper das Mittel aber nicht mehr toleriert und das kommt leider häufiger vor als man denkt) - deswegen sind wir immer alarmiert, wenn Leute sich sehr sträuben und das Mittel nicht mehr nehmen wollen.
Wir alle im ADFD finden Psychopharmaka katastrophal und wollen möglichst schnell davon loskommen und gerne empfehlen wir keinem die Wiedereinnahme, aber da wir wissen, wie gravierend die Folgen sein können, ist die Wiedereinnahme der einzige Weg, sich noch eine zweite Chance zu ermöglichen.
Ziel ist es ja nicht für den Rest des Lebens auf AD zu bleiben, sondern es langsam und schonend abzusetzen und keine Symptome dabei zu kriegen.

Hier noch mehr Links:
Mythen über PP: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=10055
FAQ zum Thema Absetzen: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=9913


Grüße
Jamie

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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 11:35

Hallo Jamie,
danke für die sehr schnelle Antwort, ich freue mich sehr dass ich hier Hilfe bekomme. Ich habe heute Abend einen Termin zum Erstgespräch zwecks Aufnahme bei einem neuen Hausarzt der alte hat leider die Praxis geschlossen. Ich möchte meine Medikamentenodysse aber nicht zur Sprache bringen, der soll mich durchchecken ich glaube ich habe was körperliches.

Wenn ich nun die 12,5 mg teile und morgen einnehme, wieviel soll ich dann die nächste Zeit davon genau nehmen und ich welchem Zeitlichen Ablauf bis zu welcher mg hochdosieren?

Gruss ees
Diagnosen: mittelgradige depressive Episode F32.1, generalisierte Angststörung F41.1, Panikstörung F41.0, Erschöpfungsdepression, burn-out-Syndrom, Panikattacken und Suizidaliät

Seit Mitte 2005 regelmäßig Verhaltenstherapie beim Pyschologen, anfänglich engmaschig, jetzt 4 x im Jahr für eine Stunde Gespräch .

Seit 2005 in regelmäßiger Behandlung beim Neurologen, anfänglich engmaschig, jetzt 4 x im Jahr für 5 Minuten um das neue Rezept abzuholen.

Medikamente:
10/2004 - 25.1.2005 Paroxetin vom Neurologen
25.1.2005 - 02.05.2005 Maprotilin/Ludiomil und Olanzapin/Zyprexa in der Psychiatrie bekommen
03.05.2005 - Mitte 2008 Mirtazapin/Remergil, Quetiapin/Seroquel, Perazin, Trimipramin, Pregabalin/Lyrica, Haloperidol in 3 Tageskliniken und ambulante Behandlungen
ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

Frühling 2014 erster fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, nach zwei Tagen wieder eindosiert auf 75mg

Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
danach heftige Absetzsymptome, Versuch aber trotzdem es auszahlten dann ADFD im Internet gefunden und Kontakt aufgenommen, Ratschlag befolgt
ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Jamie » Montag, 29.02.16, 11:46

Hallo ees :)

Angenommen du nimmst diese 6,25mg (auf keinen Fall mehr), dann gucken wir als erstes, was passiert.
Womöglich bessert sich dein Zustand schnell. Manchmal lesen wir, dass es innerhalb von Stunden nach der Wiedereinnahme besser wird.
Dann wird erst mal abgewartet.
Wenn es einem schlechter geht, wird die Dosis nach unten reduziert und wenn man es nicht genau weiß, bleibt man bei der Dosis.

Das macht man so lange, bis man sich eine Meinung gebildet hat, ob man noch etwas höher gehen muss oder bei der Dosis bleiben kann und dann stabilisiert man sich eine Weile. Nach oben gehen geht immer! Aber es ist wichtig, nicht zu hoch einzusteigen, weil das ZNS ist in extremer Aufruhr und kann nur kleine Dosen vertragen und oftmals reichen sogar kleine Dosen zum Stabilisieren.
Und wenn man sich dann besser fühlt (wir können hier keine festen Zeitvorgaben machen), dann geht man alle 4-6 Wochen 10% runter.
Wir haben auch Betroffene, die können etwas mehr runtergehen und solche, die leider nur 5% absetzen können. Das hängt von der Empfindlichkeit des ZNS ab und kann nicht vorhergesagt werden.

