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Venlafaxin ausschleichen

Wenn moderne Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Simmi18
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Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 30.06.16, 9:56

Hallo,

ich habe öfter den Hinweis auf das Forum bekommen und schon ein bisschen gestöbert. Da ich glaube hier wertvolle Anregungen zu bekommen habecich mich jetzt angemeldet.

Ich bin 2011 an einem Burnout erkrankt. Wurde da mit Citalopram behandelt. Nach der Reha war Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste. Seit dem nahm ich Venlafaxin 75 mg. Ich kenne alle Nebenwirkungen beim Einschleichen. Lange kam ich mit dieser Dosis gut zurecht. Im letzten Oktober, da war ich schon auf 37,5 mg runter, ging es mir wieder von Tag zu Tag schlechter. Dosis wurde auf 150 mg erhöht. Im Dezember war ich wieder zur Reha und bekam 187,5 mg. Meine Symtome waren, schnelle Müdigkeit und Erschöpfung nach Anstrengung, Herzrasen, Blutdruckschwankungen.

nach der Reha gönnre ich mir viel Ruhe und es ging mir brsser. Als ich wieder mit arbeiten anfing erschöpfte ich schnell. Ich hatte 2013 meinen alten Job aufgegeben und bin meinem Herzen gefolgt. Arbeite jetzt selbständig mit dem ganzen Herzen und viel Freude.

Die Erschöpfung kam zurück und die Dosis ging auf 225 mg hoch. Ich merkte, dass es mir damit noch schlechter ging. Suchte Unterstützung in der alternativen Medizin, die dann such einige Mängel, wie Vit. D, B12, durchlässigen Darm feststellte. Bekam Infusionen und Nahrungsergänzung. Stellre die Ernährung um und mir ging es besser. In Absprache mit meiner Ärztin durfte ich snfangen zu reduzieren. Alle 4 Wochen die Dosis halbieren war Ihre Ansage. Das habe ich gemacht und bin jetzt bei 37,5 mg. Seit ca. 2 Wochen. Einige Symtome, wie Müdigkeit am Morgen, Antriebslos am Morgen, Blutdruckschwankungen, unruhigr Beine, ab und an Krämpfe begleiten mich. Schlimm ist Übelkeit und Apettitslosigkeit am morgen.

nach dem Lesen hier denke ich, dass sind die Absetzsymtome. Was könnt ihr mir raten? Bei der Dosis bleiben, die ich ja jetzt schon zwei Wochen nehme, oder wieder langsam erhöhen?
Am 8.7. Habe ich Termin bei einer Psychaterin, die auch auf homöopathischer Basis arbeitet. Hoffe eine Alternative zu finden um ganz raus zu kommen. Meine Probleme, die zur Erkrankung führten habe ich mit Therapie bearbeitet und aufgelöst. Merke mur gehts super soweit super bis auf die Symtome.

Sorry für den kangen Text :wink:

Freue mich über eure Meinungen.

Lieben Dank
Simone
Zuletzt geändert von Murmeline am Donnerstag, 30.06.16, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Leerzeilen für Lesbarkeit eingefügt

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Donnerstag, 30.06.16, 10:25

Hallo Simmi :) herzlich willkommen im ADFD!

Da durch die Einnahme eines Psychopharmakons ein Umbau des Zentralen Nervensystems stattfindet, um
mit dem Wirkstoff klarzukommen bzw beim Absetzen das Gleiche in umgekehrter Form passiert, haben
dir die Ärzte mit dem ständigen Auf- und Abdosieren des Venlafaxins keinen Gefallen getan - sondern
eher geschadet.
Hier mal zwei Links dazu:
Was passiert bei AD Einnahme u. im Entzug
Gereiztes ZNS/Funktionsstörung

Simmi18 hat geschrieben:In Absprache mit meiner Ärztin durfte ich snfangen zu reduzieren. Alle 4 Wochen die Dosis halbieren war Ihre Ansage.