Jetzt drücke ich erstmal die Daumen, dass dir die Wiedereinnahme bekommt! :group:

Grüße
Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 11:55

Hallo Jamie,

OK ich vertraue deinen Worten und nehme jetzt gleich eine halbe also 6,25 mg. Mal sehen wie es wird. Ich dachte eigentlich wenn ich es aushalte dann wird es nach ein paar Wochen besser werden und meine Psyche ist drüber weg. Aber da habe ich mich wohl getäuscht, Ihr habt die Erfahrung hier und dann werde ich den Rat so befolgen und hoffe es geht wieder aufwärts. Werde berichten. Dankeschön für die Hilfe.
Gruß ees
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ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

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Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
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ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
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ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
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ab 01.11.17 reduziert auf 4 Kügelchen
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 11:56

Hallo Jamie,

ich hab noch eine Frage, kann ich diese Plättchen so aus der Retardcapsel bedenklos nehmen und lose dann einnehmen?

Gruß ees
Diagnosen: mittelgradige depressive Episode F32.1, generalisierte Angststörung F41.1, Panikstörung F41.0, Erschöpfungsdepression, burn-out-Syndrom, Panikattacken und Suizidaliät

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10/2004 - 25.1.2005 Paroxetin vom Neurologen
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03.05.2005 - Mitte 2008 Mirtazapin/Remergil, Quetiapin/Seroquel, Perazin, Trimipramin, Pregabalin/Lyrica, Haloperidol in 3 Tageskliniken und ambulante Behandlungen
ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

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Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
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ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
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ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
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Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Jamie » Montag, 29.02.16, 12:05

Hallo ees :),

nein bloß nicht. Die Plättchen müssen in die Hülle zurück.
Kapsel öffnen, Plättchen entnehmen, zurechtschneiden (was auch immer), gewünschtes Stückchen wieder reintun, Kapsel zu und runter damit.

Allerdings befürchte ich, dass womöglich die Retardwirkung dadurch aufgehoben wird. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob die Retardierung auf der Kapselhülle liegt oder als Film auf den Plättchen, tippe aber, es sind die Plättchen (ist meistens so).
Und wenn du diese nun bearbeitest, wird der Film zerstört.
Das dürfte bei so einer geringen Dosis aber nichts ausmachen und außerdem kennt es dein Körper bereits, weil du ja auch zuvor schon beim Absetzen die Plättchen halbiert hast. Ich denke es wird alles gut gehen; problematisch wäre es bei hohen Dosen, da könnte das schnelle Anfluten zu einer Überdosierung führen.
Zukünftig solltest du dir ein anderes Präparat verordnen lassen, zB von hexal, neuraxpharm, 1a Pharma oder Winthrop. Die haben viele Pellets.

Grüße
Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 12:14

Hallo Jamie,

ich habe das halbe Plättchen soeben geschluckt, so hatte ich es bislang auch gemacht beim reduzieren ohne diese Kapsel genommen.

Leider verschreibt mir der Neurologe nur diese mit den 6 Plättchen drin, ich hatte jahrelang das original Trevilor mit den vielen Kügelchen bekommen, dann leider nicht mehr stattdessen dann von Heumann mit den Plättchen. Wie sollte ich an die anderen mit den Kügelchen gelangen? Oder kann man das dann doch mit den Heumann machen.

Ich nehme jetzt also die nächste Zeit täglich 1/2 Plättchen a 6,25 mg und werden berichten wie es geht. Und wenn es sich hoffentlich stabilisiert hat dann alle 4-6 Wochen hiervon 10% oder 5% runterkommen? Das wird aber schwer zu dosieren sein mit den Heumann?