Leider kennen sich die meisten Ärzte mit dem Absetzen nicht aus - du bist viel zu schnell u. in zu großen
Schritten unterwegs gewesen.
Wir empfehlen hier ein Absetzen von 5 - 10% der Dosis alle 4 - 6 Wochen.
Hier nochmal Lesestoff zum Verständnis:
häufig gestellte Fragen (FAQ) Absetzthematik

Simmi18 hat geschrieben:Am 8.7. Habe ich Termin bei einer Psychaterin, die auch auf homöopathischer Basis arbeitet.

Leider bist du im Venlafaxin-Entzug u. das ist mit Homöopathie nicht zu kompensieren.

Ich würde vorschlagen, daß du auf 40 mg aufdosierst - schaust, ob es dir damit besser geht - wenn ja, auf der
Dosis ca. 5 Wochen bleiben, evtl länger bis du dich richtig stabilisiert hast und dann ganz langsam u. behutsam
mit der 5-10% Methode ausschleichen. Damit bleiben die Symptome meist moderat und aushaltbar.

Das fürs Erste von mir, vllt bekommst du noch andere Vorschläge,
lG von Anna
Zuletzt geändert von Annanas am Donnerstag, 30.06.16, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Lisamarie » Donnerstag, 30.06.16, 10:26

Hallo Simone,
willkommen im ADFD.

Also genau so ein Vorgehen, alle vier Wochen die Dosis zu halbieren geben wir nicht, das ist viel zu schnell, wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% ab. Also ich würde wieder etwas hoch gehen, so ungefähr auf 50 mg und dann mindestens 6 Wochen abwarten ob du dich wieder stabilisieren kannst und dann viel langsamer absetzen.

Homöopathie kann etwas unterstützen, solange es nicht Hochpotenzen sind, die von Menschen im Entzug schlecht vertragen werden, aber sie können keinen Entzug abfedern, da hilft nur langsames und sorgfältiges ausschleichen. Manche von uns vertragen auch im Entzug keine Homöopathie , das solltest du dann vorsichtig antesten.


lg Petra
edit überschnitten mit Anna.
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Samstag, 02.07.16, 10:57

Danke euch beiden schon mal für die ausführlichen Antworten. Eigentlich hätte mir ja klar sein müssen, dass es so ist. Beim Einschleichen ist das ja auch so.
Was meint ihr mit stabil sein?
Ich arbeite wieder normal und bin leistungsfähiger. Wenn dann die Symptome auftauchen sage ich mir, dass es die Entzugserscheinungen sind und bald nachlassen. Ich komme damit dann besser klar. Bei den vielen Auf und Abs dachte ich mir geht's schlechter und dann wurde die Dosis vom Arzt erhöht. Keiner hat jemals gesagt, dass es vom Entzug kommt. Es ist eine Schande, was da mit einem gemacht wird. Woher soll ein Arzt das auch wissen, wenn er es nicht selber durch macht.
Ist hier im Forum jemand, der schon clean ist? Lese immer, dass die Nebenwirkungen auch danach noch lange andauern.
Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Lisamarie » Samstag, 02.07.16, 11:05

Hallo Simmi, wir haben einen Thread von Menschen die die AD,s erfolgreich abgesetzt haben, dabei ist es egal welches AD , die tun sich alle nicht viel :o

viewtopic.php?f=18&t=7526

Mit stabil meinen wir das man erst weiter absetzt wenn alle Entzugssymthome zu 95% weg sind. Die Entzugssymthome sollten sich in Grenzen halten wenn man langsam und bedächtig abdosiert. Nach 0 kann der Körper anfangen zu heilen, auch das kann noch eine Weile dauern.
lg Petra
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Murmeline » Samstag, 02.07.16, 11:07

Hallo Simmi,

Hier sammeln sich alle, die abgesetzt haben
viewtopic.php?f=18&t=7526

Ich gehöre auch dazu :)

Den Erfahrungsbericht eines betroffenen Arztes findest du hier:
viewtopic.php?f=51&t=11399

In betroffenengruppen geht man davon aus, dass langsames ausschleichen das Risiko längerer Nacgwirkungen nach Null minimiert.

Grüße, murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 07.07.16, 15:42

Die Infos hier sind echt gut. Bestärken mich auch.
Bin nun schon über drei Wochen auf 37,5 mg und mag eigentlich nicht erhöhen. Wenn ich abgelenkt bin mit dem Kopf spüre ich die Symptome kaum. Bin ich allein oder unter Druck kommt das volle Programm.
Manchmal denke ich alles kommt zurück und wie lange dauert es noch, bis sich eine Besserung einstellt? Sage mir immer "halte durch".
Lese dann auch hier die Erfahrungen und die machen Mut. Gönne mir viel "Nichtstun", aber Geld muss sich verdient werden.
Was meint ihr, wie lange braucht das ZNS mit der Umstellung? Habe mir vorgenommen die nächste Reduzierung nach der hier so oft empfohlenen Kügelchenmethode vorzunehmen, denn ich glaube das klappt besser. Möchte nur jetzt ungern wieder höher gehen, da ich schon einige Zeit die Symptome ertragen habe.
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9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
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26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Donnerstag, 07.07.16, 16:01

Hallo Simmi :) ,
Simmi18 hat geschrieben:Bin nun schon über drei Wochen auf 37,5 mg und mag eigentlich nicht erhöhen. Wenn ich abgelenkt bin mit dem Kopf spüre ich die Symptome kaum. Bin ich allein oder unter Druck kommt das volle Programm.

Du mußt schauen, wie es dir weiterhin damit geht. Bei mir ist die 3. Woche nach einer Reduktion immer
die schlimmste u.. dann wird es langsam besser.

Falls es so aushaltbar ist und sich nicht ständig verschlechtert - könntest du versuchen, bei den 37,5 mg zu bleiben.
Ich würde dann aber wirklich mit der nächsten Reduktion abwarten, bis du stabil bist - dh. bis ca 95% der
Symptome verschwunden sind.

Simmi18 hat geschrieben:Was meint ihr, wie lange braucht das ZNS mit der Umstellung?

Das ist unterschiedlich - kann man bei Keinem vorhersagen. Die 4 -6 Wochen, die wir hier empfehlen, sind nur
ein Anhaltspunkt - wichtiger ist das eigene Befinden bzw Empfinden.
Simmi18 hat geschrieben:die nächste Reduzierung nach der hier so oft empfohlenen Kügelchenmethode vorzunehmen, denn ich glaube das klappt besser.

Ja, die Kügelchenmethode hat sich hier schon vielfach bewährt. Gerade im unteren Dosisbereich sind noch überproportional
viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt - da macht das Abdosieren um nur 5 - 10% Sinn. Damit fallen die Absetzsymptome
moderat bzw aushaltbar aus u. man bleibt relativ alltagskompatibel.

Simmi, könntest du bitte noch eine Signatur anlegen - dann brauchen wir vor dem Antworten, nicht den ganzen
Thread durchzulesen.
- rechts oben auf Name, persönl Bereich, Profil, Signatur ändern

Danke,
lieben Gruß von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Sunnyrose » Donnerstag, 07.07.16, 16:10

Hallo Simmi

Simmi18 hat geschrieben:wie lange braucht das ZNS mit der Umstellung? Habe mir vorgenommen die nächste Reduzierung nach der hier so oft empfohlenen Kügelchenmethode vorzunehmen, denn ich glaube das klappt besser. Möchte nur jetzt ungern wieder höher gehen, da ich schon einige Zeit die Symptome ertragen habe.


Meinst du nach jedem Schritt oder nach 0? Es ist immer sehr individuell wie lange Entzugssymptome andauern. Wenn man mit der 10% Regel vorgeht, ist man innerhalb von 4-6Wochen durch und erholt für den nächsten Schritt. Was jedoch auch wieder individuell ist, aber meistens klappt das so ganz gut.