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10/2004 - 25.1.2005 Paroxetin vom Neurologen
25.1.2005 - 02.05.2005 Maprotilin/Ludiomil und Olanzapin/Zyprexa in der Psychiatrie bekommen
03.05.2005 - Mitte 2008 Mirtazapin/Remergil, Quetiapin/Seroquel, Perazin, Trimipramin, Pregabalin/Lyrica, Haloperidol in 3 Tageskliniken und ambulante Behandlungen
ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

Frühling 2014 erster fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, nach zwei Tagen wieder eindosiert auf 75mg

Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
danach heftige Absetzsymptome, Versuch aber trotzdem es auszahlten dann ADFD im Internet gefunden und Kontakt aufgenommen, Ratschlag befolgt
ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
ab 01.09.17 reduziert auf 6 Kügelchen
ab 01.10.17 reduziert auf 5 Kügelchen
ab 01.11.17 reduziert auf 4 Kügelchen
ab 01.12.17 reduziert auf 3 Kügelchen
ab 01.01.18 reduziert auf 2 Kügelchen
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Dane » Montag, 29.02.16, 14:46

Hallo ees,

schau mal hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=8897

1A Pharma müsste auch noch gehen. Sind alles Generika, also sollte sich dein Arzt da nicht quer stellen. ;-)

Viele Grüße
Dane
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06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Jamie » Montag, 29.02.16, 15:59

Hallo ees :)

Also finde ich unmöglich, dass dein Arzt sich da so quer stellt. Wie Dane schrieb - das sind sowieso alles Generika und man sollte ja meinen, ein Arzt würde einen unterstützen, anstatt einem Steine in den Weg zu legen.. . (?) :x

Es gibt aber noch andere Methoden. Du akzeptierst sein Rezept und gehst in die Apotheke und fragst, ob sie im Computer mal schauen können, ob außer Heumann vielleicht auch noch andere Firmen einen Rabattvertrag mit deiner Krankenkasse (KK) abgeschlossen haben; das kommt gar nicht mal so selten vor und wenn du Glück hast, dann ist ja vielleicht die Firma 1A Pharma, neuraxpharm, winthrop, hexal, ratiopharm oder henning dabei!?!!!
Umso besser - dann kannst du bitten, dass sie dir bitte das aushändigen und gut ist.

Sollte es nur Heumann sein, dann hast du die Möglichkeit, das Rezept vor Ort in ein Privatrezept umschreiben zu lassen, das ist das sogenannte Wunscharzneimittel. Ich habe mal geschaut - 90 Stück Venlafaxin 37,5mg retard von Neuraxpharm kostet 29,XX € - das wäre notfalls doch möglich, oder?Du musst das dann privat zahlen, kannst aber bei der Krankenkasse (Rezept und Kassenbon aufheben) dir einen Zuschuss zurückholen.

Es sollte wirklich nicht daran scheitern, denn Venlafaxin lässt sich mit vielen Kügelchen sehr gut und sehr genau ausschleichen; Heumann ist einfach blöd fürs Absetzen.

Grüße
Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Montag, 29.02.16, 18:00

Danke an Dane und Jamie,
so werde ich das machen, das nächste Rezept muss Kügelchen sein und wenn ich in der Apotheke selber drauf zahlen muss, das ist mir dann egal.
Soll ich dann alle 4-6 Wochen 5% oder 10% von den 12,5 mg anteiligen Kügelchen reduzieren? Sehe ich das richtig so?

Bis jetzt ist das Plättchen mit 12,5 mg von heute Mittag nicht negativ ins Gewicht gefallen, ist nicht schlechter geworden sondern gleich, bin gespannt was die Nacht bringt, werde morgen berichten. Hoffe mein Körper nimmt die 12,5 mg gut an ohne Probleme und ich stabilisiere mich damit wieder damit ich das Zeug gemäß Euren Regeln ausschleichen kann und dann nie wieder.