Wenn man jedoch zu grosse Schritte macht, kann es sein, dass es sich nicht so schnell beruhigt. Ich würde maximal noch eine Woche warten. Wenn sich die Symptome nicht deutlich beruhigen, dann ist es wirklich besser wieder aufzudosieren. Das wieder Aufdosieren, kann je länger du wartest, auch Symptome hervorrufen oder wird gar nicht mehr ertragen. Deshalb warte bitte nicht zu lange.

Schlussendlich müsstest du dann noch viel länger auf dieser Dosis bleiben, bis sich alles beruhigt. So spart man auch keine Zeit. Im Gegenteil. Es ist immer wichtig das Tempo und die Dosis dir selbst anzupassen. Deinem Befinden. Und wichtig ist das Zentralnervensystem so wenig wie möglich zu belasten.

Liebe Grüsse
Deria

Überschnitten mit Anna :)
Abgesetzt:
Lorazepam, Concerta, Truxal, Escitalopram

Zuletzt abgesetzt:
Escitalopram. Ursprünglich 30mg
Absetzstart September 2015
2,5mg runter alle 2 Monate bis 15mg.
Dann in 10% Schritten. Bis 10mg.
Dann schnelleres Vorgehen wegen Leberwerte.
Januar 2017: 6,8mg
15.2.17: 6mg
8.3.17: 4mg (psychotische Nebenwirkungen)
20.3.17: 0mg

Achtung: nicht nachmachen. Der grosse Schritt zum Schluss war für mich eine Notlösung. Langsames Vorgehen (5-15% Schritte, je nach Höhe der Dosis), wenn irgendwie möglich, ist der bessere Weg.

Ich bin jetzt frei von Substanzen jeglicher Art. Haltet durch! es lohnt sich.

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 07.07.16, 17:52

Danke für eure Worte, die mir Mut machen durch zu halten. Warte jetzt noch eine Woche und gucke was passiert.
Meine Hausärztin hat gestern gesagt, dass sie eine Patientin hat, die gerade durch die Hölle geht beim Entzug und sie ihren Patienten das Venlafaxin nicht mehr verschreiben wird.
Ärzte sind nicht gut aufgeklärt und das ist schlimm. Morgen habe ich Termin bei meiner Psychaterin und werde mit ihr nochmal darüber sprechen. Manchmal sind die froh über Infos von Patienten.
Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
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Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
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Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
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Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
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9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 07.07.16, 17:59

Simmi,

Bring ihr doch Artikel mit. Willst du? Ich verlinke dir gerne was.

Murmeline
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Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Donnerstag, 07.07.16, 18:32

Liebe Simmi :) ,
da scheinst du Glück mit deiner Ärztin zu haben - meine bestreitet sämtliche Absetzsymptome
und preist Venlafaxin als ein Geschenk des Himmels an (eher der Hölle - nach meiner Erfahrung).

Was Murmeline schreibt, wäre doch eine Idee - dann hat deine Ärztin mal Einiges schwarz auf weiß u
gibt das evtl auch weiter!

Lieben Gruß von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 07.07.16, 18:50

Murmeline, das Angebot nehme ich gern an. Sie ist meine Hausärztin und sicher dankbar. Werde auch mit der Psychaterin darüber sprechen und mal meine Erfahrungen mitteilen. Bin gespannt, ob die offen ist, da sie ja auch Homöopatisch arbeitet. Meine Therapeutin ist auch immer sehr aufgeschlossen.
Es ist echt eine Schande, was die Ärzte unwissend mit einem machen. Da gehört echt viel mehr Aufklärung her. Hat jemand schon mal solche Infos an die Depressionsliga weiter gegeben?
Burnout 2011 behandelt mit Citalipram und Opipramol
2011 Rehaaufenthalt Citalopram 20 mg
Januar 2012 Wiedereingliederung, die ich nach 4 Tagen abbrechen musste wegen Verschlechterung
Von da an 75 mg Venlafaxin
Job gekündigt und selbständig gemacht 2013
Im Oktober 2015 unter der Dosis 37,5 mg Venlafaxin wieder Symptome l9
Von Ärztin telefonisch auf 150 mg gesetzt
Reha im November 2015 hochdosiert auf 187,5 mg und Dominal
Aufgrund des hohen Pulses und Blutdrucks Betablocker Metropolol
Nach Reha noch Symptome und vom Arzt auf 225 mg rauf
Das war dann nicht mehr ich selber und ich habe dann runterreduziert auf 112,5 mg im März und Dominal weggelassen
Alternative Behandlung mit Infusionen, Vit. b Mangel und D Mangel aufgefüllt
Leaky gut diagnostiziert, Ernährung umgestellt
Ende April auf 75 mg Venlafaxin
Seit Mitte Juni auf 37,5 starke Symptome und deshalb am
9.7. um 10 Kügelchen aufdosiert auf Ca. 40,5 mg Venlafaxin das legte mich lahm
10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
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Im Laufe des Tages wird es besser,
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28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
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Emilia
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Emilia » Donnerstag, 07.07.16, 19:17

Liebe Simmi, :)

ich habe gerade deinen Thread gelesen und hatte den Gedanken, dass bei dir auch die bekannten Nebenwirkungen: http://www.betapharm.de/index.php?id=105248&BINID=5122 vom Venlafaxin bestehen könnten, und zusätzlich gibts die Absetzsymptome. Übelkeit usw. - dein volles Programm an Symptomen. Also blöde Mischung!
Die Nebenwirkungen des Venlafaxin sind nämlich bei 37,5mg viel stärker als bei der höheren Dosierung, den Grund dafür kennt keiner, das sind Erfahrungswerte soweit ich weiß. Vielleicht kannst du deine Psychiaterin danach fragen.
Das hieße dann, das du nicht wieder erhöhen solltest, sondern weiter runterdosieren.
Was sagt dein Bauchgefühl? :hug:

Alles Gute für dich, herzliche Grüße
Emilia
Diagnose: Migräne, Doxepin als Migräneprophylaxe
Juni 2010 Beginn mit Doxepin 25mg 4 Monate >> kurzfristig auf maximal Doxepin 50mg erhöht (wegen fehlender Wirksamkeit) >> ab März 2011 Doxepin 35mg 8 Monate >> ab November 2011 langsames Absetzen wegen fehlender Wirksamkeit geplant:
Doxepin 30mg 3 Wochen >> Doxepin 25mg 6 Wochen >> Doxepin 20mg 4 Wochen >> Doxepin 15mg 16 Tage >> Doxepin 10mg 12 Tage, dann Doxepin 10mg ganz abgesetzt, um eine neue Migräneprophylaxe mit anderem Prärarat zu beginnen, einige Tage nachdem Absetzen traten zunehmend ausgeprägte körperliche und psychische Absetzsymptome auf. Zu diesem Zeitpunkt erkannte ich die Absetzproblematik bei mir. 13 Tage war ich insgesamt ohne Doxepin, habe es dann wieder langsam eindosiert ab Mitte März 2012:
Doxepin 5mg 1Tag >>Doxepin 7,5mg 7 Tage >> Doxepin 9mg 7 Wochen >> Doxepin 8mg 4 Wochen >> Doxepin 7,5mg 5 Wochen >> Doxepin 7mg 6 Wochen >> Doxepin 6mg 5 Wochen >> Doxepin 5mg 4 Wochen >> 4mg 4 Wochen >> 3,5mg 2 Wochen >> 3mg 4 Wochen >> 2mg für 6 Wochen >> 1mg für 2 Monate >> 0,5mg ab Mitte April 2013>> ganz abgesetzt Ende Mai 2013 - juhu ich bin bei 0 !