Schöner Abend.
LG everendingstory
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ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

Frühling 2014 erster fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, nach zwei Tagen wieder eindosiert auf 75mg

Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
danach heftige Absetzsymptome, Versuch aber trotzdem es auszahlten dann ADFD im Internet gefunden und Kontakt aufgenommen, Ratschlag befolgt
ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
ab 01.09.17 reduziert auf 6 Kügelchen
ab 01.10.17 reduziert auf 5 Kügelchen
ab 01.11.17 reduziert auf 4 Kügelchen
ab 01.12.17 reduziert auf 3 Kügelchen
ab 01.01.18 reduziert auf 2 Kügelchen
ab 01.03.18 reduziert auf 1 Kügelchen
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everendingstory
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Dienstag, 01.03.16, 7:21

Guten Morgen,

ich hatte mal wieder eine bessere Nacht gehabt, hatte Muskelentspannung gemacht und warme Milch mit Honig getrunken, am Abend noch Schnee geschippt an der Frischen Luft. Das hat geholfen zu schlafen. Nehme dann heute wieder 12,5 mg.

Wünsche allen einen schönen Tag.
LG ees
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ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

Frühling 2014 erster fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, nach zwei Tagen wieder eindosiert auf 75mg

Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

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ab 14.1.2016 = 0 mg
danach heftige Absetzsymptome, Versuch aber trotzdem es auszahlten dann ADFD im Internet gefunden und Kontakt aufgenommen, Ratschlag befolgt
ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
ab 01.09.17 reduziert auf 6 Kügelchen
ab 01.10.17 reduziert auf 5 Kügelchen
ab 01.11.17 reduziert auf 4 Kügelchen
ab 01.12.17 reduziert auf 3 Kügelchen
ab 01.01.18 reduziert auf 2 Kügelchen
ab 01.03.18 reduziert auf 1 Kügelchen
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 01.03.16, 8:59

Hallo ees, das hört sich doch schon mal an wie ein Schritt in die richtige Richtung.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Sommersprosse » Dienstag, 01.03.16, 14:50

Liebe Jamie,

du schreibst:
Allerdings befürchte ich, dass womöglich die Retardwirkung dadurch aufgehoben wird. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob die Retardierung auf der Kapselhülle liegt oder als Film auf den Plättchen, tippe aber, es sind die Plättchen (ist meistens so).
Bei meinem letzten Gespräch mit meiner Ärztin hatte ich genau dieses Thema. Die Kapsel dient als Magenschoner,
den Inhalt NICHT OHNE KAPSEL einnehmen. (sie ging bei mir davon aus, das ich meine Küglechen ohne Kapsel nehme)

Liebe Grüße, Sommersprosse (n) Bild
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Sommersprosse » Dienstag, 01.03.16, 14:58

Liebe everendingstory,
ich begrüße dich und heiße dich recht Bild im ADFD.

Freu mich, das es dir schon nach so kurzer Zeit etwas besser geht.
Auch ich setze gerade Trevilor ab und bekomme Kügelchen verschrieben, sollte möglich sein !!

Mach weiter so, alles Liebe und Gute für dich.

Viele Grüße, Sommersprosse (n) Bild
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Dienstag, 01.03.16, 21:07

Liebe Sommersprosse,

danke für deine nette Antwort. Ich hoffe wir packen das. Habe Mitte März einen Termin beim Neurologen und versuche dann mit den Rezept Kügelchen zu bekommen. Spreche es nochmal an dass ich unbedingt gerne von den Tabletten wegkommen will, hoffe er unterstützt mich dabei. Wenn nicht dann eben alleine nach der 10% Methode.

Aber wenn ich dann die Kügelchen rausnehme, wie soll ich dann die Kügelchen einnehmen lose oder in einer Kapsel? Gibt es Kapseln einzeln zu kaufen um die Kügelchen einzufüllen?

Heute ging es mir besser, es ist doch echt unglaublich was 12,5 mg für eine Wirkung haben. Das hätte ich nie und nimmer geglaubt, dache immer auf dieses kleine Plättchen kommt es nun wirklich nicht mehr an. Aber so kann man sich täuschen und sich eines besseren Belehren lassen, tausend Dank an Jamie für deine Einschätzung. Das hat kein Arzt in 12 Jahren geschafft mit vielen Gesprächen und Untersuchungen, was Jamie in 5 Minuten ohne einen persönlich zu kennen diagnostiziert hat. Ziehe meinen Hut, großer Respekt.