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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Donnerstag, 07.07.16, 19:44

LIebe Emilia :) ,
da bin ich nicht in allem deiner Meinung.
Emilia hat geschrieben:dass bei dir auch die bekannten Nebenwirkungen: http://www.betapharm.de/index.php?id=105248&BINID=5122 vom Venlafaxin bestehen könnten, und zusätzlich gibts die Absetzsymptome. Übelkeit usw. - dein volles Programm an Symptomen.

Das kann durchaus sein, kann ich sogar aus eigener Erfahrung bejahen, weil ich vor der Reduktion schon
die Nebenwirkungen erleben mußte.
Emilia hat geschrieben:Die Nebenwirkungen des Venlafaxin sind nämlich bei 37,5mg viel stärker als bei der höheren Dosierung,

Das sehe ich nicht so, eher im Gegenteil die Nebenwirkungen nehmen leicht ab, je weiter man mit der Dosierung
runtergeht.
Was in den unteren Dosierungsbereichen bei zu schnellem Absetzen bzw zu großen Absetzschritten zunehmen kann, sind
die Absetzsymptome bzw deren Intensität - weil noch übermäßig viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt sind.
Hier ist auch eine Grafik dazu - zum Venlafaxin runterscrollen:
Rezeptorenbelegung
Emilia hat geschrieben:Das hieße dann, das du nicht wieder erhöhen solltest, sondern weiter runterdosieren.

Das wäre ganz falsch - leider verstärken sich dann die Absetzsymptome immens - erstmal ist eine Stabilisierung angesagt u.
evtl doch eine minimale Höherdosierung, wenn die Symptome sich verstärken.
Um danach ein behutsames Ausschleichen (5 - 10% Methode) vorzunehmen.

Die evtl bestehenden NW, (ähneln zum Teil auch den Absetzsymptomen), muß man dann erstmal in Kauf nehmen.
Außer gesundheitliche Beeinträchtigungen (z.B. Leberwerte, Herzprobleme usw), erfordern ein zügigeres bzw
sofortiges Absetzen.

Lieben Gruß von Anna
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 07.07.16, 20:50

Liebe Emilia,

Danke für den Link, der ja mal ausführlich Venlafaxin beschreibt.
Mein Bauchgefühl sagt erstmal bei der Dosis bleiben. Wenigstens noch eine Woche. Mein HP hat mir eben auch gesagt, dass es viel zu große Schritte sind. Habe ihm erklärt, dass meine Ärutin das so gesagt hat. Wir machen jetzt langsamer.

LG
Simone
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ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
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da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Donnerstag, 07.07.16, 20:58

Liebe Anna,

Auch dir danke für die Infos. Ich bin letztes Jahr schon mal bei 37,5 gewesen und hatte fürchterliche Symptome und dachte die Krankheit ist zurück.
Jetzt sind die Symptome nicht so schlimm wie da. Habe den Körper auch mit Vitaminen und Aminosäuren aufgebaut. Gönne mir viel Ruhe. Wahrscheinlich sitzt die Angst noch drin bei jedem Sxmptom zu denken alles kommt wieder obwohl der Kopf doch klarer ist.

Wenn es nicht anders geht werde ich hochdosieren. Die meiste Zeit geht's ganz gut. Nur bis nachmittags ist nichtsozialistische toll.

LG Simone
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11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
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12.8. Ca. 30 mg
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13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
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16.04. 07,97 mg
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Freitag, 08.07.16, 11:11

Liebe Simmi :) ,
Simmi18 hat geschrieben:Ich bin letztes Jahr schon mal bei 37,5 gewesen und hatte fürchterliche Symptome und dachte die Krankheit ist zurück.

Ich habe mal deine Signatur durchgelesen - die Ärzte haben dir da wirklich nichts Gutes angetan, mit dem Rauf- und
Runterdosieren, ohne jegliche Stabilisierungsphasen.
Das Schlimme daran ist ja auch, daß diese Absetzsymptome nicht nur von einem selbst, sondern meist auch von
den Ärzten als Wiederauftreten der "Grunderkrankung" gedeutet werden u.
dann gibts eben eine "anständige" Hochdosierung oder ein anderes Medikament.
Simmi18 hat geschrieben:Wahrscheinlich sitzt die Angst noch drin bei jedem Sxmptom zu denken alles kommt wieder obwohl der Kopf doch klarer ist.

Bestimmt, aber je mehr man sich mit dem Thema befaßt, evtl Bücher dazu liest oder die vielen Infos (hier im Forum), gerade
auch zu den Vorgängen im Gehirn oder was AD's anrichten können - dann verliert sich langsam die Angst - ist meine
Erfahrung.
Weil man sich die Symptome dann besser erklären kann.

Ist doch aber schon ein gutes Zeichen, daß du diese Klarheit im Kopf empfinden kannst.

Simmi18 hat geschrieben:Wenn es nicht anders geht werde ich hochdosieren. Die meiste Zeit geht's ganz gut. Nur bis nachmittags ist nichtsozialistische toll.

Ja, raten wir auch - kannst dich ja vorher nochmal dazu melden.
Also gehts dir abends auch besser? Das haben die meisten hier - ich empfinde das auch so - es sei denn, ich hänge in einer
Welle - dann ist manchmal der ganze Tag zum Teufel u. die Nacht u.Umständen auch.
Ist aber GsD nicht soooo häufig!

Wir schaffen das schon, alle gemeinsam :group: ,
lG von Anna
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Simmi18 » Freitag, 08.07.16, 15:38

Liebe Anna,

Danke für deine lieben Worte. Seit ich hier viel gelesen habe verstehe ich auch mehr.

Scheinbar sind die Stimmungsschwankungen auch normal.

War heute bei meiner Psychaterin. Hab ihr von eurer Kügelchenmethode erzählt und sie hat das total befürwortet. Sie meint, dass nur ich meinen Körper kenne und es probieren soll.
Da war ich überrascht.
Sie meint auch, dass ich auf die nicht depressiv wirke und ich recht haben kann mit dem Entzug.

Gegen die Übelkeit empfahl sie mir Bitterkräuter.

Ich habe mich heute Mittag dann entschieden mal aufzudosieren und in eine Kapsel 12,5 mg gepackt. 37,5 hatte ich ja heute morgen schon genommen. Kurz nach der Einnahme bekam ich dann Müdigkeit, schwitzen und Muskelzuckungen bzw. Misspfindungen in den Armen.

Auch ein seltsames Kribbeln im Kopf. Meine Zähne beißen auch kräftig aufeinander.

Meint ihr das kommt von der Erhöhung? Kann man das so klar spüren?

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu viel erhöht.

Wann merke ich, dass es richtig war bzw. wie?

Ihr habt da doch schon sehr viel mehr Erfahrung als ich ;-).

Bin froh, dass hier viele Betroffene sind, die so offen darüber sprechen. Wenn ich eure Liste der Medis sehe, denke ich, ich jammere auf hohem Niveau.