Das große Problem durch die Selbstständigkeit ist halt der Stress und das hohe Arbeitspensum, selbst und ständig quasi, 7 Tage die Woche an 365 Tagen im Jahr. Das zehrt an den Nerven aber es macht mir große Freue und ich arbeite gerne, so ist man wenigstens gut abgelenkt. Aber trotzdem will ich nicht mehr länger akzeptieren dass das nur dank dieser 1 Tablette Treviolor möglich ist, mein Gehirn soll und wird das auch alleine schaffen, davon bin ich fest überzeugt. Die Tablette ist keine Dauerlösung für mich, deckelt nur alles und ruft Symptome hervor die ich nicht bis zum Ende haben möchte. Deshalb setzte ich das Zeugs ab und hoffe nach diesem Versuch laut Anleitung werde ich befreit.

Hoffe die Nacht bringt Entspannung und Schlaf.

Gute Nacht Euch.
LG everendingstory
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ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
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ab 01.10.17 reduziert auf 5 Kügelchen
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Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Jamie » Dienstag, 01.03.16, 21:55

Hallo ees :),

in der Hülle bitte.
Zumindest ich möchte das eigentlich nicht weiter erörtern; es gibt keinen einzigen guten Grund die Hülle wegzulassen und viele, die eher dafür sprechen.
Pharmazie ist mein Beruf, auch wenn ich berentet bin. Wenn du es anders handhaben willst, darfst du das natürlich tun, aber für die vielen, die hier mitlesen, möchte ich es gerne klarstellen.

Wenn du Kügelchen sammeln willst, tue sie in ein sauberes trockenes Gefäß und kaufe dir Leerkapseln im Internet.

Danke für deine netten Worte für uns und es freut mich, dass es dir besser geht. Du hast zum Glück zeitig hierher gefunden und bekommst eine zweite Chance, das ist toll :) - denn leider haben wir auch einige, die das ADFD erst zu spät fanden und jetzt schon jahrelang im protrahierten Entzug stecken :cry: .
Du wirst das Venlafaxin los, da bin ich mir ganz sicher. :group:

Alles Liebe
Jamie
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von everendingstory » Donnerstag, 03.03.16, 7:39

Guten Morgen,
hat Ihr eventuell eine Ahnung nach welcher Zeit das kleine eingesetzte Venlafaxin wieder besser greift. Gestern ging es mir leider etwas schlechter statt wie erhofft besser, die Nacht war auch mehr wach als schläfrig. Ich nehm heute wieder mein halbes Plättchen 6,25 mg und sehe was es bringt.
LG ees
Diagnosen: mittelgradige depressive Episode F32.1, generalisierte Angststörung F41.1, Panikstörung F41.0, Erschöpfungsdepression, burn-out-Syndrom, Panikattacken und Suizidaliät

Seit Mitte 2005 regelmäßig Verhaltenstherapie beim Pyschologen, anfänglich engmaschig, jetzt 4 x im Jahr für eine Stunde Gespräch .

Seit 2005 in regelmäßiger Behandlung beim Neurologen, anfänglich engmaschig, jetzt 4 x im Jahr für 5 Minuten um das neue Rezept abzuholen.

Medikamente:
10/2004 - 25.1.2005 Paroxetin vom Neurologen
25.1.2005 - 02.05.2005 Maprotilin/Ludiomil und Olanzapin/Zyprexa in der Psychiatrie bekommen
03.05.2005 - Mitte 2008 Mirtazapin/Remergil, Quetiapin/Seroquel, Perazin, Trimipramin, Pregabalin/Lyrica, Haloperidol in 3 Tageskliniken und ambulante Behandlungen
ab Mitte 2008 - Venlafaxin 150mg
ab Mitte 2009 - Venlafaxin auf 75 mg reduziert

Dazwischen parallel alles Mögliche probiert beim Heilpraktiker, Klopftherapie, Kinesiologie, Lachtherapie, mit Globolies, Schüssler Salzen, Bachblüten und vieles mehr, jeder privat bezahlte Therapeut verabreichte mir sein eigenes Mittel - jedoch ohne merkliche Verbesserung deshalb alles wieder problemlos abgesetzt. Diese Behandler wiesen zwar auf die Problematik mit Psychopharmaka hin und versprachen mir wenn ich das eigene Mittel nehme kann ich Venlafaxin problemlos weglassen, aber das hat auch nicht funktioniert.