Liebe Grüße
Simone
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10.7. Frühes Erwachen und ständiges auf die Uhr gucken Zuckungen von Kopf bis Fuß, brennen in den Armen, schwitzen, Blutdruck 117/77 Puls 116
11.7. zurück auf 37,5 mg nach Einnahme vom Medi Schweißausbrüche, nach Anstrengungen erschöpft und bleiern, müde, ständiges Gähnen,Essen imme rnoch problematisch ohne Appettit, Stimmung schwankt, Abends Besserung und Freude aufs Bett :-).
12.7.relativ gute Nacht
Blutdruck niedrig, Therapiestunde, danach sogar einkaufen, mittags Schwitzen vorm Arbeiten,
morgens schlapp, müde, bleiern,essen weiterhin nach Einnahme des Venla problematisch
Abends sogar heute mal leichter Appettit und zunehmend gute Stimmung
Weiterhin auf 37,5 und keine Änderung der Symptome
26.7. 10 Kügelchen Ca. 3 g weniger also 34,5 mg
Besserung was die Übelkeit betrifft, konnte heute normal was essen, nur zweimal Hitzewallung/Schweißausbruch
Blutdruck scheint sich zu normalisieren, Kaum Gedankenkreisen, im Allgemeinen besser drauf
27.7. frühes erwachen um 6.45 ab da nur noch dösen, Zunehmende Zuckungen am ganzen Körper
ein kalter und ein warmer Fuß, nach dem Aufstehen müde und schlapp
01.08. bei 34,5 mg Kein Schwitzen mehr. Guter Appettit, kaum noch Symptome, wieder Periode ganz leicht,
12.8. Ca. 30 mg
26.8.-19.9 Urlaub
da ich vor dem Urlaub stabil war habe ich weitere 5 Kügelchen weggelassen. Diesmal aber nicht jede Kapsel ausgezählt.
07.9. langsames Einsetzen der Symptome
Schlafstörungen, Muskelzuckungen, schwitzen, Übelkeit. Das tritt meist morgens ab 7 Uhr auf.
Im Laufe des Tages wird es besser,
11.9. Heute wieder Kügelchen genau gezählt und auf 28,5 mg Symptome bleiben weiterhin (Umstellung auf Microtapering)
25.9. 27,9 mg stabil, super Tag, kaum Smptome, irgendwas putscht mich auf.
28.9. 27,9 mg extrem hibbelig, EKG auffällig, zu hoher Puls, fühle mich nicht schlecht, aber getrieben
29.9. auf 27,1 mg reduziert, ich glaube die Dosis ist zu hoch und deshalb die Unruhe und nicht still sitzen können
09.10. 25,55 mg
08.11. 23,78 mg
06.12. 21,54 mg
04.01. 19,65 mg
29.01. 17,24 mg
13.02. 16,24 mg
05.03. 13,83 mg
19.03. 11,73 mg
16.04. 07,97 mg
14.05. 04,30 mg
31.05. 02,85 mg
18.06. 01,59 mg
01.07. 0 mg :party2:

Seit Oktober Utrogest 200 mg wegen WJ

Weiterhin Vitamin B und D und Akupunktur

Annanas
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Re: Venlafaxin ausschleichen

Beitragvon Annanas » Freitag, 08.07.16, 15:54

Hallo Simmi :),
Simmi18 hat geschrieben:Ich habe mich heute Mittag dann entschieden mal aufzudosieren und in eine Kapsel 12,5 mg gepackt. 37,5 hatte ich ja heute morgen schon genommen. Kurz nach der Einnahme bekam ich dann Müdigkeit, schwitzen und Muskelzuckungen bzw. Misspfindungen in den Armen.

Das war sicher zu viel - das merkst du auch an deinen schnellen Körperreaktionen - ich hätte max. auf 40 mg aufdosiert,
meistens reichen kleine Mengen, um sich wieder zu stabilisieren.
Aufdosieren kann man ja immer noch.

Ich würde dir vorschlagen, morgen wieder ganz normal deine 37,5 mg zu nehmen u. wenn du die Kügelchen hast,
wirklich nur minimal hochzugehen.

Simmi18 hat geschrieben:Wann merke ich, dass es richtig war bzw. wie?

Normalerweise empfindet man dann ein Nachlassen der gegenwärtigen Symptomatik - also die Symptome, die du jetzt
hast, müßten weniger werden.
Dann sollte man erstmal einige Wochen auf dieser Dosis bleiben.
Simmi18 hat geschrieben:Meint ihr das kommt von der Erhöhung? Kann man das so klar spüren?

Meiner Meinung nach, kommt das eindeutig von der Erhöhung.

Das wäre mein Vorschlag, siehe oben - vllt kommen noch andere Meinungen,
lG von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen Anderer ergeben haben.


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