Frühling 2014 erster fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, nach zwei Tagen wieder eindosiert auf 75mg

Frühling 2015 zweiter fehlgeschlagener Absetzversuch in Eigenregie, schnell ausgeschliechen und nach einer Woche wieder eindosiert

Venlafaxin 75 mg täglich weitergenommen bis Sommer 2015, langsamer ausgeschliechen bis Januar 2016 sporadisch ohne genauen Zeitplan halbe Plättchen aus der Heuman-Kapsel entfernt bis 14.1.2016

ab 14.1.2016 = 0 mg
danach heftige Absetzsymptome, Versuch aber trotzdem es auszahlten dann ADFD im Internet gefunden und Kontakt aufgenommen, Ratschlag befolgt
ab 29.2.16 = 6 mg wieder eindosiert, unterstützend mit Omega-3-Pillen und Magnesium-Pillen, Abends Abtei Baldrian Kapseln zum schlafen.
ab 07.03.16 erhöht auf 12,5 mg (1 Plättchen von Heumann)
ab 11.04.16 erhöht auf 15 mg
ab 19.05.16 reduziert auf 12,5 mg
ab 06.06.16 reduziert auf 11,25 mg (36 Kügelchen von Neumann - Umstellung von Plättchen Heumann auf Kügelchen Neurax)
ab 13.07.16 reduziert auf 10,13 g (33 Kügelchen)
ab 14.08.16 reduziert auf 9,12 g (30 Kügelchen)
ab 14.09.16 reduziert auf 8,21 g (27 Kügelchen)
ab 14.10.16 reduziert auf 7,39 g (24 Kügelchen)
ab 14.11.16 reduziert auf 6,65 g (21 Kügelchen)
ab 20.12.16 reduziert auf 5,55 g (18 Kügelchen)
ab 21.01.17 reduziert auf 4,63 g (15 Kügelchen)
ab 21.02.17 reduziert auf 3,70 g (12 Kügelchen)
ab 21.03.17 reduziert auf 11 Kügelchen
ab 02.05.17 reduziert auf 10 Kügelchen
ab 01.06.17 reduziert auf 9 Kügelchen
ab 01.07.17 reduziert auf 8 Kügelchen
ab 01.08.17 reduziert auf 7 Kügelchen
ab 01.09.17 reduziert auf 6 Kügelchen
ab 01.10.17 reduziert auf 5 Kügelchen
ab 01.11.17 reduziert auf 4 Kügelchen
ab 01.12.17 reduziert auf 3 Kügelchen
ab 01.01.18 reduziert auf 2 Kügelchen
ab 01.03.18 reduziert auf 1 Kügelchen
ab 01.04.18 NULL :party2: :party2: :party2:

Lisamarie
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Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 03.03.16, 8:46

Hallo ees, es kann durchaus sein das es ne paar Tage dauert bis es wieder greift, das sind ja keine Kopfschmerztabletten die man nimmt und ne Stunde später sind die Kopfschmerzen weg. Und es kann durchaus sein das es am Anfang schlechter wird, sowohl das Ausschleichen wie auch das Einschleichen sind Stress fürs ZNS.
Aber wird schon, Kopf hoch lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
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Murmeline
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Re: Venlafaxin abgesetzt - nun heftige Probleme

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 03.03.16, 8:54

Hallo!

Kannst du bitte eine Signatur anlegen?
Unter nutzername > persönlicher Bereich > Profil > Signatur ändern.was drin stehen sollte siehst du ja bei den anderen.

Tu dir viel gutes, das ist auch wichtig. Lenk dich etwas ab und nicht nur darauf konzentrieren, wie es gerade geht.

Ich hoffe, du kannst dich in den nächsten Tagen stabilisieren und das eindosieren bringt die gewünschte Erleichterung.

Grüße, murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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